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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rewa:

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Der Berg ruft

Gipfeltreffen von Blanca Imboden

Nach dem erfolgreichen ersten Roman ,,Wandern ist doof´´ von Blanca Imboden, folgt nun die Fortsetzung mit dem Titel ,,Gipfeltreffen``.
Conny, die Frankfurter Kreuzworträtselkönigin, lebt mittlerweile mit ihrem Freund Toni in der Schweiz, wo sie ein Restaurant gepachtet haben und die Seilbahn betreiben.

Auf dem Urmiberg, wo man die herrliche Aussicht genießen kann, hat Conny die Idee, die alte Wandergruppe zu einem Treffen einzuladen. Durch eine irrtümliche Mail passiert es, dass auch Alexander, wegen dem Doris, die mittlerweile gute Seele des Hauses, ins Gefängnis musste, ebenfalls kommt. Aber die Freude ist letztendlich groß alle wieder zu sehen. Es könnte alles so schön sein, wenn es nicht zu einem schrecklichen Unfall kommen würde und nicht auch noch die Vermieterin Frau Barsch eine Pachtzinserhöhung ankündigen würde. Dass man anscheinend einen Spion in den eigenen Reihen hat, der Frau Barsch immer auf dem Laufenden hält was sich auf dem Urmiberg so abspielt, ist auch nicht gerade angenehm. Doch es gibt auch freudige Ereignisse und als Höhepunkt wird der Feiertag am 1. August dementsprechend auf dem Urmiberg gefeiert.
Blanca Imboden hat einen gut zu lesenden Roman geschrieben, der humorvoll und informativ ist. Auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat kommt man schnell in die Geschichte rein, da man zu Beginn eine kurze Beschreibung der Geschehnisse und Charaktere erhält. Die beschriebenen Wanderungen und den Urmiberg gibt es wirklich, sodass Wanderfreunde durchaus auf den Geschmack kommen können. Es gibt witzige und originelle Szenen wie das Huhn Rosalie, das einen Ausflug mit der Seilbahn macht, aber auch ernste Themen, wie der damalige Terroranschlag im Olympia Einkaufszentrum in München. In der ICH Form geschrieben erzählt Conny ihr Leben und das ihrer Freunde und Bekannten. Ein netter Roman für Zwischendurch den man schnell lesen kann.

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Der Berg ruft

Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:

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6 Sterne für dieses modernes Roman aus Japan über den Ursprung des Bösen

Geständnisse von Minato Kanae

Es ist eine Geschichte über eine unfassbare Tat: zwei 13 jährigen ermorden eine Vierjährige.

Es geht um Rache, um Schuld und Sühne, also auch um die großen Fragen des Lebens: Wie weit darf ich gehen? Was ist richtig, was ist falsch? Haben wir eigentlich Recht über jemand anderen zu richten? Und welche Rolle spielt die Liebe dabei? Ist das idealistisch zu glauben, dass man es den Leuten selbst überlassen kann, ihre eigenen ethischen Grundsätze zu entwickeln?

Kanae Minato erzählt uns diese Geschichte, mit erschreckender Leichtigkeit, rasanter Direktheit und der Spannung eines Psychotrillers.

Ein Lesevergnügen auf der Höhe der Zeit!

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6 Sterne für dieses modernes Roman aus Japan über den Ursprung des Bösen

Rezensionen von yesterday:

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Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart

Die unbekannte Schwester von Prammer Theresa

Wunderbaren leisen, humorvollen Lokalkolorit lässt Theresa Prammer in ihren Wien-Krimi, den dritten der Reihe um Carlotta Fiore, einfließen. Angefangen von herrlich typischen Namen, über den guten alten Schilling bis zu spontanen Ausdrücken (?ma!?) bietet das Buch eine schöne Atmosphäre, in die der Leser eintauchen darf.

Passend zu Prammers eigener Theater-Vergangenheit ist auch Carlotta, Tochter einer berühmten Opern-Diva, die Bühne nicht fremd. Wenngleich die Neo-Polizistin gerne einfach nur ihre Arbeit machen möchte und es nicht erträgt, erkannt zu werden.

Ebenso passend darf Lotta, wie sie meist genannt wird, im Burgtheater ermitteln. Jegliche (witzig wie treffende) Bemerkungen zu Schauspielern und ihrem Umfeld darf sich die Autorin natürlich erlauben. Der aktuelle Fall dreht sich um einen vermeintlichen Selbstmord und als nach und nach weitere Personen entweder verschwinden oder auch unter mysteriösen Umständen sterben, suchen Lotta und Kollege Konrad nach dem ?Mittelpunkt?. Wer ist die Person, um die sich alles dreht? Nur so können die Taten in Beziehung zueinander gesetzt werden. Auch die beiden Polizisten bleiben nicht verschont und müssen die eine oder andere physische und psychische Schramme verkraften.

Die Handlung ist grundsätzlich gut verständlich und auch logisch und ein einfach ein spannender Krimi. ?Leider? ist sie stark mit Lottas Vergangenheit verknüpft. Natürlich wird auch das genauer angesprochen und aufgelöst, dennoch könnte ich mir vorstellen, dass die Umstände um Lottas und Konrads Vergangenheit etwas schwierig zu verdauen sein könnten. Man muss die beiden vorangegangen Bücher nicht gelesen haben, aber es könnte häufigeres Stirnrunzeln vermeiden. Ich kannte den Beginn von Band 2 und das hat mir geholfen, mir die Zusammenhänge schneller vorstellen, mich wieder erinnern zu können. Diese Zusammenhänge, diese Geschichte in der Geschichte, sind auch das Ungewöhnliche an dieser Krimi-Reihe, lassen die Bücher aus der großen ?Krimi-Masse? herausstechen.

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Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart

Rezensionen von Nepomurks:

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Der Igel, unser kleiner Gartenfreund - hier einmal in all seinen Facetten...

Der Igel von Chesne Corinne

Corinne Chesne hat mit ihrem bereits 2014 bei Bassermann erschienenen Titel ?Der Igel? ein wirklich schönes wie informatives Buch herausgebracht, das auf beinahe alle Fragen rund um den kleinen Gartenfreund Antworten findet und welches zudem durch viele wunderbare Igel-Fotografien besticht.

Man kann das Buch wohl durchaus als kleinen Ratgeber sehen, wobei die ansprechenden Fotografien neben den informativen Inhalten ein reinster Augenschmaus sind und dem Buch einen ganz eigenen Charme verleihen.

Die Darstellungsweise im Ganzen ist meiner Meinung nach wirklich gut gelungen. Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und gut strukturiert, dazu im Verlauf doch immer kurzweilig und interessant. Der eigentliche Fließtext wird von vielen kleinen Info-Täfelchen begleitet, die sich auf die jeweils abgebildeten Fotografien beziehen und die dargestellten Szenen informativ ergänzen. Mir gefiel insbesondere diese Mischung sehr gut! Inhaltlich dürfte man zudem kaum einen wichtigen Themenkomplex vermissen - ob nun die verschiedenen Igel-Arten, ihr Vorkommen, Entwicklung und Ernährung oder die Möglichkeiten von Überwinterungshilfen. Und auch wenn die Themen bei 79 Seiten natürlich immer nur kurz beleuchtet werden können, wurde doch soweit an alles Wichtige gedacht und ausreichend erläutert. Des weiteren gibt es wirklich witzige Einblicke in die nicht ganz so bekannten Igel-Eigenarten (z.B. Thema ?Fortpflanzung?), die mich sehr zum Schmunzeln brachten.
Daneben lenkt die Autorin den Blick aber auch immer wieder mal auf die nie ganz unproblematische Beziehung zwischen Mensch und Igel. Denn der Mensch ist seit langem neben den natürlichen Fressfeinden wie Fuchs und Eule einer der gefährlichsten ?Feinde? der kleinen Säugetiere. Hierzu gibt es einige Ratschläge, damit das Zusammenleben auch gut funktionieren kann.

Im Ganzen betrachtet ergibt sich wie ich finde ein gelungenes Gesamtpaket. Ich denke, bei dem Preis von aktuell 4,99 Euro für ein so schönes Hochglanz-Hardcover-Buch kann man mehr auch nicht erwarten.
Ich finde, das Buch ist wunderbar zu lesen und bietet viele interessante Informationen ? dazu immer wieder zuckersüße Igel-Fotos! Nicht nur für Erwachsene ein tolles und sehr aufschlussreiches Buch. Deshalb 5 Sterne.

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Der Igel, unser kleiner Gartenfreund - hier einmal in all seinen Facetten...

Rezensionen von Nepomurks:

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Was man schon immer über die Berge wissen wollte...

Der Igel von Chesne Corinne

?Wie viel wiegt ein Berg?? Dieser und vielen anderen Fragen rund um die ?Wissenschaft über der Baumgrenze? geht Jacopo Pasotti in seinem neu aufgelegtem Buch (Taschenbuch, Blanvalet Verlag) auf den Grund. Diverse Themen rund um die Berge werden hier ergründet und durch vielfältige erklärende Schwarz-Weiß-Grafiken visualisiert.

Pasotti?s Schreibstil ist dabei ziemlich gut verständlich, auch wenn doch mehr als ein Fremdwort auftaucht und es um teils weiter greifende physikalische Abläufe geht. Alle Inhalte sind kurz, aber ausreichend gut beschrieben. Anders, als auf dem Buchrücken suggeriert, ist dieses sehr informative und interessante Büchlein jedoch sicher kein Begleiter "für jede Bergtour".. (ganz im Gegenteil: ein derartiges Buch liest sich wohl am besten zu Hause, mit etwas Ruhe)! ;)
Es werden viele Sachthemen rund um die höher geratenen Berge behandelt, deren genauere Hintergründe man vielleicht bisher noch nicht kannte. Ob nun generell die Entstehung der Berge, die unterschiedlichen Gesteinszusammensetzungen, das Vorkommen von Gletscherflöhen oder das Auftreten der verschiedensten Bergformen neben der Tatsache, dass es im Berginnern schnell warm wird. Pasotti beschreibt all diese Inhalte sehr eindrücklich und in seinem durchweg eingängigen Erzählstil. Im Grunde geht man mit ihm auf eine Art Entdeckungsreise: mal in der Gegenwart, mal weit zurück in die Entstehungsgeschichte der Erde. Das Buch umfasst 208 Seiten und hat damit auch einen absolut passenden wie praktischen Informations-Umfang. Für mich waren die meisten Kapitel sehr interessant und auch einige Inhalte neu. Insofern hat sich dieses kleine Taschenbuch für mich persönlich schon gelohnt! Lesenswert, deshalb 5 Sterne.

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Rezensionen von Caroline :

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Ein Blick ins Hirn eines Teenagers

Der Igel von Chesne Corinne

Die 15jährige Annie lebt in einer Pflegefamilie. Ihr Psychiater Mike hat sie zu seiner Frau Saskia und seiner Tochter Phoebe aufgenommen. Niemand außer ihm weiß, warum sie nun Milly heißt und welche Geheimnisse ihr bisheriges Leben umgibt.
Sie ist die Tochter einer pädophilen Serienmörderin, die 9 Kinder umgebracht haben soll.

Annie hat sie an die Polizei verraten und jetzt wartet sie auf die Gerichtsverhandlung.
Annie besucht die gleiche Schule wie Phoebe und diese macht ihr das Leben zur Hölle. Das Mädchen versucht sich richtig zu verhalten, um nicht wie ihre Mutter zu sein. Doch wie lange hält sie das aus, denn der Druck der Umstände nimmt mit jedem Tag zu.

Wie hat es mir gefallen?

Im Zuge einer Leserunde auf Facebook habe ich das Buch gelesen. Anfangs zögerte ich die Lektüre hinaus, denn ich fürchtete, dass ich mit dem Inhalt vielleicht nicht zurecht kommen würde. Ich kann aber jeden, der ähnliches glaubt, beruhigen. Es wird kaum etwas Genaues beschrieben und hauptsächlich wird das Kopfkino befeuert.
Im Mittelpunkt steht Annie, die sich nach Jahren des Grauens mit ihrer Mutter, endlich dazu durchringen kann, zur Polizei zu gehen. Nun lebt sie in einer Pflegefamilie und versucht ihr Leben unter Kontrolle zu bringen. Sie ficht einen inneren Kampf aus, um zu beweisen, dass sie nicht wie ihre Mutter ist. Gut zu sein, fällt ihr aber mit jedem Tag schwerer, denn ihre Schwester ist so richtig fies. Sie piesackt sie bis aufs Blut.
Die Therapiesitzungen mit ihrem Pflegevater Mike sollen ihr helfen, sich auf die Gerichtsverhandlung vorzubereiten. Gleichzeitig soll sie Methoden finden, um mit ihren Schuldgefühlen umzugehen.
Die Geschichte läuft unter dem Genre ?Psychologischer Spannungsroman? und damit hat der Verlag eine gute Einschätzung getroffen. Es wird hier sehr viel Augenmerk auf Annies seelischen Zustand gelegt. Die Verbrechen ihrer Mutter sind zwar wichtig, werden aber niemals richtig beschrieben. Als Leser verfolgt man ihre Gedankengänge, die natürlich von ihrer Mutter geprägt sind. Ihr Überlebensinstinkt hat sie über die Jahre über Wasser gehalten und nun versucht sie in ein normales Leben zu schlüpfen.
Der Schreibstil hat mich anfangs ein wenig gestört. Die Sätze sind eher kurz und prägnant. Ich musste die Geschichte hin und wieder unterbrechen, aber ab ca. der Hälfte hatte mich die Story komplett gepackt und lies mich nicht mehr los.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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beglückend schöne Theorie

Ein Festtag von Swift Graham

Die Erzählung von einem "Festtag", dem Muttertag 1924, an dem auch Hausmädchen frei bekamen, schildert einen strahlend sonnigen Frühlingstag, der Liebe und Tod auf einander treffen lässt - eine Liebesgeschichte ist dieses Buch auch. Ebenso ein Sittenbild des ländlichen, verarmten England nach dem I.

Weltkrieg. Aber v. a. kreist das Erzählen um die Frage, wie Erleben und Erzählen aus einander entstehen und auf einander einwirken: Es kreist um das Verhältnis des Faktischen und der Fiktion sowie um ihre jeweils eigene, ganz spezifische Wahrheit. Einzelne Episoden der aktuellen Handlung werden von späteren Reflexionen der Heldin, aus deren Perspektive durchgängig erzählt wird, unterbrochen; ihre Ergänzungen der Vorgänge, die sie nicht selbst miterlebt hat, ihre (Re-)Konstruktion also nach den Kriterien von psychologischer Wahrscheinlichkeit und sachlicher Plausibilität sind immer wieder von aktuellen Schilderungen des Moments unterbrochen. "Der einfallende Abend, das Aprikosenrot, die diesig grün-goldene Welt - all das war unfassbar schön" (S. 131). So erhalten auch (eigentlich) theoretische Überlegungen für uns Leser_innen jene sinnliche Qualität, die derjenigen der erlebenden Protagonistin womöglich entspricht. Das Verhältnis von künstlerischer Begabung, Neugier und Bildung sowie erzählerischer Technik bleibt im Bilde der dreifachen Geburt letztlich ein wunderschönes Rätsel: Die Vollwaise Jane Fairchild kam zur Welt - sie erlebt DEN entscheidenden Tag ihres Lebens - sie findet eine Sprache zur Erzählung jenes Tages, der voll von sinnlicher Lust und dem Schmerz des Verlustes ist. Erzählen ist nicht Leben, aber ohne Leben kein Erzählen ... und wie verbindet frau diese Gegensätze im Medium der Sprache? Swift's "Festtag" ist ein opulentes Lehrbuch zum Schreiben- und auch zum Lesen-Lernen, eine langsam und festlich voranschreitende Hymne an das Rätsel des Erzählens.

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beglückend schöne Theorie

Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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keine Revolution, aber gut für´s Strandbad

Strandbadrevolution von Kurt Palm

Erwachsen werden ist gar nicht so einfach, aber wer es geschafft hat, blickt mit einer Mischung aus vorwiegend positiven Gefühlen zurück: Belustigung über vergangene Moden, Rührung ob der - oft vermeintlichen - Probleme der Pubertät, Sehnsucht nach der überschaubaren Welt der Jugend, Lust und Leid erster sexueller Erfahrungen .

.. von all dem erzählt der Roman in angenehm flotter Sprache. Die durchgängige Perspektive eines Ich-Erzählers bringt zwar eigene Schwäche(n) durchaus zum Ausdruck, verhindert aber nostalgische Rührseligkeit und verleiht dem Erzählen Authentizität. Eine erfreuliche Lektüre, die keine "Revolution" bei der Leserin auslöst, aber fürs "Strandbad" bestens geeignet ist.

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keine Revolution, aber gut für´s Strandbad

Rezensionen von Haliax:

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Welt - top, Handlung - gut, Charaktere - naja, ausbaufähig

Stormheart 1. Die Rebellin von Cora Carmack

Aurora ist die Prinzessin des Landes Caelira, welches von kräftigen Stürmen heimgesucht wird. Um die Stürme bezwingen zu können, besitzen die Adeligen spezielle, erbliche Kräfte. Doch Aurora ist anderes, denn sie besitzt diese Kräfte nicht. Als ihre Mutter einer Heirat mit Cassius Lock zustimmt, droht Auroras Geheimnis bald aufzufliegen.

Daher nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und flieht vor der machtgierigen Familie Lock.

Ich erwähne selten ein Cover, aber in diesem Fall habe ich keine andere Wahl. Hätte ich das Buch in einer Buchhandlung entdeckt, hätte ich es wahrscheinlich keines zweiten Blickes gewürdigt. Es liegt nahe, dass der Verlag mit der prominenten Person die Protagonistin darstellen will, was schon ein dickes Minus in meinen Augen ist. Da es im deutschsprachigem Raum viele Bücher mit der Darstellung der Protagonisten gibt und es nur eine persönliche Abneigung ist, will ich es in der Rezension nicht als negativ werten.
Dennoch ist die Darstellung von Aurora nicht gelungen. Im Buch wird sie anders beschrieben als sie am Cover verkauft wird. Vorallem die Positionierung ihres Kopfes, welches den Anschein erweckt, sie würde auf den Leser herabsehen, ist ein weiterer Punkt, der in meinen Augen unsympathisch wirkt. Eventuell interpretiere ich zu viel hinein, aber ich beschreibe lediglich Dinge, die ich mir negativ aufgefallen sind.

Da ich Stormheart - Die Rebellin von Cora Carmack in den vielen Büchercommunities entdeckt habe und viele User davon schwärmten, musste ich mir selbst ein Bild davon machen.
Es gibt Bücher, die man nicht nach dem Cover beurteilen darf und dieses Buch zählt diesen Büchern.

Es wird eine außergewöhnliche, magische Welt vorgestellt, die sich um Stürme und deren vernichtende Kraft dreht. Die Stürme sind so speziell und zudem kategorisch eingeteilt, dass es beim Lesen Spaß macht, immer mehr über sie herauszufinden.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und macht eine tiefere Begegnung mit den Charakteren und der Welt möglich. Die Charaktere wirken durchaus sympathisch, dennoch weisen sie manchmal Eigenschaften auf, die sie unglaubwürdig erscheinen lassen.
Obwohl Aurora keine Kräfte besitzt, handelt sie zeitweise unüberlegt und wagemutig. Außerdem trifft sie Entscheidungen, die für mich nicht nachvollziehbar sind.
Generell sollte sich aber keiner davon abschrecken lassen und selbst einen Blick wagen.

Die Handlung gefällt mir gut. Sie enthält Spannung, Flucht, Kämpfe, Entdeckungen und Einiges an Magie. Es ist leicht durch das Buch zu fliegen, wenn man sich von den Stürmen tragen lässt.

Fazit
Wer ein Jugendbuch mit einer außergewöhnlichen Welt mit neuen magischen Systemen sucht, wird in diesem Buch fündig. Die Charaktere besitzen sympathische Züge, wenn sie auch meiner Meinung gelegentlich gegen jede Vernunft handeln. Daher gebe ich 3 Sterne für den Auftakt der Stormheart Reihe.

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 Welt - top, Handlung - gut, Charaktere - naja, ausbaufähig

Rezensionen von Haliax:

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Ein rundum gelungenes Buch.

Stormheart 1. Die Rebellin von Cora Carmack

Als ich das Cover zum ersten Mal erblickte und die Schönheit der Farbenwahl, den nostaligischen Touch der Uhr und das wirre Durcheinander der Buchstaben des Titels realisierte, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen möchte. Der Titel und die Inhaltsangabe lässt bereits erahnen, was der Leser im Buch zu erwarten hat, jedoch sagt er nur wenig über den eigentlichen Zauber des Buches aus.

?Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge? von Ruth Hogan setzt sich aus 2 Handlungssträngen zusammen. Auf der einen Seite begleiten wir Laura, die mit ihrem Leben und ihren bisherigen Entscheidungen unglücklich ist. Der einzige Lichtblick ist ihr Beruf. Sie ist Assistentin und Haushälterin von Anthony Peardew, der sie mit seinem charmanten Haus Padua von Beginn begeistern konnte. Von einem auf den anderen Tag ändert sich ihre Leben schlagartig und sie findet sich mit einer Aufgabe wieder, die sich schwer umsetzen lässt.
Der zweite Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit und handelt von Eunice und Bomber. Bomber ist ein gefragter Verleger von Büchern und Eunice ist seine Assistentin. Sie teilen ihre Leidenschaft von Büchern und Filme und bekommen bald enge Freund. Eunice birgt ein Geheimnis, das ihre Freundschaft zerstören könnte.

Mit einem flüssigen und ausdrucksstarken Schreibstil kann die Autorin punkten. Dennoch sind es die Details (z.B die Bücher von Portia oder Padua), die dieses Buch hervorheben.
Die Führung durch Padua ist ein spezieller Moment. Nicht nur durch den Namen, welcher bereits die Lebendigkeit des Hauses unterstreicht, sondern vielmehr durch deren vorborgenen und sichtbaren Schätze wird man von diesem Haus gefangen genommen. Manchmal hat man das Gefühl selbst in diesem Haus zu stehen und den britischen Charme zu spüren.

Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und bezaubern einerseits durch ihre Positivität. Andererseits bringt jeder sein Päckchen aus der Vergangenheit mit. Sei es die falsche Wahl des Partners, eine unerwiderte Liebe, ein früher Tod einer geliebten Person und vieles mehr. Dadurch werden die Charaktere lebendiger und authentischer.
Genetische Erkrankungen werden in unserer Gesellschaft sehr kontrovers behandelt. Daher bin ich froh, dass die Autorin keinen Bogen um genetische Erkrankungen macht, ausgewählte Erkrankungen heranzieht und auf ihre Art in die Geschichte einbindet. Besonders Sunshines Art hat mich vollkommen überzeugt und mich dazu angeregt, Dinge einmal mit anderen Augen zu betrachten. Generell bietet das Buch viel Stoff zum Nachdenken und beschreibt Dinge, die auf den ersten Blick wertlos und klein erscheinen aber für eine andere Person viel Bedeutung hat.

Fazit
Ein Buch, das einen gewissen Zauber versprüht und mich vollkommen einnehmen konnte. Die Atmosphäre von Padua, der Detailreichtum, die besonderen Charaktere, viele großartige Momente und ein überraschendes Ende, welches das Buch von einem anderen Blickwinkel zeigt, machen das Buch zu meinem ersten Jahreshighlight 2017. Unbedingt lesen und verzaubern lassen!

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 Welt - top, Handlung - gut, Charaktere - naja, ausbaufähig