Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Diamonts are a girls best friend
Der Meisterdieb von Karin Lindberg
Kate Prescott ist reich, erfolgreiche Innenarchitektin und hübsch anzusehen. Aber sie hütet ein Geheimnis. Noch nie hat sie jemandem davon erzählt. Sie überwältigt hin und wieder der Drang wertvolle Juwelen zu stehlen. Sie weiß, dass sie sich damit in Gefahr begibt, denn sie könnte ja jederzeit erwischt werden und genau das geschieht auch.
Matt, ein Kunde mit einer Kunstgalerie und einer Vitrine mit einem wunderschönen Collier, stellt sie genau in dem Moment, als sie sich an seinen Juwelen vergreifen will. Er wird sie nicht der Polizei übergeben, wenn sie mit ihm 4 Dates verbringt. Er möchte sie richtig kennenlernen und ihr auch zeigen, dass er sie besser verstehen kann, als sie glaubt.
Natürlich lässt sich Kate auf die Erpressung ein, alles besser als ins Gefängnis zu kommen, aber sie ist überzeugt, dass die 4 Verabredungen keinerlei Auswirkungen auf sie haben werden, denn sie ist zu sehr mit ihrem Problem beschäftigt und auch zu Hause bei ihrem Vater und ihren Schwestern gibt es nervenaufreibende Neuigkeiten.
Wie hat es mir gefallen?
Teil 3 rund um die Prescott Schwestern dreht sich um Kate. Sie lernt Matt auf einer Vernissage kennen und findet ihn anmaßend, arrogant aber auch sehr anziehend. Ihre Schwester Ashely bringt die zwei auf beruflicher Ebene zusammen und erkennt nicht, dass Kate und Matt sich sehr ähnlich sind. Denn Matt kann Kates Problem nachvollziehen. Die 4 Dates möchte er nutzen, um Kates Vertrauen zu gewinnen und ihr zu zeigen, dass sie den Drang bekämpfen kann. Manchmal ist er ein wenig ruppig, aber nicht verletzend.
Kate spürt die Verbindung, die sich langsam zwischen ihr und Matt aufbaut, aber sie traut ihren Gefühlen nicht. Sie will ihnen auch nicht so einfach stellen. Zu viele Geheimnisse trägt sie mit sich herum. Aber Matt macht es ihr einfach. Er triezt sie liebend gern und lockt sie so aus der Reserve.
Ihre kleinen Wortgefechte zu beobachten, macht ungemein viel Spaß. Die Autorin schreibt so gefühlvoll, dass man sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen kann. Ungemein gut gefallen hat mir dieses Mal die Liebesgeschichte, sie hat sich zwar recht schnell entwickelt, das störte mich aber nicht. Gleichzeitig entwickelt sich die Handlung rund um die Mutter der Prescott Schwestern.
Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks lesen und bin schon sehr gespannt auf Teil 4 und 5.
Rezensionen von Caroline :
Revolutionäre waten immer durch Blut
Der Meisterdieb von Karin Lindberg
Philippines Geburt mitten in den Wirren am Ende des 17. Jahrhunderts steht unter keinem guten Stern. Bereits ihre Schwestern wurden mit sichtbaren körperlichen Makeln geboren, doch Philippine ist ungemein schön und ihr verkrüppelter Fuß kann gut versteckt werden. Sie wächst in einer Familie auf, die voller Gewalt ist.
Ihr Vater ist der Verhörmeister und ihr Onkel der Henker. Ihre Mutter versucht ständig zu Geld zu kommen und verdingt sich selbst und ihre Töchter als Hure. Nur Philippine wird nicht zur Prostitution gezwungen, da auf ihr die Hoffnungen auf eine gute Partie liegen. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch sehr wissbegierig und intelligent. Sie entflieht oft dem tristen Leben, indem sie lange Ausritte in den nahen Wald macht. Genau dort lernt sie auch Maxence kennen, der sich dort in einem kleinen Häuschen versteckt hält. Über einige Zeit verbringen sie viel Zeit miteinander und Philippine verliebt sich in den jungen Mann. Als dieser wieder nach Paris geht, um den Rufen der frühen Revolution zu folgen, trennen sich ihre Wege, die sich zwar wieder überschneiden, aber dann scheint es bereits zu spät zu sein. Denn die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Wie hat es mir gefallen?
In meinem zu Hause war die Französische Revolution immer wieder einmal Thema, denn meine Mama stammt aus Frankreich und unterrichtete Geschichte. Somit wurde ich schon in jungen Jahren mit den Werten bekannt gemacht. Ich lese zwar nicht sehr oft über diese Zeit, aber ich durfte dieses Buch als Rezenionsexemplar lesen und war dennoch nicht wirklich auf die Geschichte vorbereitet.
Natürlich weiß man von den Henkern, den Verhörmeistern, der Guillotine und der Gewalt, die jede Revolution mit sich bringt, aber in diesem Buch taucht man noch viel tiefer in die Geschichte und Tatsachen ein. Ungeschönt, historisch sehr gut recherchiert und daher auch sehr gewalttätig, schließlich waren diese Zeiten geprägt von Verrat, aufgeputschten Menschen, die bereit waren, ihr Leben zu lassen, um eine neue Zukunft zu gestalten.
Ich habe bereits in einigen anderen Rezensionen gelesen, dass die Geschichte nichts für Zartbesaitete sei und dem gebe ich völlig recht. Die Beschreibungen von Folter, Gewalt, Vergewaltigung und dem normalen Alltag sind sehr plastisch und schrecken vor nichts zurück.
Die Liebesgeschichte nimmt keinen großen Teil ein. Ich hatte das Gefühl, dass diese als Nebenstrang mitläuft, um ein wenig Hoffnung auf eine gute Zukunft zu schüren. Zeitweise hatte ich richtige Probleme meine positive Einstellung zur Französischen Revolution mit diesem Buch abzugleichen. Denn wir setzen heute noch auf Errungenschaften wie ?Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit?, die Menschen- und Bürgerrechte ? all dies sind Werte auf die wir heute noch stolz sind, aber der Preis, der dafür bezahlt werden musste, war unglaublich hoch.
?Die Bluthunde von Paris? ist ein Roman, der auf mich sehr authentisch wirkt, mich mehr schockiert, als berührt hat.
Rezensionen von heinoko:
Gewalt und Verwirrung
Der Meisterdieb von Karin Lindberg
Über Generationen hinweg ist die Familie Farren allen Variationen des Verbrechens und der schlimmsten Grausamkeiten verpflichtet. Detective Kevin Byrnes hatte früher selbst Kontakt mit Mitgliedern dieser Familie Farren. Zwar ermittelt er aktuell in einem anderen Fall, aber es scheint dennoch auch in der Gegenwart noch Verbindungen zu dem Farren-Clan zu geben?
Ein seltsames Buch, und für mich ganz und gar kein Thriller.
Gut geschrieben ist das Buch zweifelsohne. Gut geschrieben im Sinne von: gut lesbar, Personen und Geschehnisse plastisch dargestellt, Szenen für sich genommen jeweils spannend beschrieben. Aber dennoch hat mich das Buch eigentlich nur genervt. Die vielen Familienmitglieder Farren über mehrere Generationen hinweg, die vielen Zeitsprünge, die vielen Einzelgeschichten haben in mir nur noch Verwirrung ausgelöst. Wer hat wann was mit wem in welcher Grausamkeit abgerechnet? Das Thema ?fehlende Gesichtserinnerung? passte insofern recht gut in meinen eigenen Lese-Verwirrtheitszustand. Lediglich das fulminante Ende mit einer sehr umfassenden Aufklärung packte mich wieder voll und ganz.
Fazit: Gekonnt geschrieben, aber zu viele Detailgeschichten, zu viele Handlungsstränge, zu viele Zeitsprünge. Insofern kein wirkliches Lesevergnügen.
Rezensionen von begine:
Wunderbarer mitreißender Roman
Manchmal musst du einfach leben von Forman Gayle
Die Autorin hat einen schönen angenehmen Schreibstil.
Der Roman fängt aufregend mit voller Emotionen an.
Maribeth erleidet mit 44 Jahren einen Herzinfarkt.
Gott sei Dank hat sie ihn überlebt.
Der Schreck ist für sie und ihren Mann Jason groß.
Sie haben ein munteres lebhaftes Zwillingspärchen, Oscar und Liv.
Nach der Bypassoperation wird sie ziemlich schnell aus dem Krankenhaus entlassen. Und schon muss sie wieder den Familienalltag meistern. Schließlich hat sie alles Wichtige sonst immer erledigt. Da liegen alle Briefe noch ungeöffnet für sie bereit. Ihre Mutter soll ihr helfen denkt Jason, aber von der bin ich enttäuscht. Nun gut, Maribeth hat auch nicht mehr erwartet.
Das wird ihr zu viel und in einer Kurzschlusshandlung verschwindet sie ziemlich kopflos. Man kann ja eigentlich sagen, eine Mutter macht das nicht, aber man muss erst einmal in so eine Situation geraten.
Manchmal kann man nicht anders.
Der Autorin gelingt es gut, Maribeths Gedanken und Handlungen so zu schreiben, das ich die Situation nachempfinden kann.
Die neuen Personen, die jetzt dazu kommen lockern die Geschichte nett auf. Besonders die jungen Nachbarn sind einfach zu gut.
Maribeth arbeitet ihre Geschichte auf. Hinzu kommt noch, das sie adoptiert wurde. Sie macht sich Gedanken über ihre leiblichen Eltern. Hat sie ihre Herzkrankheit vielleicht geerbt?
Alles wird so eindrucksvoll erzählt, das ich in der Geschichte gefangen war und kein Ende finden konnte.
Ich bin total begeistert und muss unbedingt Ausschau nach früheren Romanen von Gayle Forman halten.
Rezensionen von EdVanSchleck:
Trostlos, schroff, rabenschwarz
Dunkels Gesetz von Sven Heuchert
Handlung:
Richard Dunkel ist ein ehemaliger Söldner, der als Security für eine Chemiefirma, in dem abgelegenen Dörfchen ?Altglück? arbeitet. Achim, der Betreiber der örtlichen Tankstelle, lässt sich auf einen Deal mit dem skrupellosen Ganoven ?Falko? ein, denn wenn sein Plan aufgeht, kann er sich auf ein gutes Leben freuen.
Achim und seine zwei Handlanger planen desshalb den ganz großen Drogendeal. Dummerweise geraten Dunkel und Achim aneinander, was zu einer Verkettung von Ereignissen führt, die auch die Tochter von Achims aktueller Lebensgefährtin in Gefahr bringt.
Persönliche Meinung:
Wirklich alles an der Handlung ist hart, düster und schroff. Der Name des Ortes, ?Altglück?, hätte nicht sarkastischer gewählt werden können, denn jeder der hier lebt ist weit davon entfernt glücklich zu sein. Jeder einzelne Charakter des Buches hat ein schwieriges, elendes Leben, konsumiert regelmäßig Alkohol und Drogen oder ist obendrein auch noch kriminell. Der Leser wird regelrecht in dieses rabenschwarze Szenario hineingezwungen. Die detaillierten Beschreibungen des Ortes, des Geschehens und der Charaktere erwecken beim Lesen ein Gefühl der Trost- und Hilflosigkeit. Die Charaktere lernte der Leser für meinen Geschmack etwas zu Oberflächlich kennen. Das ist wohl der Länge des Krimis geschuldet, da das Buch lediglich 187 Seiten umfasst. Die Handlung hat mir auch nur bedingt zugesagt. Auch ihr hätte etwas mehr Tiefe gut getan aber wie bereits zuvor erwähnt war in den wenigen Seiten wohl nich mehr drin.
Fazit:
Großes Lob für das Ambiente, das es erstaunlich gut schafft den Leser in Dunkels Welt hineinzuziehen. Die Charaktere, der Ort, die verwendete Sprache, jedes trostlose Detail legen sich wie ein dunkler Schleier über das Geschehen und wickeln den Leser regelrecht ein. Wobei ich hier noch einmal ausdrücklich erwähnen möchte dass das ganze Buch ?dreckig?, schroff und hart ist ? Freunde des gepflegten Umgangs würde ich daher dringend von diesem Krimi abraten.
Ich finde, dass die Handlung, wie ein kleiner Bach, ständig vor sich ?hinplätschert?. Sie ist nicht zäh, es geht immer vorwärts aber richtig mitreißend oder gar spannend fand ich die Handlung kaum.
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Rezensionen von EdVanSchleck:
Witziger, alternativer Ratgeber
Schluss mit Muss von Tanja Mairhofer
Inzwischen gibt es Ratgeber wie Sand am Meer und es scheint fast so als würden jeden Tag duzende neuer Ratgeber veröffentlicht. Daher stellt dieser ?Antiratgeber? eine willkommene Abwechslung dar. Er teilt sich auf viele kleine Kapitelchen auf, die auch nicht zwingend aufeinander aufbauen, was ihn zur perfekten Gelegenheitsliteratur macht.
Die Autorin weist bereits im Vorwort darauf hin, dass dieses Buch nicht ganz ?anständig? ist und sehr schnell wird deutlich, dass damit ihr unverblümter und direkter Schreibstil gemeint ist. Durch clevere und auch witzige Kapitelüberschriften startet man bereits mit einem Schmunzeln auf den Lippen in die Kapitel. Aufgrund der direkten und teilweise auch selbstironischen Art die Dinge beim Namen zu nennen hält dieses Schmunzeln oft bis zum Ende des Kapitels an. Es tut gut zu lesen, dass es völlig in Ordnung ist nicht perfekt zu sein und dass es keinen Grund gibt sich schlecht zu fühlen, nur weil man nicht irgendeinem aktuellen Trend folgt oder einem völlig übertriebenen ?Ideal? entspricht. Im Übrigen wurden sämtliche im Buch aufgeführten Fakten mit Quellen hinterlegt, was für vertiefende Recherchen ganz nützlich sein kann.
Rezensionen von heinoko:
Die Kunst des Wörterjonglierens
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky
Wunderbar, großartig, bewegend, ein Juwel, meisterhaft, ergreifend, unauslotbar, ein Kleinod ? ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen von diesem überragenden Buch!
Wenn die alte Selma, die aussieht wie Rudi Carell, von einem Okapi träumt, wird innerhalb der nächsten 24 Stunden jemand aus dem Dorf sterben.
Und alle aus dem Dorf rüsten sich in diesem Fall auf sehr individuelle Weise, um entweder vorbereitet zu sein auf den Tod oder sich vor ihm zu verbergen.
Dieser trivial-geniale Ausgangspunkt eröffnet ein Kaleidoskop an Geschichten, an kleinen und großen Geschichten, an Geschichten, die so schmerzhaft sind, dass man ganz schnell die Seiten wegliest, bis man ein paar Seiten später all die Verletzungen einfach weglacht, und Geschichten, die so gut tun, dass man die Zeilen immer und immer wieder liest, um nichts von diesen Wohltaten je zu verlieren.
Überhaupt: Man möchte Satz um Satz festhalten und nicht mehr loslassen. Was für eine wunderbare Sprache, präzise und lyrisch in einer ungewöhnlichen Kombination. Gibt es zum Beispiel ein schwärzeres, grausameres Schwarz als das Wort ?kranzschleifenschwarz?, so endgültig und tief. Oder wer hätte nicht sofort ein Bild vor Augen, wenn Teppichfliesen wie Rauhaardackelfell beschrieben werden. Ich bin fasziniert von der Autorin und ihrer großartigen Gabe, mit Wörtern zu jonglieren und uns dabei wie mit einer überaus scharf geschliffenen Brille eine prismengenaue, dabei aber unendlich tolerante Sicht auf die Welt, auf die Menschen, auf all die alltäglichen Merkwürdigkeiten um uns herum zu gewähren. Und dies nicht mit einer drögen Ernsthaftigkeit, sondern mit einer gelassenen Heiterkeit. Meisterhaft!
Rezensionen von yellowdog:
Emotionaler Roman
Manchmal musst du einfach leben von Forman Gayle
Das Buch ist ziemlich interessant und zeigt, wie eine plötzliche schwere Erkrankung das Leben verändert, erst Recht in den USA. Die New Yorkerin Marybeth Klein erleidet einen Herzinfarkt, dabei ist sie erst 44. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fällt es Marybeth schwer, sich richtig zu erholen.
In ihrer Not verlässt sie die Familie und versucht in Pittsburgh mit einem ruhigen Leben neu anzufangen. Eine extreme Entscheidung, immerhin hat sie zwei kleine Kinder, die vierjährigen Zwillinge Oscar und Liv. Doch ich kann das teilweise verstehen und würde es so deuten, dass wenn sie schwer erkrankt lange im Krankenhaus bleiben müsste, sich auch nicht um die Familie kümmern könnte.
Hinzu kommt, dass M.B. wie sie sich künftig nennt, anfängt über ihre Herkunft nachzuforschen, Sie ist adoptiert.
Es ist im folgenden eindringlich geschildert, wie sie ihr neues Leben gestaltet. Ein neuer Arzt, Dr.Steven Grant, wird auch privat zum Freund, dann sind da noch die jungen Nachbarn, mit denen sie sich gut versteht.
Die Darstellung der Nebenfiguren finde ich gut gemacht. Sie bleiben Nebenfiguren, rücken also nicht zu sehr in den Vordergrund, sind aber nicht nur oberflächlich, sondern wirken realistisch.
Eigentlich wollte Marybeth nicht lange wegbleiben, doch die Trennung zieht sich hin. Man fragt sich auch, ob eine Rückkehr überhaupt möglich sein wird.
Die Handlung ist mitfühlend beschrieben. Man ist immer dicht an der Hauptfigur. Man kann sich lange kaum vom Buch lösen.
Rezensionen von Rebecca1493:
Spannend, aber nicht für zarte Gemüter
Die Bucht, die im Mondlicht versank von Clarke Lucy
Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Cover für eine Geschichte dieses Kalibers fast zu idyllisch wirkt, aber an sich finde ich es sehr ansprechend. Mir gefällt auch die Wahl des Titels, es weist daraufhin, wie sich das Buch im Verlaufe entwickelt.
Was mich allerdings besonders beeindruckt hat, war die Inhaltsangabe der Erzählung, denn sie hat mich sofort neugierig gemacht.
Ich wollte unbedingt wissen, wie sich die Geschichte rund um Sarah, Isla, Jacob und Marley entwickeln würde und warum der junge Mann nach seinem Geburtstag bzw. Marleys Todestag nicht mehr aufgetaucht ist.
Um ehrlich zu sein, weiß ich selbst nicht so recht, mit welchen Erwartungen ich zu Lesen begonnen habe. Der Beginn war leider auch etwas zäh, weshalb ich zunächst wirklich an meiner Buchwahl gezweifelt habe. Aber das Durchhalten lohnt sich definitiv, nach circa 100 Seiten konnte ich gar nicht mehr aufhören und habe das Buch noch am selben Tag beendet. Man wird als Leser förmlich in die Geschichte hineingezogen und möchte unbedingt alle Puzzleteile zusammensetzen, die mit Marleys Todestag und Jacobs Verschwinden zu tun haben.
Der Schreibstil war super. Keine Längen, sondern flüssig, sodass ich ohne Probleme Seite um Seite verschlungen habe. Ein besonderes Highlight sind die immer wiederkehrenden Rückblicke Islas, durch die man als Leser Einblicke in die Vergangenheit erhält und so Stück für Stück der Lösung näher kommt. Immer wenn es in der Wiedergabe der Story bei Isla oder Sarah zur Sache ging, wurde dann natürlich zu anderen Perspektive geschwenkt. Richtig fies teilweise!
Für alle die gerne Detektiv "Spielen" ist das Buch aber vielleicht nicht so wirklich erfüllend, da man gewisse Sachverhalte nicht im Vorfeld erahnen kann. Andererseits macht es das Buch auch unvorhersehbar und damit unheimlich spannend. Ich musste mich zum Teil richtgehend zwingen nicht schon Seiten im hinteren Bereich zu lesen, um endlich Bescheid zu wissen. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt: in meinen Augen zog sich die Auflösung dann doch etwas in die Länge.
Auch wenn ich doch eher für ein happy Happy End zu haben bin, passt der Abschluss hervorragend zur Geschichte und lässt mich als Leserin zwar sprachlos zurück, aber alles andere hätte auch nicht gepasst.
Fazit: Ein Wohlfühlbuch ist diese Geschichte nicht, treten doch einige Abgründe bei den handelnden Personen zu Tage, die ich so beim besten Willen nicht erwartet hätte. Aber es ist definitiv eine spannende Geschichte, die es sich zu lesen lohnt!
Rezensionen von Caroline :
So unterschiedlich und dennoch passen sie zusammen
Wie das Feuer zwischen uns von Brittainy Cherry
Alyssa und Logan könnten nicht unterschiedlicher sein. Logans zu Hause besteht aus Drogen, Schlägen und Missachtung. Alyssas Eltern haben sich zwar getrennt, dennoch ist sie in einer sicheren Umgebung aufgewachsen.
Dennoch kreuzen sich ihre Wege und sie werden zu sehr guten Freunden, die mit einander lachen und sich alles erzählen.
Freundschaft ist ihnen aber nicht genug, denn ihre Gefühle für einander wachsen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sich ihre Liebe eingestehen. Gemeinsam wollen sie ihre Träume erreichen, aber oft reichen die besten Vorsätze und selbst die Liebe nicht, um gegen das Schicksal und dumme Fehler anzukommen.
Wie hat es mir gefallen?
Ich durfte das Buch schon vorab im Zuge einer Leserunde bei der Lesejury lesen. Ich habe mir diese Runde ausgesucht, weil mir bereits Teil 1 "Wie die Luft zum Atmen" wahnsinnig gut gefallen hat und hier der Klappentext mich neugierig gemacht hat.
Was soll ich sagen, die Geschichte hat mich quasi von der ersten Seite an gepackt. Die Autorin weiß einfach, wie man spannend, gefühlvoll und mitreißend schreibt.
Natürlich werden ein paar Klischees gedient, aber für mich niemals zu viel.
Alyssa ist eine junge Frau, die unbedingt ihren Lebensunterhalt mit Musik verdienen will. Ihr Vater hat als Musiker natürlich einen großen Anteil an diesem Wunsch. Ihre Mutter ist jedoch komplett dagegen. Die Eltern spielen zwar keine sehr große Rolle, aber eine wichtige. Sie hat auch noch eine Schwester Erika, die viel mehr den Erwartungen ihrer Mutter entspricht.
Logan ist eine gequälte Seele, ich kann es nicht anders ausdrücken. Seine Kindheit war die Hölle. Nur die kurzen Momente, in denen seine Mutter nicht high war, bringen ein wenig Sonnenschein in seinen Alltag. Sein Vater ist ein wahres Monster. Logan fällt es einfach schwer jemandem außer seinem Halbbruder Kellan zu vertrauen. Wen wundert es bei diesen Eltern? Erst Alyssa gelingt es, ihn ein wenig aus seiner Isolation zu locken. Man merkt, wie eng die zwei befreundet sind und diese Phase ist berührend beschrieben.
Die Geschichte wird in zwei Teilen erzählt. Der Zeitsprung von 5 Jahren hebt die Story auf ein neues Level, denn ab da geht es wirklich dramatisch zur Sache.
Ohne viel zu verraten, möchte ich allen nur raten, sich einige Taschentücher bereit zu legen und sich in die Geschichte fallen zu lassen.
www.mariessalondulivre.at








