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Rezensionen von begine:

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Guter Stil

n einem anderen Licht von Katrin Burseg ist wieder ein gutgeschriebener Roman.
Das Cover und der Titel sind stimmig.
Vor zwei Jahren ist Miriams Mann, der als Auslandsjournalist tätig war, erschossen worden. Für Miriam dramatisch und traurig. Sie arbeitete in der gleichen Redaktion in Hamburg, wechselt dann aber zu einer Frauenzeitung.

Die Witwe Dorothea Sartorius spendet für die Verleihung des Sartoriuspreises für Zivilcourage. Zusammen mit der Zeitschrift werden die Kandidaten ausgewählt. Miriam bekommt Briefe mit dem Text „ Fragen Sie Dorothea nach Marguarethe“ unterschrieben mit Elisabeth. Sie interviewt Dorothea, die antwortet aber nicht eindeutig, sondern sagt Miriam wäre die Journalistin. Miriam fängt an Fragen zu stellen. Sie erkundet Dorotheas Werdegang.
Nebenbei trauert sie immer noch um ihren Mann. Wie sie mit ihrem kleinen Sohn Max umgeht ist sehr gut beschrieben.
In diesem Roman wird die politische Situation Deutschlands bis 1998 aufgearbeitet. Es geht um Liebe, Verrat und wie man am Besten mit der Wahrheit umgeht. Die Vergangenheit und die Trauerbewältigung werden Thematisiert.
Katrin Burseg versteht es, Spannung und Glaubhaftigkeit in die Geschichte zu bringen. Die Protagonisten sind durchweg sympathisch.
Ich habe schon zwei gute Romane von der Autorin gelesen und mit diesem war ich auch sehr zufrieden. Sie schreibt mit gutem fesselndem Stil.
Es ist ein empfehlenswerter Roman.

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Rezensionen von yellowdog:

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In einem anderen Ton

Die Stärke des über weite Strecken undramatischen Romans ist seine Geschlossenheit. Katrin Burseg hat den richtigen Ton für ihre Themen Vergangenheitsbewältigung und Trauer gefunden.

Vor fast 2 Jahren ist Miriams Mann gestorben. Er war als Kriegsreporter im Einsatz getötet worden. Auch Mirima ist Journalistin und hat einen kleinen Sohn, der seinen Vater ebenso wie sie vermisst.

Eine Lebensänderung wird eingeleitet als Miriam unerwartet auf ein Thema trifft, dem sie nachspürt und dabei Bo trifft. Lange liegen die Ereignisse der RAF-Attentate zurück und doch gibt es viel unaufgearbeitetes.
1972. Drei Tote. Die Schlei.
Wie ein Leitmotiv zieht das den Roman. Aber es gibt noch mehr, z.B. die Beatles-Zeile: Let ist be oder
steigende Drachen und der Gaukler, die für Freiheit und Liebe stehen.

Katrin Burseg ist eine bemerkenswerte deutsche Autorin, die auch in ihren vergangenen Romanen, z.B. „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern„, der Vergangenheit nachspürte und bedeutendes thematisiert. In einem anderen Licht ist im dem gleichen Stil geschrieben. Wer das eine Buch mochte ist auch beim anderen nicht falsch. Ich kann beide empfehlen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

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Eine sehr emotionale Geschichte

Ermordung des Glücks - Roman (Jakob-Franck-Serie 2) von Friedrich Ani

Es ist kurz vor Weihnachten. Seit nun schon 34 Tagen steht Tanja Grabbe hinter dem Fenster ihres kleinen Cafes nahe der Münchner Freiheit und wartet auf ihren 11-jährigen Sohn Lennard. Er ist am 18. November nicht von der Schule nachhause gekommen. Heute nun steht ein Polizist vor der Tür und eröffnet ihr und ihrem Mann, dass Lennard tot ist – erschlagen und in einem Waldstück bei Höllriegelskreut abgelegt wurde.

Jakob Franck, Ex-Kommissar und heute als Überbringer schlechter Nachrichten weiterhin hier und da im Einsatz, kann sich nicht mit ungeklärten Fällen abfinden und versucht zusammen mit seinem Nachfolger Soko-Leiter André Block Licht ins Dunkel um das Verschwinden von Lennard zu bringen. Da er als Kind seine ältere Schwester Lina verloren hat, gehen ihm solche Vermisstenfälle auch heute noch immer sehr nahe.

Friedrich Ani schafft es mit dieser Geschichte und seinem ausgefeilten Erzählstil Gefühle in mir zu wecken, die ich normalerweise beim Lesen nicht habe. Ich bin mittendrin in der Geschichte, werde hier und da sehr emotional und bin voll mit dabei. Ich leide mit der Mutter, verstehe sie aber auch manchmal nicht; hoffe, dass die Eltern nicht an ihrem Schicksal zerbrechen und habe total zwiespältige Gefühle, wenn ich von einem ehemaligen Nachbarn lese.

Da ich schon seit vielen Jahren in München, dem Handlungsort der Geschichte, lebe, kenne ich mich hier sehr gut auskenne und habe gedanklich die Wege, die mich der Autor führt, genau vor Augen.

Es baut sich eine ganz leichte Spannung auf, die ihr Level bis zum Schluss hält. Die vielen Gespräche, die Franck mit den Eltern, dem Bruder der Mutter , seiner Exfrau und anderen in den Fall Verwickelten führt, lassen mich immer weiter in die Köpfe der Menschen eindringen. Eindeutige Spuren ergeben sich da für mich allerdings auch nicht. Als es Franck dann doch gelingt den Täter auszumachen, war ich sprachlos und schockiert, wie eine Banalität verschiedene Familien so tief ins Unglück stürzen kann.

Eine sehr emotionale Geschichte, unerwartete Wandungen und z.T. sehr spezielle Protagonisten – alles, was ein gutes Buch für mich haben muss. Ich habe das Lesen sehr genossen.

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Eine sehr emotionale Geschichte

Rezensionen von S.:

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Was ein Chor bewirken kann

Der Frauenchor von Chilbury von Ryan Jennifer

1940, England, Chilbury. Die Männer und Söhne mussten fast alle in den Krieg ziehen. Der Gemeindechor soll aufgelöst werden. Gegen den Widerstand der bisherigen Dorfsprecherin trauen sich die Damen, einen Frauenchor zu gründen. Schon bald finden sie Trost und Freude am Singen. Im Verborgenen finden Dramen, Liebesgeschichten und Konkurrenzkämpfe statt.

Der reiche Gutsbesitzer braucht einen Sohn als Erben, eine Hebamme plant Betrug, die Dorfschönheit bricht Männerherzen, ein Mädchen träumt von einer Karriere als Sängerin, eine besorgte Mutter bekommt unerwünschte Einquartierung.
In Form von Tagebucheinträgen und Briefen bekommt man Einblick in Gedanken und Geschehnisse in Chilbury. Und der Krieg kommt näher....
Man fühlt sich ein wenig voyeuristisch, durchlebt aber gern mit den Dorfbewohnerinnen freudige und berührende Momente, verachtet gewissenlose Verhaltensweisen und erhofft für alle ein gutes Ende.
Durch kurze Abschnitte gut zu lesen. Die einzelnen Einträge, aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben, zeigen, wie wichtig der Chor nicht nur für seine Mitglieder, sondern auch für die Dorfgemeinschaft und darüber hinaus sind. Ein Buch, das Mut macht und anders als die üblichen Berichte aus dieser Zeit daher kommt.

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Was ein Chor bewirken kann

Rezensionen von SLovesBooks:

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Herausragend

Drei Tage und ein Leben von Pierre Lemaître

Meine Meinung:

Mich hat dieses Buch begeistert, berührt und erschreckt zugleich. Es zeigt erstaunlich scharf, wie ein Leben ab einem gewissen Punkt in eine ganz andere und unvorhergesehen Richtung laufen kann und wie ein Fehler das ganze weitere Leben beeinträchtigen kann.

Die Frage nach Schuld uns Sühne ist wohl etwas Urmenschliches.

Lemaitre nimmt sich dieser Frage in seinem Roman an. Wir begleiten einen Protagonisten, mit dem man über das ganze Buch hinweg nicht warm wird. Dabei wird in drei unterschiedlichen Zeiten seines Lebens erzählt, was immer wieder unterschiedliche Fragen und Antworten gerade in Bezug auf das Thema Schuld aufwirft. Obwohl unnahbar, berührt einen das Schicksal des einstigen Jungen und lässt mich als Leser auch nicht so schnell los. Dieses Buch hat mich noch viele Stunden nachdem ich es beendet hatte noch beschäftigt.

Der Schreibstil ist sehr gelungen. Man liest hier ein anspruchsvolles Buch, was man auch an der Sprache bemerkt. Lemaitre setzt durch seine ausgefeilte Sprache immer wieder Akzente. Das Spiel von Nähe und Distanz beherrscht er par excellence. Es war angenehm zu lesen und auch mit seinen etwas über 200 Seiten nicht zu dick.

Es gab viele sehr spannende Passagen. Aber auch emotional starke Szenen sind vielfach vertreten.

Insgesamt handelt es sich um ein herausragendes Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Ich kann es sehr empfehlen.

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Herausragend

Rezensionen von SLovesBooks:

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Toll

Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel von Rick Riordan

Meine Meinung:

Rick Riordans Bücher sind einfach immer wieder ein Genuss. Mit Apollo beginnt der durch die Percy Jackson Reihe bekannt gewordene Autor eine neue Reihe.

Man muss nicht alle anderen Reihen zuvor gelesen haben, trotzdem kann es einfach nicht schaden, da ein paar Spoiler durchaus vorhanden sind, die man sonst nicht in der Weise würdigen beziehungsweise verstehen kann.

Apollo ist mal ein ganz anderer Charakter, als diejenigen, mit denen wir es sonst zu tun haben. Mich hat er am Anfang mit seiner Art ziemlich genervt. Er ist recht arrogant und von sich selbst überzeugt. Doch ohne die Hilfe von Meg wäre er wohl aufgeschmissen. Mit der Zeit macht er eine wirklich krasse aber auch nachvollziehbare Entwicklung durch. Mir hat gefallen, dass er kein glatter Charakter war und noch viel über sich und sein Verhalten lernen musste. Das lässt ihn insgesamt sehr plastisch und realistisch erschienen.

Meg ist auch fantastisch. Für ihr junges Alter hat sie schön ganz schön was drauf. Ich mag sie einfach unglaublich.

Auch Riordans bekannter Humor kam nicht zu kurz. Ich muss sagen, dass gerade dieser Aspekt der ausschlaggebende Punkt ist, seine Reihen zu lesen. Ein wenig über der üblichen Zielgruppe liege ich mit Anfang zwanzig ja doch, aber dieser Humor ist einfach etwas für jeden ob jugendlich oder erwachsen.

Der Schreibstil ist das was einen mitreißt und erst wieder loslässt, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Ich habe mich unglaublich gut unterhalten gefühlt. Das Tempo gefällt mir. Auch kam eine ganze Menge Spannung auf.

Die griechische Mythologie wurde wie immer hervorragend eingeflochten und lässt nichts zu wünschen übrig. Immer wieder bin ich erstaunt, wie man diese Thematik mit so einer Leichtigkeit in Jugendbücher einbauen kann. So lernen Kinder und Jugendliche, ohne dass es ihnen auffällt. Klasse!

Insgesamt war es ein ganz toller Auftakt. Ich bin schon mega gespannt auf die Fortsetzung und auch darauf, welche Abenteuer es dann zu bestreiten gibt. Leider muss man jetzt erst mal warten. Aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

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Toll

Rezensionen von SLovesBooks:

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Tolles Spektakel

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle von McGee Katharine

Meine Meinung:

Ein Buch ganz nach meinem Geschmack!

Dieses Buch ist definitiv etwas für alle, die die Fernsehserie Gossip Girl mögen. Es weiß einige Parallelen auf, auch wenn es in einer dystopisch geprägten Zukunft spielt. Es spielt in einer Hochhauswelt im zukünftigen New York. Die Reichen und Schönen wohnen in den oberen Etagen, denn je höher man wohnt, desto höher ist der soziale Status.

Es gibt allerlei technischen Schnick Schnack. Der Weltenentwurf hat mir übermäßig gut gefallen.

Erzählt wird die Geschichte aus fünf verschiedenen Perspektiven. Auch dieses Detail lässt an den Aufbau einer Fernsehserie bzw. die Gossip Girl Bücher erinnern. Dieser Aufbau unterstützt die Handlung sehr stark und baut eine gute Prise Spannung auf. So gelingt es dem Leser auch die verschiedenen Charaktere besser kennenzulernen.

Man fiebert über das ganze Buch hinweg mit, wie es nun ausgehen wird. Durch den Klappentext ist man in dieser Hinsicht ja schon ein wenig gespoilert.

Mir hat die Handlung sehr gut gefallen. Die Charaktere waren stets nachvollziehbar. Die Autorin hat sehr viel Fantasie in ihre Welt gesteckt und sich allerhand coole Dinge einfallen lassen. Es ist auf jeden Fall mal ein Buch, welches ich noch gar nicht in irgendeiner Form gelesen habe. Das mit den Hochhäusern ist definitiv neu, auch wenn das soziale Gefüge der Figuren streckenweise an Gossip Girl erinnert. Aber was einmal klappt, klappt eben auch öfter.

Ein tolles Buch! Ich kann es absolut empfehlen! Mir hat es gefallen. Nun geht leider das lange Warten auf die Fortsetzung los. Bei diesem Buch wird mir das sicherlich schwer fallen warten zu müssen.

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Tolles Spektakel

Rezensionen von Landbiene:

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So klingt dein Herz

So klingt dein Herz von Ahern Cecelia

Eigene Inhaltsangabe:
Das Trio Rachel, Bo und Solomon kehren an den Ort einer ihrer Dokumentationen über außergewöhnliche Menschen zurück. Dabei begegnet Solomon Laura im Wald. Eine Frau die ständig die Geräusche ihrer Umgebung imitiert. Bo wittert die nächste Story, doch Bo hat ganz andere Gedanken und vor allem Gefühle…
Schreibstil:
Der Schreibstil von Cecilia Ahern ist wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen.

Man schwebt förmlich durch die Seiten! Im Gegensatz zu den 3 anderen Büchern die ich bisher von ihr gelesen habe, verliert sie sich diesmal jedoch in unnötigen Details und zieht das Buch meiner Meinung nach künstlich in die Länge. Auch ist es mir teilweise zu schnulzig. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven der verschiedenen Protagonisten erzählt, was mir gefiel. Die Kapitel haben unterschiedliche Leselängen und nummeriert.
Allgemeine Meinung:
Ich bin keine große Roman-Leserin, jedoch konnte mich Ahern bisher dennoch überzeugen! Leider nicht mit dieser Geschichte! Der Schreibstil macht es wie oben schon beschrieben leicht das Buch zu lesen, aber es hat Längen ohne Ende. Die Autorin beschreibt Szenen viel zu umfangreich und kommt in der Geschichte teilweise einfach nicht voran. Am Anfang war ich wirklich noch begeistert von der Idee der naturverbundenen Laura die Geräusche imitiert usw. Aber dass es dann in eine absurde Moderne abschweift hätte ich nicht erwartet. (Was ich meine wird beim Lesen des Buches bewusst). Zudem ist es sehr voraus schaubar und demnach wird es meiner Meinung nach eher langweilig. Der Ansatz ist gut, der Schreibstil 1A aber der Verlauf der Geschichte nicht mein Geschmack.
3 von 5 Sternen

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So klingt dein Herz

Rezensionen von simone.h1:

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Egozentrismus

Und du kommst auch drin vor von Bronsky Alina

Kim ist eine ziemlich durchschnittliche Jugendliche, deren Eltern sich vor kurzem getrennt haben und die die meiste Zeit mit ihrer besten Freudin Petrowska verbringt. Als die beiden mit ihrer Schulklasse an einer Lesung teilnehmen, findet sich Kim in dem vorgestellten Buch wieder und sieht darin ihren vorbestimmten Lebenweg, da sehr viele Geschehnisse mit ihrem Leben übereinstimmen.

..


Das Buch ist passend für ein Jugendbuch sehr leicht und in einer modernen Sprache geschrieben. Man kann der Geschichte ganz leicht folgen und diese ist teilweise sehr liebevoll aufbereitet! Es werden einige Problematiken wie Trennung, neue Stiefeltern, Schlankheitswahn, Diskriminierung, etc oberflächlich behandelt.


Ein positiver Punkt an dem Buch ist jedoch auf jeden Fall die Gestaltung. Das Cover ist sehr bunt und im Hintergrund mit Spiegelfolie beklebt, was sowohl zum Inhalt passt, also auch einfach toll aussieht!


Leider ist mir die Erzählung in manchen Punkten zu sehr auf die heutige Jugend angepasst. Ich finde es zum Beispiel nicht sinnvoll auch in Büchern Kinder dazu zu bewegen eine bestimmt Handymarke als toller und erstrebenswerter zu empfinden. Es wird mindestens 10mal erwähnt, dass die Protagonistin ein iPhone hat, während ihre ärmere Freundin nur ein Samusung-Handy hat. Das hat mir wirklich gar nicht gefallen - vor allem, weil Jugendliche die versteckte Kritik an der doch verwöhnten Hauptfigur nicht erfassen können!


Weiters ist für mich nicht ganz ersichtlich, welches Thema dieser Roman genau behandeln soll. Klar die Protagonistin ist extrem egozentrisch und wird natürlich vermittelt, dass dieses Verhalten nicht sinnvoll ist, aber irgendwie ist mir hier der "Lerneffekt" zu wenig ausgeprägt. Ich mag eher Jugendbücher die konkret zur Charakterbildung beitragen!


Alles in allem ist es sicherlich ein sehr nettes, bemühtes Buch, das ein paar wirklich witzige und gute Absätze hat. Leider war es für mich als Erwachsene ein bisschen zu wenig fokusiert.

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Egozentrismus

Rezensionen von TheUjulala:

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Nette Geschichte, Potenzial durch Oberflächlichkeit verschenkt

Mondprinzessin von Ava Reed

In den Sozialen Medien und den Buchblogs ist Ava Reed und der Drachenmond Verlag sehr bekannt und kaum mehr weg zu denken, gerade wenn es um fantasievolle Geschichten geht. Und deswegen wollte ich mir unbedingt mal eine Ava Reed aus dem Drachenmond Verlag gönnen.

Das Buch habe ich vor 3 Wochen in meinem Urlaub gelesen und ich bin erstaunt, das mir die Geschichte kaum noch hängen geblieben ist.

Da muss ich leider zugeben, dass ich mehr negative Kritikpunkte behalten habe, obwohl mir meine Notizen bescheinen, dass ich die Geschichte ganz gut fand. Aber den Hype vor einigen Monaten um das Buch kann ich nicht nachvollziehen.

Coverbild
Ein wunderschönes, verträumtes Cover. Auf nachtblauem Himmel sieht man im Sichelmond ein Mädchen und einen Waschbären sitzen. Die Figuren leuchten wie der Mond in einem blassen weiß. Die Schrift, eine einfache Serife, ist simpel gesetzt, was das Cover auch edler erscheinen lässt. Alexander Kopainski zeichnet sich für dieses Cover aus, und nicht zu Unrecht ist er "Bester Deutschsprachiger Grafiker" beim "Deutschen Phantastik Preis 2017" geworden. Seine Cover und Bildkompositionen sind wahre Kunstwerke und mindestens genauso fantasievoll wie die Inhalte, die sie zieren.

Handlung
Die Vollwaise Lynn fühlt sich nur alleine auf dem Dach des Waisenhauses wohl, wenn sie den Sternen und dem Mond so nahe ist. An ihrem 17. Geburtstag aber passieren merkwürdige Sachen, die ihr Leben vollkommen durcheinander bringen: gefährliche Gestalten jagen sie durch die Stadt. Der Mondkrieger Juri rettet Lynn vor ihren Verfolgern und führt sie auf den Mond. Dort erfährt sie, dass ihre Eltern doch am Leben sind und sie dazu auch noch die verschollene und tot geglaubte Mondprinzessin ist. Zudem hängt das Schicksal des Mondreiches von der Heirat der Mondprinzessin mit einem von dreien Prinzen von verschiedenen Stern-Königreichen ab. Lynn jedoch beginnt sich in ihren Retter und Beschützer Juri zu verlieben.

Buchlayout / eBook
Das Buch ist mit seinen 252 Seiten recht dünn, die insgesamt 33 Kapitel sind dafür in einer angenehmen kurzen Länge. Jedes Kapitel wird mit der Kapitelnummer, ein paar Zeilen und dem Namen, aus dessen Perspektive das Kapitel geschrieben ist, eingeleitet. Komischerweise lese ich zwar solche Texte, vergesse sie aber immer, bzw. kann oft am Ende des Kapitels keinen Zusammenhang erkennen. So erging es mir auch hier.

Idee / Plot
Wir haben hier das typische und häufig anzutreffende Märchen-Konzept: unscheinbares, aus der unteren Gesellschaftsschicht stammendes und unbeliebtes Mädchen wird plötzlich zu einem angesehenen Mitglied der upper class, verliebt sich aber nicht in den Prinzen, sondern in ihren Beschützer. Die Crux an dem Ganzen, sie muss einen Prinzen heiraten, um das Reich ihrer Eltern zu retten. Leider auch nichts neues.

Die Idee, dass es Leben auf unseren Trabanten oder den Sternen unseres Sonnensystem gibt ist, nicht neu. Mir fällt dabei immer die Werbung für HP Drucker ein, auf dem Aliens Bilder vom Mars ausdrucken und in die Kamera-Linse der Marsmission halten, um uns Menschen zu vertuschen, dass der Mars voll Leben ist. So ähnlich spielt es sich nun auch in diesem Plot ab. In Ava Reeds Geschichte gibt es auf dem Mond und den Sternen Leben, aber das ist von der Erde aus nicht erkennbar, bzw. die Bewohner verbergen es, da sie nicht entdeckt werden wollen.

Emotionen / Protagonisten
Anfangs fand ich Lynn recht sympathisch. Im Waisenhaus der Prügelknabe, hat sie sich ein dickes Fell angewöhnt und lernt Kampfsport. Doch plötzlich auf dem Mond wird sie für mich immer oberflächlicher und unauthentischer. Was würde ich als aller Erstes machen, wenn ich auf dem Mond wäre und weiß, dass hier viele Mondmenschen leben? Ich würde raus gehen, ich würde mich für meine Umwelt interessieren, würde wissen wollen, wie alles funktioniert. Was macht Lynn? Regt sich seitenweise über die 100 Tüll-Kleider in ihrem Kleiderschrank auf. Setzt keinen einzigen Fuß vor die Tür, geschweige denn möchte sie das Schloss mal erkundigen. Wo ist die Küche? Wie leben die Schlossbewohner? Nein, sie will nur im Trainingsraum mit Juri trainieren. Auch dass sie plötzlich nach 17 Jahren Waisendasein Eltern hat, wird einfach so nebenbei abgehandelt. Es gibt keinen Prozess, in dem sie sich an diesen Gedanken gewöhnt, keine Momente, wo sie mehr über sich und ihre Eltern erfahren möchte. Hier fehlen mir einfach die tiefgründigeren Gedanken, die sich Lynn hätte zwangsweise aus den ganzen Umständen machen müssen.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Ziemlich aufregend ist es am Anfang, als Lynn ihre Sternzeichnung auf ihrem Unterarm entdeckt und von den vermeintlichen Mondkriegern verfolgt wird. Doch dann auf dem Mond verblasst der Spannungsaufbau erst mal und die Handlung geht in eine ganz andere Richtung. Es geht nicht darum, dass Lynn sich und ihre Welt entdeckt, sondern um die Auswahl des richtigen Bräutigams unter den drei Prinzen, um damit das Reich der Eltern zu Retten. Die Suche nach dem Verräter, der Lynn als Baby entführt hat, läuft dafür im Hintergrund - der Leser bekommt davon nichts mit - aber die Verdächtigungsmomente gegen Lynns Bruder Faras sind so offensichtlich falsch führend. Zum Schluss gibt es noch mal den großen Showdown mit einem traurigen Ende, der den Bogen noch mal anheben konnte.

Szenerie / Setting
Die Idee hätte so viel Potenzial, aber es bleibt insgesamt oberflächlich. Ich kann nichts über den Mond sagen, ich weiß nichts über die Umgebung, wie das Schloss ausschaut, über die Mondmenschen und deren Alltag. Deswegen hätte diese Geschichte auch gar nicht den Aufwand der verborgenen Mond- und Sternenwelt gebraucht, den die Autorin drumherum aufgebaut hat. Denn sie verfolgt und vertieft diesen Ansatz einfach nicht. Nur einmal macht Lynn einen Ausflug mit ihrer Mutter. Innerhalb eines Kapitels erklärt die Mutter dann auch nebenbei und vor allem lieblos, wie das Atmen auf dem Mond funktioniert.

Sprache / Schreibstil
Sprachlich ist es nett, aber nicht ausgefeilt. Ava Reed hält sich nicht mit ausholenden Erklärungen auf, sondern geht sehr flott durch die Geschichte. Da hätte ich mir mehr Bildhaftigkeit und etwas mehr Tiefgründigkeit gewünscht. Das gesamte Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Lynn und Juri als Ich-Erzähler geschrieben, was der Geschichte ganz gut tut, da die einseitige Erzählung nur aus Lynns Sicht das Buch eindimensionaler gemacht hätte.

FAZIT
Vor allem stört mich die Oberflächlichkeit, mit der Lynn auf die Mond- und Sternenwelt trifft. Ich finde es richtiggehend schade, dass die Autorin zu wenig aus der Idee gemacht hat und nur durch die Geschichte galoppiert.

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Nette Geschichte, Potenzial durch Oberflächlichkeit verschenkt