Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von spozal89:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

sehr kitschig

Herzmuscheln von Elaine Winter

Für mich ist "Herzmuscheln" ein Roman, der nett zu lesen war, aber den man aucht nicht unbedingt lesen muss. Für mich war dies wieder mal eine sehr sehr kitschige und vorhersehbare Geschichte, bei der zu viele Zufälle auf einmal passierten. Zudem waren mir die Charaktere teilweise zu seltsam.

Mit Rupert konnte ich mich so gar nicht anfreunden - ich fand ihn zu seltsam und ich hab nicht ganz verstanden wieso Kyla am Anfang so schnell nachgegeben hat (wenig realistisch). Ryan mochte ich gerne und ihn und Joanna fand ich am interessantesten.

Ein locker, leichtes und unterhaltsames Buch, aber kein Must-Read. Es ist immer schwierig aus einer Vielahl von Romantikromanen herauszustechen und ich finde dieses Buch wird in der Masse untergehen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von spozal89
sehr kitschig

Rezensionen von StefanieFreigericht:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Willkommen in der Matrix!

Swing Time von Smith Zadie

Hm. Den Matrix-Film mochte ich übrigens nicht, zu überzogen, zu düster - aber er wird im Buch oft zitiert, wohl als Bild dafür, dass die Ich-Erzählerin jemanden neben sich wahrnimmt, der anscheinend fast in einer Art Paralleluniversum lebt.

Laut Klappentext erzählt Zadie Smith von der Freundschaft zweier Mädchen bis ins Erwachsenenalter, wobei Freundschaft hier "Ferrante-mäßig" daher kommt: beide Mädchen leben unterhalb der Mittelschicht und Freundschaft bedeutet ein sehr merkwürdiges aufeinander-Bezogensein, mit Phasen der Unzertrennlichkeit, aber auch der Entzweiung, mit merkwürdiger Unterordnung der einen gegenüber der anderen; das ist der Part der mich auch schon bei Ferrantes "Genialer Freundin" genervt hat.

Auch!

Das ist ein Buch über Träume und Hoffnungen - die beiden Mädchen lernen sich beim Ballettunterricht kennen, doch nur Traceys Talent reicht für die Akademie. Die Ich-Erzählerin hat schulische Begabung, doch wegen des Widerstandes gegen ihre ehrgeizige Mutter führt sie das nicht immer weiter. In der Realisierung von Träumen dürfte man dennoch am ehesten dieser Mutter Gewinner-Punkte zusprechen, wenn auch eher für sich selbst.

Dies ist ein Buch über das Leben eines modernen internationalen Stars, dessen Assistentin die Ich-Erzählerin ist: Aimee reist durch die Welt für Konzerte mit einem Tross an Mitarbeitern, denen sie das Privatleben aussaugt: Dauer-Erreichbarkeit, ein goldener Gruppen-Käfig, wohltätige Projekte und ein Misstrauen gegenüber denen, die sie nur ausnutzen wollen, der "Kundschaft", was sich auf ihr Personal überträgt (da es ja absichtlich oder ungewollt Informationen preisgeben könnte): Freunde, Partnerschaften, Kinder? Eher selten. Die Abgehobenheit dieses Lebens wird nachvollziehbar beschrieben, ja, als geradezu zwingend.

Das ist ein Buch über irgendetwas wie schwarze Identität: Die Mutter von Tracey ist weiß, ihr meist abwesender Vater schwarz. Bei ihrer Freundin ist es "falsch herum", wie sie sagt (irgendetwas, dazwischen). Mit Aimee reist die Ich-Erzählerin später nach Afrika: trotz des Besuchs an den Stätten des Ursprungs der Sklaverei und damit auch des Ursprungs ihrer eigenen Geschichte (die Mutter wurde auf Jamaika geboren) scheitert sie, immer wieder, an ihren Missverständnissen und Vorannahmen. Vielleicht geht es auch um Identität generell - um Ziele, um das, was einen ausmacht. Vielleicht.

Dies ist ein Buch über die Achtziger und Neunziger Jahre in Großbritannien, erst mit den typischen Spielsachen, später mit dem Rausch des Booms der privaten TV-Sender, an dem die Ich-Erzählerin als Angestellte teilnimmt.

Dies ist ein Buch vom Scheitern (wieder Klappentext) - die Ich-Erzählerin arbeitet sich unermüdlich mit Andeutungen darauf hin, dass es sowohl einen Bruch mit Tracey geben wird als auch einen mit Aimee. Ich hatte da mit so einigem gerechnet - die Gründe kommen so spät, dass ich eher entnervt war und auch enttäuscht ob ihrer Nichtigkeit. "Später hieß es, ich sei Aimee eine schlechte Freundin gewesen, schon immer, ich hätte die ganze Zeit nur auf die richtige Gelegenheit gewartet, sie zu verletzen, sogar zu zerstören." S. 281 "Sie hat mir etwas furchtbares angetan. Als wir zweiundzwanzig waren." S. 204

Und entnervt trifft es insgesamt: Ich weiß nicht so recht, was für ein Buch von den vielen oben es denn nun sein soll - am ehesten über die Identität, aber dafür gibt es so verdammt viele breit ausgeführte Nebenansätze. Dann braucht zwar auch Ferrante insgesamt vier Bände für ihre Geschichte und zeigt damit Längen, für mich besonders im ersten Buch, aber auch bei Zadie Smith wurden mir die 640 Seiten oft seeehr lang (fast noch nervender, dass es zwischendurch immer wieder fesselte). Sie spricht viele aktuelle Themen an, bis zum "hintenrum" aus Afrika 'raus (= über Lampedusa), über die Unfähigkeit des britischen Erziehungswesens, das Kindern armer Eltern Aufsätze über Ferienerlebnisse oder Gartenprojekte aufbrummt (in Abwesenheit von Ferienfahrten und Gärten) - kratzt dabei aber nur an sehr vielen Oberflächen. Und dann diese Andeutungen im Buch zu dem, was kommen wird, das sich im kapitelweisen Wechsel durch Vergangenheit und Jetztzeit arbeitet, dabei immer und immer und immer wieder ein Stückchen vom Ohr des Kaninchens zeigt, das es letztlich aus dem Hut zieht.

Sprachlich gelingt das durchaus immer wieder schön: "In der stetig wachsenden Lücke zwischen ihnen [meinen Eltern] spielte sich meine Kindheit ab." S. 33 Oder: "Sie maß die Zeit in Buchseiten. Eine halbe Stunde, das waren für sie zehn gelesene Seiten oder auch vierzehn, je nach Schriftgröße, und wenn man sich die Zeit so vorstellt, dann bleibt davon nichts übrig für irgendetwas anderes, es bleibt keine Zeit, in den Park zu gehen, oder sich ein Eis zu holen…" S. 278 Solche Bilder sind toll, häufig wird es jedoch überzogen "Wie ist es wohl den Mädchen auf den Baumwollfeldern ergangen – oder denen in den viktorianischen Armenhäusern?" S. 94 Nun, man vergebe mir die Plattitüde: wohl nicht gut. Auch die anscheinend ernstgemeinte Sicht der Ich-Erzählerin, ihr eigenes Leben für sehr "brav" zu halten, während sie beschreibt, wie sie mit 15 und unter Einverständnis ihrer Mutter bis nach Mitternacht allein ausgeht, mit der Wodka-Flasche dabei, wobei sie dann mit einem völlig Unbekannten im Nebenzimmer ungeschützten Sex hat. Ja, gibt’s alles, die meisten Teenager machen Alkohol-Experimente, aber: das Selbstbild?

Ich musste mich durch's Buch quälen, von wenigen Passagen ausgenommen, blieb ratlos zurück. Und: warum der "Rebecca"-Touch, der die Ich-Erzählerin namenlos lässt? Warum wird das afrikanische Land für Aimees Projekt nie genannt - ich war irgendwann ganz fixiert auf die Identifikation (wohl Gambia, auf S. 303 wird dessen Hauptstadt Banjul genannt, die Beschreibung des Königs passt auf Yahya Jammeh). Nein, ich denke, dass muss man nicht lesen. Es blieb mir fern, war mir zuletzt zu viel Gejammer aus den Perspektiven von drei Protagonistinnen, denen es eigentlich doch hätte gut gehen können. Nur zwei Sterne von fünf, trotz der Sprache.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von StefanieFreigericht
Willkommen in der Matrix!

Rezensionen von heinoko:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Behäbig

Swing Time von Smith Zadie


„Wildeule“ ist Band 3 der Gesine-Cordes-Krimis, einer Reihe rund um die ehemalige Kommissarin, die nach einem erlittenen Trauma ihren Beruf aufgab und nunmehr seit längerem als Friedhofsgärtnerin arbeitet. Ich habe diesen Band 3 gelesen ohne Kenntnis der vorherigen Bücher, was ich nicht als nachteilig empfand.

Es gab im Buch eingestreut genug Hinweise zur Vorgeschichte der Protagonistin.
Gesine liebt die Idylle, die Ruhe und ihre Arbeit in der Natur, lebt zurückgezogen in einem Wohnwagen. Bis sie aufgeschreckt wird, weil während einer Beerdigung ein nicht verschlossener Sarg offenbart, dass nicht die erwartete weibliche Leiche darin liegt, sondern der Bestattungsunternehmer selbst. Und da kommt wieder die Kommissarin Gesine zum Vorschein. Sie beginnt undercover zu ermitteln, insbesondere da ihr Freund Hannes, ebenfalls Bestattungsunternehmer, unter Verdacht gerät.
Der Krimi kommt sehr behäbig daher und genau das macht seinen Charme aus. Man kann ganz gemütlich in die Handlung eintauchen und muss nicht von Spannung getrieben durch die Seiten hetzen. Der klare, gut lesbare Schreibstil trägt ebenfalls zu einem entspannten Lesen bei. Das Buch hat mich an keiner Stelle gelangweilt, denn die Handlung ist lange Zeit nicht durchschaubar und man möchte der Aufklärung näher kommen. Nachteilig empfand ich, dass die Personen in ihren Aktionen und Gesprächen nicht immer nachvollziehbar sind, manchmal etwas hölzern konstruiert wirken. Aber alles in allem eine durchaus sympathische, wenn auch wenig anspruchsvolle Unterhaltung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko
Willkommen in der Matrix!

Rezensionen von StefanieFreigericht:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Das Ende ist vorhersehbar - aber wie!

Dann schlaf auch du von Leïla Slimani

Vorab: Das ist KEIN Thriller, auch wenn "psychologischer Thriller" auf der Rückseite aus den Besprechungen zitiert wird - mehr Hinweise bietet die Auszeichnung mit dem Prix Goncourt, dem wichtigsten französischen Preis für LITERATUR. Der Titel "Dann schlaf auch du" klingt leider auch nach Spannungs-Massenware; das Original heißt "Chanson douce", sanftes oder Wiegenlied.

Das Ende ist vorhersehbar, die Erzählung macht daraus keinen Hehl. Hier bedarf es keines verräterischen Klappentextes, bereits der erste Satz lautet "Das Baby ist tot." S. 9
Autorin Leïla Slimani erzählt den einen Strang ihres Romans chronologisch, dazwischen streut sie Passagen ein wie mit eben diesem ersten Satz, die den Leser erinnern an das, was kommen wird, was längst gewesen ist. Unvermeidbar?

Das Situation ist eine, wie es sie vielfach gibt: Zwei Erwachsene, zwei Kinder, zwei Jobs - wer soll sich um die Kinder kümmern? Myriam und Paul finden für ihre beiden Kinder die perfekte Lösung: Louise. Vordergründig ist die Nanny notwendig, weil neben Musikproduzent Paul nun auch Myriam wieder zurück in ihren Beruf als Juristin möchte, aber Slimani macht auch für den Vater der beiden Kleinen klar: "Die Kinder, ihr Geruch, ihr Treiben, ihr Verlangen nach ihm, all das rührte ihn zwar unbeschreiblich. Und manchmal wollte er am liebsten mit ihnen Kind sein, sich auf Augenhöhe mit ihnen begeben, in die Kindheit eintauchen. Doch zugleich war etwas in ihm gestorben, und das war nicht nur die Jugend oder die Unbekümmertheit. Er war nicht mehr entbehrlich." S. 119

Wie gesagt, das Ende ist vorhersehbar. Was diesen Text besonders macht, ist die große sprachliche Kraft, die von ihm ausgeht, dieser Sog, diese absolut meisterliche Beherrschung der Sprache, ihrer Bilder. "Sie war in jene bleierne Betäubung gesunken, aus der man bedrückt, verwirrt und mit dem Gefühl unendlichen Leids wieder zu sich kommt. Ein so tiefer schwarzer Schlaf, dass man kurz geglaubt hat, man müsse sterben, man ist von eiskaltem Schweiß bedeckt und widersinnigerweise erschöpft." S. 133 Der Text bedrückt UND hält gleichzeitig im Bann.

Während mich sprachlich die Autorin vollständig überzeugt hat, war ich zum Thema zunächst etwas gespalten. Im Gegensatz zur Situation beispielsweise im Deutschland der 70er, 80er Jahre mit wenigen Scheidungskindern und planbaren (und vor allem noch meistens lebenslang sicheren) Jobs der Eltern hat sich die Situation doch reichlich verändert: eine Frau ohne Berufstätigkeit wird eine Frau ohne eigene Rente, fertig (ja, ich empfand den Fokus hier ungerechtfertigt zu sehr auf die Mutter gerichtet, einfach auch, weil das Unglück mit ihrer Berufsaufnahme seinen Lauf nahm). Eine Projizierung der Leserin, sicherlich. Eine Reaktion, wie sie die Autorin hervorzurufen vermag, noch mehr. Ein Buch, sicher perfekt für eine Leserunde.

Daneben wird sehr gekonnt die Unfähigkeit aller drei in der sozialen Interaktion dargestellt, der Eltern und von Louise. Ducken, ignorieren, verschieben - und gerne nicht ganz erwachsen werden, wenn möglich. Dargestellt ist das meisterhaft. Beruhigend ist das nicht, soll und kann es auch nicht, besonders die gewisse "Infantilisierung" der Eltern, die sich ganz gerne auch "betüttern" lassen, sie hatten schließlich einen anstrengenden Tag, während die Nanny "nur" die lieben Kleinen genießen durfte. Man hat keine Vorurteile, aber die Nanny soll diesen entsprechen, dauernd verfügbar sein - wie, interessiert schon weniger. Eine Überprüfung? Nun, man wird sehen…

Kein Mitbringsel für junge Eltern mit dem Kind frisch bei Tagesmutter, Kindertagesstätte, Au Pair und Co., noch weniger für deren sich einmischende Schwiegermütter oder "beste Freundinnen".

Sehr starke 4 Sterne von 5

im Shop ansehen weitere Rezensionen von StefanieFreigericht
Das Ende ist vorhersehbar - aber wie!

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein außergewöhnliches Buch!

Drei Tage und ein Leben von Pierre Lemaître


Mit „Wir sehen uns dort oben“ konnte Pierre Lemaître den renommierten Prix Goncourt 2013 gewinnen. Eine Auszeichnung, die, zumindest in Frankreich, wesentlich wichtiger ist als beispielsweise der Nobelpreis. Jetzt hat er wieder ein Buch veröffentlicht und wer eine phantastische und großartige Geschichte wie die von Albert und Edouard erwartet, der wird möglicherweise enttäuscht sein.

„Drei Tage und ein Leben“ ist ganz anders!
Im Zentrum dieses Dramas steht Antoine, der gerade mal 12 Jahre alt ist und in einem Anfall von Jähzorn den 6jährigen Rémi erschlägt. Völlig panisch versteckt er dann den kleinen Leichnam. Ein Jahrhundertsturm verhindert die Entdeckung Rémis und somit entkommt Antoine dem Gefängnis. Aber er entkommt nicht seinem Gewissen, seinem inneren Gefängnis.
Der Leser begleitet Antoine in drei verschiedenen Phasen seines Lebens: erst 1999 (Zeitpunkt der Tat), später noch 2011 und 2015. Wir erleben seine Verzweiflung, seine Verwirrung, seine Ängste und auch seine Versuche, den Mord und die folgenden Handlungen vor sich selber zu rechtfertigen. Er lebt fortan in einer Grauzone zwischen Schuld und Unschuld, individueller und kollektiver Verantwortung, denn natürlich beeinflusst ihn auch seine Umwelt. Eine Umwelt, die nur zu leicht und zu gerne den Außenseiter als Schuldigen sehen möchte, die alles unternimmt um den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen.
Sensibel und psychologisch zumindest meistens schlüssig (psychologisch bedeutet ja nicht zwingend logisch) beschreibt der Autor Antoines Leben, seine Einsamkeit und Hilflosigkeit inmitten dieser dörflichen Gesellschaft. Seine Fluchtversuche scheitern kläglich – wer kann schon vor sich selber flüchten? Er erlebt über Jahre hinweg ein Gefühlschaos, das durchaus auf den Leser übertragen wird. Ist Antoine ein Mörder? Oder doch unschuldig? Aber Rémi ist tot – unwiderruflich. Und was ist schlimmer? Die Tat oder die Angst vor der Entdeckung und der daraus resultierenden Bloßstellung? Antoine ist ja erst 12. Schuldig? Unschuldig? Oder…?
Lemaître verurteilt nicht, er urteilt nicht einmal, er beschreibt einfach. Sein Stil ist gewohnt eloquent, klar und ein wenig distanziert, manchmal entlarvend, immer treffsicher und vor allem fesselnd. Der Leser wird zum Beobachter, Begleiter Antoines in allen drei Abschnitten. Der Leser wird zum Zeugen, ein Urteil bleibt ihm überlassen. Der Autor entlässt uns dann auch ohne wirklichen Abschluss, aber mit einer Überraschung, die alles noch einmal auf den Kopf stellt oder stellen könnte.
Fazit: Wie schon zu Beginn erwähnt: es ist keine phantastische Geschichte, vor allem ist es kein gefälliges Buch, aber es ist ein berührendes und verstörendes Drama, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Ein ungewöhnliches Buch, das nachhallt - man sollte sich darauf einlassen!
Leseempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl
Ein außergewöhnliches Buch!

Rezensionen von SLovesBooks:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Gelungene Geschichte

So klingt dein Herz von Ahern Cecelia

Ich mag Cecelia Ahern sehr gerne. Auch mit diesem Buch konnte sie mich wieder begeistern.

Ihre Figuren sind schön gezeichnet. Die Idee, sich mit Lauten und Geräuschen zu verständigen finde ich innovativ. Auch die Umsetzung hat mir gut gefallen.

Die Geschichte ist recht seicht. Aber nach der hälfte des Buches kommt auch mal ein wenig Spannung auf.

Eine Love Story darf natürlich auch nicht fehlen. Mir hat diese sehr gut gefallen. Sie wirkt realistisch. Ich habe es den Charakteren abgenommen.

Vor allem der Schreibstil ist aber gelungen. Wer Ahern kennt, weiß was man hier bekommt. Das Buch ist flott gelesen und hat dabei einen unterhaltenden Dialog zu bieten.

Insgesamt ist es ein schönes Buch mit einer innovativen Story, das ich sehr gerne gelesen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von SLovesBooks
Gelungene Geschichte

Rezensionen von Tarika:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Eine Geschichte zwischen Hoffnung und Liebe

So klingt dein Herz von Ahern Cecelia

Im Westen Irlands lebt die junge Laura fernab von Menschen. Niemand weiß, dass sie dort lebt und niemand kennt ihre ganz besondere Gabe, denn sie kann jede Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch imitieren. Bei Dreharbeiten trifft der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura. Von ihrer Präsenz ist er sofort verzaubert.

Auch seine Freundin Bo, Dokumentarfilm-Regisseurin, spürt die Magie, die von Laura und ihren imitierten Lauten ausgehen und möchte einen Film über sie und ihr Leben drehen. Doch unerwarteter Weise findet sie sich in unserer lauten, modernen Welt wieder und wird über Nacht zum Star einer Talentshow.

»Namen können sich im Laufe des Lebens verändern, genau wie die Menschen selbst.« (S. 141-142)

In „So klingt dein Herz“ nimmt uns Cecelia Ahern auf eine besondere Reise. Ihr Schreibstil ist wieder sehr angenehm, flüssig, bildhaft, gefühlvoll und steckt wie Laura ein wenig voll von Magie.
Angenehm fand ich zudem die kurzen Kapitel, die diese Geschichte gut vorantreiben. Zudem schafft es die Autorin, die Spannung über den Handlungsverlauf hoch zu halten, denn man will immer wissen, wie es weitergeht.
Die Idee, dass sich die Protagonistin durch Laute ausdrückt, fand ich sehr spannend. Dadurch ist Laura natürlich etwas ganz besonderes, gar Einzigartiges. Nicht nur der Fakt, dass sie eine ganze Weile allein lebte, abgeschieden im Wald, sondern auch ihr Aussehen und ihre Art, zu kommunizieren, lassen sie magisch erscheinen. Diese Magie erleben nicht nur die Figuren in diesem Buch, sondern auch der Leser bekommt sie zu spüren. Ihre Erlebnisse sind sehr einprägend und zeigen, wie sich ein Mensch in unserer modernen und lauten Welt auch negativ beeinflussen lässt. Wir erleben Laura in ihrer Welt, dem Wald, aber auch in der Stadt, und man merkt, wie sie das trotz allem verändert, sie beeinflusst. Auch die Talentshow gibt ihr übriges. Apropos Talentshow: Ich fand es doch sehr realistisch, wie Ahern so eine Talentshow darstellt, was die Verträge, die Auftritte und den Konkurrenzkampf angeht.
Natürlich kommen die Gefühle in diesem Buch nicht zu kurz, und auch das Ende hat mich in der Hinsicht sehr zufrieden gestellt. Zwischendurch jedoch erleben wir mit Laura eine ziemliche Achterbahnfahrt, denn es ist nicht nur die Liebe, die sie quält, sondern auch die Medien. Wie grausam diese sein können, ist eine Lektion, die man sicher nicht so schnell vergessen wird.

„So klingt dein Herz“ hat mich sehr gut unterhalten, auch wenn es nicht unbedingt Cecelia Aherns bester Roman ist. Mit Laura hat sie einen sehr interessanten Charakter geschaffen und auch die Talentshow an sich hat sie sehr realitätsnah beschrieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tarika
Eine Geschichte zwischen Hoffnung und Liebe

Rezensionen von begine:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Wunderbare Familiengeschichte

So klingt dein Herz von Ahern Cecelia

Durch das Cover und dem Titel erwartete ich eine leichte Geschichte. Ich bin jetzt eines besseren belehrt worden.
Sonntags fehlst du am meisten von Christine Drews ist ein besonders einfühlsamer interessanter Familienroman mit sehr viel Potential,.
Er spielt von 1946 bis 2016, immer wieder in Erinnerungen sogar bis vor dem 2.

Weltkrieg hin und her.Über den jeweiligen Kapiteln steht die Jahreszahl, so ist es gut lesbar.
Caros Vater Karl musste durch den Krieg sehr früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Seine Familie stammt aus dem Osten und da hat er es als Flüchtling besonders schwer, aber er hat es geschafft. Diese Generation wurde ihrer Kindheit beraubt.
Als er nach zwei Söhnen die Tochter Caro bekommt, behandelt er sie wie eine Prinzessin, das ist ihr nicht so gut bekommen. Sie rutscht in den Alkoholismus ab, Karl ist enttäuscht und Caro gibt ihm die Schuld.
Die erwachsene Caro muss erst erkennen lernen wie diese Nachkriegsgeneration denkt und handelt und warum über vieles nicht gesprochen wurde. Sehr gut hat mir gefallen, wie Cora mit ihren Selbstzweifeln und Vorwürfen langsam auf dem richtigen Weg kommt.
Der Autorin ist es sehr gut gelungen die Emotionen einzufangen.
Der Roman hat mich nachdenklich gemacht. Ich konnte einiges in meiner eigenen Familie wiedererkennen.
Dadurch und weil die Autorin das so realistisch darstellt hat der Roman mich total gefesselt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von begine
Eine Geschichte zwischen Hoffnung und Liebe

Rezensionen von le_petit_renard:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Töne und Talentshow

So klingt dein Herz von Ahern Cecelia

Inhalt:

Die 26 jährige Laura lebt im Wald von Irland auf einem Cottage. Doch ihre Existenz ist niemandem bekannt, denn sie hält sich versteckt. Als Tonregisseur Solomon und seine Freundin Bo, eine Regisseurin zufällig auf sie treffen, erkennen sie sofort ihr einzigartiges Talent jeden Ton der Welt zu imitieren.

Doch hilft ihr diese Gabe ihr Glück zu finden?

Meine Meinung:

„So klingt mein Herz“ von Cecilia Ahern ist ein Buch über Liebe, Emotionen und den Aufstieg und Fall im Showbusiness. Die Mischung selbst hat mir nicht so gut gefallen. Dieser ganze Rummel um Talentshows ist nicht meins und ich finde all das eher abstoßend. Daher lese ich auch nicht gerne etwas über diese Thematik.

Cecilias Schreibstil ist sehr flüssig, mitnehmend und versprüht an vielen Passagen wirklich Magie. Manchmal werden Abschnitte sehr schnell durchlaufen, andere Male zieht es sich ein wenig in die Länge. Der Wechsel der Erzählperspektiven hat mir nicht so gut gefallen. Ich mag es lieber, wenn nur eine Perspektive erzählt wird. Gerade zu Beginn der Geschichte ist der Schreibstil so schön, dass man die Passagen gern auch mehrmals liest. Sobald es jedoch in Richtung moderne Welt geht, verliert sich nicht nur Laura, sondern auch die Magie mit der die Natur zu Beginn so schön umschrieben wurde. Die Protagonisten sind durchdacht und wachsen einem sofort ans Herz.

Fazit:

Die Thematik Talentshows hat mir nicht gefallen, die Charaktere selbst waren sehr gut gezeichnet und haben mich sehr angesprochen. Insgesamt gesehen war das Buch eine leichte Lektüre für den Sommer. Entspannend, aber nicht Cecilias bestes Werk. Daher gibt es von mir 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von le_petit_renard
Töne und Talentshow

Rezensionen von begine:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ukrainische Familie

Slawa und seine Frauen von Felix Stephan

Slawa und seine Frauen von Felix Stephan
Der Autor verarbeitet ernst und nüchtern, aber doch liebevoll seine Familiengeschichte.
Sympathisch empfinde ich, wie er seine Großeltern als linientreue DDR-Bürger schildert.
Die Großmutter hat 1962 in Leningrad eine Liebesgeschichte mit dem Ukrainer Slawa Fahlbush.

Sie bekommt eine Tochter von ihm. Das ist die Mutter des Autors. Sie erfährt erst als Jugendliche von ihrer Abstammung.
Erst mit 51 Jahren unternimmt sie mit ihrem Sohn die Reise in die Ukraine, um ihre Familie kennen zu lernen. Slawa ist schon gestorben. Er war wohl ein erfolgreicher Psychologe. So lernen sie seine Frau und Tochter kennen und sie sind willkommen, denn er hat seine Tochter nicht verschwiegen.
Felix Stephan beobachtet die neue Familie und die Lebensumstände, wie sie leben, genau.
Wir erfahren durch die Erzählungen viel von dem Leben in der Ukraine, wie es sich nach dem Zusammenbruch der UDSSR verändert hat.
Slawas Sohn Alexander wohnt in Israel, den besuchen Mutter und Sohn auch. Da erfährt man, wie einsam man da sein kann.
Dieser Roman ist eine ziemlich realistische Reise in die Vergangenheit,
Der Autor ist ein guter Beobachter.
Sein Roman konnte mich fesseln. Ich habe Mutter und Sohn auf ihren Reisen gerne begleitet.
Eine Geschichte wie das Leben sie schreibt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von begine
Ukrainische Familie