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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

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Kabine 10

Woman in Cabin 10 von Ware Ruth

Die Protagonistin und Journalistin Lo Blackwood wird von der Autorin Ruth Ware teilweise nicht so richtig sympathisch dargestellt. Es ist für mich der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Der Schreibstil ist angenehm.
Es beginnt noch in ihrer Wohnung, in der sie ausgeraubt wird. Dann nimmt sie an der Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil.

Gleich in der ersten Nacht, hört sie, wie jemand ins Wasser geworfenn wird. Von der Passagierin in Kabine 10, hatte sie sich einen Kosmetikartikel geborgt und jetzt heißt es, die Kabine ist nicht belegt. Wenn Lo nicht so viel getrunken hätte,würde sie vielleicht auch ernster genommen. Oft bin ich über ihre Aktionen erschrocken. Es geht mit ihrer Suche nach der Frau aus Kabine 10 weiter. Der Roman ist ziemlich spannend aufgezogen. Es gibt so viele Personen, die verdächtig sind, da ist man am hin und her überlegen,ob Lo sich vielleicht doch vertan hat. Ihre Emotionen und Angstattacken geben ein übriges. Am Schluss wird es noch so richtig spannend.
Woman in Cabin 10 ist ein gut geschriebener Thriller.

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Kabine 10

Rezensionen von heinoko:

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Ein mutiges und wichtiges Buch

Gesundheit! von Natalie Grams


Die Autorin ist approbierte Ärztin. Homöopathie und TCM hatte sie zusätzlich erlernt und angewandt. Insofern ist sie einzuschätzen als Kennerin der herkömmlichen bzw. modernen Medizin ebenso wie einiger Alternativverfahren. Und genau das macht die Gewichtigkeit des vorliegenden Buches aus, denn die Autorin weiß sehr genau, wovon sie spricht.

Sie führt keinen Glaubenskrieg, sondern mit kritischem Verstand und hoher Kompetenz geht sie das mit so viel Glauben, Irrglauben, Heilsversprechen oder Vorurteilen besetzte Thema an: unser Gesundheitssystem im weitesten Sinn.
Das Buch ist eine geschickte, verständliche und immens wichtige Aufklärung für den interessierten Leser, denn erst ein möglichst umfassend informierter Patient ist in der Lage, ernst gemeinte Selbstverantwortung zu übernehmen. Er wird durch das Buch in die Lage versetzt, Glaubenssätze von belegten Erkenntnissen zu unterscheiden und aufgrund dieser Erkenntnisse seine Entscheidungen zu treffen. In vielen verschiedenen Facetten beleuchtet die Autorin unser Gesundheitssystem. Finanzielle und politische Aspekte, wissenschaftliche Forschung, Krankenkassen bzw. Solidarsystem sind nur einige der vielen Begriffe, denen die Autorin sich zuwendet. Besonderes Augenmerk richtet sie auf die sogenannte Alternativmedizin und betrachtet eine Reihe der wissenschaftlich nicht belegten Methoden in Ausführlichkeit und – wie überhaupt – im gesamten Buch – unter Hinzuziehung einer Fülle von entsprechender Literatur. Wer dieses Buch sorgsam liest, erkennt sehr genau, was in unserem derzeitigen Gesundheitssystem und in Wissenschaft und Forschung Großartiges geleistet wird, aber auch, worin ein essentieller Mangel besteht und wie die Alternativmedizin auf geschickteste Weise genau diesen Mangel „benutzt“, um sich in den Vordergrund zu spielen.
Dem Buch sind viele Leser zu wünschen, die bereit sind, ihre eigenen Vorurteile (wer hat die nicht) zu hinterfragen und sich mitdenkend zu öffnen für eine kritische Auseinandersetzung mit unserem Gesundheitssystem, das besser ist als sein Ruf. Erst anhand umfassender Information, verbunden mit einer inneren Aufgeschlossenheit, ist man in der Lage, echte Selbstverantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen und Stammtisch- bzw. Illustriertenweisheiten nüchtern zu widerstehen.
Die Autorin schreibt teils ironisch, teils bitter ernst, immer aber dem Leser wohlwollend zugewandt und verständlich. Sie hilft dabei, eine saubere Trennung von Begrifflichkeiten vornehmen zu lernen, um nicht unkritisch den in der Alternativmedizin so häufig benutzten Wörtern wie „Ganzheitlichkeit“, „Immunabwehr stärken“ u. v. m. jenseits der Naturgesetze zu begegnen. Wie sagte Eckhard von Hirschhausen ganz richtig: „Die Wissenschaft hat die Magie aus der Medizin vertrieben, aber nicht aus uns Menschen.“ Dr. Natalie Grams hilft uns mit dem vorliegenden Buch sehr umfassend, unsere eigenen magischen Vorstellungen und Wünsche zu entlarven und uns zu dem klaren Weg der evidenzbasierten Medizin und damit zu wissend-kritischem Vertrauen zurückzuführen,
Leider weckt die Covergestaltung völlig falsche Erwartungen an das Buch. Ein werbewirksames fröhliches Gesicht mit Zahnpastalächeln will uns den Titel „Gesundheit“ verkaufen. Anhand des Titelbildes geht man von einem weiteren 08/15-Ratgeber aus. Weder der Titel selbst noch die Gestaltung deuten darauf hin, dass es sich um sehr wichtiges, gründlich recherchiertes und sehr mutiges Buch handelt, das äußerst sorgfältig und praxisnah die Bedeutung von Wissenschaft und Evidenz in der Medizin beleuchtet.

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Ein mutiges und wichtiges Buch

Rezensionen von Vicky:

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Manche Dinge sind, wie sie sind.

Gesundheit! von Natalie Grams

Das Cover ist toll gestaltet, es gefällt mir wieder sehr gut und passt außerdem auch wunderbar in die Optik der anderen Bände dieser Reihe.

'Zwischen den Fronten' ist bereits der neunte Band der Buchserie 'Die Chroniken der Seelenwächter' von Nicole Böhm – ich kann es nach wie vor nicht fassen dass es bereits so viele gibt - unglaublich! Unter 'Was bisher geschah' gibt es wie immer eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse wodurch man sich einfach und schnell wieder in die Geschichte rund um die Seelenwächter, Jess und Jaydee einfindet - das finde ich sehr gut und vor allem hilfreich wenn man einige Zeit nichts mit der Welt der Seelenwächter zu tun hatte!

Die einzelnen Kapitel sind aus Sicht von verschiedenen Personen geschrieben.

Hauptsächlich berichten Jaydee und Jess aber zwischendurch reihen sich auch immer wieder Kapitel von und mit anderen Personen in das Buch ein. Die Kapitel fliegen nur so dahin, die Geschichte ist sehr spannend. Ehe man sich’s versieht hat man bereits wieder das Ende des Bandes erreicht und lässt einen sofort den nächsten herbeisehnen.

Zum 'Bonusmaterial': Die Vorschau auf den nächsten Band macht wie immer Lust sofort weiterzulesen! Die Bilder der Charaktere, es werden am Ende zwei 'neue' besprochen, sind super gelungen, diese gefallen mir wieder ausgesprochen gut :-) Durch die 'Besprechung' erfährt man außerdem noch mehr Details über diese Figuren, welche in der Geschichte so nicht vorkommen.

Fazit: ACHTUNG - Nicole Böhm erzeugt mit ihren Seelenwächtern absolute Suchtgefahr!

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Ein mutiges und wichtiges Buch

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

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Unendlich traurige Geschichte

Das Genie von Zehrer Klaus Cäsar

Boris ist davon überzeugt, dass er weiß, wie man Kinder zu Genies erzieht. Seine Erziehungsmethoden erprobt er an seinem Sohn William. Und es funktioniert tatsächlich!
Billy wird ein mathematisches Genie. Mit Leichtigkeit überspringt er Schulklasse nach Schulklasse und beginnt zu studieren.
Aber Billy wächst in einem emotional kalten Umfeld auf.

Er fühlt sich wie das Lieblingsspielzeug seiner Eltern - solange er funktioniert und macht, was sie möchten. Und zerbricht daran.

Zehrer zeichnet das Bild eines zutiefst traumatisierten Jungen, der sich schon sehr früh gegen sein Umfeld auflehnt. Doch leider findet Billy niemanden, der ihm aus der Tragödie hilft.

Spannend und gut lesbar geschrieben, ist das Buch eines meiner Highlights des Jahres!

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Unendlich traurige Geschichte

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

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Unerschrockene Gangsterfamilie

Die zwölf Leben des Samuel Hawley von Tinti Hannah

Die Geschichte teilt sich in zwei Erzählstränge. Der eine Teil erzählt über das Leben von Loo. Wie sie aufwächst, welche Schwierigkeiten sie als Kind hatte, warum und wie sie zu dem Erwachsenen wird, der sie am Ende des Buches ist.
Samuel Hawley, dem Vater von Loo gehört der zweite Teil der Geschichte.

Er hangelt sich von einer Gangstergeschichte zur nächsten und scheint dabei unverwundbar zu sein.

Hannah Tinti schafft es sehr gut, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Man möchte wissen, wie die Geschichte weiter geht und fiebert den Enthüllungen über den Tod von Loos Mutter entgegen.

Flüssig geschrieben, mitunter etwas schräg, sehr gut zu lesen.
Ich hoffe, es gibt einen zweiten Teil davon!

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Unerschrockene Gangsterfamilie

Rezensionen von Caroline :

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Die zwölf Leben des Samuel Hawley von Tinti Hannah

Als 12jähriger wird Evan ausgewählt. In ihm werden einzigartige Qualitäten vermutet, die ihn dazu bestimmen, einen ungewöhnlichen Platz in der Gesellschaft einzunehmen. Er wird ausgebildet, um ein Auftragskiller zu werden.
Als Orphan Project wird es in bestimmten Kreisen bekannt und Evan mausert sich über die Jahre hinweg zum perfekten Mörder.

Sein Lehrer Jack formt und unterrichtet ihn. Er folgt den Anweisungen und ist einer der erfolgreichsten im Orphan Project, bis er eines Tages abtaucht und nur mehr seine eigenen Regeln befolgt und seine wichtigsten sind:

Ziehe keine voreiligen Schlüsse

Es ist nie persönlich

Lasse niemals einen Unschuldigen sterben

Wie hat es mir gefallen?

Dieses Buch wird den Fans von Jack Reacher und Jason Bourne empfohlen. Ich finde beide Helden toll, zwar nur im Film, aber das war mir Empfehlung genug, um das Buch zu lesen.

Evan Smoak ist ein ausgezeichnet ausgebildeter Auftragsmörder, der nun im Untergrund lebt und arbeitet. Kontrolle über sein Leben zu behalten, ist ihm äußerst wichtig. Jeden seiner Schritte überlegt er sich sorgfälltig. Er weiß, dass ein Fehler tödlich für ihn sein kann. Die Aufgabe, der er sich gewidmet hat, kommt für ihn an erster Stelle. Für sie ist er bereit, große Risiken einzugehen. Er folgt seinem eigenen Ehrenkodex.

Dieser Mann ist auf jeden Notfall vorbereitet. Er ist kaltblütig, wenn notwendig. Das wurde ihm über die Jahre eingetrichtert. Eigentlich sollte dieser Charakter nicht wirklich sympathisch sein, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Regeln bestimmen sein Tun und Handeln. Auch als Nowhere Man hält er sich strikt daran.

Deshalb ist die Geschichte von Beginn weg, sehr spannend. Vor allem die Rückblicke in Evans Kindheit und Jugend tragen dazu bei, den Mann zu mögen und zu respektieren. Als er einen bestimmten Punkt erreicht, verändert sich vieles und als Leserin folge ich seinem neuen Weg, obwohl er ein effektiver Killer ist. Der Autor schafft es mühelos, mich auf seine Seite zu ziehen. Ich litt mit Evan, hoffte mit ihm, wollte hinter die Geheimnisse kommen und war enttäuscht, wenn sich die Hinweise wieder ins Nichts aufgelöst haben. Er handelt konsequent und hat dabei ständig sein Ziel im Auge.

In seinem sicheren Hafen kommt er zu Ruhe, fasst Entschlüsse und kümmert sich um Vera und um seine bepflanzte Wand. Dieser Ort und auch alle anderen Schauplätze sind so gut beschrieben, dass ich mich dort mühelos zu Recht finden konnte.

Das nächste Buch „Projekt Orphan“ liegt bereits bei mir und ich habe gerade gesehen, dass es ein weiteres Buch rund um Evan Smoak geben wird „Die Rache der Orphans“.

www.mariessalondulivre.at

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Unerschrockene Gangsterfamilie

Rezensionen von cosmea:

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Gefangen im Schlamm

Die zwölf Leben des Samuel Hawley von Tinti Hannah

“Mudbound“ ist Hillary Jordans hoch gelobter Debütroman aus dem Jahr 2008. Er spielt in den 40er Jahren in Mississippi. Laura Chappell ist Anfang 30 und arbeitet als Lehrerin in Memphis, als sie den zehn Jahre älteren Henry McAllen kennenlernt. Das Paar heiratet und bekommt zwei Töchter.

Eines Tages erfüllt sich Henry seinen Lebenstraum, ohne Laura nach ihrer Meinung zu fragen. Er kauft sich eine abgelegene Baumwollfarm im Mississippi Delta. Fortan lebt die Familie in einem heruntergekommenen Farmhaus ohne jeden Komfort. Zu allem Überfluss müssen sie auch noch mit Henrys unsympathischem Vater zusammenleben, der keine Gelegenheit auslässt, Laura zu schikanieren. Das Leben ist hart, der Ertrag gering. Extreme Witterungsverhältnisse wie Starkregen und Stürme verwandeln die Gegend in eine trostlose Schlammwüste und schneiden die Menschen von der Außenwelt ab. Noch schlechter als den McAllens geht es den Pächterfamilien auf der Farm, die einen beträchtlichen Teil des von ihnen Erwirtschafteten abgeben müssen. Ein Lichtblick für die unglückliche Laura ist die Rückkehr von Henrys jüngerem Bruder Jamie von seinem Einsatz als Bomberpilot. Auch Ronsel Jackson, der älteste Sohn einer farbigen Pächterfamilie, kehrt aus dem Krieg zurück. Er war ein vielfach dekorierter Panzersoldat. Die beiden jungen Männer sind schwer gezeichnet von dem, was sie getan und gesehen haben und haben Schwierigkeiten, ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Es ist die Zeit der Jim Crow-Gesetze. Rassentrennung und allgewärtiger Hass, soziale Ungerechtigkeit und wirtschaftliche Benachteiligung bestimmen den Alltag der Farbigen. Der Ku-Klux-Klan begeht ungestraft seine Verbrechen, Lynchmorde sind an der Tagesordnung. In einem solchen Klima führt die Freundschaft der beiden Ex-Soldaten unausweichlich in die Katastrophe.
Erzählt wird die düstere Geschichte aus der kapitelweise wechselnden Perspektive der wichtigsten Figuren. Sie beginnt mit der Ermordung und Beerdigung des rassistischen Schwiegervaters und lässt den Leser den Weg zu diesem Endpunkt nachvollziehen. Man hat nicht den Eindruck, einen historischen Roman zu lesen – in dem Sinne, dass die geschilderten Probleme der Vergangenheit angehören. „Das Vergangene ist nie tot, es ist nicht einmal vergangen“, wie es in dem berühmten Faulkner-Zitat heißt. Dies zeigt nicht nur die beträchtliche Zahl von Romanen über Sklaverei und Rassismus, die in den letzten Jahren in den USA erschienen sind, sondern nicht zuletzt auch die überproportional hohe Zahl von farbigen Insassen in amerikanischen Gefängnissen und von Opfern exzessiver Polizeigewalt. Die achtjährige Präsidentschaft Barack Obamas hat den Rassismus nicht beendet, und es ist leider nicht zu erwarten, dass dies unter Donald Trump der Fall sein wird. “Mudbound“ ist ein sehr aktueller und überaus lesenswerter Roman, den ich im Original gelesen habe.

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Unerschrockene Gangsterfamilie

Rezensionen von KimVi:

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Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Die zwölf Leben des Samuel Hawley von Tinti Hannah

Nach zehn Jahren kehrt Nic wieder in ihren Heimatort zurück, den sie damals abrupt verließ, um ein neues Leben anzufangen. Ihr Vater ist mittlerweile dement und in einem Pflegeheim untergebracht. Deshalb soll Nic das Elternhaus ausräumen und für einen Verkauf vorbereiten, denn Nic und ihr Bruder Daniel brauchen das Geld, um die Kosten für das Heim zu zahlen.

Außerdem interessiert Nic brennend, was es mit dem Brief auf sich hat, den ihr Vater ihr geschrieben hat. Dort schreibt er geheimnisvoll, dass er das Mädchen gesehen hat. Damit kann er nur Corinne meinen, die ehemals beste Freundin von Nic, die vor zehn Jahren spurlos verschwand. Kaum angekommen, überschlagen sich die Ereignisse, denn Annaleise verschwindet genauso spurlos, wie Corinne damals. Was ist geschehen und gibt es eine Verbindung zu Corinne?

Die Geschichte wird in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Nic, erzählt. Zunächst erfährt man ein wenig von ihr, ihrem jetzigen Leben und dem Grund, der sie in ihr Elternhaus zurückkehren lässt. Dann gibt es allerdings einen Zeitsprung zu Tag 15. Ab diesem Zeitpunkt werden die Ereignisse rückwärts erzählt. Diese Form der Erzählung ist das Besondere an diesem Thriller, auch wenn sie zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, da man beim Lesen die Ereignisse für sich selbst erstmal sortieren muss.

Der Einstieg verläuft eher gemächlich. Man hat sogar zunächst das Gefühl, dass die Handlung etwas auf der Stelle tritt und dass keine echte Spannung aufkommt. Doch nach und nach erfährt man mehr von Corinnes damaligem Verschwinden und wer früher welche Rolle gespielt hat. Dabei hat man stets die Frage, wie Annaleises Verschwinden damit zusammenhängen könnte, im Hinterkopf. Dadurch verfolgt man die Handlung, auch wenn sie zunächst noch nicht richtig spannend wirkt, doch durchgehend interessiert. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse allerdings und je näher man der Auflösung kommt, desto spannender wird es. Man ist hin- und hergerissen und weiß nicht, was man glauben soll.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Personen und Orte mühelos beim Lesen vorstellen. Obwohl man durch die Ich-Perspektive ja quasi in der Haut der Hauptprotagonistin Nic steckt, ist es schwierig sie einzuschätzen. Sie wirkt nicht unsympathisch, da man die Gefühle, die sie bei ihrer Heimkehr überrollen, sehr gut nachvollziehen kann, aber trotzdem bleibt man beim Lesen eher etwas distanziert.

Ich habe mich beim Lesen dieses ungewöhnlichen Thrillers recht gut unterhalten. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr. Denn für mich fehlte über weite Teile die Spannung, da für meinen Geschmack zunächst alles etwas ausufernd erzählt wurde. Die Handlung hat für mich recht spät Fahrt aufgenommen, konnte mich dann aber doch noch in ihren Bann ziehen und sogar überraschen. Deshalb fällt meine Bewertung auch nicht ganz so euphorisch aus. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala erhält dieser Thriller drei von fünf möglichen Sternchen.

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Unbedingt lesen!!

Die zwölf Leben des Samuel Hawley von Tinti Hannah


Wenn Sie gute Nerven haben, beginnen Sie das Lesen mit dem Nachwort des Autors. Denn dann können Sie sich im Verlauf der Geschichte nicht mehr damit selbst beruhigen, dass dieser Thriller reine Fiktion ist.
Die Journalistin Valerie de Crécy steht unter Erfolgszwang. Um die sinkenden Einschaltquoten zu erhöhen, entschließt sie sich, den medienscheuen und praktisch unfehlbar erfolgreichen Wahrsager Nexx zu einem Interview zu bewegen.

Bei einer Pressekonferenz rettet sie ihm bei einem Anschlag in letzter Minute das Leben. Ab da wird Valerie zum Objekt seiner Begierde, mehr noch, zu seinem erklärten Besitz, obwohl Valerie seine Annäherungen vehement zurückweist. In ihrem Umfeld sterben Menschen auf bizarre Weise. Valerie ist sich sicher, dass Nexx dahinter steckt, aber sie kann nichts beweisen. Schließlich findet sie in dem Ermittler Lenny Koriadis Unterstützung auf der akribischen Suche nach dem Geheimnis von Nexx. Dieser prophezeit jedoch öffentlich ihren baldigen Tod…
Zunächst: Wenn ich ein Buch von Volker Dützer in die Hand nehme, weiß ich, dass mich gut geschriebene, spannende Handlung erwartet. Insofern öffnete ich auch dieses Buch mit einem inneren wohligen Zurücklehnen und Genießen-Wollen. Was aber dann tatsächlich passierte, ist schwer beschreibbar. Das Buch packte mich, saugte mich ein. Ich geriet in eine Art Schleudergang wie in der Waschmaschine, bis ich atemlos und schwindelig wieder ausgespuckt wurde. Ich geriet auf eine emotionale Achterbahn mit Bangen und Zittern um Menschen, die mir nahe gingen. Hinreißende sprachliche Feinheiten wie z. B. „Die See trug ein zerknittertes Kleid aus zornigen grau-grünen Wellen“ ließen mich für Momente innehalten, dann wiederum erlag ich wehrlos der grenzenlosen Spannung, die über das gesamte Buch hinweg kein einziges Mal nachließ, im Gegenteil, die sich ins fast Unerträgliche steigerte.
Fazit: Perfekt geschriebener, unermesslich spannender Thriller, dessen Realitätsnähe das Grauen direkt in unsere private Welt schickt.

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Unerschrockene Gangsterfamilie

Rezensionen von begine:

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Wieder ein warmherziger Roman

Lied der Weite von Kent Haruf

Lied der Weite ist der zweite Roman, den ich von Kent Hanuf gelesen habe. Der erste Unsere Seelen bei Nacht war ein Highlight und dieser war genau so gut.
Kent Hanufs Schreibstil ist verhalten und gefühlvoll. Wie er seine Personen aufbaut ist brillant. Der Leser kann sich in ihre Lage hinein versetzen.

Seine Romane spielen in Colorado in der USA, der Ort Holt ist fiktiv.
Die siebzehnjährige Victoria wird schwanger und von der Mutter hinausgeworfen. Da war ich ja etwas entsetzt, aber nicht ganz unrealistisch.
Ihre Lehrerin Maggie ist ihr eine Hilfe. Die Brüder McPheron sind mir sehr sympathisch. Dann gibt es noch den Lehrer Guthrie mit seinen Söhnen Bobby und Ike, sie sind 9 und 10 Jahre alt.Sie zu begleiten macht großen Spaß. Die Charaktere aller Personen sind unterschiedlich, aber sehr gut geschildert.Wir erleben wie sie sich gegenseitig tolerieren und helfen.
Ein Roman, der zum Nachdenken anregt.
Ich hoffe das noch einige der Romane des Autors übersetzt werden. Ein lesenswerter Roman, den ich nur empfehlen kann. Eine wunderbare Lektüre.

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Wieder ein warmherziger Roman