Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rebecca1493:
Weitesgehend überzeugender Abschluss
Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts von Sophie Jordan
Die gelbe Blüte mit dem in der Mitte befindlichen Schwert gefällt mir vor allem wegen des schwarzen Hintergrund besonders gut. Dadurch wird das Cover zu einem richtigen Hingucker und steht gleichzeitig in enger Verbindung zum ersten Band der Reihe.
Der erste Teil rund um Fowler und Luna endete mit einem wirklich sehr fiesen Cliffhanger, am liebsten hätte ich direkt erfahren wie die Geschichte weitergehen wird.
Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich den zweiten Teil endlich beginnen konnte.
Leider konnte ich mich nur noch sehr, sehr bruchstückhaft an den ersten Band erinnern, sodass ich noch einmal kurz das Ende der vorherigen Geschichte anlesen musste, um ohne Probleme einsteigen zu können. Der zeitliche Abstand von knapp einem Jahr zwischen den beiden Büchern war doch ein wenig zu lang, um bei einer so unvermittelt beginnenden Geschichte einsteigen zu können.
Auch dieses Mal gefiel mir der Schreibstil außerordentlich gut. Ich konnte der Erzählung nach Startschwierigkeiten bestens folgen und einmal abgesehen vom doch eher überstürzten Ende, war zu jeder Zeit Spannung gegeben.
Wiederum wurden sowohl Lunas als auch Fowlers Sicht der Dinge geschildert, weshalb der Roman und die Gefühle und Absichten der beiden Hauptprotagonisten für mich deutlich besser verständlich waren.
Allerdings war kam für mich das Ende doch etwas zu unvermittelt und konnte den Zweiteiler leider nicht komplett abrunden. Wirklich schade, da Band 1 ein Highlight in meinem letzten Lesejahr gewesen war. Nichtdestotrotz kann ich die Buchreihe allen Fantasyfans empfehlen!
Fazit: Über weite Strecken überzeugender Abschluss!
Rezensionen von yellowdog:
Generationsübergreifende Familiengeschichte
Die Vergessenen von Ellen Sandberg
Was die Krimiautorin mit „Die Vergessenen“ vorgelegt hat, ist eine aufregende und bemerkenswerte Familiengeschichte, die generationsübergreifend und mit Krimielementen angelegt ist. Dabei geht die Handlung bis ins Jahr 1944 zurück und beleuchtet ein beschämendes Stück deutsche Geschichte, bei der die Leidtragenden Kinder und Hilflose waren.
Das Buch versammelt Schicksale von Menschen, die alle durch die Ereignisse der Jahrzehnte zurückliegenden Vergangenheit geprägt und auch belastet sind.
Es gibt den Plot um 1944 mit der Krankenschwester Kathrin, die in einem Pflegeheim arbeitet. In der Gegenwart sind es zwei Protagonisten, der verdeckt arbeitende Detektiv Manoli und die Journalistin Vera. Beide recherchieren und ihre Anliegen sind eng miteinander verbunden. Durch die Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge erhält der Plot eine dichte Konsistenz, die wirklich bemerkenswert ist.
Die Autorin nutzt die Vorteile einer routinierten Schreibweise ohne dabei auf Emotionalität und Sensibilität zu verzichten. Diese Schreibweise ist mir sehr willkommen, so werden die Figuren in einer angemessenen Tiefe charakterisiert.
Als Leser werden mir die Figuren wichtig, die alle nicht perfekt sind und die unter der Situation leiden.
Man merkt auch, wie wichtig der Autorin der Stoff war.
Das Resultat ist ein sehr lesenswerter, emotional packender Roman voller innerer Spannung.
Rezensionen von Gaby 2707:
Mord auf der Weide
Die Vergessenen von Ellen Sandberg
Auf einer Weide in Söderbrock in der norddeutschen Provinz wird ein Mann gefunden, zu Tode getrampelt durch den kleinen normalerweise harmlosen Dexterbulle Oblivion "Olli". Nach und nach stellt sich heraus, dass der tote Bankdirektor Kurt Westermann ein Doppelleben geführt hat und dass seine Geschäfte sich nicht nur auf die Bank bezogen, sondern er auch mit Hinterziehung und Geldwäsche zu tun hatten.
Ausserdem war er der holden brünetten Weiblichkeit mehr als zugetan.
Für die Kommissare Petersen und Hansen stellt sich eine schwierige Aufgabe. Viele Verdächtige aber kein Motiv. Hier ist Kleinstarbeit gefragt.
Für mich ist es das erste Zusammentreffen mit den Kommissaren Piet Petersen, der die Gedanken an seine getötete Frau nicht abstellen kann und Holger Hansen, der einfach zu gut ist für diese Welt. Die Beiden gefallen mir sehr gut, haben sie doch im Gegensatz zu vielen anderen Ermittlern derzeit ein ganz normales privates Leben, wobei Petersen immer noch mit den Dämonen seiner Vergangenheit mit dem Anlitz und dem Lachen seiner Frau kämpft. Bei diesen Beiden handelt es um die absoluten Hauptpersonen in dieser Geschichte. Die anderen Handelnden finde ich zum Teil sehr interessant. Sie bleiben für mich allerdings etwas blass und unausgereift zurück.
Die Geschichte spielt in der norddeutschen Provinz. Ich würde diesen Krimi aber nicht als Regionalkrimi einstufen, da man von Land und Leuten nicht viel mitbekommt, ausser den Stellen, an denen die Kommissare ihre Ermittlungen ausführen.
Interessant waren für mich die Ausflüge in die Kunstszene. Die von Alsleben hergestellten Exponate hatte ich direkt vor Augen.
Fazit:
Ein leichter Krimi mit zwei Ermittlern mit viel Potential und einem spannenden Plot, der mich aber wegen des unausgereiften Endes etwas enttäuscht zurück gelassen hat.
Rezensionen von biest.22@web.de:
Eine berührende 'Geschichte
All die Jahre von J. Courtney Sullivan
Inhalt:
Nora Flynn ist 21, als sie mit ihrer jüngeren Schwester aus Irland nach Amerika auswandert, um ihrem Verlobten zu folgen und Theresa eine Ausbildung zu ermöglichen. Doch Theresa wird schwanger, und Nora trifft eine folgenschwere Entscheidung. Fünfzig Jahre später hat Nora vier erwachsene Kinder: John, Bridget, Brian und Patrick, ihren Ältesten, der Nora beständig Sorgen bereitet und trotzdem ihr Liebling ist.
Theresa lebt als Nonne in einem Kloster, als Patricks Tod die Schwestern nach Jahrzehnten des Schweigens wieder zusammenführt – und sie zwingt, sich mit dem auseinanderzusetzen, was ihr Leben für immer verändert hat.
Meine Meinung:
Auf den ersten paar Seiten hatte ich doch so meine Schwierigkeiten in den Roman hinein zu finden. Danach konnte ich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen.
Diese Geschichte handelt von einer Familie, in der Schweigen und Verdrängen ganz groß geschrieben wird. Zwei Schwestern, die von Irland nach Amerika reisten um dort das Glück zu finden. Jede Figur hat ihre Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Die Charaktere sind alle sehr schön beschrieben, realistisch, menschlich und detailliert. Die Entwicklung der einzelnen Personen lässt sich super nachvollziehen und beobachten. Der tiefgründige Erzählstil lässt einen dabei tief in die Story eintauchen und alles hautnah miterleben.
Man durchläuft hier ein auf und ab der Gefühle. An manchen Stellen ist man emotional berührt, an anderen total aufgewühlt und bei einigen kann man wiederum nur mit dem Kopf schütteln.
Viele spannende und aktuelle Themen hat die Autorin geschickt in die Geschichte eingebunden, darunter zum Beispiel, Homosexualität, Glaube, eine junge Mutterschaft und Alkoholismus.
Sehr interessant fand ich die Zeitsprünge. Ein Teil der Kapitel spielt 2009 und ein anderer beginnt 1957 und arbeitet die Vergangenheit auf. Auch sehr gelungen fand ich, das aus Sicht beider Schwestern erzählt wird. So fällt es einem noch leichter, sich in die jeweilige Person hineinzuversetzen und man bekommt noch tiefere Einblicke in ihr Seelenleben.
Der Schreibsil ist auch sehr angenehm zu lesen.
Das Cover gefällt mir persöhnlich eher weniger, aber es kommt mir auch mehr auf den Inhalt an, und der stimmt hier absolut. J. Courtney Sullivan ist es hier gelungen mich absolut zu fesseln. Eine tolle Geschichte über zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Immer wieder stellt man sich Fragen und fiebert der Antwort in den nächsten Kapiteln regelrecht entgegen.
Einige Fragen bleiben offen, was der Story aber keinen Abbruch tut. Es passt einfach zu den Schwestern und deren Geschichte. Ein wirklich sehr berührender und emotional aufwühlender Roman, über Schweigen und Verdrängen, Liebe und Zusammenhalt.
Fazit:
Ein Buch das man nicht verpassen sollte. Hier kann ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung geben.
Rezensionen von Vicky:
Das Ende führt zum Anfang.
All die Jahre von J. Courtney Sullivan
Das Buchcover ist nett gestaltet, lässt mich aber eher an ein Jugendbuch denken. Die Farben, die Texte und die Figur sind toll aufeinander abgestimmt. Alles in allem gefällt es mir gut und ich finde es ansprechend.
'Feuer der Rebellion' ist bereits der dritte Teil der 'Geheimnis der Götter'-Reihe von Saskia Louis.
In 'Über dieses E-Book' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte holen. Das Buch selbst ist in einen Prolog, neunzehn Kapitel und einen Epilog aufgeteilt. Die Karte am Anfang über Bistaye und Asavez hat mir sehr geholfen um mich leichter zu Recht zu finden! Ich finde es immer super wenn bei 'erdachten' Welten Karten im jeweiligen Buch enthalten sind - das erleichtert es einem als Leser die Welt, die die AutorInnen, erschaffen einfacher zu verstehen und alles besser zu begreifen.
Der Einstieg war spannend und man war sofort wieder in der Welt von Saskia Louis gefangen! Jedes Kapitel beginnt mit einer Regel bzw. Schriftprotokoll - das finde ich eine nette Idee und verleiten einen dazu alle möglichen Theorien aufzustellen! Der Schreibstil ist wieder locker leicht - wie man es von Saskia Louis bereits von anderen Büchern gewöhnt ist. Auch der bekannte Humor und Charme bleiben nicht auf der Strecke.
Einziges Manko, wenn man es denn so nennen kann :-), ist - wie bereits bei den vorherigen Teilen - das Ende, denn DAS ist absolut fies und lässt mich den nächsten Teil SOFORT herbei wünschen! Die Leseprobe ist dieser Ungeduld wieder einmal nicht unbedingt zuträglich :-)
Fazit: Fantastischer dritter Band der ‘Geheimnis der Götter‘-Tetralogie von Saskia Louis. Wer also Lust auf Fantasy, Abenteuer, Humor und ein bisschen Liebe hat kann hier definitiv nichts falsch machen und sollte es sich auch nicht entgehen lassen!
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein schöner Jugendroman mit wichtigem Thema
Mut ist der Anfang vom Glück von Heike Karen Gürtler
Kim weiß nicht so ganz was mit ihr los ist. In ihr tobt täglich ein unheimliches Chaos an Gefühlen. Woran liegt es, dass sie noch keinen Jungen gefunden hat, der die Schmetterlinge in ihr weckt? Und warum scheinen die Schmetterlinge in ihr Saltos zu fliegen, wenn ihre neue Mitschülerin Ella sie anlächelt? Könnte es sein, dass sie auf Mädchen steht? Was würden ihre Eltern dazu sagen und ihre Freunde? Kimm muss eine Entscheidung treffen, die alles verändern wird.
"Mut ist der Anfang vom Glück" von Heike Karen Gürtler ist ein Jugendroman voller Gefühl, Sympathie und gutem Inhalt. Der Schreibstil ist dem Jugendgenre entsprechend und sehr flüssig und angenehm zu lesen.
Mir hat es gut gefallen, wie scheinbar jede der Figuren ihr eigenes Päckchen zu tragen hat und damit unterschiedlich umgeht. So wie es auch im echten Leben ist.
Die Geschichte ist ein wenig vorhersehbar, was aber keinen Unterschied macht. Denn der Grundgedanke und die Umsetzung sind einfach gut.
Die Geschichte baut sich schön und mit vielen unterschiedlichen Gefühlen auf und läuft dann in eine Achterbahnfahrt über. Angst wird von Liebe abgelöst und Zweifel von Freundschaft. Der Leser kann toll miterleben, wie sich das Leben als Teenager ändert und wie der Umgang mit einer homosexuellen Beziehung sein sollte. Dieses Buch zeigt die Ängste die damit einhergehen, die Sorgen die sich entwickeln und wie sich alles ändert, wenn der Mut plötzlich ausreicht.
Mir hat das Buch gut gefallen!
Rezensionen von SweetSmile:
♥ Emotion pur! ♥
Verliere mich. Nicht. von Laura Kneidl
persönliche Wertung:
Es ist einfach unfassbar, wie mich der Schreibstil von Autorin Laura Kneidl berührt. Vom ersten Satz an war ich wieder Teil der Geschichte und ich hatte gleich das Gefühl, Band Eins gerade erst aus der Hand gelegt zu haben. Bei vielen Reihen habe ich das Problem, dass ich vom ersten Teil leider gar nicht mehr alles weiß wenn dann endlich Teil Zwei erscheint - umso erstaunlicher und natürlich toller, dass ich hier das Gefühl hatte keinen Augenblick Zeit dazwischen liegen zu haben.
:)
Ich finde es sehr besonders, wie es Laura Kneidl schafft, sämtliche Emotionen innerhalb kürzester Zeit in mir auszulösen. Die Geschichte von Sage und Luca war für mich ein Gefühlschaos und Abenteuer zugleich. Sie sind zu Freunden, Wegbegleitern - zu einem Teil von mir geworden und ich bin richtig traurig, dass ihre Geschichte nun zu Ende erzählt ist. Kennt ihr dass, ihr lest eine Geschichte und wollt eigentlich gar nicht weiter lesen, weil ihr nicht möchtet, dass sie endet und könnt aber nicht aufhören zu lesen, weil ihr süchtig seid? Genauso ist es mir bei diesen beiden Büchern ergangen.
Die Charaktere haben mir wie schon im ersten Teil sehr gut gefallen, ich finde die Vielfalt der Protagonisten einfach toll. Jeder hat seine ganz individuelle sehr spannende Geschichte und auch die Nebencharaktere sind toll und sehr detailreich beschrieben. Man merkt direkt, wie viel Liebe die Autorin in jedes kleine Detail gesteckt hat. Wie ihr seht, ich bin schon wieder nur am Schwärmen. ♥ Es ist aber auch einfach so ein wundervolles Buch.
Besonders toll finde ich nach wie vor, dass Sage nicht die Null Acht Fünfzehn Protagonistin ist. Sie trägt die Fesseln ihrer Vergangenheit in sich und ihr Kampf gegen genau diese Fesseln ist so anschaulich beschrieben, dass ich in jedem Moment genau gespürt habe, was in ihr vorgeht. Glücklich wird man im Leben nur, wenn man es schafft seine eigenen Dämonen klein zu halten und dadurch über sich hinaus wächst. Dieser innere Kampf gegen einen Teil seines Selbst hat Laura Kneidl wirklich gut dargestellt und hat mir mit ihren Worten Mut gemacht, dass ich alles überwinden kann und dass es oft viel einfacher ist Hilfe zu bekommen als man vielleicht selbst denkt. Man muss nur den Mut haben sich zu öffnen und über Ängste zu sprechen.
Das Ende des Buches und somit der Geschichte ist sehr gut gewählt. Es war für mich jetzt nicht sehr überraschend, aber das finde ich überhaupt nicht schlimm, eher im Gegenteil. Für mich wäre es eher schlimm gewesen, wenn es anders geendet hätte. Das einzige, was ich vielleicht bemängeln könnte ( aber das ist dann wirklich eine klitzekleine Kritik auf höchstem Niveau ), am Ende ging mir alles ein klein bisschen zu schnell... Im Gegensatz zum Anfang dieses Buches war es nach meinem Empfinden ein riesiger Unterschied und ich hätte mir für das Ende vielleicht noch die eine oder andere Seite mehr gewünscht, natürlich auch, weil es dann nicht so schnell zu Ende gewesen wäre... *grins*
Fazit:
Alles in Allem ein absolutes Lesehighlight und zu Recht so sehr gehypt in den letzten Tagen/ Wochen. Die gesamte Geschichte ist einfach soooo wunderschön, die Charaktere sind der Hammer und der Schreibstil weckt den Wunsch nie wieder aufzuhören. ;)
Ich will mich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich denke dies wird ein heißer Anwärter für meine Lesehighlights 2018 und wenn ich das im Februar schon sage - muss es echt was heißen!
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein spannendes Jugendbuch, auch für Erwachsene
Verliere mich. Nicht. von Laura Kneidl
Die 17-jährige Deutsch-Iranerin Nara ist ein ganz normales Mädchen mit ihren kleinen Problemen und ihrer Schwärmerei für einen neuen Mitschüler. Mit ihrer Mutter, ihrem Pa, dem kleinen Bruder Sinan und dem Hund Mister Ibrahim führt sie ein behütetes Leben. Auch ihre allerbeste Freundin Charlotte und ihren guten Freund Jamie lernen wir gleich zu Beginn der Geschichte kennen.
Die weiht Nara auch ein, als sie geheimnisvolle und verstörende Nachrichten bekommt. Als sie dann Mister Ibrahim mit durchschnittener Kehle im Garten findet, scheint die Sache ernst zu werden.
Dann kommt der 19. Juli und alles ändert sich. 6 Mädchen verschwinden und tauchen erst 6 Tage später unvermittelt wieder auf. Alle in neuwertigen dunkelblauen Jogginganzügen und schwarze Turnschuhe, einer proffessionell versorgten Wunde an der rechten Hand. Sie alle schweigen beharrlich. Und auch Jamie ist und bleibt verschwunden.
Da Patricia Schröder Nara ihre Geschichte in der Ich-Form erzählen lässt, bin ich in ihren Gedanken immer ganz nahe am Geschehen dran. Ich bewundere die 17-jährige, wie sie einerseits versucht ihren kleinen Bruder zu beschützen, andererseits wie sie sich nach der Entführung immer wieder Mut zuspricht um nicht an der Stille und dem Alleinsein in ihrem Gefängnis zu zerbrechen. Sie ist eine sehr starke, tapfere und manchmal zornige Protagonistin, mit der ich gelitten und gebangt habe. Sie hat es verstanden, mich ab der ersten Seite für sich einzunehmen.
Aber auch Charlotte und Jamie lerne ich als ihre Freunde kennen, die immer für einander da sind. Eine Freundin wie Charlie, die sich durch nichts beirren lässt und Nara immer zur Seite steht, auch als die es gerade nicht zulassen will, sollte jedes Mädchen haben.
Es wird schon sehr hart und eindringlich beschrieben, was Nara und auch ihre 5 Leidensgenossinnen alles erleiden müssen. Ich finde, dass diese Beschreibungen noch nichts für junge Leser unter 16 Jahren sind. Mir als Leserin Ü60, die ich immer mal wieder ein gutes, spannendes Jugendbuch lese, hat die Geschichte sehr gut gefallen.
Die Spannung steigert sich ab der ersten Seite, wo ich aus einem Zeitungsartikel erfahre, was sich erst noch beim Weiterlesen ereignen wird. Die kleinen Kreuze vor jedem neuen Abschnitt lassen bei mir ein mulmiges Gefühl aufkommen.
Die Gedanken des Täters und die eines weiteren männlichen Opfers lassen mich immer mal wieder tief in die kranke Psyche des wahngesteuerten Täters blicken und lassen mich ratlos und entsetzt zurück.
Ich habe lange nicht verstanden oder geahnt, wohin die Reise geht und konnte die vielen kleinen Zeichen, die es immer wieder gab, nicht lesen. Erst zum Schluss löst sich alles schlüssig und nachvollziehbar auf und lässt mich zufrieden zurück.
Fazit:
Ein superspannender Jugendthriller, den ich aber auch jedem Erwachsenen empfehlen kann. Der mich beim Lesen gehalten hat bis zu einem Ende, dass ich so nicht erwartet habe. Und einem Thema, mit dem wir leider heute immer wieder mal in Berührung kommen: Fremdenhass und religiöser Wahn.
Absolut lesenswert!
Rezensionen von heinoko:
Nackerd oder bemalt
Tod im Hopfengarten von Alexander Bálly
Normalerweise liest man einen Krimi, indem man die Protagonisten kennenlernt, es einen oder mehrere Leichen gibt, und dann das Ermittlerteam, mehr oder weniger sympathisch, seine Arbeit beginnt. Der Leser denkt mit, denkt sich sein Teil und behält am Ende recht oder auch nicht. Das alles war bei „Tod im Hopfengarten“ ebenso, und doch ganz anders.
Zwei Geschehnisse beschäftigen die Münchener Polizei: eine Serie von Kunstdiebstählen und eine zufällig aufgefundene bereits skelettierte Leiche. In Wolnzach, einem Marktflecken im idyllischen Landstrich der Holledau gelegen, gibt es zwar viele Mutmaßungen, aber man spricht nicht mit Fremden, schon gar nicht mit evangelischen Fremden. Da ist es gut, dass der Ludwig Wimmer, Metzgermeister im Ruhestand und Hobbydetektiv, auf seine ganz eigene Weise den Leuten beim „Brauchtümeln“ zuschaut…
Die wild ausgekippten Puzzle-Teile des Krimi-Geschehens waren jedes für sich gesehen bereits so urkomisch, so bayerisch sturschädelig oder schwäbisch sparsam, so hinterkünftig, dass es mir streckenweise gar nicht mehr wichtig war, ein stimmiges Gesamtbild zu erstellen. Ich verlor mich in der Technik eines zerlegten uralten Fleischwolfs oder im Sortieren von Heiligen, nackerd oder bemalt. Ich folgte den Irrwegen eines plattgefahrenen Heilands und ging auch sonst dem Autor immer wieder auf den Leim. Ich grantelte auf bayerisch und forschte auf schwäbisch, dabei kicherte ich mich durch die Seiten. Und am Ende war das zusammengepuzzelte Bild doch ein sehr stimmiges Ganzes geworden, ohne dass ich etwas anstrengen musste außer meine Lachmuskeln.
Ich ziehe meinen Hut vor diesem Autor, der es versteht, fundiertes Wissen, kritisches Denken, scharf-liebevolle Beobachtungsgabe und blühende Fantasie zu einem Buch zusammenzu“binden“, das zu lesen vordergründig einen Heidenspaß bereitet und hintergründig der Bigotterie, der weit verbreiteten Welt der Vorurteile und rechtsgerichtetem Denken den Spiegel vorhält.
Rezensionen von rewa:
Schöne Geschichten
Siebzehn von Lyl Boyd
Der Autor Lyl Boyd, der den Lesern vor allem von den booksnacks bekannt ist, hat sich nun das erste Mal an ein neues Format heran gewagt und sechs Kurzgeschichten nicht digital, sondern in einem Kurzgeschichtenband veröffentlicht.
In seiner gewohnten Art schafft er es seine Leser mit Spannung, mit Humor aber vor allem mit unerwarteten Ausgängen zu überraschen.
1. Justitia- Ein Richter, der einen inneren Kampf auszustehen hat und man als Leser mehr als einmal ein beklemmendes Gefühl verspürt.
2. Entenfütterung- Wenn das digitale Zeitalter Fluch und Segen bedeutet beginnt man auch als Leser darüber wieder einmal bewusst nachzudenken.
3. Geliebter Garten- Eine humorvolle Geschichte über Vorurteile mit einem besonderen Ende.
4. Kriegsveteran- Sehr emotional, wenn ein alter Mann seinem Urenkel das Leben erklärt.
5. Ein Zeitproblem- Auch die hochentwickelte Informationstechnologie hat ihre Schwächen, wie man an einer Sekunde erkennen kann.
6. Jazz trifft Beat- Wie Musik einem an Demenz erkrankten Mann für einen kurzen Moment vergessene Erinnerungen zurück bringt.
Ein kleiner, aber feiner Kurzgeschichtenband mit vielen Leserleckerbissen.








