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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von S.:

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Die phantastische Welt von Maradaine

Zunächst mutet die Geschichte Harry Potter- mäßig an, erinnert an das Zauberinternat Hogwarts. Aber die Hauptfigur Veranix ist Student in Maradaine, einer Mischung aus Mittelalterstadt und magischem Ort. Er kann mit Hilfe einer Substanz namens Numina spezielle Kräfte aktivieren, die ihm im Kampf gegen die Droge Effitte helfen.

Er macht Jagd auf deren Lieferanten und Dealer, die nur an ihren Gewinn denken und sich für die zerstörenden oder tödlichen Folgen des Drogenkonsums nicht interessieren. Kaum einer weiß von Veranix Fähigkeiten. Als er sich aber mit einem mächtigen - ja, was? -Drogenbaron anlegt, schwört dieser ihm Rache.
Veranix‘ Mutter ist durch die Droge geistig verwirrt, sein Vater ermordet, sein Vetter gehört einer Straßengang an. Seine und andere Straßenbanden mit strikten Hierarchien haben die Stadt unter sich aufgeteilt und wollen keinen Ärger mit dem Drogenbaron. Sie distanzieren sich vom „Dorn“ (im Fleische von Fenmore), denn so lautet Veranix`Spitzname.
Verschiedene Magiervereinigungen stehen in Konkurrenz miteinander, besonders der Zirkel der Blauen Hand erstrebt - was wohl? - absolute Macht und kauft mächtige magische Gegenstände. Veranix gelangt in ihren Besitz und wird gnadenlos gejagt. Glücklicherweise hat er treue und aufopferungsvolle Freunde. Leider bleiben manche Personen ein wenig blass, auch das Treiben der Magierzirkel verdient mehr Beachtung.
Eine spannende Geschichte, interessante Charaktere, phantasievolle Beschreibung einer mittelalterlichen Stadt, das Lesen dieser Erzählung macht Spaß. Ein wunderschönes Cover ziert den Einband. Insgesamt ein schönes Buch.

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Rezensionen von Maria D?rfler:

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Die Geschichte erreicht mich nicht

Jud von Georg Thiel

Es ist seltsam. Das Bild kenne ich seit meiner Jugend. Das Thema ist interessant und könnte faszinierend sein- ein Flashback eines Betroffenen in einer bestimmten Situation im Österreich Pavillon der Brüsseler Weltausstellung. Der Weg zurück in die Vergangenheit....
Aber, obwohl ich das Buch sehr bald gelesen habe, hab ich es ebenso schnell wieder vergessen.

Es ist nicht witzig, obwohl es das wohl manchmal sein soll, manche Figuren sind krampfhaft überzeichnet (Rupert!), Vieles wirkt konstruiert und wenig glaubwürdig. Und alles verläuft ohne Überraschungen.
Und für ein nettes, flottes Schreiben eignet sich die Geschichte eher doch nicht.
Maria Dörfler

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Die Geschichte erreicht mich nicht

Rezensionen von manu63:

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Knochenschrei

Knochenschrei von Catherine Shepherd

Knochenschrei ist ein weiterer Thriller aus der Reihe der Zons Triller von Caterine Shepherd. Yasmine entdeckt bei der Erweiterung ihrer Kellerräume eine skelettierte Leiche die seit 500 Jahren dort liegt, aber dann wird von der Polizei noch eine weitere Leiche entdeckt die erst seit kurzen eingemauert wurde und nachdem weitere Leichen auftauchen beging die Jagd nach einem Serienmörder.

Doch auch in der Vergangenheit der Stadt Zons gab es schon eine Jagd nach dem Mörder mehrere Nonnen und so führen zwei Zeitstränge durch die Geschichte, die sich in der Gegenwart kreuzen.

Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, kann man ihn eigenständig lesen. Die Zeitwechsel werden gut gekennzeichnet und haben jede ihren eigenen Reiz, die Ermittlungen in beiden Zeitsträngen werden spannend geschildert und ich war zum Schluss überrascht wer jeweils der Täter war.

Der Schreibstil der Geschichte ist flüssig und mitreißend, der Autorin gelingt es die jeweiligen Zeitstränge geschickt mit einem Cliffhanger enden zu lassen, so das ich interessiert weiter gelesen habe um zu erfahren was los ist. Ich kann Knochenschrei als spannenden Thriller empfehlen den ich gerne gelesen habe. Die Charaktere sind authentisch und interessant angelegt und bergen noch Potential für weiter Zons Thriller.

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Knochenschrei

Rezensionen von LEXI:

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Gib nicht so schnell auf, was Gott dir so ganz offensichtlich geschenkt hat

Die Tochter des Kapitäns von Jennifer Delamere

Rosalyn, Julia und Cara Bernay stammen aus Plymouth und wurden nach dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters und dem Tod ihrer Mutter zu Vollwaisen. Sie wuchsen in einem Waisenhaus in Bristol auf und schon bald nahte der Zeitpunkt, wo die drei Schwestern sich trennen mussten. Im Jahre 1873 wurde Rosalyn siebzehn Jahre alt, verließ das Waisenhaus und trat ihren Dienst als Gesellschafterin einer wohlhabenden Witwe an.

Deren neuer Ehemann besaß jedoch eine grausame und böse Seite, und als es zum Äußersten kam, musste Rosalyn fliehen. Sie landete in London, wo sie bereits auf dem Bahnhofsgelände von einem Mann bedrängt wurde.

Nathan Stuart Moran diente nach siebenjährigem Kriegsdienst aufgrund einer schweren Handverletzung ein Jahr lang als Reservesoldat und wünschte sich nichts sehnlicher, als sich wieder für den aktiven Dienst qualifizieren und zu seinem Regiment zurückkehren zu können, welches in Indien stationiert werden soll. Der loyale und gewissenhafte Unteroffizier war gerade auf dem Bahnhofsgelände unterwegs, als er den Zwischenfall bemerkte und Rosalyn Bernay beistand. Aufgrund eines Missverständnisses vertraute sich die junge Frau jedoch lieber einer älteren Dame an, als dem stattlichen Soldaten in Uniform zu folgen. Diese Entscheidung sollte sie kurz darauf bitter bereuen. Allen Umständen zum Trotz behauptete Rosalyn sich jedoch und mit der Unterstützung von Nate, seiner Familie und neu gewonnen Freunden führte sie ihr Weg ins Theater, wo sie eine Anstellung als Garderobiere fand. Durch eine glückliche Fügung arbeitete dort auch Nate – und die beiden jungen Menschen konnten ihre gegenseitige Anziehung bald nicht mehr leugnen.

Der vorliegende historische Liebesroman aus der Feder von Jennifer Delamere nimmt im England des Jahres 1873 seinen Anfang und lässt vor den Augen der Leser das viktorianische England wieder auferstehen. In einnehmendem Schreibstil und mit vielen humorvollen Passagen erzählt die Autorin vom Alltagsleben und den Errungenschaften dieser Epoche. Sie lässt zugleich auch ihre große Liebe zur Musik einfließen. Das aufregende Leben vor und hinter den Kulissen wird thematisiert und der Glaube zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Die gesamte Familie Moran, aber auch die Bernay-Schwestern schöpfen daraus Kraft und Zuversicht für ihre Handlungen und ihr Leben. Durch die Kindheitserinnerungen der Bernay-Schwestern erfährt man zudem vom beeindruckenden Lebenswerk des deutschen Theologen und Evangelisten Georg Müller, der 1829 als Missionar nach England ging und dort einige Jahre später mehr als zweitausend Waisenkindern ein Zuhause gab.

Die handelnden Personen dieses Buches waren liebevoll gezeichnet und wuchsen mir rasch ans Herz. Den beiden Protagonisten Nathan und Rosalyn wurden sympathische Nebenfiguren zur Seite gestellt, wobei mich Nates redselige und neugierige Schwester Mary sowie Rosalyns kühne und unabhängige Schwester Julia am meisten amüsierten. Einziger Kritikpunkt in diesem Buch war der beständige und vollkommen übergangslose Wechsel der Erzählweise, der einen Perspektivenwechsel weder anzeigte, noch kommentierte. Etwas befremdlich fand ich auch den Buchtitel, der meines Erachtens mit dem Inhalt kaum etwas zu tun hat. Im Buch wird lediglich in einem einzigen Satz erwähnt, dass Rosalyns Vater Kapitän eines Kaufmannsschiffs war, und auf den letzten Seiten werden drei Zeilen einer langsamen und zärtlichen Ballade zitiert, in denen ebenfalls die Tochter eines Kapitäns besungen wird.

Fazit: „Die Tochter des Kapitäns“ war eine emotionale und romantische Geschichte, die interessante Themen aufgriff und mich sehr gut unterhalten hat. Ich kann dieses Buch jedem Fan historischer Liebesromane ans Herz legen.

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Gib nicht so schnell auf, was Gott dir so ganz offensichtlich geschenkt hat

Rezensionen von begine:

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Bücher vverschenken

Das Mädchen, das in der Metro las Gebunden. von Féret-Fleury Christine

Das Mädchen, das in der Metro las, ist ein poetisches romantisches 176 Seiten dünnes Buch.
Die Autorin hat aber viel in diesen Roman gesteckt. Man muss sorgfältig lesen, sonst verliert man leicht den Faden, aber es lohnt sich.
Die Protagonistin Juliette ist eine einsame junge Frau ohne Selbstbewusstsein, die jeden Morgen in der Metro einen Mann beim Lesen eines Buches beobachtet, es ist Leonidis.

Ihre Arbeit in einem Maklerbüro wird ihr nicht gerecht.
Sie begegnet Soliman und seiner Tochter Zaide. Soliman sammelt Bücherstapel, die er durch Boten verschenken läßt.
Das verändert ihr Leben. Ihre Dialoge mit Zaide gefallen mir besonders gut.

Das Cover ist in schwarz weiß gehalten und mit den Bücherregalen passt wunderbar zum Inhalt.
Christine Féret-Fleury konnte mich mit ihrer Literatur gut unterhalten. Ihr Schreibstil ist brillant.

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Rezensionen von spozal89:

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Die Blume des Regenten

Das Mädchen, das in der Metro las Gebunden. von Féret-Fleury Christine

Sie haben keine Rechte. Sie mussten ihre Träume aufgeben. Doch sie kämpfen eisern für Freiheit und Liebe.

Sie sind Schwestern, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind dennoch unzertrennlich. Nomi ist wild und unerschrocken, Serina schön und anmutig. Und sie ist fest entschlossen, vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt zu werden, und ihr von Armut und Unterdrückung geprägtes Leben gegen eines im prunkvollen Regentenpalast einzutauschen.

Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders: Die Schwestern werden auseinandergerissen – und ein grauenhaftes Schicksal erwartet sie, auf das sie niemand vorbereitet hat.

"Iron Flowers" ist der Auftakt einer neuen Jugendbuch-Reihe von Tracy Banghart der leicht dystopische Züge hat und auch ein wenig die in Richtung von "Die Tribute von Panem" geht. Wegen des tollen Covers wurde ich auf das Buch aufmerksam und auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen und auch die Idee und die Handlung der Geschichte haben mich von der ersten, bis zur letzten Seite gefesselt. Ich war von den Wendungen teilweise so überrascht, dass ich es gar nicht fassen konnte was da passiert. Den mit solchen Entwicklungen hätte ich anhand des Klappentextes nicht gerechnet. Aber ich will nicht zuviel verraten, da sonst der Überraschungseffekt futsch wäre.

Serina und Nomi mochte ich beide als Charktere sehr gerne und ich fand es schön wie unterschiedlich die beiden sind. Serina steht allerdings in meinen Augen noch ein wenig höher, da man bei ihr im Buch eine tolle, persönliche und vorallem starke Entwicklung merkte. Nomi war mir hingegen teilweise ein wenig naiv, obwohl sie zu Beginn eher die stärkere der beiden Schwestern war.

Der Mittelpunkt der Geschichte betrifft die Rechte von Frauen und deren Unterdrückung. Ich finde es gut, dass die Autorin so ein Thema für ihre Geschichte gewählt hat, denn leider gibt es auch in unserer Welt noch viele Länder in denen Frauen nichts wert sind.

Für mich ist "Iron Flowers" eines meiner diesjährigen Buchhighlights und ich kann es nur weiterempfehlen. Teil zwei soll im Herbst 2019 erscheinen und ich weiß nicht, wie ich es bis dahin aushalten soll. Denn Band eins endet echt mit einem mega fiesen Cliffhanger. Für mich ganz klar 5 von 5 Sternen.

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Rezensionen von ikatzhorse2005:

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Im Sog der Geschichte

Revolution im Herzen von Claudia Beinert; Nadja Beinert

Revolution im Herzen Die heimliche Liebe des Karl Marx von den Zwillingsschwestern Claudia & Nadja Beinert erschienen im KNAUR Verlag
"Und ich darf die Freundin meiner Dienstherrin sein und war einmal sogar die Schachpartnerin meines Dienstherren" fügte ich in Gedanken hinzu.
Im 19. Jahrhundert wächst Lehnchen in tiefster Armut auf.

Nach einem Schicksalsschlag verlässt sie mit gerade 10 Jahren ihr Elternhaus, um als Dienstmädchen in einer fremden Stadt zu dienen. Alles Wichtige lernt sie bei der Familie von Westphalen. Dort freundet sie sich mit deren Tochter und späteren Ehefrau von Karl Marx, Jenny an. Später führt sie den Haushalt von Karl und Jenny. Neben ihrer alltäglich körperlich schweren Arbeit, kümmert sie sich hingebungsvoll um die Kinder der Familie Marx. Lange Arbeitstage, viele Entbehrungen, ein Leben im Schatten, ein Leben, um zu dienen. Ein Leben an der Seite des großen Revolutionärs Karl Marx. Und doch ist Helena Demuth, genannt Lehnchen für Karl eine wichtige Stütze, eine Vertraute, den sie mit ihren Gedanken auf den richtigen Weg bringt.
Claudia und Nadja Beinert gelingt ein Balanceakt zwischen Fiktion und fundierten nachweislichen Fakten. Durch ihr umfangreiches historisches Wissen und die Recherchen dieser Zeit, entsteht ein lebhaftes Bild des 19. Jahrhunderts. Die Autorinnen nehmen uns mit in eine Zeit der Umwälzung, Weiterentwicklung, des Fortschritts, eine Reise in die Vergangenheit. Der Wunsch nach Gerechtigkeit und freien Gedanken wird groß geschrieben. Die Geschichte aus dem kritischen Blickwinkel von Lehnchen und deren Gedanken erzählt, fühlt sich unheimlich lebendig und glaubhaft an, schonungslos sowie voller Feingefühl und Wärme. Geschichtsunterricht in Romanform! Alle Charaktere sind klar gezeichnet und und entfalten ihre berechtigten Positionen im Geschehen. Der unglaublich einfühlsame Schreibstil und die Botschaften zwischen den Zeilen lassen den Leser erschaudern und mit den Protagonisten fühlen. Schonungslos und sinnlich, leise, farbenfroh und düster zugleich, eine vergangene Welt gewürzt mit ausreichend Authentizität.
Helenas aufopfernder Weg wird anrührend erzählt. Alle Höhen und Tiefen lassen großes Mitgefühl entstehen. Am Ende des Buches, möchte man die ans Herz gewachsenen Personen nicht gehen lassen.
Fazit: Keinerlei Interesse hätte der alleinige Name Karl Marx bei mir geweckt. Durch dieses Juwel, habe ich mich einem Thema genähert, welches mich in den Bann gezogen hat. Verwoben in einem aufwühlend erzählten Lebensweg habe ich mit Lehnchen, dem düsteren Karl, Jenny, Fritze und all den anderen Mitwirkenden gelacht, gehofft, gelitten und geweint, bin gescheitert, wieder aufgestanden. Ein verzweifelt schöner Roman einer außergewöhnlichen Liebe. Einmalig!

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Im Sog der Geschichte

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

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Chance vertan

Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

Maja Lunde, die Autorin des Bestsellers „Die Geschichte der Bienen“ hat hier ihren zweiten Teil des geplanten literarischen Klima-Quartetts vorgelegt. Ich kenne den ersten Teil nicht und war deshalb extrem neugierig auf dieses Buch. Wasser/Umgang mit Ressourcen ist Thema unserer Zeit, mit unserem Verhalten diesbezüglich prägen unsere Zukunft und die der nachfolgenden Generationen.

Ein wichtiges Thema also.

„Die Geschichte des Wassers“ wird auf zwei Zeitebenen erzählt:
Einerseits lernen wir Signe im Jahr 2017 kennen. Sie ist eine mittlerweile 70jährige Umweltaktivistin, die gegen den dekadenten Verkauf von Gletschereis in reiche arabische Staaten kämpft. Mit recht unkonventionellen Mittel: sie befördert einige Kisten mit Gletschereis mit auf ihr Boot, um es dem Mann zu bringen, der mitverantwortlich für dieses irrsinnige Projekt ist. Die Fahrt ist lang und anstrengend und gedanklich eine Reise in ihre eigene Vergangenheit.

Andererseits wird die Geschichte von David und Lou erzählt. Klimaflüchtlinge des Jahres 2041. Ihr Leben auf der Flucht, ihr Leben im Lager, ihre Verluste. Sie finden das Boot, das einst Signe gehörte und planen, es wieder zu beleben. Das Ende ist offen, ein wenig versöhnlich, ohne jedoch wirklich optimistisch sein zu können.
Soweit zum Inhalt.

Die Sprache der Autorin bzw die Übersetzung ist sehr schön – ruhig und unaufgeregt, aber mit zum Teil grausamer Genauigkeit wird erzählt. Die einzelnen Protagonisten blieben mir jedoch fremd, viele ihrer Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen.
Die Geschichte selbst regt zwar zwischendurch immer wieder zum Nachdenken an, aber die Umsetzung dieser Thematik finde ich nicht gelungen. Es mag schon sein, dass die Schilderung der persönlichen Schicksale die Problematik fassbarer macht, aber das völlige Fehlen von fachlicher Information oder kritischer Auseinandersetzung, reduziert das Buch auf Beziehungsgeschichten in einer gruseligen Umwelt. Eine Dystopie ohne viel Vorgeschichte.

Wer sich also (wie ich) fachliche Informationen im Rahmen eines spannenden Romans erhofft, der wird sicher enttäuscht sein. Literatur kann in vielen Fällen ein guter Mittler von wichtigen Themen sein. Ich fürchte, hier wurde diesbezüglich eine Chance vertan.

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Chance vertan

Rezensionen von HEYN Leserunde Silvia Grutze:

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Ein Engländer - zurück zu seinen Wurzeln !

Jud von Georg Thiel

"Eine gute Geschichte"... Titus' Mitwirken am Anfang des Buches versprach witzig und amüsant zu werden, es liest sich fließend. Titus bekommt einen Auftrag als Fotograf von der Weltausstellung in Brüssel Bilder zu machen. An seiner Seite ein Reporter namens Rupert, dessen Persönlichkeit sehr nervtötend sein kann.

..er redet einfach zu viel. Der Abschnitt des Romans in dem das Ausstellungsgelände von den Beiden erkundet wird, wirkt auf mich skurill, mit komischen Sprüchen und ironischem Witz durchzogen. Es wäre für mich beim Lesen ermüdend geworden, hätte Thiel die vielen historischen Details und den Humor weggelassen. Die Beschreibung der Reise nach Wien, mitten hinein in Titus' früheres Leben, liest sich leicht. Mich machte neugierig wie die Situation bzw. das Treffen mit einer bestimmt Person aus Titus' jungen Jahren als Jud(enkind) verläuft und letztlich endet.
An jenem Montag...
....lies selbst und erfahre mehr über die Gefühle, die Todesangst (wie kurz vor einer Hinrichtung) eines Jungen die sich in kürzester Zeit unter den Anweisungen eines Mannes mit Hakenkreuzbinde zusammenbrauen und das ganze Leben dadurch prägen. Schlimm!
Immer wieder ertappe ich mich bei dem Gedanken, froh zu sein im Hier und Jetzt leben zu dürfen. Uns geht es wirklich gut!

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Ein Engländer - zurück zu seinen Wurzeln !

Rezensionen von yellowdog:

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eindringlich

Peacemaker von Simon Jacob

Simon Jacob erzählt von seinem Leben und Erfahrungen in kriegsgeschüttelten Ländern wie Syrien oder Irak, in die er Journalisten begleitete oder selbst journalistsich tätig wurfe und von seinem Peacemaker-Projekt, in dem er viele Länder durchstreifte. Syrien, Irak, Libanon, Türki, Ägypten, Iran.

Jacob will denen eine Stimme geben, die selber nicht gehört werden. Seine Mission ist der Frieden.

Entgegen den naiven Vorstellungen, die man sich vom Leben der vom Krieg betroffenen Menschen macht, sind Jacobs Schilderungen von der Realität und seinen Erfahrungen geprägt. Er erkennt eine Vielzahl von Gründen, die zu Krisen beitragen und macht deutlich, dass es keine einfache Lösung gibt.
Durch seine Familien- und Clanzugehörigkeit hat er die nötigen Kontakte, in die richtigen Gegenden zu kommen und die Menschen zu treffen. Simon Jacob beschreibt auch viel seine Emotionen, wie sich seine Gefühle im Laufe derJahre veränderten und wie er eine drohende innere Verhärtung, die verständlich ist, überwindet.

Jacob schreibt in einem konzentrierten, dichten Stil und mit viel Tempo. Mich hatte das Buch schnell gepackt und ich habe es mit interesse gelesen. Das Buch ist qualitativ hochwertige, gute Arbeit und sehr eindringlich!

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eindringlich