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Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:

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Zauberhaft

Der Duft des Lebens von Clara Maria Bagus

Die Autorin hat unter ihrem Pseudonym Clara Maria Bagus den zweiten philosophischen Roman veröffentlicht. In „Der Duft des Lebens“ geht es um den Jungen Aviv, der mit einem weitreichenden Schicksal geboren wird. Ein Mensch mit schwarzer Seele bedroht die Heimat des Jungen, alles verkommt und wird Seelenlos.

Aviv soll den bösen Plan verhindern und wird dabei vom Jungen zum Mann.

Frau Bagus hat einen wunderbaren Roman mit Zügen eines Erwachsenenmärchen geschrieben, das sehr eindrücklich existenziellen Lebensfragen nachgeht. Es geht um Menschlichkeit in einer Gesellschaft, den Sinn des Lebens, die eigenen Träume und die Seele. Wie findet man seine Bestimmung? Wie wurde man zu dem, der man ist? Was macht das Mensch-sein aus? Wie lässt sich (Mit-)Menschlichkeit bewahren? Thematisch erinnert das Buch an „Momo“ von Michael Ende, die Reihe um „Hector“ von François Lelord und „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Ähnlich fantastisch entwickelt sich diese Geschichte.

Die Entwicklung des Jungen Aviv wird gemächlich und tiefgründig geschildert. Die Lesenden bekommen einen umfassenden Einblick in seine Empfindungen und Gedanken. Er gehört zu den sympathischen Figuren. Im Gegensatz zu dem abgrundtief bösen Kaminski, der seinen mörderischen Plan verfolgt. Dies lässt den Eindruck einer Märchenerzählung entstehen. Zwischen diesen platten und überzeichneten Gegensätzen versucht die Autorin jedoch zu vermitteln und die Schattierungen jedes Einzelnen aufzuzeigen. Die Sehnsüchte des Kaminski, die schlimmen Erlebnisse, die er gemacht haben muss, das zögerliche an Aviv. Damit macht Bagus eine Gratwanderung zwischen dem märchenhaft platt und eindeutigen gegenüber dem Versuch des vielschichtig und differenziertem. Die Geschichte bietet inhaltlich also eine interessante Mischung und geht über das Märchenhafte hinaus.

In kurzen nummerierten Kapiteln wird abwechselnd aus der Sicht von Aviv und Kaminski erzählt. Die Entwicklungen sind gut nachvollziehbar, wenn auch langwierig. Die Sprache ist sehr poetisch und bildreich. Die vielen Sprachbilder schaffen Atmosphäre und bleiben lange in Erinnerung. Es finden sich viele kluge Sprüche mit moralischen Botschaften, die in ihrer Menge fast schon übersättigend wirken. Die Sprache lädt also dazu ein sich darin zu verfangen und hängen zu bleiben, nachzudenken. Zudem stolpert der Text vereinzelt über deplatziert wirkende Wörter, wie „volles Bukett“, „glänzender Gagat“ und „panathenäische Preisamphore“. Insgesamt sprachlich eine ungewöhnliche Mischung, die auch irritierend wirken kann.

Trotzdem schafft es die Geschichte Spannung zu erzeugen, nimmt die Lesenden für sich ein und lässt sie darin abtauchen. Die Geschichte ist traurig, nachdenklich, macht ärgerlich und verzweifelt, erzeugt Hoffnung und Entsetzen. Emotional also vollkommen einnehmend.

Ein vielschichtiger Roman - mehr als ein Märchen. Mit großen Botschaften und einem Appell an die Menschlichkeit. Emotional einnehmend, sprachlich teilweise irritierend.

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Zauberhaft

Rezensionen von rewareni:

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Herz oder Verstand

Der Duft des Lebens von Clara Maria Bagus

Die junge Studentin Esther, lernt den charmanten Lysander, genannt Lys, kennen und beginnt sich in ihn zu verlieben. Der sportbegeisterte Lys merkt auch sehr schnell, dass er sich zu ihr mehr hingezogen fühlt, als es für ihn gut ist. Unbeschwerte Tage und Wochen vergehen, wo aber Esther merkt, dass Lys ein Geheimnis hat und seine ständigen Ausreden, dass er weg muss, weil sein Mitbewohner Jörg ihn braucht, machen sie mit der Zeit misstrauisch.

Auch wenn sie sich deswegen immer wieder streiten, so kommen sie doch voneinander nicht los. Als ein Bombenanschlag auf einen rechtsradikalen Verein auch unschuldige Opfer fordert, beginnt Lys ernsthaft über das, was er und Jörg getan haben, nach zu denken. Esther spürt immer mehr, dass Lys eine schwere Last mit sich trägt, aber aus Angst vor der Wahrheit, traut sie sich nicht mit ihm zu reden. Als er ihr sogar verbietet auf das Volksfest "Pützchens Markt" in Bonn zu gehen und sie diese Aufforderung aber negiert, ahnt sie noch nicht, welche weitreichende Folgen diese für ihre Zukunft haben wird.

Die Autorin Tatjana Flade hat mit dem Roman ,,Herz im Fadenkreuz´´ eine beängstigende Geschichte geschrieben, die aktueller nicht sein kann. Der Leser wird in dem Roman Zeuge, wie eine scheinbar heile Welt, wo jeder seine alltäglichen Dinge erledigt, plötzlich und unvermutet aus den Angeln bricht. Unschuldige Menschen, die man einfach unter Kollateralschaden abhacken muss, geraten zwischen terroristische Fronten. Sehr gut kommt bei der Geschichte heraus, dass es bei diesem Kampf niemals einen Sieger geben kann, denn Gewalt, erzeugt immer wieder Gegengewalt. Die Protagonistin Esther ist eine junge, naive Frau, die entscheiden muss, zwischen Herz und Verstand. Man merkt ständig, wie sie Angst vor der Wahrheit hat und hofft, dass das was sie befürchtet einfach nicht sein kann.
Lys, ist der nette junge Mann von neben an, der gerne sprtlich tätig ist und für seinen Kampfsport lebt. Hierbei muss ich sagen, dass die sportlichen Tätigkeiten viel Raum in den Roman eingenommen haben, was mich mit der Zeit schon gestört hat.

Die Autorin zeigt mit ihren ,,Attentätern´´ dass im Grunde niemand erahnen kann, welche Gedanken in diesen freundlichen, unscheinbaren Menschen schlummern und dass keiner weiß, wann die tickende Zeitbombe explodiert.
Der Roman ist leider sehr nahe an der Wirklichkeit, wo Terroristen alles daran setzen Menschen zu verunsichern und Angst zu erzeugen. ,, Herz im Fadenkreuz´´ ist aber auch eine Liebesgeschichte, wo die Vernuft der Liebe weicht und die Geschichte zwischen Esther und Lys im nächsten Band ,, Hass im Fadenkreuz´´ weitergeht.

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Zauberhaft

Rezensionen von zenzi:

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8 Tage Abenteuer

Der Duft des Lebens von Clara Maria Bagus

Ein sehr nettes Jugendreisebuch mit einigen Stationen auf einer flotten Weltreise.
Alexandra überredet Tobi zu einer Weltreise. Er ist zufällig einige Tage allein, weil seine Eltern zum kranken Opa fahren. So kann er ohne Wissen der Eltern bei diesem Abenteuer mitmachen. Wird dies gut gehen, weil sich beide nicht sehr leiden können?
Gut gefallen hat mir der Aufenthalt in Hongkong, dort wurden Beobachtungen und Unterschiede zur europäischen Heimat herausgearbeitet und von Tobi begeistert aufgenommen.

Aber in den USA haben die beiden kein Visum - also gabs nur Flughafenszenen - die waren eher nicht so interessant und spannend. Dafür die Turbulenzen im Flugzeug, die Notladung auf den Azoren - da geht das Abenteuer weiter! So ändert sich nun auch die Art der Weiterreise, zuerst mit dem Schiff nach Lissabon und später mit dem Zug nach Paris. Leider hielten sich die beiden nicht in Lissabon auf - dies ist so eine wunderschöne Stadt, aber von Paris wurde doch einges aufgezählt. Dass sie zum Schluss noch in die Alpen fuhren und nicht nach Hause, fand ich etwas eigenartig.
Den Text fand ich gut aufgelockert für Jugendliche zu lesen, kurze Kapitel mit dem fortfliegenden Flugzeug, schade, dass dann nicht der Schlepper und der Zug die letzten Kapitel eingeleitet haben. Witzig waren die Nachrichten auf dem blog von Tobi zu lesen - schön, das diese Medien eine Rolle gespielt haben, sogar Hilfeleistungin der Not boten, aber doch das eigene Abenteuer, die vielen Eindrücke wichtiger waren - diese Mischung fand ich gut gelungen.
Ein sehr netter Abenteuerroman mit Spannug, historischen Hintergrund - immer wieder gabs Hinweise und Vergleiche zum Roman "in 80 Tagen um die Welt" von J.Verne. Gut gelungen ist die Bildung einer Freundschaft, wer kann etwas besser, aufeinander rücksichtnehemen, die Probleme des andere verstehen. So kann ein Abenteuer gut gelingen.

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Zauberhaft

Rezensionen von Pink Anemone:

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Wunderschöne und stimmungsvolle illustrierte Adaption des gleichnamigen Kinderbuches.

Der Duft des Lebens von Clara Maria Bagus

In einer finsteren Nacht ermordet ein Mann eine Familie in ihrem Haus. Nur das jüngste Kind kann bis zum Friedhof fliehen. Hier gehen gute Geister um, die den Waisenjungen prompt adoptieren. Sie taufen ihn Nobody und verbieten ihm, den Friedhof zu verlassen. Über die Jahre sind die Geister, ein Vampir und eine Werwölfin seine Lehrmeister.

Sie bereiten ihn auf einen Kampf vor. Denn der Mörder seiner Eltern hatte es auf Nobody abgesehen, und der Junge schwebt nach wie vor in Lebensgefahr ....(Klappentext)

✞✞✞✞✞

"Das Messer hatte einen Griff aus poliertem schwarzem Knochen und eine Scheide,
die feiner und schärfer war als jede Rasierklinge.
Schnitt es jemanden, merkte der vielleicht gar nicht,
dass er verletzt war; nicht sofort.
Das Messer hatte beinahe alles erledigt, wozu es ins Haus gebracht worden war,
und Klinge und Griff waren feucht."
(S. 7 - Anfang)

Dieses Buch ist eine neue und illustrierte Adaption des Romans "Das Graveyard-Buch" von Neil Gaiman. Ich selbst kenne den Roman nicht, kann daher keinen Vergleich ziehen. Diese Graphic Novel konnte mich jedoch durchwegs begeistern.

In einer verhängnisvollen Nacht wird fast eine ganze Familie ermordet. Mutter, Vater und Tochter...nur der kleine Junge überlebte. Er tappte in seiner Abenteuerlust mitten in der Nacht aus dem Haus und gelangte so zum benachbarten Friedhof. Sehr zur Überraschung der dort lebenden Geister. Da der Junge immer noch in Gefahr schwebt vom Mörder seiner Familie entdeckt zu werden, nehmen sich die Geister seiner an - die Geister und Silas. Obwohl Silas kein Geist ist, ist er Ehrenbürger des Friedhofes. Silas ist weder tot noch lebendig und etwas Geheimnisvolles umgibt ihn. Obwohl die wirklich angesprochen wird was Silas ist, ist dem Leser von Anfang an klar, dass es sich bei ihm um einen Vampir handelt. Er erklärt sich selbst zum Vormund und Beschützer von dem Jungen, welcher nun den Namen "Nobody" trägt.
Mit Bod erlebt man allerhand Abenteuer. Man entdeckt ein uraltes Hügelgrab, das vom Indigomann und dem Sleer bewacht wird, man wird vom Herzog von Westminster, dem Erzbischof von Bath und Wells und dem ehrenwerten Archibald Fitzhugh entführt und macht dabei die Bekanntschaft vom 33. Präsidenten der Vereinigten Staaten und dem Schriftsteller Victor Hugo - übrigens alle nun Ghule. Man bekommt eine alte Schachtel als Aufpasserin aufs Auge gedrückt, die jedoch nicht das zu sein scheint was sie ist und begibt sich in Gefahr, weil man das Friedhofsgelände verlässt.
Doch die wirkliche Gefahr ist der Mörder seiner Familie, der noch immer auf der Suche nach Bod ist und immer näher kommt.



"Die tote Sonne ging unter, und zwei Monde stiegen auf.
Einer von ihnen hatte die gleiche blaugrüne Farbe wie verschimmelter Käse.
Das Ghulvolk hielt an und schlug ein Lager auf.
'Der berühmte Schriftsteller Victor Hugo' holte einen Sack mit Sargbrettern hervor,
und bald brannte ein Feuer."
(S. 92)

Jedes Kapitel wurde von einem anderen Illustrator gezeichnet. Alles Illustratoren, die dem ein oder anderen Comic-Liebhaber mit Sicherheit ein Begriff sind, da diese sich in der Szene schon einen Namen gemacht haben:

Kapitel 1 + Kapitel 8
Illustriert von Kevin Nowlan; Comicautor, Colorist und Illustrator aus Nebraska; bekannt durch diverse Marvel-Comics.

Kapitel 2
Illustriert von P. Craig Russel - Comicautor, Künstler und Illustrator aus Ohio; bekannt durch z.B. "Sandman" und "American Gods" (beide ebenfalls gemeinsam mit Neil Gaiman), aber auch durch diverse Thriller

Kapitel 3
Illustriert von Tony Harris - amerikanischer Comic-Künstler, bekannt durch Comic-Serien, wie z.B.: "Iron Man", "Starman" und "Ex Machina".
Scott Hampton - US-amerikanischer Comiczeichner, bekannt durch Comic-Serien wie z.B.: "Batman", "Sandman" (gemeinsam m. Neil Gaiman) und "Star Trek".
Galen Showman - Illustrator von Comics und Kinderbüchern; bekannt durch z.B.: "Renfield - A Tale of Madness".

Kapitel 5
Jill Thompson - US-amerikanische Comiczeichnerin, Autorin und Illustratorin; bekannt durch z.B.: ihre eigene Scary-Godmother-Serie und auch bei Nei Neil Gaimans "Sandman" hat sie mitgearbeitet.

Zwischenkapitel
Stephen B. Scott - Illustrator vieler Maverl-Comics

Kapitel 6
David Lafuente - Spanischer Illustrator (nun in London lebend), bekannt durch z.B.: "Sandman"

Kapitel 7
wurde wieder von Scott Hampton illustriert

Kapitel 8
wurde wieder von Galen Showman, gmeinsam mit Kevin Nowlan illustriert

Alle davon sind durchwegs gelungen und fangen die Story und auch deren Atmosphäre gekonnt ein. Ich persönlich, als Comic-Neuling, bin vor allem von den Illustrationen von Kevin Nowlan und Scott Hampton schwer begeistert. Galen Showman richtet sich sogar manchmal bei Zeichnungen von Grabsteinen über die Grabinschrift direkt an den Leser.

Dieser Comic besticht also nicht nur durch die spannende, fesselnde und auch witzige Story, sondern vor allem auch durch die Liebe zum Detail.
In der Mitte des Buches kommt es stellenweise zu ein paar langatmigen Stellen. Durch die stimmungsvollen Illustrationen werden diese jedoch abgeschwächt. Ich wäre neugierig, ob diese Längen auch beim Kinderbuch selbst bestehen und wie ausgeprägt diese darin sind.
Die Altersbeschränkung für diesen Comic lautet ab 16 Jahren. Dem kann ich nicht vollends zustimmen. Da die Story doch etwas Kindliches an sich hat, wäre es für mich schon ab 13/14 Jahren geeignet (ich habe mit 13 Jahren Stephen King gelesen und aus mir ist auch was geworden und zwar keine Psychopathin).

Die Ausgabe ist ein Hardcover in qualitativer Aufmachung. Ohne Schutzumschlag ist dieses Buch zwar schlicht, macht jedoch trotzdem eine gute Figur im Regal.


Fazit:
Mit "Das Graveyard-Buch" hält man eine wunderschöne und stimmungsvolle illustrierte Adaption des gleichnamigen Kinderbuches in den Händen. Eine Graphic Novel nicht nur für Kinder ab 13/14 Jahren (persönliche Altersempfehlung), sondern durchaus auch für Erwachsene, ergo eine tolle Gruselgeschichte für groß und klein.

© Pink Anemone

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Zauberhaft

Rezensionen von heinoko:

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Friede, Freude, Eierkuchen

Der Sommer der Wünsche von Debbie Macomber

Zwei Dinge verlockten mich, dieses Buch zu lesen: Zum einen, weil das Stricken neben dem Lesen meine zweite große Leidenschaft ist, und zum anderen, weil ich von der Autorin bislang noch nichts gelesen hatte und die Blossom-Street-Reihe gerne kennenlernen wollte.

In Lydias Wolladen „A Good Yarn“ wird ein neuer Strickkurs angeboten, und zwar unter dem Thema „Loslassen“.

Und so finden sich 4 Frauen und 1 Mann mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Erwartungen zusammen. Mehr muss man im Grunde zum Inhalt vorweg gar nicht wissen.

Debbie Macomber hat eine seltsame Erzählweise gewählt: Da ist die Ich-Erzählerin Lydia, die Besitzerin des Wollladens. Und da sind die anderen vier Protagonisten, über die in wechselnden Kapiteln berichtet wird, aber nicht aus Sicht der Ich-Erzählerin, sondern aus Blick der Autorin. Schon dadurch wirkt das Buch für mich konstruiert. So als habe die Autorin aus ihrem Notizen-Fundus einzelne Entwürfe hervorgeholt und mit Gewalt miteinander zwangsverknüpft, im Strickkurs und im erzählten Geschehen. Dieses Zusammenwerfen von irgendwann Geschriebenem führt leider auch zu Textwiederholungen und unlogischen Handlungsabläufen. Insgesamt wirkt die Sprache recht altbacken, wenig lebendig und das Romangeschehen insgesamt vorhersehbar. Stricken als roter Faden wird allzu gewollt-gewaltsam über die Kapitel gelegt. An keiner einzigen Stelle im Buch wird die Strick- oder Wollleidenschaft nachvollziehbar, spürbar, fühlbar geschildert, sondern das Stricken wird genauso konstruiert wie die Personen als vermeintlich verbindendes Thema ohne jegliche Bedeutung eingestreut. Und natürlich endet das Buch für alle in Friede, Freude, Eierkuchen.

Fazit: Das Buch ist nett zu lesen, wenn man den kritischen Verstand ausschaltet und sich auf leicht altmodische Weise unterhalten lassen möchte.

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Friede, Freude, Eierkuchen

Rezensionen von heinoko:

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Nicht der stärkste Band aus der Veilchen-Reihe

Veilchens Show von Joe Fischler

In Band 5 der Reihe um die coole LKA-Ermittlerin Valerie (Veilchen) geht es dieses Mal um die Welt der Fernsehshows, speziell um die Kuppelshow „Bauerlorette“, in der fünf Bauern um die Gunst einer Frau und um 1 Million Euro Preisgeld kämpfen. Veilchen findet solche Shows abstoßend, aber als kurz nacheinander zwei der Kandidaten auf mysteriöse Weise ein tragisches Ende finden, wird sie ganz wider Willen in das alpine Fernsehspektakel hineingezogen.

Valerie ist schlau, aber auch sensibel und lässt sich nicht so leicht in die Irre führen. Und sie hat ihr zweites Ich, die böse Souffleuse, auch in Band 5 wieder auf der Schulter sitzen, mit Einflüsterungen, die wir alle so oder ähnlich auch bei uns kennen. Die Vorgeschichten nicht gelesen zu haben, mindert übrigens zu keiner Zeit das Lesevergnügen. Valerie und ihrem Lieblingskollegen Stolwerk offenbart sich im Rahmen der Ermittlungen hinter den Kulissen der Show eine rundum verlogene, morbide Welt. Nichts von dem, was den Zuschauern vorgegaukelt wird, entspricht der Wahrheit. Hier findet Joe Fischer, wie üblich in seinen Büchern, einen kritischen Realbezug, geschickt in vergnügliche Szenen verpackt. Der Kampf um Zuschauer, um Quote, lässt die Fernsehmacher im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen.
Die Stärke des Buches ist wie auch in früheren Bänden eine spannende Handlung, die den Leser bis zum Schluss in die Irre führt, und starke Protagonisten, die in überzeichneter Darstellung dem Leser naherücken und im Buch für viele skurrile und komische Situationen sorgen. Joe Fischer erzählt in wohlig-österreichischem Wortwitz und mit spürbar eigenem Spaß eine völlig abstruse Geschichte, der man als Leser mit vielen Lachern folgt. Die Stärke der Erzählkunst von Joe Fischer ist allerdings in diesem Band 5 gleichzeitig auch die Schwäche: Joe Fischer schießt hier gelegentlich über das Ziel hinaus. Streckenweise verkommt die Geschichte zur Klamotte, der Witz verkommt zum Klamauk. Band 5 ist demnach nicht der stärkste Titel in der Veilchen-Reihe, aber dennoch habe ich auch dieses Buch sehr gern und oftmals laut lachend gelesen.

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Nicht der stärkste Band aus der Veilchen-Reihe

Rezensionen von Laszlo Zoltan:

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Mann-o-Mann, ein Krimi!

Der Abgrund in dir von Lehane Dennis

Ein Krimi oder ein Thriller, der allmählich Tempo aufnimmt und neugierig macht. Allerdings hat sich die Übersetzung aus dem Amerikanischen sehr an deutschen Soap-Serien orientiert. "... er hatte vermutlich nie einen Menschen geliebt, aber dieses Boot, Mann, das hatte er geliebt." Ein leichtes Buch für den Strand.

Aber Vorsicht! Nicht in die pralle Sonne legen, denn sonst tritt der Schmalz der Geschichte ohne Lesen zu Tage.

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Mann-o-Mann, ein Krimi!

Rezensionen von C. P.:

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Unterhaltsame Häppchen für SciFi-Liebhaber

Die letzte Fahrt der Enora Time von Andreas Gruber

Autor Andreas Gruber kann nicht nur Thriller, Krimi und Horror – nein, mit dieser wunderschönen Sammlung beweist er, dass er sich auch auf dem Gebiet der Science Fiction gekonnt bewegen kann. Egal, ob klassische Weltraum-Science Fiction, Zeitreisen, Utopie oder Dystopie, aussergewöhnliche Aliens, Gentechnik oder künstliche Intelligenz, in dieser Sammlung ist für jeden SciFi-Liebhaber etwas dabei, dass sein Herz höher schlagen lässt.

Einige Stories fallen länger aus, einige etwas kürzer, manche regen zum Nachdenken an, selbst Liebhaber von Happy Ends kommen auf ihre Kosten. Und auch das ein oder andere (Space-)Motel findet hier seine Erwähnung. Das wunderbar gestaltete Buch enthält elf Kurzgeschichten – genau genommen sind es sogar zwölf, von denen sich eine als Vorwort tarnt. Eine jede, das Vorwort ausgenommen, mit jeweils einer kurzen Einleitung des Autors versehen, wodurch die Sammlung eine kleine persönliche Note bekommt.
Mir hat diese SciFi-Sammlung größtenteils gefallenund ich kann sie jedem Lieber von SF-Kurzgeschichten empfehlen.

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Unterhaltsame Häppchen für SciFi-Liebhaber

Rezensionen von C. P.:

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Spannend und undurchschaubar bis zum Schluss

Die letzte Fahrt der Enora Time von Andreas Gruber

Ein neuer Fall für Hauptkommissarin Alexis Hall und Kriminalbiologin Karen Hellstern: Eine Frauenleiche wird angespült, um den Hals ein Amulett mit einer Kreuzspinne. Eine Beziehungstat? Ein Sexualdelikt? Als weitere ermordete Frauen mit Spinnenamuletten gefunden werden wird klar, dass es sich um einen größeren Fall handelt.

Doch in welche Richtung ermitteln?
Mir hat dieser Roman sehr gefallen. Nach „Die Bestimmung des Bösen“ ist es der zweite Roman um das Ermittlerduo Hall&Hellstern, welcher jedoch auch ohne Vorkenntnis des ersten Bandes verständlich ist. Besonders loben möchte ich, dass Julia Corbin den Roman vor allem durch starke Frauen in unterschiedlichen Positionen leben lässt. Unterstützung erfahren sie wieder von Interpol-Ermittler Stephan Landeaux, welchem Alexis seit dem ersten Band sehr zugetan ist. Und auch in der Rechtsmedizin arbeitet ein neuer Mitarbeiter, mit dem Karen nicht nur beruflich gut zurecht kommt. Schwerpunkt ist jedoch der Fall um die Ermordeten, im Wechsel mit der Geschichte eines Kolumbianischen Serienmörders, dessen Handschrift der des aktuellen Täters sehr ähnelt. Beide Handlungsstränge verbinden sich langsam und haben mich beim Lesen immer wieder neue Vermutungen anstellen lassen, wer der Täter sein könnte. Und auch hier wieder ein großes Lob an die Autorin: Der angenehm komplexe Fall bleibt sehr lange undurchschaubar und somit bis zum Schluss spannend. Meine Vermutungen, wer aus dem Pool der Verdächtigen der Täter sein könnte, wechselten dadurch mehrfach. Interessant sind zudem auch diesmal wieder verschiedene Methoden der Kriminalbiologin, durch welche sie, leicht verständlich für den Leser erklärt, dem Täter auf die Schliche zu kommen versucht. Und als hätten die Ermittlerinnen nicht schon genug Stress, holt Alexis Hall auch diesmal ihre Vergangenheit wieder ein und wirft sie in ein emotionales Wechselbad.
Hervorragender Krimi mit starken Frauen und einem undurchschaubaren Fall, welcher bis zur letzten Seite spannend bleibt. Freue mich schon auf den dritten Band!

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Rezensionen von PFIFF:

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Dunkle Familientraditionen in Japan

Die Maske von Nakamura Fuminori


Fumihiro ist das jüngste Kind einer Kuki-Familie, die reich und einflussreich ist, in Waffengeschäfte und andere obskure Machenschaften verwickelt ist.
Kaori, die gleichaltrige Adoptivtochter, wird vom Vater missbraucht. Der in sie verliebte Junge will sie retten und beschließt, den einzigen Ausweg zu gehen, indem er seinen Vater tötet.

Fumihiro soll nach einer alten Tradition zu einem Geschwür der Menschheit erzogen werden, was er jedoch nicht will. Er lässt sich sein Gesicht umoperieren ud sucht nach der inzwischen jungen Frau Kaori, um sie zu beschützen.
Ein Privatdetektiv hilft ihm. Fumihiro lernt seinen älteren Bruder kennen und wird immer wieder gezwungen, Untaten zu begehen, um seine Jugendliebe zu retten.
Ein faszinierendes Buch um die Gewissensbisse eines unschuldig zum Schuldigen gewordenen Menschen.

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Dunkle Familientraditionen in Japan