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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katharina Huchler:

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Panorama einer Kleinstadt

Mercy Seat von Elizabeth H. Winthrop

Die Geschichte kommt einem bekannt vor: 1943 wird in Louisiana Will, ein junger Afroamerikaner, unschuldig zum Tod verurteilt.

Was diesen Roman von Elizabeth Winthrop ausmacht, ist seine Erzählweise: Aus den verschiedenen Blickwinkeln der Stadtbewohner werden die letzten fünf Stunden vor der Hinrichtung erzählt - und dabei aufgedeckt, was wirklich geschehen ist.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und der Leser erhält einen lebhaften Eindruck der inneren und äußeren Vorgänge.

Elegant verknüpft Winthrop die Übergänge von einer Perspektive zur anderen - und erschafft so das moralische und psychologische Panorama einer Kleinstadt.

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Panorama einer Kleinstadt

Rezensionen von dorli:

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Müritz, Mord und Mückenstich

Müritz, Mord und Mückenstich von Charly von Feyerabend

Blankenförde-Kakeldütt. Frieda - Journalistin, Mutter zweier halbwüchsiger Kinder und im siebenten Monat schwanger - wurde von ihrem Mann Georg mit einem Campingurlaub überrascht. Natur pur im idyllisch gelegenen „Hexenwäldchen“. Friedas Begeisterung fürs Campen hält sich zwar in Grenzen, aber um ihrer Familie den Spaß nicht zu verderben, hat sie sich mit der Situation - Mücken, Menschenlärm und noch mehr Mücken - arrangiert.

Dass jemand einfach so in ihrer nigelnagelneuen Hängematte nächtigt, geht allerdings entschieden zu weit. Erbost will Frieda den Störer vertreiben, doch der ist mausetot!

Polizist Gerd Pfifferling identifiziert den Toten als Stadtratsmitglied Anton Schreiner, der herbeigeeilte Arzt stellt kurzerhand ein natürliches Ableben fest, die Leiche wird abgeholt und Frieda bleibt verdutzt zurück. Keine Spurensicherung? Frieda will sich nicht mit der lax gestellten Diagnose des Arztes abfinden und macht sich daran, auf eigene Faust zu ermitteln…

„Müritz, Mord und Mückenstich“ ist ein humorvoller Krimi, der nicht nur spannende Unterhaltung bietet und zum Mitraten und Miträtseln einlädt, sondern in dem auch der Alltag auf einem Campingplatz mit all seinen Höhen und Tiefen auf sehr amüsante Weise geschildert wird.

Frieda ist eine Protagonistin, der man gerne folgt. Sie agiert mit Biss und Durchhaltevermögen und legt dabei diese besondere Neugierde an den Tag, die nur Hobbyermittler innehaben. Zudem wurde sie von der Autorin mit einem herrlich frischen Witz ausgestattet. Frieda lässt sich weder von ihrer exzentrischen Wohnwagennachbarin Manuela noch von einer eher nervigen als nützlichen Schwangerschafts-App und erst recht nicht von den ständig wiederkehrenden Heißhungerattacken aus der Ruhe bringen. Richtig gut gefallen hat mir, dass Frieda bei ihren Ermittlungen durchweg im Rahmen ihrer Möglichkeiten bleibt. Sie nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um mehr über Anton Schreiner selbst und über sein Umfeld zu erfahren und schnappt durch einfaches Zuhören und geschicktes Ausfragen so manche Information fast nebenbei auf.

Der Kriminalfall ist verzwickt. Obwohl Frieda sich mächtig ins Zeug legt und schnell feststellt, dass gleich mehrere Personen ein Motiv gehabt hätten, den Lokalpolitiker um die Ecke zu bringen, scheint eine Aufklärung des Mordes unwahrscheinlich. Nicht nur Frieda tappt lange Zeit im Dunklen, auch als Leser ahnt man bis zum Schluss nicht, wer hier seine kriminellen Finger im Spiel hat.

Es hat mir großen Spaß gemacht, mit Frieda auf Verbrecherjagd zu gehen - „Müritz, Mord und Mückenstich“ ist ein kurzweiliger Krimi, der mir ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

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Müritz, Mord und Mückenstich

Rezensionen von EdVanSchleck:

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Ein durchaus solider Krimi

Ed ist tot von Russel D McLean

Jen Carter ist Buchhändlerin und eine unbescholtene Bürgerin, die sich noch nie etwas zu Schulden kommen ließ. Ambitionierte Ziele wie das eigene Buch veröffentlichen oder gesünder zu Kochen hatte Jen schon öfter, allerdings bleiben diese stets unvollendet und enden unter Anderem in einem unfertigen Roman oder einem noch unbenutzten Messerset.

Eben typisch Jen. Ihre Beziehung zu Ed, einem totalen Chaoten, der sich so manches Mal in zwielichtiger Gesellschaft aufhält, ist seit längerem ein ständiges auf und ab und so beschließt sie die Beziehung zu beenden. Endgültig. Und das macht Jen auch, allerdings endgültiger als ihr lieb ist, denn durch ein unglückliches Missgeschick ist Ed nun tot. Völlig neben der Spur trifft Jen eine folgenschwere Entscheidung und muss sich nun mit einer ganzen Schar von Gangstern herumschlagen.

Der Schreibstil von „Ed ist tot“ ist leicht verständlich und somit schnell zu lesen. Trotzdem aber auch sehr detailreich und lädt somit ein, vollkommen in die Welt von Jen Carter der „gefährlichsten Serienkillerin Schottlands“ abzutauchen. Jen die Protagonistin wird zunächst als völlig gewöhnliche, mittelmäßig Erfolgreiche Frau beschrieben, in deren Leben jegliche Art von Aufregung fehlt. Das einzig aufregende an ihr ist Ed. Als dieser schließlich tot ist, verdaut Jen den Vorfall meiner Meinung nach außergewöhnlich gut. Natürlich war sie nie sonderlich glücklich mit Ed, was ihr Verhalten ein wenig erklären könnte aber an so manch anderen Stellen ist Jens Kaltherzigkeit und Abgebrühtheit für mich absolut unerklärlich. Auch verlaufen die Morde (ob beabsichtigt oder nicht) etwas zu glatt für eine einstige Vorzeigebürgerin wie Jen. Auch das Ende wirkt etwas gezwungen. Natürlich muss die Geschichte genau so enden wie sie auch endet (der Charaktere und der Story willen). Von außen betrachtet wäre ein anderes Ende aber viel sinnvoller (Lebenslang mit Sicherheitsverwahrung).

„Ed ist tot“ ist ein durchaus unterhaltsamer und solider Krimi, der Spaß macht zu lesen. Auch wenn sich die Wandlung von der unbescholtenen Buchhändlerin zum abgebrühten und eiskalten Ganovenschreck für meinen Geschmack etwas zu schnell vollzieht und Jen an der ein oder anderen Stelle zu abgebrüht für das eben Geschehene ist, kommt man hier voll auf seine Kosten und ist als kurzer Krimi für zwischendurch bestens geeignet.

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Ein durchaus solider Krimi

Rezensionen von EdVanSchleck:

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Zeitreise zu den Anfängen der Chirurgie

Der Horror der frühen Medizin von Russel D McLean

Mit "Der Horror der frühen Medizin" hat es Lindsey Fitzharris auf unterhaltsame und schockende Art und Weise geschafft eine Biographie mit einem Sachbuch zu verbinden.

Die Chirurgen des 19. Jahrhunderts waren weniger Ärzte als Handwerker. Operationen fanden in, mit Schaulustigen gefüllten Sälen statt, an Hygiene wurde kein Gedanke verschwendet und da noch keine Anästhetika bekannt waren, mussten die Patienten die Operationen bei vollem Bewusstsein ertragen.

Das Buch handelt von dem Leben und Wirken des Joseph Lister, welcher einer jener Chirurgen des 19. Jahrhunderts war. Er war höchst ambitioniert Lösungen für die vielen Probleme der frühen Medizin zu finden, was ihm glücklicherweise auch gelang und so ist es auch Joseph Lister zu verdanken, dass die moderne Medizin so fortschrittlich ist, wie wir sie heute kennen.

Auch wenn es sich hierbei um eine Biographie/ ein Sachbuch handelt, liest sich das Buch gut und wird auch nie trocken oder langweilig. Die Informationen sind gut recherchiert und als Quellen am Ende aufgeführt. Lindsey Fitzharris schafft es perfekt den Horror der frühen Medizin einzufangen, mit interessanten Fakten zu unterfüttern und ihn mit einer teilweise erschreckenden Detaillierung dem Leser zu vermitteln.
"Der Horror der frühen Medizin" ist ein informatives Sachbuch in biographischem Stil, das nicht nur für professionelle Mediziner, sondern auch für medizininteressierte Laien bestens geeignet ist. Es sind jede Menge interessanter Fakten enthalten, die interessant und unterhaltsam vermittelt werden. Allerdings muss ich anmerken, dass hier der Name Programm ist. So Manche detaillierte Schilderung kann schon einmal für ein flaues Gefühl im Magen sorgen.

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Rezensionen von buchina:

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Entwickelt sich anders als gedacht

Der Horror der frühen Medizin von Russel D McLean

Das Hörbuch beginnt wie viele Thriller, mit dem Fund einer Leiche. Aber auch schon hier gibt es einige Überraschungen. Nicht nur das Opfer, ein junges Mädchen, und die Todesart, verdurstet, verlangen FBI Special Agent Sayer Altair alles ab, sondern auch der Täter, der ihnen immer einen Schritt voraus ist.

Dann kommt es zu einer Wendung, die nicht nur Sayer, sondern mich als Hörerin völlig umhaut.
Dieser Roman hat es in sich. Während zum einen die Opfer und auch ihre Todesart bei Thrillerkennern nicht unbedingt grandios neu sind, aber die Hintergründe haben es in sich und machen den Roman zu etwas besonderen. Die Protagonistin ist sympathisch und hat noch mit vergangenen Dämonen zu kämpfen, die zwar immer wieder im Roman angesprochen werden, sich aber nicht in den Vordergrund drängen. Sehr gut gelöst fand ich, dass die Hautfarbe von Sayer nur kurz angesprochen wurde und dann kaum eine Rolle spielte, nur bei manchen ihrer Gegenüber, die mit Vorurteilen behaftet sind. Sayer bietet auf alle Fälle viel Potenzial für weitere Teile.
Der Roman hat mich gefesselt, weil er nicht vorhersehbar ist, der Spannungsbogen lässt nie nach und die Ermittlungen wirken auf mich sehr realistisch. Dazu gibt es viele interessante und sympathische Nebencharaktere wie zum Beispiel der Nachbar oder die Großmutter von Sayer. Ein Roman, der sehr gut unterhält und alles hat, was man von einem Thriller erwartet. Ich kann es kaum erwarten weitere Bände der Reihe zu lesen/hören.
Auch den Sprecher des Buches fand ich sehr angenehm. Peter Lontzek passt seine Stimme sehr gut den verschiedenen Charakteren und der Stimmung im Roman an. Er spricht einen angeberischen Psychologen genauso gut, wie ein ängstliches Mädchen.

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Zeitreise zu den Anfängen der Chirurgie

Rezensionen von LEXI:

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Ein kleines, braunes Vögelchen entdeckt seinen Schöpfer

Wer hat diesen wunderschönen Morgen gemacht? von Jan Godfrey; Honor Ayres

Ein kleines braunes Vögelchen wacht in seinem Nest ganz oben auf einem hohen Baum auf und stellt fest, dass genau heute der allerschönste Morgen seines ganzen Lebens angebrochen ist. Es möchte nun natürlich unbedingt in Erfahrung bringen, wer dafür verantwortlich ist und befragt einige Tiere, doch erst der Wind flüstert dem Vögelchen den entscheidenden Hinweis zu.

Als es erschöpft, aber glücklich nach Hause kommt, tut es dies nicht nur in der Gewissheit, dass Gott diesen wunderschönen Morgen gemacht hat, sondern dass er darüber hinaus auch die ganze Zeit seine Hände schützend über das kleine Vögelchen gehalten hat.

„Gott ist stärker als der Wind und er ist strahlender als die Sonne. Er ist größer als der Adler und kräftiger als der Schneesturm – und er hat mich nach Hause gebracht. Und Gott, der Schöpfer der ganzen Welt, hat auch diesen wunderschönen Morgen gemacht.“

Jan Godfrey erzählt in diesem Buch in einfacher, kindgerechter Sprache die Geschichte eines winzigen Lebewesens, das mehr über den Schöpfer aller Dinge wissen möchte und vermittelt dadurch einen wichtigen Glaubensinhalt. Er bringt Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren in dieser einfühlsam geschriebenen Geschichte auf wunderschöne Art und Weise nahe, dass wir alle - auch das kleinste Lebewesen auf dieser Erde - wertvoll und von Gott geliebt ist, und er niemals von unserer Seite weicht.

Die junge Zielgruppe hält eine gebundene Ausgabe in quadratischem Format in Händen, welches durch Honor Ayres mit fröhlichen Zeichnungen in einer bunten Farbenvielfalt und mit einer großen Liebe zum Detail illustriert wurde.

Fazit: „Wer hat diesen wunderschönen Morgen gemacht?“ ist ein Vor- und Erstleser-Buch, das Kindern durch ein fröhliches kleines Vögelchen auf der Suche nach seinem Schöpfer christliche Werte nahebringt. Es hat mir ausgezeichnet gefallen!

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Ein kleines, braunes Vögelchen entdeckt seinen Schöpfer

Rezensionen von TanyBee:

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Im New York der 30er und 40er Jahre

Manhattan Beach von Jennifer Egan

Manhattan Beach spielt im New York der 30er und 40er Jahre. Anna, in den 30ern noch ein Kind, ergreift in den 40ern ihre Chance: Da viele Männer im Krieg sind, arbeiten erstmals Frauen in den Werften. Doch sie ist ehrgeizig, es reicht ihr nicht, den ganzen Tag Bauteile zu prüfen, sie will mehr vom Leben.

Sie möchte als Taucherin arbeiten, was jedoch zur damaligen Zeit völlig undenkbar ist. Denn auf Grund der früher sehr schweren Ausrüstung ist es richtig schwere körperliche Arbeit.
Außerdem erfährt der Leser auch einiges über Annas Leben als Kind in den 30er Jahren. Die Eltern haben früher gut verdient, hatten gute Jobs, doch dann kommt die Weltwirtschaftskrise und Vater Eddie muss die Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten.
Einerseits hat mir das Buch richtig gut gefallen: es lässt sich locker und leicht lesen, die Geschichte ist spannend, die Charaktere sind interessant und man erfährt viel über die Zeit, in der es spielt. Allerdings ist die Story ein bisschen zu vollgestopft. Ich hatte ein Buch über eine starke Frau erwartet. Doch ein großer Teil der Handlung spielt auch im Gangstermilieu. Anna Schwester Lydia ist schwer behindert, was großen Einfluss auf den Rest der Familie hat. Und gegen Ende findet sich der Leser auch noch auf einem Schiff der Handelsmarine wieder, das Angst vor deutschen U-Booten haben muss. Das alles ist zu viel für einen Roman, ein wenig mehr Konzentration auf einzelne Themen wäre vielleicht besser gewesen.
Auch gibt es insgesamt gibt es zu viele knappe Rettungen und klischeehafte Wendungen, was zu Lasten der Glaubwürdigkeit geht.
Wahrscheinlich ist bei diesem Roman die Herangehensweise entscheidend für die Bewertung. Wenn man als Leser gute Unterhaltung sucht, einen Schmöker, dann wird man zufrieden sein mit „Manhattan Beach“. Wenn man anspruchsvolle Literatur sucht und hohe Maßstäbe anlegt, dann wird man eher enttäuscht werden.
Wie bewerte ich nun so ein Buch? Trotz all meiner Kritikpunkte habe ich es sehr gerne gelesen. Es hat mich gefesselt und ich habe mich immer sehr auf das Weiterlesen gefreut. Und das ist ja doch ein sehr wichtiger Punkt! Deswegen gebe ich auf jeden Fall 4 Sterne.

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Im New York der 30er und 40er Jahre

Rezensionen von Petra Sch.:

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Tolle Fortsetzung des genialen Pony-Mädchen-Duos

Manhattan Beach von Jennifer Egan

Kurz zum Inhalt:
Bulli, das ehemalige Turnierpony mit dem klingenden Namen Lord Royal Bullheimer, und das 11jährigen Mädchen Lina sind nun beste Freunde geworden.
Da ein Hofturnier ansteht, muss Lina endlich richtig reiten lernen. Und wer kann da ein besserer Lehrer sein als ein ehemaliges Turnierpony? Auch Lucas, der Sohn des Reiterhofes, hilft Lina, schnell eine gute Reiterin zu werden.

Doch es stellen sich einige Hindernisse in Bullis und Linas Weg: da sind die oberzickigen Pinke-Zwillinge, die alles tun, damit Lina das Turnier nicht gewinnt und die außerdem extrem eifersüchtig sind, da sie in Lucas verliebt sind.
Und dann verschwindet auch noch die Geldkassette von Oma Gertruds Verkaufsstand, und Lina wird verdächtigt.
Können Bulli und Lina den echten Bösewicht stellen?
Außerdem ist da noch der unglücklich verliebte Hengst Wally, dem Bulli natürlich auch zu seinem Glück verhelfen will. Wird er das alles schaffen?


Meine Meinung:
"Bulli und Lina - Ein Pony lernt reiten" ist die Fortsetzung von "Bulli und Lina - Ein Pony verliebt sich", ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Wie sich Bulli & Lina gefunden und angefreundet haben, ist kurz und flüssig in die Geschichte integriert und ist stört auch jene nicht, die den ersten Band bereits kennen.

Es wird abwechselnd in Ich-Form aus Sicht von Lina bzw. Bulli erzählt. Der Schreibstil ist kindgerecht und total witzig!
Antje Szillat haucht Lina Leben ein und Frauke Scheunemann verleiht Bulli ihre Stimme. Beide Perspektiven sind humorvoll und fröhlich geschrieben und Bulli hat immer wieder tolle Ideen! Auch Lina hat sich entwickelt und ist eine richtige Tierfreundin.
Aber auch ernstere Themen, die im "echten Leben" vorkommen können, kommen zur Sprache und sind gut und kindgerecht in die Geschichte integriert (Arbeitslosigkeit, Mobbing, Neid und Eifersucht).
Eine spannende Krimanalgeschichte und viel Wissen um Ponys und Turniere runden die Geschichte toll ab.

Das Cover erinnert an Band 1 mit dem farbigen Hintergrund (diesmal in blau) und dem großen Hufeisen, in dem Lina, Bulli und Hund Karlchen abgebildet sind. Somit kann man es eindeutig der Reihe zuordnen und es hat großen Wiedererkennungswert.


Fazit:
Eine wirklich gelungene und geniale Fortsetzung der Reihe über Bulli & Lina, die nicht nur Mädchen begeistert!
Meine Tochter und ich lieben dieses süße Pony und das tolle Mädchen und freuen uns schon auf Band 3, der im Frühjahr 2019 erscheinen soll! 5 Sterne von uns!! Wühahawü!

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Im New York der 30er und 40er Jahre

Rezensionen von heinoko:

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Tod von Haustieren als Spukgeschichte geeignet?

Manhattan Beach von Jennifer Egan


Rauhaardackel Arik tapert orientierungslos nachts durch den Wald, sein kleines Herzchen voller Sehnsucht nach seinen Menschen Jette und Tim. Wie war er nur in diesen Wald gekommen? Wie sollte er nach Hause finden? Und dann plumpst er auch noch in ein Erdloch. Mit seinen kurzen Beinchen hat er keine Chance, sich von dort zu befreien.

Aber da naht Rettung: fünf ziemlich seltsame und irgendwie kaputte Tiere holen Arik aus der Erdhöhle und nehmen ihn mit zu ihrer Geisterschule Spuk Ekelburg, die am Tag die ganz normale Menschenschule Sankt Ethelburg ist. Nach und nach wird Arik klar, dass seine neuen Freunde alle tot sind und nachts in ihrer Schule das Geistern und Spuken lernen. Und ja, Arik ist auch tot. Er erinnert sich jetzt, dass er ohne Leine über die gefährliche Straße gelaufen war und ein Auto rasend schnell angekommen war… Seine neuen Tierfreunde und er schließen sich zu einer Tiergeister AG zusammen, um sich gemeinsam gegen ihre recht fiesen Spuklehrer zu stellen.

Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Vielleicht beginne ich mit den Illustrationen, die meiner Meinung nach sehr gut gelungen sind. Sie sind kindgerecht, humorvoll im Ausdruck, und die Beschädigungen der Tiere (Loch im Körper, heraushängendes Auge usw.) sind relativ unauffällig eingezeichnet, nicht abstoßend oder erschreckend. Auch gut gefallen mir die Grundthemen wie Freundschaft oder Zusammenhalt, weil jeder das, was er kann, zur Gemeinschaft beiträgt. Gut auch, dass das Buch mit sehr viel Sprachwitz geschrieben ist, ideenreich, lebendig. Ratlos macht mich das Buch allerdings, was das Alter der Zielgruppe betrifft. Meines Erachtens enthält das Buch viel zu viele Namen, zu viele Personen, zu viele schwierige Begriffe, zu viele Handlungsstränge, als dass 8- bis 10-jährige Kinder wirklich gut damit zurechtkämen. Am Schlimmsten jedoch empfinde ich persönlich den traurigen Grundgedanken der Geschichte, dass nämlich alle Tiere tot sind, tot bleiben und kein einziger Satz für die traurigen Tierbesitzer, bei Arik z. B. Jette und Tim, übrig ist. Für mich bleibt sehr fragwürdig, ob man für Kinder dieses Alters den Tod von Haustieren auf diese Weise thematisieren oder besser gesagt benutzen kann für eine an sich gut erdachte Spukgeschichte.

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Im New York der 30er und 40er Jahre

Rezensionen von MelE:

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Wer einmal lügt ...

Vier.Zwei.Eins. von Erin Kelly

"Vier.Zwei.Eins" ist ein Roman, der etwas länger benötigt, um rasante Spannung aufnehmen zu können. Vorerst plätschert das Geschehen vor sich hin und verwirrt den Leser / die Leserin eher als zu begeistern. Meine doch recht hohe Erwartungshaltung wurde erst im letzten Teil des Buches erfüllt.

Die ersten drei Abschnitte sind eine Einleitung in die Lüge, die auch im Klappentext und dem Cover erwähnt wird. Sobald zu erkennen ist, wo Betrug und Lüge stattgefunden haben, konnte ich die Story als relativ gelungen ansehen, zuvor war ich eher zum Durchhalten motiviert, da ich selten ein Buch abbreche. Es hat sich letztendlich gelohnt und meine zuvor eher durchwachsene Meinung dazu anleiten können, "Vier.Zwei.Eins" zu einer **** Sterne Rezension zu verhelfen.



Es bestätigt sich wieder einmal mehr "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht" oder auch "Lügen haben kurze Beine", denn jede kleinste Lüge / Notlüge zieht einen riesigen Rattenschwanz hinter sich her, was die Protagonisten des Buches schmerzlich erfahren müssen. Dieses ist der rote Faden der Story und entlädt ich zum Abschluss der Story mit einer mächtigen Überraschung, denn nichts bleibt, wie es zuvor den Anschein hat und eine Lüge wird von einer anderen sehr bedeutenden Lüge abgelöst.



Zum Ende hin baut die Autorin mächtige Spannungsmomente auf, die zuvor sehr vernachlässigt worden sind. Vom Cover her erwartete ich eher einen Thriller, da die Farben doch sehr düster gewählt wurden. Letztendlich bestätigt sich mein erster Eindruck, denn der Showdown am Ende ist wirklich sehr gelungen und einem Thriller würdig. Als Leserin bin ich von der Wendung fasziniert und musste manche Meinungen zu Personen ändern. Der erste Eindruck trügt definitiv und Vertrauen muss erst wieder aufgebaut werden. Vielleicht wird es auch nie wieder wie vorher sein?



Die Vergewaltigung von Beth nimmt einen großen Teil der Story ein und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Situation und Gerichtsverhandlung sind sehr authentisch beschrieben und hinterlassen einen negativen Beigeschmack. Keine Frau sollte dieses ertragen müssen.



Im Gesamteindruck hat "Vier.Zwei.Eins" dann doch überzeugt, wobei ich lange Zweifel daran hatte, ob Sonnenfinsternis alleine reicht, um der Aufhänger eines Buches zu werden, gepaart mit einer Vergewaltigung und einer Lüge. Eine Lüge, die Menschen entzweit und das Ende anders aussehen lässt als vermutet. Eine gelungene Wendung, die für mich nicht vorhersehbar war. Sehr gerne eine Leseempfehlung!

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Wer einmal lügt ...