Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Josef Lüthold:
Ein sehr informatives Buch
Neptun heißt bei uns Miron von Wolfgang Burtscher
Ein für mich sehr interessantes und informatives Buch. Einen Stern Abzug gibt es, weil verdienstvolle Persönlichkeiten wie Walter Lutz und Viktor Mohr zu negativ bewertet werden.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von I.weilharter@ais-jugend.at:
Lesen als Kunstgenuss
Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa
Dieser Roman hat mich berührt, betroffen gemacht und gleichzeitig fasziniert.
Der Autor schreibt auf subtile und und liebevolle Weise über die skurrile aber dennoch wahre Biografie der Portugiesin Ludovica, welche sich zur Zeit der revolutionären Ereignisse in Angola in der Wohnung ihrer Schwester einmauert und drei Jahrzehnte isoliert von ihrer Umwelt verbringt .
..und überlebt!
Geschickt versteht es der Autor, die Vorkommnisse des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs im "Draußen" mit der Befindlichkeit der Hauptperson im "Drinnen" zu verbinden.
Mit ineinander verschlungenen Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten baut er Spannungsbögen auf und macht so das Lesen zu einem literarischen Genuss.
Das ist Erzählkunst auf hohen Niveau!
Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:
Keine leichte Lektüre
Die Gesichter von Rachman Tom
Bear Bavinsky ist ein alles beherrschender, egoistischer Künstlervater, der gern im Angebot der Weiblichkeit wildert und insgesamt 17 Kinder mit verschiedenen Müttern zeugt. Er fegt die Hoffnungen seines begabten Sohnes Charles, Pinch genannt, mit einem einzigen beiläufig hingeworfenen Satz hinweg.
Es geht in Tom Rachmans Roman "Die Gesichter" aber auch um die Welt der Kunst, in die man einen tiefen Einblick erhält. Etliche Ausflüge in die Philosophie sind ebenfalls mit dabei.
In der Übersetzung heisst Pinch unter anderem Schwierigkeit, Not, Klemme. Und das ist der Protagonist zu Beginn auch: Er steckt quasi unter dem Stiefelabsatz seines berühmten Vaters, der als Ehemann und Partner ebenso unzuverlässig ist. Der Leser vermutet zu Beginn, dass Pinch, nachhaltig niedergeschmettert, es nie zu etwas bringen wird. Doch mit dem Tod seines Vaters und indem er nun sein Nachlassverwalter wird, wendet sich die Situation für ihn grundlegend, und er handelt in der Folge in überraschender Weise.
Ziemlich zäh waren die ersten 120 Seiten für mich. Etliche Längen hätten mich im ersten Drittel beinahe veranlasst, das Buch nicht weiter zu lesen. Doch es hat sich gelohnt, durchzuhalten, denn die Handlung nimmt dann rasch an Fahrt auf, und Rachman entpuppt sich als recht guter Erzähler. Vor allem, was sich im Gefolge der Künstler abspielt, bei Kritikern und Galeristen, erst bei den weniger Begüterten, dann in der reichen Kunstwelt, ist durchaus lesenswert. Die Sympathien sind nicht unbedingt bei Bear, vielmehr bei Pinch und seiner Mutter, die sich erstaunlich gut in ihre Rolle fügt. Insgesamt eine bedrückende Lektüre, die ich gern wieder aus der Hand gelegt habe.
Rezensionen von BarbaraM:
Absolut lesenswert: humorvoll, mitreißend, einfach „knorke“!
Pechsträhnen färbt man pink von Mina Teichert
„Pechsträhnen färbt man pink“ von Mina Teichert ist 2018 im Planet-Verlag erschienen und umfasst 206 Seiten. Die Altersempfehlung für dieses Buch ist 10 Jahre.
Um was geht es:
Winni möchte unbedingt diesen so wichtigen Tanzwettbewerb gewinnen, aber hierfür muss sie richtig viel üben und dann ein tolles Video von sich selbst als Beitrag drehen und einreichen.
Ihre Mama hat dafür nicht so viel Verständnis - auch nicht von den seit Neuesten pinkgefärbten Haaren Winnis! Aber auch ein cooles Aussehen ist megawichtig für das Wettbewerbsvideo.
Außerdem soll sich Winni nun auch noch mit Fiete abgeben und der erscheint auf den ersten Blick alles andere als „angesagt“. Fiete macht gerade Reha auf Winnis Heimatinsel Amrum und quasselt ohne Punkt und Komma. Er nervt Winni einfach nur. Aber manchmal benötigt man ja zum Glück einen zweiten Blick und den riskiert Winni. Und dann ist Fiete eigentlich doch ganz okay und Videos kann er auch noch drehen und die Tanzschritte von Winni findet er auch richtig gut.
Als Fiete dann bei der Aufklärung des plötzlichen Tierverschwindens auf der Insel Amrum selbst in Gefahr gerät, merkt Winni, dass sie ihn doch vielleicht mehr als nur „okay“ findet.
Mina Teichert gelingt es in einer absolut kind- und jugendgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Besonders gut hat uns der Humor der Autorin gefallen, der immer wieder im Buch aufblitzt. So macht das Lesen Spaß und Freude! Wir saßen immer wieder lachend vor dem Buch!
Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte: spritzig, ein bisschen verrückt und natürlich pink und wir würden in der Buchhandlung sofort danach greifen. Meine Tochter und mich hat es total angesprochen.
Und da uns nun so alles anspricht: die Geschichte insgesamt, die verschiedenen Charaktere, das junge Cover und der frische und humorvolle Schreibstil von Mina Teichert, vergeben wir glatte 5 von 5 Punkten und würden uns so unglaublich freuen, noch mehr von Winni und Fiete zu erfahren.
Rezensionen von rewareni:
Das überwachte Haus
Adrian oder: Die unzählbaren Dinge von Angelika Stallhofer
Der Werbetexter, Adrian Keller, arbeitet für große Unternehmen. Produkte, über die er schreibt sind Uhren, Autos oder Sportschuhe. Eines Tages erhält er ein ungewöhnliches und interessantes Angebot: er soll in ein ,, Smart Haus´´einziehen, in dem alles überwacht und digitalisiert ist. Da seine Freundin Anna, die Schriftstellerin ist und ihre Unbekümmertheit und Freiheit einfach nur mit Worten ausdrücken kann, anderweitig beschäftigt ist, willigt Adrian dem Experiment ein.
Doch bald merkt er, dass er im Haus nicht alleine ist, denn seine Werbefigur ,, Max Baier´´ ist mit eingezogen. So erlebt Adrian die kommenden Tage mit seiner Fantasiegestalt und immer mehr stellt sich ihm die Frage, ob dieses überwachte Haus wirklich Sicherheit und Wohlbefinden vermittelt. Aber auch die Gedanken an seinem Vater im Pflegeheim und die seltener gewordnen SMS von Anna machen ihm zu schaffen und Max Baier ist auch kein angenehemer Mitbewohner.
Manchmal gibt es Bücher, bei denen kein Funke überspringt und so war es hier bei dem Roman ,, Adrian oder : Die unzählbaren Dinge von Angelika Stallhofer.
Die Autorin hat zwar eine bildgewaltige und literrarisch angehauchte Schreibweise, aber die Geschichte an sich und speziell die Handlungsabfolge ist mir ein Rätsel geblieben.
In der Ich - Form geschrieben erzählt Adrian seine Geschichte, wo er immer wieder von früher von seinem Vater oder von seiner Freundin Anna berichtet. Dann befindet man sich wieder im Smart Haus, wo Max Baier wie ein Schatten Adrian folgt und scheinbar ein Eigenleben entwickelt. Es ist mir zu keiner Zeit gelungen so etwas wie eine Beziehung zu irgendeiner Figur herzustellen oder jemanden sympathisch zu finden. Anna kommuniziert meistens über SMS mit Adrian, ihren Studenten möchte sie die Literatur und den Mut selbst etwas zu verfassen dahingehend näher zu bringen, in dem sie ein Buch zerschneiden und somit zu zerstören? Es tauchen immer wieder Figuren auf, die kurz erscheinen und dann wieder weg sind ohne, dass es mir klar war welchen Sinn ihr Erscheinen hatte.
Das dargestellte ,,Smart Haus´´ hat bei mir einen etwas beängstigenden Eindruck hinterlassen, wo es der Autorin wahrscheinlich darum gegangen ist, dass man als Leser darüber nachdenkt was es bedeutet in einer überwachten und voll digitalisierten Wohnung zu leben. Will man wirklich, dass die Waage einen Diätplan erstellt, dass Kameras jeden meiner Schritte überwachen oder dass man über eine Smart Watch jeden Handgriff im Haus steuern kann? Diese Gedankengänge waren das einzige, das interessant war. Ansonsten muss ich leider sagen, dass sich der Roman von Beginn bis zum Ende hin gezogen hat und ich weder mit den Protagonisten noch mit der Handlung warm werden konnte.
Rezensionen von Harakiri:
WEr ist meine Familie?
Der Apfelbaum von Angelika Stallhofer
Eine Reise in die Vergangenheit. Christian Berkel auf dem Weg, seine Familiengeschichte kennenzulernen.
Otto und Sala kennen sich von Kindesbeinen an. Otto ist sicher: er heiratet Sala. Doch der Krieg hat anderes mit ihnen vor. Sala, Halbjüdin, wird in ein Lager interniert und flieht später nach Argentinien.
Otto gerät als Kriegsarzt in russische Gefangenschaft. Auf die Entfernung verlieren sie sich aus den Augen, doch als Sala mit ihrer Tochter Ada wieder nach Deutschland zurückkehrt, trifft sie sich erneut mit Otto.
Eine Lektüre, die mich sehr gefordert hat. Teilweise autobiographische Szenen, teilweise im Romanstil gehalten, ist das Buch nicht einfach zu lesen, weil man zu Beginn eines Kapitels erst ein paar Sätze braucht, um zu wissen, wer hier nun erzählt. Auch die vielen Namen (teilweise doppelt) erschweren es ein wenig, der Handlung zu folgen. Die jedoch hatte mich schnell gepackt. Sala im Lager, Otto in Gefangenschaft. Das entbehrungsreiche Leben, die Verfolgung der Juden. Im Grunde nichts Neues, aber Berkel packt die Geschehnisse in Persönliches, was das Ganze noch anschaulicher wirken lässt.
Ein wenig schwer tat ich mich mit dem Berlinerischen und dem Französischen, aber gerade so wird die Handlung, die über mehrere Länder führt, noch authentischer. Was mir am Ende gefehlt hat, war, was aus Ada wurde.
Fazit: Ein Personenstammbaum wäre hilfreich, damit man sich beim Lesen besser zurechtfindet. Ansonsten solide Romankunst, die aber teilweise etwas verwirrend ist.
Rezensionen von Avila:
Humorvoller Kunstkrimi
Alles ist lebend tot von Natalie Mesensky
Barbara zieht von Wien in die nahe Kleinstadt Tulln. Kauft sich eine alte Villa und in ein Blumengeschäft ein. Sie will ein neues Leben beginnen. Doch mit der tratschenden Kleinstadt, die dann auch noch von einer Räuber- und Mörderbande heimgesucht wird, hat sie nicht gerechnet. Ist auch sie in Gefahr, wo doch durch den Kauf der Villa für alle Tullner offensichtlich zu sein scheint, dass sie reich ist?
Neben dem Kleinstadtidyll und der Krimihandlung mit Raub und Mord weist der Roman noch ein drittes Handlungselement auf: Kunst.
Und zwar nicht irgendeine Kunst, sondern die des Tullner Malers Egon Schiele. Barbara findet so in ihrer Villa Kunstwerke und Fotografien, die auf eine Verbindung mit Egon Schiele hinweisen. So macht Barbara sich auf die Suche und recherchiert zu dem vor hundert Jahren verstorbenen jungen Künstler. Die Autorin macht das gut. Es gibt die Handlung rund um Egon Schiele, es gibt den Klatsch und Tratsch der Kleinstadt mit vielen seltsamen, aber auch netten Leuten und dann gibt es da die Raub- und Mordserie. Man denkt sich als Leser, dass irgendwie alles zusammenhängen muss, aber sieht das große Ganze nicht. Es ist also ein toller Roman zum Knobeln.
Für mich haben die handelnden Personen den Roman am meisten getragen. Wir treffen hier auf viele sehr unterschiedliche Charaktere. Und alle diese Charaktere sind irgendwie komisch, kauzig, seltsam, mit Spleens. Aber genau das macht den Roman aus. Denn ist nicht jeder irgendwie ein bisschen komisch? Hier ist es vielleicht an manchen Stellen auf die Spitze getrieben, aber ich fand sehr unterhaltsam, weil die Autorin das gekonnt mit einer schönen Prise (trockenen) Humor verpackt und so gab es - trotz der ernsten Handlung - immer wieder Momenten, in denen ich schmunzeln musste.
Dieser Humor macht auch den Schreibstil aus. Er liest sich zwar locker, ist aber nicht seicht sondern präzise und humorvoll. Hin und wieder gibt es ein paar österreichisch-gefärbte Redewendungen und Wörter, mal sind sie erklärt, mal ergeben sie sich aus dem Kontekt - ich als rheinische Deutsche, die dem österreichischen Dialekt sehr fern ist, konnte auf jeden Fall alles gut verstehen und für mich hat die österreichisch-eingefärbte Sprache einen schönen Flair gegeben.
Ein etwas anderer, aber wirklich toller Krimi, den ich nur wärmstens empfehlen kann, vor allem wenn man Tulln und Wien oder Egon Schiele interessiert ist.
Rezensionen von zenzi:
Linud entdeckt
Alles ist lebend tot von Natalie Mesensky
Ein netter Krimi, der aus der Sicht des Kindergartenkindes Linus und eines obdachlosen Pärchen - "Schneewittchen und Prinz" erzählt wird.
Besonders gut hat mit bei Linus die Vertrautheit mit seinem Freund gefallen, wie sie die verschiedenen Ereignisse, die Linus entdeckt hat, diskutiert haben, sodass den Kindern manches besser klar wurde.
Es war schon erstaunlich, zu welchen brenzlichen Situationen Linus gerade rechtzeitig zum Beobachten gekommen ist - ein bisserl übertrieben, aber beim Lesen hat es doch Spaß gemacht und ich musste immer wieder schmunzeln, wie Linus die einzelnen Wörter in seine Sprache übersetzt und gedeutet hat.
Der Background von Linus: getrennt lebende Eltern, die an dem Tod seiner Schwester zerbrochen sind, neue Freundschaft seines Vaters und die Aufgabe des Kindes, die Mutter wieder glücklich zumachen - dies wurde sehr gut geschildert und hat mich eigentlich mehr berührt als der Krimi, der doch etwas konstruiert war.
Jedenfalls hat mir das Buch nette Lesestunden beschert.
Rezensionen von Sandra P.:
Wunderschön gestaltete Sammlung der besten Insidertipps für Innsbruck!
Der kleine Einheimische für Innsbruck von Nadine Schaber
Richtige gute Stadtführer zu finden ist gar nicht so einfach - entweder sind die Tipps zu touristisch und man findet sich in einer Horde Touristen wieder oder sie sind langweiling und eher für ältere Menschen gedacht - nicht so beim kleinen Einheimischen! Der kleine Einheimische enthält wirklich ALLE Insidertipps, die ich meinen besten Freunden empfehlen würde.
Als Stadtkennerin habe ich dem Stadtführer nichts mehr hinzuzufügen - sogar meine absoluten Geheimtipps sind darin zu finden. Freizeittipps, Restaurant und Barempfehlungen, das Innsbrucker Nachtleben bis zu Dialektwörtern und einer kleinen Stadtkarte ist wirklich alles zu finden. Was den kleinen Einheimischen noch besser macht: er ist ein Schmankerl für die Augen und wirklich sehr liebevoll gestaltet. Ein Must-have für Innsbruck und alle die es gerne werden möchten (auch wenn nur für ein Wochenende)!
Rezensionen von yellowdog:
Raus aus Trumpworld
Entgleisung von Omarosa Manigault Newman; Karsten Petersen; Thomas Pfeiffer
Omarosa Manigault war ehemals im Showgeschäft und erlanget mit der Reality Show The Apprentice von Donald Trump Bekanntheit. Später wurde sie Kommunikationsdirektorin unter Trump im Weißen Haus.
Später wurde sie gefeuert. Als Rache schrieb sie dieses Buch, in dem sie ihre Karriere unter Trump beschreibt und Trumps Frauenhass und Rassismus „enthüllt“.
Als ob das nicht bekannt wäre.
Omarosa ist eine äußerst ambivalente Figur, deren Wirken die fatale Vermischung von Politik und Show verstärkte. Einst stand sie den Demokraten nahe, bewundert sogar Hilary Clinton, doch unter Trump konnte sie mehr für sich erreichen.
Im Buch nimmt sie durchgehend eine Opferrolle ein. Das hindert sie aber nicht, selbst gehässig gegen andere auszuteilen, wobei ihre Glaubwürdigkeit oft fragwürdig ist. Sie zeigt immer nur ihre subjektiven und emotionalen Eindrücke bei diversen Vorkommnissen. Was Trump halt dauernd so anstellt. Wieso hat sie ihn dann so lange unterstützt. Es will erscheinen, dass ihr Entsetzen nur dann einsetzt, wenn sie selber betroffen ist, ob direkt oder indirekt.
Ein paar interessante Passagen gibt es, z.B. die Wahlkampfnacht, deren Ausgang auch die Trump-Mannschaft überraschte sowie der Einzug ins Weiße Haus, was sie fast überforderte. Chaos und Streit prägte die erste Amtszeit, personelle Entscheidungen wurden spontan und planlos getroffen und schnell wieder geändert. Auch Omarosa beherrscht ihren Job anscheinend nicht.
Das Buch hat mit dem deutschen Titel Die Entgleisung einen passenden Titel. Als Leser fühlt man sich, als wäre man durch den Schlamm gerobbt. Für 3 Sterne reicht es dennoch wegen der etwas besseren zweiten Hälfte des Buches.










