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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Caro2929:

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Nimm dein leben selbst in die Hand

Ein Cottage für deinen Sommer von Shipman Viola

Klappentext:

"Adie Lou verbrachte die Sommerferien als Kind im Cottage ihrer Eltern am Michigansee. Damals waren Schwimmreifen und Angeln genug für das Glück endlos scheinender Tage am Wasser.

Auf der Suche nach diesem Gefühl gibt sie nach ihrer Scheidung ihre Stelle in Chicago auf und zieht an den See.

Wird es ihr gelingen, das Ferienhaus ihrer Familie in ein stylisches und gemütliches Inn umzubauen? Und wer wird ihr helfen, ihren Traum zu verwirklichen?"


Meine Meinung:

Viola Shipman konnte mich ein weiteres Mal überzeugen. Ich war beim Lesen allerdings doch recht lang skeptisch...

Zwar hat mir die Geschichte durchweg gefallen und ich habe das Buch gern gelesen. Aber ich habe sehnsüchtig auf den gewissen Zauber von Viola Shipman gewartet, in den sie jedes ihrer bisherigen Bücher eingehüllt hat.

Aber ich wurde nicht enttäuscht, auch diesmal durfte ich diesen gewissen Zauber wieder spüren. Sie schreibt einfach auf eine ganz besondere Art, die dem Lese sowohl ein Lächeln ins Gesicht zaubert, aber der Leser verdrückt sogleich auch ein paar Tränchen.

Für mich war auch diese Buch wieder ein wahrer Genuss. Vor allem zeigt er einem, dass das Leben nach einer Trennung definitiv nicht vorbei ist. Man muss nur selber den Hintern hoch nehmen und aktiv werden. Denn letztendlich ist jeder seines Glückes Schmied.

Ich habe Adie Lou sehr gern bei ihrer "Selbstfindung" begleitet. Es hat mir Spaß gemacht ihre Geschichte zu lesen. Sie ist einfach ein sympathischer Charakter.

Insgesamt ist die Geschichte lebendig erzählt, keine Längen, kein unnötiger Kitsch oder dergleichen. Ich wurde sehr gut unterhalten. In sich ist die Geschichte stimmig und einfach toll aufgebaut. Vergangenheit und Gegenwart werden toll miteinander verwoben.


Fazit:

Viola Shipman hat es wieder geschafft, mich in ihrem Zauber gefangen zu nehmen. Tolle Geschichte.

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Nimm dein leben selbst in die Hand

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Tolle Charaktere

Honigduft und Meeresbrise von Barns Anne

Als Honigliebhaberin war ich beim Lesen des Titels zunächst ein wenig skeptisch, doch als ich hörte, dass tatsächlich geimkert wird, musste ich das Buch lesen. Mit Bienen beginnt der gemütliche Roman auch gleich.

Schon mit den ersten Sätzen war ich mittendrin in der Geschichte, beobachtete wie Oma Johanna und Anna Honig ernten und war Zeuge, als Postbote Achim ihnen einen achtzig Jahre alten Brief überreicht, der Johannas Mutter Martha nie erreichte.

Sein Inhalt stellt die Familiengeschichte der beiden Frauen auf den Kopf. Die Nachforschungen über den Briefschreiber lenken Anna von ihren eigentlichen Problemen ab. Vor einem halben Jahr hat Anna ihre beste Freundin Mona verloren und fühlt sich schuldig, muss die Freundschaft zu ihr überdenken, die Beziehung mit Jens ist am Scheitern und dann steht auch noch Peggy, ihre Freundin vor Mona mit eigenem Kummer vor der Türe.

Herrlich leicht zu lesen ist "Honigduft und "Meeresbriste" mit dem flüssigen Schreibstil der Autorin. Es ist der erste Roman, den ich von Anne Barns (alias Andrea Russo) gelesen habe - und sicher nicht mein letzter!

Ihre Figuren geben viel her. Anna zum Beispiel, die ihre Liebe zur Malerei wieder entdeckt und Peggy, die trotz eigenem Kummer nicht nachtragend ist und generell dem Leben positiv entgegenblickt. Johanna mochte ich ebenso, wie auch die aufgestellten Damen in Arenshoop, die mich zum Schmunzeln brachten.

Mir gefiel zudem die unaufgeregte Verbindung der beiden Schauplätze in Lüdinghausen auf dem Land und Ahrenshoop an der Ostsee. Zu gerne wäre ich aber noch mit der Familie nach Jersey gereist, um Grace und ihre Bienen kennen zu lernen.

Es ist ein wunderbar behagliche Geschichte, die Anne Barns uns zum Lesen anbietet und die sich innert ein paar Stunden wie von alleine wegliest.

Am Ende warten einige Rezepte von Leckereien, die im Buch gegessen oder getrunken werden, aufs Nachmachen. Einen Honigschnaps werde ich mir diese Woche nach ansetzen!

Fazit: Ein herzerwärmender, wohliger Roman über Liebe und Freundschaft, den ich sehr gerne weiter empfehle.
5 Punkte.

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Tolle Charaktere

Rezensionen von Clemonie:

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Spannend, amüsant mit viel Linz-Bezug

Honigduft und Meeresbrise von Barns Anne

Wir LinzerInnen lieben ja den Urfix. Darum habe ich mich gefreut, dass es einen Krimi gibt, der dort spielt und mich sehr gut amüsiert. Außerdem blieb es spannend bis zum Schluss. Ich war lange Zeit auf der völlig falschen Fährte. Das macht für mich guten Krimi aus.

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Tolle Charaktere

Rezensionen von begine:

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Stimmungsvoll

Wo der Tag beginnt von Lark Sarah


Die Autorin Sarah Lark führt und in ihren Romanen zu den Naturvölkern Neuseelands. Ich lasse mich immer wieder gerne in die fremde Kultur entführen.

Ihr neuer Roman „Wo der Tag beginnt“ zeigt im Jahr 1838 uns die Autorin den Stamm der Moriori, von dem hatte ich noch nicht s gehört. Das ist ein Stamm, der sich nicht verteidigt.

So wurden sie von den Maoris überfallen und zu deren Sklaven.
Die junge Moriori Kimi ist eine der Protagonisten des Romans. Die andere ist Ruth, eine Krankenschwester, die ihren Mann aus Liebe nach Neuseeland nachzieht, der will die Wilden zum Glauben bekehren.
Sarah Lark versteht es wunderbar die Stimmungen ein zu fangen.

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Stimmungsvoll

Rezensionen von heinoko:

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Heile Hasenwelt

Hops & Holly - Die Schule geht los! von Lark Sarah


Mama Hase im Morgenmantel spart nicht mit Ermahnungen und Papa Hase, ganz modern, serviert Buttermöhrchen zum Frühstück. Denn heute ist ein besonderer Tag: Hops und Holly, die Hasenzwillinge, haben ihren ersten Schultag. Natürlich nicht, ohne vorher sämtliche Hasenzähnchen ordentlich geputzt zu haben.

Dann kann der aufregende neue Lebensabschnitt beginnen zusammen mit den Freunden Bommel, Pumpernickel, Murmel und Rosinchen, mit Schulleiterin Frau Dr. Kohl-Rabi und dem Klassenlehrer Franz Blütenkranz...
Dieses zauberhafte Kinderbuch enthält 10 vergnügliche Geschichten für das Erstlesealter bzw. zum Vorlesen ab 5 Jahre rund um das Thema Schule. Wer kennt nicht aus seiner eigenen Kindheit das Buch „Die Häschenschule“. Thematisch erinnert das vorliegende Buch an diesen Klassiker, jedoch ist der Text moderner, der alltäglichen Erlebniswelt der heutigen Kinder in Sprache und Thematik angepasst. Und genau hier kommt auch mein einziger Kritikpunkt: Das umgangssprachliche, maulige „manno….“ kommt nervig oft im Text vor. Unnötig!
Schule wird nicht nur als ein Ort des Lernens nähergebracht, sondern wir erfahren in den Geschichten auch viel über Freundschaft, über Zusammenhalt, über achtsames Miteinander. Der frische, lebendige, vergnügliche Schreibstil lässt sich wunderbar vorlesen. Aber auch die Leseanfänger kommen aufgrund der etwas größeren Schrift und der relativ kurzen Sätze gut zurecht. Die liebevolle Ausstattung ist besonders hervorzuheben. Da gibt es ein Lesebändchen, an dessen Ende eine ganz altmodische Schreibtafel mit Schwämmchen hängt. Das feste Papier der Seiten hält auch vielem Umblättern gut stand. Und ganz wunderbar finden sich auf nahezu jeder Seite farbige Illustrationen. Apropos Illustrationen: Sabine Straub versteht es meisterhaft, in ganz klassischem Malstil die Geschichten detailreich und liebevoll zu illustrieren. So manch ein Erwachsener mag die Illustrationen altmodisch nennen, aber Kinder lieben diese Bilderwelt, in der es viele Einzelheiten zu entdecken gibt und in der ausdrucksstarke Häschenkonterfeis die jeweiligen Gefühlsregungen unmissverständlich zum Audruck bringen. Ja, es wird eine heile Welt gezeigt, sowohl erzählend als auch bildgestalterisch, aber genau das tut der Kinderseele gut, die vor dem aufregenden Beginn eines neuen Lebensabschnittes steht, der möglicherweise mit Unsicherheit, vielleicht sogar Angst besetzt ist. Denn Hops und Holly zeigen mit ihrer liebenswerten, lebendig-fröhlichen Weise, dass Schule gar nicht schlimm ist…

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Heile Hasenwelt

Rezensionen von BarbaraM:

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Ein wunderbares, spannendes Abenteuer rund um Cassandra Carpers fabelhaftem Café gewürzt mit ganz viel Magie!

Cassandra Carpers fabelhaftes Café - Magische Cupcakes aller Art von Mona Herbst

Emma wird von einigen Mitschülern immer wieder gepiesackt und kann sich gerade noch so vor ihnen retten, indem sie sich schnell in einem Café versteckt. Die Cafébesitzerin heißt Cassandra Carper und bietet Emma an, sich ein Cupcake auszusuchen. Emma überlegt ein bisschen und verlangt dann nach einem wunderbar nach Nougat duftendem Küchlein und damit beginnt für das Mädchen ein wunderbares, magisches und spannendes Abenteuer.

Denn wer hätte es geahnt, aber bei diesem Cupcake handelt es sich um einen ganz besonderen. Zum Glück hat Emma viele gute Freunde an ihrer Seite…

Mit ihrem Buch „Cassandra Carpers fabelhaftes Café – Magische Cupcakes aller Art“ ist Mona Herbst ein wunderbares, fantasievolles und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Boje-Verlag 2019 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 368 Seiten umfasst. Es ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, spricht sicherlich auf den ersten Blick Mädchen an, ist aber bestimmt auch für Jungs lesenswert.

Mona Herbst gelingt es in einer absolut kindgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Besonders angetan haben es uns die vielen magischen Ideen der Autorin: Feuerkatze, Gestaltwandler, magische Cupcakes, Witchcastle, Drachenpfau und vieles mehr - aber mehr wird hier nicht verraten, nur so viel: so macht das Lesen Spaß und Freude!
Prima gefallen hat uns auch die Protagonistin Emma. Wir konnten prima mit ihr mitfühlen, uns mitfreuen und uns mit ihr ängstigen. Vor allem in Bezug auf das Thema „Freundschaft“ hat sie sich toll entwickelt und zwei oder auch mehrere richtig gute Freunde gefunden. Wer weiß, was sich daraus vielleicht in weiteren Bänden noch entwickeln wird?!
Aber auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie zum Beispiel Paula, Ben, Cassandra Carper, Molly, Salamanderstrom usw. sind toll beschrieben und fügen sich in die Geschichte sehr stimmig ein.
Das anfängliche Thema „Mobbing“ wird von Mona Herbst ebenfalls prima aufgegriffen, schafft für die Leser sofort einen Bezug zu deren Realität und steigert das Interesse an der Geschichte.

Den einzigen Kritikpunkt den wir hätten, wäre das für uns zu schnelle Ende in Bezug auf die beiden Cupcakes. Hier hätte unserer Meinung noch mehr auf die Ähnlichkeit, die damit verbundene Spannung und die Wirkung eingegangen werden können.

Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte: spritzig, jung und eindeutig magisch. Meine Tochter und mich hat es total angesprochen.

Und da uns nun so alles gefällt: die Geschichte insgesamt, die verschiedenen Charaktere, das junge Cover und der frische Schreibstil von Mona Herbst, vergeben wir glatte 5 von 5 Punkten und wir hoffen darauf, das es noch weitere Bände um Cassandra Carpers fabelhaftes Cafe geben wird.

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Ein wunderbares, spannendes Abenteuer rund um Cassandra Carpers fabelhaftem Café gewürzt mit ganz viel Magie!

Rezensionen von Tara:

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Unterhaltsamer Wohlfühlroman

Der Wind nimmt uns mit von Katharina Herzog

„Der Wind nimmt uns mit“ ist der dritte Band aus der Reihe „Farben des Sommers“ der Autorin Katharina Herzog. Die Bücher können vollkommen unabhängig voneinander gelesen werden.
Die 32-jährige Maya ist Reisebloggerin und ihr Ziel ist es 52 Länder in 52 Wochen zu bereisen. In Taiwan lernt sie Tobi kennen und wird nach einem One-Night-Stand mit ihm schwanger.

Maya will das Kind nicht bekommen und möchte Tobi davon in Kenntnis setzen. Dieser ist gerade auf La Gomera. Die Insel ist so ziemlich der einzige Ort, den Maya nicht bereisen möchte, da dort ihre Adoptivmutter Karoline lebt und sie nur durch einen Zufall erfahren hat, dass diese nicht ihre leibliche Mutter ist.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Perspektive wechselt zwischen Maya und Karoline. Karolines Kapitel sind zum Teil Rückblenden, in denen man nach und nach erfährt, warum sie Maya die Wahrheit so lange vorenthalten hat.
Ich war bisher noch nicht auf La Gomera, aber die bildhaften Beschreibungen von Katharina Herzog haben mir große Lust auf eine Reise dorthin gemacht. Die Insel und die Bewohner werden so authentisch und lebendig beschrieben, dass ich während des Lesens schon fast das Gefühl hatte vor Ort zu sein und das Künstlerdorf El Guro nun unbedingt einmal erleben möchte. Ebenso beeindruckend wie die Landschafbeschreibungen der Insel fand ich das Lichterfest in Taiwan und die Darstellung des Meeres beim Tauchen.
Maya wirkt für ihre 32 Jahre ein wenig unreif und zu Beginn macht es den Eindruck als ob ihr die Follower ihres Blogs und jedes Like wichtiger sind als reale soziale Kontakte. Die übrigen Charaktere wirken zum Teil ein wenig skurril, aber durchaus liebenswert und authentisch.
Trotz kleiner inhaltlicher Ungereimtheiten hat mir der Roman gut gefallen und ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt. Es ist ein schöner Wohlfühlroman, der wunderbar auf den Sommer und Sommerurlaub einstimmt.

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Unterhaltsamer Wohlfühlroman

Rezensionen von liesmal:

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Wartezeiten leichtgemacht

Mit Wittgenstein im Wartezimmer von Nicolas Dierks

„Mit Wittgenstein im Wartezimmer“ von Nicolas Dierks – ein kleines Buch im Taschenformat mit großer Wirkung. In zwölf Kapiteln beschäftigt sich der Autor mit oft unerfreulichen Wartezeiten in alltäglichen Situationen und verbindet sie jeweils mit einem philosophischen Gedanken.

In meinen Lieblingskapiteln sind wir mit Davidson im Stau, mit Arendt am Flughafen, mit Darwin im Kaufhaus oder mit Sokrates im Buchladen.

Und immer ist Nicolas Dierks dabei und zeigt dem Leser, wie nervige Wartezeiten an unterschiedlichen Orten durch erfrischende Erzählungen in Verbindung mit philosophischen Häppchen zu kurzweiligen Momenten werden können.

Obwohl ich sehr vielseitig interessiert bin, habe ich die Philosophie bisher eher „links liegen lassen“. Das wird sich jetzt ändern. Nicolas Dierks hat mir mit diesem kleinen Buch und den locker-leichten und teilweise lustigen Geschichten auch gezeigt, dass es sich lohnt, über die eigenen und auch die Denkweisen anderer nachzudenken und dadurch den Blick auf viele Dinge positiv zu erweitern.

Am Ende des Buches gibt es eine Auswahl an Büchern, die als Anregung zum Weiterlesen dienen.

Eine Bereicherung bestimmt nicht nur für mich - ich empfehle das großartige Buch gern weiter.

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Wartezeiten leichtgemacht

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

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Schräg

Großmutters Haus von Thomas Sautner

Wer pseudophilosophische Bücher mag, wird diesen Roman lieben!
Hier reihen sich Geschichten über sexuelle Phantasien, Domina-Szenen, die Suche nach Gott bzw. nach dem Sinn des Lebens und vieles mehr aneinander. Malina entdeckt in ihrer Großmutter Kristyna eine schräge Frau, die ihrer biederen Enkelin zeigt, was das Leben alles zu bieten hat.

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Schräg

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Entzauberung eines Mythos

Die Waffen-SS von Klaus-Jürgen Bremm

Klaus-Jürgen Bremm geht in diesem Sachbuch der Frage nach dem „Selbst- und Fremdbild“ der Waffen-SS nach und fördert interessante Details und nicht so bekannte Insiderinformationen zu Tage.


In fünf Kapitel geht der Autor, Historiker und Publizist mit dem Spezialgebiet „Militärgeschichte“, dem Mythos der „Prätorianer Hitlers“ nach:

• Die Vorläufer der Waffen-SS bis zum Kriegsausbruch
• Die Waffen-SS bis zum Krieg gegen die Sowjetunion
• „Barbarossa“ – Ein neuer „Germanenzug“ nach Osten
• Die Waffen-SS in der Defensive 1943-45
• Erfolgreicher als im Krieg

Akribisch arbeitet sich Klaus-Jürgen Bremm durch die Geschichte der Waffen-SS, von ihren Anfängen im Juni 1934 bis weit in die Nachkriegsgeschichte.

Bekannt ist, dass die Truppen sich selbst während des Krieges als „Elite-Einheit gesehen haben. Dazu sind sie von Heinrich Himmler richtiggehend in den Olymp der Waffengattungen gehoben worden. Nach dem Krieg haben die Überlebenden den Mythos „wir waren Soldaten wie alle anderen auch“ gepflegt.

Weniger bekannt ist, dass die Truppen aufgrund von einigen unfähigen Kommandanten und bunt zusammengewürfelten Mannschaften nicht die Erfolge brachten, die man von ihnen erwartete. Die Soldaten stammen aus allen Bevölkerungsschichten. Die adeligen Offiziere des Ersten Weltkrieges sind dem Regime ja ein Dorn im Auge und daher verzichtet man auf deren Führungskompetent. Die Soldaten werden einem Aufnahmetest unterzogen den die größtenteils nicht bestehen, daher werden diese Tests wieder abgeschafft – die passende Gesinnung ist Anforderung genug. Später werden dann auch Männer zwangsrekrutiert.

Interessant ist auch, dass ihr trotz oft deutlich besserer Ausrüstung (und Verpflegung) keine nennenswerte militärische Bedeutung zugesprochen werden kann. Mittelmaß und oft Dilettantismus gepaart mit Fanatismus scheint hier die Devise zu sein.

„Je länger der Krieg fortdauert, umso mehr müssen wir die gesamten Führer, Unterführer und Männer zu immer fanatischeren und überzeugteren Willensträgern der nationalsozialistischen Weltanschauung und zur Idee unseres Führers Adolf Hitler erzielen.“
(S.49)

Die Soldaten der Waffen-SS sind Soldaten der Propaganda, die durch ihr martialisches Auftreten in den schwarzen Uniformen aus dem üblichen Feldgrau hervorstechen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass diese Formationen eher die „inneren Feinde“ in Schach halten sollten, denn mit besonderen militärischen Leistungen können sie nicht aufwarten. Im Gegenteil, man kann ihnen jede Menge Kriegsverbrechen nachweisen, die nach dem Krieg häufig nur milde geahndet werden, wie die Urteile der Kriegsverbrecherprozesse beweisen.

Eine besondere Beachtung schenkt Klaus-Jürgen Bremm den Mitgliedern der Waffen-SS und ihrem Verhalten in der Nachkriegszeit. Mit der, ihnen in Fleisch und Blut übergegangenen Mitteln der Propaganda, feilen sie an ihrem Mythos „nur gewöhnliche Soldaten“ gewesen zu sein. Hier klaffen Selbst- und Fremdbild deutlich auseinander. So stellen sie sich als Kämpfer für
Der Autor wagt die interessante Feststellung, dass der wahre Erfolg von Hitlers überschätzten Prätorianern, die Darstellung ihrer Rolle während des Krieges gewesen ist. Mit ihrer »kämpferischer Bewährung, Heldentum und Opfermut« verschleiern sie ihre wirkliche Bedeutung bei den Verbrechen des Zweiten Weltkrieges.

Die detaillierten und sachlichen Schilderungen werden durch zahlreiche Fotos und Karten zu den einzelnen Schlachten unterstützt. Im Anhang gibt neben einer genauen Übersicht sämtlicher Verbände der Waffen-SS, ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis.

Fazit:

Ein penibel recherchiertes und fundiertes Sachbuch zu einer lange Jahre überschätztes „Eliteeinheit“ des Dritten Reiches. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Entzauberung eines Mythos