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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von simone.h1:

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Großmutter

Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky

Der namenlose Ich-Erzähler wächst bei seinen Großeltern auf, die mit ihm von Russland nach Deutschland auswandern. Seine Oma behütet ihn und will ihn vor irrwitzigsten Gefahren schützen, sodass der Junge ein sonderbarer Einzelgänger wird. Als jedoch eine junge Frau mit ihrer Tochter ins Wohnheim einzieht gerät das Familienleben gehörig aus der Bahn.

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Ich habe diesen Roman als ersten der Autorin gelesen und weiß jetzt schon, dass sicherlich noch einige Lektüren folgen werden. Selten hat mich ein derart ruhiges Buch so gefesselt. Die Sprache ist angenehm klar und unverschnörkselt. Die Erzählung an sich ist auch eher leise und baut sich nach und nach eher langsam auf. Trotzdem konnte ich diesen Roman so gut wie gar nicht aus der Hand legen. Besonders toll finde ich die Figuren, da diese von Anfang an für den Leser greifbar sind und alle ihren eigenen Charme versprühen. Auch der Grundgedanke dieses Romans ist toll. Hier fließen sehr viele Überlegungen und Denkanstöße ein, die ich in der Form noch in keinem Buch verarbeitet gesehen habe. Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, da für mich alle offenen Punkte nochmals aufgegriffen wurden. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung ohne jeglichen Kritikpunkt!

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Großmutter

Rezensionen von thora01:

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Aelands Geschichte

Witchmark von C. L. Polk

Inhalt/Klappentext:
Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt.

Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amartine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?
(Quelle: Klett-Cotta Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannender und undurchsichtiger Roman. Ich wurde sofort von der Geschichte gefangen genommen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er lässt sich leicht lesen und macht die Geschichte sehr interessant. Die sehr fantasievollen Namen der Protagonisten und Nebenprotas haben mich zu Beginn ein wenig verwirrt. Ich musste mich erst an diese Namen gewöhnen. Der Aufbau der Story gefällt mir sehr gut. Sehr spannend waren für mich die Intrigen die im Verlauf der Geschichte gesponnen wurden. Ich fand es toll wie die Autorin eine kleine Liebesgeschichte in die Story eingebaut hat. Der Abschluss war für mich sehr überraschend. Ich habe nicht mit diesem Ende gerechnet. Die Protas sind sehr interessante Persönlichkeiten. Ganz besonders gefällt mir Miles. Ich fand es sehr mutig von ihm seinen eigenen Weg zu gehen und sich gegen die Traditionen zu stellen. Auch Grace fand ich sympathisch. Sie hat das Herz am rechten Fleck und versucht ihren Weg in der Gesellschaft der Sturmsänger zu gehen. Wobei sie auf starken Widerstand stößt. Alles in Allem wird die Geschichte erst im Zusammenspiel der Protas zu etwas ganz Besonderem.

Mein Fazit:
Wundervolles, fantasievolles Debüt. Ich kann es jedem der Fantasy liebt und sich in den Wirrungen von Intrigen verlieren will empfehlen. Ich hoffe schon auf eine Fortsetzung.

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Aelands Geschichte

Rezensionen von Gudrun Gaber:

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… ich werde ein anderer sein

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Der Autor, Charles Lewinsky, lässt uns am Leben des Stotterer Johannes Hosea Stärckle teilnehmen. Der Zeitraum des Buches geht vom Häftling Stärckle (Johannes Hosea Stärckle hat sich durch div. Briefe seinen Unterhalt ergaunert, zB Enkeltrick …) bis zum Autor Johannes Hosea.
Mir hat der Erzählstil gefallen.

Der Autor lässt uns durch Tagebucheintragungen, Korrespondenz für den Padre der JVA (der das Talent von Stärckle erkennt), in Fingerübungen und am Ende in „aus meinem Leben“, den aus strengst religiösen (eher eine sektenartige Gemeinde) und desaströsen Familienverhältnissen kommende Hauptfigur kennen lernen.
Das Buch an sich ist mir persönlich etwas zu lang – manche „Fingerübungen“ müssten nicht sein.

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… ich werde ein anderer sein

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

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Die Macht der Worte

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Johannes Hosea Stärckle ist Stotterer und trotzdem, oder eigentlich gerade deswegen, ein Meister des geschriebenen Wortes. Eine schriftstellerische Unsorgfältigkeit hat ihn dann allerdings ins Gefängnis gebracht („Ich befinde mich in Rätselhaft“ S 63) und hier schreibt er Briefe an den Padre, einen Verleger und einen Drogendealer.

Er beschreibt Ereignisse aus seiner Vergangenheit, die, wie Stärckle selber immer wieder betont, möglicherweise reine Fiktion sind – „Geschichtenerzähler müssen keine Bekenner sein, sondern gute Lügner“. Manchmal philosophisch, aber immer unterhaltsam sind die Gegenüberstellungen von Bibelsprüchen und Schopenhauerzitaten.

Lewinsky lässt Stärckle das geschriebene Wort einsetzen, um andere (und auch den Leser) zu bezaubern, eigentlich um zu manipulieren. Er schreibt sprachlich virtuos, originell, oft zynisch und bei aller beschriebenen Tragik auch immer wieder humorvoll. Bei so großartiger sprachlicher Kunst, können dem Autor ein paar Längen zwischendurch problemlos verziehen werden.

Ein Schelmenroman über das Erzählen, über Literatur und die Kunst zu lügen, aber auch über die Bereitschaft, belogen zu werden.

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Die Macht der Worte

Rezensionen von Meli:

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Magisch!

Witchmark von C. L. Polk

Miles gehört zu der weniger mächtigen Art der Sekundäre, die in seinen Kreisen nur dafür da sind, einen Sturmsänger nur noch stärker zu machen. Daher wurde er schon sein ganzes Leben als wertlos angesehen und unterdrückt. Kein Wunder, dass er fern von dieser Gesellschaft seine Gaben nutzen möchte, um seine eigenen Ziele zu verfolgen, statt eine Marionette zu sein.

Ich finde es sehr mutig von ihm, dass er sich so seinem sogenannten Schicksal widersetzt und seinen eigenen Weg geht.

Der schöne Amaranthine ist in diesem Buch einer meiner Lieblingscharaktere, sehr charmant, mysteriös und passt daher schon ins Bild des üblichen Love-Interests. Ich mochte ihn aber auch, weil er Miles begleitet, unterstützt und ihn auch so positiv beeinflusst.
Miles' Schwester Grace hingegen fand ich einfach nur unerträglich. Zwar gibt sie immer vor, auf seiner Seite zu stehen, aber dabei reagiert sie immer so übertrieben emotional, dass ich ihr das einfach nicht glauben konnte. Und da man auch nicht so ganz durchschauen kann, was ihre Motive sind, konnte ich ihr kein Vertrauen schenken.

Das Buch hat teilweise etwas von einem magischen Krimi, da ein Mord und andere Mysterien aufgeklärt werden sollen. Solche Geschichten mag ich meistens sehr gerne und auch hier hat mir das Setting und die Spurensuche sehr gut gefallen und die Elemente haben einfach wunderbar harmoniert. Die Abenteuer von Miles, während er seinen eigenen Weg zwischen Magie und Freiheit findet, waren spannend, auch wenn ich ihn manchmal etwas egoistisch fand, wenn er sich sehr stur verhält - aber andererseits: Kann der Wunsch nach Freiheit wirklich egoistisch sein?
Krieg, Krankheit und magische Intrigen bieten dazu eine schöne Kulisse und ergeben zusammen eine runde Geschichte.
Manche Passagen waren für meinen Geschmack dann etwas zu langatmig und das Buch nimmt nur langsam Tempo auf. Trotz der Spannung hatte ich eher das Gefühl, gemütlich durch die Handlung getragen zu werden.

Fazit
Mir hat "Witchmark - Die Spur der Toten" ziemlich gut gefallen. Magisch-romantisch, spannend und einfach gut. Ich fand es zwar etwas langatmig, aber die Welt hat mich doch sehr verzaubert!

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Magisch!

Rezensionen von Rina:

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Depression in der Familie

Der Goldfisch ist unschuldig von Tanja Fabsits

Henri hat die Nase voll! Tag für Tag erlebt er seinen Vater, wie dieser lethargisch auf dem Sofa liegt und lediglich das Goldfischglas anstarrt. Kurzerhand packt Henri das Glas und schmeißt es mitsamt Inhalt aus dem Fenster. Der Goldfisch überlebt, dank der Hilfe des Hausmeisters. Von diesem Tag an entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen dem Jungen und dem Hausmeister.

Henri kann ihm von seinen Ängsten und Sorgen erzählen und von denen hat er im Moment ausreichend.

Die Autorin beschreibt aus der Ich-Perspektive des kleinen Henri, wie sich die Depression eines Familienmitgliedes auf Angehörige auswirken kann. Immer wieder macht sich der Junge Vorwürfe und sucht die Schuld für den Zustand seines Vaters auch bei sich selbst. Aus diesem Grund versucht er diesen Zustand auch selbst zu ändern. Er nimmt das "Glück" seines Vaters in die Hand und schmiedet einen Plan. Er möchte ihm das schönste Weihnachtsfest aller Zeiten bescheren. Ein Countdown mit ständig neuen Hindernissen und Herausforderungen beginnt. Begleitet von einem starken Resilienzfaktor, dem Hausmeister. Dieser unterstützt den kleinen Henri in seinem teils aussichtslosen Kampf gegen die Depression seines Vaters.

Zu empfehlen ist dieses Buch Kindern ab 9 Jahren. Insbesondere für Kinder, deren Angehörige ebenfalls an einer Depression erkrankt sind eignet sich das Buch. Es kann aber auch von Kindern und Jugendlichen gelesen werden, die vielleicht selbst unter Antriebslosigkeit oder Depressionen leiden.

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Depression in der Familie

Rezensionen von Amena25:

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Schade!

Der Goldfisch ist unschuldig von Tanja Fabsits


Das apart gestaltete Cover und der vielversprechende Titel, die spannenden Schauplätze Johannesburg und Kapstadt haben mein Interesse an diesem Krimi geweckt. Leider wurde ich enttäuscht.
Offenbar wollte der Autor zu viele Handlungsstränge, Figuren und Motive in seinen Kriminalroman packen, sodass dieser teils überladen, teils nicht stimmig wirkt.

Zum Inhalt: Frank Sattler, Naturwissenschaftler, wird von einem guten Freund gebeten, nach Südafrika zu reisen, um dort nach dessen Tochter Pia zu sehen, die offensichtlich in Gefahr schwebt.
Sattler stimmt dieser Bitte überraschend schnell zu. Dort angekommen erwartet ihn Pia, die Mitglied einer Nichtregierungsorganisation ist, die Obdachlose unterstützt. Doch anders als erwartet tritt sie sehr sicher, selbstbewusst und keineswegs verängstigt oder hilflos auf. Sie erwartet ganz andere Unterstützung von Sattler: er soll vermutlich vergiftetes Trinkwasser für Pia und ihre Organisation analysieren. Sattler verfällt rasch Pias Charme, es kommt sehr schnell zum Sex, was nicht so recht zur Rolle Sattlers als ,,väterlicher Freund
und Helfer" passen will.
Parallel dazu geht es um eine Art Wunder-Torpedo der deutschen Marine, der in Kapstadt präsentiert und dabei ,,entführt" wird, außerdem um eine äußerst mächtige indische Familie deren suizidgefährdeter Abkomme, illegale Immobiliengeschäfte usw. Pia, ihre Mitstreiter und Frank Sattler geraten in Lebensgefahr.
Die Idee der NGO und der skrupellosen Immobiliengeschäfte finde ich packend und hätte meiner Ansicht nach auch schon für einen spannenden Krimi gereicht. Auch die Flucht in die Berge ist anschaulich und gut beschrieben. Die weiteren Handlungsstränge überfrachten meiner Meinung nach aber den Krimi, lassen ihn etwas zusammengepuzzelt erscheinen und nicht ganz schlüssig erscheinen.
Hinzu kommt das widersprüchliche und teils nicht ganz nachvollziehbare Verhalten der Figuren. So wird z.B. Frank Sattler als sehr erfahren und als kluger Kopf beschrieben, dabei tappt er naiv in fast jede sich bietende Falle.
Auch sprachlich ist der Krimi leider keine Offenbarung (z.B. ,,Sattler schoss zwei Fragen durch den Kopf." S. 99).
Bei den Schilderungen der Stadtszenen und der Landschaft erkennt man, dass der Autor jahrelang selbst in Südafrika gelebt hat und so aus eigener Erfahrung berichten kann. Aber leider ergibt das noch keinen spannenden und schlüssigen Krimi. Schade!

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Depression in der Familie

Rezensionen von Lesestern:

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Zwei Koffer voller Sehnsucht und die Reise in ein neues Leben

Der Goldfisch ist unschuldig von Tanja Fabsits

"Das Herz voller Träume" von Lindsay Harrel ist im francke- Buch Verlag erschienen und erzählt die Geschichte der Zwillingsschwestern Megan und Crystal Jacobs.
Aufgrund einer langjährigen Herzerkrankung seitens Megan durchleben die beiden eine sehr unterschiedliche Entwicklung, die die früher eng verbundenen Schwestern entzweit.

Megans Welt besteht aus ständigen Krankenhaus-Aufenthalten und einem auf Sicherheit bedachten Leben während Crystal heiratet und das Karriere-Leben einer erfolgreichen Architektin genießt, bei dem Werte wie Ehe und Familie in den Hintergrund geraten.
Als Megan nach Jahren des Wartens ein neues Herz erhält, kann sie ihr altes Leben und die aufgebauten Strukturen ihrer Sicherheit nicht ohne weiteres zurücklassen.
Durch die Begegnung mit ihrem besten Freund aus Krankheitstagen stellt sie sich dem Besuch der Familie ihrer Spenderin.
Dabei erhält sie das das Tagebuch von Amanda, deren junges Herz nun in ihr schlägt und mit ihm die Wunschliste ihrer Lebensträume.

In Begleitung ihrer Schwester Crystal startet Megan eine abenteuerliche Weltreise, um die ihr anvertraute Liste posthum zu erfüllen.
So begeben sich die beiden Schwestern auf eine Reise, bei der sie sich auch ihrer Vergangenheit stellen, Gott wieder neu vertrauen lernen und einen neuen Weg einschlagen.

Fazit: Megan und Crystal ´s Koffer, voll von Sehnsüchten, Träumen und Gefühlen werden geöffnet und die alten Sicherheitsschlösser entfernt.
Lindsay Harrel hat einen gut lesbaren dahin fließenden Schreibstil und so schwebt man durch die Seiten dieses bezaubernden Romans und erlebt eine abenteuerliche Reise zu faszinierenden Punkten unserer Erde, getragen auf den Schwingen eines neuen Gottvertrauens.
Ein fesselnder wundervoller Roman mit Wohlfühl-Atmosphäre und der Ermutigung im Vertrauen auf Gott sein Leben zu leben.

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Depression in der Familie

Rezensionen von Gaby 2707:

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Gemeinsam kann man alles schaffen

Der Wal und das Ende der Welt von Ironmonger John

Ein Fremder tut sich schwer nach St. Piran in Cornwall zu finden. Besonders, seit das einzige Ortsschild verschwunden ist. Durchbrochen wird die Idylle des kleinen Ortes, als ein junger Mann nackt am Strand liegt. Gleichzeitig streift ein Wal entlang der Küste. Der junge Mann, Joe Haak, erzählt, dass ihn ein Wal gerettet habe.

Am nächsten Tag strandet dieser Wal. Joe mobilisiert die Einwohner und gemeinsam schaffen sie es, den Wal wieder ins Meer hinaus zu treiben.


Wenn ich an den Weltuntergang denke, den ein Programm, das Joe Haak in London geschrieben hat, vorausgesagt hat, kommen mir gleich Plünderung, Flucht, Mord und Totschlag in den Sinn. Ganz anders ist es bei den 307 Bewohnern des kleinen Ortes an der rauen Atlantikküste. Sie nehmen Joe Haak sofort in ihre Gemeinschaft auf und reagieren mit Menschlichkeit und Zusammenhalt.

Irgendwo habe ich das Wort „Wohlfühldystopie“ gelesen. Und das trifft den Kern der Geschichte sehr gut, wie ich finde. Horrorszenarien, die wie man denken könnte, die Menschen lähmen, lassen sie unter Joes Führung erst gar nicht entstehen, bzw. wenden sie gemeinschaftlich ab. Was alleine nicht geht – viele, die zusammen helfen, schaffen es. Die Hoffnung bleibt immer bestehen.

Die Personen, die John Ironmonger hier agieren lässt, sind zum großen teil außergewöhnlich und sehr sympathisch. Natürlich hat jeder seine Fehler, die sie aber so liebenswert machen. Es geht auch nicht ohne den ein oder anderen Unsympathen. Aber die sind in der absoluten Minderzahl. Die Allermeisten haben das Herz am rechten Fleck und zeigen dies auch. Und Joe Haak – den habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Naja, den für mich etwas kitschigen Schluss hätte ich nicht gebraucht. Wobei die Geschichte darunter nicht leidet.

Ein ganz außergewöhnliches Buch mit ganz besonderen Menschen, die einen an das Gute im Menschen glauben lassen. Eine Geschichte voller Spannung, die mich mitgerissen hat, die ich sehr gerne gelesen habe und die mich bestimmt noch einige Zeit beschäftigen wird. Sie regt zum Nachdenken an.

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Rezensionen von dorli:

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Zum Teufel mit den fiesen Friesen

Zum Teufel mit den fiesen Friesen von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert

Neuharlingersiel im April. Tjark Ukena ist mit seinem funkelnagelneuen Motorrad unterwegs, als er, von einer Gewehrkugel getroffen, die Kontrolle über die Maschine verliert und tödlich verunglückt. Kurze Zeit später ertrinkt Kitesurferin Antje Plumhoff – auch auf sie wurde geschossen…

Dorfpolizist Rudi Bakker ist voller gespannter Vorfreude – sein verschollen geglaubter Vater kommt mit seinen beiden Töchtern aus Kanada zu Besuch.

Dumm nur, dass die Suche nach dem Todesschützen so viel Zeit in Anspruch nimmt, Rudi kann die Familienzusammenkunft gar nicht richtig genießen.

Postbote Henner Steffens hat ein ganz anderes Problem. Er hat sich in die Yogalehrerin Maya verliebt und möchte ihr dies in einem Brief mitteilen. Doch das ist gar nicht so einfach.

Lehrerin Rosa Moll ist sauer. Rudi informiert sie gar nicht über die Fortschritte bei den Ermittlungen. Sie fühlt sich ausgeschlossen, dabei hat sie doch bisher immer mit ihren detektivischen Fähigkeiten zur Lösung der Fälle beitragen können. Kurzerhand macht sie sich allein auf Spurensuche und gerät wieder einmal in eine brenzlige Situation.

Auch Helmut Schnepel ist natürlich wieder mit von der Partie. Dessen absonderliche Kombinationsgabe bringt nicht nur Rudi, sondern auch viele andere Neuharlingersieler zum Verzweifeln. Diesmal nimmt der überhebliche Oberkommissar sogar Henner als möglichen Täter ins Visier.

Christiane Franke und Cornelia Kuhnert erzählen auch ihren sechsten Krimi mit dem Neuharlingersieler Ermittlertrio wieder mit viel Pep und Schwung. Es geht in diesem Buch gewohnt frisch, locker und lebhaft zu – den Leser erwarten neben einer guten Portion Spannung vor allen Dingen Wortwitz und jede Menge Situationskomik.

Auch wenn der Humor und die spannende Verbrecherjagd im Vordergrund stehen, darf eine kräftige Dosis Lokalkolorit natürlich nicht fehlen. Neben einem Ausflug in die Historie des Landstrichs – es geht um die ostfriesischen Häuptlinge – wurde auch der Alltag der Dorfgemeinschaft mit allem, was die Küstenbewohner interessiert und bewegt, in die Handlung integriert. Themen aus Kultur und lokaler Politik werden genauso beleuchtet wie regionale Projekte. Auch auf einige Spezialitäten und Leckereien aus der ostfriesischen Küche nebst Rezepten im Anhang kann sich der Leser wieder freuen.

„Zum Teufel mit den fiesen Friesen“ hat mich durchweg begeistert – ein großartiges Lesevergnügen.

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Zum Teufel mit den fiesen Friesen