Kunden em pfehlungen
Rezensionen von verhei:
kurzweilige, humorvolle Sommerlektüre mit Agenten und Politikbezug
00-Laschet von David Safier
Armin Laschet, gescheiterter Kanzlerkanditat, ist im Begriff seinen neuen Job als Bundespräsidenten anzutreten. Dafür verlässt er sein geliebtes Reihenhaus in Aachen und zieht nach Bellevue um standesgemäß Empfänge abhalten zu können. Doch nichts ist so wie es scheint, gibt es doch unter dem Dienstsitz eine versteckte Geheimdienstzentrale des MI.
Überrumpelt weiß Laschet nicht, ob er nicht den Geheimdienst, der auch dem Parlament unbekannt ist, auffliegen zu lassen. Doch es geht einfach rund überlebt er doch in den ersten vierundzwanzig Stunden einen Anschlag. Und rasch fügt er sich in seinen Auftrag. Er fungiert als Türöffner für die Agenten an seiner Seite, allem voran der jungen Topagentin 12, die die Welt vor der Auslöschung bewahren soll.
Wie man anhand der Gestaltung des Covers leicht feststellen kann, handelt es sich um ein Buch von David Safier, der schon eine Reihe um Angela Merkel als Ermittlerin verfasst hat.
Die Romanfigur Armin Laschet erscheint gemütliche Frohnatur, die teilweise etwas tollpatschig durch die Geschichte gleitet. Wie kommt man sonst fast zu einer Affäre mit dem Popstar Madonna. Umgeben von Agenten des geheimsten Geheimdienstes, bildet er also etwas den Gegensatz. Er ermittelt nicht im James Bond Manier sondern gemessen seiner Art – ruhig und gemütlich.
Der Stil ist humorvoll und leicht, typisch für Safier. Es gibt diverse Spitzen gegen Politiker der ganzen Welt und auch etwas gegen den Typus eines Geheimagenten. Es ist eben ein humorvoller Agentenroman, der aber auch bewusst überzeichnet bzw. abstrus ist.
Eine ideale leichte, humorvolle Sommerlektüre mit etwas Politikbezug.
Rezensionen von Sheilo:
Mit Humor gegen die Angst
Papafant - Angst im Dunkeln? Ich doch nicht! von Nicola Anker
Die kleinen Elefantenkinder Rüsselchen und Tröt haben Angst im Dunkeln, doch Papafant weiß genau, wie er ihnen helfen kann. Auch wenn er dabei zeigt, dass auch er manchmal Angst hat.
"Papafant - Angst im Dunkeln? Ich doch nicht!" Ist ein wunderschönes Kinderbuch ab 3 Jahren, welches den Kindern das Thema Angst auf humorvolle und charmante Art näher bringt.
Denn Angst ist ganz normal im Leben und wir Erwachsenen besitzen alle Ängste, auch wenn das manchmal nicht ganz so offensichtlich ist. Und genau das vermittelt dieses Kinderbuch, indem witzige Szenen die Kinder zum schmunzeln bringen. In meinen Augen regt die Geschichte von Papafant die Kinder auch dazu an, offen über ihre Ängste zu sprechen.
Die Texte sind kurz gehalten und passend dazu finden sich auf jeder Seite süße Illustrationen in gedeckten Farben. Die Schriftgröße eignet sich sehr gut zum Vorlesen und ich finde, dass sich die Geschichte sehr leicht und gut betont vorlesen lässt.
Meine Kinder mögen die Geschichte der Elefantenfamilie sehr und vielleicht gibt es ja zukünftig noch weitere Themen, die Papafant ihnen näher bringt.
Rezensionen von Anilam:
Ein ungewöhnlicher Roman
Ochsenkopf von Manik Sarkar
„Ochsenkopf“ ist definitiv kein gewöhnlicher Roman. Im Mittelpunkt steht Rensing, ein Metzger mit einer außergewöhnlichen Leidenschaft für sein Handwerk. Gerade diese Begeisterung wird unglaublich authentisch beschrieben. Obwohl ich mit dem Thema Metzgerei eigentlich wenig Berührungspunkte habe, fand ich es spannend, mehr über dieses Handwerk zu erfahren.
Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil. Er ist ruhig, bildhaft und lässt einen tief in die Gedankenwelt der Figuren eintauchen. Rensing ist keine klassische Hauptfigur - seine Sturheit, seine Perfektion und seine Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen machen ihn zu einer sehr glaubwürdigen und interessanten Figur.
Mich hat vor allem beeindruckt, wie der Roman zeigt, was passieren kann, wenn jemand für seine Leidenschaft lebt, dabei aber den Anschluss an die Menschen um sich herum verliert. Trotz der ernsten Themen gibt es immer wieder Momente mit feinem Humor, die die Geschichte auflockern.
Für mich ist „Ochsenkopf“ ein ruhiger, kluger und ungewöhnlicher Roman. Ich kann das Buch allen empfehlen, die charakterstarke Figuren und Geschichten mögen, die sich Zeit nehmen und nicht nach dem typischen Schema verlaufen.
Rezensionen von Ryria:
Gefährliche Welt mit Drachen und Luft nach oben
Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe) von Elise Kova
Elise Kova ist ein überzeugter Nerd und so überrascht es nicht, dass auch ihr neuestes Buch von ihren Hobbys inspiriert wurde: DnD, gefährliche Drachen, Attack on Titan, Elden Ring...
Eine spannende Mischung und doch passt alles wunderbar in dieser Geschichte zusammen. Die Stadt Vingard ist die Heimat von Isola und dem Rest der Menschheit, vor den Toren lauert der Tod in vielfältigen Formen, so u.
a. auch Drachen. Das Problem ist nur, dass auch Menschen dazu verflucht sein können, sich in Extremsituationen in Drachen zu verwandeln.
Genau diese Befürchtung plagt Isola und während solche immer wiederkehrenden Gedanken und Sorgen durchaus nachvollziehbar und authentisch sind, hat es nach einer Weile doch etwas meinen Lesefluss gestört.
Diese hauptsächlich im Mittelteil auftretenden Längen und Wiederholungen sind wohl mein größter Kritikpunkt an diesem Auftakt der Geschichte.
Dabei konnte mich der Rest aber durchaus begeistern. Man wird zu Beginn direkt ins kalte Wasser und einen Drachenangriff hineingeworfen, was ich als Einstieg super fand. Gleichzeitig wird man aber auch mit zahlreichen Begriffen erschlagen, hier habe ich doch einige Seiten gebraucht, bis ich durchgeblickt habe.
Im Anschluss begibt man sich recht schnell ins Tribunal - einerseits hätte ich gerne noch mehr vorher über diese Welt erfahren, andererseits waren die Prüfungen und Herausforderungen des Tribunals auch schön spannend und die Lösungen von Isolas Gruppe kreativ und gelungen.
Neben einer schönen Freundschaft gibt es dort natürlich auch eine Liebesgeschichte, die aber ziemlich langsam beginnt, was mich persönlich jetzt nicht gestört hat.
Eine kleine Warnung noch: Für ein Young Adult Buch ist es allerdings oft auch ziemlich brutal und nicht gerade nett zu den Charakteren, dabei sind manche Szenen laut Kova sogar schon entschärft worden.
Insgesamt ein spannender Auftakt, der trotz kleiner Schwächen Lust auf die Fortsetzung macht.
Rezensionen von Lotta:
Tod den Reichen!
Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri
Colomba Caselli wird als Privatdetektivin engagiert, um herauszufinden, ob ein Fußballstar wirklich verünglückt ist oder ob es Mord war. Mit dabei ein guter Freund und Ex-Freund Dante Torre. Es ist ihr erster Fall in der Privatwirtschaft. Zuvor war sie Polizistin...
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig.
Ich habe einiges an Zeit gebraucht, um mich überhaupt mit dem Buch anfreunden zu können. Perspektivisch wird zwischen Colomba, Dante und einer nicht bekannten Person gewechelt. Letztere erhält auch eine andere Schriftart, sodass es nicht zu Verwechselungen kommen kann.
Thematisch fand ich die Idee ziemlich gut (sonst hätte ich das Buch wohl nicht lesen wollen). Gleichberechtigung, die Schere zwischen Arm und Reich und was es noch so alles gibt, was man als Leser gar nicht zwingend immer alles vor Augen geführt haben möchte. Die Idee einen Wolkenkratzer zu haben, in dem oben die Reichen wohnen und je niedriger das Stockwerk, desto Ärmer sind alle, fand ich ziemlich treffend.
Die Charaketere sind sehr außergewöhnlich mit ihren Ecken und Kanten. Ich weiß gar nicht, wann zuletzt in einem Buch so viel Alkohol, Koffein und Tabak konsumiert wurde.
Leider gibt es immer wieder Logikfehler. Plötzlich ist ein Tesla ein Lexus, dann wieder ein Tesla, um nur ein Beispiel zu nennen ohne zu spoilern. Das hat mich glaube ich am meisten an dem Buch gestört. Dazu hat es mich nie vollständig abholen können. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.
Rezensionen von jori1020:
Ein Roman über die kleinen Begegnungen des Lebens
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Es gibt Bücher, bei denen gar nicht das eine große Ereignis im Mittelpunkt steht, sondern die vielen kleinen Momente dazwischen. Genau so ein Buch ist 'Guten Morgen, schönes Wetter heute' von Tanja Kokoska.
Schauplatz ist die Siedlung „Am Kastanienbaum“, ein ganz gewöhnlicher Wohnkomplex mit Menschen, die zwar Tür an Tür leben, sich aber kaum kennen.
Da ist die alleinerziehende Ina, die sich Sorgen um die Zukunft macht, Herr Bello mit seiner verborgenden Leidenschaft für Frauenkleider und Tanzen, Frau Arslan, die Gedichte von Rainer Maria Rilke liebt und diese auf ganz besondere Weise mit anderen teilt oder Baggerfahrer Paco, der immer von einem besonderen Fund träumt und eines Tages bei Bauarbeiten einen Blindgänger entdeckt. Während die Evakuierung der Siedlung vorbereitet wird, geraten die unterschiedlichsten Menschen miteinander in Kontakt und ihre Lebenswege beginnen sich nach und nach zu kreuzen.
Besonders gelungen ist, wie es der Autorin gelingt, aus vielen einzelnen Geschichten ein stimmiges Ganzes entstehen zu lassen. Anfangs scheint jede Figur für sich zu stehen, doch mit jeder Begegnung wächst das Gefühl, dass diese Menschen mehr verbindet, als sie selbst ahnen. Dadurch entwickelt der Roman eine angenehme Ruhe und gleichzeitig eine große Wärme. Man begleitet die Bewohner durch ihren Alltag, lernt ihre Sorgen, Hoffnungen und kleinen Eigenheiten kennen und schließt viele von ihnen schnell ins Herz.
Auch sprachlich hat mir der Roman sehr gefallen. Er erzählt unaufgeregt und mit viel Feingefühl, findet dabei aber immer wieder humorvolle Momente und berührende Szenen, ohne jemals kitschig zu werden. Besonders die wiederkehrenden Rilke-Zitate setzen schöne Akzente und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Erwähnenswert ist außerdem das farbenfrohe Cover, das die Vielfalt der Bewohner wunderbar widerspiegelt.
Ich habe das Buch als Hörbuch, erschienen im Audio Verlag, gehört. Ulrike Kriener als Sprecherin ist dafür eine ausgezeichnete Besetzung. Mit ihrer ruhigen und warmen Stimme verleiht sie den Figuren viel Persönlichkeit und transportiert die besondere Atmosphäre der Geschichte hervorragend.
'Guten Morgen, schönes Wetter heute' ist ein warmherziger Roman über Einsamkeit, Zufälle und die Kraft des Miteinanders. Er erinnert daran, wie viel entstehen kann, wenn Menschen anfangen, nicht nur nebeneinander, sondern miteinander zu leben. Ein Buch, das einen mit einem Lächeln und einem etwas aufmerksameren Blick auf die Menschen im eigenen Umfeld zurücklässt.
Rezensionen von Micki:
Nicht nur toll für Kinder
Idefix und die Unbeugsamen 09 von René Goscinny; Albert Uderzo; Philippe Fenech; Suaëna Airault; Sébastien Viaud; Philippe Clerc; Olivier Serrano; Yves Coulon
Mit „Idefix und die Unbeugsamen“ kehrt der mutige kleine Hund aus dem Asterix-Universum als Held seiner eigenen Abenteuer zurück. Die Geschichten spielen im Jahr 52 vor Christus, als ganz Lutetia von den Römern besetzt ist – bis auf eine kleine Gruppe unbeugsamer Tiere, die sich unter der Führung von Idefix gegen die Besatzer stellt.
Der Comic überzeugt mit drei abwechslungsreichen Geschichten, die durch eine schnelle Handlung und viele lustige Einfälle bestechen. Die Abenteuer sind witzig und humorvoll erzählt und greifen den bekannten Charme der Asterix-Reihe gekonnt auf. Dabei sorgen Idefix, Turbine, Dertutnix und ihre tierischen Freunde immer wieder für amüsante Situationen, in denen die Römer das Nachsehen haben.
Dank der kurzen Texte und der übersichtlichen Gestaltung eignet sich der Band auch für Leseanfänger, die erste Comics selbst entdecken möchten. Gleichzeitig kommen erwachsene Fans von Asterix und Obelix voll auf ihre Kosten, denn der typische Humor, die liebevollen Anspielungen und die vertraute Atmosphäre machen das Lesen zu einem großen Vergnügen.
Ein rundum gelungener Comic, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert und mit viel Witz zeigt, dass auch die Kleinsten den Römern ordentlich die Stirn bieten können.
Rezensionen von Lotta:
Sehr lange Einleitung, tolles Worldbuilding, Spannung erst am Ende
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Eine Inselgruppe bei der eine Insel mit Rainshadow City. Hier darf nur Leben, wer vollwärtiger Bürger ist. Alle anderen Leben vor dem Zaun oder auf den eingenommenen anderen Inseln rund herum. Die Wahlgeschwister Toshiko, Jun und Mei haben es hinter den Zaun geschafft und versuchen irgendwie zu überleben.
Vor dem Zaun und auch in Teilen hinter dem Zaun herrschen die Lucky Crows, wobei eigentlich ja die Kaiserin. Vielleicht auch nicht. Toshiko jedenfalls stielt dem Anführer der Lucky Crows eine Drachenperle und die Dinge nehmen ihren Lauf...
Die Welt wird sehr detailliert aufgebaut. Leider etwas zu detailliert, sodass ich von mindestens einem Drittel Einleitung ausgehen würde. Es passiert gefühlt sehr wenig bis gar nichts. Dadurch ist es mir sehr sehr schwer gefallen am Buch überhaupt dran zu bleiben. Irgendwann sind die Charaktere dann wirklich zu genüge eingeführt, sie sind sich alle mal begegenet und dann geht es plötzlich Schlag auf Schlag und so ist in den letzten 150 bis 200 Seiten auch endlich etwas Spannung aufgekommen.
Bis zum Ende fehlten mir Erklärungen der Drachen und Magie. Ja, es gibt sehr viele Möglichkeiten der Fortsetzung. Doch durch die sehr lange Einleitung und der Spannung, die bis zum Ende aufgehoben wurde, bin ich mir sehr sicher, dass ich keinen weiteren Teil lesen werde. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.
Rezensionen von Petra:
Eine Alltagsgeschichte
Fehlerhaft und wunderbar von Antoine Laurain
Eine sechs im Diktat ist kein Weltuntergang, aber eine Tatsache gegen die man angehen muss. Und das heißt üben, üben, üben. Im realen Leben hier in Deutschland wäre das so. Im Frankreich wo der Autor lebt, ist es für ihn ein Anlass es dem Kind vor zu machen. So etwas kann nach hinten los gehen.
Die Eltern, eigentlich schon in der Trennung, kümmern sich. Sie erinnern sich, Sprache ist etwas Wunderbares man muss sie nur anwenden.
Nicht nur um etwas zu sagen, sondern mit dem Gesagten auch Unausgesprochenes transportieren.
Wie man sagt ich liebe dich und meint ich kann ohne dich nicht leben, du bis das Größte für mich auf der Welt.
Ich muss zugeben da hat die französische Sprache der unseren viel voraus. Sie hat eine andere Melodie, ein anderes Tempo und auch manchmal die schöneren Formulierungen. Manches klingt auch auf Französisch viel schöner.
Alles das versucht der Autor zu vermitteln, in seiner eigentlich kleinen Alltagsgeschichte. Es ist angekommen, ein kleiner Junge, mit einer schrecklichen Note, wird abgeholt genau da wo er steht. Seine Eltern sehen mehr in diesem Diktat, sie sehen ihr eigenes Leben wir müssen nur hinschauen.
Die Romane des Autors sind eigentlich immer Alltagsgeschichten, diese nur etwas alltäglicher wie die anderen.
Rezensionen von libraryoflaura:
Was, wenn du den Menschen neben dir nie wirklich kanntest?
Mein Mann, der Mörder von Charlotte Barnes
WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, der Mann, mit dem du jahrelang Tisch und Bett geteilt hast, sitzt seit fast drei Jahrzehnten als eiskalter Serienmörder hinter Gittern.
Du hast mühsam versucht, dir ein neues Leben aufzubauen, hast deinen Namen geändert und die Vergangenheit tief vergraben.
Doch plötzlich liegt er im Sterben, und bricht sein Schweigen.
Er ist bereit, das Rätsel um die restlichen, nie gefundenen Opfer zu lösen.
Aber er stellt eine einzige, unerbittliche Bedingung: Er spricht ausschließlich mit dir.
Würdest du dich den Dämonen deiner Vergangenheit noch einmal stellen, um den Familien der Opfer Frieden zu bringen, selbst wenn es dein eigenes Leben erneut komplett in Trümmer legt?
WAS MIR GUT GEFIEL:
- Maggie als Figur: Sie ist das Herzstück des Buches, und das vollkommen zu Recht. Eine Frau, die jahrelang eine Schuld trägt, die nicht ihre ist, die ihre Söhne schützen wollte und sich selbst dabei vergessen hat. Mit ihr zu fühlen fällt leicht, ihre Entscheidungen zu verstehen manchmal schwer, und genau das macht sie so fesselnd.
- Die ungewöhnliche Perspektive: Nicht der Täter steht im Mittelpunkt, sondern die, die mit seinen Taten leben muss. Das ist erfrischend anders und stellt Fragen, die lange nachwirken: Wie viel Mitschuld lastet auf jemandem, der nichts wusste?
- Gesellschaftliche Tiefe: Das Buch stellt eine Frage, die weit über die Geschichte hinausgeht, wie Familien von Tätern gesellschaftlich mitbestraft werden, obwohl sie selbst Opfer sind.
WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Kaum klassische Thrillerspannung: Wer actionreiche Wendungen und Nervenkitzel erwartet, könnte enttäuscht werden. Das Buch ist deutlich ruhiger als der Titel vermuten lässt, und ordnet sich eher dem psychologischen Familiendrama zu.
- Zäher Mittelteil: Phasenweise verliert die Geschichte spürbar an Dynamik, da sich Gedankengänge wiederholen und die potenziell intensiven Gespräche im Gefängnis manchmal etwas auf der Stelle treten.
- Edwards Perspektive fehlt: Er bleibt eine merkwürdig blasse Figur. Die Gespräche mit Maggie hätten das Potenzial gehabt, wirklich unter die Haut zu gehen, stattdessen bleibt vieles oberflächlich und die Frage nach dem "Warum" letztlich offen.
FAZIT:
"Mein Mann, der Mörder“ ist kein klassischer Thriller, sondern ein eindringliches Porträt einer Frau, die lernt, mit einer Vergangenheit umzugehen, die sie sich nicht ausgesucht hat.
Wer emotionale Charakterstudien und psychologische Tiefe einem reißerischen Plot vorzieht, ist hier genau richtig.











