Kunden em pfehlungen
Rezensionen von isa_mw:
Ehrlich und schmerzhaft
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
Dieses Buch fällt definitiv in die Kategorie „Hätte ich es gelesen, wenn ich es nicht in der Verlosung gewonnen hätte? Eher nicht.“ Umso glücklicher bin ich, dass es nun doch dazu kam. Lidija Hilje hat in ihrem Roman „Dem Meer entgegen“ viele Themen verbunden, die mich persönlich nur gering bis gar nicht tangieren.
Hinzu kommen Missverständnis oder gar Verständnislosigkeit gegenüber der Hauptprotagonistin Ivona, welche ich nicht nur einmal schütteln und mit einem „Denk doch einfach mal vorher drüber nach“ konfrontieren wollte. Trotz alledem hat mich jedes Kapitel auf eine neue Art und Weise berührt - womöglich, weil ich als Frau mit vielen der Themen, mit denen Ivona zu kämpfen hat, auch bereits meine Erfahrungen habe.
Ivona kommt in ihre Heimatstadt zurück und wohnt mit ihrem schwerkranken Vater zusammen. Die beiden verbindet vor allem eine Blutsverwandschaft und die Arbeit im gleichen Betrieb, welchen der Vater einst aufbaute und durch schwierige Zeiten manövrierte. Der Generationenkonflikt zeigt sich daran, dass sie laut Ivona in einer „neuen Zeit mit neuen Problemen“ leben, wohingegen der Vater überzeugt ist, jedwede Situationen in der Vergangenheit schon einmal gemeistert zu haben - egal ob Finanzkrise oder gar Kriege. Ivona ist ohnehin unglücklich in diesem Job, da sie als studierte Biologin, welche in ihrem Ort jedoch seit Jahren keine Anstellung findet, von ganz anderen Aufgaben träumt. So bekommt man als Leser:in Einblick in eine Familie, welche nach konservativen Familienvorstellungen zusammenlebt und gleichzeitig völlig aneinander vorbei.
Vordergründiger kämpft Ivona jedoch mit anderen Themen: ihre große Liebe Vlaho, welche sie aus einem zu Beginn unbekannten Grund nach einigen Jahren Ehe aus einem sehr liebevollen Grund verlassen hat, wohnt ebenfalls in der Heimat - glücklich verheiratet mit seiner neuen Frau Marina, welche er ursprünglich als gute Freundin seiner Ex-Frau kennenlernte. Die beiden leben das kroatische Idealleben: Glücklich verheiratet und gesegnet mit zwei Kindern. Doch zeigt sich schnell, dass dieses Leben nicht für alle Personen ideal ist. Aus einer anfänglich beinahe schon krankhaft wirkenden Liebe und Sehnsucht wird durch den Aufbau der Story schnell eine Liebesgeschichte, die mitreißt und schmerzt, obwohl man selbst kein Teil derer ist.
Ganz besonders ist für mich, wie Lidija Hilje es schafft, Probleme der Protagonistin aufzubauen und für die Leser:innen spürbar zu machen. Durch die sehr gelungene und greifbare Darstellung der Beziehungen der einzelnen Personen, kann man sich enorm schnell einfühlen und wird beinahe schon ein Teil des engsten Kreises. Die Hauptthematik des Buches und auch der Trennungsgrund der Protagonistin Ivona von ihrer großen Liebe Vlaho. Ohne diese zu spoilern möchte ich hervorheben, wie gut die Arbeit der Autorin für mich ist: Sie ist in der Lage, ein Thema, mit dem ich selbst noch keine Berührungspunkte hatte und dessen Intensität ich persönlich als Frau mit anderen Idealvorstellungen kein Stück nachvollziehen kann, so darzulegen, dass ich selbst mittrauere und ständig den Tränen nah war. Dieser Fakt hat mich schnell vom Schreibtalent der Autorin überzeugt.
Generell gefiel mir der Schreibstil sehr gut: die Metaphern und Vergleiche passten sehr gut und haben die Stimmung der Situationen im Buch hervorragend übertragen können, ohne dass es zu poetisch wurde. So wurde der Roman mit seinen knapp 400 Seiten ein Buch, welches ich innerhalb weniger Tage lesen konnte und vor allem wollte.
All diese Punkte werden meiner Meinung nach im Cover vereint: eine Frau, die nahbar und zugleich völlig verschlossen und unerreichbar erscheint. Damit ist die Protagonistin Ivona ideal getroffen und künstlerisch passend verewigt.
Mein Fazit: ein Buch, das ich in einer Buchhandlung vermutlich nicht mitgenommen hätte - umso glücklicher bin ich, es gelesen und mich einer Geschichte geöffnet zu haben, deren Bedeutung für mich im Alltag kaum von Bewandtnis ist. Den Punkt Abzug bekommt es von mir, da sich gewisse Themen auch in ihren Ausdrücken wiederholen, wodurch in einigen wenigen Momenten die Glaubwürdigkeit leidet.
Rezensionen von B.W.:
Frischer Wind aus den Bergen
Alpine Vitalküche von Karin Hofinger
Nicht ein, nein, das perfekte Kochbuch für alle, die sich gesund und nachhaltig ernähren wollen.
Viel Mehr als ein Kochbuch,- ein Lebensbuch mit wunderschönen Naturlicht-Fotografien, welche die alltagstauglichen Gerichte
meisterhaft in Szene setzen.
Zwischen den Rezepten darf man sich immer wieder über spannende Texte freuen, die von Hintergründen der Landwirtschaft in der
Alpenregion erzählen.
Das sorgt für eine wunderbare Tiefe beim Lesen.
Der Autorin und dem Fotografen ist ein Gesamtkunstwerk für Körper, Geist und Seele gelungen!
Rezensionen von ReiShimura:
Spannender Auftakt mit magischem Potenzial
Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein
Sophie Oldensteins Debütroman besticht durch eine geballte Ladung Spannung und Action. Die magischen Elemente geben dem Buch noch einen besonderen Touch. Ein sehr guter Auftakt der Reihe, der Lust auf mehr macht.
Die Autorin greift in diesem Buch auf viele bekannte und bewährte Elemente zurück.
Dennoch schafft sie es, der Geschichte ihren eigenen, ganz persönlichen Stempel zu geben und etwas Besonderes zu erschaffen. Leider gab es aber auch die eine oder andere Unstimmigkeit in der Handlung, daher bekommt das Buch von mir nicht die volle Punktezahl.
Die Internatsschule Ashfield Academy hat bei mir für einige Überraschung gesorgt. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine Zauberschule handelt. Dies ist aber nicht der Fall, wenn es auch einige magisch begabte Schülerinnen und Schüler gibt. Die Kombination finde ich sehr spannend, wobei mir nach dem ersten Band nicht ganz klar ist, ob der Lehrkörper von den magischen Fähigkeiten weiß. Gleiches gilt für die anderen Schülerinnen und Schüler. Hier hätte ich mir ein paar erklärende Worte gewünscht, da so einfach viele offene Fragen geblieben sind.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und an die empfohlene Altersgruppe angepasst. Die Sätze sind recht einfach gehalten. Dennoch verzichtet Sophie Oldenstein nicht auf ausführliche Beschreibungen. Die Schule und die Umgebung kann man sich gut vorstellen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass sie noch ein wenig mehr Zeit und Energie in die Erklärung der Welt investiert hätte. Ich kann mir aber vorstellen, dass dies in den weiteren Bänden der Fall ist.
In diesem Band wird nur eine überschaubare Anzahl von Personen eingeführt. Nicky, Agatha, Pauly und Shu sind eine interessante, aber auch eine recht klischeebehaftete Truppe. Das Zusammenspiel der Charaktere funktioniert und man merkt deutlich, dass alle ihre Stärken und Schwächen haben. Dennoch fand ich die Verhaltensweisen zwischen den Personen manchmal ein wenig zu hart. Der Umgangston ist für meinen Geschmack manchmal ein wenig zu rau.
Alles in allem ist dies eine solide Mischung aus Kriminalfall, Fantasyroman und Internatsgeschichte. Die Academy bietet noch einiges an Potential und es bleibt noch ein wenig Luft nach oben. Dennoch macht das Buch Lust darauf, die Reihe weiterzuverfolgen.
Empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die auf der Suche nach einer magischen Geschichte mit viel Spannung sind.
Rezensionen von ReiShimura:
Spannender Auftakt mit magischem Potenzial
Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein
Sophie Oldensteins Debütroman besticht durch eine geballte Ladung Spannung und Action. Die magischen Elemente geben dem Buch noch einen besonderen Touch. Ein sehr guter Auftakt der Reihe, der Lust auf mehr macht.
Die Autorin greift in diesem Buch auf viele bekannte und bewährte Elemente zurück.
Dennoch schafft sie es, der Geschichte ihren eigenen, ganz persönlichen Stempel zu geben und etwas Besonderes zu erschaffen. Leider gab es aber auch die eine oder andere Unstimmigkeit in der Handlung, daher bekommt das Buch von mir nicht die volle Punktezahl.
Die Internatsschule Ashfield Academy hat bei mir für einige Überraschung gesorgt. Ich bin nämlich davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine Zauberschule handelt. Dies ist aber nicht der Fall, wenn es auch einige magisch begabte Schülerinnen und Schüler gibt. Die Kombination finde ich sehr spannend, wobei mir nach dem ersten Band nicht ganz klar ist, ob der Lehrkörper von den magischen Fähigkeiten weiß. Gleiches gilt für die anderen Schülerinnen und Schüler. Hier hätte ich mir ein paar erklärende Worte gewünscht, da so einfach viele offene Fragen geblieben sind.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und an die empfohlene Altersgruppe angepasst. Die Sätze sind recht einfach gehalten. Dennoch verzichtet Sophie Oldenstein nicht auf ausführliche Beschreibungen. Die Schule und die Umgebung kann man sich gut vorstellen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass sie noch ein wenig mehr Zeit und Energie in die Erklärung der Welt investiert hätte. Ich kann mir aber vorstellen, dass dies in den weiteren Bänden der Fall ist.
In diesem Band wird nur eine überschaubare Anzahl von Personen eingeführt. Nicky, Agatha, Pauly und Shu sind eine interessante, aber auch eine recht klischeebehaftete Truppe. Das Zusammenspiel der Charaktere funktioniert und man merkt deutlich, dass alle ihre Stärken und Schwächen haben. Dennoch fand ich die Verhaltensweisen zwischen den Personen manchmal ein wenig zu hart. Der Umgangston ist für meinen Geschmack manchmal ein wenig zu rau.
Alles in allem ist dies eine solide Mischung aus Kriminalfall, Fantasyroman und Internatsgeschichte. Die Academy bietet noch einiges an Potential und es bleibt noch ein wenig Luft nach oben. Dennoch macht das Buch Lust darauf, die Reihe weiterzuverfolgen.
Empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die auf der Suche nach einer magischen Geschichte mit viel Spannung sind.
Rezensionen von ekiam:
Ein wunderbares Herbstabenteuer mit ganz viel Charme
Stock & Stein - Eine Tasche voller Herbst von Anne-Kathrin Behl
Stock & Stein sind wieder da! Und genauso wie der erste Band hat uns auch Eine Tasche voller Herbst sofort begeistert. Schon das erste Buch wurde bei uns immer wieder aus dem Regal geholt; umso schöner, dass die beiden Freunde nun ein neues Abenteuer erleben dürfen.
Dieses Mal zieht der Herbst in die Jackentasche von Stock und Stein ein.
Dort wartet bereits eine schlecht gelaunte Kastanie, die sich ihr Schicksal eigentlich ganz anders vorgestellt hatte. Sie war überzeugt, einmal etwas Großes zu werden, vielleicht ein Einhorn, ein Spinne oder ein Hase. Stattdessen liegt sie nun in einer Jackentasche und fürchtet, einfach zu vertrocknen.
Doch nach und nach füllt sich die Tasche mit weiteren Herbstschätzen: Eicheln, Zapfen, Blättern und vielem mehr. Jeder Neuankömmling bringt eigene Ideen und Vorstellungen mit, und nach anfänglichen Unsicherheiten entdecken die kleinen Schätze immer neue Möglichkeiten. Sie verkleiden sich, probieren aus, wer oder was sie sein könnten, und wachsen dabei langsam zu einer richtigen Gemeinschaft zusammen.
Als die Jackentasche schließlich zu voll wird, wird sie ausgekippt. Stock und Stein können sich gerade noch festhalten und bleiben in ihrer gemütlichen Tasche zurück. Zunächst genießen sie den neu gewonnenen Platz, doch schon bald fragen sie sich, was aus ihren neuen Freunden geworden ist. Der Blick aus der Tasche zeigt schließlich die schöne Auflösung: Aus den gesammelten Herbstschätzen sind liebevolle Bastelwerke entstanden.
Die Texte sind angenehm kurz, leicht verständlich und bestehen größtenteils aus den Gesprächen zwischen den verschiedenen Herbstschätzen. Dadurch eignet sich das Buch wunderbar zum Vorlesen und bietet gleichzeitig viele kleine Gesprächsanlässe.
Mein persönliches Highlight sind aber wieder die Illustrationen. Genau wie im ersten Band sind Stock und Stein einfach unglaublich niedlich. Die Bilder stecken voller kleiner humorvoller Details, allein Steins Gummibärchen-Kuscheltier sorgt schon für ein Schmunzeln. Es gibt auf jeder Seite etwas Neues zu entdecken, sodass das Buch auch beim wiederholten Anschauen nichts von seinem Charme verliert.
Stock & Stein - Eine Tasche voller Herbst ist eine liebevolle Herbstgeschichte über Freundschaft, Fantasie und die Freude daran, gemeinsam etwas Neues entstehen zu lassen. Für uns wieder ein absolutes Highlight und eine klare Empfehlung.
Rezensionen von Minangel:
tolle Sommerlektüre
Calm my Waves von Tiana Kiel
„Calm my Waves“ ist ein wahnsinnig gutes Buch das mir richtig gut gefallen hat. Ich bin schon nach wenigen Seiten gut in die Geschichte reingekommen und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Besonders das Setting am Meer macht es zu einem Roman der perfekt als Sommer- oder Urlaubslektüre ist. Die Charaktere wirkten auf mich sympathisch und authentisch, wodurch ich mich gut mit ihnen identifizieren konnte.
Insgesamt ist es eine gefühlvolle Geschichte mit tollen Charakteren und einem wunderschönen Setting, die ich sehr gerne gelesen habe und auf jeden Fall weiterempfehlen würde.
Rezensionen von lu_rkz:
Spannender Auftakt
The Darkest Academy 1 – Bones von Beril Kehribar
The Darkest Academy 1 von Beril Kehribar ist ein spannender Auftakt einer Fantasy-Reihe, der Geheimnisse, Magie und Emotionen miteinander verbindet. Schon zu Beginn zieht die Geschichte die Leserinnen und Leser in ihren Bann, da die geheimnisvolle Akademie und ihre düstere Atmosphäre viele Fragen aufwerfen.
Besonders gelungen finde ich den flüssigen Schreibstil, der dafür sorgt, dass sich das Buch leicht lesen lässt und die Spannung bis zum Ende erhalten bleibt. Die Hauptfigur wirkt sympathisch und entwickelt sich im Laufe der Handlung weiter, sodass man ihre Entscheidungen gut nachvollziehen kann. Auch die Nebenfiguren sind abwechslungsreich gestaltet und tragen dazu bei, dass die Geschichte lebendig wirkt. Einige Wendungen waren überraschend und haben mich neugierig auf den weiteren Verlauf der Reihe gemacht. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Hintergrundwissen zur Welt und ihren Regeln gewünscht, dennoch hat mich das Buch insgesamt überzeugt. Wer Fantasy mit Geheimnissen, einer besonderen Akademie und einer Prise Romantik mag, wird an diesem Auftakt viel Freude haben und wahrscheinlich auch den nächsten Band lesen wollen.
Rezensionen von ekiam:
Gelungener Schreibstil, aber die Gefühle kamen bei mir zu spät
Wie man sich einen Gentleman angelt von KJ Charles
Wie man sich einen Gentleman angelt hat einige Stärken, konnte mich als Romance aber leider nicht vollständig überzeugen.
Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil von KJ Charles. Die Geschichte liest sich angenehm flüssig und locker, sodass ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Auch die historischen Elemente und die gesellschaftlichen Zwänge der Regency-Zeit sind stimmig eingebunden.
Gerade die Angst, ein nicht gesellschaftskonformes Leben führen zu müssen und sich selbst vor den engsten Freunden nicht vollständig öffnen zu können, verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Mit Hart und Robin selbst hatte ich allerdings Schwierigkeiten. Beide Figuren blieben für mich emotional etwas auf Distanz, sodass ich nie richtig mit ihnen mitgefiebert habe. Vor allem zwischen den beiden ließ das Knistern lange auf sich warten. Die Annäherung entwickelt sich sehr langsam, und irgendwann habe ich mich dabei ertappt, mich zu fragen, wann ihre Beziehung endlich den Punkt erreicht, an dem die Anziehung auch wirklich spürbar wird.
Wenn es dann schließlich romantisch und körperlich wird, sind die spicy Szenen durchaus gelungen. Für mich konnten sie jedoch nicht ganz ausgleichen, dass die emotionale Verbindung der beiden zuvor nur langsam aufgebaut wurde.
Überrascht hat mich außerdem das Ende. Statt den Fokus vollständig auf das eigentliche Paar zu legen, widmet sich der Abschluss anderen Figuren. Das war zwar eine interessante Entscheidung, hat mich nach dem langen Weg bis zur Beziehung der beiden Protagonisten aber etwas verwirrt.
Insgesamt ist Wie man sich einen Gentleman angelt eine gut geschriebene historische Romance mit interessanten gesellschaftlichen Themen und sympathischen Ansätzen. Leider konnten mich weder die Hauptfiguren noch ihre Liebesgeschichte emotional vollständig erreichen, sodass am Ende trotz guter Unterhaltung etwas der Funke gefehlt hat.
Rezensionen von Sternzauber:
Einfach Hmmmmmmm und wunderschön!
Frühstücksliebe von Sofia Kostner; Birgit Mair am Tinkhof
Ich finde das Cover von „Frühstücksliebe“ von Birgit Mair am Tinkhof und Sofia Kostner wunderschön! Durch die natürlichen Farben und den strukturierten Einband wirkt es sehr wertig und die Gestaltung mit der sehr liebevoll hergerichteten Bowl macht sofort Lust auf ein leckeres Frühstück! Auch die Gestaltung mit Titel und Autorinnennamen ist für mich hervorragend gelungen.
Im Inneren gelingt die Gestaltung genau so unaufgeregt, aber ausgesprochen liebevoll, wie auf dem Cover. Die Farben in der Gestaltung bewegen sich zu einem großen Teil im erdig-warmen Bereich zwischen abgetöntem Weiß und Braun, was ich unglaublich edel und wunderschön finde. Dazu kommen dann die anregenden Farben der Speisen und es ergibt sich ein wirklich schönes und anregendes, appetitliches und augenschmeichelndes Gesamtkonzept. Besonders erwähnen möchte ich außerdem kleine runde Button, die zusätzliche Infos zu Inhaltsstoffen, Lagerung oder ähnlichem geben und die der Gestaltung noch einen weiteren Pfiff verleihen. Und auch die Fotos der Speisen sind wirklich wunderschön und machen Lust auf die Gerichte. Mir gefällt dieses Buch rein optisch wirklich unglaublich gut!
Aber ich bin auch vom Inhalt schwer begeistert! In 70 Rezepten präsentieren uns die Autorinnen sehr verlockende Frühstücksideen und zwar so, dass ich von einigem wirklich überrascht war und es mein Repertoire der Morgenmahlzeit stark erweitert hat. Das Spektrum reicht von süß bis herzhaft, von fest bis flüssig und von alltagstauglich bis besonders. In 9 Kapiteln stellen sie uns Rezepte für Granola, Porridge, Müslis & Overnights, Pancakes, Waffeln, Muffins & Co, Frühstücksriegel & Co, Brot, Eiergerichte, Aufstriche & Basics und Drinks vor. Innerhalb dieser Kategorien gibt es viel Auswahl, so dass sicherlich für jede Leserin und jeden Leser etwas dabei ist und an Hand des übersichtlichen Inhaltsverzeichnisses lässt sich auch alles schnell finden. Ich habe bisher Nuss-Granola, Walnuss-Birnen-Porridge, Frühstücksriegel, Zucchini-Rührei und herzhafte Knusperstangen getestet und es hat nicht nur alles super in der Herstellung geklappt, sondern es hat uns auch richtig gut geschmeckt! Ich werde auf jeden Fall noch viele weitere Rezepte ausprobieren und freue mich sehr darauf!
Auf jeden Fall erwähnen möchte ich noch, dass ich mich schon durch das herzliche Vorwort bzw. die Begrüßung der Autorinnen im Buch sehr wohl gefühlt habe und auch das erste Kapitel mit der Überschrift „Unsere Frühstücksphilosophie“ sehr lesenswert fand. So verzichten Birgit Mair am Tinkhof und Sofia Kostner in ihren Rezepten aus Überzeugung auf raffinierten Zucker und auf glutenhaltiges Getreide und geben wertvolle Tipps zum Beispiel zu Vorbereitungen, Frühstücksplanung und Nachhaltigkeit.
Für mich ist „Frühstücksliebe“ ein sehr gelungenes Kochbuch, das viele Anregungen, tolle neue Rezepte und Tipps mit einer wunderschönen Gestaltung verbindet und daher einfach Freude macht. Ich möchte es aus vollem Herzen empfehlen und wünsche allen LeserInnen viel Spaß und guten Appetit!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Differenziert, fundiert und unterhaltsam
Leben, Körper, Tod von Bettina Schöne-Seifert
"Leben, Körper, Tod", ein Sachbuch der Medizinerin, Philosophin und Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert wurde für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert: eine Auszeichnung, die schon darauf hindeutet, dass es sich um ein äußerst interessantes und gut geschriebenes Werk handelt.
Gut verständlich und unterhaltsam, dabei gleichzeitig fachlich fundiert führt die Autorin in das Feld der Medizinethik ein und stellt zwölf aktuelle Kontroversen vor.
Dabei geht es um Themen wie Patientenverfügungen und die Frage, ob das frühere Ich in jedem Fall über das zukünftige Ich bestimmen dürfen soll, das Recht auf Abtreibung oder auf die Inanspruchnahme einer Leihmutter, um sich den eigenen sonst unerfüllbaren Kinderwunsch zu erfüllen, um Organspende und darum, wie wir definieren, ob jemand tot ist, und um viele weitere interessante Themen.
Jedes Kapitel wird mit einem fiktiven Fall eingeleitet, der danach nach verschiedenen ethischen Prinzipien diskutiert wird. Dabei stellt die Autorin die unterschiedlichen ethischen Positionen sowie, wenn thematisch passend, den Stand der medizinischen Wissenschaft zu dem Thema dar, und bezieht mutig auch selbst Stellung.
Ich habe das Buch als sehr anregend gefunden, über Medizinethik nachzudenken. Die differenzierte Darstellung der Fälle macht deutlich, wie es hier tatsächlich oft um Grenzfragen der Ethik geht und verschiedene Seiten der Argumentation jeweils etwas für sich haben. Damit kann das Buch auch dazu beitragen, Menschen besser zu verstehen, die zu den jeweiligen Themen eine andere Haltung einnehmen.
Es ist ein sehr interessantes Sachbuch, das ich allen Menschen, die sich für Medizin, Ethik oder eine Verbindung von beidem interessieren, oder auch einfach nur gesellschaftspolitisch interessiert sind, sehr empfehlen kann.











