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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von DoraLupin:

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Berührende Protagonistin

Violette von Valérie Perrin

Ich lese sehr gerne Bücher dieser Autorin und auch dieses hat mich schnell in den Bann ziehen können. Vorallem die Protagonistin und ihr leben fand ich wirklich berührend und ganz besonders. Ein tolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe!

Violette Toussaint ist die stille Hüterin eines kleinen Friedhofs in der französischen Provinz.

Von den Nachbarn respektiert, von den Trauernden geschätzt, lebt sie zwischen Gräbern, Rosenstöcken und Erinnerungen – ein Leben, das nach außen hin schlicht wirkt, aber voller Geheimnisse steckt. Als eines Tages ein Polizist an ihre Tür klopft, um die ungewöhnliche letzte Bitte seiner Mutter zu erfüllen, beginnt für Violette eine Reise zurück in ihre eigene Vergangenheit. Nach und nach entfaltet sich das Mosaik eines bewegten Lebens, gezeichnet von Verlust und Liebe, von Schweigen und von Hoffnung.

Ich kannte die Autorin und ihren Schreibstil schon, deshalb bin ich sehr schnell in die Geschichte reingekommen, da sie sich sehr angenehm lesen lässt. Die Autorin schreibt ausführlich, aber nicht so, dass es langatmig wird und außerdem auch sehr anschaulich. Den Friedhof, die Location, ich konnte mir immer alles sehr gut vorstellen und hatte vorallem auch Violette sehr klar vor Augen. Sie ist eine sehr starke Frau mit einem bewegenden Leben, das ich sehr gerne gelesen habe. Ich habe sofort mir ihr mitfiebern können und ist sie mir anfangs schon sympathisch gewesen, so hat sie sich doch Seite für Seite auch immer mehr in mein Herz geschlichen.

Ein wirklich schönes Buch mit einer ganz tollen Protagonstin, das ich gerne weiterempfehle.

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Berührende Protagonistin

Rezensionen von verhei:

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Spannung. Misstrauen. Einbildung oder Realität.

Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter

Smilla und Jonas sind nach turbulenten Jahren neu in die Gegend am Schwarzwald gezogen. Bei einer Joggingrunde zum nahegelegenen See, rettet sie einen kleinen Jungen namens Moritz knapp vor dem Ertrinken. Die Mutter des Jungens reagiert seltsamerweise eher aggressiv als erleichtert und verschwindet rasch mit ihm.

Und sie hat das eigenartige Gefühl ihrem eigenen Kind begegnet zu sein, dabei war sich doch nie schwanger. Doch bald sieht man sich wieder – sie ist die Nachbarin, Lou. Und während Lou eher kalt und abweisend ist, ist ihr Mann Quentin sehr offen und dankbar. Doch ein gemeinsames Abendessen verläuft seltsam und auch in der neuen Anstellung in Quentins Hotel kommt es zu eigenartigen Situationen. Überall scheinen Geheimnisse zu lauern.

Geschickt schafft es die Autorin durch flüssigen Schreibstil, etliche Perspektivenwechsel und eher kurz gehaltene Kapitel rasch Spannung und Verwirrung zu erzeugen. Man taucht in die Gedankenwelt von Smilla und ihrem Mann Jonas, aber auch in die der Nachbarn Lou und Quentin ein. Glaubt man zu Beginn vor allem Smilla vertrauen zu können und sie zu mögen, ist man sich auch hier im Zuge der Erzählung nicht mehr allzu sicher. Manches scheint Illusion und Täuschung gewesen zu sein. Dadurch ist es als Leser nicht einfach dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Die Geschichte ist gut konstruiert, viel Spannung ergibt sich auf Grund der Vorbehalte und Zweifel, die gehegt werden. Eben eher ein Psychothriller. Gegen Ende geht es dann allerdings auch eher Schlag auf Schlag, was wirkliche Aktion betrifft. Auch ein länger gehütetes Geheimnis wird aufgelöst. Hier hätten wohl ein paar Absetze Text mehr nicht geschadet, das Verständnis war allerdings auch so da.

Die Figuren agieren für ihren Charakter authentisch, vor allem wenn man ihre Vergangenheit im Blick hat. Als Leser ist man sich aber nicht sicher wen man trauen und mögen sollte, gibt es doch auch so manche Manipulation. Scheint zu Beginn vor allem Lou abwesend und eigen, sind es zwischenzeitlich alle. Doch Sympathien können eben auch wechseln und Charaktere über sich hinauswachsen, wie man im Laufe der Geschichte erkennt.

Ein Psychothriller, den ich nicht recht aus der Hand legen konnte, da ich konstant am Rätseln war.

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Spannung. Misstrauen. Einbildung oder Realität.

Rezensionen von Sina:

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Superpower: Freundschaft

Honey und Blondie von Ubin Eoh

Mit „Honey & Blondie“ hat die Autorin, Journalistin und Podcasterin Ubin Eoh ihr Romandebüt veröffentlicht.

Im Fokus der Geschichte stehen die Freundinnen Hyunjeong und Bianca, die sich gegenseitig ihre Spitznamen geben und fortan von allen so genannt werden. Die zwei Freundinnen kommen aus ganz unterschiedlichen sozialen Umfeldern.

Honey ist die jüngste von drei Geschwistern und die Tochter koreanischer Einwanderer, während Bianca als Einzelkind mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammenlebt.
Als die junge, verängstigte Honey im Kindergarten in eine Situation gerät, die große Panik in ihr auslöst, tritt zum ersten mal die Superkraft ein, welche die zwei Freundinnen für den Rest ihres Lebens begleiten wird und eine tiefe, innige, fast magische Verbundenheit zwischen ihnen schafft.

Anders als im Klappentext angekündigt, spielt die Krankheit erst zum Ende der Geschichte eine übergeordnete Rolle. Wir begleiten die zwei Freundinnen auf ihrem Weg vom Kindsein, über Pubertät, bis in ihre 30er und dürfen so Teil dieser ganz besonderen Verbindung werden. Auf außergewöhnliche Art verbindet der Roman Fantasie mit gesellschaftskritischen Themen. Er bringt uns zum Nachdenken, berührt tief und lässt uns mit Hoffnung zurück.

„Honey & Blondie“ ist eines dieser Bücher, welches beim Lesen einen solchen Sog erzeugt, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen will. Eohs Schreibstil ist modern, nahbar und schnörkellos. Die kurzen Kapitel aus wechselnden Perspektiven mit popkulturellen Referenzen an die 1990er und 2000er Jahre, dürften bei den Millenials unter den Leser:innen große Nostalgie wecken und dafür sorgen, dass man immer „noch ein weiteres“ Kapitel lesen möchte.

Anfangs stand ich dem ganzen Konzept des Körpertauschs skeptisch gegenüber. Normalerweise mag ich keine Geschichten mit übernatürlichen Fantasy-Elementen. Ich muss aber sagen, dass sich diese Skepsis schnell gelegt hat, da hier einfach eine super innige Verbundenheit im Mittelpunkt steht und der Körpertausch beinahe mehr wie eine Metapher für ihre Freundschaft wirkt: Momente, die allein zu schwer tragbar sind, stehen sie so wortwörtlich für die jeweils andere durch.

Objektiv betrachtet ist es für mich eigentlich kein perfektes Buch. Der übernatürliche Aspekt und die unrealistische, perfekte Empathie zwischen den Freundinnen würde es so in der realen Welt nicht geben. Konflikte sind absolut menschlich und gehören zu jeder Freundschaft dazu, auch, dass man sich vielleicht mal nicht so gut in einen anderen Menschen einfühlen kann.
Die tiefe Verbundenheit ist hier bewusst übertrieben dargestellt und macht genau damit den Reiz der Geschichte aus. In einer Welt, in der man immer öfter das Gefühl hat, in einer Dystopie zu leben und Empathie unter den Menschen immer weniger wird, fühlte sich diese Geschichte wie eine lange und wohlige Umarmung an.
Das Ende hat mir komplett das Herz zerrissen und war gleichzeitig fast einen Ticken zu kitschig, dennoch hat es die Geschichte einfach perfekt abgeschlossen.

„Honey & Blondie“ war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis über Freundschaft, soziale Unterschiede und die Frage, wie viel ein Mensch für einen anderen tragen kann, das sicher noch lange nachhallen wird. Ich kann diesen außergewöhnlichen Roman jedem von Herzen empfehlen, der so ein Wohlfühlbuch braucht.

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Superpower: Freundschaft

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Ein wunderschönes Kinderbuch

Feldmaus Theo reist nach Sylt von Andreas Peters

Feldmaus Theo hat die Faxen dicke : er lebt auf einem Feld, an dem der Traktor dauernd dröhnt, die Hühner gackern, ein Hund der bellt – das ist ihm zu viel und er kommt nicht zur Ruhe. So macht er sich auf den Weg, um nach Sylt zu reisen und dort ein bisschen Ruhe zu genießen.
So ein wunderschönes Kinderbuch : Angefangen beim wunderschön gestalteten Cover, bis hin zu den tollen Illustrationen, die man im Buch findet.

Alles ist so schön ansprechend und kindgerecht gestaltet und was mir besonders gut gefallen hat : Die Geschichte wird in Reimen erzählt – das ist für die Kinder besonders schön und wenn man das Buch ein paar Mal durchgelesen und geschaut hat, können die Kinder die Reime auch auswendig – das ist wirklich ganz toll !
Die Altersempfehlung von 4-8 Jahren finde ich total passend – den Kindern wird vermittelt, dass man auch mal seinen Wünschen und Träumen folgen darf und wie mutig und wundervoll es ist, Theo auf Sylt seine Ruhe genießen zu sehen und auch eine kleine Freundin zu finden. Das alles ist total kindgerecht und bildhaft gestaltet und macht dieses Kinderbuch für mich zu einem absoluten Highlight.
Ich empfehle die kleine Feldmaus Theo von Herzen sehr gerne !
Das Buch „Feldmaus Theo reist nach Sylt“ von Andreas Peters ist am 20. Juli 2026 beim Verlagshaus Schlosser erschienen.

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Ein wunderschönes Kinderbuch

Rezensionen von Arambol:

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Teufelszeit

Septembermord von Chris Chibnall


"Alles würde in sich zusammenfallen. Wie konnte sich ein Leben so schnell zerschlagen?"

Im Küstenort Fleetcombe erschüttert der Mord am Wirt des örtlichen Pubs die Dorfgemeinschaft. Detective Nicola Bridge kehrt für die Ermittlungen in ihre alte Heimat zurück und stößt gemeinsam mit ihrem Kollegen Harry Ward auf ein Geflecht aus Geheimnissen und alten Konflikten.

Mit jeder neuen Spur wächst die Zahl der Verdächtigen, doch handfeste Beweise sind Mangelware. Um den Täter zu finden, müssen die beiden hinter die Fassade des scheinbar idyllischen Dorflebens blicken.

„Septembermord“ von Chris Chibnall ist ein klassischer britischer Krimi, der von der ersten Seite an eine geheimnisvolle Atmosphäre aufbaut. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Immer wieder lenkt der Autor den Verdacht in eine andere Richtung, sodass ich meine eigene Vermutung mehrfach revidieren musste. Die zahlreichen Wendungen wirken dabei nicht konstruiert, sondern fügen sich stimmig in die Handlung ein und sorgen dafür, dass die Auflösung lange unvorhersehbar bleibt.

Auch die Figuren sind überzeugend gezeichnet. Nicola und Harry bilden ein interessantes Ermittlerduo, das sich erst zusammenraufen muss und dabei angenehm menschlich wirkt. Beide bringen ihre eigenen Erfahrungen und Unsicherheiten mit, wodurch die Ermittlungen glaubwürdig und authentisch wirken.
Eine besondere Rolle spielt außerdem das kleine Mädchen Shannon, das sich auf einem Spielplatz versteckt und unbemerkt Dinge beobachtet, die sich später als wichtige Hinweise für die Ermittlungen erweisen.

Der Schreibstil liest sich flüssig und erzeugt die typisch düstere Atmosphäre eines britischen Dorfkrimis. Lediglich das Finale konnte mich nicht vollständig überzeugen. Die Auflösung selbst ist zwar schlüssig, doch die Beweggründe des Täters / der Täterin und die emotionalen Hintergründe hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher beleuchtet werden können.

„Septembermord“ ist ein spannender und atmosphärischer Krimi mit starken Figuren, zahlreichen falschen Fährten und einer interessanten Handlung. Wer klassische britische Dorfkrimis mit glaubwürdigen Charakteren und überraschenden Wendungen mag, wird hier bestens unterhalten.

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Teufelszeit

Rezensionen von libraryoflaura:

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Wer überlebt die "Böse Stunde"?

Böse Stunde: Thriller von Catherine Shepherd

WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, du wachst in absoluter Dunkelheit auf. Es ist so eng, dass du deine Arme kaum bewegen kannst.
Die Luft um dich herum wird von Minute zu Minute dünner, Panik steigt in dir auf, und zu deinen Füßen leuchtet ein kleiner Monitor, auf dem ein gnadenloser Countdown abläuft.

Eine Stunde.
Mehr Zeit bleibt dir nicht, um einen Ausweg zu finden, während eine fremde Stimme dir ein mysteriöses Datum nennt.
Genau in diesem absoluten Albtraum findet sich ein Anwalt wieder, der sich eigentlich keiner Schuld bewusst ist.
Zeitgleich stößt Kommissar Oliver Bergmann auf einem abgelegenen Parkplatz auf ein extrem verstörendes Szenario.
In einem Auto sitzt ein Mann leblos hinterm Steuer, und das komplette Fahrzeug ist mit Silikon luftdicht versiegelt.
Er ist grausam erstickt. Doch was hat das rätselhafte, winzige Zahnrad zu bedeuten, das der Täter im Mund des Toten hinterlassen hat?
Die Spur führt 500 Jahre zurück in die Vergangenheit, ins Jahr 1507.
Auch dort wird die ruhige Stadt von einem schrecklichen Verbrechen erschüttert.
Stadtsoldat Bastian Mühlenberg entdeckt am düsteren Rheinufer die Leiche der jungen Magd Agathe.
Neben ihr liegt eine Sanduhr, deren roter Sand längst abgelaufen ist, und zwischen ihren Lippen steckt ebenfalls ein winziges Zahnrad.
Ein eiskalter Serienkiller verknüpft die Schicksale von Opfern über Jahrhunderte hinweg.

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Spannung ab Seite 1: Der Prolog wirft einen sofort ins kalte Wasser und zieht einen mit so einer Wucht in die Geschichte, dass man von der ersten Sekunde an Atemnot und Gänsehaut bekommt.
- Nervenaufreibender Countdown: Der unerbittlich tickende Countdown in der Gegenwart sorgt für einen permanenten Pulsschlag beim Lesen. Man leidet und fiebert sekündlich mit.
- Faszinierender Sprachwechsel: Catherine Shepherd passt ihren Schreibstil der jeweiligen Zeitebene grandios an! Die Gegenwart ist dynamisch und modern, während die Sprache im Jahr 1507 sofort altertümlich und unglaublich authentisch wirkt.
- Zwei Ermittlungen im Kontrast: Es ist faszinierend zu sehen, wie in der Gegenwart mit neuester Forensik gearbeitet wird, während die Ermittler im Jahr 1507 mit ganz einfachen Werkzeugen und reiner Beobachtungsgabe arbeiten müssen. Beide Wege sind auf ihre Art absolut packend und nahbar erzählt.
- Meisterhafter Cliffhanger-Effekt: Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Jedes Mal, wenn ein Kapitel in der Gegenwart endet, will man unbedingt wissen, wie es in der Vergangenheit weitergeht, und umgekehrt.
- Wunderschöne Gestaltung: Ein tolles Extra ist die historische Karte von Zons in der Innenklappe des Buches. Sie hilft ungemein dabei, sich die Handlungsorte von 1507 bildlich vorzustellen und macht das Eintauchen in die Geschichte noch schöner.

FAZIT:
Eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung!
Wer packende Thriller mit clever verwobenen Zeitebenen, atemloser Spannung und einer gehörigen Portion Rätselraten liebt, kommt an "Böse Stunde" absolut nicht vorbei.
Das Beste daran ist, dass man die Geschichte auch völlig unabhängig und ohne Vorkenntnisse aus der Zons-Reihe genießen kann.

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Wer überlebt die "Böse Stunde"?

Rezensionen von bedard:

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Bakterien für Einsteiger – unterhaltsam, anschaulich und manchmal etwas zu oberflächlich

Bakterien - die heimlichen Helden von Peter Wohlleben

Peter Wohlleben widmet sich in "Bakterien – Die heimlichen Helden" einer Welt, die uns ständig umgibt und dennoch meist unsichtbar bleibt. Das Buch ist in drei größere Teile gegliedert: Zunächst geht es um den Ursprung und die Bedeutung von Bakterien für das Leben auf der Erde, anschließend um ihren Einfluss auf unseren Alltag – von Darmflora und Ernährung bis hin zu Hygiene und Haushalt.

Im letzten Abschnitt richtet Wohlleben den Blick in die Zukunft und zeigt mögliche Einsatzgebiete von Bakterien, etwa in der Lebensmittelproduktion, beim Umgang mit Mikroplastik oder in der Gentechnik. Ein umfangreicher Anhang mit rund 20 Seiten Quellenangaben unterstreicht dabei den wissenschaftlichen Hintergrund der vorgestellten Erkenntnisse.

Besonders positiv aufgefallen ist mir der leicht zugängliche Schreibstil. Wohlleben versteht es, auch komplexere Zusammenhänge verständlich zu erklären, ohne den Leser mit Fachbegriffen zu überfordern. Stattdessen arbeitet er häufig mit Metaphern, Gedankenexperimenten und anschaulichen Bildern. Das macht die Lektüre kurzweilig und eignet sich besonders für Leserinnen und Leser, die sich erstmals intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten.

Allerdings hat dieser Ansatz auch seine Schattenseiten. Viele der vorgestellten Studien und Erkenntnisse waren mir bereits bekannt, und insgesamt bleibt das Buch häufig an der Oberfläche. Gerade bei besonders spannenden Themen hätte ich mir mehr Tiefe und dafür vielleicht etwas weniger Einzelbeispiele gewünscht. Zudem sind einige Spekulationen des Autors eher ungewöhnlich und wirkten auf mich stellenweise etwas irritierend. Auch die sehr lockere Sprache mit Bezeichnungen wie „Knilch“ oder „Wicht“ für Bakterien dürfte Geschmackssache sein. Einerseits macht sie das Buch zugänglicher, andererseits wirkt sie für ein Sachbuch gelegentlich etwas zu flapsig.

Praktisch fand ich die klare Gliederung mit vielen kurzen Kapiteln. Dadurch eignet sich das Buch nicht nur zum Durchlesen am Stück, sondern auch, um einzelne Themen gezielt nachzuschlagen oder später erneut darin zu stöbern.

Mein Fazit: "Bakterien – Die heimlichen Helden" ist ein unterhaltsam geschriebenes populärwissenschaftliches Sachbuch, das einen guten Einstieg in die faszinierende Welt der Mikroorganismen bietet. Wer bereits über fundierte naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügt, wird sich möglicherweise etwas mehr fachliche Tiefe wünschen. Für interessierte Laien ist das Buch jedoch gut geeignet und vermittelt auf anschauliche Weise, wie sehr Bakterien unser Leben beeinflussen. Die hochwertige Aufmachung des Buches rundet den positiven Gesamteindruck ab.

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Bakterien für Einsteiger – unterhaltsam, anschaulich und manchmal etwas zu oberflächlich

Rezensionen von kuhasi:

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Traurig, regt zum Nachdenken an

72 Stunden mit dir von Darianne Schramm

Das Teenager Mädchen Sydney ist nicht glücklich im Leben. Doch warum, das weiß niemand. Die traurige Gewissheit ist, dass sie eine Gabe hat, leider aber keine wirklich positive.
Wenn für einen Menschen die letzten 72 Stunden seines Lebens anbrechen, dann sieht Sydney eine pinke Uhr über dem Kopf des Betreffenden.

Das ist bei Fremden schon schwer zu verdauen, aber als es dann ausgerechnet bei ihrer Lieblingslehrerin eintritt, verliert sie komplett die Fassung. In dieser schweren Phase lernt sie den Mitschüler Peter besser kennen.
Mit Peter lässt sie erstmals Gefühle zu und hat plötzlich auch etwas Spaß in ihrem Leben.
Der Roman ist sehr tiefgründig geschrieben und erzählt gekonnt von Gefühlen und einer gewissen Oberflächlichkeit im Leben. Doch leider ahnt man es ja schon, weil im Klappentext eine Andeutung gemacht wird: Der Countdown der wichtigsten 72 Stunden in Syds Leben beginnt.
Ich will hier nicht vorgreifen, aber nur so viel. Diese letzten 72 Stunden sind traurig, berührend aber auch schön zugleich. Und das Ende ist nicht das Ende, denn es gibt das Kapitel das Hoffnung macht: 11 Monate danach….
Absolute Leseempfehlung an alle, die nicht vor trauriger Lektüre zurückschrecken.

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Traurig, regt zum Nachdenken an

Rezensionen von kuhasi:

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Traurig, regt zum Nachdenken an

72 Stunden mit dir von Darianne Schramm

Das Teenager Mädchen Sydney ist nicht glücklich im Leben. Doch warum, das weiß niemand. Die traurige Gewissheit ist, dass sie eine Gabe hat, leider aber keine wirklich positive.
Wenn für einen Menschen die letzten 72 Stunden seines Lebens anbrechen, dann sieht Sydney eine pinke Uhr über dem Kopf des Betreffenden.

Das ist bei Fremden schon schwer zu verdauen, aber als es dann ausgerechnet bei ihrer Lieblingslehrerin eintritt, verliert sie komplett die Fassung. In dieser schweren Phase lernt sie den Mitschüler Peter besser kennen.
Mit Peter lässt sie erstmals Gefühle zu und hat plötzlich auch etwas Spaß in ihrem Leben.
Der Roman ist sehr tiefgründig geschrieben und erzählt gekonnt von Gefühlen und einer gewissen Oberflächlichkeit im Leben. Doch leider ahnt man es ja schon, weil im Klappentext eine Andeutung gemacht wird: Der Countdown der wichtigsten 72 Stunden in Syds Leben beginnt.
Ich will hier nicht vorgreifen, aber nur so viel. Diese letzten 72 Stunden sind traurig, berührend aber auch schön zugleich. Und das Ende ist nicht das Ende, denn es gibt das Kapitel das Hoffnung macht: 11 Monate danach….
Absolute Leseempfehlung an alle, die nicht vor trauriger Lektüre zurückschrecken.

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Traurig, regt zum Nachdenken an

Rezensionen von Marie aus E.:

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Freundschaft und Kapitalismuskritik

Mädchen allein zu zweit von Daniela Dröscher

Grace und Issa sind allerbeste Freundinnen, die sich alles anvertrauen. Sie eint außerdem, dass ihre Mütter alleinerziehend sind und dass sie in eine „Reichen-Schule“ gehen, während sie in prekären finanziellen Verhältnissen leben müssen.

Den Mädchen wird einiges zugemutet.
Issa hat eine kleine Schwester, die irgendwann das Sprechen eingestellt hat, so dass sich ihre Mutter nur noch um die kleine Schwester sorgt.

Issa muss die Rolle der Erwachsenen übernehmen, auch weil die Mutter finanziell nichts geregelt bekommt.

Grace (mit vollen Namen Grazyna, das feiere ich ja ein wenig, dass auch mal andere Namen aus anderen Ländern verwendet wurden) leidet an ihren großen Brüsten und hat Schmerzen.

Es geht um ungerechte Mittelverteilung, Leben mit ständigen Geldsorgen, körperlichen Veränderungen einhergehend mit massivem Änderungswunsch, erste Liebe, Enttäuschung über erwachsene Vertrauenspersonen und noch mehr.

Ich fand es sehr authentisch im Bezug auf die Freundschaft und die Familiensituation geschrieben und habe sowohl mit Issa als auch mit Grace mitgelitten.

Gegen Ende hin war es für mich etwas darüber, hier hätte es entweder mehr Seiten gebraucht (192 ist nicht die Welt) oder noch besser einen Nebenstrang komplett weglassen, der meines Erachtens völlig überflüssig war.

Außerdem fand ich das Verhalten von den meisten Erwachsen im Buch grässlich. Vom netten, aber völlig verantwortungslosen Vater über eine abgedrehte Helicopter-Mom der ganz besonderen fürchterlichen Ausprägung bis zum Lehrer, der eine Enttäuschung ist, war alles dabei.

Insgesamt fand ich Hörbuch und Buch trotz angesprochener Kritikpunkte aber gut, weil es das Teenieleben mit vielen Sorgen so nahbar gemacht hat.
Der Schreibstil ist klar und verständlich und schön aufgelockert mit Einschüben.

Die Thematik mal anders, ja, fand ich gut.

Ich habe das Buch in zwei Versionen genossen.
Zuerst habe ich mir das Hörbuch angehört, das mit knapp fünf Stunde ungekürzt von Birte Schnöink eingelesen wurde. Die Sprecherin mochte ich, sie hat sehr authentisch das Leben der zwei Freundinnen transportiert.

Dann habe ich noch das Buch dazu gelesen. Hier ist mir die Papierqualität aufgefallen. Es ist ein ganz glattes, handschmeichelndes Papier.

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Freundschaft und Kapitalismuskritik