Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Eine richtig schöne Geschichte übers Erwachsenwerden
Das Knistern im All von Stephan Lohse
In Das Knistern im All geht es ums Erwachsenwerden, Freundschaften, die ersten Erfahrungen mit Liebe und Sexualität und um eine Diagnose, die plötzlich nochmal einiges komplizierter macht.
Ich mochte das Buch wirklich gerne und vor allem der Schreibstil von Stephan Lohse hat mir richtig gut gefallen.
Er schreibt total locker und teilweise auch echt witzig, obwohl es gleichzeitig um ernstere Themen geht. Diese Mischung hat für mich mega gut funktioniert und ich bin dadurch auch ziemlich schnell in die Geschichte reingekommen.
Besonders die Freundschaften und die verschiedenen Charaktere mochte ich. Niemand wirkt irgendwie perfekt oder künstlich und gerade deshalb fühlt sich vieles so echt an. Manche Gedanken, Gespräche und Situationen sind einfach herrlich trocken geschrieben und haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Ein paar Stellen haben sich für mich allerdings etwas gezogen und da hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen. Für mich eine richtig schöne Coming-of-Age-Geschichte, die auch nach dem Lesen noch ein bisschen im Kopf bleibt. 4 Sterne von mir!
Rezensionen von Philiene :
Interessante Suche im historischen Berlin
Die Tote von Lichtenberg von Armin Öhri
Die Tote von Lichtenberg ist bereits der fünften Fall für dass Ermittllerduo Julius Bentheim und Albrecht Krosick. Allerdings kann man das Buch au h sehr gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.
Der Fall dreht sich zunächst um gestohlene Exponate die aus einem verschlossenen Raum entwendet worden und gipfelt schließlich in einem Mordfall.
Der Fall führt die beiden Ermittler an die merkwürdigen Orte Berlins, auf Friedhöfe, zu okulten Zirkeln und an andere dunkle Orte.
Zunächst plätschert die Handlung etwas dahin, nimmt dann aber Fahrt auf und wird durchaus spannend. Der Autor versteht es das historische Berlin perfekt in seinen Krimi einzufügen und nimmt uns Leser mit auf eine interessante Reise und Duche nach dem Täter..
Spannend, interessant und sehr gut.
Rezensionen von nuean:
Süße Herbstlovestory
Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger
Mich hat das Cover sofort begeistert. Es versprüht richtig Herbstvibes, die perfekte Jahreszeit für gemütliche Lesestunden. Von der Autorin habe ich noch nichts gelesen, aber der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich war sehr gespannt.
Everlee und Copper sind beste Freunde, seit er als Kind ihr Nachbar wurde.
Sie haben viel Zeit miteinander verbracht und ihr Zukunft geplant. Doch dann hat er ihr das Hernz gebrochen. Nach 4 Jahren steht er wieder vor ihrer Tür und die alten Gefühle sind sofort wieder da. Zwischen den Herbstfeierlichkeiten und ihren Familien kommen sich die beiden wieder näher. Aber können Sie die Vergangenheit rückgängig machen?
Schon die ersten Seiten haben mich begeistert. Ich liebe den Schreibstil, den Humor und wie Everlee und Cooper zusammenhalten. Es wird aus beiden Sichten erzählt, so lernt man beide kennen, ihre Gefühle und Gedanken. Auch wird abwechselnd aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt.
Das ganze Setting ist toll, herbstlich, familiär, voller toller Charaktere und Handlungen. Ich habe auch die ein oder andere Träne verdrückt, mit Everlee gelitten, mit Cooper mitgefühlt. Es ist so schade, dass es so schnell vorbei war, ich wünsche mir noch mehr Geschichten aus Oakfell.
Rezensionen von Rolf Fox:
Feinde für immer
Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder
Es ist der erste Band einer Geschichte um Kea und Kirsten die sich immer in einem geheimen Apfelgarten von Keas Mutter treffen. Der Vater von Kea hat einst nach dem frühen Tod der Mutter den Garten zerstört. Quer über der Insel in der Elbe läuft eine Grenze auch mitten durch den Garten die man nicht übertreten darf ohne gestraft zu werden.
Geographisch ist die eine Hälfte Preußen und die der andere Teil gehört zu Hamburg. Aber da gibt es auch noch eine Grenze zwischen Kea aus reichem Haus und Kirsten der auf der anderen Seite als Knecht arbeite und so eine Verbindung nicht sein darf.
Fazit:
Die Geschichte ist spannend um die beiden Höfe, da die Besitzer seit ewigen Zeiten verfeindet sind und es gibt ein großes Geheimnis durch das sie sich zerstritten haben. Doch Geheimnisse kommen irgendwann immer als Licht. Leider hat der Roman einen Cliffhanger zum Schluss und auf die Fortsetzung muss man jetzt bis nächstes Jahr warten. Nicht so prickelnd daher Punkteabzug.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Warmherzig und bewegend
Weiterleben von Patrick Charnley
Der Debütroman "Weiterleben" des englischen Autors Patrick Charnley basiert auf seinen persönlichen Erfahrungen. Er erlitt im Februar 2021 einen 40-minütigen Herzstillstand. Dank schneller Hilfe wurde sein Leben gerettet, aufgrund eines Sauerstoffmangels kam es zu gravierenden Gehirnschädigungen, die ihn auch heute noch beeinträchtigen.
Der 20-jährige Ich-Erzähler Jago Trevarno war 40 Minuten lang tot, sofortige Reanimation und eine darauffolgende Operation am offenen Herzen haben sein Leben gerettet. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Aufgrund von Gehirnschädigungen muss er mit vielen Einschränkungen leben. Er ist vergesslich, leidet unter dem Fatigue-Syndrom, hat Probleme mit den Augen, mit dem Lesen und Schreiben. Freude, Traurigkeit und Langeweile vermag er nicht mehr zu empfinden. Seine Mutter ist vor kurzem infolge einer Krebserkrankung verstorben, den Vater kennt er nicht. Daher lebt Jago seit 5 Monaten bei seinem Onkel Jacob, dem älteren Bruder seiner Mutter. Jacob ist Selbstversorger in Cornwall, er hat zwei Pferde, betreibt eine kleine Rinderfarm und baut Gemüse an. Er kümmert sich sehr liebevoll und fürsorglich um seinen Neffen. Die beiden führen ein ruhiges Leben auf Jacobs Hof, es gibt bis auf die Steckdose für die Gefriertruhe keinen Strom, Öllampen sorgen für behagliches Licht. Die Ruhe der beiden wird gestört, als Jacobs zwielichtiger Nachbar Bill Sligo ihm ein an der Küste gelegenes Grundstück abkaufen möchte und dabei auch vor kriminellen Aktionen nicht zurückschreckt ...
Die Geschichte ist in schöner Sprache sehr ruhig erzählt. Der Autor beschreibt die malerische Küstenlandschaft und das einfache, dabei aber auch harte Leben auf dem Land. Es ist ein langsames, ein achtsames Leben im Einklang mit der Natur. Wir beobachten Jagos und Jacobs Alltag mit seinen Ritualen, das Zubereiten ihrer Mahlzeiten, das sparsam eingerichtete und ordentliche Haus. Sie kümmern sich in einer friedlichen und für Jago heilsamen Atmosphäre um die Versorgung der Tiere und die Gemüsebeete. Die Erzeugnisse verkaufen sie auf dem Markt in St. Ives.
Die sympathischen Charaktere sind authentisch und bildhaft geschildert, der Autor lässt uns tief in Jagos Gedanken- und Gefühlswelt blicken. Seine gesundheitlichen Einschränkungen und die damit verbundenen Probleme und Herausforderungen beschreibt er mit sehr viel Empathie. Meine Lieblingsfigur war der geduldige und ausgeglichene Jacob, für den es selbstverständlich war, seinen Neffen bei sich aufzunehmen. Er gibt ihm Ruhe und Geborgenheit, und er achtet darauf, dass Jago sich bei der täglichen Arbeit auf dem Hof nicht überanstrengt, lange Pausen einlegt und ausreichend schläft.
Der Roman hat für mich nur eine einzige Schwäche: die Geschichte um Bill Sligo. Obwohl durchaus spannend erzählt, fand ich sie entbehrlich und hätte stattdessen lieber mehr über Sophie gelesen. Trotz dieses Kritikpunkts habe ich das Buch mit sehr viel Freude gelesen, es hat mich begeistert, gefesselt und zutiefst berührt. Es regt zum Nachdenken an über das eigene Leben, unsere Gesundheit und unseren hektischen Lebensstil.
Absolute Leseempfehlung für diese hoffnungsvolle und warmherzige Geschichte mit Tiefgang, die gänzlich ohne Sentimentalitäten auskommt und für mich bereits jetzt eines meiner diesjährigen Lesehighlights ist!
Rezensionen von Gavroche:
Tod einer Polizistin
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Seit dem Ende des ersten Bandes ist noch gar nicht so viel Zeit vergangen, nur wenige Wochen, doch es beginnt mit der Beerdigung von Emmys Mutter, die schon länger demenzkrank war. Was für ein harter Schicksalsschlag, so kurz nach der Erschießung ihres Vaters, der Sheriff in North Falls war. Nun ja, obwohl es da ja bezüglich der Elternschaft so einige Unklarheiten gibt, die eigentlich im ersten Band schon aufgedeckt wurden, hier aber wieder lange Zeit verschwiegen werden, weshalb ich auch nicht deutlicher werden möchte.
Emmy wird sich auf den Posten des Sheriffs bewerben, eigentlich nur, damit Brett es nicht wird, aber dann geschieht ein Mord. Emmy ist mit Jude und Cole auf dem Weg zu Taybee, wo sich nach der Beerdigung alle treffen, aber dann hören sie Schüsse...
Allison, eine Polizistin, mit der Emmy schon zusammen gearbeitet hat, wurde erschossen. Wer war es und welches Motiv steckt dahinter? Anfangs gibt es sehr viele Verdächtige und mögliche Motive, Karin Slaughter führt uns wie üblich immer wieder in die Irre und über die Hälfte des Buches ist gar nicht so spannend, sondern beschäftigt sich eher mit der Familie Clifton und North Falls, mit familiären Banden und Geheimnissen aus der Vergangenheit, aber dann auf einmal - als würde ein Schalter umgelegt - startet das Buch so richtig durch. Und spätestens zu dem Zeitpunkt konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Spannend bis zum Schluss und es deutet sich auch eine Fortsetzung an, auf die ich mich jetzt schon freue.
Rezensionen von yellowdog:
Semper et ubique
Mein privates Glück von Michael Köhlmeier
Der österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier erzählt auf undramatische Weise eine Familiengeschichte. Es sind die fünfziger und sechziger Jahre. Das wird deutlich auch ohne das Köhlmeier plakativ viel Zeitkolorit einsetzt. Es ergibt sich ganz aus der Sprache und den Wahrnehmungen des Jungen.
Vieles bleibt in der Schwebe, der Vater bleibt irgendwie ein Fremder.
Mitte des Buches ist der Protagonist Student und man erfährt, was ihn prägt.
Leser, die Spannung suchen, sind hier falsch. Selbst für Köhlmeier-Verhältnisse geht es sehr ruhig zu. Dafür erfährt man viel von einem Leben, und das hat Bedeutung.
Rezensionen von bedard:
Ein Mosaik aus Erinnerungen und Begegnungen
Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami
Rafik Schami begleitet mich schon viele Jahre, und ich mag seine besondere Art zu erzählen. Seine Geschichten verlaufen selten geradlinig, sie nehmen Umwege, schweifen ab und entfalten sich oft erst nach und nach. So ist es auch in „Das Mosaik der Frauen“. Wer einen straff erzählten Roman erwartet, braucht vielleicht etwas Geduld.
Wer sich jedoch auf Schamis Erzählweise einlässt, wird mit einer vielschichtigen und warmherzigen Geschichte belohnt.
Schon Cover und Titel haben mich sofort angesprochen. Sie passen wunderbar zum Inhalt, denn wie ein Mosaik setzt sich das Leben des Protagonisten Nadim Suri aus vielen einzelnen Erinnerungen und Begegnungen zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, die ihn geprägt, begleitet, geliebt oder herausgefordert haben. Besonders beeindruckt hat mich dabei der respektvolle und wertschätzende Blick auf diese Frauenfiguren. Sie sind weit mehr als Randfiguren, jede von ihnen hinterlässt ihre eigene Spur.
Neben den persönlichen Schicksalen erzählt Schami auch von Syrien, von kultureller Vielfalt, politischer Unterdrückung, Flucht und Exil. Diese Themen fließen ganz selbstverständlich in die Handlung ein und wirken nie aufgesetzt oder belehrend.
Manchmal waren mir die vielen Abschweifungen und Nebengeschichten etwas zu ausführlich, und nicht jede Figur erhielt den Raum, den sie verdient hätte. Dennoch gehört genau diese Art des Erzählens zu Rafik Schami, und für mich überwiegen die Stärken des Romans deutlich.
„Das Mosaik der Frauen“ ist vielleicht kein perfektes Buch, aber ein sehr menschliches, kluges und berührendes. Es wirkt wie eine Liebeserklärung an die Frauen, die unser Leben prägen, und zugleich wie ein Rückblick auf ein bewegtes Jahrhundert. Sollte dies tatsächlich Rafik Schamis letzter Roman sein, dann ist ihm damit ein würdiger und lesenswerter Abschluss gelungen.
4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von annamichalea:
Toll, wichtig, herausfordernd
Die Anderen von Kobi Yamada
Ich habe mich bisher kaum auf ein Buch so gefreut wie dieses. Und das mit Ü 60 und ohne Enkel. Die Bilder sprechen noch mehr als die Worte.
Sei es der Stamm mit Zweigen, der die Hecke trägt und formt. ( Und wer bitte schneidet sie so akkurat? )
Sei es die Farbgebung ( Regenbogen ) des visionären Bildes von den anderen - auch die erwachsenen Vorleser werden automatisch zum (mi8)denken gebracht.
Vieles ist so einfach, manches eher schwer. Die Diskussion wer ist hier, wer ist drüben gegen Ende des Buches ist dermaßen philosophisch, dass es mir kaum möglich erscheint, dass Kinder dem folgen können. Aber vielleicht irre ich mich auch und es ist ganz einfach. Da es werder hier noch drüben gibt, kann es eh keiner verstehen.
Eine Seite gab mir zu denken, vor allem weil es evt. die Kinder traurig machen kann, denen ich das Buch schenken werde. Das Thema traurigsein ist in Verbindung mit einem Haustier dargestellt, indirekt dadurch natürlich auch das Thema alles müssen sterben. Aber wie sollte man 4 jährigensonst das Thema näherbringen? Sanft geht das gar nicht.
Das Buch ist toll und eine Herausforderung für die Vorlesenden. Aber wer so ein Buch erwirbt, will sich ja mit dem Thema und seinen Kindern auseinandersetzen.
Rezensionen von Marie aus E.:
Dominierendes Privatleben
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Von marie aus e
Ich bin großer Karin Slaughter Fan und freue mich sehr, dass es eine neue Reihe gibt.
Das hier ist Band 2 um Sheriff Emmy Clifton, der im County von North Falls spielt. Einer Kleinstadt, jeder kennt jeden.
Emmys Sohn ist ebenfalls bei der Polizei und Schwester Jude, die gerade zu Besuch ist, unterstützt als ehemalige FBI-Agentin.
Wobei? Bei der Aufklärung eines Mordes an einer Polizistin, mit der Emmy befreundet war. Denn schnell wird klar: North Fall ist keine beschauliche, friedliche Kleinstadt, hier wohnen viele Verbrecher. Unheimlich viele Verbrecher!
Für Slaughters Verhältnisse war das ein nicht ganz so spannender Thriller, für mich war das Privatleben rund um Emmy der spannendere Teil. Die Fall-Aufklärung hingegen zog sich ganz schön.
Dafür mag ich die sperrigen Charaktere, sowohl Emmy als auch Jude und das Kleinstadtleben mit allen Tücken. Wer das private Drumherum aber nicht mag, wird mit dem Buch wahrscheinlich keine Freude haben.
Es gibt keine vorangestellte Triggerwarnung, ich hoffe, ich spoiler nicht - wer es nicht wissen will, bitte hier nicht weiterlesen!
Das Buch behandelt häusliche Gewalt in einem Haushalt, in dem auch Kinder leben, das war heftig.
Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, wohl dosiert spitzt ab und an wieder Slaughters Humor durch wie etwa
„Du kannst nur tun, was du tun kannst“. Emmy musste an sich halten, um nichts zu sagen. Sie hatte das Gefühl, sich mit einem Glückskeks zu unterhalten.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht mit Emmy und Jude. 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5.











