Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meike liest:
Dunkle Vergangenheit
Blut für Blut von Anna Schneider
Der Farbschnitt von Anna Schneiders Roman „Blut für Blut“ hat mich atmosphärisch noch tiefer in die Geschichte hineingezogen, als ich zunächst erwartet hatte. Der unheimlich rot gefärbte Ausschnitt des Waldes auf dem Cover zieht sich durch das gesamte Buch und unterstreicht damit das düstere und beklemmende Geschehen.
Natürlich entscheide ich mich nicht allein aufgrund eines Covers für ein Buch – auch der Klappentext spielt für mich eine große Rolle. In diesem Fall hatte ich allerdings das Gefühl, dass bereits im Vorfeld zu viel von der Handlung vorweggenommen wurde. Die Flucht aus Sophies dysfunktionaler Beziehung hätte ich beispielsweise schon spannend genug gefunden. Die Entdeckung eines bekannten Gesichts auf den Aufnahmen erfolgt schließlich erst deutlich später und hätte für mich einen stärkeren Überraschungsmoment gehabt, wenn sie nicht bereits angekündigt worden wäre.
Sehr gelungen fand ich dagegen den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die später eingefügten Passagen aus der Perspektive eines zunächst unbekannten lyrischen Ichs. Dadurch entstand eine zusätzliche Ebene, die die Geschichte interessant ergänzt hat.
Trotz der gelungenen Auflösung und der spannenden Grundidee hatte das Buch für mich allerdings einige Längen. An manchen Stellen wiederholten sich Gedanken und Informationen zu häufig, sodass ich auf einige dieser Passagen gut hätte verzichten können. Insgesamt bleibt dennoch eine interessante Geschichte mit einer düsteren Atmosphäre und einer gelungenen Idee, die mich vor allem durch ihre Erzählstruktur überzeugen konnte.
Rezensionen von Christina:
Auf ins historische London
Scandal in the Moonlight von Laura Wood
Die Autorin Laura Wood entführt uns in ihrem Prequel ins historische London. Wenn man das Cover betrachtet, erkennt man hinter bunten Blumen, die Hauptprotagonistin Iris Grey. Eine interessante und mutige junge Frau. Sie nimmt ihr Leben in die Hand und kämpft um ihr Erbe. Der Schreibstil ist spannend erzählend , detailreich beschreibend und witig sowie unterhaltsam.
Eine Cindarella Geschichte im Mantel des historischen Londons. Eine gelungene Vorgeschichte zur Agency for Scandal-Reihe. Unabhängig lesbar. Die Stimme der Sprecherin Josefine Hoffmann hat eine tolle Stimme , die jeder der Protagonisten eine eigene Stimme verleiht. Auserdem finde ich Stimme angenehm zu hören und konnte beim hören dem Alltag entfliehen. Die Geschichte fand ich klasse . Liebe , Freundschaft und Intrigen kommen nicht zu kurz und man erfährt wie die Gepflogenheiten zur damaligen Zeit waren und gleichzeitig bricht Iris mit ihr. Mir hat die Geschichte Lust auf Mehr von dieser Buchreihe gemacht und freue mich auf weitere Hörbücher.
Rezensionen von Christina :
Auf ins historische London
Scandal in the Moonlight von Laura Wood
Die Autorin Laura Wood entführt uns in ihrem Prequel ins historische London. Wenn man das Cover betrachtet, erkennt man hinter bunten Blumen, die Hauptprotagonistin Iris Grey. Eine interessante und mutige junge Frau. Sie nimmt ihr Leben in die Hand und kämpft um ihr Erbe. Der Schreibstil ist spannend erzählend , detailreich beschreibend und witig sowie unterhaltsam.
Eine Cindarella Geschichte im Mantel des historischen Londons. Eine gelungene Vorgeschichte zur Agency for Scandal-Reihe. Unabhängig lesbar. Die Stimme der Sprecherin Josefine Hoffmann hat eine tolle Stimme , die jeder der Protagonisten eine eigene Stimme verleiht. Auserdem finde ich Stimme angenehm zu hören und konnte beim hören dem Alltag entfliehen. Die Geschichte fand ich klasse . Liebe , Freundschaft und Intrigen kommen nicht zu kurz und man erfährt wie die Gepflogenheiten zur damaligen Zeit waren und gleichzeitig bricht Iris mit ihr. Mir hat die Geschichte Lust auf Mehr von dieser Buchreihe gemacht und freue mich auf weitere Hörbücher.
Rezensionen von Shilo:
Zwischen Familie und eigenen Wünschen
Hinaus in den Wind von Trude Teige
Das Leben an der norwegischen Küste ist hart. Kristiane hat sich dort trotzdem ihren eigenen Platz erkämpft und übernimmt viel Verantwortung für ihre Familie. Man merkt aber auch, dass sie selbst nicht immer weiß, welcher Weg der richtige ist und dass sie einige Sorgen mit sich trägt.
Die Beziehung zu ihren Kindern hat mich beim Lesen besonders beschäftigt.
Kristiane wünscht sich, dass Anders die Familientradition fortführt und Schiffslotse wird. Doch Anders möchte sein eigenes Leben führen und fühlt sich zur Musik hingezogen. Für Kristiane ist das nicht leicht. Sie muss lernen, dass ihr Sohn andere Wünsche hat als sie. Dieser Teil der Geschichte hat mir gut gefallen, weil solche unterschiedlichen Vorstellungen innerhalb einer Familie sehr menschlich wirken.
Auch die Geschichte um das tote Kind, das Kristiane am Strand findet, bringt viel Unruhe in die kleine Fischergemeinschaft. Natürlich stellt sich die Frage, was passiert ist und wer die Mutter des Kindes ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie streng die Menschen damals über andere urteilten. Schuld und Schande hatten einen großen Stellenwert. Einige Reaktionen konnte man kaum nachvollziehen, aber sie passten zu der Zeit, in der die Geschichte spielt.
Sehr schön fand ich die Beschreibungen der norwegischen Küste. Das Meer, der Wind und die raue Landschaft sind immer wieder Teil der Geschichte. Besonders wenn Kristiane zum Strand geht, bekommt die Handlung für mich eine ganz eigene Stimmung. Dort kann sie für kurze Zeit ihre Gedanken ordnen und Abstand von allem bekommen.
Kristiane ist eine Frau, die sich nicht einfach mit allem abfindet. Sie hat ihre Vorstellungen und versucht, diese auch durchzusetzen. Gleichzeitig kann sie nicht immer so handeln, wie sie es gerne möchte. Ihre Familie und die Erwartungen der Menschen in ihrem Umfeld spielen dabei eine große Rolle. Sie weiß zwar, was sie möchte, muss aber auch mit den Folgen ihrer Entscheidungen leben. Dass sie dabei nicht immer alles richtig macht, hat sie für mich nur menschlicher gemacht.
Trude Teige erzählt die Geschichte ruhig und verständlich. Neben den familiären Problemen gibt es immer wieder Stellen, an denen es spannend wird. Dazu kommen viele Einblicke in das Leben der Fischer und Seeleute. Auch die damalige Zeit wird gut vermittelt, ohne dass die Geschichte dadurch schwer zu lesen ist. An einigen Stellen hat mich die Handlung sehr berührt. Dabei blieb es aber immer angenehm zurückhaltend.
Ein Gedanke ist mir beim Lesen besonders aufgefallen: Es ist nicht einfach, den eigenen Weg zu gehen, wenn die Familie und die Tradition etwas anderes erwarten. Gerade Anders muss sich damit auseinandersetzen, was er selbst möchte und was von ihm erwartet wird. Auch Kristiane muss lernen, mit seinen Entscheidungen umzugehen.
Für mich war es eine schöne und bewegende Geschichte über Familie, Zusammenhalt und den Wunsch, das eigene Leben selbst zu bestimmen. Kristiane ist mir mit ihrer Stärke, aber auch mit ihren Zweifeln, sehr nahegekommen. Die raue norwegische Küste und das Leben der Menschen dort haben gut zu dieser Geschichte gepasst. Dafür gebe ich mit Überzeugung 5 Sterne.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Tolle Fortsetzung
Unruhige Gezeiten von Christel Netuschil
Juchhuu – endlich wieder zurück in das Grand Hotel Meereskrone ! Nachdem mir der erste Teil der Familiensaga von Christel Netuschil schon so gut gefallen hat, habe ich mich riesig auf den jetzigen zweiten Teil gefreut :
Das einst von wunderschönem Flair geprägten Grand Hotel Meereskrone ist nun zum Aufenthalt für verwundete Soldaten und Flüchtlingen geworden.
Charlotte Kent kümmert sich um alle und hält den Alltag am Laufen.
Als Charlotte sich einer Jüdin annimmt und sie im Weinkeller des einstigen Hotels versteckt, trifft sie damit eine folgenschwere Entscheidung. Wem kann sie vertrauen und wie weit wird sie gehen ?
Für mich ganz prägend ist natürlich der Schreibstil von Christel Neuschil, die einen flüssig und absolut authentisch durch diesen atmosphärischen historischen Roman trägt. Spannend kreiert und mit lebendigen Charakteren, zeichnet die Schwere des Überlebens der Menschen in der damaligen Zeit auf.
Ich bin durch das Buch gerauscht, habe mit Charlotte mitgefühlt, gefiebert und gehofft und hatte dabei eine wunderschöne Lesezeit.
Dafür gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und den dringenden Rat, sich diese tolle Familiensage nicht entgehen zu lassen !
Rezensionen von Christina:
Es ist so schön auf dem Möwenhof
Herbstleuchten über dem Möwenhof von Frida Jacobsen
Die Autorin Frida Jacobsen nimmt uns wieder mit auf den Möwenhof. Schon der Blick auf das Cover macht Lust auf lesen. Man hört das Meer rauschen und ich sehe mich auf dem zu sehenden Hängestuhl sitzen und in dem Buch lesend. Dazu der Schreibstil der einen locker leicht in die Geschichte eintauchen lässt.
Der witzig und unterhaltsam ist und so dem Alltag entfliehen lässt. Der Möwenhof so wie er beschrieben ist , möchte man sofort besuchen. In diesem Teil ist Ole der Koch , der Hauptprotagonist. Ein sympathischer junger Mann der für seinen Traum vom eigenen Restaurant kämpft. Dazu noch tauchen immer wieder die Hauptprotagonisten des anderen Bandes auf , wie Maren und ihre Kinder. An sich ist das Buch in sich geschlossen , kann unabhängig gelesen werden. Aber beide zu lesen , ist auch klasse. Ich bin gern wieder an die Nordsee gereist. Liebe, Freundschaft und Nordseefeeling werden miteinander verwoben. Ein echter Wohlfühlroman , bei dem man beim lesen dem Alltag entflieht. Klare Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Christina :
Es ist so schön auf dem Möwenhof
Herbstleuchten über dem Möwenhof von Frida Jacobsen
Die Autorin Frida Jacobsen nimmt uns wieder mit auf den Möwenhof. Schon der Blick auf das Cover macht Lust auf lesen. Man hört das Meer rauschen und ich sehe mich auf dem zu sehenden Hängestuhl sitzen und in dem Buch lesend. Dazu der Schreibstil der einen locker leicht in die Geschichte eintauchen lässt.
Der witzig und unterhaltsam ist und so dem Alltag entfliehen lässt. Der Möwenhof so wie er beschrieben ist , möchte man sofort besuchen. In diesem Teil ist Ole der Koch , der Hauptprotagonist. Ein sympathischer junger Mann der für seinen Traum vom eigenen Restaurant kämpft. Dazu noch tauchen immer wieder die Hauptprotagonisten des anderen Bandes auf , wie Maren und ihre Kinder. An sich ist das Buch in sich geschlossen , kann unabhängig gelesen werden. Aber beide zu lesen , ist auch klasse. Ich bin gern wieder an die Nordsee gereist. Liebe, Freundschaft und Nordseefeeling werden miteinander verwoben. Ein echter Wohlfühlroman , bei dem man beim lesen dem Alltag entflieht. Klare Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Ein tolles Debüt
Totensee von Sophie Czerny
Das Cover und der Klappentext haben mich direkt gecatcht und so habe ich mich riesig auf das Buch gefreut :
Sophie Czerny´s Debüt lässt schon von Anfang an vermuten : das wird grandios ! Ihr flüssiger und einnehmender Schreibstil zieht einen direkt an und kaum hat man die ersten Seiten gelesen, ist man schon mitten im Geschehen.
Adas Tochter wurde entführt, doch niemand glaubt der suspendierten Kommissarin. Verzweifelt sucht sie überall, verfolgt alle Spuren, die sie findet, um ihre Tochter wieder zu finden. Vergeblich – bis an Tag 149 eine Leiche auftaucht, auf deren Rücken Ada´s Name eingeritzt ist und sie sicher ist : das ist eine Botschaft vom Entführer ihrer Tochter.
Sophie Czerny versteht es, den Leser/die Leserin mit auf einen Weg zu nehmen, der einen so großen Spannungsbogen hat, dass ich mich wirklich schwer getan habe, das Buch mal zur Seite zu legen.
Die Figuren sind allesamt authentisch und Adas Verzweiflung und ihr Schmerz sind so spürbar – das hat die Autorin perfekt transportiert.
Die schnellen Orts- und Zeitwechsel haben dafür gesorgt, dass das Buch sehr lebendig ist und ich hatte eine wirklich tolle Lesezeit.
Wer einen Thriller mit Spannung und fesselnden Wendungen sucht, der ist hier genau richtig – von mir gibt es dafür eine klare Empfehlung !
Rezensionen von Island :
Wie rettet man eine Freundschaft ins Erwachsenenalter
Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau
Bei "Dabei waren wir uns immer so nah" handelt es sich um den Debütroman von Jette Kötschau. Die Coverabbildung zeigt zwei junge Frauen im Sommer auf einer Mauer sitzend, mit Flaschen um sich.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Frauen Anfang 30, die etwa seit Beginn ihres Studiums befreundet sind.
Doch nun unterscheidet sich ihre Lebensrealität doch sehr. Henri ist weiter ungebunden, hätte gerne ein eigenes Kino, hat viele Dates und muss gerade den Verlust ihrer geliebten Oma verarbeiten. Merle hat ein Baby und baut gemeinsam mit ihrem Mann gerade ein Haus weit außerhalb der Stadt. An ihr bleibt die ganze Care-Arbeit hängen, während ihr Mann mit Job und Baustelle beschäftigt ist. Und Katharina hätte gerne ein Kind, aber ihr langjähriger Partner fühlt sich zumindest aktuell noch nicht bereit dazu. Durch ihren unterschiedlichen Alltag und ihre verschiedenen Lebensentwürfe bleibt auch die Freundschaft der drei Frauen mehr und mehr auf der Strecke, obwohl sie sich zugleich nacheinander sehnen und vermissen, was sie mal hatten.
Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus den drei verschiedenen Perspektiven, sodass man sich sehr gut in die Protagonistinnen hineinversetzen kann, auch wenn die eigene Lebenssituation gerade eine etwas andere ist. Manches kommt einem aber sicher von eigenen Freundschaften aus der Studienzeit bekannt vor, dass man sich danach oft einfach in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Der Erzählstil war gut nachvollziehbar und auch mit der Sprecherin des Hörbuchs war ich sehr zufrieden. Sie passte zu der Stimmung der Erzählung und man konnte ihr angenehm folgen.
Rezensionen von Island :
Ein Highlight meines bisherigen Lese-Jahres
Magisch von Annika Büsing
Bei diesem Roman bin ich froh, doch einen Blick in die Kurzbeschreibung des Inhalts geworfen zu haben, denn der Titel "Magisch" hat mich erst etwas aus der Fantasy-Richtung erwarten lassen, zumal ich die Kuh auf dem Cover beim flüchtigen Hinschauen nicht sofort als Kuh identifiziert habe.
Magisch ist in Wirklichkeit der Nachname des männlichen Protagonisten Paul.
Er und die weibliche Hauptperson Marie sind seit der Kindergartenzeit befreundet und waren in ihren Jugend ein Paar, bis Marie sich in einen Anderen verliebte und Paul schließlich aus der Stadt verschwand und mit seiner Band tourte. Mit Mitte 30 kehrt Paul Magisch nun in seine Heimatstadt im Ruhrgebiet zurück, wo Marie nach dem abgebrochenen Grundschul-Referendariat eine Hundetagesstätte betreibt. Dabei kommen alte Gefühle schnell wieder hoch, aber auch Konflikte von früher, denn Maries Bruder Andi, das schwarze Schaf ihrer Familie, ist ein Nazi, dem Magisch schon immer ein Dorn im Auge war, da der sich schon in seiner Jugend gegen ihn gestellt hat.
Die Geschichte um Magisch und Marie schildert sehr eindrucksvoll, wie ein Riss durch einen Ort und auch durch die eigene Familie gehen kann, wenn Menschen rechten Ideologien anhängen. Damit geht es um ein Thema, das leider auch in den "alten Bundesländern" mehr und mehr an Aktualität gewinnt. Die Autorin beschreibt die Entwicklungen so, dass man sich gut hineinversetzen kann. So wird auch deutlich, dass es sehr schwer ist, jemandem, dem man sehr nahe steht und dessen gute Seiten man ebenfalls kennt, komplett aufzugeben, weil er zugleich absolut verwerfliche Dinge tut. Immer wieder gibt es einen Wechsel zwischen der Gegenwart nach Magisch Rückkehr und der Kindheit und Jugendzeit, sodass man sowohl die Veränderungen Andi betreffend als auch das Verhältnis zwischen Paul und Marie besser verstehen kann. Der Schreibstil der Autorin ist dabei modern und unkonventionell. Manchmal wird man als Leser:in direkt von der Erzählerin angesprochen und diese scheint oft frei heraus zu erzählen, ohne auf irgendwelche Konventionen zu achten, was gut zum Charakter von Marie passt, wie man sie auch ansonsten erlebt. Somit war es sehr unterhaltsam und kurzweilig, diesen Roman zu lesen, obwohl es zugleich um ernste Themen ging. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.









