Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
braucht um sich zu entfalten
Der Wald ist wie das Vergessen - dystopischer Roman von Eva Maria Smon
Klappentext / Inhalt:
Fast überall ist Wald. Wo kein Wald ist, ist Niemandsland, dahinter die Zone.
Eine Organisation, die sich S-Org nennt, beherrscht das Land. Schrift ist verboten,
niemand kann lesen. Niemand weiß, was auf den Flugblättern steht, die über dem Dorf abgeworfen werden: Gegenwart, von der keiner weiß, woher sie kommt, weil keiner die Vergangenheit kennt.
Blume, eine junge Frau, beginnt Fragen zu stellen. Doch Fragen sind gefährlich…
„Wenn es nichts und niemanden gibt, der dir das Vorhandensein deiner Erinnerung bestätigt, woher kannst du dann wissen, dass es überhaupt eine Erinnerung ist? Ob das, woran du meinst dich zu erinnern, überhaupt je da gewesen ist?“
Cover:
Das Cover spielt mit Formen und Strukturen und ist recht plastisch und eigenwillig gestaltet und zeigt von der Struktur eine gewisse Kunst und doch auch Einfachheit, des ganzen. Es lassen sich Strukturen und Landschaften erahnen und doch verschwimmt es in sich und lässt eigene Interpretationen zu. Das Cover gibt Rätsel auf und das macht es zugleich interessant.
Meinung:
Ein dystopischer Roman, der eine Weile braucht um sich zu entfalten. Es ist nicht ganz einfach sich anfangs hineinzufinden. Es braucht um Worte und Beschreibungen zu verstehen. Der Schreibstil ist eigenwillig, aber dies macht es auch aus und besonders.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel ins Detail gehen, da ich nicht zu viel verraten möchte, halte ich mich mit weiteren Angaben und Informationen dazu zurück.
Das Wortbuilding und der Satzbau, sowie die Erzählung ist teils recht verschachtelt und die Beschreibungen sehr bildhaft und lebendig. Man folgt Blume und ihren Gedanken. Es wird aus ihrer Perspektive in der Ich-Form erzählt, was es eigen und besonders macht und man ihren Gedanken und Vorstellungen folgt. Man ist in einer Welt in der sich niemand erinnern darf und das Vergessen das Große Ganze ist. Niemand kennt seine Herkunft und das große Warum. Kontrolle und Ordnung herrschen, Fragen sind unerwünscht und Antworten bekommt man nicht. Es wirkt trostlos, doch gibt es Hoffnung?
Eine nachdenkliche und zugleich auch bedrückende Stimmung und Atmosphäre wird hier erzeugt. Manches ist einem nicht ganz klar und der Anfang etwas schwer, was auch dem besonderen Schreibstil zuzuordnen ist, an den man sich erst gewöhnen muss. Mehr und mehr findet man sich dann jedoch in das Ganze hinein. Die Idee dahinter ist interessant und im Gesamten dazu der Schreibstil auch stimmig, wenn auch ungewohnt.
Es ist in Teile und diese wiederum in Kapitel gegliedert. Teils sind diese etwas länger, aber dennoch gut strukturiert und lesbar. Die Anfänge sind gut erkennbar und von der Gestaltung und Gliederung hat es mir sehr gut gefallen.
Alles in allem fand ich es interessant und auf jeden Fall von der Idee und dem Schreibstil mal etwas anderes, wenn auch nicht ganz leicht.
Fazit:
Ein dystopischer Roman, der eine Weile braucht um sich zu entfalten.
Rezensionen von Katrin:
Toller Krimi
Gesetz des Midas – Wiener Abgründe von Peter Lorath
Mit „Gesetz des Midas“ gelingt Peter Lorath erneut ein atmosphärischer historischer Krimi, der tief in die dunklen Gassen und politischen Ränkespiele des alten Wiens eintaucht. Sonderermittler Leopold Kern wird in einen rätselhaften Mordfall verstrickt, der nicht nur die sozialen Abgründe der Zeit offenlegt, sondern auch bis in die höchsten Kreise der Monarchie reicht.
Lorath vereint eindrucksvoll historische Detailtreue mit spannender Handlung und psychologischer Tiefe. Besonders gelungen ist die Darstellung Wiens zur Zeit der Ringstraßenära – elegant, dekadent und gefährlich. Der Kriminalfall ist vielschichtig und hält die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht.
Fazit: Ein packender, intelligent erzählter Krimi für Fans historischer Stoffe – düster, vielschichtig und authentisch.
Alles in Allem hat mir der Krimi sehr gut gefallen.
Rezensionen von Katrin:
Magisch und tiefgründig
Die Bestimmung der Mondsteinkinder von Maike Harel
"Die Bestimmung der Mondsteinkinder" ist eine einfühlsam erzählte Geschichte über das Erwachsenwerden, das Anderssein und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Maike Harel gelingt es, mit einer poetischen Sprache und einem stimmigen Erzählrhythmus eine magische, zugleich aber auch tiefgründige Welt zu erschaffen.
Im Mittelpunkt stehen Kinder mit besonderen Fähigkeiten, die lernen müssen, ihrer eigenen Bestimmung zu folgen – ein Thema, das sensibel und spannend zugleich umgesetzt ist. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber mit klarer Spannungskurve, und die Figuren wirken authentisch und nahbar.
Fazit:
Ein berührendes, fantasievolles Buch, das junge Leser zum Nachdenken anregt – über Identität, Mut und Zugehörigkeit. Besonders geeignet für Kinder ab etwa 10 Jahren, aber auch für Erwachsene, die tiefgründige Geschichten mögen.
Rezensionen von Katrin:
Hoher Suchtfaktor
School of Beastly Island - Band 2 - Gerettet von Christian Tielmann
Mit „Gerettet“, dem zweiten Band der School of Beastly Island-Reihe, liefern Christian Tielmann und Javier S. Aranda erneut ein fantasievolles Abenteuer – und visuell eine echte Überraschung.
Story:
Im Mittelpunkt steht wieder die geheimnisvolle Insel voller Fabelwesen, Mutproben und dunkler Geheimnisse.
Die Hauptfiguren geraten dieses Mal in noch größere Gefahr – und wachsen dabei über sich hinaus. Ohne zu viel zu verraten: Wer bereits Band 1 mochte, wird hier richtig mitgefiebert haben.
Illustrationen im Mangastil – ein Highlight:
Was diesen Band besonders macht, ist die deutlich sichtbare Inspiration durch den Mangastil in Arandas Illustrationen. Große Augen, dynamische Perspektiven und starke Emotionen springen einem förmlich entgegen. Besonders in den Action-Szenen und bei den Gesichtsausdrücken zeigt sich dieser Einfluss: Der Stil ist kantig und gleichzeitig verspielt – perfekt für die fantastische Welt, in der nichts ganz normal ist.
Dabei bleibt der Zeichenstil stets kindgerecht und zugänglich. Die Panels wirken wie Standbilder aus einem Anime, was gerade bei jüngeren Lesern, die bereits Manga oder Anime kennen, super ankommt.
Fazit:
Gerettet ist ein rasanter, visuell eindrucksvoller zweiter Band mit hohem Suchtfaktor. Der Mix aus abenteuerlicher Internatsgeschichte, mystischer Fantasy und Manga-inspirierter Bildsprache hebt die Reihe angenehm vom Kinderbuch-Allerlei ab. Besonders für Manga-Fans im Grundschulalter eine klare Empfehlung!
Rezensionen von Katrin:
Fesselnde Mischung aus Grusel, Witz und Mystery
Bite Risk - Kein Entkommen von S.J. Wills
Zunächst dachte ich beim Anblick des Covers, es gehe um Vampire – Bite Risk, klang einfach sehr danach. Doch schnell wurde klar: Hier geht es nicht um Blutsauger, sondern um etwas noch Ungewöhnlicheres.
Story:
In dem abgeschiedenen Städtchen Tremorglade hat das Virus Corpus pilori die Erwachsenen jeden Vollmond in blutrünstige Werwölfe, sogenannte "Ripper", verwandelt.
Die Kinder übernehmen in diesen Nächten das Zepter: Sie sichern ihre Familien in Käfigen, legen Betäubungsgewehre bereit, sorgen für einen (mehr oder weniger) sicheren Verlauf der Nacht und "füttern" sogar ihre Eltern.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Sel – einem sympathisch-ängstlichen Teenager, der mehr Mut beweist, als er selbst glaubt.
Doch als seltsame Vorkommnisse wie durchdrehende Tauben und Abstürze von Drohnen das Bild trüben, beginnen die Jugendlichen und Sel nach Antworten zu suchen.
Welche Wahrheit wird hier verschwiegen?
Wer verwandelt sich als nächstes, den das geschieht zu verschiedenen Zeitpunkten und unvorhergesehen.
Fazit:
Trotz meines ersten Eindrucks vom Cover – keine Vampire, sondern eine überraschend originelle Werwolf-Geschichte mit Tiefgang, Spannung und Herz. Klare Empfehlung für Leser ab mindestens 12 Jahren, die Mystery, Grusel und ungewöhnliche Settings mögen! Vorher könnte es zu gruselig sein.
Besonders das letzte Drittel überrascht mit einigen cleveren Wendungen. Der Schreibstil ist jugendlich und leicht zu lesen, die Atmosphäre durchgehend packend.
Rezensionen von Katrin:
Individualität ist verboten, eigene Gedanken sind gefährlich - Schöne neue Welt?
1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht. von Yorick Goldewijk
Ich fand das Cover extrem ansprechend und freute mich sehr als ich da Buch endlich in den Händen hielt und lesen durfte.
Story:
8, lebt in Surdus. Surdus ist eine kühle, von Unterdrückung geprägte Welt, in der Individualität gefährlich ist. Konformität - die Gleichheit aller ist hier oberstes Gebot.
Der Hauptcharakter, 8, ein Mädchen, eine Unbeseelte. Sie lebt einen strickten Alltag, das Schlagen der Uhr legt ihn für sie fest. Eine Stimme aus Lautsprechern predigt immer wieder was selbe:
Hör zu, sei gehorsam, folge.
Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
Sei hilfreich und ergeben.
Um sie für den Dienst bei den Beseelten vorzubereiten, muss sie Tag ein Tag aus sehr eindeutige Fragen auf einem Bildschirm bearbeiten - dies ist ihr Job. Eine Leere die sie förmlich auffrisst.
Der Weg zur "Arbeit", für alle gleich, Gleichschritt, alle starren auf den Boden oder ihre Knie, doch 8 ist anders. 8, bemerkt die Welt um sich herum. Sie sieht was die anderen nicht sehen.
Und dann treffen sich plötzlich Blicke, einem zweiten Mädchen geht es wie ihr.
Werden sie von den Sehern bemerkt? Können sie fliehen?
Fazit:
Die Geschichte entfaltet sich knapp und eindringlich auf rund 160 Seiten, aber wirkt lange nach. Der Autor Goldewijk greift Themen der Individualität, Identität, Selbstbestimmung und Rebellion gegen ein autoritäres System auf – eine klare dystopische Allegorie, die an "Schöne neue Welt" erinnert und gerade dadurch Fragen stellt, die im Kern der menschlichen Freiheit liegen.
Eine Dystopie für Jugendliche (ab etwa 12 Jahren), die nicht nur berührt, sondern auch tief zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von Katrin:
Liebe, Leidenschaft und Friedhof?
Morbidly Yours von Ivy Fairbanks
Das Cover ist hier wirklich gelungen, es spiegelt den Inhalt des Buches total wieder, wirkt dabei aber keinesfalls düster, sondern eher humorvoll und heiter.
Story:
Lark zieht von Texas in eine kleine Stadt in Irland und das direkt Gegenüber eines Bestatters. Beim Umzug wurde dann natürlich ein falsches Paket an sie geliefert und sie brachte es ihrem Nachbarn - dem Bestatter.
Schon beim ersten Aufeinandertreffen von Callum - was für ein passender Name - und Lark der fröhlich frechen bunten Animationsdesignerin war klar, hier wirds ordentlich knistert.
Sie wurden Freunde und Lark half Callum, der doch eher schüchtern und als Einsiedler lebte, aus sich herauszukommen.
Callum war fasziniert und verliebte sich über beide Ohren in Lark, doch sie hat ein Geheimnis und möchte daher auf keinen Fall eine Beziehung. Er muss aber heiraten und das schnell, denn sonst verliert er sein Geschäft. Lark zwingt im unzählige Dates auf, eines schlechter als das andere und währenddessen vertiefen sich aber die Gefühle der Beiden zueinander.
Er gesteht ihr seine Liebe, worauf sie erneut flüchtet.
Werden die Beiden zueinander finden? Heiratet Callum gar eine andere und was ist Larks Geheimnis?
Sei vorbereitet auf viele Ups and Downs.
Fazit:
Ja, es ist lustig, es ist spicy, es ist in gewisser Weise vorhersehbar (stört bei einem eher leichten Roman aber nicht sonderlich)
Ja, das Buch hat potenzial, was nur leider nicht 100% ausgeschöpft ist.
Ich konnte mich mit den beiden Hauptcharakteren Lark und vor allem Callum sehr gut identifizieren. Callum wird immer wieder sehr detailliert beschrieben, ein Bestatter wie man sich ihn vorstellt, aber auch ein junger attraktiver Mann auf der Suche nach Liebe.
Bis zu einem gewissen Punkt fand ich die Geschichte wirklich toll, doch dann war es mir fast etwas zu viel Drama. Zum Glück gab es ein Happy End.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Sterne.
Rezensionen von Katrin:
Ein wahrer Volltreffer!
Volltreffer! von Patrick Joseph
Das Cover ist kindgerecht, relativ bunt gestaltet und lädt kleine Wirbelwinde zum Lesen ein.
Dies ist der erste Band. Es handelt sich um eine Sammlung von 6 Kurzgeschichten rund ums Thema Fußball, Familie, Geschwister - passend für jüngere Kinder als Vorlesebuch oder dank der großen Schrift und den schönen Illustrationen an den Kapitelenden für Erstleser.
Inhalt:
Emma spielt in einer Mädchen-Fußballmannschaft, ihr kleiner Bruder Tim möchte mit ihr, nicht zuletzt um Anerkennung zu finden auf dem Fußballplatz spielen. Die Geschichten behandeln verschiedene Ereignisse: ein Nachbarschaftsspiel, ein Turnier, ein Probetraining, der Umgang mit Niederlagen, Chaos durch den Familienhund und wie Fußball im Alltag zusammen mit Freundschaft, Mut und Teamgeist eine Rolle spielt.
Fazit:
Die Geschichten greifen Situationen auf, die Kinder kennen: Geschwister, Konkurrenz, Niederlagen, Mut, etc. Das macht es leicht, sich mit Emma oder Tim zu identifizieren.
Nicht nur der Sport, sondern wie man mit Niederlagen oder Schwierigkeiten umgeht, spielt eine Rolle. Teamgeist, gegenseitige Unterstützung, Mut – das sind zentrale Botschaften.
Ich kann nur wieder betonen, dass es gut als Vorlesebuch oder für Leseanfänger geeignet ist. Die Kapitel haben überschaubare Länge, die Sprache ist einfach. Es bietet genug Abwechslung und Spannung, ohne Kinder zu überfordern.
Rezensionen von Shilo:
Ein Familienroman zwischen Tradition und Neubeginn
Auf dem Gräftenhof von Arnold Pesch
„Auf dem Gräftenhof“ von Arnold Pesch erzählt die Geschichte einer Familie, die nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, ihren Platz in einer sich wandelnden Welt zu finden. Dabei geht es nicht nur um die Bewahrung alter Traditionen, sondern auch darum, Neues zu wagen.
Sehr eindrücklich fand ich, wie der Hof selbst zur Bühne dieser Entwicklungen wird.
Man spürt die besondere Atmosphäre des Münsterlandes, und die Wasserburg wirkt fast wie ein stiller Zeuge der Geschehnisse. Dass Johannes aus der Ukraine stammt und in Deutschland eine neue Heimat findet, gibt der Handlung eine zusätzliche Tiefe. Gerade die Sehnsucht nach seiner alten Heimat, die über Jahre unerreichbar bleibt, war für mich gut nachvollziehbar.
Besonders bewegt haben mich zwei Figuren: Paul, dessen kindliches Wesen Wärme in die Familie bringt, und Barbara, die von einem Reiterhof für Kinder mit Handicap träumt. Ihr Ringen mit den Erwartungen der Familie und ihr Wunsch, ihren eigenen Weg zu gehen, haben mich beim Lesen besonders berührt. Hier zeigt sich sehr gut, wie eng persönliche Wünsche und das Erbe der Familie miteinander verbunden sind.
Auch die politischen Umbrüche sind geschickt in die Handlung eingebaut. Man merkt, dass die Ereignisse in Deutschland und Europa direkt in das Leben der Familie hineinwirken. Das macht den Roman glaubwürdig und gibt ihm eine historische Tiefe, die mir gefallen hat.
Manche Stellen ziehen sich etwas, weil sehr ausführlich erzählt wird. An anderen Stellen hätte ich mir hingegen noch mehr Ausführlichkeit gewünscht, um bestimmte Entscheidungen und Gefühle der Figuren besser nachvollziehen zu können. Doch insgesamt habe ich den Roman gern gelesen. Er verbindet die deutsche Nachkriegsgeschichte mit dem Schicksal einer Familie, die zwischen Vergangenheit und Zukunft ihren eigenen Weg sucht.
Darum vergebe ich vier Sterne. Es bleibt das Gefühl, mit den Figuren auf dem Gräftenhof gelebt zu haben und ihre Entscheidungen hautnah mitzuerleben.
Rezensionen von Meli:
Neuer Dark Lord im Anmarsch - Spannend und unterhaltsam!
How to Become the Dark Lord and Die Trying von Django Wexler
Davi erinnert sich kaum noch an ihr ursprüngliches Leben, aber sie weiß, sie ist die prophezeite Heldin und soll diese Welt vor dem Dark Lord retten. Dabei ist sie aber schon 237-mal gestorben, wurde wiedergeboren und musste von vorne anfangen. Nach mehreren hundert Jahren liegt ihre Erfolgsquote bei null Prozent: Am Ende gewinnt immer der Dark Lord.
Dann muss Davi eben selbst zum Dark Lord werden!
Da Davi hier zum ersten Mal einen ganz neuen Weg einschlägt, kann man der Handlung sehr gut folgen: Man lernt mit ihr neue Charaktere kennen, erlernt die Eigenschaften und Kultur verschiedener Wildlingsgruppen und auch die Orte, die sie durchreisen, waren Davi bisher unbekannt. Das hat mir schon gut gefallen, aber gleichzeitig hat es mir bei Davi manchmal schon ein bisschen an der Erfahrung gemangelt, die sie in ihren vielen Leben gesammelt haben müsste. So konnte sie zwar die Sprache der Wildlinge schon und weiß, dass der Dark Lord bei einer Konvokation gewählt wird, aber mehr auch nicht. Ich fand, wenn sie ihre Sprache gelernt hat, dann hätte sie auch ein bisschen mehr Wissen haben können. Von ihren früheren 237 Leben sieht man nur wenig und ich bin gespannt, ob die Fortsetzung da mehr zu bieten hat.
Davi ist eine moderne, selbstbewusste Frau, die schon eine Menge durchgemacht hat, darunter Folter und viele grauenvolle Tode, aber sie hat einen unterhaltsamen Humor; das Buch ist voller alberner Fußnoten und witziger Kommentare. Aufgrund ihrer Erfahrungen ist sie mal realistisch und macht einigermaßen ausgeklügelte Pläne, oft ist sie aber selbstsicher und folgt ihrer Intuition.
Ihr Abenteuer auf dem Weg zum Dark Lord fand ich auch mitreißend. Es ist die Reise zur Konvokation und auf dem Weg dorthin versucht sie noch, möglichst viele Schergen zusammenzutreiben, die ihren Anspruch unterstützen sollen. Dabei gibt es jede Menge Gefahren, Action und Intrigen - kaum Zeit zum Entspannend, aber dafür jede Menge Spannung. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, die hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt!











