Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Reinhard:
Lesenswertes Buch über das Innere unseres Körpers
Organisch von Giulia Enders
"Organisch" ist ein faszinierendes und bereicherndes Sachbuch von Giulia Enders, der Autorin des Bestsellers "Darm mit Charme".
Enders nimmt die Leser*innen mit auf eine erkenntnisreiche Reise durch den menschlichen Körper, wobei sie sich nicht nur auf einzelne Organe konzentriert, sondern vor allem die Zusammenhänge und das kooperative Miteinander in den Vordergrund stellt.
Sie plädiert leidenschaftlich dafür, den Körper nicht als Maschine, sondern als weises, organisches System zu verstehen, das uns lehren kann, ein gelingendes Leben zu führen.
Der Schreibstil ist wie gewohnt wissenschaftlich fundiert, aber leicht verständlich, humorvoll und sehr persönlich. Durch Anekdoten und die Verknüpfung von Körperteilen mit ihr wichtigen Menschen wird das komplexe Thema nahbar und unterhaltsam. Die Illustrationen ihrer Schwester Jill Enders tragen zusätzlich zum Lesevergnügen bei.
Es ist ein Plädoyer für Achtsamkeit und das Zuhören auf die Signale des eigenen Körpers. Ein tolles Buch für alle, die mehr über sich selbst erfahren und ihre Gesundheit ganzheitlicher betrachten möchten – kurzweilig, lehrreich und inspirierend.
Rezensionen von bakerstreetbabe:
Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte
Peggy Guggenheim von Mona Horncastle
Das Buch verspricht, Peggy Guggenheims Geschichte abseits aller Klischees zu erzählen. Da ich ihre Lebensgeschichte nun vor allem aus diesem Buch kenne, kann ich das zwar nicht abschließend beurteilen, doch hatte auf jeden Fall den Eindruck, dass neutral ihr Wirken in der Kunstförderung und -bewahrung, aber auch ihre schwierigen Seiten aufgezeigt hat.
Die jeweiligen Kapitel sind kurz gehalten, und erzählen jeweils einen Abschnitt aus ihrem Leben, sodass man gut mitkommt und wenn man - wie ich - Sachbücher eher Stück für Stück liest, passende Sinneinheiten findet. Darüber hinaus gibt es viele Bilder, die dem Leser Peggy und andere Protagonisten ihres Lebens näher bringen. Durch die vielen Literaturverweise fällt es auch leicht, tiefer einzusteigen.
Einziger Kritikpunkt: Es wird hier sehr viel mit Namen um sich geworfen. Natürlich ist es interessant zu sehen, mit wem Peggy Guggenheim Kontakt hatte, aber bei 5 verschiedenen Namen in einem Abschnitt fiel es mir manchmal schwer, noch zu folgen. Hier wäre vielleicht weniger manchmal mehr gewesen. Eine Hilfestellung ist aber das umfassende Personenregister am Ende des Buches.
Insgesamt ein wunderbares Sachbuch für alle, die sich für Kunstgeschichte, aber auch feministische Geschichte interessieren, da Peggy sich nicht nur vor allem auch für die Förderung von Künstlerinnen einsetzte und mit vielen Sammlerinnen Kontakt pflegte, sondern sich leider auch im Laufe ihres Lebens immer wieder mit sexistischen Aussagen auseinandersetzen musste. Auch ihr Leben wurde im Nachhinein vor allem aus dem Blickwinkel männlicher Biografen bewertet, weshalb dieses Buch eine Bereicherung in den Werken über ihr Leben darstellt.
Rezensionen von ingrid78:
sehr spannend
The Business Trip von Jessie Garcia
Das Cover passt hervorragend zum Titel, zieht den Blick auf sich. Zwei unterschiedliche Frauen begegnen sich im Flugzeug nach Denver. Es geht um die mittellose Jasmin, die auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Mann ist und um Stephanie, die für einen großen Nachrichtensender arbeitet. Sie ist auf dem Weg zu einer wichtigen Konferenz, bei der Nachrichtenchefs von vielen Sendern zu einem Meinungsaustausch zusammen kommen.
Doch nach dem Flug sind beide Frauen von der Bildfläche verschwunden, Freunde und Nachbarn von beiden Frauen erhalten genau die gleiche SMS über einen neuen Mann im Leben...
Das Buch ist flüssig geschrieben und leicht lesbar. Was es besonders macht sind die vielen verschiedenen Sichtweisen, die die Geschichte ergeben. Auch wenn ich eine Ahnung hatte, war das Wie und Warum lange unklar. Ich fand die Handlung spannend, am Ende gibt es einen Twist der mich total überrascht hat. "The Business Trip" ist ein unterhaltsamer Thriller den ich gerne weiter empfehle.
Rezensionen von Leserin:
Wohin die Wege führen
Little Germany - Der Geschmack von Freiheit von Maria Nikolai
Nachdem sich Lissi und Julia nach ihrer Auswanderung aus Deutschland, ein neues Leben in New York aufgebaut haben, geht es im zweiten Teil direkt weiter.
Ein tragisches Unglück überschattet das Leben der beiden, ihrer Freunde und Nachbarn. Eine schwere Zeit, vor allem für Lissi. Aber sie lassen sich nicht unterkriegen und gehen ihren Weg weiter.
..
Es ist nicht nur ein sehr unterhaltsamer historischer Roman, hier steckt noch viel mehr drin.
Neben der persönlichen Geschichte um die beiden Frauen bekommt man einen großen Einblick in die damalige Zeit, in das Leben der Auswanderer und in wahre historische Begebenheiten. Der Untergang des Ausflugsdampfers General Slocum auf dem East River im Juni 1904 spielt hierbei eine große Rolle.
Der kulinarische Teil nimmt einen großen Teil im Geschehen ein und spiegelt die Begeisterung von Lizzi und ihren Freunden wieder, für die Sache, die ihnen am Herzen liegt.
Die meist herzlichen Charakteren, neben denen es natürlich auch andere gibt, die ihnen das Leben schwer machen, nehmen einen direkt mit. Man fühlt sich wohl in ihrer Gegenwart und begleitet sie auf ihrem Weg.
Es wird emotional, es wird spannend und aufregend, traurig und liebevoll. Trauer, Angst und Wut weichen Hoffnung, Liebe und Zuversicht.
Diese Dilogie empfehle ich sehr gerne weiter. Der Schreibstil ist sehr einnehmend und fesselnd. Einmal angefangen, kommt man kaum wieder los davon.
Rezensionen von Liselottchen:
Gefährlicher Literaturwettbewerb
Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse von Sabine Schoder
Liv ist überglücklich, als sie bei einem Preisausschreiben einer Limonadenfirma die Teilnahme bei einem Literaturwettbewerb gewinnt. Als Kreatorin von Webtoons ist bis zu diesem Zeitpunkt der Erfolg ausgeblieben, sodass sie hofft, während des von Presse und Fernsehen begleiteten Wettbewerbs möglichst viel Werbung für ihre Arbeit machen zu können.
Bereits am Flughafen stößt sie auf den geheimnisvollen Flame, einen weiteren Teilnehmer, bei dem sie mehrmals ins Fettnäpfchen tritt, ihm jedoch auch über seine Flugangst hinweghilft. Gleich nach der Ankunft im Schloss Achilleion lernt sie andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen. Viel Zeit zum Kennenlernen bleibt nicht, denn es wartet bereits die erste Aufgabe. Nach und nach kommt sie dahinter, dass es der Wettbewerb in sich hat. Plötzlich ist nicht länger der Sieg oberste Priorität, sondern zu überleben ...
Der unheimlich humorvoll spritzige Anfang machte es mir leicht gleich tief in die Story einzutauchen. Liv, eine Art schwarzes Schaf der Familie, die sich mehr oder weniger ungeschickt durchs Leben hangelt, hatte sofort meine gesamten Sympathien. Und dann Flame, hinter dessen Geheimnisse ich unbedingt kommen wollte. Das Setting im alten Schloss mit Bezug zur griechischen Mythologie hat mir ebenfalls gut gefallen. Lediglich anfangs war ich durch die zahlreichen Personen ein wenig erschlagen. Doch die Autorin versteht es, sie mit prägnanten Eigenschaften zu versehen, wie »Fitnesscenter-Ken« Maid oder Gruppennamen wie »die Antihelden« oder »Aktionäre«, sodass ich schon relativ bald den Überblick hatte. Neben Flame und Liv sind natürlich Sawyer und seine Frau Shelly eine tolle Ergänzung.
Die verschiedenen Prüfungen sind spannend, das oberste Gebot: »Sich zu verlieben ist nicht erlaubt« – schreit förmlich danach umgangen zu werden. Zudem mischt auch noch die Muse der Liebe, Erato, ordentlich mit. Überhaupt fand ich die Idee mit den neun Musen unglaublich kreativ.
Der Autorin ist wiederum gelungen, eine Mischung aus Fantasy, Spannung, Liebe, Krimi und gut recherchierter Mythologie zu finden. Der Schreibstil ist wunderbar fließen und mit Humor gewürzt, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.
Am Ende steht ein Cliffhanger, daher bin ich gespannt, was in Teil 2 noch alles passieren wird. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Fans von fantasievoller Spannung.
Rezensionen von lesen=liebe:
Wer oder was ist Mumpelmoff?
Mumpelmoff und das Wunder am Schloss von Bo Starker
Mumpelmoff lebt allein in einem großen Schloss. Nicht nur das Schloss ist verlassen – auch er fühlt sich oft so. Sein einziger Freund ist Kleinmeins, ein alter Luftballon. Als ihm eines Tages die Leuchtpilze ausgehen, verlässt er das Schloss und begibt sich auf die Suche nach neuen Leuchtpilzen – und nach Freunden.
Als wir das Buch zum ersten Mal in den Händen hielten, waren wir sehr beeindruckt. Es wirkt ausgesprochen hochwertig: der Einband, die Metallic-Schrift, das Format – dick, schwer, einfach wunderschön und aufwendig illustriert.
Mumpelmoff schließt man sofort ins Herz. Man weiß zwar nicht genau, wer oder was er ist – ach, das weiß er selbst wohl auch nicht.
Interessanterweise haben meine Kinder sehr mit Mumpelmoff mitgefiebert, obwohl die Geschichte nicht wirklich spannend oder aufregend im klassischen Sinne ist. Aber sie hat etwas Besonderes an sich, das sich schwer in Worte fassen lässt. Vielleicht ist sie einfach anders als andere Geschichten – und genau das macht sie so lesenswert.
Wir haben das Buch am Ende der Geschichte mit einem wohligen Gefühl geschlossen und sind uns einig: Dieses Buch hat uns verzaubert!
Rezensionen von clematis:
Wehmut
Wer wir geworden sind von Gabi Kreslehner
Juli und ihr Mann August wohnen oben am Berg am Unterhof, nebenan gibt es noch den Oberhof, drum herum nichts als Natur. Zwei Weltkriege kommen und gehen, das Leben verändert sich, die Menschen verändern sich, man steht einen Tag nach dem anderen durch und fügt sich ins Schicksal, das es recht oft nicht gut zu meinen scheint mit den Pfallers und Ebenhausers.
Generationen kommen und gehen, ein Schwenk nach Amerika und ein weiterer zurück, schon ist die Jahrtausendwende da und der Weg zum Verstehen geebnet.
Stets mit einem leicht wehmütigen Unterton schildert Gabi Kreslehner diesen wunderbaren und bewegenden Roman, welcher eine traurige und doch so realistische Familiengeschichte über mehrere Generationen beleuchtet. Harte Arbeit und stete Entbehrungen prägen die Zeit der beiden Kriege, als Sieger geht schließlich keiner hervor. Besonders der erste (längste) Abschnitt geht trotz – oder gerade wegen – der leisen Töne im Text tief unter die Haut, erzählt vom Verlust und von sichtbaren körperlichen und unsichtbaren seelischen Narben. Im folgenden Teil wandern wir aus nach Amerika und erleben schließlich im dritten Fragment, wie stark Familienbande wirken und wie sehr Menschen einander über mehrere Generationen hinweg beeinflussen.
Ein virtuoser Schreibstil und nahe gehende Lebenswege unter der Prämisse „Wir haben doch alle nichts dafürkönnen“ [kindle, Pos. 2690] treiben dem Leser Tränen in die Augen und doch hält das Los nicht für jeden ein gutes Ende bereit. Überaus realitätsnah und niemals übersteigert, so dürfen wir hautnah miterleben, wie es damals war am Ober- und am Unterhof in einem Dorf in Österreich, dessen Name kein einziges Mal genannt wird. Ein eindringlicher Roman, der eine erschreckende Stille zurücklässt und genau deshalb so empfehlenswert ist. Großartig!
Rezensionen von lesen=liebe:
Einmal zum Mond und wieder zurück
Leos wilde Abenteuer - Mond-Fieber von Andreas Völlinger
Mond-Fieber war unser erstes gemeinsames Abenteuer mit Leo. Ich habe das Buch meinen Söhnen (7 und 8 Jahre alt) vorgelesen. Mein älterer Sohn ist ein sehr guter Leser, und ich bin mir sicher, dass er es noch einmal selbst lesen wird – denn dafür eignet es sich bestens.
Die Geschichte ist sehr gut gelungen: Sie vermittelt eine reale Mondatmosphäre und gibt einen spannenden Einblick in das Leben eines Astronauten.
So konnten wir wunderbar in die Handlung eintauchen und uns vorstellen, wie es auf dem Mond wirklich ist. Leo und Tante Agnetha sind sehr liebenswürdige Figuren, und auch Albert, der Roboter, ist ein toller Charakter, den man sofort ins Herz schließt und nicht missen möchte.
Das Buch ist durchgängig illustriert, was für diese Zielgruppe enorm wichtig ist. Die Bilder sind wunderschön und helfen dabei, sich die Mondlandschaft noch besser vorzustellen. Sie ergänzen die Geschichte perfekt und machen das Lesen zu einem echten Erlebnis.
Besonders spannend fanden wir den Zeitvergleich zu Beginn – wie lange man mit dem Auto zum Mond unterwegs wäre. Das war nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich. Es gab während des Lesens viele Aha-Momente. Die Kinder waren zum Beispiel sehr fasziniert davon, dass auf dem Mond kein Wind weht und deshalb die Spuren der ersten Mondlandung noch immer unversehrt sind.
Leos wilde Reise zum Mond hat uns so gut gefallen, dass ich schon die Order bekommen habe, weitere Abenteuer zu bestellen.
Rezensionen von lesen=liebe:
Ein entzückendes Vorlesebuch
Frau Schnecke sucht ein neues Haus von Andrea Schütze
Frau Schnecke findet, dass es Zeit für einen Tapetenwechsel ist. Genauer gesagt, wünscht sie sich ein neues Haus. Sie macht sich auf den laaaaangen Weg ins Schneckenhaus-Fachgeschäft, um dort ihr Traumhaus zu finden.
Frau Schnecke ist ein überaus lieblicher Charakter. Sie sieht nicht nur entzückend aus, sondern ist auch durch und durch sympathisch.
Die Verkäuferin im Schneckenhaus-Fachgeschäft ist sehr bemüht und präsentiert Frau Schnecke ihre Hausmodelle: ein Hochhaus, ein Glashaus, eine Kirche, ein Fachwerkhaus, ein Zelt – und neben ein paar anderen Modellen ist sogar eine Sauna dabei.
Die Kinder lernen also viele, viele Hausarten kennen, was besonders toll an diesem Buch ist. Meinen Kindern gefällt die Stelle mit dem Glashaus am besten. Die Vorstellung, dass man Frau Schneckes Unterhose sehen könnte, sorgte für ein Kichern – und als man dann ein bisschen später wirklich die coole Unterhose von Frau Schnecke sieht, brach schallendes Gelächter aus.
Das Buch ist wunderschön illustriert: kräftige Farben und viele, viele Details – es gibt unendlich viel zu entdecken.
Nicht nur die Illustrationen, auch der kindgerechte Text machen dieses Buch zum perfekten Vorlesebuch. Es ist ideal für den Übergang von Bilderbüchern zu umfangreicheren Büchern, weil die Kinder durch die wiederkehrenden Elemente der Geschichte einfach folgen können.
Ein bezauberndes Vorlesebuch, das unsere Herzen im Sturm erobert hat. Wir hoffen auf weitere Geschichten mit Frau Schnecke.
Rezensionen von Buchseelensammlerin:
Das langersehnte Ende
Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde von Stella Tack
Ever & After - Die letzte Stunde ist der letzte Band der Märchenretelling Trilogie. Genau wie die Vorgänger ist auch das Cover von Band 3 sehr schön und passend gestaltet. Was auch wieder sehr schön ist, sind die alten Märchen am Anfang eines Kapitels.
Der Schreibstil von Stella Tack ist wie immer fesselnd, bildhaft und mitreißend.
Die Charakteren, allen voran Rain, wirken lebendig und sind wie gewohnt sehr gut ausgearbeitet. Rain und ihre Freunde müssen sich auch im 3. Band wieder vielen gefährlichen Herausforderungen und neuen Feinden stellen. Man spürt beim Lesen ihre Emotionen und leidet, bangt und hofft mit ihnen mit.
Es wirkt mitunter etwas verwirrend mit den Zeitsprüngen was der Geschichte aber keinen Abbruch tut, da Stella diese geschickt eingebunden hat. Genauso wie sie neue Elemente passend in die Geschichte eingefügt.
Die Ever & After Reihe kann ich jedem empfehlen, der gerne Märchenretelling liest.











