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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

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Erschreckend real

Im Kopf des Bösen - Der Happy Face Killer von Petra Mattfeldt; Axel Petermann

Da ich bereits einige TV-Sendungen mit Axel Petermann gesehen habe, war ich natürlich gespannt, wie sich ein Roman liest, an dem er mitgeschrieben oder mitgewirkt hat. Auch von Petra Mattfeldt hatte ich schon viel gehört, aber noch nichts gelesen. Krimis und Thriller sind genau meine Welt und seit einiger Zeit habe ich auch True Crime für mich entdeckt.

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich da schon oft Gänsehaut habe. Man kann gar nicht erfinden, wie grausam Menschen sein können ...

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der Reihe "Im Kopf des Bösen" sehr gerne gelesen hatte, war ich natürlich neugierig, wie es weitergeht. Einerseits auf den neuen Fall eines Serienmörders, andererseits wollte ich auch wissen, wie sich Sophie Kaiser weiterentwickelt und auch ihr Partner Leonhard Michels. Ich mag das Ermittlerduo sehr, das so verschieden ist und sich gerade deswegen so perfekt ergänzt. Auch finde ich es spannend, dass das Privatleben und die Eigenheiten der beiden eine relativ große Rolle in den Büchern spielen. Ich finde es toll, etwas über meine Protagonisten zu erfahren.

Auch in diesem dritten Fall erhält man als Leser wieder tiefe Einblicke in die menschliche Psyche und ihre Abgründe. Das finde ich extrem spannend, daher lese ich auch immer gerne am Ende, welche echten Fälle und Menschen die Autoren zu dieser Geschichte inspiriert haben und wie sie die Tatsachen für sich abgeändert haben, dass es passend ist für einen Fall, der in Deutschland spielt. Extrem interessant finde ich auch die Einblicke in die Arbeit und die Methoden der Fallanalyse. Das ist total spannend. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band!

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Erschreckend real

Rezensionen von minúscula:

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Drollig, repetitiv, pseudofeministisch

Hustle von Julia Bähr

Angesiedelt im heutigen München, greift der Roman die massiven sozialen Unterschiede auf, die Auswirkung kapitalistischer Ausbeutung, insbesondere die Folgen extrem hoher Mieten für Bewohner und Stadt.

Andererseits feiert er die Anpassung an Konsumnormen, und sei es mittels unangepasster bis krimineller Methoden, die natürlich nur den "Reichen und/oder Bösen" schaden.

Dazu passt das Titelbild der übertrieben geschminkten, leicht blondierten und arrogant dreinschauenden Protagonistin Leonie (die vom Aussehen her auffallend der Autorin ähnelt, die in München studiert und die Jounalistenschule besucht hat).

Anfangs fesseln die kreativen und witzigen Ideen, zum Beispiel Leonies skurriles Hobby, Schleimpilze zu suchen, als Hausorganismen zu halten und mit ihnen Experimente durchzuführen, oder ihre Rachepläne.

Jedoch wiederholen sich die immer gleichen Themen bald mit geringer Variation, so dass der Roman deutliche Längen aufweist. Auch entwickeln sich die Figuren nicht sehr weiter, oder Entwicklungen erscheinen unwahrscheinlich abrupt. Die München-Klischees sind darüber hinaus auch bald ausgelutscht, die Zoologenklischees auch nicht besser, Leonies Arbeitsalltag an der Realität vorbei. Dass München durchaus auch alternativere Szenen hat, wird leider nur am Rande gestreift - die Nebenstränge von Kollegen Lam, sowie dem Sammlungsdiebstahl, führen leider nirgendwohin - schade.

Das Korrektorat hat auch geschlafen, an einer Stelle sind die Gattungsnamen kleingeschrieben.

Fazit: Der "Blurb" von Alena Schröder ist irreführend, eher selbst ein "Hustle" - zwar ist das Buch schnell wegzulesen und eine unterhaltsame Hommage an Freund:innenschaft, jedoch auch eine fragwürdige an den pseudofemistischen Egotrip.

Vielen Dank an den pola-Verlag und "vorablesen.de" für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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Drollig, repetitiv, pseudofeministisch

Rezensionen von Kokoloreslot:

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Wärmende Bilderbuchgeschichte mit Klappen

Das Haus mit der kleinen roten Tür von Grace Easton

Oliva wohnt allein in einem Haus mit einer roten Tür. Draußen ist es winterlich kalt. Als ihre Nachbarin Maus plötzlich ohne Behausung einen warmen Unterschlupf benötig, ist Olivia bereit, ihr zu helfen.

„Das Haus mit der kleinen roten Tür“ eigenen sich sehr gut zum Vorlesen in der Winterzeit.

Kleine Kinder ab 4 Jahren können der ruhig erzählten Geschichte gut folgen und werden sich dabei geborgen fühlen. Die wohlige Sicherheit, die man Zuhause findet, aber auch in einer Freundschaft mit gegenseitiger Unterstützung, davon erzählt dieses herzerwärmende Bilderbuch. Die Handlung ist simpel. Es gibt wenig Text und die winterlichen Illustrationen sind verträumt. Es braucht alles zusammen, damit diese rührende Geschichte erzählt werden kann. Die Kleinen werden zu Aktionen aufgefordert („Wenn du am Haus mit der kleinen roten Tür drei Mal anklopfst, findest du…“) und die Geschichte kann durch das Öffnen der Klappen miterlebt werden. Dahinter befinden sich machmal sogar kleine Miniaturen. Überhaupt gibt es immer was zu entdecken. Dadurch steigt manchmal auch die Spannung, weil erst das Bild dahinter die Geschichte weitererzählt. Eine tolle Idee, von der die ganze Familie begeistert war. Man muss ein bisschen vorsichtig sein, weil die Klappen nicht extra verstärkt sind oder eine Öffnungshilfe haben. Deswegen würde ich immer das gemeinsame Lesen empfehlen, wenn das Buch länger halten soll. So schafft man ein schönes Erlebnis und kann zusammen zur Ruhe kommen.

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Wärmende Bilderbuchgeschichte mit Klappen

Rezensionen von Kokoloreslot:

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Ein tolles Buch ohne Tabus für neugierige Kinder

Der Club der kalten Hände von Christine Pernlochner-Kügler

So ein Sachbuch über den Tod und das Abschied nehmen haben wir noch nie gesehen. Es ist mutig, lustig und wild wie Lizzy und ihre Freunde und hat uns sehr gut gefallen.

Lizzy Eltern sind Bestatter und als Lizzy neugierig in das Kühllager geht und einen Sarg öffnet, um zu gucken, was in der Kiste ist, hat sie keine Angst, sondern viele interessierte Fragen.

Denen geht Lizzy mit ihren Freunden im Club der kalten Hände auf den Grund.

Es geht los mit der Bilderbuchgeschichte von Lizzy, Mo, Cem, Olga, Ronny, Yuki und Fritzi. Ob schmerzliche Verluste oder geheime Beobachtungen im Bestattungsunternehmen von Lizzy´s Eltern, mit voller Lebensfreude und Respekt vor den Toten spüren sie die tröstliche Kraft der Gemeinschaft. Diese zugewandte Geschichte gibt Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit, viel zu lernen und darüber zu sprechen. Der Tod ist ein Teil des Lebens und der Abschied für die Hinterbliebenen sehr wichtig.
Danach (Hälfte des Buches) wird das streng geheime Bandenbuch geöffnet. Hier wird es noch bunter, kreativer, spielerischer und informativer. Denn hier stehen alle Erkenntnisse des Clubs. Wie fühlen sich Verstorbene eigentlich an? Darf man sie berühren und was dürfen sie anziehen? Ehrliche und kindgerechte Antworten machen nicht nur den Beruf von Bestatter:innen interessant, sondern helfen Kindern, den Tod und all die Regeln und Rituale, die damit verbunden sind, besser zu verstehen. Das hilft beim Abschied nehmen.

Ein tolles Sach- und Bilderbuch für Kinder ab 8 Jahren, das sie verschlingen werden.

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Ein tolles Buch ohne Tabus für neugierige Kinder

Rezensionen von FogandBooks:

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Zwischen Dunkelheit und Verlockung – ein Dark Romance, der spät zündet

Our darkest Lies von Sara Rivers

Our Darkest Lies von Sara Rivers (alias Sarah Stankewitz) umfasst 313 Seiten, und ich muss ehrlich sagen: Die ersten zwei Drittel haben mich nicht wirklich abgeholt. Der Schreibstil ist zwar richtig gut, aber die Geschichte hat mich einfach nicht so gecatcht, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe ungewohnt lange für das Buch gebraucht – nicht, weil es schlecht geschrieben war, sondern weil mir das gewisse Etwas gefehlt hat.

Mit Cheryl als Protagonistin bin ich persönlich nicht ganz warm geworden. Sie ist kein unsympathischer Charakter, aber sie hat mich einfach nicht so gepackt. Dafür haben Kirill und Colson mein Herz umso mehr gewonnen – zwei Figuren mit Tiefe, Ecken, Kanten und Geheimnissen. Genau das, was man sich bei einem Dark Romance wünscht. Die Charakterausarbeitung allgemein fand ich wirklich gelungen – jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Schattenseiten, und das hat die Autorin großartig umgesetzt.

Die Storyidee hat definitiv Potenzial. Auch wenn mich die ersten Kapitel eher zäh durch die Seiten schleppen ließen, konnte das letzte Drittel alles herausreißen. Der Spannungsbogen steigt rasant, Geheimnisse kommen ans Licht, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe – und dann dieser Cliffhanger! Ab da war ich voll drin. Der Spice-Anteil war für meinen Geschmack genau richtig dosiert – lieber weniger, dafür intensiv, emotional und detailliert geschrieben.

Alles in allem ist Our Darkest Lies ein solider Dark Romance für zwischendurch – nichts, was mich komplett umgehauen hat, aber auch kein Reinfall. Für mich sind es 3,5 von 5 Sternen, mit Tendenz nach oben, weil das Ende Lust auf mehr macht. Den zweiten Teil werde ich mir auf jeden Fall anschauen – allein um zu sehen, wohin diese dunkle, verführerische Reise noch führt.

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Zwischen Dunkelheit und Verlockung – ein Dark Romance, der spät zündet

Rezensionen von Nele33:

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gewohnte Spannung

Dunkler Sog von Leo Born

Mit "Dunkler Sog" ist der mittlerweile 10. Band um die Ermittlerin Mara Billinski, genannt die Krähe des Autors Leo Born erschienen.

Seit dem ersten Band bin ich Fan von Mara, die aus dem Pool der Ermittlerinnen positiv hervorsticht. Dies nicht nur, weil sie eine beeindruckende Aufklärungsquote hat, sondern eher wegen ihrer unkonventionellen Einstellung zum Leben und der Arbeit.

Sie passt sich nicht an, macht regelrecht ihr eigenes Ding nach ihrem eigenen Kopf. Gerade das macht diese Figur so äußerst spannend und in diesem neuen Fall leider auch unberechenbar.

In einem Frankfurter Altenheim wird ein ehemaliger Arzt gefoltert und anschließend mit Colchicin vergiftet und muss einen qualvollen Tod erleiden. Mara, die noch nicht wieder ganz in der Spur ist, nachdem ihr Partner Jan Rosen das Dezernat gewechselt, übernimmt den Fall dennoch. Unterstützt wird sie von ihrem neuen Kollegen Tobias Cromberg, der sich mit allen Mitteln beweisen will. Kenner der Reihe, ahnen wahrscheinlich schon, wohin dieser falsche Ehrgeiz führen wird. Noch während der Ermittlungen taucht die verstümmelte Leiche einer Journalistin auf und Mara muss ihre Ermittlungen bis in den Schwarzwald ausdehnen, um den Täter zu fassen. Das Geheimnis liegt wie so oft in der Vergangenheit. Als Cromberg in die Fänge des Täters gerät, wird Mara vom Fall abgezogen und hat einmal mehr mit ihrer eigenen Art zu kämpfen.

Leo Born hat es wieder geschafft, mich mit "Dunkler Sog" von der ersten Seite an zu fesseln. Mara als Figur bleibt für mich auch nach diesem Band einzigartig, auch wenn ich sie ob ihres Verhaltens manches Mal gerne schütteln würde.
Es gibt einige Überraschungen und ein stimmiges spannendes Ende.

Ich hoffe auf weitere 10 Bände des Autors mit spannenden Fällen.

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gewohnte Spannung

Rezensionen von lesemaus:

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Giraffenmord

Giraffenmord von J. P. Conrad

Mir hat das Buch Giraffenmord vom Autor J.P. Conrad gut gefallen. Für mich brachte er Spannung und Humor in eine wundervolle Leseeinheit.
Ein höchst skurriler Start: die Urlaubsrückkehrer erwartet eine Leiche auf dem Teppich. Wer nun denkt einen knallharten Krimi zu lesen wird sicher enttäuscht sein.

Irgendwie ist es ein sehr humorvoller Krimi und nicht "angestaubt".
Ich habe das Lesen sehr genossen, war es doch mal etwas anderes.
Klares: Daumen hoch!

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Giraffenmord

Rezensionen von Anndlich:

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Herbst in Bramble Falls

Falling Like Leaves von Misty Wilson

Die New Yorkerin Ellis hat klare Zukunftspläne, sie möchte an der Columbia University Journalismus studieren. Doch ihre Pläne scheinen zu platzen, als ihre Eltern sich trennen und ihre Mutter Ellis mit nach Bramble Falls schleppt. Eine kleine Stadt, die Ellis’ Ziele in die Ferne rücken. Doch zum Glück findet in Bramble Falls das alljährliche Herbstfestival statt, dass Ellis von ihren Sorgen ablenkt und ihr Cooper näher bringt, den Jungen, den sie vor drei Jahren zum ersten Mal geküsst hat.

Nur Cooper scheint weniger über Ellis Rückkehr erfreut zu sein, doch die Anziehung zwischen den beiden ist für alle zu spüren.

Falling Like Leaves von Misty Wilson ist eine süße Herbstromance für Jugendliche, die sich super leicht liest und vor allem in Bramble Falls eine herbstliche Atmosphäre erzeugt.

Die Geschichte erleben wir aus Ellis Sicht, was für mich fast schon der größte Kritikpunkt ist, denn Ellis ist für mich phasenweise etwas zu dramatisch und egoistisch eingestellt. Während die Jugendlichen um sie herum reifer und reflektierter wirken, beißt sie sofort zu, wenn ein potenzielles Drama entfacht werden könnte. Aber klar, Ellis hat im Gegensatz zu den anderen Charakteren auch einen unfreiwilligen Umzug im Nacken. Ihr Verhalten lässt sich daher durchaus erklären, wenngleich ich mir manchmal trotzdem etwas mehr Reflexion gewünscht hätte.

Die herbstliche Atmosphäre in Bramble Falls kam super rüber und sorgt für einen gemütlichen Flair. Die Nebencharaktere in Bramble Falls fand ich allesamt sympathisch, nur die Geschichte aus dem Elternhaus war mir etwas zu stereotypisch und klischeehaft. Wilsons Schreibstil trägt einen super leicht durch die Geschichte und ich bin mir sicher, dass Falling Like Leaves für Jugendliche ein tolles, herbstliches Romance Buch ist.

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Herbst in Bramble Falls

Rezensionen von lesemaus:

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Herzlauschen

Herzlauschen von Nicole Swidler; Uli T. Swidler

Herzlauschen ist ein wundervoller, gefühlvoller Roman.
Mich sprach sofort das Cover an, die junge Frau im dunklen der Bühne. Vor vielen Zuschauern und dennoch allein. Das machte mich sofort neugierig auf die Story.
Der Roman ist eine Liebesgeschichte zwischen der hoch gefeierten Sängerin Tessa und dem gehörlosen Künstler Paul.

Allein diese Konstellation macht es schon spannend.
Das Buch liest sich sehr flüssig und ich konnte beim Lesen wirklich nicht feststellen, dass hier zwei Autoren am Werk waren.
Mir hat der Roman sehr gefallen, obwohl manche Stellen doch recht von der Realität entfernt waren. Somit leider ein kleiner Abstrich. Aber ich fand den Roman von der ersten bis zur letzten Seite spannend und sehr lesenswert.
Danke für die schönen Lesemomente.

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Herzlauschen

Rezensionen von Peachybookdreams :

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Dämonenknochen

Till the End of the Moon 1 von Teng Luo Wei Zhi

Till the end of the Moon ist ein Buch, das mich nicht von Anfang an überzeugen konnte, ich bin aber echt froh, dass ich weitergelesen habe, denn ungefähr ab dem letzten zweiten Abschnitt ging es mit der Action los und ich konnte in die Geschichte finden. Mein größter Kritikpunkt, der es mir am Anfang nicht leicht gemacht hat, war die große Menge an Charakteren, die aber kaum optisch beschrieben wurden, sodass ich Schwierigkeiten hatte, mir alle bildlich vorzustellen.

Wer die Serie gesehen hat, wird sich hier wesentlich leichter tun. Auch Orte werden schnell gewechselt, ohne groß visuell beschrieben zu werden, weshalb ich bei manchen Szenen nicht wusste, wo sich die Charaktere gerade befinden. Mit den Namen hatte ich weniger Schwierigkeiten, hier hat mir das Glossar sehr weitergeholfen, auch die Fußnoten am Rand haben mich die chinesische Mythologie besser verstehen lassen. 

Die Hauptprotagonisten haben mir aber gleich sehr gut gefallen. Li Susu muss 500 Jahre in die Vergangenheit reisen, um die Welt vor dem bösen Dämonengott Tantai Jin zu retten. Dabei schlüpft sie in den Körper von Ye Xiwu. Sie hat zwar ein paar Erinnerungen von ihr bekommen, doch noch ahnt sie nicht, welch eine Tyrannin Ye Xiwu war und sich ihr plötzlich ruhigeres Verhalten dadurch schnell bemerkbar macht. Als sie auf Tantai Jin stößt, gelingt es ihr aber nur schwer, ihren Zorn zu unterdrücken, doch je öfter sie den Umgang der anderen mit ihm beobachtet, desto klarer wird für Susu, wie schwierig es werden wird, das Herz des Dämonengottes zu öffnen. 

Tantai Jin war ein Charakter, der mich bis zum Schluss verunsichert hat, aber auf eine spannende Art und Weise, weil sein Verhalten unberechenbar ist. Auf der einen Seite entwickelt man Mitgefühl, denn was ihm in der Vergangenheit passiert ist, war teilweise echt nicht leicht zu lesen. Auf der anderen Seite sieht man die ersten schrecklichen Entwicklungen, die ihn später zum Dämonengott machen. Die Beziehung zwischen ihm und Ye Xiwu ist von gegenseitigem Hass geprägt. Romantische Gefühle habe ich in diesem Teil kaum wahrgenommen. Wer langsamen Slow Burn mag, greift hier also zum richtigen Buch. 

Fazit: Trotz holprigen Anfang konnte mich das Buch fesseln. Vor allem die unterschiedlichen dämonischen Wesen, von denen ich noch nie gelesen und gehört habe, machten die Geschichte aufregend und erfrischend anders im Vergleich zu den Fantasybüchern, die ich sonst lese. Auch die aufwendige Gestaltung der Illustrationen, die im Buch verteilt sind, und das Glossar, das einem die chinesische Mythologie näher bringt, haben mich begeistert. Ich bin neugierig, wie es mit Susu und Tantai Jin weitergehen wird, deshalb habe ich mir den nächsten Band vorbestellt. 

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Dämonenknochen