Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Eine süße, herzzerreißende Geschichte
The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh
Die Geschichte ist unterhaltsam und wird abwechselnd aus der Sicht von James und Jude erzählt. Ich fand es erfrischend, eine "Manic Pixie Dream Girl"-Geschichte aus der Perspektive der Frau zu lesen. Sie ist chaotisch, witzig und emotional nicht verfügbar. Der Schreibstil ist unterhaltsam und lebendig, und das Geplänkel zwischen Jude und James erinnert an Gilmore Girls und macht einfach richtig Spaß.
Die Handlung fühlt sich ein bisschen wie ein "Hallmark Film" an: Kleinstadt, heimlich reicher oder berühmter Protagonist, unterdrückte Gefühle, missed Opportunities.
Die Liebesgeschichte bleibt jedoch emotional eher oberflächlich. Es gibt einige gute Momente, wo es herzzerreißend wird, aber insgesamt habe ich leider nicht allzu viele tiefe Emotionen gespürt.
Auch die "Grumpy meets Sunshine"- bzw. "Enemies to Lovers"-Tropes finde ich nicht ganz überzeugend: James Grummeligkeit wirkt auf mich etwas gezwungen. Mein persönliches "pet peeve" ist, wenn ein Protagonist den anderen angeblich nicht mag, aber ständig betont, wie heiß er oder sie ist, was hier bei James der Fall ist.
Die Spicy-Szenen sind dagegen richtig gut geschrieben: Heiß, aber zugleich einfühlsam. Durch die wechselnden Perspektiven erlebt der Leser das Spice aus beiden Seiten, was richtig Spaß macht.
Rezensionen von Dorsay:
Eisige Temperaturen
Lügennebel von Viveca Sten
Im Skiparadies Åre machen 6 Studenten aus Uppsala Skiurlaub. Ihr Freund William Löwengren, dessen Eltern ein Luxusferiendomizil in dem Bergen besitzen, hat sie dazu eingeladen. Die jungen Leute feiern eine wilde, ausgelassene Party bis tief in die Nacht hinein, in der Alkohol und Drogen nicht zu knapp im Spiel sind.
Am nächsten Morgen wird die 19-jährige Studentin Fanny nur spärlich bekleidet und barfuß, nur ein paar Meter von dem Luxusanwesen entfernt, erfroren aufgefunden. Wurde sie ermordet? Eindeutig ein brisanter Fall für die beiden sympathischen Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog.
Die Autorin Viveca Sten fasziniert immer wieder mit ihrem klaren Schreibstil, den präzisen ausgearbeiteten Charakteren, wirklichkeitsnahen Schilderungen und kurzen Kapiteln. In diesem Krimi ist alles vereint, knisternde Spannung, ein bisschen Liebe, etwas Eifersucht, zwischenmenschliche Beziehungen und Abgründe, hier kommt es schon mal vor, dass man nicht mehr zum Lesen aufhören kann. Achtung Suchtgefahr!
Rezensionen von Anndlich:
Weltraumabenteuer
Albert & Einstein, Band 2 - Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn von Tim Collins
Ein riesiger Asteroid droht auf der Erde einzuschlagen. Ein Fall für den Hobbywissenschaftler Albert und seine Hündin Einstein, die beiden setzen alles daran, um den Asteroiden aufzuhalten. Doch die beiden haben nicht mit der jungen Astronautin Venus und ihrem Kater Mars gerechnet.
Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn ist der zweite Band aus der Albert & Einstein Reihe von Tim Collins.
Die Geschichte wechselt zwischen Fließtext und Comic und gewinnt dadurch an Tempo. Außerdem wird das Buch mit über 40 Knobelaufgaben ausgeschmückt, den meisten Kindern im Alter von acht Jahren (Altersempfehlungen) dürften diese teilweise zu schwer sein. Durch einen Hinweis zu Beginn des Buches wird den Leser:innen jedoch der Druck genommen, dass alle Aufgaben gelöst werden müssen, dennoch werde einige Kinder möglicherweise den Anspruch haben und könnten dann enttäuscht sein. Dennoch machen die Aufgaben auch Spaß und geben neues Wissen mit.
Der Zeichenstil des Comics und der Illustratorin Louise Forshaw bereiten Freude und sind schön anzuschauen. Die Geschichte ist interessant und zeigt, dass man erfolgreicher ist, wenn zusammen und nicht gegeneinander arbeitet.
Rezensionen von Streiflicht:
Witziges Abenteuer
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram
Da ich von diesem Autor bereits mit großer Begeisterung das Buch "Jo und die eiligen drei Könige" gelesen habe, war ich natürlich neugierig auf das neue Buch. Es ist ganz anders - klar, es geht ja auch um völlig andere Figuren in einer spannenden Geschichte - und gleichzeitig genauso gut, witzig und unterhaltsam.
Nicht nur für Kinder, sondern auch für "große Leser".
Man wird gleich am Anfang mitten in die Geschichte reingeworfen und das macht großen Spaß. Nach und nach erfährt man mehr über Robin und seine ungewöhnliche Familie. Er war mir sofort sympathisch und die Lektüre hat mich gut unterhalten. Er läuft in eine Falle und muss dann dem Geheimdienst helfen. Gleichzeitig trifft er auf Mary, die HAND, eine Superagentin, und ein Schaf. Gemeinsam erleben sie ein verrücktes Abenteuer, das nach mehr schreit! Deswegen kommt auch schon in einem halben der zweite Teile diese Action-Abenteuers heraus. Ich freu mich drauf!
Rezensionen von Gaby 2707:
Was ein Mensch alles aushält
Die stille Heldin von Hera Lind
Helene Schönherr ist gerade mal 16 Jahre alt, als sie von ihren Eltern gezwungen wird, den Großbauern Otto Öllermann zu heiraten. Einen Mann voller Aggressionen, Machtüberschätzung, narzisstischem Größenwahn und unfassbarer Eitelkeit, der sie wie eine Leibeigene behandelt. Mit dieser Hochzeit endet ihre unbeschwerte, wenn auch ärmliche Kindheit abrupt.
Mit ihm bekommt sie 5 Kinder, alles Jungs, und fühlt sich erst wieder frei und wohl in ihrer Haut, als er in den Krieg zieht. Mit 25 Jahren ist sie schon Witwe. Sie lernt den Tagelöhner Hans kennen und bekommt mit ihm das 6. Kind, ein Mädchen. Etwas später tritt Grenzsoldat Ewald Lembke in ihr Leben. Mit ihm erlebt sie ihre große Liebe, findet das Glück ihres Lebens und bekommt mit ihm weitere 6 Kinder. Durch den 2. Weltkrieg verliert sie fünf ihrer Söhne und ihr Weg ist gepflastert mit Tod, Trauer, Verlusten und immer wieder auch einem Neubeginn. Ihr großes Herz und ihre Liebe zu ihrem Mann und den Kindern hat sie aber nie verloren.
Ich liebe die wahren Geschichten, die Autorin Hera Lind in der ihr so eigenen ruhigen Sprache an ihre Leser heran trägt. Und auch hier habe ich mit Helene, der Hauptperson der Geschichte, gebangt, geliebt, getrauert und mich mit ihr auf immer neue Wege begeben. Es ist eine sehr emotionale Geschichte, die ich hier zu lesen bekomme. Und immer wieder wird mir bewusst, was ein Mensch im Stande ist alles zu erleiden und auszuhalten. Ich habe Helene zutiefst bewundert, für das, was sie alles auf sich nimmt, erduldet und erleidet. Ohne zu klagen, nur um ihren Kindern eine gute Mutter und ihrem Mann eine treu sorgende Frau zu sein.
Ein Buch, das ich, als ich es angefangen hatte, nicht mehr aus der Hand legen konnte. So sehr hat mich das Schicksal dieser starken, tapferen Frau bewegt und mitgenommen. Es gab mehr als einen Moment, wo ich Tränen in den Augen hatte. Es ist aber keine durch und durch traurige und tragische Geschichte. Es gibt auch immer wieder schöne Momente, die ich mit Helene und ihrer Familie genießen konnte. Es ist ein bedeutsames Zeugnis einer Zeit, die wir nie wieder erleben wollen.
Sehr gut gefällt mir hier, dass ich erfahre, was aus den Kindern geworden ist. Und auch die Nachworte von Katharina Lembke und Hera Lind fand ich sehr aufschlussreich und interessant.
Ein weiterer Tatsachenroman, den ich sehr gerne gelesen habe und der mich noch lange beschäftigen wird.
Rezensionen von buchina:
Ungewöhnliche Welt mit philosophischem Tiefgang
Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos
Die Autorin habe ich durch ihre Spiegelreisenden Reihe kennengelernt und war damals sehr von ihrem Worldbuilding beeindruckt. Und auch diesem erschafft wieder eine ganz besondere eigene Welt. Hier steht das „Wir“ über dem „Ich“. Die Menschen besitzen Instinkte, die sie im Dienst des Allgemeinwohls einsetzen.
So gibt es den Instinkt des Reparierens, d.h. immer, wenn die Person etwas Mechanisches sieht, was kaputt ist, muss sie es reparieren, ob sie möchte oder nicht. Dementsprechend kontrollieren die Instinkte das Leben jedes einzelnen.
Durch diese Thematik gewinnt der Roman eine philosophische Tiefe. Was bedeutet Selbstbestimmung, wenn man nur nach einem Instinkt handelt? Diese Frage habe ich mir beim Lesen die ganze Zeit gestellt. Es ist ein anspruchsvolles Jugendbuch, nicht allein wegen der philosophischen Tiefe, sondern auch die Erzählweise ist anspruchsvoll, viel wird zwischen den Zeilen erklärt. Ich habe sehr lange gebraucht, um überhaupt in den Roman einzusteigen. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und die Welt wird eher nebenbei beschrieben. Auch die Protagonisten sind keine sofort sympathischen Charaktere, sie haben eine Menge Ecken und Kanten. Erst am Ende waren sie mir nahe.
Auch wenn der Roman an vielen Stellen Längen hat, war das beim Ende das Gegenteil, das kam schnell und plötzlich. Da hätte ich mir schon etwas mehr gewünscht. Ich könnte mir sogar einen zweiten Teil vorstellen, der dann vielleicht auch mehr erklärt. Denn ich möchte mehr über diese Welt erfahren.
Für mich persönlich ist es ein mutiger Roman, der nicht auf der sonstigen Dystopiewelle mitsurft. Er verlangt etwas vom Leser: Aufmerksamkeit, Geduld und Bereitschaft, sich auf eine fremde, zugleich faszinierende Gesellschaft einzulassen. Wer das tut, wird belohnt, durch eine eigenwillige Atmosphäre, durch Figuren, die nicht einfach sind, und durch eine Geschichte, die einen nicht sofort loslässt. Nicht jede Frage wird beantwortet, aber genau das kann die Stärke sein, weil sie Räume lässt für Nachdenken. Ich würde das Buch empfehlen vor allem jenen, die Lust haben auf eine Dystopie mit Tiefgang, weniger auf reine Action oder Liebesgeschichte.
Rezensionen von Sternzauber:
Bücher, Geheimnisse, Freundschaft, Verrat und Spannung im grafischen Viertel Leipzigs
Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
„Das Antiquariat am alten Friedhof“ von Kai Meyer hat ein wunderschönes Cover, das die Atmosphäre im Buch wunderbar einfängt. Die Liebe zu Büchern wird bereits ersichtlich, aber auch die geheimnisvolle und düstere Stimmung der Geschichte wird bereits in Sepiafarbe vermittelt – rundum ein wirklich tolles und stimmiges Cover!
Die Geschichte erzählt auf zwei Zeitebenen von faszinierenden Geheimnissen im grafischen Viertel Leipzigs.
Im Jahr 1930 lernen wir 4 junge Männer aus wohlsituierten Familien kennen, die ihre Tage im Antiquariat verbringen, lesen, diskutieren und aus Langeweile den „Club Casaubon“ gründen. Sie werden zu Bücherdieben und mit der Zeit unweigerlich immer tiefer in die Pläne starker Mächte hinein gezogen, denen sie nicht entkommen können…
Fünfzehn Jahre später begleiten wir einen der jungen Männer von damals, der inzwischen als Bibliothekar für die Amerikaner arbeitet zurück nach Leipzig. Die Stadt seiner Kindheit ist völlig zerstört vom Krieg und seine Freunde von damals sind verschollen oder nicht wiederzuerkennen. Er gerät in ein undurchsichtiges Netz aus Intrigen, Geheimnissen und Machtspielen, das seinen Ursprung in den dunklen Facetten seiner Vergangenheit hat.
Ich kenne bereits die drei vorher erschienenen Bänder aus dem Kosmos des grafischen Viertes von Leipzig, die Kai Meyer in den letzten Jahren veröffentlicht hat und war von allen Geschichten begeistert. Auch dieser vierte Teil, der sich, wie alle anderen Bücher auch, völlig unabhängig lesen lässt, hat mich wieder sehr in seinen Bann gezogen und es ist mir schwer gefallen das Buch während der Lektüre noch aus der Hand zu legen. Kai Meyer versteht es unglaublich gut eine ganz eigene Welt um seine Charaktere herum zu kreieren und sie in einer Atmosphäre zu verorten, die den Leser vollkommen gefangen nimmt. Die Stimmung ist düster, die Figuren werden von Bedrohungen und Sorgen heimgesucht, menschliche Abgründe und Machtgefälle werden ausgelotet, aber auch Freundschaft und Liebe sind allgegenwärtig – dadurch entsteht eine mystische Spannung, die fesselt und mich manchmal sogar erschauern lässt.
Ein ganz besonderes Element dieser Geschichtenreihe ist das grafische Viertel an sich, denn der Autor nutzt die kohlerauchgeschwängerte Luft, den dadurch entstehenden Nebel und die alt-ehrwürdigen Häuser dieses Stadtteils, der der Herstellung und Vermarktung von Büchern verschrieben ist, als eigenständiges und präsentes Grundelement, ja ich würde fast schon sagen, als besondere Persönlichkeit. Nur durch diese Umgebung, die er immer wieder detailliert und atmosphärisch beschreibt, erhalten die einzelnen Szenen eine solche Dichte und Zusammengehörigkeit und nur dadurch entsteht dieser ganz eigene Kosmos mit der düsteren Stimmung, der die Geschichte auf eine ganz besondere Weise trägt.
Ich mag auch die Erzählweise und Sprache von Kai Meyer sehr. Wenn ich seine Texte lese, gleite ich ganz mühelos durch die Sätze und fühle mich vollkommen in der Geschichte verwoben. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass der Autor seine Worte mit großer Sorgfalt und Präzision gesetzt hat, was den Text an sich auch einfach sehr schön macht und was ich sehr schätze.
Die Charaktere des Buches berühren mich, lassen mich mitfühlen und mitfiebern. Nicht jede Person ist mir sympathisch, dies ist vom Autor aber mit Sicherheit auch nicht so gewollt und in meinem Empfinden erfüllen alle ProtagonistInnen ihre Aufgaben in der Geschichte mit großer Stimmigkeit und Authentizität. Durch den weiten Zeitraum und die beiden Zeitebenen findet zudem eine starke Entwicklung und Veränderung bei den Charakteren, aber auch im Umfeld statt und das bietet viel Dynamik. Es geschieht wirklich viel in den Zeilen dieses Buches und somit ist die Handlungsebene reichlich bestückt. Und doch bleibt es auch eine „leise Geschichte“, die die zarten Zwischentöne im Nebel herausarbeitet und das begeistert mich sehr.
„Das Antiquariat am alten Friedhof“ kann meiner Meinung nach gar nicht einem Genre zugeordnet werden, denn es vereint viele unterschiedliche Stile, was das Lesen auch so interessant macht. Neben einem Spannungs- und Kriminalroman, finden sich Elemente einer Liebesgeschichte, Familie und Freundschaft spielen eine wesentliche Rolle und auch historisch-gesellschaftliche Themen sind sehr präsent. Zudem sind Bücher allgegenwärtig ein wichtiges Thema der Geschichte, was ich sehr mag. Die beschriebene Vielschichtigkeit und Einzigartigkeit kann ich nur wärmstens empfehlen und wünsche allen LeserInnen eine spannende Lesezeit!
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine mysteriöse Einbruchserie
Das Phantom von Aarau von Ina Haller
Ein mysteriöser Einbrecher versetzt die Einwohner der kleinen Stadt Aarau in der Schweiz in Angst und Schrecken. Er steigt nachts durch Fenster in die Wohnungen ein, klettert auch schon mal über Balkone in den zweiten Stock, lässt Bargeld und Schmuck zurück und stiehlt nur kleine Alltags- oder Lieblingsgegenstände der Bewohner ohne Wert.
Im Zuge der Einbrüche kommt es auch zu einen Mord, der durch die Augen des Täters beschrieben wird.
Verlagslektorin und Hobbyermittlerin Andrina Bianchi, die in ihrem Haus eine der Betroffenen der Diebes ist, ermittelt nun selbst und versucht dem Täter nahe zu kommen.
Jetzt, nachdem ich die Geschichte gelesen habe, werde ich im kommenden Sommer meine Fenster nicht mehr so unbedacht wie bisher offen stehen lassen. Es ist schon erschreckend, gleich im Prolog bei dem Mord an einem Menschen dabei zu sein und so einen kleinen Blick in die Gedankenwelt des Mörders zu bekommen, der eigentlich nur ein Dieb ist. Ihm, der in einer Welt aus Wut und Trauer gefangen scheint, begegne ich nur zu Beginn des Falles und ganz zum Schluss, wenn der Fall schlüssig aufgelöst wird.
Andrina, berufstätige Mutter zweier Kleinkinder, steht voll in ihrem stressigen Berufsalltag und wird von ihrem Mann Enrico bei der Versorgung der Kinder und bei der Hausarbeit voll unterstützt. Durch ihren Freund und Halbbruder von Enrico, Marco Feller, der bei der Polizei arbeitet, ist sie bei den Ermittlungen immer auf dem neuesten Stand und kann ihre eigenen Schlüsse ziehen. Es war so interessant, die verschiedenen Theorien mit ihr bei einem guten Essen oder bei einem Grillabend mit Freunden durchzugehen und eigene Vermutungen anzustellen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Polizist im wahren Leben so ausschweifend über seine Ermittlungen erzählt und andere daran teilhaben lässt. Immer wieder kommen so auch neue Fährten auf und ich wusste bald nicht mehr, wen ich nun verdächtigen und wen ich ausschließen konnte.
Autorin Ina Haller stellt mir in diesem Fall sehr viele Menschen vor, von denen ich mir die meisten schnell gut vorstellen und in mein Kopfkino einflechten konnte. Durch ihre bildhaften Beschreibungen hatte ich auch gleich die Bilder von den Einbrüchen im Kopf und sehe nun auch selbst immer mal wieder „Gespenster“.
Dies ist schon der 13. Fall, in dem Hobbyermittlerin Andrina ihre Fühler ausstreckt. Da aber auch dieser Fall in sich abgeschlossen ist, kann man ihn gut ohne Vorkenntnisse lesen.
Zum Schluss bekomme ich noch zwei Rezepte von Andrina zum nachbacken und -kochen. Und auch ein Glossar zu den schweizer Worten, die im Buch immer wieder vorkommen, schließt sich an.
Ein spannender und interessanter Fall, bei dem ich gerne noch mehr über den Täter erfahren hätte.
Rezensionen von DoraLupin:
Berührend und schockierend
Die verlorenen Kinder vom Fjord von Helen Parusel
Bereits nachdem ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich total gespannt auf das Buch. Die Schicksale der Frauen im besetzten Norwegen waren mir bisher noch nicht so präsent und ich wollte mehr darüber erfahren. Etwas dazulernen zu können ist deshalb natürlich ein weiterer Pluspunkt für das Buch.
Die Geschichte führt den Leser nach Narvik, 1940: Als im Fjord Kriegsschiffe auftauchen, ändert sich Lailas Leben für immer. Sie schließt sich dem Widerstand an, verliebt sich aber in einen deutschen Soldaten. Josef ist anders, unterstützt sie bei ihren Aktivitäten. Dann wird er nach Russland geschickt, und Laila stellt fest, dass sie schwanger ist. Ihr bleibt nur, Zuflucht in einem Heim zu suchen, in dem man ihr Unterstützung verspricht. Doch Laila gerät in die Fänge eines grausamen Systems und muss für ihr Kind alles riskieren.
In die Storyline habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist schön bildlich, passt sehr gut zu dem Genre und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. So hatte ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Die Geschichte selbst blieb die ganze Zeit über unterhaltsam und mitreißend. Ich habe richtig mitfiebern müssen und habe nicht erwartet das die Story so berührend aber auch schockierend sein würde. Das Schicksal der Frauen damals hat mich aufgewühlt und geht unter die Haut, dennoch ist es so wichtig das darüber erzählt wird und das ist der Autorin mit diesem Buch ganz fantastisch gelungen. Man ist als Leser mitten im Geschehen mit dabei und Geschichte wird hier richtig lebendig.
Die Geschichte wird nun noch länger in mir nachhallen und ich wurde sehr berührt von der Geschichte. Ich kann es nun kaum erwarten, mehr solche Bücher von der Autorin zu lesen. Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:
Tolles Thema, aber....
Die Passantin von Nina George
Die Idee zu diesem Buch ist absolut genial. Nimm die Gelegenheit wahr und verschwinde aus dem eigenen Leben! Leider wurde meine Erwartungshaltung nicht erfüllt. Das Buch war für mich mühsam zu lesen, da teilweise überfrachtet und zu pathetisch.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair










