Kunden em pfehlungen
Rezensionen von M:
Mein Körper gehört mir
Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein von Sonja Blattmann; Karin Derks
Das Thema Kinderschutz ist eines der wichtigsten Themen überhaupt und ich finde es deshalb super, das das Thema als Bilderbuch zum Kinderschutzrap aufgegriffen wurde.
Die Gestaltung des Buchs ist sehr schön, mit vielen Details und kindgerecht gezeichnet , es gibt auf den einzelnen Bildern viel zu sehen.
Das Buch ist stabil, mit dicken Seiten und in handlichem Format für kleine Kinderhände. Die Bewegungen des Rap sind in den kleinen Illustrationen mit den unterschiedlichen Kindern gut erkennbar dargestellt. Der Kinderschutzrap ist mit Kindergartenkindern gut durchzuführen und prägt sich sehr gut ein.
Nicht überzeugt hat mich der Zusammenhang der einzelnen Bilder mit dem jeweiligen Text des Kinderschutzrap. Für Kindergartenkinder, für die der Rap und seine Aussage gut verständlich ist, bieten die Bilder zu wenig, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und auch keine thematisch passende Geschichte.
Rezensionen von Cellissima:
Poetisch, eindringlich und hervorragend geschrieben
Tage des Lichts von Megan Hunter
"Tage des Lichts" beleuchtet das Leben von Ivy. Der Roman beginnt an Ostern 1938; Kulisse ist ein englisches Landhaus. Zu diesem Zeitpunkt ist Ivy eine Teenagerin. Der Roman erzählt von sechs Tagen, die das Leben von Ivy entscheidend geprägt haben. An seinem Ende ist sie 80 Jahre alt, sodass er nahezu ihr gesamtes Leben umfasst.
Als wir sie kennenlernen, ist sie voller Träume und Pläne. Ihr Leben soll groß, besonders, außergewöhnlich, leuchtend werden. Doch dann ereignet sich an diesem Ostersonntag 1938 eine Tragödie, die dazu führt, dass ihr Leben ganz anders als gedacht verläuft - sehr normal. So heiratet sie und bekommt Kinder. Doch aus dieser Normalität bricht sie Jahre später wieder aus, als sie Frances wieder begegnet - der Frau, die sie an diesem Ostersonntag 1938 zum ersten Mal sah. Zwischen den beiden Frauen besteht eine enorme Anziehungskraft, sie verlieben sich ineinander, haben heimlich eine Affäre miteinander.
Megan Hunters Schreib- und Erzählstil hat mir sehr gefallen, er ist sehr atmosphärisch, fast schon poetisch, man kann viel zwischen den Zeilen lesen. Es ist ein stiller und doch eindringlicher Roman, ein ebenso schöner wie dramatischer, einer, auf den man sich konzentrieren muss - sicher keiner für zwischendurch. Doch wer sich darauf einlässt, der wird belohnt.
Stellenweise empfand ich ihn als anstrengend zu lesen, musste Dinge erneut lesen - ich glaube, dass es daran lag, dass die Geschichte stellenweise etwas vor sich hinplätschert, Längen entstehen.
Trotzdem blieben sowohl Ivy als auch Frances für mich leider sehr blass und distanziert. Ich glaube, wenn die Autorin das anders gelöst hätte, dann hätte sie diese Liebesgeschichte anders und besser darstellen können, dann hätte man viel eher eine Verbindung zu Ivy und Frances aufbauen können. Ich hatte mir hier viel mehr erwartet und fand den Roman in dieser Hinsicht leider enttäuschend.
Die Auflösung und das Ende des Romans war überraschend und verblüffend.
Es geht also um Familie, Freundschaft, Pläne, Wünsche und Träume, Sehnsucht und Leidenschaft, gleichgeschlechtliche Liebe, Verlust, Schuld und Reue, die Frage, ob man seinem Herz oder seinem Verstand folgen sollte, die Frage, ob man sich wirklich gegen seine Gefühle wehren kann oder ob man nicht vielmehr machtlos gegen sie ist ...
Es ist ohne Frage ein sehr guter Roman, aber leider auch einer, der etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Dennoch ist er lesens- und empfehlenswert für alle Leser, die dieses Genre und diese Art von Roman mögen.
Rezensionen von ReiShimura:
Großartige Mischung aus Spaß und Sachwissen
Wieso? Weshalb? Warum? Stickerheft - Dinosaurier von
Der Ravensburger Verlag schafft es mit seiner „Wieso Weshalb Warum“ Reihe immer wieder das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Dieses Sticker Heft ist hierbei keine Ausnahme. Der Klebespaß steht zwar eindeutig im Vordergrund, aber nebenbei lernen die Kinder, aber auch die Erwachsenen, einige interessante und nützliche Fakten über Dinosaurier.
Das Sticker Heft gibt einen großartigen Überblick über den gesamten Themenbereich Dinosaurier. Es wird sowohl erklärt welches die ersten Dinosaurier waren, genauso wie die Welt im Jura ausgesehen hat. Natürlich werden auch die klassischen Fragen erörtert: Was fraßen die Pflanzenfresser, wie jagten die Fleischfresser und wer lebte im Wasser. Unter anderem wird natürlich auch noch erklärt, warum es heute keine Dinosaurier mehr gibt und welche heute lebenden Tiere Verwandte von ihnen sind.
Besonders gut gefallen hat mir, dass es, neben den Doppelseiten zur freien Gestaltung mit den Aufklebern, auch einige Rätsel gibt. Dazu zählt unter anderem auch ein Sticker Puzzle. Dieses ist bei uns besonders gut angekommen. Wobei hierbei auch wirklich Fingerspitzengefühl und eine gute Feinmotorik gefragt ist, damit die Aufkleber an die genaue Position geklebt werden.
Manche Aufgaben haben mich im ersten Augenblick ein wenig ratlos zurückgelassen. Dies lag vor allem daran, dass ich es nicht gewohnt war, dass die Aufkleber über die gedruckten Bilder im Buch geklebt werden müssen. Bei der ersten Doppelseite fand ich das besonders schade, da man nach dem Aufkleben die Skelette der Dinosaurier nicht mehr sehen kann. Diese haben dem kleinen Leser und mir aber besonders gut gefallen.
Die Textmenge ist verhältnismäßig gering, wenn auch deutlich größer als im vergleichbaren Heft für Kinder ab 2 Jahren. Das vorliegende Stickerheft Dinosaurier ist entweder eine perfekte Vorbereitung für das Sachbuch oder eine wunderbare Ergänzung dazu.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine informative und lustige Möglichkeit, um Kindern Wartezeiten zu verkürzen, wie zum Beispiel im Restaurant oder bei Arztterminen. Außerdem bietet es einen spaßigen und informativen Einstieg in die spannende Welt der Dinosaurier.
Der kleine Leser und ich sind begeistert und möchten daher dieses Stickerheft gerne weiterempfehlen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Eine bunte Mischung an Gedanken zum Weiterleben nach dem Tod
Die Entdeckung der Ewigkeit von Peter Seewald
Peter Seewald beschäftigt sich schon sein ganzes Leben lang mit Glaube und Kirche, war als Jugendlicher Ministrant, ist später aus der Kirche aus- und wieder eingetreten und hat schon einige religiöse Bücher verfasst. Vor diesem Hintergrund nimmt er sich nun im reifen Alter von über 70 Jahren dem Thema Tod und Hoffnung auf ein Weiterleben bei Gott an.
In diesem persönlichen und unterhaltsamen Werk umkreist er das Thema von verschiedenen Perspektiven, blickt auf sein eigenes Leben zurück, betrachtet Jugendwahn und die Anti-Aging-Industrie sehr kritisch, blickt auf die Coronazeit als Zäsur zurück, beschäftigt sich mit jenen, die auf der Suche nach der Abschaffung des biologischen Todes sind, setzt sich mit Schilderungen von Nahtoderlebnissen und anderen Religionen auseinander und kommt immer wieder zur christlichen Perspektive zurück, die insgesamt einen großen Teil des Buches einnimmt.
Vielleicht ist es auch diese christliche Perspektive, die insgesamt das so facettenreiche und vielfältige Buch abzurunden versucht, sodass es sich nicht in der Beliebigkeit verliert. Wer für diese Sichtweise offen oder selbst christlich gläubig ist, kann viele aufmunternde Gedanken und wertvolle Impulse aus diesem Buch mitnehmen. Wer solchen Perspektiven aber sehr kritisch entgegen steht und nicht wiederholt davon lesen will, was für ein Übel zum Beispiel die Abtreibung mit all den damit verbundenen verlorenen Leben darstellt, dem sei von diesem Buch eher abgeraten.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Mehr Schein als Sein
Belladonnas von Liann Zhang
Die Grundprämisse dieses Buches hat mich schon beim Lesen des Klappentextes neugierig gemacht: Eine Zwillingsschwester, die nach dem Versterben das Leben der anderen übernimmt. Dabei könnten die Leben der beiden Zwillingsschwestern, die nach ihrer Adoption durch unterschiedliche Personen nur kaum Kontakt miteinander hatten, nicht unterschiedlicher sein.
Dabei hat Autorin Liann Zhang gut herausgearbeitet, wie sich Protagonistin Julie in den Sozialen Medien verliert, ihren Wert von äußeren Zuschreibungen, Likes und Klicks abhängig macht und nach dem Zuspruch anderer strebt. Dabei wird auch immer wieder ein kristischer Blick aufs Influencer-Business geworfen, Dinge bewusst überspitzt dargestellt, wie beispielsweise die blatante Austauschbarkeit der einzelnen Akteur:innen und das verschwimmen jeglicher Individualität.
Diese erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, sie ist atmosphärisch und stellt vor allem die Charakterveränderung von Protagonistin Julie gut in den Mittelpunkt. In der zweiten Hälfte hat das Buch für mich seinen Reiz verloren, insbesondere durch die Reise der 'Belladonnas', die in vielen Aspekten abgedreht und wirr ist. Auch das mag vielleicht metaphorisch für die Welt hinter den Kulissen stehen, konnte mich aber nicht abholen. Auf der Luxusinsel reiht sich eine Absurdität an die Nächste, die Auflösung kann den vorangegangen Geschehnissen auch nur bedingt gerecht werden.
Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten, auch durch interessante stilistische Mittel, die zwar etwas klischeehaft, aber dennoch wirkungsvoll mit kritischem Blick auf die Welt der Influencer geblickt haben.
Rezensionen von manu63:
Leichte Lektüre
Liebe im Sturm von Elena Winzer
Liebe im Sturm ist ein historischer Roman der Autorin Elena Winzer. Sie erzählt die fiktive Geschichte der Hofdame Fredericke von Berstein am badischen Hof in den Jahren 1870/1871.
Fredericke wird durch Vermittlung ihrer Mutter Hofdame bei der badischen Großherzogin Luise in Karlsruhe. Politisch interessiert bekommt Fredericke einige politische Machtspiele mit und als Leser erfährt man so einiges über die damalige Zeit und den Krieg von 1870/1871.
Die Geschichte wird leicht und locker erzählt und neben der Historie gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, die aber eher nebenbei erzählt wird. Etliches ist Vorhersehbar und wirkliche Dramatik kommt nicht auf.
Für mich war es eine entspannende Lektüre die man auch gut aus der Hand legen konnte um sie später wieder fort zu setzen.
Die Charaktere wirken eher blass und zeigten wenig Tiefe.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Die stille Wirkung der Vergangenheit
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Im ersten Licht von Norbert Gstrein lässt sich gut und flüssig lesen, auch wenn das Thema kein leichtes ist. Obwohl ich eigentlich nicht auf Kriegsgeschichten eingestellt war, hat mich das Buch dennoch erreicht – vielleicht gerade wegen seiner ruhigen, fast zeitreisenden Erzählweise. Gstrein erzählt Geschichte nicht laut oder dramatisch, sondern leise, nachdenklich und sehr lebendig, fast so, als würde man durch vergangene Zeiten wandern.
Im Mittelpunkt steht Adrian, eine Figur, die sich dem Leser nicht sofort erschließt. Er bleibt oft verschlossen, beobachtend und innerlich zerrissen – jemand, der vieles mit sich selbst ausmacht. Genau das hat es mir manchmal nicht leicht gemacht, ihm näherzukommen. Gleichzeitig passt diese Distanz gut zur Zeit und zur Stimmung des Buches. Man ist beim Lesen oft nah am Geschehen und fühlt sich trotzdem ein Stück davon entfernt. Gerade diese Distanz macht den Roman stellenweise anspruchsvoll.
Der Roman entfaltet seine Stärke vor allem dort, wo persönliche Schicksale mit historischer Realität verwoben werden. Gstrein zeigt, wie der Krieg auch nach seinem Ende nachwirkt – nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch: in Gedanken, in Beziehungen und im Alltag. Dabei verlangt das Buch Vorwissen und Aufmerksamkeit. Ohne geschichtlichen Hintergrund hätte ich manche Passagen wahrscheinlich als nüchtern oder sogar langatmig empfunden. Mit diesem Wissen wirken sie jedoch nach und verleihen dem Text Tiefe und Bedeutung.
Alles fühlt sich beim Lesen etwas verlangsamt an. Das Buch ist nicht anstrengend, aber auch keines, das man einfach so „verschlingt“. Man liest langsamer, denkt mehr nach, manchmal fühlt man sich sogar ein wenig beklemmt. Ich konnte nicht immer sagen, ob mich die Geschichte eher angezogen oder abgestoßen hat – genau das macht sie aber auch besonders.
Am Ende bleiben vor allem leise, menschliche Momente im Gedächtnis. Im ersten Licht ist kein typischer Roman, sondern ein stilles, etwas schräges Buch: nicht schwer zu lesen, aber auch nicht nebenbei konsumierbar – eines, das man auf sich wirken lassen muss.
Rezensionen von rewareni:
Emotionaler Hunger
Hungergesang von Nicola Quaß
In dem Debütroman ,, Hungergesang“ entführt die Autorin Nicola Quaß den Leser in eine Welt der märchenhaften Fantasie, die schon so nahe an der Wirklichkeit nagt, dass es einem beim Lesen oftmals seelische Schmerzen bereitet.
Die Geschichte erzählt von den dreizehnjährigen Drillingen Mara, Lara und Sara deren Eltern von einem Tag auf den anderen plötzlich verschwinden.
Von diesem Moment an beginnt das Buch des Lebens für die Mädchen eine neue Geschichte zu schreiben.
In ihrer heruntergekommenen Villa entdecken sie jeden Tag etwas Neues und sie dringen an Orte vor, die ihnen zuvor verschlossen geblieben sind. Dazu gehört das Zimmer ihrer Mutter, das sie nie betreten durften. Die Autorin schafft es dabei in nahezu jeder Szene eine Symbolkraft hinein zubringen, die sie bewusst in bildhaften Beschreibungen ausdrückt und dem Leser im Gedächtnis bleiben.
Wie fühlt es sich an, wenn man als Kind nie gesehen wird, wenn die emotionale Kälte der Mutter in jedem Satz und in jedem Blick zu spüren ist?
Die Drillinge verspüren einen ,,Hunger“ der nie gestillt wird und so können sie nur überleben, wenn sie als Symbiose auftreten, wo sie sich Liebe, Wärme und Geborgenheit gegenseitig geben, damit sie spüren, dass sie noch am Leben sind.
Ihr Mangel an Zuwendung und beachtet werden lässt sie Dinge tun, die für andere ,,verrückt“ erscheinen. So entwickeln sie eine eigene Geheimsprache, wo sich die Mutter ausgeschlossen fühlt und wütend darüber ist, aber wenigstens eine Reaktion zeigt, wenn auch eine negative.
Ihre Einsamkeit zeigt sich auch nach dem Wunsch immer wieder ihre Streifzüge durch den Friedhof zu machen, wo scheinbar das Leben ausgelöscht ist und nicht mehr existiert, für sie aber ein Ort ist wo man soviel noch sehen, hören und spüren kann.
Ihr Vater ist zwar körperlich anwesend, lebt aber in seiner eigenen Traumwelt wo er immer wieder versucht für sich etwas zu finden, was ihn glücklich macht, auch wenn er am Ende wieder merkt, dass es ihn nicht erfüllt oder er wieder gescheitert ist. Seine unsichtbare Grenze für eine Veränderung hindert ihn immer wieder einen Schritt aus seiner selbstgewählten Isolation heraus zu machen, wo es für ihn leichter ist immer wieder weg zu sehen als hinzusehen und bewusst zu erkennen, dass gerade seine Mädchen Hilfe brauchen.
Im übertragenen Sinne ist sogar auch die Mutter ein Opfer, die sich ihr Leben ganz anders vorgestellt hat. Überfordert mit drei Mädchen, wo sie eigentlich nur ein Kind wollte, im Dorf nie wirklich akzeptiert worden, wo sie immer eine von Außerhalb geblieben ist und so ist ihre Stimmung stets ,, Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Da sie selbst nie wirklich zufrieden und glücklich war, konnte sie schöne Gefühle und emotionale Nähe auch nie ihren Mädchen vermitteln
So bleibt den Drillingen nichts anderes übrig als eine Überlebensstrategie zu entwickeln, die sie oft an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt. Ihre Erinnerungen an ihre frühe Jugend, wo sie sogar mediale Aufmerksamkeit erfahren haben und ihre ehemalige Haushälterin, die durch ihre Güte und Wärme gezeigt was, wie eine Mutter sein sollte, helfen ihnen schließlich zu erkennen, dass sich ihre Eltern wohl nie ändern werden. Da sie in ihren Fantasien, wo sie sogar in einem Buch mit leeren Seiten plötzlich ihre Lebensgeschichte lesen können, ihre Eltern und ihr Verhalten nicht ändern können wissen sie am Ende, dass die Vergangenheit für immer vorbei ist, dass die Gegenwart gezeigt hat, dass nun der richtige Moment ist für die Zukunft zu leben und so sein zu dürfen, wie sie sind. Selbst wenn es mit radikalen Mitteln passiert die teilweise erschüttern, aber zeigen wie verzweifelt die Drillinge sind. Ab nun sind sie keine Opfer mehr, da sie ein selbst bestimmtes Leben führen wollen.
,,Hungergesang“ ist ein literarisches Kleinod, wo man als Leser tief in die menschliche Seele eintauchen kann. Wo sich Fantasie und Realität gespenstisch miteinander verbinden und kafkaeske Züge den Roman noch lesenswerter und spannender machen.
Rezensionen von Wolfgang Suschnig:
Selten peinlich
Viper's Dream von Jake Lamar
Am Beginn des Buches freut man sich als Jazzhörer, wenn ein Teil der Handlung in Nica de Koenigswarters "CatHouse" spielt und Musiker wie Count Basie, Miles Davis oder Thelonius Monk Kurzauftritte haben. Die Hauptfigur sinniert während der Handlung über ihr bisheriges Leben nach der Bitte der "Jazzbaroness" Koenigswarter, dieser ihre drei Wünsche zu nennen (ein solches Buch existiert ja tatsächlich - "Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche").
Clyde 'Viper' Norton war aus Alabama ins New York der 30er Jahre gekommen, um Karriere als Jazztrompeter zu machen, konnte diesen Traum allerdings auf Grund zu geringen Talents nicht realisieren. Stattdessen wurde er ein einflussreicher Drogenhändler im Harlem der 40er und 50er Jahre, gleichzeitg ein erklärter Gegner des von der Mafia dominierten Heroin-Handels. Als Leser fragt man sich immer wieder, warum dieses Buch als Kriminalroman bezeichnet wird. Spannung kommt selten auf: dafür trieft es seitenweise von Kitsch. Eine gefährdete, unglückliche Liebe taucht immer wieder auf, deren sprachlicher Umsetzung Herr Lamar schlicht nicht gewachsen ist. Zu guter Letzt wird auch noch ein verkehrtes Ödipus-Motiv bemüht (wie im Hildebrandslied, wo Hildebrand seinen Sohn erschlägt). Passagenweise ist dieser sog. "Kriminalroman" richtig peinlich, bes. das Ende, das hier klarerweise nicht verraten werden soll (aber echt weh tut).
Fazit: Abzuraten!!!
Rezensionen von Gute_Laune:
Mit Zahlen Spaß haben im Comic-Stil
Rechnen NERVT! - Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1) von Jens Schumacher
Die Idee mit NERVT funktioniert offensichtlich prima. Nach bisher bereits vier Büchern ums Lesen ist nun hier das erste Buch ums Rechnen. Die Namen der Tierchen und Personen für Erwachsene schon lustig, für Kinder dürften die Wortwitze ein bisschen schwerer zu erkennen sein.
Die Zeichnungen sind witzig, die Aufgaben abwechslungsreich und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sodass das Kind immer wieder mal ein Erfolgserlebnis hat und nicht nur drückend schwere Aufgaben lösen muss.
Dabei werden auch unterschiedliche Fähigkeiten geschult. Beispielsweise beim Zählen der Geräusche, die unterschiedlichen Dingen zugeordnet werden müssen. Hier ist Konzentration wichtiger, als Rechenkunst. Oder die Frage zu den Öffnungszeiten. Hier ist das Verstehen der Frage und der Angaben im Mittelpunkt. Alle einzelnen Aufgaben sind dem Rechnen insgesamt förderlich und sehr bunt gemischt. Das kommt der kindlichen Spielfreude sehr entgegen.
Die Aufgaben mit einer durchgehenden Geschichte zu verbinden, finde ich sehr schön. Das fördert automatisch den Drang des Kindes, weiter dran zu bleiben und zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Für Fans der Vorgänger-Bücher zum Thema Lesen findet sich ein ganz besonderer kleiner Leckerbissen, denn unsere Karoline Kneberwecht ist Kundin im ALLES-MARKT.
Ich finde das Buch sehr gelungen und hoffe, die Kinder merken wie Konstantin, dass Zahlen immer und überall um uns herum sind und richtig Spaß machen können. Wer weiß, vielleicht folgen ebenfalls noch weitere Bände, wie bei Karoline? Fände ich gut! Fünf Sterne von mir!











