Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Karin_50:
Stimmen, die Hoffnung geben
Wellenlänge von Wolfgang Böhm
Radio hatte früher einen ganz anderen Stellenwert als heute, und genau das hat mir an diesem Roman besonders gefallen. Wolfgang Böhm verbindet die Geschichte des Rundfunks mit einer persönlichen Geschichte und einem ernsten Kapitel unserer Vergangenheit.
Im Mittelpunkt stehen Felix und die Radiosprecherin Eva.
Zu Beginn der Geschichte ist Felix elf Jahre alt und lebt in Aachen bei seinem Vater, nachdem seine Mutter früh verstorben ist. Er liebt Musik und das Radio und ist besonders von Evas Stimme bei Radio Luxemburg fasziniert. Doch während der Zeit des Nationalsozialismus wird das Hören der sogenannten Feindsender für ihn zunehmend gefährlich. Trotzdem sucht er immer wieder nach Evas Stimme.
Sehr interessant fand ich, wie viel man über die damalige Bedeutung des Radios erfährt. Es war nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine wichtige Verbindung zur Außenwelt und bot die Möglichkeit, andere Stimmen als die der nationalsozialistischen Propaganda zu hören. Auch die Verfolgung jüdischer Menschen und der damalige Umgang mit Homosexualität werden thematisiert.
Die Verbindung von Felix und Evas Geschichte mit den historischen Ereignissen ist für mich gut gelungen. An einigen Stellen hätte ich mir bei den Figuren und ihren Entwicklungen allerdings noch etwas mehr Tiefe gewünscht.
Trotzdem ist es ein interessanter und nachdenklich stimmender Roman, der persönliche Schicksale mit Zeit- und Radiogeschichte verbindet. Besonders die Bedeutung, die eine vertraute Stimme in schweren Zeiten haben kann, ist mir im Gedächtnis geblieben.
Rezensionen von Karin_50:
Winterzauber und erste große Gefühle
Falling Like Snowflakes von Misty Wilson
Schon das Cover versetzt einen mit Schnee, Lichtern und der winterlichen Gestaltung in die passende Stimmung. Auch die Geschichte selbst fängt diese gemütliche Atmosphäre von Bramble Falls sehr schön ein. Im Mittelpunkt steht Sloane, die eigentlich am liebsten ihre Rom-Coms schauen würde, stattdessen aber mitten in den Vorbereitungen für das Schneeflocken-Festival steckt.
An ihrer Seite sind ihre Cousine Ellis und ihr bester Freund Asher, den sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Als dann der charmante Eishockeyspieler Micah Interesse an ihr zeigt, gerät nicht nur Sloanes Gefühlswelt durcheinander. Mir hat besonders die langjährige Vertrautheit zwischen Sloane und Asher gefallen. Die beiden kennen sich so gut, dass ihre Nähe ganz selbstverständlich wirkt, und gerade deshalb ist es schön zu verfolgen, wie Sloane langsam beginnt, ihre Gefühle zu hinterfragen. Asher mochte ich dabei besonders gern. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht, dass die beiden offener miteinander sprechen. Das Hin und Her um Micah und die eigenen Gefühle zieht sich stellenweise etwas und Sloane hätte für meinen Geschmack manches früher erkennen dürfen. Diesen Eindruck hatten auch mehrere andere Leserinnen und Leser. Sehr schön fand ich die winterliche Stimmung, die sich durch die Geschichte zieht. Das Schneeflocken-Festival, die verschiedenen Veranstaltungen und das gemeinschaftliche Leben in Bramble Falls schaffen eine Atmosphäre, in die man sich gerade in der Vorweihnachtszeit gern hineinversetzen kann. Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen und passt gut zu dieser jungen Liebesgeschichte. Für mich ist es eine warmherzige Friends-to-Lovers-Geschichte über Freundschaft, erste große Gefühle und die Unsicherheit, die entsteht, wenn aus einer vertrauten Beziehung plötzlich mehr werden könnte. Trotz kleiner Längen habe ich Sloane und Asher gern begleitet. Gerade die winterliche Atmosphäre und ihre besondere Verbindung haben mir schöne Lesestunden beschert.
Rezensionen von _ich.lese_:
Sehr spannend
Masterminds, Band 1 - Der Darknet-Köder von Chris Morton
Justus ist reich, sehr reich. Eigentlich sollte er ein unbeschwertes Leben haben, aber sein Vormund hat es auf sein Vermögen abgesehen. Er benutzt die Stiftung von Justus verstorbene Eltern um sich zu bereichern und für dunkle Geschäfte. Um sich und sein Vermögen zu schützen, heuert Justus ein Team aus begabten Hackern, Meisterdieben und Fassadenkletterern an, die mit ihm gemeinsam dafür Sorgen, dass alled wieder seine Richtigkeit erhält.
Was für ein spannendes Buch. Mich hat das Cover und die Leseprobe schon sehr angesprochen. Die Story konnte mich von Beginn an in ihren Bann ziehen. Justus, erst 17 und doch so clever und gerechtigkeitsliebend. Zusammen mit Kikki, Fifi, Parker und Jay stellen sie alles auf den Kopf und sind ein unschlagbares Team. Schon wie Justus das Team der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammengestellt hat, hat mir gefallwn. Aber was die fünf auf die Beine gestellt haben, hat mich sehr beeindruckt. Jeder in seinem Gebiet ein Genie. Ein gelungener Auftakt. Ich freue mich schon auf ihren zweiten Fall.
Rezensionen von beavielleser :
Für mich kein Thriller, eher ein Krimi
Wie ein Fluss in der Nacht von Tana French
Cal hat sich mittlerweile in Ardnakelty eingewöhnt und auch die alteingesessenen Einwohner akzeptieren ihn großteils.
Als Rachel, ein junges Mädchen aus dem Dorf verschwindet, beteiligt er sich am Suchtrupp und findet auch ihre Leiche.
Die Untersuchung und der offizielle Dorfklatsch gehen von Selbstmord aus.
Doch irgendwie scheint es da noch mehr zu geben und Cal, Lena und Trey werden immer mehr in etwas hinein gezogen, was ungeahnte Folgen für sie hat.
Ich habe mir mit dem Buch etwas schwer getan. Das liegt nicht am Schreibstil von Tana French, sondern eher an der Geschichte.
Ich kann schwer erklären warum ohne zu spoilern.
Es war streckenweise ziemlich beklemmend. Viele der Protagonisten waren unsympathisch, ihre Machenschaften waren mir zuwider.
Cal blieb mir fremd und Lenas Verhalten habe ich nicht verstanden. Trey dagegen fand ich toll.
Das Buch ist zwar ein wenig langatmig, aber auf diese Art lernt man die Bewohner des Dorfs ganz gut kennen und bekommt auch ein Gespür für die Stimmung und Dynamik im Ardnakelty.
Ich würde dieses Buch jedoch nicht als Thriller bezeichnen, es ist eher ein Krimi.
Obwohl dies der dritte Teil ist, kann man das Buch auch lesen, wenn man die anderen Teile nicht kennt.
Rezensionen von mel:
Landleute von Daniel Mason
Ein Cover, das einem direkt ins Auge fällt, durch seinen coolen Effekt, der das doch eher schlichte Bild des Waldes aufpeppt aber durch den Hund am Rand des Kreises nochmal etwas einzigartiges zeigt. Das Originalcover hat aber trotzdem noch etwas mehr Charme für mich.
Ein satirischer Blick auf das Landleben alles etwas viel überschmückt und übertrieben, lies sich aber gut Lesen, halt genauso wie man sich das immer vorstellt, malerische Atmosphäre in kleinen Städten, so wie bei Gilmore Girls, halt alles perfekt, obwohl hier der Schein trügt, so hat es sich auch die Familie des Buches vorgestellt, wo der Ehemann Miles so einige Gepflogenheiten der Einheimischen kennenlernt und auch ihre anderen Seiten.
Das es aber wenige Absätze in den Kapitel gab fand ich aber etwas störend beim Lesen, da hätte man meiner Meinung nach etwas schöner machen können.
Insgesamt eine interessante Geschichte, obwohl mir manchmal der rote Faden etwas verloren gegangen ist.
Rezensionen von Anjulia :
Suche im winterlichen Tokio
Tokyo Seasons von Anne Pätzold
Eigentlich ist Caitlyn nur kurz beruflich in Tokio. Als ihr eigentlicher Rückflug ausfällt, probiert sie eine Dating App aus, die ihre Mitbewohnerin ihr empfohlen hat. Mit ihrem Match Will könnte die Chemie stimmen. Doch bald bemerkt Caitlyn, dass sie nicht mit Will, sondern mit dessen besten Freund Jude chattet.
Dieser bietet als Wiedergutmachung an, sie auf der Suche nach ihrem Vater zu begleiten, der vor Jahren nach Tokio gezogen ist und zu dem der Kontakt abgebrochen ist. Dabei entwickeln sich zarte Gefühle zwischen den beiden.
Tokyo Seasons von Anne Pätzold ist eine sehr zarte Liebesgeschichte. Mir hat der Schauplatz des winterlichen Japans bzw. Tokios sehr gut gefallen. Die Atmosphäre der Stadt wird sehr schön vermittelt. Man bekommt beim Lesen richtig Lust darauf Jude und seine Freunde in einem der vielen Restaurants zum Essen zu begleiten. Die Geschichte wird aus Caitlyns Perspektive erzählt. Sie wirkt auf mich tatsächlich sehr reflektiert. Ihre Suche nach dem Vater gestaltet sich als schwierig. Zum einen, weil sie unsicher ist, ob sie ihn überhaupt finden will, zum anderen wegen tatsächlicher Hürden. Durch Will und seine Freunde Emma und Jude sieht Caitlyn, was in ihrem Leben fehlt. Die Beziehung, die sich zwischen ihr und Jude entwickelt, ist sehr wertschätzend und vom Respekt vor den Grenzen des anderen geprägt. Wer hier eine große, flammende, leidenschaftliche Romance erwartet, ist hier falsch, auch weil Caitlyn wohl keine Person ist, die körperliches Verlangen entwickelt. Ein ganz großes Thema sind außerdem die toxischen Eltern, unter denen beide Protagonisten leiden.
Fazit: Eine sehr feinfühlige Liebesgeschichte mit nicht ganz leichter Hintergrundstory, in einer wundervoll atmosphärisch in Szene gesetzten Stadt.
Rezensionen von Sophiaaaaaa:
Packender YA Thriller mit dunklen Familiengeheimnissen
Thornbird von E. Kennedy
Das Buch hat mich vor allem vom Thema her angesprochen und ich muss sagen, die Umsetzung ist wirklich gut gelungen. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen.
Wir begleiten Ryan Shipley, eigentlich Gabrielle Thorn, die nach dem Tod ihrer Großmutter in ihren Heimatort Starling zurückkehrt. Sie ist die Tochter des sogenannten "Starling-Slayer", ein Serienmörder der insgesamt 7 Frauen auf dem Gewissen haben soll.
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Man steigt direkt gut in das Buch ein, denn es beginnt mit einem Ausschnitt aus einem Onlineforum namens "Free The Sparrows". Diese Forumausschnitte tauchen noch häufiger auf, was mir sehr gur gefallen hat, genauso wie die häufigeren Chatverläufe.
Die Handlung war schlüssig und mir hat auch das Setting sehr gut gefallen. Es war ein Kleinstadtsetting mit einem etwas mysteriösen und düsteren Vibe. Es gab für mich keine Längen und ich habe das Buch echt gerne gelesen und es innerhalb von zwei Tagen verschlungen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es nun ausgehen wird. Das Ende und die Auflösung waren interessant, allerdings habe ich es kommen sehen, sodass es für mich nicht wirklich große Plot Twists gab. Deshalb werde ich an dieser Stelle einen Stern abziehen, auch wenn mir der Rest sonst sehr gut gefallen hat.
Die Hauptperson Ryan alias Gabrielle mochte ich gerne und auch ihre Familie, wie ihre Tante Maggie und ihre Cousins Jasmine und Connor waren sehr sympathisch. Everett war auch eine interessante Person und Chase mochte ich besonders gerne, genauso wie die Beziehung zwischen den beiden, die glücklicherweise nicht zu kurz kam.
Insgesamt ein gelunger YA Thriller mit atmosphärischem Setting, dunklen Familiengeheimnissen und tollen Charakteren, den ich allen empfehlen würde, die solche Bücher gerne mögen.
Rezensionen von Ulgu1978:
Toxische Beziehungen
Most Hated Girl von Kirsty Lockwood
Toxische Beziehungen
Die 19jährige Odette trifft bei einem Museumsbesuch zufällig auf den 80jährigen Amos. Sie hat vor kurzem erst ihre Mutter beerdigt, die bis zu diesem Zeitpunkt ihre einzige Bezugsperson war. Sie hofft, in ihm einen großväterlichen Freund gefunden zu haben. Als sich ihre Wohnungssituation verschlechtert, zieht sie bei ihm ein.
Sie überredet ihn, gemeinsame Videos zu drehen und im Internet hochzuladen. Bis es zur Katastrophe kommt.
Kirsty Lockwood hat mit diesem Buch einen überaus spannenden Psychothriller geschrieben.
Das Buch beginnt mit der Verhaftung von Odette. In Rückblicken wird ausführlich beschrieben wie es dazu kommen konnte, dass Odette wegen Mordes verhaftet wurde. Parallel wird über die polizeiliche Ermittlungsarbeit und den Shitstorm berichtet, der über Odette hereinbricht.
Während der gesamten Lesezeit hatte ich das Gefühl, Odette in den Arm nehmen zu müssen, um sie erst vor ihrer Mutter und später vor Amos zu beschützen. In diesem Thriller geht es vor allem um psychischen Missbrauch, den die Protagonistin nicht wahrhaben will und deshalb warnende Hinweise von ihrer Betreuerin im Jobcenter nicht ernst nimmt. Als sie es erkennt, ist es fast schon zu spät.
Odettes Ängste und Zweifel werden anschaulich dargestellt und sind aufgrund ihrer Kindheit nachvollziehbar.
Die Auflösung zum Ende ist etwas diffus, ändert aber nichts an meiner Meinung, dass dies ein überaus spannendes Buch ist, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe.
Rezensionen von Ele:
Unterhaltsam und informativ
Das große Buch der deutschen Sprache von Andrea Weller-Essers
Noch einmal herzlichen Dank für dieses unglaubliche Buch. Eines das ich sicher an Weihnachten verschenken werde, drei Kandidaten dafür fallen mir schon spontan ein. Dieses Exemplar werde ich natürlich behalten. Es wird sicher als Kaffeetischbuch nahe meinem Lesesessel auf einem Sideboard aufgeschlagen platziert werden.
Ich habe jetzt in Reihenfolge und chronologisch gelesen, einzelne Abteilungen werde ich mir wohl immer wieder ansehen, am besten gefallen haben mi die Dialekte im Vergleich. Ich liebe Sprachen und Wörter, mit Zahlen kann ich nichts anfangen, hier meine Rezension, die auf weiteren buchrelevanten Seiten erscheint.
Rezensionen von Odina:
Angst und Vergangenheit
Blut für Blut von Anna Schneider
„Blut für Blut“ von Anna Schneider handelt von Sophie Roth, die nach einer gewalttätigen Beziehung als Fotografin neu anfangen will. Ein Auftrag bei der reichen Familie Grafinger bringt sie jedoch ihrer Vergangenheit näher, denn der Mord an ihrem Vater vor zwanzig Jahren scheint plötzlich wieder eine Rolle zu spielen.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leichtgefallen. Die Autorin schreibt flüssig und bildhaft, sodass ich schnell in die Handlung hineingezogen wurde. Besonders gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dadurch setzt sich die Geschichte nach und nach zusammen und man möchte unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist. Die mysteriösen Aufträge, die unheimliche Atmosphäre rund um die Familie Grafinger und Sophies Vergangenheit haben für viel Spannung gesorgt. Ich hatte oft das Gefühl, dass hinter jeder Figur mehr steckt, als man zuerst denkt. Dadurch blieb meine Neugier bis zum Schluss geweckt. Sophie als Protagonistin mochte ich sehr. Ich konnte ihre Angst vor Philip gut nachvollziehen und hatte von Anfang an Mitgefühl mit ihr. Gleichzeitig fand ich sie mutig, weil sie trotz allem versucht, ihr Leben neu zu ordnen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Die Figuren sind klar dargestellt, sodass man der Handlung gut folgen kann. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Auch wenn ich gegen Ende manche Entwicklungen schon erahnen konnte, blieb die Geschichte für mich interessant und fesselnd. Insgesamt ist das Buch ein sehr gelungener Thriller, der mich überzeugen konnte.











