Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Eine besondere Lektüre für Fortgeschrittene
"Dem Stumpfsinn die Geisteskappe aufsetzen" von Bernhard Fetz; Katharina Manojlovic; Juliane Werner
Der neue Profile-Band über Thomas Bernhard zur Ausstellung im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek (seit 30. April 2026) geht unter dem Titel „Dem Stumpfsinn die Geisteskappe aufsetzen“ dem Phänomen dieses österreichischen Ausnahmeliteraten nach. Besondere und teilweise noch unbekannte Dokumente und biographische Details werden dargestellt, qualitativ hochwertige Texte von Bachmann-ExpertInnen zu Werk und Leben machen diesen Band zu einem reichen Fundus und zu einer kurzweiligen Möglichkeit für eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Aktualität Bernhards.
Als reich bebildertes Lesebuch für Fortgeschrittene sehr zu empfehlen!
Rezensionen von Julchentim:
Düstere Endzeitstimmung in typischer Nesbø-Manier
Insel der Ratten von Jo Nesbø
Jo Nesbø gehört für mich zu den Autoren, bei denen ich oft neugierig zugreife. Insel der Ratten ist allerdings etwas anders als seine üblichen Romane. Die Geschichte ist deutlich knapper und dadurch auch wesentlich kompakter erzählt.
Das dystopische Szenario nach einer Pandemie hat mir angesprochen und mir gefallen.
Die Gesellschaft ist zusammengebrochen, Recht und Ordnung spielen kaum noch eine Rolle und plötzlich geht es für die Menschen nur noch ums Überleben. Besonders spannend fand ich dabei die Frage, wie weit man bereit ist zu gehen, wenn die eigene Familie bedroht wird und die Grenzen zwischen Gerechtigkeit und Rache verschwimmen.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und setzt sich nach und nach zusammen. Das hat für mich gut funktioniert und gerade dadurch wollte ich wissen, wie die einzelnen Fäden zusammenlaufen. Auch die düstere Atmosphäre und die teilweise ziemlich brutalen Szenen passen gut zu dieser Geschichte.
Was mir etwas gefehlt hat, war die Tiefe. Gerade bei den Figuren hätte ich mir mehr Zeit und Tiefe gewünscht. Durch den geringen Umfang der Geschichte bleiben einige Charaktere etwas auf Abstand und auch das dystopische Szenario hätte für meinen Geschmack noch mehr Raum vertragen.
Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich habe sie sehr schnell gelesen. Es ist kein typischer Nesbø-Roman, wie ich ihn sonst kenne, aber gerade als kurze, düstere Geschichte für zwischendurch funktioniert Insel der Ratten für mich gut.
Rezensionen von carola1475:
Lesenswerter Krimi mit ungewöhnlichem Setting und unterschwelliger Spannung
Die Stille kennt deinen Namen von Petra Ivanov
'Die Stille kennt deinen Namen' ist der Auftaktband einer neuen Reihe der bekannten Schweizer Autorin Petra Ivanov. Die Gebärdensprachdolmetscherin Bella Kron ist die ungewöhnliche Protagonistin des Krimis und hat es in ihrem ersten Fall mit der gehörlosen Christina Sartori zu tun. Die selbstbewusste und erfolgreiche Spitzenköchin wird seit über vier Monaten gestalkt, erhält Waren geliefert, die sie nie bestellt hat und erhält ununterbrochen Nachrichten, aus denen ersichtlich ist, dass sie ständig beobachtet wird.
Wer der Stalker ist, weiß sie nicht. Bella übersetzt für Christina bei der Polizei und einer Beratungsstelle.
Erzählt wird aus Bellas Ich-Perspektive, so teile ich ihre Gedanken und Gefühle und auch Details ihres familiären und beruflichen Hintergrundes machen sie sehr nahbar. Christinas Verzweiflung und der Druck, unter dem sie steht, sorgen bei Bella für einen Konflikt zwischen professioneller Distanz und menschlicher Verantwortung, einen Konflikt, dem sie vor Jahren schon einmal erlebt hat. Die Gefühle beider Frauen haben mich berührt und wie sich Bellas Sicht auf Christina entwickelt, finde ich psychologisch überzeugend.
Bella beginnt zu ermitteln, unterstützt wird sie von ihrem Vater, einem pensionierten Polizisten. Die Autorin versetzt Bella geschickt in die Lage, Christinas Gäste und Mitarbeiter kennen zu lernen und nach verdächtigem Verhalten zu suchen. Bella schaut genau hin, ist fokussiert und berücksichtigt auch den Hintergrund, wie sie es auch bei der Arbeit macht.
Die Figurenzeichnung überzeugt auch bei Nebencharakteren, alle Personen sind glaubhaft und treten authentisch auf, sind mir sympathisch oder eher nicht. Ich habe gern mitgerätselt, konnte mich aber nicht auf eine verdächtige Person festlegen.
Petra Ivanovs Schreibstil ist klar, lebendig und fesselnd. Die Autorin war selber als Dolmetscherin tätig und hat gut recherchiert, sie vermittelt nicht nur Informationen über Leben und Herausforderungen Gehörloser, sondern auch über das aktuelle Thema Stalking, die beängstigende Ohnmacht und Belastung, die es für Betroffene bedeutet.
Zürcher Lokalkolorit und die atmosphärische Darstellung des idyllischen Braunwalds sind verlockend, ebenso die Möglichkeit, sich über Links Christinas Rezepte und einzelne beschriebene Gebärden anzusehen.
Das Cover mit den ansprechenden Farben, dem großen, universellen Handzeichen für 'Stop' und Christinas hell erleuchtetem Restaurant macht neugierig auf das Buch und gefällt mir. 'Die Stille kennt deinen Namen' hat mich mit ungewöhnlichem Setting, unterschwelliger Spannung, überraschender Wendung und logischer Auflösung sehr gut unterhalten.
Rezensionen von Annaja:
Die Neugier wecken
Natur und Technik - Das Duden Kinderlexikon von Anke Peterson; Svenja Ernsten
Der Kinder Duden Lexikon "Natur und Technik" von Anke Peterson und Svenja Ernsten ist ein tolles Wissensbuch, bereits geeignet für die Kleinen ab 5 Jahren. Es bietet einen sehr großen Umfang an Themen zum Vorlesen, Selbst lesen, Fragen stellen und zum Nachschlagen und Anschauen.
Es werden insgesamt 350 Begriffe erläutert und für jeden Buchstaben gibt es eine eigene Seite.
Eine tolle Wirkung dabei erzielt der Mix aus den verschiedenen Fotos, Wow Effekten sowie Zeichnungen. Dazu gibt es diverse Boxen mit Infos zu den Themen. Neben all diesen Verzeichnissen gibt es noch so spezielle "Entdeckerseiten" , "Entstehtseiten" und "Funktioniertseiten", die sehr gut Wissen vermitteln und Kinder auf eine spannende Suche und Entdeckertour einladen.
Das umfangreiche Buch ist sehr ansprechend gestaltet und verfügt über einen hochwertigen, festen Einband.
Ein sehr unterhaltsames und informatives Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.
Rezensionen von Igela:
23 Erfahrungen...
Club der roten Bänder von Albert Espinosa
Von seinem vierzehnten bis zu seinem vierundzwanzigsten Lebensjahr war Albert Espinosa krebskrank.
Während seiner Erkrankung wurde eines seiner Beine amputiert, er verlor einen Lungenflügel und Teile seiner Leber. Seinen Humor und die Hoffnung hat er hingegen nie verloren.
Im Krankenhaus gründet er den Club der roten Bänder und nimmt mit der Gruppe der Haarigen den Kampf gegen einen, manchmal unschlagbaren, Gegner auf: den Krebs.
Im Vorwort beschreibt der spanische Schauspieler Eloy Azoryn den Autor und Regisseur Albert Espinosa. Hier wird schnell klar, dass dieser ein aussergewöhnlicher Mensch ist. Vor allem ein Mensch, der es gewohnt ist zu kämpfen und über sehr viel Menschenkenntnisse verfügt.
Dieses Buch ist keine Geschichte und enthält keine aufbauende Handlung. Am ehesten würde ich die Geschichte in "Tatsachenberichte" einreihen. Wobei es auch da nicht ganz richtig an seinem Platz scheint.
Ist es ein Selbsthilfebuch?
Egal, ich erzähle euch lieber, wie ich mich beim Lesen und vor allem danach gefühlt habe. Ich war beeindruckt und riesig froh, an keiner lebensbedrohlichen Krankheit leiden zu müssen.
Mir gingen einige der 23 Erfahrungen, die Albert Espinosa beschreibt und so erlebt hat, unter die Haut. Ich denke, es ist essentiell die Serie "Der Club der roten Bänder" gesehen zu haben. So kann man mit gewissen Ausdrücken (Zum Beispiel "Die Gelben") etwas anfangen. Dieser Ausdruck wird nämlich erst in einem der letzten Kapitel erklärt, findet jedoch zuvor immer wieder Erwähnung.
Mir haben teilweise "handfeste" Erlebnisse gefehlt. Oft sind die Lebensweisheiten etwas abstrakt und hätten mit Beispielen, Erlebnissen oder Erzählungen aus dem Gesundheitsprozess oder dem Krankenhausleben mehr Tiefe bekommen. So sind es oft Ratschläge und Tipps im Umgang mit Pflegern, der Arztgefolgschaft und der Krankheit, was ja grundsätzlich gut ist. Anschaulicher wäre das Ganze mit Passagen, die diese untermalen, gewesen.
Ab und zu ist der Humor nah an der Grenze makaber zu sein. Das ist etwas, was mir grundsätzlich gefällt und da eigene Gedanken vom damals krebskranken Albert Esposina einfliessen, willkommen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Viel Edgar Selge, wenig Jura
Juras letzter Winter,1 Audio-CD, 1 MP3 von Edgar Selge
Schon in seinem vorigen Buch "Hast du uns endlich gefunden" hat der Schauspieler und Autor Edgar Selge den Kontakt mit einem Jungen, damals seinem jüngeren Ich, gesucht und dabei unter anderem die NS-Vergangenheit seiner Familie aufgearbeitet und in Bezug zu sich gesetzt. In ähnlicher Weise geht es nun in "Juras letzter Winter" weiter.
Nur, dass der Junge, um den es geht, diesmal nicht sein eigenes jüngeres Ich ist, sondern der 16-jährige Leningrader Jugendliche Jura Rjabinkin, der dort während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht im Jahr 1942 verhungert ist.
Es ist ein großes Verdienst des Autors, auf dieses schwere Kriegsverbrechen, das noch immer nicht überall Teil des Geschichtsunterrichts und des öffentlichen Gedächtnisses in den deutschsprachigen Ländern ist und bei dem der Hungertod von geschätzt über einer Million Zivilisten bewusst und absichtlich herbeigeführt wurde, mit seinem Buch eindringlich aufmerksam zu machen.
Edgar Selge geht in Dialog mit Jura, in einer Form, die weit über die überlieferten Tagebuchauszüge hinausgeht. Das macht das Buch einerseits lebendig und weitaus interessanter, als vermutlich eine Darstellung näher an den reinen Überlieferungen gewesen wäre. Wir erfahren auch so einiges über die historischen und biografischen Hintergründe und auch über das weitere Schicksal nicht nur Juras, sondern auch der Schwester Ira und der Mutter der beiden Kinder. Dabei stellen sich auch viele existenzielle Fragen des Menschseins und der jugendliche Jura, der nicht fassen kann, dass die fremde Armee die Stadt umzingelt, aber nicht einmal kämpfen will, um sie einzunehmen, und dass sie ihn und die anderen Menschen dort als so wertlos ansehen, dass sie sie lieber verhungern lassen, als sie für Zwangsarbeit einzusetzen, kommt uns nahe.
An vielen Stellen nimmt sich der Autor andererseits aber auch die künstlerische Freiheit heraus, sich recht weit von Jura und seinem Tagebuch zu entfernen. Ausführlich schwelgt er in Details zu eigenen Lebenserinnerungen, bei denen nur sehr entfernt und mit viel Fantasie eine Verbindung zu Jura und seinem Schicksal erkennbar ist, was der Autor im fiktiven Dialog zwischen dem verstorbenen Jungen und sich selbst auch durchaus immer wieder thematisiert.
Das empfand ich beim Hören des Hörbuches als unnötig abschweifend und ziemlich selbstverliebt und hätte mir stattdessen mehr Fokus auf Juras Schicksal und die Umstände in Leningrad gewünscht, denn diese interessieren mich weit mehr als Schwänke aus der Jugend des Autors. Auch habe ich mich während dieses Dialogs immer wieder gefragt, was daraus man wohl wirklich plausibel aus den vorhandenen Tagebucheinträgen (von denen der Autor manche vorstellt, aber eben nur relativ wenige) über die Persönlichkeit von Jura folgern kann und was wohl eher der Fantasie des Autors entspringt. Ich bin froh, dass der Autor mir Jura und sein Schicksal vorgestellt hat, doch ich wünschte, er hätte es mit etwas mehr Fokus auf dessen Leben und etwas weniger Selbstbezogenheit getan.
Als Hörbuch, sensibel und authentisch selbst eingesprochen vom Autor, kann ich es aber durchaus empfehlen, da man sich dabei dem Autor und seinem Selbstfindungsprozess im fiktiven Dialog mit dem verstorbenen Jura nahefühlen kann und auch mitfühlt, was ihm nahegegangen ist und ihn erschüttert hat. Damit spürt man beim Hören auch selbst viel Erschütterung über die damals vorherrschenden Gleichgültigkeit, den erbarmunglosen Rassismus und den daraus resultierenden Völkermord, was hoffentlich dazu beitragen kann, sich dafür einzusetzen, dass sich so etwas nicht wiederholt.
Rezensionen von begine:
Jüdische Schicksale
Klassenfoto 1937 von Kristina Milz; Julia Schneidawind
Kristina Milz und Julia Schneidawind haben gemeinsam das Buch Klassenfoto 1937 gestaltet.
Sie haben nach den Schicksalen der jüdischen Schulklasse geforscht.
Sie haben ein Foto gefunden und ein er der Schüler hat ein Tagebuch geführt.
Durch Interviews Überlebender wird alles so intensiv dargestellt.
Es waren die Kinder die das alles nicht überlebt haben.
Familien denen die Flucht gelang, hatten in den Ländern auch ziemliche Probleme.
Das Buch ist gut gemacht.
Allerdings konnte ich es nur in kurzen Dosen lesen.
Rezensionen von PC69:
Spannend bis zum Ende
Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel
Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel ist ein sehr spannender und fesselnder Thriller, der mich von Anfang an neugierig gemacht hat. Schon die ersten Seiten haben eine Geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Spannung im Laufe des Buches immer weiter aufgebaut wurde.
Es gibt viele Fragen, Geheimnisse und unerwartete Wendungen, wodurch man als Leser immer wieder ins Grübeln kommt. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, da ich das Ende kaum erwarten konnte.
Die Figuren sind authentisch gestaltet, und machen die Geschichte noch spannender. Die Handlung ist abwechslungsreich und bleibt bis zum Ende aufregend.
Das Cover fällt einem sofort ins Auge, und passt perfekt zum Buch
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Ich kann es jedem empfehlen, der auf spannende Thriller steht.
Rezensionen von AndilesOnaut:
Ein Winterbuch zum Mitmachen
Wichtel-Yoga im Winterwald. Bilderbuch von Gabriele Pohl
„Wichtel-Yoga im Winterwald“ ist für mich mal etwas anderes als ein normales Bilderbuch. Die Kombination aus einer kleinen Wichtelgeschichte und einfachen Yogaübungen hat mir richtig gut gefallen.
Statt nur gemeinsam auf dem Sofa zu sitzen, können die Kinder immer wieder selbst aktiv werden.
Die Wichtel zeigen verschiedene Übungen, die sich gut in die Geschichte einfügen und ohne großen Aufwand ausprobiert werden können. Dadurch wird das Vorlesen zwischendurch zu einer kleinen Bewegungspause.
Besonders schön finde ich die winterliche Stimmung. Die Bilder passen sehr gut zur Geschichte und machen das Buch schon beim ersten Durchblättern zu einem echten Hingucker. Der Wald mit seinen Wichtel wirkt gemütlich und lädt dazu ein, sich die einzelnen Seiten in Ruhe anzuschauen.
Ich mag Bücher, bei denen Kinder nicht nur zuhören müssen, sondern selbst etwas machen können. Genau das funktioniert hier für mich richtig gut. Man kann die Übungen gemeinsam ausprobieren, ein bisschen herumalbern oder einfach schauen, was die Wichtel als Nächstes machen.
Gerade für die kalte Jahreszeit finde ich das Buch deshalb schön. Es bringt ein wenig Bewegung in den Alltag und gleichzeitig eine gemütliche Wintergeschichte mit. Dabei muss man meiner Meinung nach auch kein Yoga-Profi sein...hier geht es ganz klar um den Spaß an der Bewegung.
Insgesamt ein liebevoll gestaltetes Mitmachbuch, das bei uns für Abwechslung sorgt! Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen.
Rezensionen von LeserinLu :
Großartig
Nelka von Svenja Leiber
Svenja Leiber gehört schon länger zu meinen Lieblingsautorinnen und auch „Nelka“ hat mich wieder sehr berührt. Im Mittelpunkt steht die sechzehnjährige Nelka aus Lemberg, die verschleppt und zur Zwangsarbeit auf einen norddeutschen Hof gebracht wird. Mit ihrem Wissen über den Apfelanbau, das sie von ihrem Vater gelernt hat, wird Verwalter Marten nach dem Krieg erfolgreich.
Jahrzehnte später kehrt Nelka an diesen Ort zurück.
Leiber erzählt diese Geschichte unglaublich poetisch und herzzerreißend. Und trotzdem ist der Roman für mich gleichzeitig erstaunlich leicht und sogar ermutigend. Gerade diese Verbindung hat mir gefallen. Die Geschichte erzählt von Gewalt, Ausbeutung und Erinnerung, bleibt dabei aber nicht hoffnungslos. Besonders gefallen hat mir außerdem, dass „Nelka“ ein Kapitel der deutschen Geschichte in den Mittelpunkt stellt, über das ich in historischen Romanen bisher tatsächlich kaum gelesen habe. Das war schon bei Leibers letztem Roman so und auch dafür liebe ich die Autorin.
Ein wunderschön geschriebener und zugleich schmerzhafter Roman, der eine wichtige Geschichte erzählt und zum Nachdenken und Nachfragen anregt. Für mich wieder ein Beweis dafür, warum Svenja Leiber zu meinen Lieblingsautorinnen gehört.











