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Rezensionen von Anilam:

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Berlinerisch mit Humor erklärt

Berlinerisch von Lea Streisand

In dem Buch „Berlinerisch“ von Lea Streisand dreht sich alles um die Berliner Sprache – also um typische Wörter, Redewendungen und die Besonderheiten dieses Dialekts. Von „icke“ bis zu anderen Ausdrücken, die man vielleicht schon mal gehört hat (oder auch gar nicht kennt), wird erklärt, woher sie kommen und was sie eigentlich bedeuten.

Dabei geht es nicht nur um Sprache, sondern auch ein bisschen um die Kultur und die Eigenheiten der Berliner.

Der Schreibstil ist richtig locker und humorvoll. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, als würde mir jemand einfach ganz entspannt Berlinerisch erklären. Dadurch liest sich das Buch sehr angenehm und man kommt schnell durch die Seiten. Auch die Gestaltung des Buches hat mir sehr gefallen. Es ist schön aufgebaut und macht richtig Spaß beim Durchblättern und Lesen.

Ich selbst komme nicht aus Berlin und genau deshalb hat mich das Buch total abgeholt. Ich habe beim Lesen wirklich einiges Neues gelernt und viele Begriffe entdeckt, die ich vorher noch nie gehört habe. Gerade das fand ich super spannend, weil man so nochmal einen ganz anderen Blick auf die ''Sprache'' bekommt.

Für mich ist das Buch eine unterhaltsame und gleichzeitig interessante kleine Reise durch die Berliner Sprache. Gerade wenn man – so wie ich – nicht aus Berlin kommt, kann man hier viel Neues entdecken und dabei auch noch schmunzeln.

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Berlinerisch mit Humor erklärt
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Ungewöhnliche Idee, aber nicht ganz meins

M VS F von Johannes Ulbricht

„M VS F“ war für mich eine sehr ungewöhnliche Leseerfahrung. Die Idee hinter der Geschichte und die Themen rund um Manipulation, Wahrnehmung und Machtspiele zwischen den Figuren fand ich interessant und teilweise wirklich spannend. Besonders gegen Ende zieht die Handlung deutlich an und einige offene Fragen werden aufgelöst, was dem Ganzen noch einmal eine neue Perspektive gibt.

Gleichzeitig hatte ich beim Lesen immer wieder Schwierigkeiten, vollständig in die Geschichte einzutauchen. Realität und Einbildung verschwimmen oft, was zwar bewusst eingesetzt ist, für mich aber teilweise etwas anstrengend zu verfolgen war. Auch mit den Figuren bin ich emotional nicht richtig warm geworden.

Insgesamt ist „M VS F“ ein sehr besonderes Buch mit vielen ungewöhnlichen Ideen, das sicherlich polarisiert. Für mich war es eine interessante Erfahrung, auch wenn es mich nicht überzeugen konnte.

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Ungewöhnliche Idee, aber nicht ganz meins
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Eine Leiche zu Ostern

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola

In dem Buch „Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl“ von Fabio Nola begleitet man Commissario Salvatore Gaetano, der über Ostern eigentlich nur Zeit mit seiner Familie verbringen möchte. Doch als im Hafen von Neapel eine Wasserleiche gefunden wird, ist es mit der Ruhe schnell vorbei und er steckt schneller wieder mitten in einer Ermittlung, als ihm lieb ist.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Man kommt schnell rein und lernt Gaetano direkt in seinem Umfeld kennen – zwischen Familie, Traditionen und dem ganz normalen Alltagschaos. Gleichzeitig baut sich durch den Fund der Leiche langsam Spannung auf. Besonders die Atmosphäre rund um Neapel fand ich dabei sehr gelungen beschrieben. Ich habe richtig Lust nun dort Urlaub zu machen, aber bitte ohne Leiche!

Der Schreibstil liest sich angenehm leicht und flüssig. Die Szenen wirken lebendig und man kann sich vieles beim Lesen richtig gut vorstellen. Dadurch entsteht schnell ein Gefühl für die Umgebung und für die Menschen.
Auch die Figuren wirken authentisch. Gaetano hat mir besonders gefallen, weil er nicht wie ein typischer, übertriebener Ermittler dargestellt wird, sondern eher wie ein ganz normaler Mensch mit Familie und eigenen Gedanken.

Für mich wirkt das Buch wie ein Krimi, der nicht nur durch Spannung, sondern auch durch seine Atmosphäre und die Figuren lebt. Besonders für alle, die Geschichten mit italienischem Flair mögen, könnte dieses Buch interessant sein. ????

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Eine Leiche zu Ostern
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Gladiatoren, Vampire und eine starke Heldin

We Who Will Die von Stacia Stark

We Who Will Die spielt in einer ziemlich düsteren, brutalen Welt voller Intrigen, Machtspiele, Gladiatorenkämpfe und gefährlicher Vampire. Im Mittelpunkt steht Arvelle, die eigentlich nur ihren kranken Bruder retten will – und plötzlich gezwungen ist, an einer tödlichen Auslese teilzunehmen. Und das Ganze wird natürlich noch komplizierter, als es eh schon ist.

Mich hat das Buch auf jeden Fall überzeugt, für mich ein absolut gelungener Start der Reihe. Der Einstieg ist spannend und richtig intensiv und man ist sofort mitten drin. Der Schreibstil ist klar, flüssig und total angenehm zu lesen, auch wenn es stellenweise ziemlich hart zugeht. Vor allem die Mischung aus Action und Emotionen und dieser zusätzlichen dauernden unterschwelligen Bedrohung fand ich sehr gelungen umgesetzt.

Arvelle mochte ich total. Sie ist stark, aber nicht unverwundbar, macht Fehler und handelt oft aus purer Verzweiflung - viele ihrer Handlungen konnte ich total nachempfinden. Man fiebert richtig mit ihr mit. Auch das ganze Arena-Setting und die politischen Hintergründe machen neugierig auf mehr. Die Welt ist düster, teilweise gnadenlos, aber genau das passt einfach. Insgesamt wiegesagt ein wirklich spannender Fantasyauftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht – ich bin auf jeden Fall ziemlich neugierig!

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Spannung im zerstörten Berlin

Im Schatten der Ruinen von Peter Klisa

„Im Schatten der Ruinen“ hat mich definitiv überzeugt. Der historische Thriller spielt im zerstörten Nachkriegs-Berlin und schafft es mega gut, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen: Schwarzmarkt, Besatzungszonen, Misstrauen und Menschen, die einfach versuchen zu überleben.

Besonders gut gefallen hat mir die Hauptfigur Matthew Wallet.

Er ist ein eigenwilliger Ermittler mit Ecken und Kanten und kein perfekter Held, er hält sich vielleicht nicht immer an die Regeln, besitzt aber einen wunderbaren Gerechtigkeitssinn. Auch die anderen Figuren sind sehr lebendig gezeichnet – vor allem Klara und Heiner, deren Geschichte mich schnell mitgenommen hat.

Die Handlung ist spannend aufgebaut und verbindet Kriminalfall, historische Hintergründe und persönliche Schicksale sehr gelungen miteinander. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, sodass man ständig weiterlesen möchte. Gegen Ende zieht das Tempo noch einmal deutlich an und sorgt für ein richtig packendes Finale.

Neben der Spannung fand ich auch die historischen Details rund um Schwarzmarkt, Entnazifizierung und das Leben im Nachkriegs-Berlin sehr interessant. Man merkt, dass hier gründlich recherchiert wurde.

Das Ende lässt noch einige Fragen offen und macht definitiv Lust auf eine Fortsetzung. Ich würde sofort weiterlesen. Für mich ein richtig packender historischer Thriller und eine klare Leseempfehlung!

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Zwischen Chaos, Körper und Freundschaft

Zum ersten Mal von Gesina Demes; Annika Prigge

In dem Buch ''Zum ersten Mal'' erzählen zwei Freundinnen von ihrem Aufwachsen – von Pubertät, ersten Erfahrungen, Körperchaos, Freundschaft, Unsicherheiten und diesem ganzen Gefühlsdurcheinander, das irgendwie dazugehört. Es geht um kleine und große Momente, die einen prägen, auch wenn man sie damals vielleicht lieber vergessen hätte.

Der Schreibstil ist super leicht zugänglich. Man kommt sofort rein und kann den Geschichten total gut folgen, weil alles so ehrlich und direkt erzählt wird. Es fühlt sich eher wie eine lange Sprachnachrichten von einer guten Freundin, die einfach offen teilt, was sie erlebt hat.
Ich habe mich in vielen Gedanken und Situationen wiedergefunden – dieses Sich-schämen, dieses Vergleichen, dieses „Bin ich eigentlich normal?“. Genau das macht das Buch so stark: Man merkt beim Lesen, dass man mit vielen Gefühlen eben doch nicht allein ist.

Für mich ein sehr nahbares, ehrliches Buch über das Erwachsenwerden, das Mut macht und vieles ausspricht, worüber man früher vielleicht nicht laut gesprochen hat. Ich persönlich kann mir das Buch zum Beispiel als Geschenk für meine jüngere Schwester sehr gut vorstellen.

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Ein wunderschöner Einblick in Pessach für Kinder

Nadja und Elias feiern Pessach von Eva Lezzi; Anna Maria Praßler

In Nadja und Elias feiern Pessach geht es um zwei beste Freunde, die gemeinsam den Sederabend erleben – und ganz nebenbei lernt man, was dieses wichtige jüdische Fest eigentlich bedeutet.

Ich finde das Buch richtig schön gemacht. Es erklärt Pessach kindgerecht und ohne komplizierte Worte, sodass auch schon Vierjährige gut mitkommen.

Man begleitet Elias durch den Abend, entdeckt den Sederteller, die besonderen Speisen und versteht Schritt für Schritt, warum zu Pessach zum Beispiel keine Kekse im Haus sind. Das wird alles ganz natürlich in die Geschichte eingebaut und wirkt überhaupt nicht belehrend oder ähnliches.

Besonders toll finde ich die Freundschaft zwischen Nadja und Elias. Da geht es nicht um Unterschiede oder ''anders sein'' - sondern um Neugier, Offenheit und Miteinander. Genau so sollte interreligiöses Lernen aussehen – unkompliziert und auf Augenhöhe.

Auch die Illustrationen passen wunderbar zur Geschichte und machen das Ganze total toll lebendig. Für Familien, Kitas oder den Einstieg ins Thema Religion ist das Buch wirklich eine schöne Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen.

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Zwischen Schönheit und Schuld

Das schönste aller Leben von Betty Boras

In Das schönste aller Leben schreibt Betty Boras von zwei Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, deren Leben durch das Banat und durch Erwartungen an Schönheit und Anpassung miteinander verbunden sind. Während eine nach der Flucht nach Deutschland mit Schuldgefühlen kämpft, wird die andere im 18.

Jahrhundert für ihre Schönheit zum Opfer gesellschaftlicher Machtstrukturen.

Mich hat schon der Anfang komplett gepackt. Diese ehrlichen und absolut schonungslosen Gedanken über Schönheit und gesellschaftlichen Druck – das ist intensiv und tut teilweise richtig weh beim Lesen. Der Schreibstil ist unglaublich klar. Keine unnötigen Ausschmückungen, sondern starke Bilder, die sofort eine Wirkung auf mich hatten.

Was mir besonders gefallen hat: Wie fein das Thema Schönheit, Schuld und der Blick der Gesellschaft verhandelt wird. Man wird total zum Nachdenken angeregt, für mich immer ein Zeichen, dass das Buch bei mir gut Wirkung zeigt.
Ein sehr eindrucksvoller Roman über Herkunft, Muttersein und die Frage, was ein „schönes Leben“ eigentlich bedeutet. Es ist überhaupt kein leichtes Buch zum Mal eben weg lesen, dafür aber um mal wieder richtig ins Nachdenken gebracht zu werden.

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Zwischen Realität und Fantasie

Lola im Spiegel von Trent Dalton

Lola im Spiegel von Trent Dalton ist ein sehr intensiver und irgendwie richtig besonderer Roman über Identität, Trauma und darüber, wie sehr Kunst beim Überleben helfen kann. Erzählt wird die Geschichte eines siebzehnjährigen Mädchens, das mit seiner Mutter ohne festes Zuhause lebt und sich mit Zeichnungen, Fantasie und Gedanken so eine eigene kleine Welt schafft, um klarzukommen.

Der Roman verbindet ziemlich harte Themen wie Gewalt, Armut und Angst mit einer sehr poetischen, fast märchenhaften Sprache. Der Spiegel steht dabei nicht nur für Selbstfindung und Zukunft, sondern auch für die Risse aus der Vergangenheit. Besonders berührend ist die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die gleichzeitig total stark, aber auch kompliziert und schmerzhaft ist.

Richtig cool fand ich, dass im Buch immer wieder Illustrationen auftauchen. Die sind nicht nur Deko, sondern passen total gut zur Geschichte und machen die Gefühle der Protagonistin noch greifbarer. Dadurch fühlt sich das Ganze irgendwie wie ein Mix aus Roman und Kunstbuch an, was das Lesen nochmal intensiver macht.

Die Sprache ist sehr direkt, emotional und trotzdem immer wieder überraschend warm und humorvoll. Lola im Spiegel ist kein Buch, das man mal eben so nebenbei liest, aber genau deshalb bleibt es richtig lange im Kopf und geht einem ziemlich nahe.

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Eine gnadenlose Zeit

TINTE und SCHWERT – Verwandlung (Band 1) von Matthias Soeder

Tinte und Schwert entführt mitten in den Dreißigjährigen Krieg – in eine Zeit voller Glauben, Gewalt, Angst und Willkür. Anna und Jacob geraten zwischen religiösen Wahn, Machtinteressen und militärische Grausamkeit. Schnell geht es nicht mehr nur ums Überleben, sondern um Schuld, Moral und die Frage, ob man das Böse bekämpfen darf, indem man selbst schuldig wird.

Worte werden gefährlich, Entscheidungen haben Folgen, und nichts bleibt ohne Preis.

Der Schreibstil ist richtig gut und sehr angenehm zu lesen. Er ist direkt, flüssig und trotzdem detailliert genug, um sich alles gut vorstellen zu können. Die Spannung baut sich stetig auf – mal schleichend, mal sehr brutal – und lässt kaum Pausen zum Durchatmen. Gerade das Wechselspiel zwischen ruhigen Momenten und harter Gewalt hat mich ganz schön gepackt.

Besonders stark fand ich die Figurenzeichnung. Anna und Jacob wirken nicht perfekt. Sie sind menschlich, widersprüchlich und dadurch total greifbar. Ihre innere Zerrissenheit, ihre Zweifel und auch ihre Fehlentscheidungen machen die Geschichte sehr glaubwürdig. Gleichzeitig regt das Buch immer wieder zum Nachdenken an, vor allem über Macht, Religion und Verantwortung.

Alles in allem ein richtig starkes historisches Buch, das spannend ist, unter die Haut geht. Ich bin definitiv neugierig auf die Fortsetzung.

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Eine gnadenlose Zeit