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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katja K.:

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Vielleicht nichts wirklich Neues, aber was für ein Spaß!

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer

Dieses Buch bietet von der Story her nicht wirklich viel Neues, hat mir aber richtig Spaß gemacht. Es liest sich unglaublich leicht und schnell. Der Schreibstil ist so locker-flockig und witzig, dass ich an mehreren Stellen laut losgelacht habe, was mir bei Büchern nicht oft passiert. Noch im Nachhinein muss ich über manche Situationen kichern.

Die spritzigen Dialoge, die witzigen Vergleiche, die Situationskomik - all das wurde einfach toll umgesetzt!

Beide Charaktere waren mir sehr sympathisch und für mich in ihrer Persönlichkeit spürbar, auch wenn Parker etwas weniger greifbar blieb als Lainey und ich mir zum Ende hin etwas mehr Einsicht in seine Perspektive gewünscht hätte. Da ging dann alles doch recht flott. Die Tension zwischen beiden wurde richtig gut aufgebaut. Es gab nur zwei Spice-Szenen, die meiner Meinung nach gut beschrieben wurden, ohne die immer gleichen Formulierungen zu verwenden, die ich schon nicht mehr lesen kann.

Natürlich waren einige bekannte und absehbare Klischees und Tropes vertreten, aber ich wurde auch überrascht, wenn sich die Figuren bei Kleinigkeiten anders und reifer verhielten als erwartet. Das fand ich erfrischend und insgesamt hat für mich einfach das Gesamtpaket gestimmt. Vor allem habe ich nicht nur gelacht, sondern auch viel gefühlt und das macht für mich eine gute Story aus!

Fazit: Eine leichte Fake Dating-RomCom, die mich durch ihren guten, witzigen und gleichzeitig behutsamen Schreibstil und die Gefühlsentwicklung zwischen den Charakteren überzeugt hat. Ich freue mich auf Band 2!

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Vielleicht nichts wirklich Neues, aber was für ein Spaß!
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Schräg und toxisch oder einfach nicht mein Genre?

Woman Down von Colleen Hoover

Ich habe bislang ein Buch der Autorin gelesen, das mir schon nicht besonders gut gefallen hat, weil ich fand, dass ein Thema bagatellisiert wurde. Ich wollte ihr aber mit diesem Buch noch mal eine Chance geben und in ein anderes Genre hineinschnuppern. Nun bin ich etwas ratlos, weil ich das Buch wirklich richtig schlecht fand, mich aber auch frage, ob ich möglicherweise das Genre Romantic Thriller einfach nicht mag.

Ich fand die Toxizität in der Beziehung ganz schwer zu ertragen und es kam mir richtig "billig" vor, aber vielleicht gehört das bei dem Genre bis zu einem gewissen Grad auch immer dazu?

Definitiv kann ich sagen, dass mir der Beginn mit den Schilderungen zum Autorinnenleben und dem Cybermobbing ziemlich gut gefallen hat und ich optimistisch gestartet bin. Der Schreibstil ist nicht besonders anspruchsvoll, aber auf jeden Fall sehr flüssig und gut zu lesen. Sobald Saint seinen Auftritt hatte, kam mir die ganze Story total konstruiert vor und mir war völlig unverständlich, wie naiv sich die Protagonistin verhalten hat. Dass es hier um eine innere Ambivalenz geht im Love Triangle und Petra sich somit auch ambivalent und deshalb nicht immer ganz logisch verhält, ist klar, aber diese Ambivalenz wurde nicht nachvollziehbar dargestellt. Auch die Emotionen konnte ich nicht spüren und dadurch wirkte die ganze Story extrem platt.

Ich hatte dann zumindest mit einem großen Plot Twist gerechnet. Es kam aber lediglich eine unerwartete Wendung, alles andere lief genau so, wie ich es von Anfang an vermutet hatte. Das hat mich dann auch ziemlich enttäuscht. Ich hatte eigentlich nur deshalb weiter gelesen, weil ich dachte, dass das Buch ein interessantes Ende bereithält.

Fazit: Absolut nicht mein Geschmack, toxisches Verhalten, unglaubwürdige Charaktere. Möglicherweise ist es auch einfach nicht mein Genre. Ich kann auf jeden Fall keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.

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Schräg und toxisch oder einfach nicht mein Genre?
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Ganz süß, aber seltsam unbeholfen und holprig

One Date to Gold von Ivy Leagh

Ist der Hype gerechtfertigt? Meiner Meinung nach leider nicht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zugegebenermaßen ganz süß, aber ich habe erst einmal die Hälfte des Buches gebraucht, um halbwegs in die Geschichte hineinzufinden.

Zunächst einmal fand ich den Schreibstil nicht besonders fessend und musste das Buch immer wieder zur Seite legen.

Die Charaktere und ihre Interaktion habe ich anfangs sehr platt und oberflächlich erlebt, da direkt von Beginn an in völlig unpassenden Momenten sexualisierende Anspielungen gemacht wurden., ohne dass die Charaktere sich schon kannten. Das fand ich too much und auch unrealistisch. Und auch ich hätte die Charaktere gerne etwas kennengelernt, bevor ich mit nackten und vor allem harten Tatsachen in ganz willkürlichen Situationen konfrontiert werde.

In dem Buch waren außerdem einige Logikfehler, Zudem kam mir der Schreibstil teilweise seltsam unbeholfen vor und die Dialoge etwas holprig und konstruiert, vor allem auf Hunters Seite. Auch habe ich noch nie so seltsame Spice-Szenen gelesen. Am Ende war mir die Story dann zu kitschig.

Weshalb vergebe ich dennoch 3 Sterne? Das Olympia-Setting hat es mir angetan, die Atmosphäre wurde gut transportiert . Ich fand es spannend, etwas über das Snowboarden zu lernen. Außerdem entwickelten sich die Charaktere durchaus auf eine liebenswerte Art und Weise, so dass ich sie ins Herz geschlossen habe. Die jeweiligen Themen, die sie im Gepäck trugen, fand ich auch spannend und authentisch erzählt.

Mein Fazit: Dieses Buch hat mich nicht umgehauen. Ich hatte immer wieder Probleme, mich zum Lesen aufzuraffen. Dennoch vermittelt es eine schöne Winter- und Olympia-Atmosphäre und eine ganz süße Liebesgeschichte.

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Emotionaler Kater garantiert

Memories So Golden Like Us von Gabriella Santos de Lima

Das ist mein erstes Buch von der Autorin, da ich den ersten Band aufgrund der Content Note ausgelassen habe. Es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.

Was für ein emotionaler und fast poetischer Schreibstil! Manchmal war es mir fast ein bisschen viel und hat mich an Dawsons Creek erinnert, wo die ganz jungen Charaktere so weise, reif und reflektiert gesprochen haben, als würden sie aus einem klugen Buch zitieren.

Auch ähnelte sich der Ton, in dem Blairs und Connors Perspektive jeweils geschrieben war, durch diesen sehr eingängigen Schreibstil. Das fand ich etwas schade, weil ich die Unterschiede zwischen den Charakteren somit nur den Infos über sie entnehmen konnte, aber eben nicht ihrer eigenen Stimme im jeweiligen Kapitel.

Die Kritikpunkte sind jedoch klein angesichts meiner Begeisterung für dieses Buch. Ich habe wirklich mitgefühlt und mitgelitten. Besonders gut hat mir Blair gefallen und die Schilderung ihrer Trauerbewältigung, die ich sehr realistisch fand. Auch die Kombination mit ihrer Kunst hat dazu perfekt gepasst. Die feministischen Themen und das Bodyshaming sowie ihre Reaktion darauf haben mir ebenfalls ein sehr gutes Gespür für ihre Figur und ihr Erleben gegeben.

Connor blieb für mich dagegen blasser und passiver. Ich hätte gerne etwas mehr über seine Ecken und Kanten erfahren. Ich würde sogar sagen, es hätte gereicht, das Buch ausschließlich aus Blairs Perspektive zu erzählen.

Insgesamt passiert eigentlich von der Handlung her nicht besonders viel, jedoch ist die Innenansicht der Charaktere so intensiv, dass bei mir zumindest keine Langeweile aufkam und ich mittendrin war im Geschehen und in der Gefühlswelt. Auch ein paar Tränen sind geflossen und es gibt wunderbare Zitate zu Themen wie Trauer und Selbstliebe.

Fazit: Bei diesem emotionalen Buch über Trauerbewältigung und Liebe sollte man Taschentücher bereithalten. Es wird bei mir auf jeden Fall noch nachhallen und ich habe einige Zitate notiert.

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Etwas unausgereift und eher für zwischendurch

Rewrite My Rules | Emotionaler Liebesroman | New Adult Romance über Angst vor Gefühlen und Mut zum Neuanfang von Caro Müller

Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten. Ich habe deutlich gemerkt, dass es sich um einen Debüt-Roman handelt, da die Charaktere teilweise etwas vereinfacht dargestellt wurden, die Beziehung sich zu schnell entwickelte und ich vor allem immer mal wieder über den Schreibstil gestolpert bin und über die repetitiven inneren Monologe und Grübeleien der Charaktere.

Diese haben den Roman meiner Meinung nach unnötig in die Länge gezogen und Spannung herausgenommen.

Auf der anderen Seite habe ich auch das Potenzial gesehen. Gut hat mir gefallen, dass vor allem bei Casey durchaus eine Entwicklung festzustellen war, auch wenn sie mir als Protagonistin bis zuletzt ein wenig zu blass und abwartend war. Gegen Ende fand ich auch die Emotionen der Charaktere ganz gut spürbar. Jacobs Entwicklung hingegen fand ich nicht so hundertprozentig überzeugend. Das Setting in Kalifornien mochte ich sehr, ebenso die sympathischen Nebencharaktere, die Found Family-Vibes verströmt haben.

Insgesamt fehlte es mir an Tiefe und Spannung, welche auch durch die vermeidbaren ausführlichen und detailreichen Schilderungen gelitten haben. Ich war einfach nicht so gefesselt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Casey und Jacob weitergeht. Allerdings hatte ich auch nicht das Bedürfnis, das Buch abzubrechen.

Ich würde diese Romance eher für zwischendurch empfehlen, wenn man etwas Leichtes braucht oder eine Lektüre für den Strand.

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Etwas unausgereift und eher für zwischendurch
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Zarte Young Adult-Liebesgeschichte in einer Welt voller Intrigen und Adels-Dramen

Burnham Dynasty von Julie Marinello

Mir fällt es schwer zu beschreiben, wie dieses Buch auf mich gewirkt hat. Es war anders als erwartet – spannend und flüssig geschrieben, gleichzeitig hat die Liebesgeschichte für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum erhalten, obwohl sie sehr behutsam und durchaus authentisch beschrieben wurde. Dafür gab es ganz viel Drama um den Mord.

Ständig kamen neue Geheimnisse ans Licht und ich kam mir teilweise vor wie in einer Soap. Obwohl ich normalerweise die Erzählung aus mehreren Perspektiven schätze (vor allem allerdings bei Fantasy), waren es mir hier zu viele und ich empfand die Wechsel als recht willkürlich und unübersichtlich. Mir hätten die Perspektiven der beiden Hauptcharaktere Cathy und Josh gereicht. Diese beiden sind neben dem fesselnden und detaillierten Erzählstil aus meiner Sicht die große Stärke des Buches. Sie sind als Charaktere sehr liebevoll, vielschichtig und auch authentisch (vor allem Josh) gezeichnet. Manche Nebencharaktere hingegen wirken etwas klischeehaft. Ich habe das Buch zügig durchgelesen, was immer ein gutes Zeichen ist. Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt, auch wenn mir die ganzen Dramen um den Mord schlussendlich zu viel waren. Da hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können. Fazit: Bei diesem Roman handelt es sich um zarte und gut geschriebene Young Adult-Liebesgeschichte, die mit vielen Intrigen und Geheimnissen aus der Welt des Adels angereichert wird und stellenweise an einen Krimi erinnert. Ich kann sie vor allem Fans von solchen Genre- Mischungen empfehlen. Mir fällt es schwer zu beschreiben, wie dieses Buch auf mich gewirkt hat. Es war anders als erwartet – spannend und flüssig geschrieben, gleichzeitig hat die Liebesgeschichte für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum erhalten, obwohl sie sehr behutsam und durchaus authentisch beschrieben wurde. Dafür gab es ganz viel Drama um den Mord. Ständig kamen neue Geheimnisse ans Licht und ich kam mir teilweise vor wie in einer Soap. Obwohl ich normalerweise die Erzählung aus mehreren Perspektiven schätze (vor allem allerdings bei Fantasy), waren es mir hier zu viele und ich empfand die Wechsel als recht willkürlich und unübersichtlich. Mir hätten die Perspektiven der beiden Hauptcharaktere Cathy und Josh gereicht. Diese beiden sind neben dem fesselnden und detaillierten Erzählstil aus meiner Sicht die große Stärke des Buches. Sie sind als Charaktere sehr liebevoll, vielschichtig und auch authentisch (vor allem Josh) gezeichnet. Manche Nebencharaktere hingegen wirken etwas klischeehaft. Ich habe das Buch zügig durchgelesen, was immer ein gutes Zeichen ist. Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt, auch wenn mir die ganzen Dramen um den Mord schlussendlich zu viel waren. Da hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können. Fazit: Bei diesem Roman handelt es sich um zarte und gut geschriebene Young Adult-Liebesgeschichte, die mit vielen Intrigen und Geheimnissen aus der Welt des Adels angereichert wird und stellenweise an einen Krimi erinnert. Ich kann sie vor allem Fans von solchen Genre- Mischungen empfehlen.

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Feministische und fesselnde Neuinterpretation einer tragischen Figur

Medea von Rosie Hewlett

Als ehemalige Latein LK-lerin liebe ich die griechische Mythologie und doch habe ich gezögert, dieses Buch zu lesen angesichts der Dramatik und Grausamkeit von Medeas Geschichte. Ich bin sehr froh, dass ich mich dann doch dazu entschieden habe.

Denn diese Neuinterpretation, die einen Kontext für die komplexe Persönlichkeit und die unglaublich grausamen Taten Medeas liefert, ist durchweg fesselnd erzählt.

Sie lässt eine Kategorisierung in Gut und Böse nicht so einfach zu und das hat mich neben dem feministischen Aspekt, der Medea als Opfer patriarchalischer Strukturen darstellt, am meisten an der Geschichte fasziniert. Dass diese aus Medeas Sicht (in der Ich-Perspektive und im Präsens) erzählt wird, hat dies noch verstärkt. Ich habe mitgefiebert, gebangt und gelitten.

Die Sprache ist flüssig und atmosphärisch. Durchgängig hatte ich das Gefühl drohenden Unheils. Medea wirkt trotz der Innenschau immer schwer greifbar, etwas distanziert, was sehr gut zu ihrer Biografie und ihrem Charakter passt. Es ist deshalb nicht so, dass ich sie als Protagonistin direkt stark ins Herz geschlossen habe, aber ich hatte viel Mitgefühl, war gefesselt von ihrer Erzählung und habe trotz allem auf ein gnädiges Schicksal für sie gehofft.

Im Mittelteil gab es ein paar Längen, ansonsten ließ sich das Buch erstaunlich schnell und leicht lesen.

Mein Fazit: Bei diesem Roman handelt es sich um eine fesselnde Neuinterpretation der Geschichte Medeas für alle, die eine gewisse Faszination für die griechische Mythologie und für starke Frauen hegen.

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Authentisch, spicy und cozy

The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh

Dies war mein zweiter Roman von Kyra Groh und erneut war das Erste, was ich beim Lesen dachte: "Endlich mal wieder originelle, authentische Charaktere mit Ecken und Kanten!" Zu oft erscheinen mir die Protagonist*innen, gerade in Romance-Büchern, zu blass und weichgespült. Kyra Groh scheint die Fähigkeit zu besitzen, wirklich in ihre Figuren hinein zu schlüpfen und sich an ganz unterschiedliche Charaktereigenschaften und Konstellationen heranzuwagen.

Und während ich ihr letztes Buch ("Breakups and Butterflies") noch an manchen Stellen etwas langatmig fand, so war ich hier voll und ganz gebannt von der Story und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und so bildhaft humorvoll und sarkastisch, dass ich an manchen Stellen laut lachen musste. Es wird abwechselnd aus den (Ich-) Perspektiven von Jude und James erzählt, was mir die Charaktere auf eine schöne Art und Weise nahe gebracht hat. Ich habe gehört, dass einige Leser*innen Jude als anstrengend empfanden. Das teile ich nicht; ich fand sie im Gegenteil gerade toll in ihrer lauten, direkten und (nach)lässigen Art und ihrer Unverbindlichkeit. Das wirkte auf mich sehr authentisch. Wer kennt nicht ähnliche Menschen oder Eigenschaften von sich selbst oder aus dem Umfeld?! Alles schreit irgendwie nach "typischer ADHS" und doch möchte und kann man sie in keine Schublade packen. Jude wird selbst in ihren (teilweise absichtlich) "nervigen" Verhaltensweisen liebevoll dargestellt. James stellt zunächst scheinbar das Gegenteil dar mit seiner zurückhaltenden, brummeligen Art und seinem großen Bedürfnis nach Ruhe und Beständigkeit. Und doch haben beide mehr gemeinsam, als es anfangs scheint. Ich fand es berührend, ihre jeweilige Entwicklung und die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander mitzuverfolgen. Manches davon wird vielleicht überspitzt dargestellt, aber nicht unrealistisch. Auch die Nebenfiguren, wie Penn oder Olive, mochte ich sehr und finde insgesamt, dass der Roman ein sehr differenziertes Menschenbild vermittelt, das Stereotype aufbricht oder satirisch entblößt und mich sehr abgeholt hat.

Die Spice-Szenen sind hier äußerst präsent und explizit. Normalerweise bin ich nicht der größte Fan davon (die immer gleichen Formulierungen lassen mich schon oft gähnen), hier jedoch passen sie absolut zu den Charakteren und werden zudem auch gut beschrieben.

Abgesehen davon ist das Setting voller cozy Gilmore Girls-Vibes, die ein Wohlgefühl vermitteln. Ich freue mich schon jetzt darauf, im Frühjahr nach Lower Whilby zurückzukehren und dort zwei weitere Personen zu begleiten, die eine interessante Dynamik entwickeln dürften.

Mein Fazit: Ich bin begeistert. Wer eine humorvolle, freche und dennoch berührende Smalltown Romance mit authentischen Charakteren sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

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Cozy Haters to Lovers-Story

Two steps away - London Hearts 2 von Valentina Fast; Lorena Schäfer

Auch der zweite Band der London Hearts-Reihe hat mir unglaublich gut gefallen. Das Cover und der Titel haben mich direkt angesprochen. Sie versprechen eine moderne, von Konflikten und Ambivalenzen durchzogene knisternde New Adult-Story. Und das Buch hält, was das Cover verspricht. Der Schreibstil ist flüssig und locker, die Spannung zwischen Pippa und Ben knisternd und wir dürfen wieder in die wohlbekannten Cozy Vibes der Frauen-WG eintauchen.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Pippa fand ich schon im ersten Band besonders faszinierend. Sie ist eine sehr vielschichtige, zunächst einmal fassadär und unnahbar wirkende Person mit einer tragischen Vorgeschichte, die teilweise rigides und schroffes (Schutz-) Verhalten zeigt. Mit ihrer Ansprüchlichkeit und überheblichen Art eckt sie oft an. Ich fand es sehr schön und rührend, im Verlauf des Buchs ihre verletzliche Seite immer mehr kennenzulernen und ihre Persönlichkeitsentwicklung mitverfolgen zu dürfen, die sich von einer Orientierung an äußeren Bedingungen und Erwartungen hin zu einer bedürfnisorientierten und authentischen Lebensgestaltung und Identitätsfindung bewegt.

Ben wirkt von Beginn an recht sympathisch, hegt aber zunächst auch einige Gedanken gegenüber Pippa, die ich so nicht nachvollziehen konnte. Auch er macht eine Entwicklung durch, wobei ich mir bei ihm noch ein bisschen mehr Ecken und Kanten gewünscht hätte.

Am Anfang fliegen die Fetzen zwischen den beiden und eine ungeliebte Person aus Pippas Vergangenheit mischt auch noch mit. Die Szenen im Modelabel haben mir gut gefallen und ich fand es spannend, an diesem Arbeitsplatz hinter die Kulissen blicken zu dürfen. Ich mag es, wenn nicht nur die Liebesgeschichte im Zentrum des Buchs steht.

Mein Fazit: Auch dieser Band konnte mich begeistern. Er lässt sich unglaublich leicht lesen und hinterlässt ein wohliges Gefühl. Ich kann ihn allen Fans von Romance, New Adult und allgemein Wohlfühlromanen sehr ans Herz legen.

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Ein bisschen heile Welt zu Weihnachten

Weihnachten in Applemore - Roman (Das Erbe von Applemore 4) von Rachael Lucas

Dieses Buch ist erstaunlich leicht und schnell zu lesen angesichts der Tatsache, dass gar nicht so viel passiert. Es ist flüssig und irgendwie niedlich geschrieben und das ganze Dorf inklusive der beiden Hauptcharaktere Polly und Harry wird sehr liebevoll dargestellt. In mir hat sich ein richtig schöner, wohliger Weihnachtszauber entfaltet.

Wir begleiten aus der Beobachter-Perspektive abwechselnd Polly und Harry. Die beiden habe ich direkt ins Herz geschlossen, auch wenn es erwartungsgemäß kaum Tiefe in ihrer Persönlichkeit gab. Es gibt immer wieder Bezüge zu Pollys Geschwistern, denen bereits auch jeweils ein Buch gewidmet wurde. Insgesamt war die Story sehr vorhersehbar ohne große Überraschungen oder Wendungen. Dennoch konnte ich sie genießen. Mein Fazit: Wer eine leichte Weihnachtslektüre mit "Heile Welt"-Feeling sucht, wird bei diesem Roman fündig.

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