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Rezensionen von Nele33:

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bedrückend

Ein stilles Mädchen Eddie Feber von Karin Fossum

"Ein stilles Mädchen" der Autorin Karin Fossum ist der dritte Band um den Ermittler Eddie Feber. Eingelesen wurde das Hörbuch von dem Sprecher
Frank Stieren.

Das Hörbuch beginnt mit der Entführung der kleinen fast 6-jährigen Kandiz, die von ihrem Vater als vermisst gemeldet wird. Die Familie besteht nur noch aus Vater und Tochter, nachdem die Mutter an Krebs verstorben ist.

Nach einem selbstverschuldeten Unfall leidet der Vater unter enormen Schmerzen und ist kaum in der Lage sein Leben zu bewältigen.

Dieser Krimi besticht nicht durch Tempo, sondern durch eine dichte Atmosphäre, die tief in die menschliche Psyche eindringt und ein damit bedrückendes Szenario erschafft. Eddie Faber, selbst Vater vieler Kinder und einer Tochter in Kandiz Alter unternimmt alles in seiner Macht Stehende, um das Kind zu finden.
Gleichzeitig konnte ich als Hörerin gebannt erleben, wie es Kandiz mit ihrem Entführer in der einsamen Hütte in den norwegischen Wäldern ergeht.
Das Teilnehmen an den Gedanken von Kandiz hat dieses Buch wunderbar abgerundet. Alle Protagonisten wurden sehr gut charakterisiert und wirkten dadurch sehr lebendig und authentisch.

Frank Stieren als Sprecher empfand ich als tolle Besetzung. Durch seine exzellente Art wurde der Inhalt und die Atmosphäre hervorragend transportiert.

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bedrückend
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wahrlich düster

Düsteres Tal von Ruth Lillegraven

"Düsteres Tal" der Autorin Ruth Lillegraven ist der letzte angekündigte Band der Trilogie um Clara Lofthus. Schon die erste beiden Bände "Tiefer Fjord" und "Dunkler Abgrund" hatten mich begeistert, so dass ich um so gespannter auf das Finale war.

Clara lebt nun mittlerweile seit 5 Jahren mit ihrem Partner Axel und den Söhnen Nikolas und Andreas in Nairobi.

Ein wichtiger Tag steht bevor, der norwegische Entwicklungsminister kommt nach Nairobi kommt um sich die Schule, die Clara aufgebaut hat, anzuschauen und gleichzeitig über die weitere Förderung zu entscheiden. Kurz vor Ende der Veranstaltung kommt es zu einem Terroranschlag, bei dem der Minister ermordet wird. Clara kann einige Kinder retten, doch ein in Nairobi bleiben scheint ihr unmöglich und so verlegen sie ihren Lebensmittelpunkt wieder nach Oslo, wo Clara relativ schnell ihren alten Posten wieder angeboten kommt. Gleichzeitig wird die Leiche von Sabiya gefunden,
Es scheint, als würde Clara die Vergangenheit einholen, ihre Söhne sind von ihr enttäuscht und auch Axel bekommt eine Warnung vor Clara.

Mich hat der tolle Schreibstil der Autorin wieder schnell gefangen genommen und die Atmosphäre, die sie auch in diesem Band durchweg halten konnte, überzeugt mich komplett.

Die Entwicklung und die endgültige Auflösung sind absolut stimmig und ein würdiger Abschluss um Clara Lofthus.

Gerne möchte ich mehr von dieser Autorin lesen und freue mich schon auf neue Bücher von ihr.

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wahrlich düster
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komplex und spannend

Oxen. Interregnum von Jens Henrik Jensen

Mit "Interregnum", wurde der siebte Thriller der Oxen-Reihe von Jens Henrik Jensen veröffentlicht.

Hier handelt es sich um einen sehr komplexen, spannenden und ebenso aktuellen Thriller. Niels Oxen und Margarethe Franck werden von ihrem alten Chef Mossmann gerufen, um zu eruieren, ob der dunkle Danehof gerade wieder aufgebaut wird.

Ein Spitzenpolitiker wurde ermordet. Beinahe gleichzeitig erschüttert der Mord an einem jungen chinesischen IT-Studenten Kopenhagen. Die junge Polizistin, die mit dem auf den ersten Blick Selbstmord betraut ist, lässt allerdings nicht locker und kommt einem noch nie dagewesenen Politikum auf die Spur. Dafür benötigt auch sie die Hilfe des PET.

Mich hat die Nähe zur Realität, welche im Nachwort nachzulesen ist, sehr erschüttert und nachdenklich gemacht. Dieser Thriller zeugt von der sehr guten Recherchearbeit von Jens Henrik Jensen und seinem journalistischen Hintergrund.

Oxen und auch Margarethe haben in diesem Band auch so einiges an Privatem zu verarbeiten, was sich aber prima in den Fallablauf einfügt.
Ich bin begeistert von dem Thriller, selten ist ein siebter Band einer Reihe noch so voller Überraschungen wie Interregnum.

Eine klare Leseempfehlung von mir.

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komplex und spannend
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spannend

Safe Space von Sarah Bestgen

Sarah Bestgen ist mit "Safe Space" ein spannender und gleichzeitig sehr bedrückender Thriller gelungen.

Anna Salomon, eine junge Psychologin, tritt ihren neuen Job in einem Hochsicherheitsgefängnis an und ihre Aufgabe besteht darin, die Insassen, die grausamen Verbrechen begannen haben, zu therapieren und dabei eventuell auch noch zu resozialisieren.

Doch dies ist nicht ihr vordergründiges Ziel, in Wahrheit sucht sie unter den Insassen den Mörder ihrer Schwester, die bestialisch ermordet wurde. Als sie dann auch noch Botschaften bekommt, die ihr nur der Täter schicken kann, wird ihre eigene Seele an ihre Grenzen gebracht.

Der Einstieg in die Story war sehr gelungen, konnte ich mir doch schnell ein Bild von Anna und ihrem Arbeitsbereich machen. Auch ihre Gefangenen bzw. Klienten wurden äußerst gut eingeführt und charakterisiert.
Ihr Privatleben und damit ihre Beziehung fand ich stellenweise zu langatmig erklärt und teilweise relativ konstruiert.

Die beiden Zeitzonen, in denen die Geschichte spielt, werden durch die Tagebucheinträge von Sina, Annas Schwester sehr lebendig und gleichzeitig mysteriös. Die Autorin versteht es, falsche Fährten zu legen und dadurch Verwirrung zu stiften.

Nach ihrem hervorragenden Debüt mit "Happy End" wurden mit "Safe Space" meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, dennoch habe ich die Story gerne gelesen und empfehle das Buch gerne weiter.

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spannend
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überraschend

Wem du traust von Petra Johann

"Wem Du traust" der Autorin Petra Johann war für mich das erste Buch dieser Autorin, aber bestimmt nicht mein letztes.

Sofia, die 15-jährige Tochter von Susanne und ehemalige Ziehtochter von Eva verschwindet, nachdem sie auf Evas kleinen Sohn aufgepasst hat. Daniel, Evas Mann, hat die Jugendliche in der Nacht nach Hause gefahren, in dem sie aber augenscheinlich nicht angekommen ist.

Heidi wird mit der Suche betraut, auch wenn die Ermittlungen erstmal stockend beginnen, da Jugendliche erst einmal häufig als Ausreißer angesehen werden.
Es gibt im Verlauf viele Verdächtige und jede Verdächtigung scheint schlüssig. Besonders in den Fokus gerät Daniel, der als letzter mit Sofia zusammen war und anscheinend einiges zu verbergen hat.

Petra Johann ist mit "Wem Du traust" ein dichter und vor allem spannender Kriminalroman gelungen, der vor allem durch fehlende Längen positiv zu bewerten ist. Die einzelnen Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet, insbesondere die Gedanken und Zweifel von Eva, die sich im Laufe des Buches einstellen, werden super transportiert.

Die Autorin schafft es, mich mehrmals auf die falsche Fährte zu schicken und kann mit der Auflösung dann noch eine Überraschung aus dem Ärmel zaubern.

Ein toller Krimi, der von Anfang bis Ende fesseln kann.

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überraschend
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super unterhaltsam

Nemec & Wachtveitl: Das Münchner Kult-Duo von Stefanie Thyssen

Als absoluter Tatort Fan der ersten Folge, war es klar, dass ich das Buch über die beiden Münchner Kult Kommissare lesen muss. Früher war Sonntagabend immer um 20.15 Uhr Tatort Zeit, heute im Zeitalter des Streamings verschiebt es sich dann doch mehr auf andere Wochentage.

Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend und würdevoll gestaltet.

Die beiden Schauspieler kommen ausreichend zu Wort und erzählen herzlich Anekdoten über einzelne Folgen. Folgen, die manchmal beim Publikum auch hohe Wellen schlagen konnten oder leider gar nicht ankamen.
Die Tatortlandschaft hat sich mit den Jahren verändert, doch das Münchner Team war für mich immer eine große Konstante für qualitativ hochwertige Folgen und Fälle. Umso interessanter waren dann die Einblicke in die Hintergründe, die Zusammenarbeit mit der Polizei und die Meinungen der Schauspieler selber zu ihrem Kultstatus unter den Ermittlerteams.

Besonders gefällt mir der Aufbau des Buches, die Mischung aus Professionalität und privatem, welches die Autorin Stefanie Thyssen durch private aufnahmen der Schauspieler einfließen lassen hat.

Ein Buch nicht nur für Fans des Kult-Duos, sondern auch für Menschen, die sich für die Krimi-Reihe interessieren und ein wenig hinter die Kulissen schauen wollen.

Habe das Buch schon zu Weihnachten verschenkt und es kam sehr gut an. Klare Empfehlung.

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super unterhaltsam
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überraschend

Mathilde und Marie von Torsten Woywod

Der Debütroman „Mathilde und Marie“ von Thorsten Woywod spielt in dem kleinen Dorf Redu in den belgischen Ardennen.

Marie, die ziemlich kopflos aus Paris geflüchtet ist, trifft im Zug auf Jonina, die sie einlädt, ihr kleines belgisches Dorf zu besuchen.

Dieses Dorf ist ein großer Kontrast zu Maries Leben in Paris, aus dem sie geflüchtet ist.

Bei genauer Betrachtung scheint die Zeit in dem sogenannten Bücherdorf stehen geblieben zu sein. Zwar kennen die Leute Internet, Smartphone und Co, doch ist das World Wide Web nur 1 Stunde pro Tag nutzbar und die Menschen stehen sich näher, als die, die in der schnelllebigen, reiz überfluteten ihr Dasein verbringen müssen. Zusammenhalt und Empathie füreinander sind ein hohes Gut. Mathilde, die eher zurückhaltend wirkt, findet einen Platz in Maries Herzen und öffnet sich ihr. Es gibt eine Erklärung für ihr abweisendes Wesen zu Beginn der Freundschaft, die einen tiefen Blick in ihr Leben gibt.

Mathilde und Marie ist ein wunderbares Wohlfühlbuch, eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und an eine fast schon zu perfekte Welt. Genau in diese Welt konnte ich mich bei der Lektüre flüchten und dem Alltag für ein paar Stunden entfliehen. Dabei war der angenehme Schreibstil des Autors, toll zu lesen. Die Naturbeschreibungen haben mich gut mitgenommen und unterstützen die Atmosphäre des gesamten Buches.

Ein Buch für eine Pause und ebenso zum Reflektieren vom eigenen Umgang mit der Zeit und den Menschen.

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tolles Hörbuch

Before I met Supergirl von Rea Garvey

Das Hörbuch "Before I met Supergirl", die Autobiografie von Rea Garvey eingelesen von Simon Jäger hat mich mehr als positiv überrascht.

Ich mag Rea Garvey so wie er sich in der Öffentlichkeit gibt sehr, auch wenn er nicht unbedingt meine Musik spielt und ich seine Lieder nur aus dem Radio kenne.

Der Künstler gibt in dem Buch einiges an privaten Einblicken auf sein Leben in Irland, seine Familie und seinen langen und steinigen Weg bis zum Erfolg. Dabei ist er herrlich selbstironisch und zeigt stellenweise tiefschwarzen Humor. Das Irland der 80-iger Jahre und das Leben der Menschen dort wird genauso authentisch wie anscheinend auch ehrlich erzählt.

Besonders hat mich der tief verwurzelte Glaube der Familie Rea's fasziniert. Wer hier allerdings ein Blick hinter die Kulissen seines Erfolges erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein, dies könnte eine Fortsetzung der Autobiografie liefern, denn diese hier endet genau an dieser Stelle.
Stattdessen nahm ich an seinem Werden von Kind zum Erwachsenen mit all seinen Ängsten und Träumen teil.

Der Erzähler Simon Jürgen hat mir sehr gut gefallen und gibt dem Hörbuch eine passende Tiefe. Er betont an genau der richtigen Stelle und transportiert die Gefühle des Autors.

Von mir eine klare Hörempfehlung.

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tolles Hörbuch
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spannend und genial

Der Blutmacher von Elias Haller

Der "Blutmacher" von Elias Haller führt den Leser in grausame Tiefen der menschlichen Gewalt und dies alles Live im Internet. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn erst einmal dachte, schon wieder Live-Hinrichtungen, die habe ich in den letzten Jahren doch schon mehr fach gelesen.

Doch Elias Haller, wäre nicht Elias Haller, wenn er mit seinem Thriller nicht noch einmal ganz neue Wege beschreiten würde.

Der Mörder ist skrupellos, kalt und nicht leicht einzuordnen. Tara Kromberg kommt an ihre Grenzen und ist diesmal persönlich zu involviert, darum wird sie von dem Fall abgezogen. Tara lässt sich, wie bekannt sein sollte, nicht so leicht aufs Abstellgleis schicken und ermittelt auf eigene Faust, mit Unterstützung von Gabriel weiter.

Sie und Gabriel sind mittlerweile als Team zusammengewachsen und haben ein großes Potenzial hoffentlich noch einige Bände zu füllen.

Wie bisher alle Bücher von Elias Haller, hat mich auch "Der Blutmacher" äußerst gut unterhalten. Sein Scheibstil ist klar strukturiert und seine Charaktere entwickeln sich kontinuierlich von Band zu Band weiter. Dabei wird nie zu viel Augenmerk auf das Privatleben, aber dennoch genug, um eine Verbindung zu den Ermittlern aufbauen zu können.

Wieder einmal ein gelungener Thriller aus der Feder von Elias Haller.

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spannend und genial
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sehr gut

Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson

"Schwüre, die wir brechen" ist der zweite Band einer Reihe des Autorenduos und Ehepaares Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen.

Skandinavische Krimireihen sind mir die liebsten und wenn ich, wie hier bei dieser Reihe ganz tief in das Geschehen eintauchen kann, haben die Autoren alles richtig gemacht.

Als in Malmö eine übel zugerichtete Leiche gefunden wird, ohne Herz, dafür mit angenähtem Krokodilskopf weiß John Nordh als erfahrener Ermittler scheinbar sofort wohin die Reise der Ermittlungen ihn und seine Kollegin Svea Karhuu führen wird. Es bleibt nicht bei der einen Leiche und wieder spielen bizarre Objekte/Tierteile eine große Rolle. Die Ermittlungen gestalten sich spannend und dabei auch wendungsreich, sodass ich teilweise wirklich auf die falsche Fährte geschickt wurde.

Das Privatleben von Svea und John spielt auch in diesem Band eine große Rolle, zweifelt John doch an dem Unfalltod seiner Frau und meint etwas Entscheidendes zu entdecken. Bei all den privaten Problemen müssen sich die beiden immer noch zu einem Team zusammenfinden.

Insgesamt eine gelungene Fortsetzung mit einem noch ausbaufähigem Team.

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sehr gut