Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemama:
Melodys Bild
Melody von Martin Suter
Zum Buch:
Tom Elmer, 34 Jahre, ist bzw. war ewiger Student und hat sich ein schönes Leben gemacht. Bis sein Vater starb und nichts als Schulden hinterließ. So musste Tom sich eine Arbeit suchen. Diese fand es nach etlichen Absagen am Zürchersee bei Dr. Peter Stotz. Dort soll er Nachlass regeln.
Er stolpert immer wieder über Bilder einer wunderschönen Frau, Melody. Deren Geschichte erzählt Dr. Stolz nach und nach.
Meine Meinung:
Mein erster "Suter", aber ganz gewiss nicht mein letzter. Mich hat der Schreibstil gleich in seinen Bann ziehen können, ich wollte immer weiter lesen. Die Kapitel sind recht kurz, die Geschichte war sehr unterhaltsam, spannend und überraschend. Dr. Stotz war ein besonderer Charal, sehr gesprächig, aber nur wenn er wollte. Er hatte seine Bediensteten gut im Griff, auch Tom. Was mit Melody geschah wird langsam aufgebaut, das Ende allerdings fand ich ein wenig abrupt, fast schon überzeugt. Dennoch konnte mich die Geschichte gut unterhalten und ich werde auf jeden Fall noch ein Buch des Autors lesen.
Wo die Liebe hinfällt
Wo der Seewind flüstert. Die St.-Peter-Ording-Saga von Tanja Janz
Zum Buch:
Gelsenkirchen 1959, die siebzehnjährige Sabine hat gerade ihren Abschluss in der Hauswirtschaftsschule gemacht, der Sommer beginnt und sie ist in dem Freund ihres Bruders verliebt. Zusammen mit ihrer Freundin Rita, ihrem Bruder Rolf und Gino wollen sie an den Gardasee fahren.
Dann kommt ein Brief ihrer Tante aus Sankt Peter, sie braucht dringend Hilfe. Also ist anstatt Gardasee die Nordsee angesagt.
Meine Meinung:
Ich brauchte ein bisschen bis ich in die Geschichte reinfand, die altmodische Sprache, Sabine, die sofort zu ihrer Tante fuhr ohne sich zu grämen, sowas wäre heutzutage gar nicht mehr denkbar. Aber es ist eine schöne Geschichte über Hilfsbereitschaft in der Familie und über die erste Liebe und Pläne für die Zukunft. Es hat sich teilweise ein bisschen gezogen, wie schon erwähnt fand ich die altmodische Sprache teilweise etwas anstrengend, oftmals musste ich über die Sprüche aber auch lachen.
Es war ein schöner, ruhiger Unterhaltungsroman über das Erwachsen werden und über Verantwortung, hat mich gut unterhalten können.
Sehr berührend und intensiv
Morgen und für immer von Ermal Meta
Zum Buch:
Kajan lebt mit seinem Großvater in einem kleinen Bergdorf in Albanien. Dann kommt ein deutscher Deserteur in das Dorf, Cornelius. Cornelius gibt Kajan Klavierunterricht, der Junge ist unglaublich begabt und wird nach dem Krieg ein großer Konzertpianist. Dann verliebt er sich in Elizabeta, was seiner Mutter überhaupt nicht gefällt.
Kajan flieht in die USA.
Meine Meinung:
Das Cover finde ich nicht so ansprechend, es sah ein wenig langweilig aus. Aber die Geschichte konnte mich dafür umso mehr packen, eine sehr detaillierte und unglaublich berührende Geschichte über die Geschichte. Ein wunderschöner Schreibstil, sehr flüssig zu lesen, man fühlte richtig mit. Wirklich ein gelungenes Debüt, ich habe es sehr gerne gelesen. Mich hat die Geschichte von Kajan und Elizabeta sehr berührt, es wird nichts beschönigt oder romantisiert, es ist wie es ist. Sehr gut recherchiert, sehr glaubhaft erzählt und unterhaltsam. Trotz der schweren Zeit die Kajan erlebt hatte. Manchmal blieb Kajan aber ein wenig zurück, er hätte mehr Präsenz verdient. Aber mich hat es gut unterhalten.
Jessileinchen hat keine Angst
Jessi, die Raubhäsin (Klein, aber oho!) von Kai Lüftner
Zum Buch:
Jessi hat keine Angst, vor nichts und niemandem. Sie ist eine Raubhäsin und nimmt es mit jedem auf, ob Fuchs oder Schlange. Dann ist das Meerschweinchen in Gefahr und Jessi rettet es und vorbei ist es mit dem Räuberleben. Warum? Das erfahrt ihr in dem Buch
Meine Meinung:
Ich war auf den ersten Blick von dem wunderschöne Cover begeistert.
Die Geschichte ist süß, es geht um Freundschaft und Mut. Dazu noch die zauberhaften Illustrationen und das einfach zuckersüße Jessileinchen. Jessi lebt in einem Stall und denkt, das kann nicht alles sein. So macht sie sich auf den Weg und was sie alles erlebt ist spannend und abenteuerlich.
Der Text ist unterschiedlich lang, mal sind es nur ein paar Zeilen, mal eine ganze Seite, aber der Text ist immer in Reimen, das kam bei dem zuhörenden Kind sehr gut an, wie alle gereimten Kinderbücher. Es macht schon beim Vorlesen richtig viel Freude, man kann auf den Bildern viel entdecken und Freundschaftsgeschichten gehen schon bei den jüngsten LeserInnen.
Ghostwriterin und andere Geister
Dead Romantics von Ashley Poston
Bewertet mit 3,5 Sternen
Zum Buch:
Florance Day ist Ghostwriterin für eine berühmte Liebesromanautorin, aber seit vor einem Jahr ihre große Liebe in die Brüche ging, glaubt sie nicht mehr an die Liebe und schafft es einfach nicht den Liebesroman mit einem Happy End zu beenden. Daher bekommt sie Probleme mit dem Lektor, der unbedingt ein Happy End möchte und sie unter Druck setzt, das Buch endlich fertigzustellen.
Und dann ist da noch die Sache mir den Geistern bzw. den Verstorbenen, die Florance sehen und hören kann.
Meine Meinung:
Die Story fing ganz gut an, humorvoll und unterhaltsam, man lernt die Chataktere kennen. Dann verstirbt Florance Vater und die Geschichte schweift dermaßen ab, das ich tatsächlich teilweise Probleme hatte sie noch ernst zu nehmen. Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, kurze Kapitel und das Verlagswesen ist schon interessant. Stellenweise war es mir aber auch ein wenig zu ausschweifend und langatmig. Im großen und ganzen ist es nette Unterhaltung, ich hatte wohl nur was anderes erwartet.
Wie ein langer Brief
Wo du mich findest von Anne Barns
Zum Buch:
Sophie hat innerhalb von elf Monaten ihren Vater und ihre beste Freundin beerdigen müssen. Als sie auf Rügen Abschied von ihrer Freundin nimmt, trifft sie in einem Café einen Mann, oder besser gesagt, sein Hemd. Ein Kaffeefleck, ein kurzer Wortwechsel und ein paar Wochen später fängt sie an von dem Unbekannten zu träumen und Sophies Leben nimmt eine neue Wendung.
Meine Meinung:
Ich muss gestehen, ich wollte das Buch nur lesen, weil es von Anne Barns geschrieben wurde und ich ihre Bücher sehr gerne mag. Das Cover hat mich überhaupt nicht angesprochen, ist es doch so anders als ihre anderen Bücher. Und auch die Geschichte ist ganz anders, es liest sich seltsam, da es die ganze Zeit an eine Person gerichtet ist und die ersten gut 40 Seiten wusste ich auch echt nicht wohin es mich führt. Dann aber hatte es mich gepackt und ich konnte es zum Glück in einem Rutsch durchlesen. Es las sich wie ein langer Brief an eine geliebte Person und hat mich am Ende tatsächlich noch zum weinen gebracht. Eine gefühlvoll erzählte und sehr berührende Geschichte mit tollen Charakteren, die mir echt ans Jerz gewachsen sind.
Der Titel entspricht den Tatsachen
Keine gute Geschichte von Lisa Roy
Zum Buch:
Arielle Freytag ist in einem Essener Problemviertel aufgewachsen, ihre Mutter ist spurlos verschwunden als sie noch ein Kind war, sie lebte bei ihre Großmutter. Dennoch hat sie es "geschafft", sie lebt in Düsseldorf, ist erfolgreich in ihrem Beruf und trägt nur noch einfarbige Kleidung.
All das ist ihr wichtig. Bis sie wegen einer Depression in due Klinik musste. Kaum entlassen bekommt sie einen Anruf, ihrer Großmutter geht es nicht gut, sie soll kommen. So kehrt sie nach über zehn Jahren zurück nach Essen.
Meine Meinung:
Ich war sehr neugierig auf die Geschichte, Titel und Klappentext sprachen mich an. Aber als ich dann Anfing zu lesen dachte ich das ein oder andere Mal, hier ist der Titel Programm. Es ist wirklich keine gute Geschichte. Erstmal hat es unendlich lange Kapitel, dann ist es ein sehr gewöhnungsbedürftiger Erzählstil. Es scheint als erzählt sie alles ihrer Mutter, als Ich-Erzähler. Dann kommt ein Absatz und es wird in dritter Person erzählt. Solche Wechsel mag ich gar nicht. Hinzu kommt natürlich das es eine traurige Story ist, es werden ja schließlich zwei Mädchen vermisst. Soweit würde es ja noch gehen, aber Arielle wurde mir nie sympathisch sie denkt in erster Linie nur an sich. Letztendlich konnte mich die Geschichte trotz der Dramatik nicht packen und mir waren es auch zu viele Klischees. Es war einfach nicht mein Fall.
Ich mochte es
The Love Test – Versuch’s noch mal mit Liebe von Jenny L. Howe
Zum Buch:
Für Alison geht ein Traum in Erfüllung, sie darf am Promotionprogramm teilnehmen und zusätzlich wurde ihr auch noch eine Assistentstelle angeboten, einziger Wermutstropfen, ihr Ex Colin ist hat sich auch beworben.
An ihn hat sie keine gute Erinnerung, hat er ihr doch das Herz gebrochen.
Meine Meinung:
Normalerweise stört es mich echt wenn dabeisteht für LeserInnen von ... aber in diesem Fall hatte es schon Ähnlichkeit mit den Romanen von Ali Hazelwood. Nerdige Charaktere, schöner Schreibstil und eine romantische Story. Ich habe es jedenfalls sehr gerne gelesen. Es ist ein Liebesroman, das Ziel ist klar, der Weg ist es was die Geschichte ausmacht. Und der war schon Humor, romantisch und konnte mich auch berühren, auf jeden Fall konnten mich Alison und Colin gut unterhalten. Alison war manchmal etwas nervig, aber mal ehrlich, welche Protagonistin ist das nicht also meistens jedenfalls. Ich konnte mich jedenfalls gut fallenlassen und habe mich amüsiert, auch wenn ich mangels Literaturstudium oder mangels Interesse an Klassikern nicht alle Anspielungen auf die Texte verstand. Es ist Unterhaltung, fertig.
Taxifahrt
Dein Taxi ist da von Priya Guns
Bewertet mit 2,5 Sternen
Zum Buch:
Damani fährt Taxi (oder nennt man das Uber?) und versucht sich und ihre kranke Mutter über Wasser zu halten, denn mehr kommt bei den Fahrten nicht rüber. Mühsam versucht sie alle Rechnungen zu bezahlen. Dann steigt Jolene in ihr Auto und Damani möchte sie gerne wieder sehen.
Aber Damani hat noch nie ein weißes, reiches Mädchen gedacht.
Meine Meinung:
Mich sprach das Thema schon an, junge Frau dir ihre Familie ernähren muss, queere Liebe, Schere zwischen arm und reich. Aber die Umsetzung hat mir nicht so gefallen. Es war eine Vielzahl von Problemen, ob es Rassismus war, oder die eben schon erwähnte Schere zwischen arm und reich, gleichgeschlechtliche Liebe, krankes Elternteil, oder Klinawandel, Veganer Lebenstil , Lebensmittel. Alles wurde angesprochen und mehr oder weniger schnell abgehandelt. Mir kam es stellenweise vor als hätte die Autorin eine Liste was alles im Buch sein muss. Manchmal ist weniger einfach mehr und mir waren es zuviele Themen und sie unzulänglich behandelt. Es kam kein Verbindung bei mir an.
Stellenweise zog es sich
Das Haus an der Herengracht − Roman (Herengracht-Saga 2) von Jessie Burton
Zum Buch:
Amsterdam 1705, Thea ist eine dunkelhäutige junge Frau, feiert gerade ihren 18. Geburtstag. Zusammen mit ihrem Vater Otto und ihre Tante Petronella lebt sie in einem herrschaftlichen Haus am Herengracht. Allerdings macht das Haus nur nach außen etwas her, drinnen ist es leer, denn den Herrschaften fehlt das Geld.
Darum soll Thea heiraten damit wenigstens sie versorgt ist. Aber Thea hat andere Pläne ihre Liebe gilt dem Theater und da besonders dem Kulissenmaler Walter.
Meine Meinung:
Bei Das Haus an der Herengracht handelt es sich um eine Fortsetzung zu Die Magie der kleinen Dinge, welches ich allerdings nicht las. Meiner Meinung nach ist es auch nicht unbedingt notwendig. Vielleicht versteht man das mit den Miniaturen besser, aber ich fand die Geschichte auch so verständlich, aber auch stellenweise seht langatmig und unnötig in die Länge gezogen. Thea fand ich für die Zeit in der die Geschichte spielt ein wenig zu modern, ihre Liebe zum Theater konnte ich aber gut nachvollziehen. Was ihr passierte kann jedem jungen, verliebten Mädchen passieren, den Teil fand ich auch gut, auch wie sie sich dann weiter entschieden hat. Im großen und ganzen fand ich die Geschichte ganz unterhaltsam, nur eben teilweise zu sehr in die Länge gezogen.











