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Rezensionen von Pusteblümchen:

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Eine außergewöhnliche Familienkonstellation

Ein anderes Leben von Caroline Peters

Bisher war mir Caroline Peters nur als Schauspielerin bekannt. Mit diesem Roman gibt sie ihr Debüt als Autorin und schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass sie ebenso gut schreiben wie schauspielern kann.
Der Roman ist aus der Ich-Perpsektive von Hannas jüngster Tochter geschrieben. Hanna ist, obwohl sie bereits einige Jahre zuvor verstorben ist, die eigentlich Protagonistin dieses Romans.

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt und ein ganz außergewöhnlicher Charakter. Sie hat nacheinander ihre drei Studienfreunde geheiratet und von jedem eine Tochter bekommen.
Die Handlung beginnt mit der Beerdigung ihres letzten Ehemanns, bei dem sie alle gemeinsam gewohnt haben.
Das mag jetzt ein wenig verworren klingen. Aber Caroline Peters Schreibstil ist so klar, dass es ihr problemlos gelingt die Familienkonstellation gut sortiert aufzuzeigen.
Dennoch bleibt es eine ungewöhnliche Familie in deren Leben die Autorin ihre Leser mitnimmt. Es ist ein Familienleben, das vor allem durch die Figur der Hanna Fragen aufwirft, die nie gestellt und nie beantwortet wurden.
Es ist spannend in die Vergangenheit dieser ungewöhnlichen Familie einzutauchen und damit in ein Leben, das Vielfalt und Humor zeigt, aber auch nachdenklich macht.

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Eine außergewöhnliche Familienkonstellation
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Eine wundervolle Reise

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

Das Leben steckt manchmal voller Überraschungen und so ist es auch für Grace.
Grace ist bzw. war Mathematiklehrerin und nun befindet sie sich im Ruhestand. Ihr Leben ist trostlos, ihr Mann Karl und ihr Sohn Daniel sind verstorben und das Geld ist auch knapp. Völlig überraschend erbt sie von ihrer Kollegin Christina ein Haus in Spanien und sie bucht ein One-Way-Ticket nach Ibiza.

Damit beginnt eine wirklich magische Geschichte.

Grace ist eine sympathische alte Dame, die sich durch ihre Schuldgefühle und die Trauer um ihren viel zu früh verstorbenen Sohn aus dem Leben entfernt hat. Nun beginnt für sie eine neues Leben. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit und findet neuen Lebensmut.

Das Leben von Grace zeigt, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist und führt ihre Leser in eine magische Welt.
Matt Haig erzählt eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Seine Erzählweise zwischen Magie und Realität ist wieder einmal einfach einzigartig. Ich fand dieses Buch wundervoll und empfehle es gerne weiter.

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Eine wundervolle Reise
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Schwestern

Blue Sisters von Coco Mellors

Der Tod von Nicky verändert das Leben der drei lebenden Schwestern Avery, Bonnie und Lucky.
Die drei Schwestern sind vollkommen unterschiedlich, aber die Trauer um Nicky ist eine Gemeinsamkeit, die sie mehr vereint als alles andere.

Die Charaktere werden nacheinander eingeführt.
Avery ist Anwältin in London.

Bonnie war Boxerin, hat sich aber nach einer Niederlage aus dem Sport zurückgezogen. Lucky ist Model, war schon so ziemlich überall auf der Welt und Drogen sind ihr alles andere als fremd.
Avery, Bonnie und Lucky treffen sich ein Jahr nach Nickys Tod in New York, in ihrem Elternhaus, das verkauft werden soll.

Die Lücke, die Nicky hinterlassen hat und das sich dadurch verändernde Familiengefüge zwischen den Schwestern ist spürbar. Es wird im Wechsel aus der Perspektive der verbliebenen Schwestern erzählt und jede geht anders mit der Situation um. Das ändert aber nichts an der tiefen Verbundenheit, die zwischen ihnen besteht und an der gemeinsamen Vergangenheit, die sie auf ewig verbinden wird.

Der Roman beinhaltet viele Themen wie Gefühle, Verlust, Familie, Veränderungen, Zusammenhalt, Sucht, Trauer und Schmerz, die zum Leben einfach dazugehören. Bisher habe ich noch keinen Roman gelesen, der in dieser Deutlichkeit zeigt, wie Schicksalsschläge verbinden und verändern.
Coco Mellors hat dies gekonnt in Worte gefasst, berührt ihre Leser damit zutiefst, bringt sie zum Lachen und zum Weinen.

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Schwestern
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Giulia, Christi und Mattia

Das Schweigen meiner Freundin von Giulia Baldelli

In dem Roman wird das Leben von Giulia, Christi und Mattia geschildert.
Guilia ist zehn, als sie zunächst Christi und dann Mattia kennenlernt. Christi ist zunächst still und zurückhaltend, übt aber eine gewisse Faszination auf Guilia aus. Sie sieht sie nur in den Sommermonaten, wenn sie bei ihrer Großmutter ist, aber auch später kommt und verschwindet Christi immer wieder.

Hier wird über Jahrzehnte das Leben und die Entwicklung der Protagonisten geschildert, wie sie sich im Laufe des Lebens verändern und wie sich die Dynamik zwischen ihnen verändert.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und neben Giulia, Christi und Mattia gibt es weitere, die sie durchgehend begleiten. Da die Geschichte von Guilia erzählt wird, ist sie die stärkste Person, die für mich am besten zu greifen da.
Mir gefiel die Atmosphäre des Dorfes, die der 1990er Jahre und wie sie sich im Laufe der Zeit wandelt. Da ich in etwas in der gleichen Zeit, wenn auch an einem anderen Ort, aufgewachsen bin, konnte ich die Stimmung gut nachempfinden.

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Giulia, Christi und Mattia
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Der Weg eines Wassertropfens

Am Himmel die Flüsse von Elif Shafak

Mich hat schon lange kein Buch mehr so beeindruckt wie dieses. Die Autorin hat mich mit ihrem poetischen Schreibstil von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen.

Es geht um Wasser und die Reise eines Tropfens. Verwoben wird diese mit dem Leben von drei Protagonisten Narin, Zaleekhah und Arthur, die zu unterschiedlichen Zeiten, dem 19.

und dem 21. Jahrhundert, an unterschiedlichen Orten, der Themse und dem Tigris, leben.

Die Handlung lässt sich schwer wiedergeben, da alles über Raum und Zeit irgendwie miteinander verwoben ist.

Neben vielen wissenswerten Fakten, gibt es zahlreiche Weisheiten und poetische Worte über die es sich lohnt nachzudenken.

Es ist kein Buch, das man nebenbei liest, sondern eine gehaltvolle Lektüre, die erschreckt, traurig, spannend und interessant zugleich ist.

Ich möchte es als literarisches Kunstwerk bezeichnen und kann es nur empfehlen.

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Der Weg eines Wassertropfens
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Eine italienische Familiengeschichte

Das erste Licht des Sommers von Daniela Raimondi

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Norma, die direkt zu Beginn 1947 zur Welt kommt.
Ihre Mutter Elsa ist nicht das, was man eine liebevolle Mutter nennt, aber sie hat ihre Cousine und gleichzeitig beste Freundin Donata und eine liebevolle Beziehung zu ihrem Vater. Leider stirbt Donata viel zu früh.

Norma zieht es nach London, wo sie auch wieder auf ihren Kindheitsfreund Elia trifft.
Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von 1947 bis 2015 und wird nicht chronologisch erzählt. Die Autorin springt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und versteht es die Atmosphäre der jeweiligen Zeit einzufangen. Politische und wirtschaftliche Hintergründe fließen nebenbei in die Handlung ein. Die Nachkriegsjahre sind schwierig und die Schicksale bedrückend.
Durch detaillierte Landschaftsbeschreibungen wird die Atmosphäre der italienischen Provinz lebendig.

Es ist ein Familienroman, der sich über mehrere Generationen erstreckt, familiäre Herausforderungen beschreibt und die oft schwierigen Beziehungen zwischen den Charakteren authentisch wiedergibt.
„An den Ufern von Stellata“ ist der Vorgängerband, aber ich denke, dass Wissen aus diesem nicht unbedingt erforderlich ist und dieses Buch für sich stehen kann.

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Eine italienische Familiengeschichte
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Eine Liebe zwischen Büchern

Wir treffen uns im nächsten Kapitel von Tessa Bickers

Erin und James lernen sich zufällig kennen, indem sie sich über Notizen in verschiedenen Büchern austauschen, die sie über einen öffentlichen Bücherschrank tauschen. Ihre Nachrichten werden nach und nach persönlicher, gehen aber davon, es mit einem Fremden zu tun zu haben. Aber sie haben eine gemeinsame Vergangenheit….

Beide haben Probleme. Erin leidet unter dem Tod ihrer besten Freundin, hat Schwierigkeiten mit ihren Eltern und im Job. James trauert seiner Jugendliebe hinterher, kümmert sich um seine depressive Mutter und wurde zu seiner Schulzeit heftig gemobbt.

Der Austausch der Protagonisten über die gegenseitigen Buchempfehlungen ist eine wirklich innovative Idee der Autorin. Ob das wirklich so möglich ist und in einem öffentlichen Bücherschrank das jeweilige Buch niemals einem Falschen in die Hände fällt, ist natürlich fraglich.

Neben Erin und James spielt auch deren Familien eine große Rolle.
Ich habe zwar einige Mal gelacht, sehe es aber weniger als romantische Komödie, da zu viele andere Themen im Vordergrund standen und der Roman durchaus Tiefgang hatte. Dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen war es für mich ein sehr lesenswertes Buch.

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Komplex

Der Ire von Peter Mann

Ich habe schon so einige historische Romane aus der Zeit um den Zweiten Weltkrieg gelesen, aber dieser war komplett anders als alles was ich bisher kenne.
Die Handlung wird in wechselnden Kapiteln von dem irischen Doppelagenten Frank Pike bzw. Finn McCool und dem deutschen Offizier Adrian de Groot erzählt.

Beide haben ihre ganz eigene Erzählstimme und obwohl sie vollkommen unterschiedliche Geschichten erzählen, sind diese eng miteinander verwoben.

Die Handlung ist komplex, erschütternd, mysteriös und unglaublich aber auch ein wenig romantisch. Es ist ein Roman, der auf Fakten basiert und den sich kein Autor so ausdenken kann, ohne dass es den Eindruck machen würde, dass alles total überzogen ist.

Auch wenn mir die Existenz von Doppelagenten durchaus bekannt war, hat mich die Story fassungslos gemacht und ich habe mich immer wieder gefragt was hier der Wahrheit entspricht.
Mit dem Wissen, dass dieser Thriller auf einer wahren Geschichte beruht und historisch belegt ist, liest sich der Roman ebenso interessant wie unterhaltsam.

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Komplex
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Ein spannender Krimi aus Österreich

Freunderlwirtschaft von Petra Hartlieb

Durch einen persönlichen Schicksalsschlag hat sich die Protagonistin Alma Oberkofler entschlossen Polizistin zu werden. Sie ist gerade einmal ein paar Tage bei der Wiener Polizei, da bekommt sie es mit einem brisanten Mordfall zu tun. Der junge, aktive Minister Max Langwieser wird tot aufgefunden.
Alma beginnt zu ermitteln und das Privatleben des Toten wirft eine ganze Menge Fragen auf.

Der Fall ist weitaus komplexer als es zunächst aussieht.

Petra Hartlieb hat ihre Charaktere gut ausgearbeitet und berichtet im Wechsel aus der Sicht von Alma und Jessica. Jessica war die Freundin von Max Langwieser, ist aber nach seinem Tod abgetaucht.

Das Buch bietet einen Einblick in politische Interessen in denen es um Geld und Macht geht. Die Spannung wird durchgehend gehalten und ich habe das Buch gerne gelesen.

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Interessante Charaktere

Pi mal Daumen von Alina Bronsky

Oscar und Moni sind zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere und beide wollen an der Universität Mathematik studieren.
Oscar ist gerade mal 16 Jahre und hat durch seine autistischen Züge deutliche Defizite im sozialen Bereich.
Moni ist bereits über 50, ihre Erscheinung ist nicht unauffällig und ihr Leben ist chaotisch.

Mit dem Studium hat sie sich einen Traum erfüllt, leider mangelt es ihr an Grundkenntnissen. Allerdings hat sie Lebenserfahrung, an der es wiederum Oscar mangelt.

Oscar und Moni sind beide ausgesprochen sympathisch und sie ergänzen sich perfekt, so dass sich zwischen den beiden so etwas wie Freundschaft entwickelt.

Alina Bronsky beschreibt ihre Charaktere authentisch, bedient allerdings dabei eine Menge Klischees. Dadurch wird die Story amüsant, hat aber gleichzeitig auch Tiefgang.
Am Ende gab es eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe und die m mir weniger gut gefiel. Deswegen ziehe trotz guter Unterhaltung einen Punkt ab.

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Interessante Charaktere