Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Ein Jahr im Wald
Ich bin ehrlich gesagt gar nicht sooo ein Wimmelbuch Fan. Aber dieses hat mich voll und ga rüberzeugt. Denn es gibt so viel zu lernen und zu entdecken. Ich hab das Buch mit meinem 4 Jahre alten Sohn gelesen und wir haben wirklich lange darin geblättert. Es gibt viele Details und oft machte es uns auch Spaß, ein einzelnes Tier herauszunehmen und nur dieses über das Jahr hin zu beobachten.
In welchen Monaten schläft es? Legt es Eier? Brütet es? Werden Babys gefüttert? Wie schauen die Babys überhaupt aus? Es gibt einfach so viel zu entdecken und uns hat das riesigen Spaß gemacht. Spielerisch kann man einiges lernen und beobachten. Auch gibt es einige Tiere, wo zumindest kleinere Kinder die Namen vielleicht noch gar nicht kennen, denn das Buch geht über Hase, Reh und Eule weit hinaus. Toll fand ich, dass man so viel unter der Erde entdecken konnte und so auch in die Welt der Insekten eintauchen konnte, die nicht allen immer so präsent sind. Es ist ein wirklich gelungenes und stimmungsvolles Buch, bei dem man nicht nur vieler über die Monate und Jahreszeiten und den Wald an sich lernen kann, sondern auch über das ganze Ökosystem.
Minecraft Erste Leseabenteuer - Tierisch was los! von Nick Eliopulos; Mojang AB
Ich hab hier 2 Minecraft-Fans als Kinder und hab ich sehr auf diese Reihe gefreut. Es lohn sich, von vorne anzufangen. Denn in diesem Band müssen sich die Spieler entscheiden, ob sie lieber Tieren helfen sollen oder ihrem eigentlichen Auftrag, Teile des Magiers zu finden. Das zu verstehen, funktioniert zwar auch nur mit dem Band, meine Kinder hätten aber einen Einstieg nur mit diesem Buch nicht aufgehalten.
Sie sind dann voller Fragen. Was ist mit dem Magier passiert? Wie kamen die Kinder dazu, ihm zu helfen? Wie war das genau mit dieser VR-Brille und ihrer MINT-Lehrerin? Da lohnt es sich, zuerst die anderen Bände zu lesen.
Jeder Band hat bei uns schon ein wenig gebraucht. Ich finde ihn für ein Erstleseabenteuer eher dick, also vielleicht Lesestufe 3, bei Antolin ist er sogar für ab Klasse 4 gelistet. Bei uns werden Bücher dieser Länge eher vorgelesen, was ich aber genauso gut und wichtig finde. Die Geschichte selbst ist gut und packend erzählt. Mir gefiel die Geschichte und wie sie erzählt wurde, die Charaktere waren einfach sehr sympathisch und auch herrlich unperfekt (etwa das Thema Allergien, Rollstuhl). Es gab auch ein Geschwisterpaar, die zueinander waren, wie Geschwister eben so sind. Sie kennen sich sehr gut und die Dynamik zwischen ihnen war einfach besonders. Was ich auch gut fand, war, wie das Thema Haustiere eingeflossen ist (vermutlich einfach, weil es bei uns aktuell ist). Die Bilder sind typisch Minecraft und das ganze hat auch etwas sehr Abenteuerliches. Ich kann es empfehlen.
Schüttel den Weihnachtsbaum. Ein Weihnachts-Mitmachbuch zum Schütteln, Schaukeln, Pusten, Klopfen und sehen, was dann passiert. Von 2 bis 4 Jahren von Nico Sternbaum
Das Buch nimmt mit in die Winterzeit und greift alltägliche Szenen des Winters und der Weihnachtszeit auf, ohne dabei den Weihnachtsmann oder das Christkind zu erwähnen, was ich als Österreicherin gut finde, weil sich die meisten dann doch für den Weihnachtsmann entscheiden in Büchern und meine Kinder das dann verwirrt.
Die Tiere wollen den Baum schmücken, backen Kekse, üben Lieder... Es stimmt schön auf Weihnachten ein und hat, wie typisch für diese Serie, Mitmachcharakter. Auf jeder zweiten Seite gibt es eine Aufforderung, um etwas zu machen - das Buch schütteln, pusten, die Hände hoch strecken,... Dadurch eignet sich das Buch auch toll für Kinder, die nicht so lange still sitzen können. Die Seiten sind etwas dicker und lassen sich gut mit Kinderhänden greifen, auch die Farbgebung zeigt das junge Publikum : kräftige, konkrastreiche Bilder auf den meisten Seiten. Das letzte Bild ist bewusst weniger kontrastreich, schafft aber gerade dadurch, die Stimmung der dunklen Jahreszeit perfekt einzufangen. Uns hat das Buch die letzte Woche mehrmals begleitet, meine Kids lieben es! Ich kann es sehr empfehlen!
süße Charaktere
Tafiti und die wilde Bande (Band 20) von Julia Boehme
Tafiti und Pinsel erleben mit diesem Band ihr nunmehr 20. Abenteuer. Ich finde beide Charaktere sehr lustig und gut getroffen und freue mich immer, von ihren Abenteuern in Afrika vorlesen zu dürfen. Dieses Mal geht es wieder einmal darum,d ass Omama einen Kuchen backen soll. Tafiti und Pinsel sind unterwegs, um dafür Früchte zu suchen, die gut waren für einen Kuchen (welchen auch immer).
Als sie endlich die für sie perfekten Früchte gefunden haben, treffen sie auf eine wilde Bande - ein Rudel Windhunde.
Die Geschichte ist wieder lustig erzählt. Die Charaktere bleiben sich selbst treu, Tafiti und Pinsel bleiben kreativ und haben immer Ideen und Lösungen, sind aber auch loyal und füreinander da. Sie haben dazwischen auch ein bisschen Zeit für Spaß und Quatsch, sodass im Buch eine tolle Mischung entsteht. Auch die Bilder haben uns wieder gut gefallen. Die vorkommenden Charaktere sind alle wieder gut zu erkennen, jeder hat so seine Eigenheiten, dass man auch die Erdmännchen voneinander gut unterscheiden kann. Ein tolles Buch!
gelungenes Jugendbuch
Love in Winter Wonderland von Abiola Bello
Das Buch spielt in London. Dort wohnt Trey mit seiner Familie. Obwohl er bisher die Buchhandlung seiner Familie eher als Bürde empfand, ist er bestürzt, als er mitbekommt, wie schlecht es um die Buchhandlung "wonderland" steht. Seiner nun mehr 2 Jahre langen Freundin vertraut er sich diesbezüglich nicht an.
Aber Ariel, eine Mitschülerin, die er bisher kaum beachtet hat, bekommt das alles mit. Denn sie will in dem Laden aushelfen, um ihre Studiengebühren für die Kunsthochschule zusammen bekommen. Da Treys Vater einen Unfall hatte, kommt ihre Hilfe wie gerufen....
Was mir an der Geschichte gefallen hat: Es ist eine Liebesgeschichte für Jugendliche, die viele wichtige Themen anspricht oder streift. Ariel etwa hat es nicht leicht. Sie ist nicht dünn, egal wie wenig sie isst. In der Schule muss sie sich da einiges anhören. Toll ist auch, wie sehr sie ihre beste Freundin da ermutigt, unterstützt und aufbaut. Wie schwer es als unabhängige, von PoC geführte Buchhandlung ist, wird auch mehrmals angesprochen. Für uns hier zwar teils etwas unverständlich, da es ja im deutschsprachigen Raum die Buchpreisbindung gibt. Für mich war das erschreckend, wie wenig Länder das eigentlich haben. Für mich war das so selbstverständlich...
Na jedenfalls ist es sehr interessant gewesen, wie die Jugendlichen auch mit der Situation umgehen, welche Ideen sie haben, welche Träume. Was ich auch sehr gut fand, war, dass Troy seine bestehende Beziehung dann auch reflektiert und man damit auch arbeiten könnte mit Jugendlichen, weil da irrsinnig viel über Beziehung drin steckt. Und auch vor Augen geführt wird, wie eine Beziehung aussieht, die ins toxische geht, ohne sichtlich gewalttätig zu sein... Mehr mag ich fast gar nicht verraten... Lest es einfach selbst!
etwas vorhersehbar
Between Us - Die große Liebe kennt viele Geheimnisse von Mhairi McFarlane
Between Us ist keine ganz klassische Liebesgeschichte. Sie nimmt mit in die Geschichte von Roisin.
Ich finde, der Klappentext verrät schon sehr viel, weshalb ich es fast ein wenig bereut habe, ihn zu lesen. Denn vor dieser Szene, die im Klappentext angesprochen wird, passiert schon sehr viel im Freundeskreis.
Roisin und Joe haben nämlich mehrere gemeinsame Freunde, den so genannten Brian Club. Aus diesem Club, der auch etwas auseinanderzubrückeln droht, hat sie Dev in ein luxuriöses Haus eingeladen. Benbarrow Hall, ein Gutshaus, ist Schauplatz der ersten Hälfte des Buches. Dort trifft sich die Clique, um Geburtstag zu feiern, Joes erste Folge einer neuen Serie zu schauen und auch eine Hochzeit ist Thema. Durch diese ausführliche Zeit im Haus lernt man alle Charaktere bereits kennen und kriegt so einen Eindruck von ihren - bei einer Person lag ich dabei völlig falsch. Jedenfalls ist schon vor der Schlüsselszene, die im Klappentext bereits angekündigt wird, die Beziehung von Joe und Roisin ziemlich kaputt, was spürbar ist. Als dann der Film angeschaut wird, wird es nicht besser...
Ich fand die Geschichte besonders. Sie war einprägsam und erzählt so viel mehr als nur eine LIebesgeschichte. Manches in der Geschichte war vorhersehbar, anderes nicht. Der Prolog brachte schon das eigentliche Kindheitstrauma auf die Bühne und erzählte einen Teil der Geschichte, die später wieder aufgenommen wird. Die Charaktere werden sehr eindrücklich geschildert und ich muss sagen, das empfand ich auch als eine der spannendsten Aspekte. Den Freundeskreis kennenzulernen, in ihrem Tempo das Wochenende zu verbringen, hatte schon was. Es nahm dem Buch zwar etwas an Tempo und Spannung, gab ihm dafür aber Tiefe. Als Joe dann weg war, nahm das Buch an Fahrt auf und wurde spannender. Vieles, was dann passierte, war zwar vorhersehbar, aber gut erzählt und hat mir gut gefallen.
Ich fand das Buch gut, hätte das Buch aber mehr genossen, wenn ich nicht ganz so viel bereits gewusst hätte durch den Klappentext.
Sagenhafte Frauen von Jean Menzies
Dieses wundervolle Buch ist eine einzigartige Zusammenstellung der Sagen und Mythen starker Frauen rund um den Globus. Mir kam keine Zusammenstellung dieser Art bisher unter, dementsprechend hab ich ganz viel Neues gelesen. Etwa über Göttinnen der Maori, der klassischen Antike, der walisischen Kultur und viele viele mehr.
Über viele Göttinnen gibt es auch die Geschichten aufs wesentliche zusammengefasst. Es sind wunderschöne Geschichten, die in fremde Zeiten und Kulturen einführen. Nebenbei sind sie wunderbar illustriert. Die Bilder passen perfekt zu diesem Buch und erinnerten mich ein wenig an die figürlichen Darstellungen auf Keramik.
Ein wundervolles Buch voll mit tollen Geschichten um starke und mutige Frauen!
Magische Wasserwesen von Tamara Macfarlane
Dieses Buch lässt abtauchen in die Welt der Meere. Es stellt Mythen und magische Wesen ebenso dar wie versunkene Orte oder geheimnisvolle Meere.
Dabei beschränkt es sich nicht auf die antiken Hochkulturen, sondern greift Mythen der ganzen Welt auf. Den Leviathan findet man ebenso wie Encantado, Bunyip, Imu-Turso und viele weitere mythologische Gestalten.
Auch die Orte verteilen sich um die ganze Welt. Besonders spannend fand ich persönlich Nan Madol, eine antike Stadt auf einem Korallenriff und Doggerland, ein Steinzeitland. Beides war mir nicht so präsent wie etwa Atlantis. Auch ungewöhnliche Themen wie Geisterschiffe werden aufgenommen. Für den Fakten-Check fand ich den letzten Teil über Meereskunde total spannend. Damit kann man auch gut arbeiten und Mythologie und Biologie etwa zusammenbringen. Es werden Wesen, die es wirklich gut und die in die Mythologie Eingang fanden ebenso genauer erörtert wie Unterwasserphänomene. Manche Seiten boten kaum neue Informationen, waren aber eine nette Zusammenstellung für unseren Sohn (etwa die Seite über Berufe). Andere Seiten waren voller neuer Informationen, die gut aufbereitet wurden. Ein tolles Buch!
Die Melodie von rotem Ahorn von Sven Jähnel
Dieses Buch war nicht mein erstes Buch des Autors. Wenngleich mir das bisher gelesene Buch von der Geschichte nicht so ganz überzeugt hat, wollte ich dem Autor noch eine Chance geben - was ich nicht bereut habe. Die Melodie von rotem Ahorn entführt nach Japan und fängt die Gesellschaft und Kultur dort sehr gut ein.
Ich durfte mit diesem Buch auch das Land besser kennenlernen. Die Charaktere waren für mich gut greifbar: Nick als geborener Halbjapaner, der in Deutschland aufgewachsen ist und seine japanische Familie nie kennenlernte. Nun kommt er durch die Arbeit für 2 Wochen nach Japan und möchte etwas über seine Vergangenheit erfahren auf diesem Weg. An einem Freitag trifft er in einer Bar eine Studentin aus Deutschland, Lisa. Lisa ist nach einer Beziehung, die gescheitert ist (eine sehr spannende Geschichte, die ich nicht spoilern möchte) nach Japan, um dort ihren Master zu machen.
Ich mochte die Geschichte in ihrem Tempo sehr gerne. Immer wieder erfährt man ein wenig mehr über die Vergangenheit, ohne dabei den Fokus in der Gegenwart zu verlieren. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Einblicke in die japanische Kultur und Geschichte sind einfach schön. Eine Leseempfehlung meinerseits.
spannender Einblick in die Medizingeschichte
Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen
Dieser Roman entführt in die Medizingeschichte ein. Das für mich Herausragende an diesem Buch war für mich die Beleuchtung einer Frau, die in einer Zeit, in der Frauen in ihrem Berufsfeld nicht akzeptiert waren, großes geschafft hat. Auch wenn wenige ihren Namen kennen, sind ihre Errungenschaften nicht wegzudenken.
Polio ist für die meisten heute nur mehr eine Impfung, die Bedrohung dieser Krankheit wurde durch die Impfung so sehr zurückgedrängt, dass das Krankheitsbild nicht mehr so alltäglich ist wie in den 1940er-Jahren. Und so entführt uns die Autorin ins Amerika der 1940er-Jahre. Es werden Szenen geschildert, die an so manchen Lockdown erinnern: Gesperrte Spielplätze, um die Ansteckung mit Polio einzudämmen. Krankenhäuser, die überfüllt sind. Kranke, die weggeschickt werden müssen, weil ihr Verlauf zu mild sei - Allokation in Reinform. Und inmitten dieser Szenarien wird die Geschichte einer jungen, großen Ärztin erzählt. Mit ihr erlebt man ihren Kampf um Anerkennung ihrer Ideen und Leistungen und erlebt die Entwicklung eines Impfstoffes mit. Das Buch ist packend geschrieben und lässt viele Aspekte und Sichtweisen einfließen, sodass die Zeit bildlich vor Augen entstehen kann. Ich fand das total interessant und spannend zu lesen.











