Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
sehr nah am Alltag der Kinder
Sophia & Paul - Zu viel Müll von Michaela Rosenbaum
Ich war gestern erst wieder mit den Kindern im Wald und habe dabei gemerkt, wie aufmerksam meine Kinder alles dort wahrnehmen und was sie alles sehen. Sie sind auch oft im Kindergarten auf Waldtagen - so wie Sophia und Paul. Doch die beiden müssen im Wald eine schlimme Entdeckung machen. Statt einem sauberen Wald mit intaktem Ökosystem treffen sie vor allem auf eines im Wald, und das hat dort gar nichts zu suchen: Müll.
Und so machen sie sich als kindergattengruppe auf, Müll einzusammen und mehr über Mülltrennung und Recycling zu lernen.
Dieses Buch hat mir sehr imponiert. Einfach schon deshalb, weil es so nah an der Lebenswelt der Kinder ist. Kinde, die mit offenen Augen durchs Leben gehen, entdecken Müll. Sie entwickeln gerade in dem Alter langsam ein Problemvewusstsein, was gerade im Bezug auf das Thema finde ich total wichtig ist. Denn ganz ehrlich, was Recycling angeht, sind wir Gewohnheitstiere. Umso wichtiger, hier früh Gewohnheiten anzulegen, die für alle nützlich sind. Dafür ist das Buch gut geeignet. Es gibt gute und einfache Tipps, die auch der Lebenswelt der Kinder entsprechen. Etwa, eine Jausenbox und Trinkflasche zu verwenden. Und beim Jogurt vielleicht auf einmal zum Mehrwegglas zu greifen.
Die Bilder haben uns auch sehr gut gefallen. Der Text ist sehr gut verständlich, sodass ich das Buch jedem Kindergarten und jeder Familie sehr ans Herz legen kann.
super zum Abschalten
Faking it with #41 von Piper Rayne
Ich kannte die beiden Vorgängerbände nicht. Da jeder Band in sich aber abgeschlossen ist war das gar kein Problem.
Das Buch erzählt die Geschichte von Lena und Ford. Sie stammen aus 2 ganz unterschiedlichen Welten. Während Ford Jacobs zumindest finanziell gesehen ein Traumleben führt und aus einer reichen Familie stammt, ist Lena die Tochter eines Alkoholers, die nur selten im Leben einen festen w
Wohnsitz hatte.
Nun ist er gefeierter Eishockeystar d
Und steht als Erbe der Jacobs Enterprises oft im Rampenlicht, wo sein Leben mit zahlreichen one night Stands zerrissen wurde. Das wiederum musste Lena als PR Beraterin immer richten. Doch nach einem One-Night-Stand ändert sich sein Leben rasant, denn nun ist er ein Single Dad und muss allein für seine kleine Tochter sorgen. Und in dieser Situation mischt sein Vater wieder mit ein und bietet ihm einen Ausweg an, um nicht seine Profi Karriere, die ihm alles bedeutet, aufzugeben....
Ich fand die Geschichte gut geschrieben und auch sehr gut geeignet, um abzuschalten. Ich mochte die Hauptcharaktere sehr und konnte mich auch schnell gut in sie hineinversetzen. Sie sind gut beschrieben und in sich stimmig. Die beiden Hauptcharaktere passen finde ich trotz ihrer sehr unterschiedlichen Vergangenheit gut zusammen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, man fliegt nur so durch die Seiten. Ich konnte gut abschalten und hab die Lektüre sehr genossen!
gelungene Fortsetzung
Fräulein vom Amt - Spiel auf Leben und Tod von Charlotte Blum
Fräulein vom Amt ist eine tolle historische Krimiserie, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr gefreut habe. In dieser ermittelt Alma Täuber in der Kurstadt Baden Baden. Dabei hat sie tatkräftige Unterstützung von Ludwig Schiller, der auch in diesem Band mehr für die sein will als der Hauptkommissar - was aber Almas Ende als Fräulein vom Amt bedeuten würde.
1925 gibt es aber auch schon Gerüchte um Umstellungen, die die Fräulein}überflüssig machen. Auch ihre beste Freundin Emmi ist wieder dabei, ebenso wie der Cousin und angehende Pathologe Werner - beide haben wieder tragende Rollen bei der Ermittlung auf den Kriminalfall kommt Alma, als sie eine Kollegin darum bittet, im Fall ihrer Cousine zu ermitteln - die Polizei habe diesen als kein Gewaltverbrechen bereits abgeschlossen. Dieses Opfer Gertrude wurde tot in einer Waschtrommel aufgefunden....
Auch taucht man in diesem Band ein wenig in die Welt des Schachs ein, das auch immer wieder eine Rolle spielt.
Ich fand die Geschichte wieder toll erzählt. Man fiebert mit Alma mit, gerade wenn sie sich wieder einmal in Gefahr begibt. Auch trifft man fast alle Charaktere der anderen Bände wieder, was schon ziemlich tief eintauchen lässt in die Geschichte, schließlich kennt man alle mittlerweile ziemlich gut. Manche Figuren überraschten mich ziemlich, allen voran der "Hausdrache". Der Fall selbst war gut und spannend erzählt und diverse andere Verbrechen haben ihre Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Wieder ein gelungener historischer Roman!
gelungene Gay Romance
Stolen Kisses von Andreas Suchanek
Ich kannte bislang nur Jugendbücher vom Autor und war gespannt darauf, ob Andreas Suchanek neben Phantasy für Kindern es auch schafft, micht mit einer Romance zu fesseln. Vorab: Er kanns.
In dieser Geschichte geht es um 2 Männer, die sich nach einem One-Night-Stand als Konkurrenten wieder gegenüberstehen - oder besser gesagt ihre Eltern und sie werden mithineingezogen.
Denn Ihre Eltern, so unterschiedlich sie auch sind (ebenso wie die Lebenswelt der Protagonisten), haben beide das gleiche Problem: Ohne eine kräftige Finanzspritze können sie ihr Unternehmen nicht in der Weise weiterführen. Und so werden die beiden hineingezogen in einen harten Konkurrenzkampf, in dem es eigentlich nur Verlierer geben kann...
Die Geschichte an sich ist sehr packend. Sie ist gelungen erzählt und steigt gleich auch ziemlich spicy ein. Mir gelang es schnell, mich in die beiden Charaktere hineinzuversetzen. Auch die Mutter von Jannis war mir auf Anhieb sympathisch - sie ist total offen und kreativ, sehr direkt und einfach das, was man jedem Menschen als Mutter wünschen würde, was Akzeptanz und Einfühlungsvermögen angeht. Auch andere Charaktere fand ich sehr gut getroffen und waren total spannend für mich. Kais sogenannte Freundin hielt auch die eine oder andere Überraschung bereiht, ebenso wie die Drag-Queen. Ich hatte das Gefühl, dass sehr viel Wahrheit in der Geschichte steckt. Eine Geschichte, wie sie Tag für Tag passieren könnte - voller Erwartungen der Familie, eigenem Gefühlschaos, aber auch Macht und Intrigen. Sehr gelungen!
Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt 1) von Anders Roslund
Ich hab mich schon sehr auf diese Krimi-Reihe gefreut. Ich mag skandinavische Krimis sehr gerne und hab in meiner Schulzeit einige davon gelesen. Auch hier hatte ich das Gefühl, gleich in einen solchen geraten zu sein. Der Anfang begann spannend und vielversprechend. Es wurde so erzählt, dass ich gleich das Gefühl hatte, mitten in diesem Haus zu sein.
Was mich dann aber etwas verwirrte, war, dass es in der Geschichte dann einen Cut gab und neue Protagonisten auftraten. Ich konnte diese beiden Handlungsstränge nicht so recht zusammenbekommen. Zum Schluss fügte sich dann alles aber dennoch zusammen.
Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen. Zwischendurch fand ich die Geschichte aber sehr zäh und langatmig. Der Schluss hat mich dann wieder ein wenig versöhnt.
Schlaft, Kinder, schlaft von Anders Roslund
Ich hab bisher Geburtstagskind aus der Reihe gelesen und nach dem mich der nicht ganz überzeugt hat, war ich etwas skeptisch. Doch der Band war für mich ganz anders. Die Geschichte ist ziemlich heftig - gerade für mich als Mama (es geht um 2 verschwundene Mädchen und um Pädophilie). Auch den alternden Kommissar lässt das definitiv nicht kalt.
Ihre Geschichte wird packend und spannend erzählt und die Geschichte hatte für mich keinen solchen Durchhänger wie der andere Band, sodass ich mich weniger motivieren musste, fertig zu lesen. War echt gut geschrieben und spannend bis zum Schluss!
Schlaft, Kinder, schlaft von Anders Roslund
„Das Mädchen im Nordwind" ist mein erstes Buch dieser Autorin , das mich durch seinen Klappentext sehr angesprochen hat. Die Zeit, in der es spielt, wurde ja bereits in vielen Büchern behandelt und ich hab auch einige davon gelesen, weshalb ich gespannt war, was die Autorin aus der Geschichte machen würde.
Zwei Geschichten werden im Buch erzählt. Beginnen tut die Geschichte mit Sofie, die nach einer gescheiterten Beziehung für ein Vierteljahr nach Island geht und dort ein Haus renoviert - als Gegenleistung darf sie dort wohnen. Bei den Renovierungsarbeiten findet sie in einer alten Komode ein Manusskipt in deutscher Sprache geschrieben. Neugierig beginnt sie zu lesen und ist mittendrin in einer romantischen Liebesgeschichte zwischen Jonas, einem Isländer und Sofie, einer klugen, aber zeitweise nativen deutschen Jüdin aus Lüneburg. Ihre Geschichte ist die zweite, die im Buch erzählt wird.
Die Liebesgeschichten haben mit beide gut gefallen. Das lag am flüssigen Schreibstil der Autorin und den sehr lebendig wirkenden Charakteren, in die man sich gut hineinversetzen konnte (also ich zumindest). Auch die Orte waren bildhaft geschildert, sodass ich selbst mir alles gut vorstellen konnte - ihne jemald in Island oder Lüneburg gewesen zu sein.
Alles in allem ein tolles Buch, dass sich nicht ganz schnell liest, sondern für das man sich gut Zeit mitnehmen sollte, um es auch auf sich wirken zu lassen.
nichts für ganz schwache Nerven
Das Verschwinden der Sterne von Kristin Harmel
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Sie beginnt schon sehr dramatisch mit einer Kindesentführung, die ich schon sehr heftig empfunden habe. Dann erzählt sie vom Aufwachsen des kleinen, entführten Mädchens im Wald im Nirgendwo Osteuropas. Ihr wurde alles genommen, auch ihr Name. Nun lebte sie als einfaches Mädchen im Wald, wo sie lernte, in der Wildnis zu leben und durch naturwissenschaftliche Texte und Jeruszas Weisheiten der Heilkunde der Kräuter uvm.
Auf die Schliche zu kommen.
Der Aspekt, der mich immer wieder etwas verwirrte, war Jeruszas Verhalten und ihre Sichtweisen. Sie stiehlt das Kind, weil sie vom Wald gerufen wird - das fand ich persönlich etwas befremdlich. Auch ihre Art und Weise, wie sie Jonas Fragen beantwortete, machte sie nicht wirklich sympathischer. Sie ist irgendwie unnahbar, geheimnisvoll und gleichzeitig ihre Mutterfigur. Eine schräge Mischung finde ich. Umso bemerkenswerter, was aus Jona wurde nach ihrem Tod. Denn Jeruzwa stirbt und Jona streift 2 Jahre allein im Wald umher, bis sie Geflüchtete trifft…
Ich war berührt, wie sie sich für die Menschen einsetzt. Wie wenig sie von der Welt mitbekam, wie wenig Liebe sie erhalten hat, und gleichzeitig so viel geben kann Ich fand die Geschichte sehr berührend und ergreifend, und fand es auch emotional sehr herausfordernd, sich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen - denn in gewisser Weise führt die Geschichte auch schonunglos die Gräuel der NS-Zeit vor Augen.
Bildermaus - Rettung in den Bergen von Eva Hierteis
Ich mag an der Bildermaus das Konzept sehr gerne. Die Bilder motivieren zum Lesen und sorgen bei uns für Lesespaß von Anfang an. Bei uns hat der 2.Klassler den Text gelesen und der angehende 1. Klassler die Bilder. So waren beide beschäftigt und haben sich im Lesen geübt. Das Buch wirkt von den Zeichnungen her sehr modern, hell und ansprechend.
Das Verhältnis von Bild und Text ist für Erstleser angemessen und durch die Bilder ist das Buch ein Buch, das man gerne anschaut. Das Thema fanden wir auch sehr passend, da wir dieses Jahr selbst viel am Berg waren. Doch gerade dadurch hatten wir auch ein wenig ein anderes Bild vom Berg als in der Geschichte gezeichnet. Zumindest ich konnte meinen innerlichen "Fakten-Check" nicht ausschalten. Ein Hund in so einem offenen Sessellift? Für mich ist das mit den 3 Kids noch Stress pur und ehrlich gesagt nehm ich dann lieber Berge mit Gondel. Aber ich hab gelesen, es gibt das wirklich und ist nicht verboten. Manche Hundebesitzer nehmen Brustgeschirr (wie am Bild auch gezeichnet vom Buch) - also da wurde gut recherchiert. Was leider auch wirklich öfters so ist, aber wirklich kein gutes Vorbild, ist die im Buch auch gezeichnete Situation eines Hundes ohne Leine auf dem Berg. Zumindest hier sind auf den Bergen hauptsächlich Almen, und da sollte man den Hund keinesfalls unangeleint herumlaufen lassen. Wäre der Hund an der Leine gewesen, hätte diese Geschichte aber nicht funktioniert, denn schließlich muss ja in der Geschichte der Hund gerettet werden... Die Bergrettung wird sehr positiv in der Geschichte dargestellt und scheint auch viel Zeit zu haben und nicht genervt oder böse zu sein, weil sie gerufen wird und dann doch nicht gebraucht wird. Das hat mich ein wenig an die etwas ältere Berufe-Serie erinnert, wo das auch öfter der Fall ist. Für Leon ist das ein Glück, er erlebt so auch so einiges im Buch!
Fazit: Ein schönes Erstlesebuch einer sehr gelungenen Serie, bei dem uns andere Bände von der Geschichte her noch besser gefallen haben.
Etwas anders als erwartet
Mein schrecklich schönes Leben von Holly Smale
Nach dem Klappentext hab ich mir eine Geschichte Ala täglich grüßt das Murmeltier erwartet. Denn: Cassandra erlebt an einem Tag die Trennung von ihrem Freund und ihre Kündigung und wacht dann in einer Zeitschleife auf. Wie diese dann gestaltet wird, ist aber doch anders als beim vorhersehbaren Murmeltier.
.. Cassandra kann auch bewusst entscheiden, die Vergangenheit zu ändern und zurückzureisen. Diese Fähigkeit setzt sie auch immer wieder ein... Das macht das Buch zugegeben aber auch ziemlich verwirrend. Cassandra nimmt von ihrer Fähigkeit oft Gebrauch, manchmal fragte ich mich selbst schon, auf welcher Zeitebene etwas passiert ist und ob es noch überarbeitet wurde oder nicht. Die Hauptprotagonistin ist für mich anfangs etwas eigen,weshalb es dauerte, einen Zugang zu finden. Dass sie zusätzlich zu ihrer Zeitreisefähigkeit besonders ist, war mir bald klar - gegen Ende des Buches wird das auch nochmal aufgelöst, was für mich keine Überraschung war. Deshalb kam ich auch mit ihr gut klar. Was für mich schwerer nachzuvollziehen war, waren die Charaktere um sie herum. Bei manchen Nebenfiguren fragte ich mich, ob man so sehr sich ändern kann und warum manche Dinge gleich blieben, andere nicht. Es schien mir nicht alles schlüssig für mich. Zwischenzeitlich fand ich es wirklich mühsam, die Geschichte zu lesen; in gewisser Weise empfand ich es als langatmig in der Mitte. Im letzten Drittel würde das Buch für mich nochmal ganz anders, geht weg von der Liebesgeschichte und versöhnt nochmal in gewisser Weise. Wobei ich den Schluss wieder weniger befriedigend fand. Der Schreibstil selbst war frisch und leicht zu lesen, die Kapitellänge gut gewählt und auch die Zahl der Personen und das Setting ebenso. Besonders empfand ich die vielen Einflechtungen aus der Antike, was ich abwechslungsreich und interessant fand. Dennoch war es für mich kein Buch, wo ich behaupten würde, ich könne es nicht weglegen oder habe es verschlungen. Dafür konnte mich die Geschichte nicht so recht packen und war mit über weite Strecken dann zu abgedreht.










