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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

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Kater Chaos - Au Backe, ein Hamster! von Katja Reider

Wir haben am Wochenende süße Katzenbabys bekommen und so ist das Thema Haustiere grad sehr präsent. Was läge da nicht näher als die Geschichte eines Katers, der ein neues Haustier neben sich akzeptieren lernen muss? Gerade darum geht es in diesem Buch. Denn Kater Pommes lebt nun schon länger in seinem "Rudel", wie er sagt.

Die Familie, also sein Rudel, besteht aus Mama, Papa, und zwei Kindern. Kater Pommes gehört Jonah. Nun will Jonahs Schwester Pauline unbedingt auch ein Haustier, einen Hamster. Und so kommt Hamster Mimi zur Familie, mit Luxushaus, rosa Hamsterrad und ganz viel Energie... blöd nur, dass Mimi kein Mädchen ist, wie der Verkäufer meinte ????. Und so erzählt das Buch die Geschichte einer Annäherung von Herrn Mimi und Kater Pommes und von ihren gemeinsamen Abenteuern.
Wir fanden die Geschichte toll. Sie ist einfach witzig und frech erzählt und bringt dadurch einen gewissen Pepp mit. Auch die Zeichnungen haben uns gut gefallen. Sie machen die Geschichte lebendig. Die Geschichte hat die eine oder andere unerwartete Wendung und bringt viel Schwung mit. Eine absolute Empfehlung von uns!

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Der war's von Juli Zeh; Elisa Hoven

Als Lehrerin hörte ich ziemlich oft und schnell Anschuldigungen wie "Der hat angefangen", "Die war's" oder "Der hat..." Dabei sind sich Kinder kaum bewusst, was sie eigentlich damit in Gang setzen und wie schnell aus einer Anschuldigung eine Vorverurteilung wird. Genau dafür zu sensibilisieren, ist dieses Buch da.

Der war's führt nämlich genau so eine scheinbar harmlose Situation vor Augen. Der war's wird schnell ausgesprochen, als der Klassensprecherin (also gleich noch dazu jemandem, der beliebt ist und anerkannt in der Klasse) das Jausenbrot, die als die besten gelten, geklaut wird. Wer sollte es denn auch sein, wenn nicht der Junge, der die meiste Zeit der Pause im Klassenraum verbringt und sowieso noch nicht so richtig dazugehört? Wie die Klasse dann damit umgeht und welche Rollen jedes Kind dann findet, wird im Buch sehr natürlich wirkend und ohne viel Aufhebens erzählt. Dabei lernen die Kinder so einiges, was für das Verständnis eines Prozesses und unseres Gerechtigkeitsverständnisses überhaupt sehr sinnvoll erscheint. Das Buch wird dabei auch noch immer wieder illustriert, sodass man das Buch sehr gerne aufschläft. Ein Buch, wo man wirklich was fürs Leben lernt :-)

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Ich bau dir ein Haus, kleiner Igel von Bärbel Oftring

Dieses Buch passt schon allein aufgrund des Covers wunderbar zum Herbst. Da aber das Leben des Igels über das ganze Jahr hinweg beschrieben wird, passt es eigentlich das ganze Jahr über. Es erzählt von einem Geschwisterpaar, Paul und Hannah. Sie entdecken Spuren eines Igels in ihrem Garten und helfen ihm, im Garten heimisch zu werden.

Das ganze Jahr über beobachten sie ihn und versuchen, ihm beim Überwintern und co zu helfen. So nebenbei lernen sie allerlei Spannendes und Wissenswertes über den Igel.

Der Igel ist ein sehr scheues Tier. Umso wichtiger, die Spuren des Igels richtig lesen und deuten zu können, um überhaupt zu wissen, dass man einen Igel im Garten hat. Genauso geht es auch Paul und Hannah. Anhand ihrer Geschichte bekommen die Kinder ganz viele Informationen über Igel und ihren Lebensraum, ihre Gewohnheiten und ihre Fortpflanzung. Das Buch ist in 2 Teile geteilt. Die eigentliche Geschichte lässt sich also theoretisch auch ohne die Sachinformationen lesen, doch da würde man so einiges verpassen. Öffnet man nämlich die Klappen, wird aus dem schönen und realistisch gezeichneten Bilderbuch ein Sachbuch. Das Thema, das auf der Bilderbuchseite besprochen wurde (etwa Ernährung, Fortpflanzung, Igel im Winter usw.), wird nun durch Sachinformationen nochmals genauer aufbereitet. Kleine Illustrationen unterstreichen diese Sachinformationen nochmals. Nach dem Buch habt ihr richtige Igelexperten zuhause, die nicht nur in der Lage sind, dem Igel artgerechtes Futter im Herbst hinzustellen, sondern auch ein Haus für den Igel zu bauen. Ein wunderschönes Bilderbuch, dass hinausbegleitet in die Natur und animiert, genauer hinzusehen!

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Die Legende von Sankt Martin von Anselm Grün

Anselm Grün erzählt die Geschichte des Martin von Tours sehr genau nach in diesem Buch. Auch die Eckdaten seiner Biographie werden einbezogen und die historischen Figuren wie die Kaiser alle genannt. Viele Legenden um sein Leben werden erzählt. Ich muss zugeben, ganz alle kannte ich gar nicht. Jede Seite beginnt so, dass man etwa für den Kindergarten auch ein paar Seiten dazwischen auslassen kann.

Die Aufmachung erinnerte mich spontan durch die Bilder und auch die Initialen an eine Kinderbibel. Jede Seite erzählt chronologisch angeordnet eine Episode aus dem Leben des Martin. Die Bilder runden die Geschichte immer ab und nehmen die Schlüsselszene des Geschriebenen wieder auf. Mir gefiel das Buch spontan schon sehr gut, je genauer man liest desto besinnlicher wird das Buch, zumindest für mich. Ich fand die Geschichte sehr detailliert und ansprechend. Teil merkte ich als evangelische Christin, die mit Heiligen wenig anfangen kann, dass es durch die Illustrationen etwas verklärt auf mich wirkt; etwa wenn die Szene der Teilung des Mantels durch den Bettler ganz hell gezeichnet wird, obwohl es Nacht ist. Ich denke, da wird jeder ein wenig anders reagieren bzw. es anders empfinden. Die Kinder werden damit denke ich dabei ein bisschen begleitet werden müssen, um die Deutung des Bildes mit dem Text zusammenzubringen. Diese religiöse Symbolik ist heute ja doch nicht immer selbsterklärend. Ich finde aber, gerade wenn man es begleitet, dass man super mit dem Buch arbeiten kann und viel herausholen kann.
In der Länge würde ich sie eher in der Volkschule vorlesen, wer das Buch dann gelesen hat, hat ein umfassendes Bild von Martin und seinem Leben.

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Heute gibt es Streit! Vertragen find ich gut! von Andrea Schütze

Das Buch erzählt die Geschichte eines Streites aus 2 Perspektiven. Jede Streitpartei stellt ihre Sicht der Dinge dar mit dem Wendebilderbuch. Violetta ist ein frecher, selbstbewusster Wirbelwind, ein wenig stur, fast schon streitsüchtig. Sie fühlt sich schnell ausgeschlossen. Violetta möchte unbedingt die Hauptrolle im Theaterstück haben.

Pablo ist so ganz anders. Sanft, ruhig, fast ein wenig unsichtbar. Normal kann er sich schwer durchsetzen. Deshalb wundert sich Violetta auch, als er mal es versucht, um sich durchzusetzen und die Hauptrolle zu erhalten.

Ich fand die Geschichte toll erzählt.Das Grundproblem greift die Lebenswelt der Kinder auf. Die Besetzung eines Theaterstückes führt ja immer wieder oft zu Konflikten. Durch die beiden Perspektiven werden die unterschiedlichen Standpunkte gut klar. Auch der Lösungsansatz ist sehr passend und altersadäquat. Es zeigt die unterschiedlichen Perspektiven auf die Situation und es gibt eine Lösung, die für alle gut passt. Die Geschichte besticht aber nicht nur textlich, sondern auch durch tolle Bilder. Die großen und ziemlich farbenfrohen Bilder unterstreichen den Text und transportieren die Emotionen sehr gut. Die Geschichte hat uns sehr gut gefallen und das Buch ist auch gut für den Kindergarten geeignet, um das Thema Konflikt und Konfliktlösung zu erarbeiten.

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Die Superaugen und das Geisterhaus von Heidi Troi

Die Superaugen steigen nun schon in Band 3 ein. Die Volkschulkinder sind mittlerweile richtig gute Freunde. Und nun sind die ersehnten Ferien da! Irgendwie sind die Ferien aber noch gar nicht so spannend. Da planen die Kinder eine Übernachtung im Garten. Dort hoffen alle auf ein bisschen Abenteuer und Aufregung.

Passend dazu werden bei Lagerfeuer Geistergeschichten erzählt. Als dann in dem leerstehenden, verfallenen Haus am Ortsende, von dem sie erzählen, Licht aus einem Fenster scheint, wird es ihnen doch gruselig! Vielleicht wird die alte Ruine von einem Geist heimgesucht?

Wieder fand ich das Abenteuer spannend und gut erzählt. Die Kinder sind wirklich ein toller Haufen, der auch unsere Kinder und die der Volkschule bereits verzaubert hat. Auch dieses Abenteuer steht den ersten beiden in nichts nach. Die Gruppe ist füreinander da und steht für den anderen ein. Sie Sätze sind genau richtig lange, um gut folgen zu können und Spannung aufzubauen. Super Lektüre nicht nur für die Ferien! Bei uns stehen ja bald auch die Herbstferien an und was würde da besser passen als etwas Gruseliges.

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aktueller den je

Wie wir den Frieden lernten von Annika Klee

Frieden ist ja grad in aller Munde. Doch was ist Frieden eigentlich? Mein Sohn hatte heute diese Frage als Hausübung, es mit den Eltern zu diskutieren. Dieses Buch könnte eine Antwort sein. Denn es zeigt: Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Frieden ist nichts abgehobenenes, was nur in (ehemaligen) Kriegsgebieten eine Rolle spielt.

Er beginnt im hier und jetzt. Wie in der Schule. Hier sind es zwei Klassen, die A und die B, die miteinander zu streiten beginnen. Sie erleben Streit und Missverständnisse, kaputte Gegenstände, Wut, eine Gewaltspirale und präsentieren ihren ganz eigenen Weg, damit umzugehen. Die Geschichte ist super aufgearbeitet. Sie ist nah an der Lebenswelt der Kinder und greift diese auf. Die Kinder der Schule erleben solche Situationen ja immer wieder. Immer dort, wo Menschen zusammenkommen, können ja solche Konflikte immer wieder entstehen. Sie sind allgegenwärtig und entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Welche Auswege wir aus einem Konflikt finden. Was mir gefällt an dem Buch: es wird gezeigt, dass Streit dazugehört. Dass man Wut im Bauch haben kann und diese auch nicht runterschlucken soll. Dass man sich aber auch bewusst sein muss dass in der Situation keiner rational handelt. Es geht auch darum, eine Streit- und Konfliktkultur aufzubauen und auch Versöhnung möglich zu machen. Das Ganze wird mit tollen Illustrationen untermalt. Diese sind sehr großformatig und eindrucksvoll, dass man sich gut hineinversetzen kann. Wirklich gelungen!

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sehr aktuell und passend

Frieden für Kids erklärt von Christine Paxmann; Patrick Oelze

Dieses Buch greift viele Aspekte des großen Themas Frieden auf. Auch wenn es textlich recht umfangreich ist, ist es sehr gut für Kinder im Grundschulalter bereits geeignet. Das Thema Frieden wird anhand einer Familie geschildert, die eine Familie aus der Ukraine aufnimmt und begleitet die Familie auch auf familiären Konflikten.

Allein schon durch das Setting wird bewusst: Frieden fängt im kleinen an und geht uns alle an. Es werden viele allgemeine Informationen über Streit und Konflikte aufgenommen und ausgehend von der Lebenswelt der Kinder wird der Kreis immer weiter gezogen bis zum Weltfrieden, Friedensnobelpreis und Frieden in den Religionen. Ich fand das Buch sehr beeindruckend. Der Krieg in der Ukraine hat das Thema ja schon sehr nahe an unsere Kinder gebracht, zumindest bei uns. Nachrichten wie die vom Nahostkonflikt wieder gestern machen das Thema brandaktuell und viele Fragen tauchen auf. Da ist es gut, so ein gutes Buch in den Händen zu halten. Ich hab noch nicht alles mit meinen Kindern gelesen, vieles auch zuerst einmal allein. Das würde ich auch allen Eltern raten. Lest es zuerst selbst, überlegt euch schon, welche Fragen auftreten können und wie ihr das kindgerecht erklären könnt. Vielleicht fallen euch auch gleich Situationen aus eurem Umfeld ein, die ihr einbauen könnt. Das Buch kann mit den Kindern durchaus häppchenweise gelesen werden, es ist doch sehr umfangreich. Viele Aspekte aus Religion und Kultur(-geschichte) werden eingebaut, viele philosophischen Ideen und Redewendungen erklärt, ohne dabei abgehoben zu wirken. Ich empfinde das Buch als sehr behutsam und gelungen. Durch die Gespräche in der Familie der Rahmenerzählung kommt auch einiges nochmals leichter rüber für Kinder. Diese Rahmenerzählung hat übrigens eine andere Farbe, die dann wieder leichter macht, zwischen Sachinformationen und Rahmenerzählung zu wechseln. Ein Buch, das mich definitiv noch in die Schule begleiten wird!

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detektivisches Abenteuer in der Weihnachtszeit

Die Schule der magischen Tiere ermittelt Erstausstattung 6: Die Plätzchenfalle von Margit Auer

Wir sind große Fans der Schule der magischen Tiere und mögen auch die Erstleseserie sehr, haben auch alle Bücher gelesen. In diesem 6. Band geht es um einen weihnachtlichen detektivischen Fall. Denn in der Weihnachtszeit wird Mary zum Zottelmonster und strickt ganz viel, bis eines Tages ihre Stricknadeln abhanden kommen.

Dabei wollte sie doch für die Erdmännchen Socken stricken. Wie kann man den Dieb finden? Wer steckt dahinter? Ein klarer Fall für Pinkie, Murphy und co.

Der Band ist wieder spannend bis zum Schluss. Das Abenteuer ist aus Sicht eines Erwachsenen harmlos, aber auch witzig. Mir gefiel das Motiv des Täters besonders gut. Unser 3.-Klässler hatte kein Problem damit, das Buch zu lesen. Für ihn war es etwas leicht, was also genau der angegebenen Lesestufe entsprach. Für ihn ist das aber auch angenehm, ein Erfolgserlebnis. Denn die Geschichte gefällt auch mit 9 noch gut. Die Bilder sind farbig und erinnern vom Stil an die Haupreihe, wirken aber durch die hellen und frohen Farben etwas kindlicher. Der Fall ist ohne Vorkenntnis der anderen Bände verständnlich, die Figuren werden anfangs auch vorgestellt. Lustiger ist es aber sicher, wenn man die anderen Bände kennt.

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wunderschöne Einstimmung auf Weihnachten

Wilma Walnuss - Winter und Weihnachten im kleinen Baumhotel, Band 3 von Katharina E. Volk

Ich hab das Buch mit meinem 6 Jahre alten Sohn gelesen. Als ich begonnen habe, hab ich gleich gemerkt, dass diese Konstellation die richtige Entscheidung war, denn für unseren 4 Jahre alten Sohn wären die Geschichten noch zu lange gewesen. Das Buch wirkt schon von außen zauberhaft. Innen fällt gleich zu Beginn eine tolle Karte auf, wo man sich lange aufhalten kann und alle Orte entdecken kann.

Und dann ging es auch schon los mit den Geschichten. Gemeinsam mit Wilma und ihren Freunden erlebt man auf großen, hochglänzenden Seiten wunderschöne und stimmungsvolle Geschichten. Die adventlichen Geschichten haben uns teils in neue Bräuche eingeführt (hier im Alpenraum spielen weder Wichtel, Weihnachtsmann noch Luzia eine Rolle), aber auch an viele schöne und uns bekannte Rituale rund um die Weihnachtszeit erinnert. Besonders toll waren die schönen Bilder zu den Geschichten.Uns hat die Geschichte bezaubert und ich denke, wir werden sie im Advent nochmals mit dem 9 Jahre alten Zwerg dann gemeinsam lesen.

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