Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Julia:
Extravagant, spannend und einfach zum Weglesen
What the Sand Remembers von Magdalena Gammel
Wow, was für eine absolut fantastische Geschichte! Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Der Schreibstil war fesselnd, die Entwicklung der Story spannend und die Welt der Superreichen, naja, extravagant trifft es wohl ziemlich gut. Gleichzeitig fand ich es spannend, dass eben nicht alle Charaktere so waren, wie man es sich vielleicht stereotypisch vorstellt.
Gerade dadurch wirkten die Figuren für mich noch interessanter.
Obwohl erst ungefähr bei der Hälfte der Geschichte wirklich damit begonnen wurde, die Todesursache von Sofia genauer zu hinterfragen, hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Geschichte dadurch unnötig in die Länge gezogen wurde. Ganz im Gegenteil: Es passiert so viel Spannendes, dass ich teilweise gar nicht mitbekommen habe, wie ich nur so über die Seiten geflogen bin.
Auch die Charaktere sind großartig beschrieben. Besonders Ari ist mir sehr ans Herz gewachsen. Schon bei ihrer Ankunft merkt man, dass sie es nicht leicht haben wird und mit einigen Dingen zu kämpfen hat. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen und verliert dabei auch ihre freche und schlagfertige Art nicht. Gerade diese Mischung hat sie für mich zu einer unglaublich sympathischen Protagonistin gemacht.
Das Buch endet natürlich mit einigen fiesen Cliffhangern. Und ganz ehrlich: Das Einzige, was mich daran wirklich stört, ist, dass wir noch so lange auf den zweiten Band warten müssen! Denn nach diesem Ende würde ich am liebsten direkt weiterlesen. Für mich eine absolut fantastische Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Zwischen mystischer Atmosphäre und unerfüllten Erwartungen
Der verschwundene Buchladen von Evie Woods
Ich habe bereits einige Bücher von Elvie Woods gelesen und liebe ihren Schreibstil sowie die wundervollen Geschichten, die sie erschafft. Bei diesem Buch muss ich allerdings sagen, dass mich die Geschichte selbst nicht ganz überzeugen konnte. Der Schreibstil war wieder einmal fesselnd und bildhaft, und auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen.
Ich habe ihre Zeit in der Geschichte sehr gerne begleitet. Allerdings hat der Klappentext bei mir eine etwas andere Erwartung an die Handlung geweckt.
Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge zu Opaline. Ihren Handlungsstrang fand ich tatsächlich sehr interessant und hätte gerne noch mehr davon gelesen. Die Geschichte rund um Martha und Henry konnte mich hingegen deutlich weniger fesseln. Ihre Beziehung fühlte sich für mich ein wenig wie ein Tanz auf Eierschalen an und kam dadurch nicht so richtig in Fahrt.
Auch die Suche nach der verschwundenen Bibliothek hat in meinen Augen weniger Raum eingenommen, als ich erwartet hatte. Sie war zwar ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und insgesamt gut eingebunden, fühlte sich für mich jedoch eher wie eine Hintergrundhandlung an als wie der zentrale Aspekt, den ich nach dem Klappentext erwartet hatte.
Zum Ende hin gibt es dann noch einmal einige unerwartete Wendungen, die mir sehr gut gefallen haben und der Geschichte einen gelungenen Abschluss geben konnten. Dadurch hat die Handlung zum Schluss noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen.
Insgesamt gehört dieses Buch für mich eher zu den schwächeren Werken der Autorin. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass es sich um ihr erstes Buch handelt und ich ihre späteren Werke ebenfalls kenne und liebe. Trotz meiner Kritik habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen und besonders die mystische Atmosphäre genossen. Und auch wenn mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen konnte, werde ich jederzeit wieder zu den Büchern von Elvie Woods greifen.
Eine Geschichte, die wie Musik nachhallt
Das Geheimnis des Geigenbauers von Evie Woods
Das Geheimnis des Geigenbauers erzählt von einer geheimnisvollen Geige, die wunderschöne Klänge hervorbringt und durch Zufall drei Menschen zusammenführt, die sonst kaum etwas gemeinsam haben.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Einer davon spielt in der Gegenwart und führt die drei Hauptcharaktere zusammen.
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und doch sind sie alle von der Geige fasziniert. Ihre Geschichte verfolgen wir im zweiten Handlungsstrang und erfahren dabei nicht nur, wie die Geige geschaffen wurde, sondern auch, durch welche Hände sie im Laufe der Zeit gegangen ist.
Musik selbst hat bereits etwas Beruhigendes, daher verwundert es nicht, dass auch diese Geschichte eine ganz besondere Ruhe ausstrahlt. Evie Woods verzaubert mal wieder mit ihrem atmosphärischen Schreibstil und einer ebenso zauberhaften Geschichte.
Schade, dass man Bücher nicht hören kann, denn ansonsten bin ich mir sicher, dass die Klänge der Geige die Lesenden zusätzlich in ihren Bann gezogen hätten. Doch auch ohne sie hören zu können, schafft es die Autorin, die Musik allein durch ihre Worte lebendig werden zu lassen.
Die Entwicklung der Geschichte hatte für mich genau das richtige Tempo. Fast wie ein Musikstück, das leise beginnt, sich immer weiter aufbaut und schließlich in einem voluminösen Finale endet, dessen Klänge auch danach noch im Körper nachhallen.
Evie Woods hat auf jeden Fall mal wieder Großartiges geleistet und eine Geschichte geschaffen, bei der man sich einfach rundum wohlfühlt. Für mich ein wunderschönes und atmosphärisches Leseerlebnis, das noch ein wenig nachklingt.
Mordermittlungen mit kaiserlichem Charme
Sisi ermittelt - Tod in Schönbrunn von Fritzi von Wahl
Ein neuer Fall für Sisi – und diesmal geht es nicht nur um gestohlene Diamanten, sondern sogar um Mord. Wer treibt sein Unwesen im Schloss Schönbrunn und bringt die Gäste der Kaiserin um?
Wer bereits den ersten Band kennt, weiß: Sisi lässt sich durch nichts einschüchtern und möchte natürlich auch diesmal direkt an vorderster Front bei den Ermittlungen dabei sein.
Doch schnell merkt sie, dass sie nicht einmal weiß, ob sie ihren engsten Freunden wirklich trauen kann und dass sie sich mit ihren Nachforschungen womöglich selbst in Gefahr bringt.
Einige der Charaktere kennt man bereits aus dem ersten Band, weshalb ich empfehlen würde, mit diesem zu starten. So lassen sich die Beziehungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren noch besser nachvollziehen. Gerade das Zusammenspiel der Charaktere hat für mich einen großen Teil des Charmes der Geschichte ausgemacht.
Der Schreibstil ist locker und herrlich leicht zu lesen und entführt einen direkt in ein richtiges Cozy-Crime-Abenteuer. Besonders die Kombination aus historischem Setting, bekannten Persönlichkeiten und einem klassischen Mordfall hat mir gut gefallen. Die historischen Details fügen sich dabei wunderbar in die Geschichte ein, ohne dass die Handlung dadurch trocken wirkt.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal ordentlich an Fahrt auf und die Auflösung des Falls hält so einige Twists bereit. Dadurch bleibt es bis zum Schluss spannend und man darf sich immer wieder fragen, wem man eigentlich trauen kann.
Insgesamt ist Tod in Schönbrunn für mich ein wirklich gelungener Cozy Crime, der mit sympathischen Charakteren, einer spannenden Geschichte und jeder Menge historischem Charme überzeugt. Die historischen Details sind dabei für mich das besondere I-Tüpfelchen. Eine unterhaltsame Mischung, die Lust auf weitere Fälle mit Sisi macht.
Ein Pageturner voller unerwarteter Wendungen
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Dieses Buch hat mich direkt von Anfang an fesseln können und mich bis zum Ende in seinen Bann gezogen. Nicht nur das eigentliche Thema, welches hinter der Geschichte steht, sondern auch der spannende Schreibstil haben mich förmlich an das Buch gefesselt.
Dabei schwebt immer die Frage im Raum: Was passiert wirklich in dieser geschlossenen Community und wem kann man überhaupt trauen? Immer wenn man denkt, man hätte nun einigermaßen verstanden, was hinter den Geschehnissen steckt, kommt plötzlich eine unerwartete Wendung, die das bisherige Bild wieder völlig ins Wanken bringt und neue Fragen aufwirft.
Genau das ist für mich die perfekte Grundlage für einen gelungenen Pageturner, bei dem man einfach immer weiterlesen möchte.
Besonders gut hat mir auch Laura als Protagonistin gefallen. Sie ist ein wirklich starker Charakter, der sich nicht einfach mit den Gegebenheiten abfindet, sondern hinterfragt, nach Antworten sucht und dabei immer wieder über sich selbst hinauswächst. Aber nicht nur ihre Perspektive hat dafür gesorgt, dass ich die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert habe und unbedingt wissen wollte, wie sich alles für sie entwickeln wird, sondern auch die ihrer Schwester Lea. Wir sehen bei Lea eine ziemlich starke Entwicklung, die für viele vielleicht nicht so nachvollziehbar, aber sicherlich kein Einzelfall ist.
Die verschiedenen Handlungsstränge und Zeitebenen sind sehr gelungen miteinander verwoben und fügen sich nach und nach zu einem immer größeren Gesamtbild zusammen. Dabei schafft es die Autorin, genau so viele Informationen preiszugeben, dass man zwar miträtseln kann, aber trotzdem immer wieder überrascht wird.
Auch die Atmosphäre hat mich überzeugt. Sie ist durchgehend bedrückend und teilweise beklemmend, und das, obwohl die Handlung in einer eigentlich so makellosen und idyllischen Kulisse spielt. Gerade dieser Kontrast hat für mich einen besonderen Reiz ausgemacht.
Für mich ist dieses Buch ein absoluter Pageturner, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die spannende Handlung, die unerwarteten Wendungen, die besondere Atmosphäre und allen voran Laura als starke Protagonistin haben mich vollkommen überzeugt. Ein Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte und das von mir eine klare Leseempfehlung bekommt.
Eine eingeschworene Gemeinschaft mit vielen Geheimnissen
Home Story von Cleo Konrad
Beim Steingruberhof passiert ein schrecklicher Mord und natürlich gerät die dort lebende Gemeinschaft ins Visier der Polizei. Die Aussteiger, die dort leben, sind alle aus unterschiedlichen Gründen auf dem Hof gelandet und trotz ihrer sehr verschiedenen Charaktere halten sie fest zusammen. Und dennoch merkt man schnell, dass es auf dem Hof viele Geheimnisse gibt.
Genau diesen versucht Eva auf den Grund zu gehen. Sie ist die Tochter der Hofbesitzerin und mittlerweile Anwältin in München. Auch sie kennt die tote Journalistin, weshalb sie auf den Hof zurückkehrt und die Bewohner juristisch unterstützt. Dabei deckt sie selbst Dinge auf, die lieber im Verborgenen geblieben wären. Und auch innerhalb der Gemeinschaft beginnt es zu bröckeln.
Es beginnt ein spannendes Rennen gegen die Zeit und ein gelungenes Verwirrspiel der Autorin. Wem kann man trauen und wer steckt hinter dem Mord?
Die Kapitel werden aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, sodass wir Einblicke in die Perspektiven von Eva, Wilma, Teddy und Toni bekommen. Ein cleverer Twist, der mich jedoch nicht zu 100 % überzeugen konnte, war vor allem der letzte Erzählwinkel. Denn Toni blickt mit ihren zehn Jahren ganz anders auf das Geschehen und spricht beispielsweise von den Monstern im Wald. Auch wenn mir als Lesende klar war, dass es sich hierbei um viel kindliche Fantasie handelt, konnte mich diese Erzählperspektive nicht ganz abholen.
Die anderen Perspektiven fand ich jedoch sehr gelungen. Der Schreibstil fängt die verschiedenen Blickwinkel wunderbar ein, ist fesselnd und schafft genau die Stimmung, die man sich beim Lesen des Klappentextes erhofft: ein abgelegener Hof, dessen Bewohner von außen wohl eher kritisch betrachtet werden.
Die Wendungen in der Geschichte kamen unerwartet und ich wurde mehr als einmal geschickt auf eine falsche Fährte gelockt. Am Ende setzten sich die Puzzleteile zu einem gelungenen Gesamtbild zusammen. Eine Geschichte, bei der die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Charaktere, die man immer mehr ins Herz schließt, auch wenn sie zunächst als Aussteiger natürlich etwas suspekt wirken. Und eine Atmosphäre, die auch nach dem Beenden des Buches noch nachwirkt.
Bis auf die kleinen Schwächen bei Tonis Sichtweise, die mir persönlich nicht ganz gefallen hat, aber durchaus zur Geschichte und ihrem Charakter passen, kann ich dieses Buch absolut weiterempfehlen.
Ein persönliches Highlight für mich war außerdem der Erzählort der Geschichte, da ich selbst aus der Gegend stamme und mir den Handlungsschauplatz dadurch besonders gut vorstellen konnte.
Ein absolut gelungener Debütroman
Wir waren Artisten von Evelyn Scala Schreiber
Wir kennen wohl alle den Zirkus und sicherlich ist auch vielen bewusst, dass die Artisten nicht immer das einfachste Leben haben. Aber wie war es vor über 100 Jahren, Teil eines Zirkus zu sein? Dem geht die Autorin auf die Spur, indem sie einen Teil ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt.
Wir begleiten Bertha dabei, wie sie ihr bürgerliches Leben zurücklässt, um mit Baptiste und dem Zirkus weiterzureisen.
Für Baptiste und für die Liebe begibt sie sich in eine ihr völlig unbekannte Welt, die mit ihrem früheren, luxuriösen Leben nur wenig gemeinsam hat.
Wir erleben mit ihr Höhen und Tiefen, erfahren, dass das Leben nicht jeden Tag nur Freiheit bedeutet, sondern oft auch ein Kampf ums Überleben ist. Und wir begleiten sie dabei, wie sie verschiedene Schicksalsschläge verkraften muss. Doch sie tut es für die Liebe zu Baptiste, auch wenn es nicht so leicht ist, Teil der eingeschworenen Zirkusfamilie zu werden. Denn für diese ist und bleibt sie zunächst eine Private, eine von außen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Handlung wirkt realistisch, auch wenn wir nicht erfahren, was genau auf wahren Begebenheiten beruht und was ergänzt wurde. Ich mochte besonders die Tatsache, dass der Zirkus eben nicht nur als wunderbare, schillernde Welt dargestellt wurde, sondern auch die harten Zeiten ihren Platz bekommen haben. Denn das Zirkusleben war damals sicherlich nicht einfach. Zwar wurden die Vorstellungen gut besucht, aber dennoch waren Zirkusleute in der Bevölkerung nicht immer sonderlich beliebt.
Berthas Entwicklung ist der Autorin sehr gut gelungen, vor allem, da sie anfangs selbst nicht wirklich wusste, worauf sie sich einlässt, als sie mit Baptiste mitgereist ist. Und auch die Nebencharaktere waren super interessant, haben alle total unterschiedlich agiert und waren dennoch eine große Familie. Auch spannend fand ich die ganzen Verbindungen unter den einzelnen Zirkusen.
Die Geschichte selbst könnte im ersten Moment etwas schnell erzählt wirken, tatsächlich zieht sich die Handlung aber über mehrere Jahre. Und auch wenn der Band in sich ziemlich gut abgeschlossen ist, freue ich mich schon sehr auf die weiteren Teile und kann es kaum erwarten zu lesen, was aus Bertha und ihrer Familie geworden ist.
Gelungener Auftakt mit Potenzial für mehr
Tödliches Wien von Katja Wilhelm
Dieses Buch ist der erste Band einer Reihe und bietet einen soliden Einstieg in das Team der sogenannten Soko „Reha“. Die Einheit besteht aus drei Personen, die alle mehr oder weniger auf dem Abstellgleis gelandet sind, gleichzeitig aber so gut in ihrem Job sind, dass man auf ihre Fähigkeiten nicht verzichten möchte.
Die Charaktere sind teils etwas speziell und bringen alle ihre eigenen Ecken und Kanten mit. Gerade das macht sie jedoch interessant. Trotz ihrer Unterschiede ist der Zusammenhalt im Team stark ausgeprägt. Jeder kennt die Stärken der anderen, sodass die Zusammenarbeit wie ein gut eingespieltes Uhrwerk funktioniert. Besonders deutlich wird das, als Hilde unter Verdacht gerät und vom Dienst suspendiert wird. Erst dann merkt man, wie sehr ein einzelnes Zahnrad im Gefüge fehlt und welche Auswirkungen das auf das gesamte Team hat.
Die Geschichte ist spannend erzählt, und natürlich wollte ich unbedingt herausfinden, was hinter den Taten steckt. Nach und nach kristallisiert sich zwar heraus, wer möglicherweise dahinterstecken könnte, doch die Autorin setzt die einzelnen Puzzleteile mit viel Fingerspitzengefühl und Spannung zusammen. Dadurch bleibt die Neugier bis zum Schluss erhalten.
Das Ende schließt zwar einen Teil der Handlung zufriedenstellend ab, lässt aber gleichzeitig noch viele Fragen offen und bereitet den Boden für weitere Bände der Reihe.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft für mich das Setting. Die Geschichte hätte theoretisch an vielen Orten spielen können. Gerade weil ich mich auf Wien als Schauplatz gefreut hatte, hätte ich mir gewünscht, dass die Stadt stärker in die Handlung eingebunden wird. Immer wieder musste ich mich selbst daran erinnern, dass die Geschichte tatsächlich dort spielt und nicht in einer beliebigen anderen Großstadt.
Insgesamt ist der Auftakt gelungen und bietet eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und einem funktionierenden Spannungsbogen. Zwar sehe ich insbesondere beim Setting noch etwas Luft nach oben, dennoch hat mich das Buch neugierig auf die Fortsetzung gemacht, und ich freue mich darauf, das Team der Soko „Reha“ in weiteren Fällen zu begleiten.
Ein Buch, das Lust auf mehr Farbe macht
Dopamine Style von Rachel Verney
In diesem Buch erhält man viele Einblicke in die Grundlagen des Dopamine Decor. Das ist insgesamt sehr gut gelungen, man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass es sich tatsächlich um ein Grundlagenbuch handelt. Wer tiefgehende Tipps oder zahlreiche DIY-Anleitungen erwartet, wird diese hier nicht finden.
Das Buch ist wunderschön gestaltet und strahlt Dopamine Decor von vorne bis hinten aus. Die verschiedenen Wohnungsbeispiele zeigen, wie vielfältig dieser Einrichtungsstil sein kann. Immer wieder wird betont, wie wichtig Farben sind und dass diese – auch wenn ein bunter Look gewünscht ist – harmonisch zusammenpassen sollten. Für mich persönlich war das nichts Neues, weshalb ich die häufige Wiederholung dieses Aspekts stellenweise etwas überflüssig fand.
Ich hätte mir zudem ein paar mehr konkrete Tipps gewünscht, wo man Dekoartikel und ähnliche Dinge finden kann. Die wenigen Hinweise am Ende des Buches bezogen sich überwiegend auf Farben oder auf Unternehmen, die in England ansässig sind.
Ich möchte aber nicht, dass das zu negativ klingt. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen, mochte die Gestaltung sehr und fand die zahlreichen Ideen inspirierend. Als Einführung in das Thema ist es definitiv gelungen, für konkrete Anleitungen oder detailliertere Tipps würde ich allerdings zusätzlich andere Quellen heranziehen.
Besonders die Bilder haben mir gefallen und bieten jede Menge Inspiration. Noch mehr Vorher-Nachher-Vergleiche hätte ich allerdings schön gefunden. Ganz am Anfang des Buches gab es beispielsweise ein solches Beispiel, das ich besonders gelungen fand. Auch die Gegenüberstellungen von Räumen mit unterschiedlicher Dekoration oder verschiedenen Teppichen fand ich spannend, da sie sehr anschaulich gezeigt haben, wie stark einzelne Elemente die Wirkung eines Raumes verändern können.
Man sollte dabei allerdings auch bedenken, dass nicht jeder über ausreichend Stauraum verfügt, um beispielsweise mehrere Teppiche zum Wechseln aufzubewahren. Gleiches gilt für manche andere Ideen oder Empfehlungen. Wer in einer Mietwohnung lebt, kann schließlich nicht jede Veränderung ohne Weiteres umsetzen.
Wer es bunt mag, erste Einblicke in das Thema Dopamine Decor gewinnen oder sich einfach inspirieren lassen möchte, macht mit diesem Buch nichts falsch. Außerdem lernt man einige Instagram-Accounts kennen, auf denen man sich weitere Ideen und Anregungen holen kann.
Zwischen Liebe, Verlust und Hoffnung
In the Likely Event - Bis wir uns wiedersehen von Rebecca Yarros
Was, wenn es nie den richtigen Zeitpunkt gibt und man sich stattdessen mitten in einem Kriegsgebiet wiedersieht? Genau das passiert Nate und Izzy. Bereits auf den ersten Seiten wird deutlich, dass zwischen den beiden noch immer ungelöste Gefühle und Spannungen bestehen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere erzählt.
Dabei bewegt sie sich einerseits im Jahr 2021 in Afghanistan und greift andererseits immer wieder Rückblicke auf die Jahre seit ihrem Kennenlernen im Jahr 2011 auf. Nach und nach setzt sich so das Bild ihrer gemeinsamen Vergangenheit zusammen.
Wer bereits Bücher von Rebecca Yarros gelesen hat, weiß, wie fesselnd ihr Schreibstil ist. Sie schafft es immer wieder, ihre Leserinnen und Leser emotional vollkommen mitzunehmen. Schon bevor ich mit dem Buch begonnen habe, war mir klar, dass ich vermutlich Taschentücher bereithalten sollte – und ich sollte Recht behalten.
Die Geschichte von Nate und Izzy ist geprägt von Höhen und Tiefen, von verpassten Chancen und schwierigen Entscheidungen. Dennoch ist auf jeder Seite diese tiefe Verbundenheit zwischen ihnen spürbar. Der Wunsch, den anderen beschützen zu wollen, die Angst vor einer Zurückweisung und die Frage, ob die eigenen Gefühle erwidert werden, verleihen der Geschichte eine besondere Intensität.
Während sich die beiden langsam wieder annähern, spitzt sich auch die Lage in Afghanistan immer weiter zu. Dadurch entsteht eine Spannung, die einen bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Man fiebert die ganze Zeit mit und hofft, dass für die beiden am Ende doch noch alles gut wird.
Für mich ist dieses Buch eine herzergreifende Geschichte über Liebe, Verlust, Hoffnung und zweite Chancen. Von mir gibt es daher eine absolute Lese- und Taschentuchempfehlung!











