Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:
Schicksal?
Mameleben von Michel Bergmann
Ein Buch über das Schicksal, das Leid, das den Juden im 2. Weltkrieg zugefügt wurde. Hier wird diese Zeit aber nur am Rande behandelt. Hauptsächlich geht es um das Leben danach und um das Verhältnis des Autors zu seiner Mutter.
Sehr gut gefallen hat mir, dass Bergmann nichts beschönigt sondern zugibt, dass er sich mit seiner Mutter schwer getan hat.
Ansonsten bringt dieses Buch - zumindest für mich - keine neuen Erkenntnisse.
Vielschichtig
Ungebetene Gäste von Ayelet Gundar-Goshen
Diese Geschichte verursacht von Beginn an ein beklemmendes Gefühl. Naomi fühlt sich unwohl so alleine in Gegenwart des arabischen Handwerkers. Dies ist aber nur ein Gefühl, das die israelische Autorin uns vermittelt. Sehr gekonnt erzählt sie eine vielschichtige Geschichte.
Große Empfehlung!
Magisch
Das Geschenk von Gaea Schoeters
Diese Autorin kann schreiben! Und wie! Erst mal mit dem Lesen begonnen, kann ich mich nicht mehr von den Seiten lösen. Diese Geschichte eignet sich hervorragend dazu, sie in einem Rutsch durchzulesen :-)
Die Geschichte ist süffig, interessant, nie langweilig. Man möchte wissen, wie es mit den vielen Elefanten in Deutschland weitergeht.
Wie wird diese Nation dieses Problem bloß lösen?
Das Buch gibt - so man will - viele Denkanstöße. Wenn man das nicht möchte, hat man eine lustige, tragische, ungewöhnliche Lektüre für einen wunderbaren Nachmittag.
Unrund
Fassaden von Lauren Elkin
Den Lobpreisungen dieses Buches kann ich nicht zustimmen.
Anna kommt nach einer Fehlgeburt nicht mehr in die Gänge. Sie schafft es nicht, sich zur Arbeit aufzuraffen, mag aber auch nicht zu ihrem Mann nach London ziehen. Sie freundet sich mit ihrer neuen Nachbarin an.
Die Geschichte spielt 2019. Der Mittelteil des Buches spielt 1972 und zeigt die Familie, die damals in dieser Wohnung gewohnt hat.
Wieso dies so konstruiert ist, ist mir nicht ganz klar geworden.
Ich empfand das Buch als unspektakulär, manchmal langatmig. Nichts, was man gelesen haben müsste.
Schonungslose Offenheit
Ein Sommer in Niendorf von Heinz Strunk
Ach wir herrlich! Ich bin seinen Büchern verfallen. Er schreibt unverfälscht und schonungslos offen. Zerrt erbarmungslos und unverschönt die menschlichen Abgründe ans Tageslicht.
Großartige Unterhaltung!
Beziehungschaoten
Daily Soap von Nora Osagiobare
Ambitioniert, lustig, verworren - alles trifft zu. Aber in meinen Augen doch von allem etwas zu viel.
Deutliche, klare Sprache. Aber es enthält viele Ausdrücke, die mir nicht geläufig waren. Vielleicht bin ich auch zu alt für dieses Buch.
Den Aufbau des Romans finde ich klug und rasant. Aber die Geschichte war mir doch etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Familie - das größte Gut
Hier muss es sein von Maggie O'Farrell
Ein vielschichtiges Buch, das zwar sehr leicht lesbar ist, für das man aber dennoch einen ausgeruhten Geist braucht. Ansonsten kommt man mit den verschiedenen Zeitebenen und den vielen unterschiedlichen Blickwinkeln der ProtagonistInnen schlecht zurecht.
Die Figuren sind gut gezeichnet, die Charaktere gut erkennbar.
Und dies obwohl zeitlich und inhaltlich große Sprünge/Lücken bestehen. Eine Meisterleistung!
Große Empfehlung!
Großartig
Dunkle Momente von Elisa Hoven
Was für ein Buch! 9 Fälle, die die Strafverteidigerin Eva Herbergen vor Gericht vertritt. Sie bohrt und sucht so lange, bis sie die Wahrheit kennt. Bis ihr die Hintergründe, die zu der Tat geführt haben, bekannt sind.
Großartig geschrieben hat es mich völlig in den Bann gezogen. Ich musste mich zwingen, das Buch aus der Hand zu legen.
Lesen! Unbedingt!
Skurril
Nimms nicht persönlich von Tom Hofland
Ein sonderbares Buch. Es beginnt interessant und glaubwürdig, driftet aber immer weiter in völlige Absurdität ab. Obwohl es sprachlich sehr gut ist und es mir zu Beginn auch wirklich gut gefallen hat verstehe ich nicht, was der Autor durch/mit dieser Geschichte sagen will. Sorry. Ich komme mit dieser Geschichte nicht klar.
Schade, da ich es sprachlich sehr gut fand.
Verlorene Kindheit
Brunnenstraße von Andrea Sawatzki
Das Buch hat mich umgehauen. Ich hatte mir ganz etwas anderes erwartet. Und dann befand ich mich an der Seite eines Kindes, das sich um den Vater kümmern musste, weil die Mutter die Familie durchzubringen hatte. Erschütternd! Das muss Realität sein denn sowas würde sich niemand ausdenken.
Große Empfehlung.
Allerdings keine leichte Kost.











