Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:
Ein Meisterstück
Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels von Vea Kaiser
Vea Kaiser hat es schon wieder geschafft, mich zutiefst zu beeindrucken. Eine rasante, interessante Story. Perfekt erzählt. Ein durch und durch österreichisches/wienerisches Buch. Spannend vom ersten bis zum letzten Satz.
Unbedingt lesen!
Dieses Buch hat mich umgehauen!
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel
Die Geschichte umreißt das Leben von Margarethe und Hardy. Von der Nachkriegszeit bis heute. Beschreibt deren Leben im Kinderheim, ihr Aufwachsen und ihr Erwachsenenleben bis ins hohe Alter. Anhand dieser packenden Geschichte werden die Missstände in den Heimen beschrieben. Welche Traumata dadurch entstehen können und wie sie einen das ganze Leben hindurch begleiten.
Wie Probleme auf Kinder und Kindeskinder unbewusst übertragen werden.
Ein Buch, das mich emotional umgeworfen hat. Tieftraurig. Zugleich so spannend erzählt, dass ich unmöglich auf hören konnte zu lesen.
Unbedingt lesen! Diese Autorin ist für mich eine große Bereicherung.
Medienliebe
Aufsteiger von Peter Huth
In der Redaktion eines Magazins gibt es einen Paradigmenwechsel. Die 'alten', 'verstaubten' Ansichten sollten einem neueren, frischerem Auftritt weichen. Folglich muss auch der alte Chefredakteur seinen Platz freimachen. Wer sollte schon nachfolgen, außer Felix, der sich immerhin schon jahrelang auf diesen Posten vorbereitet.
Das Buch liest sich spannend wie ein Krimi, lebendig wie ein Artikel in einem Klatschmagazin. Die Figuren sind sehr greifbar und realistisch gezeichnet. Die Geschichte ist mit ihren Themen sehr aktuell. Erzählstil und Sprache machen das Buch leicht lesbar. Ich wollte unbedingt dranbleiben und wissen, wie es weitergeht.
Klare Leseempfehlung!
Gesellschaftsspiel von Dora Zwickau
Ich dachte, ich hätte hier einen Familienroman vor mir. War es ja auch. Aber nur im Hintergrund. Tatsächlich ging es um den Versuch, in einer Stadt eine direkte Demokratie einzuführen. Jede Person, die dort lebt, kann mittels Eingaben in einer App mitbestimmen, was passiert.
Hört sich gut an. Für mich ist dieser Gedanke aber auch schon alles, was ich aus diesem Buch mitnehme.
Eine unausgegorene Story die sich durch viele Chat- und Mailverläufe unterbrochen wird, deren Sinn mir sich leider nicht erschlossen hat.
Ostblockherz von Didi Drobna
Didi ist noch ein Kleinkind, als ihre Eltern mit ihr von der Slowakei nach Österreich ziehen. Dies ist aber kein Buch, das wehmütig auf die alte Heimat blickt. Hier werden auch kaum die Probleme, die Hinzugezogene in Österreich haben, thematisiert. Vielmehr geht es um die Beziehung zwischen Didi und ihren Eltern, insbesondere zu ihrem Vater.
Ein Buch, das mich sehr berührt hat.
Empfehlung!
(K)ein Heimatroman?
Zwei Leben von Ewald Arenz
Was sich über weite Teile liest wie ein Heimatroman, gipfelt in einem großen Showdown mit der Aussicht, dass es im Leben immer verschiedene Wege gibt.
Die klare, schöne Sprache macht das Buch leicht lesbar. Eine feine Story für ein verregnetes Wochenende.
Ma Vie
Die Passantin von Nina George
Jeannes Flugzeug stürzt ab. Niemand weiß, dass sie nicht daringesessen hat. Sie nützt die Gelegenheit und 'verschwindet' aus ihrem alten Leben. Bastelt sich eine neue Identität, setzt sich mit ihrem bisherigen Leben auseinander.
Dies ist die Rahmenhandlung. Es geht aber um so viel mehr. Um unterdrückte Frauen, zielstrebige Frauen, Frauen die ausbrechen aus ihren (selbst gewählten?) Strukturen.
Ein Buch, das mit Bedacht und aufmerksam gelesen werden muss, damit man die vielen klugen Gedanken und Denkanstöße auch tatsächlich wahrnimmt. Keine Lektüre, in der man zwischendurch ein paar Seiten lesen kann, um abzuschalten. Die besondere Schreibweise veranlasst sonst, zu viel interessantes zu überlesen.
zum Beispiel:
Religionen sind das größte Marketing, das sich patriarchische Gesellschaften je haben ausdenken können, um Frauen an die kurze Leine zu nehmen. S 108
Die beliebtesten Märchen in der westlichen Welt erzählen uns, dass sich Frauen immer nur vor anderen Frauen fürchten sollten (der Hexe, der bösen Königin, der bösen Stiefmutter usw.). Hingegen sind Männer - egal ob sie von Prinzen, Zwergen oder Fröschen dargestellt werden, die Retter der Frauen. vgl. S 238
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Mich konnte das Buch weder inhaltlich noch sprachlich erreichen.
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Botanik des Wahnsinns von Leon Engler
Leon studiert nach einigen Fehlversuchen Psychologie und arbeitet anschließend in der Psychiatrie. Hier versucht er seine Familiengeschichte aufzuarbeiten. Eine Geschichte vollgestopft mit Depressionen, Psychosen und Schizophrenie.
Ein eigenartiges Buch, das mich etwas ratlos zurücklässt. Ich denke, der Autor weiß, wovon er schreibt.
Aber... welcher Lesende möchte dies in dieser Form lesen? Ich nicht! Ein Buch voller negativer Erfahrungen. Ein Buch, das mir meine gute Laune verdarb. Hier bleibt kein Zuspruch, nichts Aufmunterndes über.
Sprachlich und stilistisch ist der Roman sehr gut. Aber inhaltlich hat es mir überhaupt nicht gefallen. Ich wüsste nicht, wem ich dieses Buch empfehlen könnte.
Verschiedene Sichtweisen
Schwiegermutter von Moa Herngren
Asa darf ihr Enkelkind nicht sehen. Wie und warum dies so ist, damit beginnt dieses Buch. Erst wird die Geschichte aus Asas Blickwinkel erzählt. Dann bringen andere ProtagonistInnen ihre Sichtweisen vor und meine zuvor eindeutig bezogene Position wird dadurch über den Haufen geworfen. Das Leben ist eben nicht eindeutig und geradlinig.
Ein ganz besonderer Bücherschatz! Klare Leseempfehlung!











