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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Schwächer als die Vorgänger

Vielleicht hat das Leben Besseres vor von Anne Gesthuysen

Anna von Betteray, die evangelische Pastorin der kleinen Gemeinde, und
Heike, erschüttert von einem tragischen Unfall ihrer 15-jährigen Tochter Raffaela, sind Hauptfiguren in diese Roman, der eine Mischung aus Krimi und Familiengeschichte ist.

«Vielleicht hat das Leben Besseres vor» knüpft an das Buch «Wir sind doch wer» an und war für mich leider eine Enttäuschung.

Mir war das Buch einfach zu überladen und oberflächlich. Ob gewichtige Themen, Klischees oder übertriebene Figurendarstellung. Hier fehlte ein ausgeglichenes Maß und die humorvolle Leichtigkeit, die der Klappentext erhoffen ließ. Ich war zunehmend gelangweilt, auch von der Konstruiertest, und hätte das Buch am liebsten abgebrochen. Das war einfach nichts für mich und ist nicht mit «Wir sind doch Schwestern» vergleichbar. Allerdings kann der Roman auch ohne Vorkenntnisse der zwei Vorgänger gelesen werden.

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Schwächer als die Vorgänger
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Sehr unterhaltsam und mitreißend

Dark Cinderella von Anya Omah

«Dark Cinderella» ist der erste Band der Northern-Royals-Dilogie und hat den fiesesten Cliffhanger aller Zeiten. Da fällt es schwer, Geduld zu haben, aber die Fortsetzung erscheint glücklicherweise noch in diesem Jahr (im August). Anya Omah hat die Story so geschickt aufgebaut, dass man durch die wechselnden Perspektiven sehr gut mit Sofia und Maximilian mitfiebern kann.

Dadurch werden sie einem schnell vertraut. Ich wollte eigentlich nur mal reinlesen, habe es dann aber verschlungen. Warum? Das luxuriöse Royale-Seeting ist faszinierend, die Romance smart und die kleine Detektivgeschichte spannend. Sofia hegt keinen finanziellen Hintergedanken, wie ihr unterstellt wird, als sie das Geheimnis der Prinzessin erfährt, sondern sie will die Wahrheit herausfinden. Sie verschleiert ihre wahren Absichten und bekommt trotzdem das volle Vertrauen des Prinzen und seiner Schwester Linnea. Vieles wird in diesem Buch nur angedeutet und man bekommt erste Brotkrümel zugeworfen, wie ein tragisches Ereignis, welches vor sieben Jahren mit Sofias Schwester Nora zutun haben muss oder das Verschwinden von Alva - zu dem noch jegliche Details fehlen.

Die ehrfürchtige Bücherpflege der mitunter fünfhundert Jahre alten Bücher und die „Verwendung von Fledermäusen zur biologischen Schädlingsbekämpfung“ gehört zu meinen Lieblingsstellen im Buch. Was ich auch toll fand: Kronprinz Maximilian ist anderes als erwartet und tritt freundlich, zuvorkommend, respektvoll und authentisch auf. Sofia ist mutig und fest entschlossen, muss aber auch einiges einstecken, um nicht aufzufliegen und verstrickt sich immer tiefer in ihr Lügengebilde. Maximilian und Sofia begegnen sich sehr häufig und können der Anziehung gar nicht entkommen. „Unsere Zufallsbegegnungen werden langsam zur Gewohnheit.“ Da spürt man die Konstruktion nur allzu deutlich, aber stört diesmal gar nicht. Ob Trinkspiele mit Champagner oder andere luxuriöse Privatorte - es ist äußerst unterhaltsam und gut geschrieben.

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Sehr unterhaltsam und mitreißend
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Cold Case Mordserie auf der Spur

Dorn. Hotel der Angst von Jan Beck

Dies ist der erste Fall für den eigenbrötlerischen Kriminalpsychologen Simon Dorn und die jungen Kriminalpolizistin Lea Wagner. Man erfährt, wie abenteuerlich sie sich kennenlernen, warum ein weißer Hund dabei eine Rolle spielt und wie sie einen Serienkiller jagen, nachdem es persönlich wurde.
Was verbirgt sich hinter dem Zimmer 103? Wer ist das Böse, vor dem die Frau und der Mann im Prolog zu flüchten scheinen? Das sind nur zwei von zahlreichen Fragen, die mir anfangs durch den Kopf gingen.

Es hat mir gut gefallen, dass ich dieses Spiel nicht durchschauen konnte und das Finale für Spannung und Überraschung gesorgt hat. Auch die Charaktere sind interessant, wobei Dorn und Wagner für eine weitere Zusammenarbeit viel Potenzial bieten.
Die vermögende Karla Hofbauer vom Cold Case Management am Bundeskriminalamt Wien war der einzige Kontakt Dorns zur Außenwelt. Als sie in Hamburg ermordet wird, war sie auf der Suche nach dem Teufel und Simon Dorn gerät in Bedrängnis, weil er in dem leerstehendem Hotel Dornwald gefangen ist und ihm jetzt die finanziellen Mittel fehlen. Vom Pech verfolgt sieht er sich nach zahlreichen Schicksalsschlägen und der anhaltenden Angst und Trauer nicht im Stande das Hotel zu verlassen. Ein herausfordernder Umstand, um Fälle zu bearbeiten, den Autor Jan Beck interessant löst. Quasi Mordermittlung im Home Office. Der Thriller ist super lesbar, erzählt aus verschiedenen Perspektiven und ist ruckzuck verschlungen.

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Cold Case Mordserie auf der Spur
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Ein Davor und ein Danach

Die Schanze von Lars Menz

Die Ärztin Ella kehrt nach einer Trennung, trotz aufwühlender Vergangenheit, in ihr Heimatdorf zurück, zu ihrer Schwester und einer Privatpraxis, die sie nun leiten wird. Bei ihrer Rückkehr kommt alles wieder hoch, denn ein grausamer Mord erschüttert die Gemeinschaft, der zunächst für einen Suizid gehalten wird.

Der düstere und frostige Thriller setzt auf eine ruhige Erzählweise mit unterschwelliger Spannung und kurzen Sätzen, und zeigt, was ein schreckliches Verbrechen, Vertuschung um jeden Preis und Rachedurst mit einer kleinen Gemeinschaft anstellen können.
Es stehen nicht die Ermittlungen der Polizei im Vordergrund, sondern die eigenmächtige Detektivarbeit von Ellen und dem Reporter Merab, wobei auch falsche Fährten nicht fehlen dürfen. Wechselnde Perspektiven in der dritten Person geben verschiedene Einblicke und Rückblenden verleihen Ellen ein starkes Motiv für den Mord - oder ist alles Zufall?
Leider konnte mich das nicht so richtig fesseln und anfangs gab es ein Ereignis und eine Ahnung, die mich auf die richtige Spur brachte, die sich dann auch bestätigte. Wohlmöglich hat mir das ein bisschen den Spaß genommen und einiges fand ich unglaubwürdig umgesetzt. Deshalb vergebe ich solide 3 Sterne, würde aber eher andere Thriller empfehlen, die mich mehr mitreißen konnten.

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Ein Davor und ein Danach
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Liebenswerte Coming-of-Age-Geschichte

Klapper von Kurt Prödel

Der Roman beginnt mit einem erwachsenen Klapper, eigentlich Thomas, der an seine Freundschaft mit Bär, eigentlich Vivi-Marie, erinnert wird, die vor vierzehn Jahren ihren Anfang nahm. 2011 lernen sich die beiden in der Schule kennen. Bär ist die neue Mitschülerin und sie freundet sich mit dem Außenseiter Klapper an, bis es intensiver wird und bei einer Geburtstagsfeier zur Tragödie kommt.

Überwiegend ist der Roman aus der Sicht von Klapper geschrieben. Der einfach Erzählstil macht es leicht, sich einfach in das Buch fallen zu lassen, sich vom Retro-Vibe treiben zu lassen und mit Klapper mitzufühlen. Es zeigen sich vor allem die Einflüsse anderer auf sein Leben, während ihm vieles verborgen bleibt. Alle anderen Charaktere bleiben daher blass. Die Dialoge beweisen Humor, aber die Stimmung des Buches schlägt eher einen leicht gedrückten und wehmütigen Ton mit hoffnungsvollen Klängen an, und behandelt Einsamkeit, Mobbing und Depressionen in der Familie, während auch eingefangen wird, was Klapper fortan bewegt und begleitet. Als Lesende des Romans sind wir schlauer als die Hauptfigur, weil Bär uns seltene Einblicke gewährt, und trotzdem wartet ein überraschender Verlauf, wobei mir das Ende zu plötzlich kam.

Ein unterhaltsamer Coming-of-Age-Roman mit Charme, sprachlichem Witz und Herz über Freundschaft, Gaming und das Erwachsenwerden. Liest sich wunderbar weg und hinterlässt nicht nur ein paar schöne Zitate. Ich werde es weiterempfehlen.

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Liebenswerte Coming-of-Age-Geschichte
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Erschütternde Tragödie und mitreißender Thriller

Allein gegen die Lüge von Alex Finlay

Der 21-jährige Matt will einmal Filmemacher werden und studiert gerade in NYC, als er erfährt, dass seine Eltern und seine beiden jüngeren Geschwister in Mexiko ums Leben gekommen sind. Es ist eine tragische Ausgangslage, die viele Fragen aufwirft, als Hinweise auf Fremdeinwirkung auftauchen. Matts großer Bruder Danny sitzt seit sieben Jahren im Gefängnis und beteuert seine Unschuld und sein Vater Evan ist daran zerbrochen, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen - doch er gibt nicht auf.

Matt hat Zweifel und glaubt an die Schuld seines Bruders. Die erschienene True-Crime-Doku hat der Familie zu trauriger Berühmtheit verholfen und Evan wie einen Verrückten dargestellt. Im Buch finden sich auch ein paar Ausschnitte aus der Doku. Die Kapitel der verstorbenen Familienmitglieder Maggie, Evan und seiner Frau Liv hinterlaßen dabei immer ein bedrückendes Gefühl, denn wenige Zeit später waren sie tot. Durch diese Erzählweise nähert man sich auf Gegenwarts- und Vergangenheitsebene der Wahrheit an und das entfaltet eine starke Sogkraft. Umso mehr man die Familien Pine kennenlernt, um so herzzerreißender ist ihr Schicksal. Die Ermittlungen von Special Agent Sarah Keller haben mir besonders gefallen. Sie ist sehr beeindruckt von der verstorbenen 16-jährigen Maggie und lässt ihr Gerechtigkeit zukommen, was mich sehr gefreut hat. Keller und Mett versuchen herauszufinden, was seiner Familie wirklich zugestoßen war. Das zu verfolgen ist sehr spannend, auch wenn mich der Thriller nicht überraschen konnte, weil sich meine frühe Vermutung bestätigt hat. Jedes Detail ist jedoch nicht vorherzusehen und insgesamt hat mir der Thriller eine mitreißende und berührende Lesezeit beschert.

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Erschütternde Tragödie und mitreißender Thriller
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Jeder Anfang braucht ein Ende

Für immer von Maja Lunde

«Für immer» ist ein interessantes Gedankenexperiment. Maja Lunde führt einen erzwungene Stillstand herbei und lässt ihre Figuren in diesem Szenario verweilen. Als Beobachter ist es spannend zu sehen, wie sie damit umgehen. Die 21-jährige Ellen, die in einem Bestattungsunternehmen arbeitet und sich als Adrenalinjunkie bezeichnet, verliert Stabilität in ihrem Leben.

Ebenso die Krankenschwester Eva, für die sich mit der neuen Situation auch im Krankenhaus alles ändert - nur körperliches Verharren. Die menschliche Entwicklung ist nicht länger Teil des Kreislaufs, während sich alles andere weiterdreht. Es ist ein „Zustand von Nichtsterben und Nichtwachsen, einem Stillstand, einer Art Ewigkeit.“ Für niemanden ist eine Änderung der Lage absehbar. Diese Ungewissheit geht nicht spurlos an den Menschen vorbei. Die Protagonisten reagieren sehr unterschiedlich. Sie sind angehalten den Alltag beizubehalten.
Einige freuen sich über die gewonnene Zeit, sehen es als Geschenk, wie die Fotografin Jenny, die eine Krebsdiagnose erhalten hat und der nur ein halbes Jahr mit ihrer Familie geblieben wäre. Andere wittern eine Verschwörung oder sehnen sich nach Endlichkeit, wie Ellens Freund Philip, der eine extreme Entwicklung durchmacht. Das Rentner-Ehepaar Margo und Otto haben von Beginn an unterschiedliche Lebensvorstellungen und es hätte mir sehr gefallen, wenn auch Margo einige Kapitel bekommen hätte, da man nur Ottos Sichtweise kennenlernt. Es ist ein Roman mit dystopischem Charakter, der an die Pandemie erinnert und auch Bezüge zur Klimakrise und KI aufgreift, mit einem Ende, das nachdenklich macht.

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Sport, Freundschaft und beste Unterhaltung

Die Football-Freunde - Touchdown für die Grasdorf Rebels von Andreas Hüging

Jimmy King träumt davon, einmal den Super Bowl zu gewinnen. Football spielen bei den Grasdorf Rebels ist seine Leidenschaft und er hofft, auf diesem Weg einmal seinen amerikanischen Vater kennenzulernen.

»Rebels sind Gewinner, heute, morgen und für immer!«

Die Mannschaft hat keine profimäßige Ausrüstung, aber sie hält zusammen und zeichnet sich gerade durch die vielen verschiedenen Charaktere aus.

Die Ich-Perspektive von Jimmy konzentriert sich vor allem auf seine Sicht und das ist sehr unterhaltsam, sprachlich passend und witzig geschrieben.
»Warum werden nicht alle für das gemocht, was sie am besten können, statt für ihre Schwächen ausgelacht? Das werde ich wohl nie verstehen.«

Die dreißig Kapitel haben eine gut lesbare Länge und angenehme Übergänge. Manchmal wird alles ein wenig gerafft. Das Ende ist packend geschrieben, mit der Aussicht auf eine Fortsetzung, die schon in den Startlöchern steht. Insgesamt ein gelungener Auftakt über sportlichen Teamgeist, Freundschaft und Zusammenhalt, der auch die aktuelle Lebensrealität der lesenden Zielgruppe einfängt und ganz nebenbei für Football begeistert. Für die grau eingefärbten Football-Begriffe findet man übrigens eine Erklärung im Glossar am Ende des Buches. Auch die Namen und Gesichter der Grasdorf Rebels findet man im Vor- und Nachsatzpapier und einige weitere tolle Illustrationen im Buch. Es macht Spaß, lässt sich gut (vor)lesen und hat ein angenehmes Format. Endlich mal eine Alternative zu Fussball! Empfehlenswert!

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Die einzige Zeugin

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

»Mord im Himmelreich« ist der erste Cozy-Krimi aus der Feder von Autor Andreas Winkelmann, und ist der Auftakt einer humorvollen Verbrechens-Reihe auf dem bestens organisiertem Campingplatz Himmelreich in Potsdam. Möchtegern-Tatort-Kommissar, Poet, Camper und pensionierter Schauspieler Björn Kupernikus gerät zufällig in die Verstrickungen eines Mordes, als er einen kleinen Hund, später getauft auf den Namen Pinguin, rettet.

Die wasserscheue Hündin sitzt auf einem SUP und darunter befindet sich eine Leiche. Von Anfang an dabei ist die freiwillige Gehilfin Annabelle Schäfer, begnadete Köchin, pensionierte Lehrerin mit Besserwissergarantie und schillernde Künstlerin, ist mit ihrer offenen und zugewandten Art alle Sympathien gewinnt. Abgesehen von Pinguin, die alle Hundefreunde für sich gewinnen wird.

Kopernikus schafft es, mit Beobachtungsgabe und „Secondhand-Erfahrung“ aus Filmen und Büchern, den Fall zu lösen. Hier steht aber definitiv der Spaß im Vordergrund, denn der Fall ist nicht knifflig, trotz zahlreicher schräger verdächtiger Personen. Es ist eben ein Wohlfühlkrimi zum Abschalten, der gelungene Unterhaltung bietet. Es gibt einige kulturelle Anspielungen, auch viel zum Thema Campen. Ich mochte diese kleinen poetischen Sprüche, die Kopernikus einstreut hat und die Sehenswürdigigkeiten, die in dem schönen Caputh erwähnt werden.Wer humorvoll überzeichnete Charakter mag, ein bisschen miträtseln möchte und dazu in einem Setting mit Urlaubsfeeling verweilen will, könnte eine vergnügliche Lesezeit im Himmelreich haben. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung.

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Mitreißend, atmosphärisch und mystisch

Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

1913, kurz von Beginn des zweiten Weltkriegs, reisen die Lektorin Paula und ihr Verlobter und Autor Jonathan ins Baltikum zu einem schauerlichen Herrenhaus, um dort die Abgabe des Manuskripts des Schriftstellers Aschenbrand zu beschleunigen und mitzunehmen. Jonathan ist glühender Verehrer seiner Arbeit und Paula hatte einen regen Kontakt mit dem Autor, den sie nun zum ersten Mal persönlich trifft.

Dieser Erzählstrang wird aus der Ich-Perspektive von Paula erzählt, während die andere Perspektive zwanzig Jahre in die Zukunft springt, in der Kommissar Cornelius in Leipzig einen Mord aufklären will. Bei seinen Ermittlungen sind es vor allem die Begegnungen, die Verhöre, die er führt, um Informationen zu sammeln, und die Dialoge, die sich daraus ergeben, die die Handlung formen. Dabei angelt er sich von einem Hinweis zum nächsten. Hier begegnen Cornelis kuriose Dinge, wie Geisterbeschwörung und erotische Darstellung sowie gefährliche Personen. Seine Freundin und Musiklehrerin Felicie bildet dabei eine wichtige Konstante.
Erst ungefähr ab der Mitte des Buches ergab sich für mich ein Zusammenhang zwischen den zwei Perspektiven und es wurde immer spannender. Ich fragte mich stets, was mit Paula passiert ist und mochte vor allem die atmosphärische Handlung in dem schaurigen Haus und Paulas Mut, ihrem Gespür zu vertrauen und der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Die Geschichte war für mich nicht vorhersehbar und ich mochte die zahlreichen historischen Fakten, die mühelos einfließen, die verträumt schönen Sätze und das dunkle Mysterium. Trotz der hohen Seitenanzahl waren keine Längen spürbar und ich wurde grandios unterhalten.

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Mitreißend, atmosphärisch und mystisch