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Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Heldenhafte Abenteuer erleben

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer auf der Adlerinsel von Tobias Goldfarb

«Hilda Hasenherz - Das Abenteuer auf der Adlerinsel» knüpft direkt an die Abenteuer im Fuchswald. Auf Schloss Löffelburg blühen die Blumen und durften die Kräuter. Alle sind zufrieden. Nur Hilda Hasenherz vermisst das Abenteuer und ihre Freunde im Fuchswald. Als eines Tages ein Papageitaucher eine Nachricht von der entführten König an ihren Sohn Prinz Lämpchen übermittelt, beschließt die königliche Abenteuer- und Heldenhäsin sie zu retten.

Begleitet von Prinz Lämpchen und ihren treuen Gefährten Igel, Eichhörnchen und dem ritterliches Rotkehlchen brechen sie zur Adlerinsel auf. Sie lernen auf ihre Reise eine hilfsbereite Schildkröte und zwei verfeindete Hasenkönigreiche kennen, denen sie mit pfiffigen Ideen und mutigen Einfällen begegnen. Es ist eine heldenhaft schöne Geschichte, die kindgerecht spannend von Freundschaft, Mut und Abenteuerlust erzählt. Toll geschrieben und mit schönen Illustrationen hat es mir sogar ein bisschen besser gefallen als Hildas erstes Abenteuer. Da sich ein drittes Abenteuer andeutet, bin ich gespannt auf weitere Heldentaten von Hilda und ihren Freunden.

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Heldenhafte Abenteuer erleben
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Kleine Gesten, große Freude

Mäusekind, es ist so weit, dein großer Tag: Geburtstagszeit! von Sophie Schoenwald

«Mäusekind, es ist so weit, dein großer Tag, Geburtstagszeit!» erzählt die Geschichte von einer kleinen Maus, die im Frühling ihren Geburtstag feiert. Doch der Winter war lang und es gibt kaum Nahrung, weshalb sich Hase, Igel, Bär, Specht, Dachs, Eichhörnchen und Reh gemeinsam überlegen, womit sie dem Mäusekind eine Freude machen könnten.

Da kommen wunderbare individuelle Geschenkideen zusammen, über die sich die kleine Maus von Herzen freut.

Sophie Schoenwald zeigt, dass auch kleine Gesten zu großer Freude führen können. Jeder kann mit den eigenen Fähigkeiten etwas in die Waldgemeinschaft einbringen und Unterschiedlichkeit als Chance verstehen. Das führt zu Kreativität, Freundschaft und Dankbarkeit - Werte frei von materiellen Dingen. Das herzerwärmende Bilderbuch begeistert auch mit wunderschönen Illustrationen von Carola Sieverding, die die liebevolle und festliche Stimmung der Geschichte einfängt. Das Vorlesen macht großen Spaß, denn die Reime lesen sich flüssig und einprägend. Die abschließende Bastelanleitung einer Glückwunschkarte inspiriert dazu, selbst kreativ zu werden. Ein wertschätzendes Bilderbuch voller Wärme und Liebe, das man immer wieder lesen möchte. Ein Highlight für Klein und Groß!

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Kleine Gesten, große Freude
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Begegnung mit einem Feldhasen

Hase und ich von Chloe Dalton

Die Autorin Chloe Dalton ist aufs Land gezogen und hat die außergewöhnliche Begegnung mit einem Feldhasen aufgeschrieben, dem sie in der Not geholfen hat. «Hase und ich» schildert in fünfzehn Kapiteln über mehrere Jahre die vorsichtige Begegnung zwischen Mensch und Wildtier, in der auch Distanz gewahrt wird, die nötig ist, damit der Hase überleben kann, trotzdem entsteht ein zartes Band.

Diese Verbindung ist so herzerwärmend und nachvollziehbar geschrieben, dass ich es sehr genossen haben, an diesem Erlebnis teilzuhaben.

Chloe Daltons genauen Beobachtungen sind aus der Ich-Perspektive geschildert und man merkt, mit wie viel Demut, Respekt und Dankbarkeit sie diese ungewöhnliche Freundschaft betrachtet. Und sie versteht es, interessante Fakten einzubauen, die auch die Gefahren einschließen, denen die Hasen ausgesetzt sind. Die zarten Bleistift-Illustrationen passen hervorragen und verleihen dem Roman eine angenehme Harmonie, die zu dem entspannenden Leseerlebnis passt, welches von Achtsamkeit und Naturverbundenheit geprägt ist. Auf dem Vor- und Nachsatz findet sich eine Zeichnung vom Grundstück.

Sehr lesenswert für alle, die sich ein eindrucksvolles Leseerlebnis wünschen und mehr über Feldhasen erfahren möchten.

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Begegnung mit einem Feldhasen
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Spannendes Fantasy-Abenteuer

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen von Katherine Rundell

Durch Neugier und Abenteuerlust setzt sich Christopher über ein Verbot hinweg und entdeckt Archipel - eine magische Welt voller unglaublicher Fabelwesen. Doch die Magie wird weniger und somit drohen auch die Tiere zu verschwinden. Das Mädchen Mal lebt in dieser verborgenen Inselwelt und kann mithilfe eines Mantels fliegen.

Etwas stimmt mit der Magie des Glimourie-Baumes nicht und Christopher und Mal versuchen gemeinsam Archipel und schließlich die ganze Welt zu retten. Ihre Unternehmungen sind packend, temporeich erzählt und voller Abenteuer, die zu bestehen sind. Dabei faszinieren besonders die magischen Kreaturen, die man im illustrierten Bestiarium vorne nachschlagen kann. Auf dem Vor- und Nachsatzpapier ist zudem eine farbige Landkarte abgedruckt. Es geht in dieser Geschichte um Mut, Zusammenhalt und Liebe, aber auch um Macht und Gier. Ich mochte besonders die beiden Hauptfiguren und ihre Dynamik, wobei so einige vorkommenden Charaktere toll sind.
Vergleiche mit Tolkien oder Pullman finde ich schwierig, auch wenn es tatsächlich Überschneidungen gibt. Allerdings hatte ich beim Lesen auch nicht den Anspruch an eine detaillierte Ausarbeitung mit viel Tiefgang und vielschichtige Gedankenwelten. Dieser Auftakt ist durchaus ein außergewöhnliches Fantasy-Abenteuer, der Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene in eine mitreißende Buchwelt entführt. Der zweite Band erscheint bereits im Herbst 2025 und es lohnt sich, mal reinzulesen.

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Spannendes Fantasy-Abenteuer
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Unvergleichlicher Fantasy-Auftakt

Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten von Vanessa Walder

«Das Geheimnis der Nachtschatten» ist der Auftakt der «Flora Magica»-Reihe von Vanessa Walder und erzählt von einem magischen Erbe, von Geheimnissen, wundersame Pflanzen und einem großen Abenteuer, das sich ankündigt, als Flora Cunabula mit 107 Jahren stirbt. Die Zwillinge Avia und Zacharias leben in Berlin und lernen daraufhin zum ersten Mal ihren Cousin Sol und ihre Cousine Tierra kennen, die mit ihrem Vater in London leben.

Auch sie sind Zwillinge und die Urenkel von Flora. Die Zwillingspaare sehen die Ländereien und die Villa ihrer verstorbenen Urgroßmutter zum ersten Mal und lernen bei ihrer Ankunft bereits die Magie dieses einzigartigen Ortes kennen.

Das Buch ist liebevoll gestaltet und neben dem fantastischen Cover gibt es viel zu entdecken: traumhaft großflächige Schwarz-Weiß-Illustrationen und zahlreiche Pflanzen-Verzierungen, ein Inhaltsverzeichnis, Kapitelüberschriften mit einem Zitat, nach jedem der vierzehn Kapitel ein Ausschnitt aus dem Buch „Magische Pflanzen und ihre Geheimnisse“ und ein Vor- und Nachsatz, auf dem die wichtigsten Figuren abgebildet sind. Ein wahres Schmuckstück für alle, die Bücher lieben.

Die vier Kinder fand ich einzigartig in ihrer Darstellung als vielschichtige, kluge und feinfühlige Zwillings-Persönlichkeiten. Deren gedankliche Verbindung hat mich besonders fasziniert. Ihre Fähigkeiten schlagen eine Brücke zwischen realer und magischer Welt und beflügeln die eigene Fantasie. Wer dieses Buch liest, wird die naturverbundene und magische Atmosphäre lieben und immer wieder gern an diesen Ort und zu diesen Figuren zurückkehren. Dazu trägt auch die anschauliche und stimmungsvolle Schreibweise bei, in die mühelos lehrreiches Wissen und Humor einfließt. Die einfühlsame Familiengeschichte um den Tod der Urgroßmutter ist berührend geschrieben und ich fand es gelungen, wie diese bereichernde Thematik ausreichend Raum erhält, ohne dass es bedrückend oder langweilig wird. Das macht «Das Geheimnis der Nachtschatten» zu einem außergewöhnlichen Auftakt mit liebenswerten Figuren, wertvollen Themen, Wissen über Pflanzen, Magie und spannenden Geheimnissen. So einige davon werden noch nicht gelüftet und steigern die Vorfreude auf weitere Bände. Mich hat dieser Auftakt jedenfalls absolut verzaubert und ich freue mich schon darauf, mehr von Flora Cunabula zu erfahren, weitere magische Pflanzen kennenzulernen und zu erleben, wie es weitergeht.

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Unvergleichlicher Fantasy-Auftakt
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Young-Adult-Hexengeschichte

Beneath the Ivy - The Witches of Silvercrest Coven von Christian Handel

Marissa Winslow, genannt Rissa, ist eine Junghexe und lebt mit ihrer großen Familie auf einer Insel in dem Landhaus Silvercrest Manor. Alle der Blutlinie Winslow besitzen magische Kräfte unterschiedlicher Art. Rissa verfügt als einzige über die Sehergabe, aber kann wie alle anderen mithilfe von Spiegeln reisen und Zauber weben.

Déjà-vus und plötzlich aufkommende Gedanken, die Rissa nicht zuordnen kann, lassen sie ahnen, dass etwas nicht stimmt. Gefangen in einer Zeitschleife, versucht sie ihre Cousine Norah zu retten, die plötzlich von eine schweren Krankheit befallen ist. Ihr Cousin Benji, der die Elementarmagie beherrscht, und Caleb Rosenbaum, ein Mitschüler ohne magische Kräfte, dessen Familie die Familie Winslow aufgrund einer alten Blutfehde eigentlich meidet, werden dabei zu ihren wichtigsten Verbündeten.
„Wir sind keine gewöhnliche Familie - aber das habt ihr euch vermutlich schon gedacht. Wir Winslows sind Hexen."
Anfangs tat ich mich ein bisschen schwer, in die Story zu finden. Die Wiederholungen waren ermüdend, denn Rissa erkennt nicht, dass sie in einer Zeitblase sitzt, die sie ohne Erinnerung jeden Tag erneut erleben lässt, auch wenn jeder Tag anders ist. Wenn man das Buch über einen längeren Zeitraum liest, kommt man wohlmöglich durcheinander. Allerdings bleibt das kein dauerhafter Zustand und die Rettungsmission löst einige Rätsel und Geheimnisse, die es spannend und mitreißend machen. Schade finde ich, dass es kein Personenregister der Familie Winslow gibt. Das hätte sich gut angeboten, um schneller mit allen vertraut zu werden. Die junge Zielgruppe wird den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ möglicherweise nicht kennen, weshalb ich den Vergleich für die Buchbeschreibung schwierig finde, aber „Charmed“-Vibes hatte ich beim Lesen eher nicht. Lediglich der familiäre Zusammenhalt der Hexenfamilie lässt erahnen, worauf der Vergleich abzielt, aber fiese Dämonen, magische Tierbegleiter oder himmlische Wächter sucht man vergeblich. Das hatte jedenfalls bei mir falsche Erwartungen geweckt, obwohl die Geschichte auch ohne solche Vergleiche mit zarter Romantik, Mystik und Wendungen zu überzeugen weiß.
„Es ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Erst recht nicht, wenn man es mit Hexen zu tun hat.“
Insgesamt hat mir vor allem das Geheimnisvolle und die überraschenden Wendungen gefallen, die durchweg überzeugen. Besonders am Ende wurde es nochmal richtig stark und atmosphärisch. Es ist eine verhexte Familiengeschichte zum Mitfiebern und es stört nicht, dass die Figuren eher blass bleiben. Weniger cozy als erwartet, dafür spannend, unterhaltsam und mysteriös. Ein unterhaltsames Lesevergnügen für alle die es verhext und verzwickt mögen.

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Young-Adult-Hexengeschichte
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Weckt Interesse für essbare Wildpflanzen

Wilde Pflanzen essen von Christine Rauch; Ernestine Donnerberg

Christine Rauch erklärt als Siglinde auf amüsante Art und Weise die Welt der essbaren Wildpflanzen, während Ernestine Donnerberg die farbenfrohen Comic-Bildchen liefert, die hier absolut zu recht im Rampenlicht stehen. Je eine Doppelseite stellt krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume vor. Dazu gibts interessante Fakten, Serviervorschläge und auch schon mal einen Warnhinweis.

Ingesamt ist alles aber reduziertes Know-how - knapp und kompakt. Bei jedem Pflanzenamen stehen Nummern, die leider nicht weiter erklärt werden. Zum Schluss gibts Rezepte und Inspiration. Hier findet man zum Beispiel Kräutersalz, Gewürzöl, Pesto, Dressing und vieles mehr. Die Bandbreite ist vielfältig und zeigt, es lässt sich viel Ausprobieren. In einem Register werden sowohl die Pflanzen als auch die Rezepte noch einmal aufgeführt. Zum Schnökern und sich inspirieren lassen, hat es mir richtig gut gefallen. Ich habe mich beim Lesen gefragt, für welche Zielgruppe ich das Sachbuch empfehlen würde, denn mit den Illustrationen statt Fotos lassen sich die Pflanzen schwieriger bestimmen, wenn man sich nicht auskennt, aber wer sich gern visuell aufbereitet und mit viel Humor Wissen aneignet, ist hier genau richtig. Deshalb ist es für mich eine gelungene Einführung in die Welt der essbaren Wildpflanzen, die Interesse weckt und zeigt, was alles möglich ist.

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Weckt Interesse für essbare Wildpflanzen
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Durch die Katzenklappe ins Abenteuer

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern von Adam Stower

Welche Abenteuer würde der Kater eines Zauberers erleben, wenn die Katzenklappe, die eigentlich in den Garten führen sollte, gelegentlich ganz woanders hinführt?
Gemeinsam mit seinem hüpfendem Freund Tört, einem verzauberten Kaninchen mit einer Kirsche als Schwänzchen, wird der Kater Muffin durch genau diese magische Katzenklappe in die Zeit der Wikinger katapultiert.

Als Trolljäger sollen die beiden den verschollenen Wikinger Eierich finden, wenn er nicht schon von Trollen gefressen wurde. Das führt zu einer unerwartet langen aber auch kurzen Reise in den Fress-euch-Wald. Oh je…

Die Story ist sehr spaßig und lebt von den urkomischen schwarz-weiß-Illustrationen mit Comic-Elementen und dem chaotischen Duo mit den großen Kulleraugen. Der Humor ist spitze, der hungrige Muffin stets ein Held wider Willen und Tört aufgedreht und klebrig. Adam Stower versteht es, mit dem Zeichenstift spielerisch zu unterhalten und bietet Abwechslung, das Unerwartete und zwei unvergessliche Helden.

Ich bin begeistert und deshalb von mir eine große Leseempfehlung für dieses vergnügliche Leseabenteuer für alle ab 7 Jahren, die sich etwas Lustiges mit vielen Bildern und wenig Text wünschen.

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Kriminelles Naturwissen spannend vermittelt

True Crime in Nature von Farina Graßmann

Dieses Buch ist eine „Hommage an das Böse, denn es ist sehr gut“. Eine Welt, in der die Naturgesetze gelten und es keine Konsequenzen hat, als blinder Passagier zu reisen oder auf Kosten anderer zu leben. Denn es braucht natürliche Gegenspieler und raffinierte Taktiken um zu überleben. Hier kommt man als Insekten-Schurke straffrei davon oder wechselt die Seite, um bei der Aufklärung zu helfen, während Identitätsdiebstahl und Vergiftung an der Tagesordnung stehen.

Ich fand diesen durchaus düsteren Blick in die Natur überraschend interessant und heiter. Denn die Illustrationen von Cornelis Jettke sind ein großer Gewinn und geben eine andere Horror-Sichtweise auf die unerbittliche Natur. Seine Bilder sind witzig, bitterböse und unverkennbar - perfekt untermalt in Schwarz-Weiß mit rotem Akzent. Mir gefällt besonders die True Crime-Herangehensweise und Farina Graßmann hat nicht nur den Einfallsreichtum der Natur bewiesen und damit wissenschaftliche Fakten interessant aufbereitet, sondern den Humor der Illustrationen auch in den Schreibstil übernommen. Einiges konnte mich überraschen, wie der „ansteckende Schneckenschnodder“ und manches wusste ich schon. Ich hätte mir lediglich, abgesehen von den wenigen vorhandenen, mehr Fotos gewünscht, um zu wissen, wie die genannten Tiere aussehen. Insgesamt so unterhaltsam und lehrreich wie gehofft.

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Düsterer Fantasy-Auftakt

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt von Anna Goodall

Die 12-jährige Maggie Blue wohnt bei ihrer Tante in West Minchen und ihr einziger Freund ist der sprechende Straßenkater Hoagy. Die Eltern leben getrennt und ihre an Depression erkrankte Mutter kann sich nicht um sie kümmern. In der Schule fühlt Maggie eine Verbindung zu der Mitschülerin Ida und möchte mit ihr befreundet sein, obwohl diese nur gemein zu ihr ist.

Als Ida vermisst wird und nur Maggie beobachtet hat, was mit ihr passiert ist, geht Maggie entschlossen durch das Portal in den Düsterwald, um Ida zu finden. Unterstützt wird sie natürlich von Hoagy, dem Maench Frank und einem geheimnisvollen Ring, einem begehrtem Ouroboros. Der Klappentext verrät hier schon einiges, denn sie begegnen Mondhexen, Gestaltenwandlern und sie kommen in die Sonnenstadt, in der Eldrow herrscht. Trotzdem überrascht die Handlung mit gelungenen Wendungen und einigen Geheimnissen. Die Story ist zwar düster und bei einigen Beschreibungen auch heftig, aber trotzdem stets kindgerecht. Die Mischung aus Fantasywelt und realer Welt fand ich ausgewogen. Da es sich um einen Auftakt handelt, erklärt sich, warum Anna Goodall sich die Zeit nimmt, Maggie erstmal vorzustellen. Man erfährt, wie sie lebt, wie sie von Ida und deren beiden Freundinnen gemobbt wird und wie sie Hoagy das erste Mal sprechen hört. Dessen ironischer Humor lockert die gedrückte Stimmung stets auf. „Die Ägypter lagen schon richtig damit, uns anzubeten. Wenn’s nach mir ginge, dürfte das gern wieder in Mode kommen.“ Besonders gut hat mir das Verhältnis aus spannender Handlung, die ab der Hälfte zunimmt, und emotionalen Momenten gefallen. Maggie macht eine interessante Figurenentwicklung durch, die ihr schussendlich auch hilft, ihre Mutter besser zu verstehen. Um die Familie Blue scheint sich ein Geheimnis zu ranken und einige Fragen bleiben offen. Es gibt also genug Stoff für spannende Folgebände und ich hoffe, dass man noch mehr über die Düsterwelt und ihren Aufbau erfährt.

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