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Rezensionen von peppi:

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Zwischen Apfelgarten und Familienfehde

Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder

Der Auftakt der Elbinsel-Saga von Rebekka Eder, der im späten 19. Jahrhundert spielt, verbindet einen historischen Hintergrund mit Familienkonflikten und einer zauberhaften Liebesgeschichte.
Die zentrale Figur des Buches ist Kea Loop, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und ihrem eigenen Freiheitsdrang steht.

Sie lebt mir ihrem Vater, einem Vollhöfner, also einem Bauern, der einen ganzen Hof besaß, und dem Personal auf dem Anwesen. Der verwilderte Apfelgarten ihrer verstorbenen Mutter ist ihr Rückzugsort. Hier gibt es viele Erinnerungen. Dort trifft sie auch auf Kristen Focke, einem Knecht der verfeindeten Nachbarsfamilie. Es beginnt eine leise Annäherung.
Wer diesen Reihenauftakt gelesen hat, wird es sich sicher nicht nehmen lassen auch den nachfolgenden Band zu lesen, denn Der Teil "Getrennte Welten" endet mit so vielen offenen Fragen.
Meine Leseempfehlung!

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Zwischen Apfelgarten und Familienfehde
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über das Älterwerden

Tschikago von Alexandra Stahl

"Tschikago" ist ein autofiktionaler Roman, in dem die Autorin Alexandra Stahl über ihre Kindheit bei den Großeltern in Unterfranken und später über ihre Arbeit in einem Berliner Seniorenheim erzählt.
Der erste Teil hat mir noch sehr gut gefallen. Hier stehen die Großeltern im Mittelpunkt.

Eine Wohnung in einem Haus, indem der Gesangsverein probt, die Katzenliebe der Großmutter, die Vorliebe des Großvaters für Stecker und Kabel, Ritualsprüche, Streit und Zärtlichkeit. All das wird von der Autorin sehr liebe-und humorvoll erzählt. Ihre Beobachtungen sind sehr genau.
Im zweiten Teil begleitet die Erzählerin als Freiwillige hochbetagte Menschen eines Berliner Seniorenheims. Dieser Heim-Teil ist mir zur fragmentarisch. Es sind nur Momentaufnahmen der alten Menschen. Sie werden nicht zu greifbaren Figuren. Diese Erzählweise hat mir nicht gefallen.
Insgesamt ein gutes Buch, über Alter und Vergänglichkeit, das leider im zweiten Teil an Kraft verliert.

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über das Älterwerden
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Freundinnen

Honey und Blondie von Ubin Eoh

Ubin Eohs Debütroman erzählt die Geschichte zweier junger Frauen , die in den 90er Jahren in Berlin-Kreuzberg aufwachsen. Ihre Freundschaft beginnt bereits im Kindergarten. Seit dieser Zeit verbindet sie auch eine Superpower. Sie können ihre Körper tauschen. Diese Momente gehören zu den poetischsten und zugleich rätselhaftesten im Roman.

Es sind keine fantastischen Elemente im Sinne von Magie, sondern zeigen symbolische ihre starke Nähe.
Honey ist eher ruhig und etwas unsicher, Blondie wirkt stark, ist aber verletzlich. Ihre Freundschaft besteht über Jahre und wird von ihnen über alles gestellt.
Die Kapitel sind kurz und werden abwechselnd von Honey und Blondie erzählt. Am Buchanfang erfährt der Leser bereits, dass Blondie schwer erkrankt ist, Dann folgen wir den beiden Frauen in die verschieden Etappen ihres Lebens.
Eine feinfühlig erzählte Geschichte, die lange im Kopf bleibt.
Leseempfehlung!

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Freundinnen
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sehr komisch

Three Willows: Mord und Häkeldeckchen von Katie Kento

Das Buch "Three Willows: Mord und Häkeldeckchen" von Katie Kento zu lesen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Es ist ein origineller, warmherziger und sehr komischer Krimi, der vor allem durch seine Hauptfigur , der 83-jährige Adelaide Peel , glänzt. Obwohl Adelaide keine für Cozy- Crimes typische Heldin ist.

Sie ist mürrisch, ungeduldig und furchtbar misstrauisch. Aber durch diese Eigenschaften ist sie unheimlich unterhaltsam.
Es gibt auch noch einen heimlichen Star im Buch. es ist Broderick, der Rauhaardackel, den die alte Dame trotz aller Regeln mit ins Seniorenheim Three Willows schmuggelt. Broderick ist für die Seniorin mehr heimlicher Komplize, als Haustier. Denn nach dem plötzlichen Tod der Zimmernachbarin Hazel gibt es für Hund und Frauchen, die ausgestattet mit mit einer Handtaschenwaffe und sehr viel Selbstüberschätzung ist, viel zu ermitteln.
Humorvoll, leicht zu lesen, sehr unterhaltsam!
Meine Leseempfehlung!

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sehr komisch
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da ist noch "Luft nach oben"

Luft nach unten von Tamara Stajner

Tamara Štajner erzählt in ihrem Roman eine Geschichte, die zwischen Familiengeheimnissen, Trauer und unerwünschten Kinderwunsch pendelt.
Der Prolog mit den Erinnerungen an die verstorbene Marija ist sehr sinnlich und sorgfältig zusammengestellt. Aber schon hier wirkt die Sprache sehr dicht und überfrachtet.

Auch der anschließende Flug von Iva nach Nordmazedonien ist detailreich, für mich aber zu langgezogen. Bereits hier erschien mir Iva, die die Hauptperson des Romans ist sehr anstrengend. Sie reagiert ständig über und verliert sich in Emotionen.
Vieles im Buch konnte ich nicht nachvollziehen. So wirkte die Szene rund um das Öffnen des Sarges für mich überdramatisiert und fast grotesk. Statt stiller Trauer entsteht hier ein Moment der chaotisch und überzeichnet wirkt.
Viel zu viel Raum nimmt die Kinderwunschbehandlung ein. das wurde mit der Zeit schon nervig.
Dieses Buch kann ich leider nicht weiter empfehlen.

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da ist noch "Luft nach oben"
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Cora und Onnen

Sturmland von Miriam Georg

Die Geschichte , die uns die Autorin Miriam Georg erzählt führt auf die Ostfriesische Nordseeinsel Norderney und später auch auf die Insel Borkum.
Wir haben das Jahr 1860.
Eine zentrale Figur ist Cora, die als Hauslehrerin für die zehnjährige, kranke Tochter von Alexander Klaasen arbeitet.

Sie ziehen auf die Insel Norderney, wo der Vater einen Auftrag hat und die Tochter sich erholen soll. Coras Geheimnis kennen beide nicht. Die Hamburger Reedertochter flieht aus ihrem privilegierten, aber streng reglementierten Leben mit ihrem Ehemann. Unter falschem Namen will sie ein freies Leben anfangen. Sie lernt Onnen kennen, einen Mann der Insel, der mit Schuld, Selbstzerstörung und Einsamkeit ringt. Sie kommen sich näher. Es beginnt eine fragile Annäherung. Beide haben ihre Geheimnisse, die sie nicht preisgeben.
Ein Auftakt, der sehr unterhaltsam und spannend ist und neugierig auf den weiteren Weg von Cora und Onnen macht.
Leseempfehlung!

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Cora und Onnen
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sehr unterhaltsam

Love and Rent von Jo Cheetham

In ihrem Roman "Love and Rent" erzählt die Autorin Jo Cheetham auf eine sehr unterhaltsame Weise von Hannah, einer jungen Frau, die sich zwischen finanzieller Unsicherheit, komplizierten Familienstrukturen und dem Wunsch nach einem normalen Leben bewegt.
Ich finde, die Autorin hat die soziale Realität, wie beispielsweise steigende Mieten und unsichere Jobs sehr präzise eingefangen.

Allerdings ist die Geschichte keineswegs deprimierend, sondern sehr humorvoll, nahbar und lebendig.
Die Beziehung von Hannah und Oscar ist keine romantische Lovestory, eher ein Zusammenprall zweier unterschiedlicher Lebenswelten.
Hannahs Freundinnen Kiera und Bex sind kantig und witzig und bieten ihr die Sicherheit, die sie sucht.
Eine besondere Figur im Roman ist die Mutter von Hannah, die in sich eine Mischung aus Härte, Humor, Verletzlichkeit und Überforderung birgt.
Ein sehr zeitgemäßer Roman, den ich gern gelesen habe.
Leseempfehlung!

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sehr unterhaltsam
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1583 Menschen einer Stadt

Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska

Die Autorin Tanja Kokoska erzählt in ihrem Roman von einem Kietz, den es vermutlichen in allen Städten so geben könnte. Von vielen Menschen, die nebeneinander leben ohne sich wirklich zu kennen. Doch sind ihre Tage, Sorgen und Glücksmomente, seien sie auch noch so klein, miteinander verwoben.

Die Autorin beschreibt ihre Figuren mit viel Wärme und einem bemerkenswerten feinen Gespür für die leisen Töne des Alltags. Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt, die mit Unsicherheit, Einsamkeit und Erschöpfung umgehen müssen.
Es sind nicht große Ereignisse, sondern kleine Momente, die unerwartete Nähe schaffen.
Als Baggerfahrer Paco eine Weltkriegsbombe entdeckt, finden die Menschen zueinander, egal, ob sie wollen oder nicht.
Es ist ein sehr feinfühliger Roman , der die unterschiedlichsten Lebensgeschichten von Menschen erzählt, die ihren Platz im Leben suchen. Er zeigt, wie kleine Gesten manchmal große Wirkung haben.
Leseempfehlung!

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1583 Menschen einer Stadt
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Sara und Leon

Tage am Fluss von Jochen Mariss

In dem Roman "Tage am Fluss" erzählt der Autor Jochen Mariss die Geschichte von Sara Harmsen, die als Fährfrau ein zurückgezogenes Leben am Rande eines Dorfes führt. Mit ihren Tieren lebt sie auf einem abgelegenen Hof. Sie hat sich eine stabile Ruhe aufgebaut, die ins Wanken gerät als Leon mit einer Kopfverletzung auf ihrer Fähre auftaucht und sie ihn bei sich aufnimmt.

Der Roman verbindet Naturbeobachtungen, Alltagsarbeit und emotionale Annäherung .Die Stimmung wird geprägt von Wetter und Landschaft.
Gleichzeitig werden aber auch große Themen aufgegriffen, wie alte Verletzungen, die Angst vor Nähe, die Sorge um die Umwelt und der Konflikt mit dem Dorf, als Sar und Leon sich gegen der Bau einer Brücke stellen.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Die Protagonisten Sara und Leon, von denen man nach und nach mehr erfahren hat sind glaubhaft dargestellt.
Leseempfehlung!

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Sara und Leon
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Joseph

Wirf einen Schatten von Elena Fischer

Im Mittelpunkt von "Wirf einen Schatten" von der Autorin Elena Fischer steht Bauer Joseph. Er lebt allein auf seinem abgelegenen Hof. Er hat sich von der Welt zurückgezogen und steckt tief in Trauer und Schuldgefühlen fest.
Seine Frau und sein Sohn haben ihn verlassen und sind in die Stadt gezogen.

Lis , seine Ehefrau, hat das Leben auf dem Hof nicht mehr ausgehalten. Joseph war ein Mensch, der nur noch funktioniert hat. er spricht nicht und zieht sich immer mehr zurück.
Als jemand an seine Tür klopft und seine Hilfe braucht, wird sein festgefahrenes Leben durcheinander gebracht. Er hilft und wird gezwungen sich wieder mit seiner Welt und mit seinen eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen.
Der Roman zeigt, wie schwer es ist aus einer tiefen Dunkelheit herauszufinden. Aber auch, dass es manchmal nur einen unerwarteten Kontakt oder einen kleinen
Moment braucht, um wieder Hoffnung zu spüren.
Meine Leseempfehlung!

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Joseph