Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peppi:
witzig
Sie haben Ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen von Sybille Bullatschek
"Sie haben ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen" ist der erste Roman , den ich von der Comedienne und Comedyautorin Ramona Schukraft alias Sybille Bullatschek lese.
Ich hatte anfangs etwas Bedenken, weil ich annahm, dass der Humor doch ziemlich flach ist. Aber ich wurde angenehm überrascht.
Dieses Buch ist wirklich sehr witzig. Mit einer wunderbaren humorvollen Art wird die Wichtigkeit der Pflege beschrieben und Missstände aufgezeigt. Es ist lange her, dass ich bei einem Buch Tränen gelacht habe .
Die Hauptfigur Pflegerin Sybille Bullatschek ist eine tatkräftige sympathische Frau, die ihre Arbeit mit Herzblut macht und in jeder Situation für ihre Heimbewohner da ist. Manchmal ist sie etwas chaotisch, aber auf jeden Fall liebenswert. Wunderbar sind auch die recht unterschiedlichen Charaktere der Senioren beschrieben.
Ganz bestimmt werde ich nun auch noch die ersten beiden Bände lesen.
Unbedingte Leseempfehlung!
Sommer 1969
Teddy von Emily Dunlay
Der Roman von Emely Dunlay spielt im Sommer 1969 in Rom.
Die Hauptprotagonistin ist Teddy, die Tochter einer vermögenden und einflussreichen texanischen Familie. Ihr Onkel Hal ist Senator und will Präsident werden. Teddy war in der Kunstsammlung der Familie , die die größte Texas ist, "angestellt".
Nach einigen Jahren voller schlechter Männer und ebenso schlechten Erfahrungen, atmet die Familie auf, als sie mit 34 Jahren David heiratet.
Sie ziehen gemeinsam nach Rom. Hier arbeitet David im diplomatischen Dienst. Für Teddy ein Neuanfang als eine gute Diplomatengattin, die sie sein will. glamourös, diskret und perfekt gekleidet .Als ein kompromittierendes Foto von ihr auftaucht und auch eine Person aus ihrer Vergangenheit gerät der Neuanfang ins Wanken.
Auch wenn die Rolle der Frau in den sechziger Jahren eine völlig andere war, konnte ich viele Entscheidungen von Teddy nicht nachvollziehen.
"Teddy" hat es nicht in die Liste meiner Lieblingsbücher geschafft.
vermisst
Der Kindersuchdienst von Antonia Blum
Wem die Bände "Kinderklinik Weißensee" von Antonia Blum gut gefallen haben, wird auch bei "Der Kindersuchdienst" seine Freude haben.
Dieser historische Roman macht die Suche von Kindern, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg aufgrund von Flucht oder Vertreibung, durch Bombenangriffe oder Hungersnot, verloren gegangen sind, zum Thema.
Es ist das Jahr 1955 und Annegret und Charlotte arbeiten beim Kindersuchdienst. Obwohl beide sehr unterschiedliche Charaktere sind , werden sie über ihre Arbeit zu Freundinnen. Das Schicksal der Kinder liegt ihnen am Herzen und sie wollen mit allen Mitteln verhindern, dass ihre Dienststelle geschlossen wird.
Etwas zu vorhersehbar fand ich die Liebesbeziehungen beider Frauen.
Dagegen hat mir gut gefallen, wie die Autorin die Stellung der Frauen in den Fünfzigerjahren deutlich gemacht hat.
Ich hatte auf jeden Fall Spaß beim Lesen und freue mich auf Band 2.
Wiener Nachkriegszeit
Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung von Beate Maly
Der Roman von Beate Maly ist inspiriert durch die Lebensgeschichte der österreichischen Pädagogin und Politikerin Stella Klein-Löw, die nach großen Verlusten im Krieg wieder in das Land zurückkehrte, um es nicht denen zu überlassen, die es zerstört hatten.
In dem historischen Roman wird die Geschichte von der jüdischen Lehrerin Stella Herzig erzählt.
Ihre Eltern und ihre Schwester wurden im Konzentrationslager ermordet. Durch die Hilfe der Familie ihrer Freundin gelangte Stella in Sicherheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt sie aus dem Exil in London nach Wien zurück. Sie findet eine Anstellung im Lindengymnasium. Hier stößt sie mit ihren fortschrittlichen Unterrichtsmethoden bald auf Widerstand bei einigen ihrer Kollegen und auch bei einigen Eltern.
Ich finde, der Autorin ist es sehr gut gelungen das Leben der Menschen im Nachkriegs-Wien zu beschreiben.
Ein gelungener Auftaktband. Ich freue mich auf den zweiten Teil.
Föhr-Manhattan
Das Licht in den Wellen von Janne Mommsen
Es ist die Geschichte der fast hundertjährigen Inge Martensen. Während sie mit ihrer Urenkelin Swantje mit dem Schiff nach New York reist, erzählt sie die Geschichte ihres Lebens
Als junges Mädchen verlässt Inge ihre geliebte Heimatinsel Föhr und wandert nach Manhattan aus. Der Grund warum die Bauerntochter sich für diesen Schritt entscheidet bleibt lange Zeit im Dunklen.
Mit viel Mut und Fleiß schafft sie es sich von einer einfachen Verkäuferin zur Besitzerin eines Restaurants hochzuarbeiten.. Ihre Art zu Kochen zieht bald zahlreiche Besucher an.
Auf ihren Weg gibt es es zahlreiche Herausforderungen. Es gibt Menschen, die immer an ihrer Seite stehen , aber nicht immer wollen alle nur ihr Bestes.
Dem Autor gelingt es hervorragend das Leben dieser starken Frau zu erzählen, die ihren eigenen Weg geht Sie ist in unterschiedlichen Welten zu Hause, aber ihr Herz gehört Föhr.
Leseempfehlung!
Romanbiografie
Peggy von Rebecca Godfrey; Leslie Jamison
In dieser von Rebecca Godfrey und nach ihrem Tod von Leslie Jamison vollendeten Romanbiografie geht es um die bekannte Kunstsammlerin Peggy Guggenheim.
Das Buch ist in der Ich-perspektive geschrieben.
Sie wird als Tochter einer reichen jüdischen Familie 1898 in New York geboren.
Das Leben hält einige Schicksalsschläge für sie bereit.
. Als sie 13 Jahre alt ist, geht ihr Vater mit der Titanic unter. Den Schock über den Tod des Vaters wird sie ihr ganzes Leben begleiten.
Sie verliert sehr früh die Schwester, die ihr am nächsten stand.
Die Ehe mit dem Vater ihrer Kinder wird nach acht Jahren geschieden. Ihr Mann neigte alkoholisiert zu Gewalttätigkeiten.
Die Phase ihres Lebens in der sie sich mit bildender Kunst auseinander setzt und bald anfängt zu sammeln, sowie die Eröffnung ihrer ersten Galerie wird im Buch recht kurz behandelt.
Zusammenfassend muss ich leider sagen, dass diese Romanbiografie hinter meinen Erwartungen zurück blieb. Ich fand es teilweise langweilig.
Louise, Ella und Paul
Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli von Henrike Engel
Im ersten Band der neuen Reihe "Elbnächte" von Henrike Engel sind es Luise, Ella und Paul, die 1913 in Hamburg aufeinander treffen. Das Schicksal hat die doch so unterschiedlichen Charaktere zusammengeführt.
Louise, die mit ihrem Gatten ein luxuriöses Leben geführt hat, verliert Ehemann, Geld und Ansehen.
Ella befreit sich von der Zwangsprostitution und will in Hamburg ein neues Leben beginnen.
Der Ex-Polizist Paul verlor bei einem Anschlag einen Arm und sucht auf eigene Faust die Täter.
Der Autorin ist es meisterhaft gelungen diese drei Schicksale miteinander zu verbinden.
Die Handlung ist unheimlich spannend und man fiebert mit den Protagonisten mit, die einem schnell sympathisch geworden sind. Eine sehr gute Mischung aus historischen Roman und Krimi.
Wer die Reihe "Die Hafenärztin" gelesen hat kann sich auf ein Wiedersehen einiger Protagonisten freuen.
Für mich ein Lesevergnügen! Gerne empfehle ich dieses tolle Buch!
beeindruckendes Debüt
Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz
Der letzte Satz des Buches lautet " Siehst du , Mascha, ich bin deinem Rat gefolgt: Ich war klug und hielt mich an Wunder."
Sarah Lorenz erzählt in ihrem Buch, welches auch autobiografische Elemente beinhaltet, über das nicht einfache Leben von Elisa. Denn es ist schon ein Wunder, dass Elisa dieses Leben in dem es eine Kindheit im Heim, Obdachlosigkeit, Alkohol, Drogen und immer wieder die Suche nach Liebe und Geborgenheit gab, gemeistert hat.
Diese Geborgenheit fand sie lange Zeit in Büchern.
Sie bewundert die Dichterin Mascha Kaléko und ihr erzählt sie auf einer Zugreise ihre Geschichte.
Jedem Kapitel vorangestellt ist ein Gedicht der Dichterin. So verbindet der Roman die persönliche Geschichte von Elisa mit den Gedichten von Mascha Kaléko.
Er zeigt die große Bewunderung der Autorin für diese Frau, Ihr Leben und ihre Werke und gleichzeitig ist es ein Liebesgeständnis an die Wunder, die das Leben für uns bereithält.
Unbedingt lesen, es ist wirklich großartig!
deutsche Geschichte
Lila Eule von Cordt Schnibben
"Lila Eule" von Cordt Schnibben ist ein Roman, der in den frühen siebziger Jahren spielt.
Erzählt wird die Geschichte von Carl, einem jungen Mann aus Bremen. Aus Protest gegen seinen Nazi-Vater geht er 1972 nach Ost-Berlin. Hier trifft er Mara , deren Vater Stasi-Offizier im Westeinsatz ist.
Er verliebt sich in die junge Frau. Der Vater hält ihn für einen LSD-Dealer und Spitzel und lässt in verhaften
Schnibbens Roman ist eine Mischung aus Liebesgeschichte und Agententhriller.
Nach dem Mauerfall ist er als Journalist in Ost-Berlin. Sucht Maja und trifft seine alten Freunde aus Bremen, mit denen er in die anarchistische Technoszene Ost-Berlins eintaucht.
Ein interessanter Einblick in die deutsche Geschichte. Leider wirkte die Handlung auf mich oft sehr konstruiert und die Personen im Buch waren zu oberflächlich dargestellt.
Die Idee zum Buch ist toll, aber die Umsetzung trifft nicht meinen Geschmack.
Facetten des Lebens
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall
Beth lebt glücklich mit ihrem Mann Frank auf einer Farm. Als Gabriel, Beth erste große Liebe, mit seinem Sohn Leo ins Dorf zurückkehrt, bricht bei Beth ein Gefühlschaos aus. Leo erinnert sie an ihren Sohn, den sie auf tragischer Weise verloren hat und die Liebe zu Gabriel schein noch nicht erloschen.
Aber da ist auch noch Frank, den sie liebt. Trotzdem entscheidet sie sich die Beziehung zu Gabriel wieder aufzunehmen. Eine leidenschaftliche Liebe einhergehend mit Unsicherheit und schlechtem Gewissen, die auch Auswirkungen auf die Menschen in ihrem Umfeld hat.
Clare Leslie Hall ist es mit diesem Roman gelungen Liebe, Verlust und Schuld ,Wut und Vergebung hervorragend darzustellen. Er zeigt die Facetten des Lebens, ihre Schönheit und ihr Schrecken.
Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen kann und das mit großer Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird.











