Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Lieselotte Fieber:
Die Akademikerin und der Schüler
Jahre mit Martha von Martin Kordic
Martha, die Hochschulprofessorin aus Heidelberg und Zeljko, genannt Jimmy, ein 15 Jahre alter Jugendlicher aus einer kroatischen Einwanderfamilie stammendend, beginnen eine Beziehung.
„Jahre mit Martha“ ist keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinn, denn jeder der Protagonisten bleibt in seiner Gesellschaftsschicht gefangen und das soziale Ungleichgewicht bleibt trotz der Annäherungen bestehen.
Es ist auch die Geschichte einer subtilen Kontrolle und ein Ausloten der Grenzen zwischen Begehren und Ausbeutung.
Ein absolut lesenswerter Roman!
Swinging Sixties
Utopia Avenue von David Mitchell
Ja, die Sixties waren auch meine Zeit, aber die damalige Musikszene ist ziemlich an mir vorübergegangen – wahrscheinlich geschuldet meinem Aufwachsen im tiefsten Südkärnten.
Träume, Drogen, Sex, Wahnsinn und Trauer gehören zum Aufstieg einer fiktiven Band von den Clubs in Soho bis ins Land der Verheißung – Amerika.
In seinem Roman erweckt Mitchel große Bilder und Charaktere zum Leben, die Kraft der Musik, aber auch die Zeit voller Träume und Verheißungen, die immer noch nachwirken.
„Wenn man jedoch lange genug wartet, bekommt Altes mitunter einen Wert, des es früher nie hatte“
Somit nicht nur ein Buch für Musikliebhaber!
Leichtfüßig
Schmelzwasser von Patrick Tschan
In einem nicht näher bezeichneten Ort am Bodensee beschreiten drei mutige Frauen in der Nachkriegszeit einen ungewöhnlichen Weg, in dem sie sich den gesellschaftlichen Normen widersetzen und ihre Träume verwirklichen.
Trotz der Thematik ein leicht zu lesender Roman.
Ein indisches Aufstiegsmärchen
Bekenntnisse eines Betrügers von Rahul Raina
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€¦zweifellos würde er später auf Amazon gehen, um eine Shopping-Therapie in der Abteilung Verstümmelungswerkzeuge für niedere Kasten zu machen…..
Ein sehr unterhaltsamer, sozialkritischer Roman – manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken – ist dieses Erstlingswerk.
Absolute Leseempfehlung!
Kann man lesen, muss man aber nicht
Der große Fehler von Jonathan Lee
Zuerst glaubt man, einen Krimi vor sich zu haben, aber sehr schnell entpuppt sich dieser Roman zu einem Porträt eines Mannes aus einfachen Verhältnissen stammend, der sich zu einen prägenden Kommunalpolitiker und Baumeister aufschwingt.
Die Mischung aus Erzählung, Krimi, Biografie und Historie ist dem Autor Jonathan Lee zwar unheimlich gut gelungen, allerdings für mich etwas zu langatmig.
Fazit: Insgesamt ein lohnender, aber auch fordernder Roman, wenn man sich darauf einlässt und den Kopf frei hat.
Beachtenswert ist das Cover des Buches, welches einen Elefanten mit dem Straßenmuster von NY darstellt.
13 Tage im Jahre 1992
Du existierst nicht von Miha Mazzini
„Das Innenministerium der Republik Slowenien hat am 26. Februar 1992 25.671 Menschen gelöscht. Die meisten von ihnen haben bis heute keinen geregelten Aufenthaltsstatus“.
Das Thema im Roman von Miha Mazzini ist erschütternd und gerade deshalb absolut lesenswert!
Wer hat wen vergessen?
Das Dämmern der Welt von Werner Herzog
Diese Frage konnte ich mir leider nicht beantworten. Dass Werner Herzog der Geschichte von Onoda, einem japanischen Guerillakämpfer, einen Roman widmet, ist fast schon selbstverständlich. Die Beschreibung schräger Charaktere sind ja sein Markenzeichen und seine Beschreibung des philippinischen Dschungels sind es wert, diesen sehr kurzen Roman zu lesen.
Realität oder Satire?
Salonfähig von Elias Hirschl
Mitunter wird man sprachlos, wenn die Realität die Satire des Buches übertrifft.
Die Slim Fit-Politikergeneration wird in diesem Buch von dem jungen Autor sehr gekonnt beschrieben.
Lesenswert!
So kurz und doch.....
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Durch die Nüchternheit der Sprache, Nicolas Mathieu ist ein Meister darin, wird die Geschichte von Rose noch intensiver wahrgenommen.
Kein Wort zu viel, kein Satz zu lang und ganz schnell ist man, sprachlos ob des Verlaufs, am Ende des Romans angelangt.
Kalmanns Großvater wusste immer Rat
Kalmann von Joachim B. Schmidt
Der Roman von Joachim B. Schmidt hat kriminalistische Elemente, die von einem etwas „anderen“ Alltagshelden handelt.
Sein Großvater hat Kalmann wertvolle Kenntnisse vermittelt und seine Sinne geschärft und hat ihm viele Regeln für das Zusammenleben und den Alltag gegeben, an denen er sein Leben ausrichtet.
Ein besonderer Roman, bei dem es dem Autor gelang, dass man MIT dem Protagonisten lacht und nicht ÜBER ihn.











