Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Lieselotte Fieber:
Gegenwart und Vergangenheit verbinden sich
Ein rätselhaftes Dia und das Geheimnis um das Verschwinden seines Vaters sind die Beweggründe dafür, dass sich Samir auf den Weg in den Libanon macht. Bald folgt der junge Mann nicht nur den Spuren seines Vaters, sondern seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land. Die Figuren aus den Geschichten, die sein Vater ihm erzählt hat, bringen Samir einer Lösung näher, die all seine kühnsten Vorstellungen übertrifft.
Ein sehr berührendes Buch, über die Suche nach den eigenen Wurzeln und absolut lesenswert, wenn man einige langatmige Passagen ?überstanden? hat.
Gegenwart und Vergangenheit verbinden sich
Ein rätselhaftes Dia und das Geheimnis um das Verschwinden seines Vaters sind die Beweggründe dafür, dass sich Samir auf den Weg in den Libanon macht. Bald folgt der junge Mann nicht nur den Spuren seines Vaters, sondern seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land. Die Figuren aus den Geschichten, die sein Vater ihm erzählt hat, bringen Samir einer Lösung näher, die all seine kühnsten Vorstellungen übertrifft.
Ein sehr berührendes Buch, über die Suche nach den eigenen Wurzeln und absolut lesenswert, wenn man einige langatmige Passagen ?überstanden? hat.
Zu viele Handlungsstränge
Fabelhafte Eigenschaften von Adam Soboczynski
Die Kunst bildet die Lebensgrundlage für Hans Weinling, der eher durch einen Zufall, das Malen von Tieren vor ungewöhnlichem Hintergrund, zu seinen Motiven kam. Seine Tiere werden auf einem Strand platziert, das hat ihm einen Namen in der Kunstwelt eingebracht.
Außer der Dreiecksgeschichte zwischen Hans, Julia und Sebastian treten viele Personen auf, wodurch es zu vielen Handlungssträngen kommt.
Zu viele, meiner Meinung nach, denn dadurch entstanden Verwirrungen.
Ich fand das Buch nicht schlecht, aber.......
Eine außergewöhnliche Kreuzfahrt
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Eine Karibik-Kreuzfahrt kann ziemlich langweilig sein. Wenn dann aber ein Piratenschiff aus einem längst vergangenen Jahrhundert in Sicht kommt, glaubt man, in einem falschen Film zu sein. Oder ist alles arrangiert? Denn schließlich ist Faschingdienstag und die Piraten spielen ihre Rolle sehr überzeugend.
Haarsträubende Situationen entstehen, als Gegenwart und Vergangenheit aufeinanderprallen.
Das Buch ist trotz Unterhaltsamkeit hin und wieder langatmig, besonders am Anfang macht sich das bemerkbar. Es fällt schwer, sich in den Roman hineinzulesen. Mit dem Orkan ändert sich das und die Geschichte beginnt immer mehr zu überraschen und man beginnt zu überlegen, wie die Geschichte wirklich zu interpretieren ist. Eine wirklich schlüssige bzw. halbwegs glaubwürdige Erklärung für die Geschehnisse, außerhalb der Zeitverschiebung, gibt es nicht.
Allerdings hätte es dem Roman gut getan, wenn die Geschehnisse etwas gestraffter erzählt worden wären. Aber andererseits hat auch eine Kreuzfahrt so seine Längen und in dem Fall ist man mit diesem Roman gut gerüstet.
Eine rasante und rührende Geschichte
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Der Roman erinnert an die Fernsehserie ?Hotel? aus den Achtzigerjahren.
In dem Buch geht es um die Geschichte eines Hotels, welches einen Mikrokosmos in London darstellt. Über Jahrzehnte gehört es zu den besten Adressen der Stadt. Dabei ist es eine kleine Welt für sich. Besonders für die beiden Erzähler, Graham und Chas, stellt es fast das gesamte Universum dar.
Graham, der Concierge, sieht alles, was vor sich geht und lebt für dieses Hotel und den adoptierten Sohn der Besitzerfamilie, den blinden Chas. Diese beiden Hauptcharaktere erzählen aus ihrer Sichtweise die Geschichte des Hauses.
Doch ist wirklich alles so einzigartig, so perfekt wie es scheint? Ist das Alpha wirklich aus Träumen und Visionen erbaut oder gibt es da ein dunkles Geheimnis, eine Lüge gar, die in stillem Einverständnis von allen, die das Alpha lieben und glorifizieren, mitgetragen wird? Dinge ändern sich und mit ihnen das Licht, in dem der Held erscheint. Und das führt zu einem der wiederkehrenden Lieblingsthemen Mark Watsons: Manchmal sind es unwesentliche kleine Entscheidungen, die im Nachhinein ein furchtbares Gewicht bekommen.
Ein leicht zu lesendes ?Sommerbuch?.....
Ein junger Mann auf der Suche nach dem Platz in seinem Leben
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
In dem umfangreichen Buch verbirgt sich in jedem kleinen Abschnitt eine mitreißende Erzählung. Der Roman spielt in der Periode zwischen den Weltkriegen und es wird die Geschichte eines nicht immer sympathischen Protagonisten namens Isaac erzählt. Man taucht fasziniert in diese Geschichte ein, die in einer tollen Sprache geschrieben wurde, voller tragischer Momente, die aber mit viel Herzblut und Wärme erzählt wird.
Der Autor schafft es mit seinem Erstlingswerk, dass man sich als Leser vom ersten Augenblick an inmitten des Geschehens fühlt. Absolut empfehlenswert!
Leseempfehlung für echte Boxfans
Der Fisch in der Streichholzschachtel von Martin Amanshauser
Ein erfolgreicher und beliebter Boxer ist der Sinto Trollmann. Sein Problem ist das Dritte Reich und nicht seine Gegner. Presse, Boxfunktionäre, alle arbeiten gegen ihn, denn er passt nicht ins Rassedenken des Hitler-Regimes. Als sich ihm die Möglichkeit bot, endlich Deutscher Meister zu werden, versucht die SA ihn auszuschalten und ihm den Titel zu verweigern.
Stephanie Barts Schreibstil ist sehr ausführlich, richtig plastisch, sehr oft unpersönlich, mit wenig direkter Sprache und jeder Menge Andeutungen. Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und sich intensiv mit dem Thema Boxsport im Dritten Reich beschäftig hat. Leider habe ich gar keine Ambitionen zu diesem Sport, daher waren für mich die sehr ausführlichen Schilderungen des Boxkampfes nur sehr schwer lesbar. Schade fand ich, dass das eigentliche Schicksal Trollmanns im Epilog mit nur zwei Sätzen abgehandelt wurde. Das Buch und das Thema haben mich gefordert. Daher gebe ich eine eingeschränkte Leseempfehlung für einen kleinen Personenkreis, der sich dem Thema Boxen in der frühen Nazizeit komplett ausliefern möchte.
Spannung pur!
Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement
Die Mädchen in Mexiko sollen hässlich sein, damit sie den Männern des Drogenkartells nicht in die Hände fallen und wenn sie nicht hässlich sind, wird von den Müttern nachgeholfen?. Die Intensität, mit welcher das Unbegreifliche geschildert wird, hielt mich bis zur letzten Zeile gefangen, in dem Bewusstsein, dass das Verschleppen von Mädchen und Frauen in Mexiko zur Realität gehört.
Unbedingt lesen!
Ein Buch, das alle Sinne anspricht
Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement
Das Erstlingswerk der Autorin ist wahrscheinlich vor allem für jene Leser leicht verständlich, die dieses Land bereits kennen bzw. bereist haben. Für mich war das Aufeinanderprallen von Armut und Reichtum teilweise verstörend. Die einzelnen Protagonisten werden sehr plastisch gezeichnet und man konnte Eintauchen in das zum Teil chaotische Alltagsleben und wie wichtig die Religion und die Zugehörigkeit zur richtigen Kaste sind.
Schwierigkeiten hatte ich mit den Namen, die für mich nur sehr schwer zuordenbar waren. Und trotzdem ein Buch, das man unbedingt lesen sollte.
Was war das nun?
Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement
'Anna war die Zeit zwischen den Händen zerfallen' - und so wird die Geschichte auch erzählt: Erinnerungsfragmente fallen aus der Zeit, reihen sich hintereinander, drängen sich vor oder bleiben im Dunkeln. Fast fühlt man sich jedoch wie Anna, durcheinander, auf der Suche nach dem Zusammenhang und dann hocherfreut über gelegentlich erhellende Momente.
Das Buch hat mich teilweise sehr verwirrt, trotzdem fesselte mich die Geschichte von Seite zu Seite mehr. Durch die berührende Schreibweise werden die Verwirrungen noch deutlicher und dadurch regt das Werk zum Nachdenken an.




