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Rezensionen von Marie aus E.:

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Zäh - leider so gar nicht mein Fall

Harlem Shuffle von Colson Whitehead

Ray ist Ladenbesitzer in Harlem. Sein Möbelgeschäft bringt ihn und seine Familie gerade so über die Runden, aber die nächste Miete aufzubringen, das ist immer ein Kampf.
Seine Schwiegereltern vermitteln ihn auch noch ständig das Gefühl, dass er weit unter ihrer Würde ist und dann sind die Enkelkinder auch noch richtig dunkelhäutig, auch das ein stillschweigender Vorwurf an Ray.

Irgendwie schliddert Ray von kleinen Betrügereien in immer größere Raubzüge, obwohl er eigentlich nur still und zufrieden mit seiner Familie leben will.
Das alles in Harlem, in den 60ern, verbunden mit einer Liebeserklärung an das berühmte Viertel in New York (so zumindest die Kurzbeschreibung des Romans).

So - mit großen Erwartungen habe ich zu lesen begonnen, doch die ersten hundert Seiten waren unglaublich zäh. Ständige Sprünge, für mich zusammenhanglose Absätze ohne wirkliche Aussage, ich habe mich richtig geplagt beim Lesen.
Das wurde leider im Verlauf des Buches nicht besser, ich hatte gehofft, dass es Einstiegsschwierigkeiten sind, aber das Buch und ich wurden keine Freunde.
Whitehead erzählt in epischer Breite, etwa beim Beschreiben des Einrichungsstils einer Wohnung. Ja, Ray ist als Möbelladenbesitzer vom Fach - aber ich kenne mich mit Möbelmarken der 60er weder aus, noch interessiert es mich so sehr, dass ich da eine halbe Seite darüber lesen will.
Nur ein Beispiel.
Lesefluss stellte sich bei mir nie (!) ein.

Was ich dem Buch aber zugute halten muss: Die Diskriminierung, der POC damals ausgesetzt waren, ist ständiger Begleiter, oft in Nebensätzen.
Sei es, dass Rays Frau in einem Reisebüro arbeitet, das gefahrloses Reisen für Schwarze anbietet (also sichere Hotels bzw. Reiserouten fernab von Klu-Klux-Klan Schwerpunkten), Alltagsrassismus, in dem dunkelhäutige Menschen in vielen Geschäften einfach nicht bedient werden.
Das fand ich sehr gelungen, auf den Alltag heruntergebrochen und erschütternd zu lesen, gerade weil der Autor das so nüchtern in seine Sätze einbaute.

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Zäh - leider so gar nicht mein Fall
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Ein fröhliches Kindersachbuch, das Lust auf gelebte Demokratie macht

Wie du die Welt verändern kannst von Sarah Welk

Politik- und Demokratieverdrossenheit? Nicht, wenn man Zugänge so schafft, wie mit diesem Buch. Na gut, ganz so einfach ist es vermutlich dann doch nicht, aber das Buch ist auf jeden Fall schon mal ein sehr, sehr guter Anfang.

Wir sind ohnehin groß Sarah Welk Fans, aber eigentlich eher aus der erzählenden Kinderbuchecke (Ziemlich beste Schwestern, Sommer mit Opa,.

..).

Jetzt haben wir also das zweite Sachbuch von ihr gelesen - und ich habe demokratische Prozesse noch nie so bunt, fröhlich und verständlich erklärt bekommen - einschließlich eines herrlich quatschigen Rätsels on top, das sich durch das ganze Buch zieht.

Dramaturgisch prima aufeinander aufgebaut - beginnend im Kleinen (Demokratie in der Familie) und dann über das Klassenzimmer in die eigene Stadt oder Region bis hin zu Deutschland und der großen weiten Welt.
Dabei wurde auch vor Förderalismus und den Erst- und Zweitstimmen nicht zurückgeschreckt.
Überhaupt ist es super, dass die Bundestagswahl auch so schön erklärt wurde - da werden im September ganz bestimmt Fragen dazu kommen.

Was mir auch noch sehr gut gefällt, es ist kein reines Erklärbuch, sondern ermuntert mit handfesten Tipps, sich selbst einzubringen.
Wie kann ich in meiner Schule etwas verändern? Was brauche ich, um mit Politikern verhandeln zu können ? Bringen Demonstrationen etwas und was kann ich sonst noch tun?

Das alles in einem locker-lustigen Schreibstil, so dass das Lesen auch richtig Spaß macht.

Das Kind war ohnehin schon auf Seite Zehn völlig vom Buch überzeugt. Die Autorin hat nämlich in de zweiten Rätselfrage die absolute Lieblingsband des Kindes verwurstelt ("Deine Freunde" - falls es interessiert) und mich verpflichtet, diese wichtige Information unbedingt in der Rezension weiterzugeben. Hiermit geschehen (-;

Fazit: So müssen Sachbücher für Kinder sein! Auch für Erwachsenen noch sehr fein.

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Ein fröhliches Kindersachbuch, das Lust auf gelebte Demokratie macht
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Charmante Wohlfühlprosa

Die Zeit der Kirschen von Nicolas Barreau

Ein Buch über Literatur und Kochen und dann noch so ein wunderschönes Cover?
Nachdem mir die Leseprobe gut gefallen hat, wollte ich unbedingt weiterlesen.

Ich kenne den ersten Band nicht, das war aber überhaupt kein Problem. Anfangs wird Bezug darauf genommen, so dass man problemlos einsteigen kann.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch lässt sich schön leicht lesen. Trotz 400 Seiten habe ich das Buch innerhalb eines Tages gelesen.

Es ist eine Liebesgeschichte - klar. Aber mir haben die ganz großen Emotionen gefehlt. Im Buch waren sie vorhanden, aber bei mir kamen sie nicht entsprechend an.
Keine Tränen in den Augen, kein Schniefen und Seufzen, ungewöhnlich bei mir, wenn ich den schon mal Liebesgeschichten lese.
Dafür kann man es problemlos in der Öffentlichkeit lesen...

Gut gefallen hat mir die wechselnde Ich-Perspektive, wechselweise aus ihrer und seiner Sicht geschrieben.

Im Buch spricht der Verlag unseres männlichen Hauptdarstellers von "charmanter Wohlfühlprosa" und das trifft es meines Erachtens gut.
Es ist ein Wohlfühlbuch, schön zu lesen mit sympathischen Charakteren. Nicht mehr und nicht weniger.

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Charmante Wohlfühlprosa
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Zwischen hingerissen und fassungslos

Crave von Tracy Wolff

Ich habe die Leseprobe gelesen und war begeistert, deshalb wollte ich das Buch unbedingt weiterlesen. Voranstellen muss ich aber, dass ich noch kein einziges Buch aus dem Genre "Vampirroman" gelesen habe (wenn man mal von vielen lustigen Vampirmädchen-Kinderbüchern absieht). Ich kann also überhaupt nichts zu oft gezogenen Vergleichen mit Twilight oder generell zu dem Genre schreiben.

Zur Handlung: Es beginnt gleich traurig. Grace hat bei einem Unfall beide Eltern verloren und muss vom sonnigen Californien ins eisige Alaska zu ihrem Onkel ziehen. Der ist Schulleiter des elitären Internats Katmere Academy.
Gleich am ersten Tag macht Grace Bekanntschaft mit dem düstern Jaxon. Obwohl alle Angst vor ihm haben fühlt Grace sich magisch angezogen.

Soweit, so gut. Irgendwie ist alles in diesem Internat eigenartig, aber so ganz genau weiß man nicht, was los ist, geschweige denn, wem man trauen kann und wem nicht. Das fand ich schon spannend, die Autorin hat sich da auch gut Zeit gelassen, bis sie konkreter wurde.
Überhaupt hat mir der flapsig-lustige Schreibstil aus Sicht der jugendlichen Grace total gut gefallen, das hat sich so erfrischend gelesen. Ich war regelrecht hingerissen, darauf bezieht sich Teil eins der Überschrift.

Die Beschreibung des Internats hat mir auch gut gefallen, der Lageplan im Buchinneren hat da gute Unterstützung geleistet.

Die Vampirelemente, ja nun, wie soll ich sagen...Es hat schon seinen Grund, warum ich bislang keine Bücher dazu gelesen habe. Hierauf bezieht sich Teil zwei der Überschrift. Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen, auf keinen Fall in dem Umfang. Aber das kann ich dem Buch nicht anlasten, ich kann ja auch keinen Krimi lesen und mich hinterher über Mord und Totschlag beschweren.

Was mich etwas gestört hat, war die Beschreibung von Mister Superman Nummer eins (natürlich gibt es zwei davon, muss ja). Obwohl er ja ein Schüler im Internat ist, hatte er so gar nichts von einem jungen Menschen der Altersklasse. Den Bruch zwischen "ich darf aber nicht zu spät zum Unterricht kommen" und Verführungsszenen fand ich einfach nicht stimmig.

Ebenso das Verhalten von Graces Onkel - der merkwürdig lethargisch ob der Gefahr wirkt.

im letzten Drittel hatte das Buch für mich auch deutliche Längen, die erste Hälfte hatte ich noch durchgesuchtet, dann war irgendwie die Luft etwas raus.

Insgesamt fand ich das Buch aber unterhaltsam und bereue es nicht, dass ich den Ausflug in eine mir völlig fremde Buchwelt gewagt habe.

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Schön zu lesen, mir hat aber etwas die Nähe zu den Figuren gefehlt

Wir für uns von Barbara Kunrath

Zwei Frauen im unterschiedlichen Alter, beide aber gerade nicht glücklich.
Da ist Josie, schwanger von einem Mann, der nur dienstags für sie Zeit hat und das Kind nicht möchte. Sie ist Anfang Vierzig und zu Beginn des Buches nur das Anhängsel ihres Liebhabers, ihr Leben befindet sich seit neun Jahren in einer Warteschleife, sie wartet auf den nächsten Dienstag.

Dann gibt es noch Katharina, mit siebzig deutlich älter und gerade Witwe geworden. Der Sohn samt Schwiegertochter machen sie nicht zur Oma und auch sonst ist die Welt gerade nicht sehr rosig für sie.

Das Buch startet mit einer zufälligen Begegnung der beiden Frauen, aus der sich eine Freundschaft entwickelt.

Ich mochte die Schreibart, es lässt sich schön leicht dahinlesen. Die Seiten sind regelrecht dahingeflogen (uah - was ist das für ein schlimmer Klischee-Satz, aber es war wirklich so).
Es sind ganz schön viele Themenfelder in das Leben von nur zwei Frauen samt ihrer Familie hineingepackt worden. Ich will nicht spoilern, deshalb hier keine Aufzählung. Mir ist das allerdings erst nach dem Lesen aufgefallen, es war für mich also kein negativer Punkt, der mir irgendwie sauer aufgestoßen wäre.

Nur auf einen Punkt gehe ich noch ein: Josie muss sich angesichts ihres Alters und der Schwangerschaft auch mit Trisomie auseinandersetzten, die Herangehensweise im Buch hat mit dazu gut gefallen. Sowohl im Hinblick auf die Erwartungen aus dem Umfeld einer Schwangeren bzgl. Test und ggf. Schwangerschaftsabbruch - ohne dass die eigene Einstellung dazu akzeptiert oder gewürdigt wird und auch den positiven Umgang als Familie mit einem Kind damit, ohne jetzt Probleme unter den Teppich zu kehren.

Viele Themenfelder ohne dass es Betroffenheitsliteratur wäre.

Das ist fein und doch auch ein wenig mein Problemchen mit dem Buch: die Personen darin sind mir alle fern geblieben, ich habe zu keiner der Frauen und ihrem Umfeld eine Nähe aufbauen können.
Braucht es auch nicht unbedingt, aber es fällt damit in die Kategorie : war schön zu lesen, wird aber vermutlich nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben.

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Schön zu lesen, mir hat aber etwas die Nähe zu den Figuren gefehlt
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Vier Freundinnen und viel Magie

Magic Elements (Band 1) von Patricia Schröder

Emma, Leonie, Alina und Kim könnten unterschiedlicher nicht sein: die eine ist beispielsweise pferdeverrückt, die andere hat am liebsten ganz viel Abstand zu einem Pferd. Aber alle vier eint eine ganz dicke Freundschaft.

Bis Emma eines Tages etwas ziemlich Verrücktes macht und dann auch noch eine mysteriöse Botschaft findet.

Den Mädchen wird schnell klar, hier müssen sie zusammenhalten und ein großes Rätsel lösen, das sich sehr schnell in ein großes Abenteuer verwandelt.

Uns (elfjähriges Mädchen und Mutter) hat das Buch richtig gut gefallen. Angefangen mit dem wunderschönen Cover, witzigen Begebenheiten (wartet, bis ihr Scharky kennenlernt) und ganz viel Magie.
Ja, Bücher über Mädchen mit magischen Kräften gibt es schon ganz schön viele, aber hier ist der Ansatz anders. Kein "kann mit den Tieren sprechen", sondern schön abgefahren. Aber Details werden hier natürlich nicht verraten.

Außerdem wurde es ganz schön spannend, denn natürlich gibt es auch den ein oder anderen Fiesling (oder auch Fieslingin). Ob da magische Mädchenpower ausreicht?

Die altersgerechte Sprache mit den besonderen Schimpfwörtern der Mädels wie Quarkmist, und Gammelquark und den lustigen Namen mancher Charaktere haben uns auch sehr gut gefallen. Ebenso, dass es ein schönes dickes Buch mit 301 Seiten ist. Da konnte man richtig eintauchen in die Geschichte - zu kurz war sie natürlich trotzdem.

Die gute Nachricht ist aber, dass es weitergeht mit den vier Mädels, es gibt Folgebände. Darauf freuen wir uns sehr!

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Ermüdend

Auszeit von Hannah Lühmann

Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, das ausdrucksstarke Cover und der interessante Klappentext, ich war mir sicher, dass es ein Buch für mich ist - über die nicht einfache Zeit der um die dreißig-Jährigen.

Nun ja. Henriette hat eine Abtreibung hinter sich und fährt mit ihrer Freundin in eine einsame Hütte irgendwo in Bayern.

Dort sinniert sie über ihr Leben - ihre immer noch nicht fertige Doktorarbeit und natürlich die Abtreibung. Henriette bleibt für mich völlig blass - sowohl in ihrer Trauer um ihr ungeborenes Kind als auch in allen anderen Bereichen. ich konnte überhaupt keine Beziehung zu der Figur aufbauen.


Mit ihr ist Paula anwesend und quasi das Gegenteil. Immer tatkräftig, bemutternd, bestimmend, auf ihre Art genauso nervig. Auch was Paula fühlt, kann ich nur erahnen.

Dann gibt es noch immerwährende Wiederholungen zur nicht abgeschlossenen Doktorarbeit mit dem Thema "Der Werwolf und seine Kulturgeschichte", ohne dass sich mir erschließt, was das jetzt für die Handlung für eine Relevanz hätte.

Ich habe mich schon etwas durch das Buch gequält und obwohl es nur schlanke 172 Seiten hat, habe ich ziemlich lange dafür gebraucht.

Am Ende gab es noch einen interessanten Schwenk, aber insgesamt war das leider nicht mein Buch.

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Ermüdend
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Mehr Familiendrama als Krimi

Unter dem Sturm von Christoffer Carlsson

Von dem Buch hatte ich andere Vorstellungen, ich bin von einem klassischen skandinavischen Krimi ausgegangen.

Anfangs empfand ich es auch noch so. Man nimmt Isaks Perspektive ein, der gerade sieben Jahre alt ist, als ein schrecklicher Mord in seinem kleinen Dorf passiert. Der Täter ist sein innig geliebter Onkel und nicht nur für Isak stürzt eine Welt zusammen, seine ganze Familie ist nicht mehr die, die sie war.

Das war vortrefflich beschrieben, man konnte sich so gut hineinversetzten und spüren, wie Isak sich den "Keim des Bösen, der seiner Familie anhaftet" einreden lässt und was so ein Geschehen mit der kompletten Familie macht, nicht nur mit dem (evtl. nur vermeintlichen) Täter.

Dann der Schwenk, zehn Jahre später. Zweifel an den damaligen Ermittlungen kommen auf und ab hier ließ der Spannungsbogen dann nach. Es war für mich sehr konzentriert auf Isaks und Vidars (der damals als junger Polizist bei der Täterüberführung mithalf) Empfindungen, auf ihre Zweifel als dass es ein spannender Krimiplot war. Bitte nicht falsch verstehen, das war gut, aber eher ein (Familen-)Drama als ein spannender Krimi.

Die Auflösung fand ich leider sehr an den Haaren herbeigezogen, es hat sich diesbezüglich m. E. nicht in der Geschichte entwickelt und erschien mir nach dem Motto "huch, jetzt habe ich fast alle erlaubten Seiten schon beieinander, wen nehme ich denn jetzt mal schnell als Täter" konstruiert.

Insgesamt habe ich das Buch aber gerne gelesen, trotz meiner angesprochenen Kritikpunkte, 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4.

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Die perfekte Ferienlektüre: so originell und witzig

Flora Salmanteri und die Mini-Piraten Band 1 von Noora Kunnas

Lilli und Mikko müssen in den Ferien zu Onkel Jim und das ist absolut fürchterlich. Jim hasst Kinder und ganz besonders in seinem sterilen, klinisch reinen Haus.
Aber zum Glück wohnt Flora Salmateri nebenan, eine liebe und witzige alte Dame, die zusammen mit einem sprechenden und singenden Hahn zusammenwohnt.

Ich liebe das Buch für seinen schrägen Humor, es gibt kleine Piraten aus dem 3-D-Drucker, die plötzlich zum Leben erwachen, en Café, das "Zum fliegenden Nusshörnchen" heißt, eine Band "Die urigen Walrösser" sowie eine ehemalige Punksängerin, die jetzt Schlagersängerin ist und schlimme Lieder singt ("Ich bin so traurig, so unfassbar traurig, in mir ist alles ganz trist und schaurig...").
Natürlich gibt es auch Bösewichte, der fiese Onkel entpuppt sich auch nicht als eigentlich liebenswerter Kauz und jede Menge Abenteuer.

Für alle Kinder ab acht Jahre (und Erwachsene), die gerne lachen und lustige, ein wenig skurrile Geschichten mögen. Die finnischen Namen im Buch versetzte eine noch zusätzlich in Ferienstimmung.
Dicke Weiterempfehlung als Sommerferien-Lektüre!

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Die perfekte Ferienlektüre: so originell und witzig
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Fantastisch

School of Talents 1: Erste Stunde: Tierisch laut! von Silke Schellhammer

Als ich den Klappentet gelesen habe, habe ich innerlich geseufzt. Schon wieder ein Buch über eine Schule mit magischen Fähigkeiten. Gibt es gar nichts anderes mehr?
Aber...es war gar nicht abgedroschen, ganz im Gegenteil!

Wenn man mein Kind fragt, welche magische Fähigkeit es gerne hätte, dann kommt ganz oft "die Sprache der Tiere verstehen".

Alva, ein Mädchen im Buch kann das - und findet es gar nicht gut. Verständlich, ständig ein tierisches Stimmengewirr, das kann einen auch zur Verzweiflung bringen.
Damit sie lernt, das auszublenden, kommt sie auf ein besonderes Internat. Alle Schülerinnen und Schüler dort haben magische Fähigkeiten.

Das war wirklich witzig und skurril zu lesen, Hut ab, auf solch lustige Ideen wäre ich niemals gekommen.

Das Buch hat uns besonders gut gefallen, weil so viel fantastische Elemente mit einem kleine Abenteuer verbunden waren. Die ganzen Details der Fähigkeiten der Kinder fanden wir besonders spannend.


Außerdem macht das Buch klar, wie schwer man es hat, wenn man anders ist - und wie toll es doch ist, wenn alle verschiedene Fähigkeiten haben. Denn Zusammen schafft man etwas, was alleine unvorstellbar wäre.

Fazit: Magie geht immer - und hier ist es besonders gut umgesetzt.

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Fantastisch