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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

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Grausam und spannend

Schwarzlicht von Camilla Läckberg; Henrik Fexeus

Mina ist Kriminalkommissarin. Außerdem hat sie Angst vor Keimen, weit über ein normales Maß hinaus. Die Schilderung der krankhaften Angst und die daraus resultierenden Zwangshandlungen fand ich faszinierend und sehr überzeugend.

Der Zweite im Bunde ist der Mentalist Vincent, der zur Fallklärung hinzugezogen wird.

Damit es nicht langweilig wird, hat er autistische Züge…

Das nimmt schon sehr viel Raum ein - wenn man den Lese-Fokus auf den reinen Fall legt, dann wird man hier vermutlich nicht glücklich.
Ich fand es allerdings gerade interessant.

Auch das Thema Zauberkunst und Illusion hat mir gut gefallen.

Der Thriller an sich ist düster und spannend. Aber auch sehr brutal. Keine Ahnung, warum die Skandinavier da immer so extrem sein müssen? Der Anfangsplot hat mich jedenfalls einige Tage lang verfolgt, für Zartbesaitete also vielleicht nicht die beste Einschlaflektüre.

Trotzdem: ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und werde auch die weiteren Bände lesen!

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Grausam und spannend
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Wirkt so völlig real

Die sieben Männer der Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid

Hier war ich mal wieder vom Cover fasziniert, der Klappentext klang gar nicht so überragend, schillerndes Hollywood-Leben interessiert mich eigentlich ja nicht wirklich.

Anfangs war es dann auch wenig glamourös, sondern etwas zäh.
Die gealterte Filmikone Evelyn Hugo möchte eine Biographie über ihr schillerndes Leben haben und beauftragt dazu seltsamerweise eine No-Name Journalistin.

Es plätschert etwas dahin, mit Privatproblemen der Autorin, die sich völlig uninteressant lesen.
Doch Seite um Seite wird es interessanter.

Bei den Blick hinter die Kulissen der Reichen und Schönen habe ich völlig vergessen, dass das hier ein fiktionaler Roman ist.
Evelyn wird so real geschildert, die ganze Geschichte so gar nicht erfunden, am liebsten hätte ich mir nach dem Lesen einen ihrer Filme angesehen...nur gibt es die ja gar nicht.

Den Storyaufbau fand ich bis auf das Plätschern eingangs auch gut und das gut gewählte Ende hat mich dann mit dem etwas schwachen Start sehr versöhnt.

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Ist das wirklich ernstgemeint?

Der Koch, der zu Möhren und Sternen sprach von Julia Mattera

Ich mag ruhige Bücher mit etwas schrulligen Charakteren ja sehr gerne und habe mich sehr auf den Koch aus dem Elsass gefreut.
Bekommen habe ich aber ein schwülstiges Buch, bei dem ich mich sehr oft gefragt habe, ob das jetzt wirklich ernstgemeint ist. Wertschätzung gegenüber Nahrungsmitteln ist wichtig, ja, aber ernsthaft so etwas?

Ich muss jetzt einfach zitieren, damit man weiß, was ich meine:
"Die Möhren erbeben in seinem warmen Atem.

Sie wirken ungeduldig. (...). Die Möhren durchfährt ein angenehmes Schaudern. Sie sind gespannt und akzeptieren es gerne, dass Hassan an der Ernte mitwirkt. Robert hat gewusst, dass er auf sie zählen kann."

Das ist kein Einzelfall. Dazu kommt, dass die ganze Handlung nur so von Klischees trieft. Der Eigenbrötler, der niemanden als Hilfe an seiner Seite akzeptiert, aber selbstverständlich dann den ebenfalls ausgegrenzten Hassan findet. Und so weiter.

Fazit: Schon lange hat ein Buch so einen guten ersten Eindruck auf mich gemacht und mich dann so enttäuscht.
Die zwei Sterne sind wohlwollend, es gibt sie für das hübschen Cover und den vielversprechenden Titel.

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Witziges und turbulentes Beste-Freundinnen-Abenteuer

Pfeffer & Minze - Zusammen sind wir unschlagbar! (Pfeffer & Minze 1) von Sarah Welk

Sarah Welk mögen wir sehr, ob "Ziemlich beste Schwestern" oder "Sommer mit Opa" - wir haben bislang alle Bücher verschlungen.

Klar, dass wir uns über ein neues Buch sehr gefreut haben und auch hier wurden unsere Erwartungen wieder voll und ganz erfüllt.

Millie und Juna sind beste Freundinnen.

Am liebsten hängen die beiden nach der Schule im Imbiss von Rosi ab. Da gibt es voll leckere Currywurst und Pommes! Yummi! Wenn es da nur nicht so viele Probleme gäbe: zum Beispiel Mathe und Mietschulden. Beherzt stellen sich die Mädels den Herausforderungen...

Das ist sehr, sehr lustig! Millie verwendet die Mathehefte als Tagebücher und schreibt aus der Ich-Perspektive - das ist super, das mag das Kind nämlich am liebsten.
Besonders gut gefällt uns, dass Millie und Juna so denken und fühlen, wie "echte" Zehnjährige. Millie liebt ein bestimmtes Computerspiel, findet Vollkornbrot grässlich und zusammen kommen die beiden auf richtig blöde Ideen. Dass es quasi für eine dieser Ideen gleich noch die Anleitung gibt, findet das Kind sehr lustig, ich nicht ganz so...Außerdem haben die Zwei ein großes Herz, das ist sehr schön.

Ein echtes gute-Laune-Buch, perfekt für das empfohlene Lesealter ab zehn Jahren. Über Freundinnen, bei denen man auch mal verschiedener Meinung sein darf...und Currywurst...und vegane Pancakes...und gebrechliche Kampfhündchen.
Unbedingt Lesen!

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Keine Miss Marple, aber gute Unterhaltung

Pfeffer & Minze - Zusammen sind wir unschlagbar! (Pfeffer & Minze 1) von Sarah Welk

Die Werbung für das Buch hat mit "die dänische Miss Marple" den Mund ganz schön voll genommen.
Das ist sie sicherlich nicht, die Rentnerin Anne-Maj, die ehrenamtlich in einem Trödelladen hilft.
Auch der Spannungsbogen im Buch ist weit entfernt von dem der Meisterin.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen.

Es lebt von den Beziehungen seiner Charaktere untereinander. Es menschelt sehr im Trödelladen. Obwohl es ja um nichts geht, ist der Konkurrenzkampf hoch, das war sehr amüsant zu lesen und ist auch gar nicht weit hergeholt.

Auch die Familiensituation der drei Generationen Frauen und Mädchen um Anne-Maj ist nicht ganz unproblematisch und hat noch Potential für evtl. Fortsetzungen.

Was mich bei meiner Print-Ausgabe gestört hat, war der Buchdruck. Die Seiten waren mit unterschiedlicher Intensität von Schwarz gedruckt, das hat beim Lesen irritiert, zumal der blasse Schwarzton auch schwer zu lesen war.

Mein Fazit: man darf sich nicht von der Buchwerbung täuschen lassen und einen ausgefeilten Krimiplot erwarten. Wenn man aber leichte Kost mit gutem Unterhaltungswert sucht, dann ist man hier genau richtig.

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Schön und zäh zugleich

Das Fundbüro der verlorenen Träume von Helen Frances Paris

Dot arbeitet in einem Fundbüro in London. Privat kümmert sie sich um ihre demente Mutter und träumt sich mit nicht abgeholten Reiseführern aus dem Fundbüro in andere Länder. Das beschreibt ihre aktuelle Lebenssituation (die schon Jahre so ist) ziemlich abschließend.

Das Buch entblättert langsam, wie es zu der Abschottung Dots kam.

Sehr langsam, wenn ich ehrlich bin, mir hat hier die Dynamik gefehlt, es hat sich schon etwas zäh gelesen.

Dazu kam, dass ich mir Dot in ihrer Lodenuniform und aufgrund ihres Verhaltens als 50+ Jahre alte Frau vorgestellt habe (eher plus plus...) und völlig überrascht war, als irgendwann von um die dreißig die Rede war. Das passte für mich nicht ganz zusammen.

Weiterer Kritikpunkt: Nebensächlichkeiten wie etwa eine bestimmte Unterkunft wurden in epischer Breite beschrieben, haben aber (für mich) so gar nichts handlungsrelevantes gehabt.

Aber: nichtsdestotrotz hat mir das Buch gefallen, man braucht Geduld, die Story an sich hat aber etwas!

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Schöne neue Social-Media-World?

Die Kinder sind Könige von Delphine Vigan

Mélanie fühlte sich in ihrer Familie im Vergleich zur Schwester immer ungeliebt.
Als Erwachsene liegt ihr die Social-Media-Welt zu Füßen, sie fühlt sich nun endlich geliebt und angekommen. Ihre Videos auf YouTube und ihre Instagram-Posts haben sie zur Nummer 1 der Family-Influencer in Frankreich gemacht und sichern ein sehr komfortables Familieneinkommen.

Die Stars sind ihre Kinder, Sammy und Kimmy - bis Kimmy entführt wird.

Das Buch spielt zum überwiegenden Teil 2019 und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Man erkennt die Beweggründe der Mutter und sieht ihre Sichtweise, die alles ausblendet, was nicht in ihre Schein-Lebenswirklichkeit passt.
Die Transkription der YouTube-Videos, die auf der Polizeistation nach der Entführung gefertigt wurden, sind dagegen neutral und zeigen eine andere Sicht auf die Dinge.
Das hat mir sehr gut. gefallen. Stück für Stück wird immer deutlicher, welche Auswirkungen die allgegenwärtige Medienpräsenz auf die Kinder hat.
Der Teil ist wie ein Thriller geschrieben - und so erschreckend real.

Der zweite Teil des Buches switcht in die heutige Zukunft, als die Kinder junge Erwachsene sind. Hier wird es fast noch krasser, denn die Kindheit in der Öffentlichkeit prägt die damaligen Kinderstars in einem Ausmaß, dass es Gänsehaut verursacht.

Ein erschreckender Spiegel der heutigen Online-Präsenz des Privaten, hier mit dem Fokus auf Persönlichkeitsrechten von Kindern.
Hallt nach und lässt mich fragen, wie hier in Deutschlang auf das Schutzbedürfnis von Kindern rechtlich eingegangen wird - eine Frage, die ich mir bislang gar nicht gestellt habe.
Dazu spannend und fesselnd geschrieben - ein Buch, das ich jeder Familie nur weiterempfehlen kann.

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Vielversprechender Reihenauftakt

Gezeitenmord von Dennis Jürgensen

Zwei Länder, zwei Ermittelnde = Freundschaft

Ein kleines Dorf in Dänemark, an der Grenze zu Deutschland.
Bei einem Wattspaziergang entdeckt ein Junge ein Leiche. Kurz darauf wird seine Begleitung brutal niedergeschlagen und der Junge verschwindet...

Nachdem in dem Ort schon ein Kind verschwand und die Ermittlungen damals dilettantisch geführt wurden, wurden nun gleich zwei Externe hinzugezogen.

Lykke Seit für die dänische Seite - sie darf hier ihren ersten Mordfall leiten.
Und für die deutsche Seite der erfahrene Rudi Lehmann aus Flensburg.

Die beiden sind sich von Anfang an sympathisch und können gut miteinander.

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich mochte die Beschreibung der Küstengegend und auch Lykke und Rudi.
Der Spannungsbogen blieb hoch und man hat mitgefiebert und gehofft, dass es ein Happy End für die verschwundenen Kinder gibt.

Was mich ein klein wenig genervt hat, waren die persönlichen Schicksale von Lykke und Rudi. Eine Nummer kleiner oder einfach ein wenig normales Leben wäre mir lieber gewesen, auch die umgehende Vertrautheit von bis dato völlig Fremden, die zum Herzausschüttten geführt hat, fand ich ein wenig arg. Und Rudis ständige Deutschenwitze mit Kriegsbezug, naja.

Davon abgesehen aber eine spannende Story und ein gelungener Reihenauftakt. Ich werde Lykke und Rudi bestimmt bei weiteren Fällen weiterbegleiten.

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Vielversprechender Reihenauftakt
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Nicht vorhersehbar

Kaltherz von Henri Faber

Henri Faber hat es geschafft, mich mit seinem Thriller zu fesseln.

Für Eltern das Schlimmste, was passieren kann: ihr Kind wird entführt, die Mutter hat Marie nur ganz kurz alleine gelassen und als sie zurückkam, fehlte jede Spur von Marie. Ein Albtraum, der nicht endet!

Kim Landsky hat alles andere als eine Bilderbuchkarriere bei der Polizei hingelegt und nun ihre aller-allerletzte Chance, sich zu beweisen.

Sie landet in der Vermisstenabteilung und die Akte zu Maries Verschwinden auf ihrem Tisch.

Was mir hier so gut gefallen hat, war zum einen die für mich authentische Beschreibung der Akteuere. Ganz besonders aber die Szenen, die aus Sicht der kleinen Marie geschrieben wurden, das kam sehr realistisch bei mir an und hat mich auch emotional berührt.

Dann natürlich der Plot an sich. Als oberschlaue Thrillerleserin war ich mir ja ziemlich sicher, wer hier "Dreck am Stecken" hat. Aber mit den Wendungen Fabers habe ich so nicht gerechnet. Von wegen oberschlau! Das war richtig gut gemacht und hat mich ebenfalls begeistert.
Gegen Ende waren dann die Fäden schon relativ entwirrt, trotzdem auch hier nochmal eine Kehrtwende, WOW!

Großes Thrillerkino ohne großes Brutalität, definitiv fünf Sterne wert.

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Unverhofftes Glück

Leo und Dora von Agnes Krup

Leopold Perlstein hat noch rechtzeitig die Flucht vor den Nazis nach Palästina geschafft, doch zur Heimat wurde es nicht. Ehemals ein Schriftsteller hat er nun ein bescheidenes Auskommen als Versicherungsvertreter, bis ihn Alma, seine Freundin und Agentin in ihr Landhaus nach Amerika einlädt. Dort soll er endlich wieder ein Buch schreiben.

Es kommt anders als gedacht. Das Landhaus ist abgebrannt und Leo landet in einem bescheidenen Hotel, mit lauter Sommerfrischlern...

Das Buch hat für mich seinen Zauber langsam, aber stetig entfaltet. Es kommt nicht mit lautem Getöse, sondern eher ruhig daher. Und doch ist es für mich zu einem besonderen Buch inmitten der gerade so zahlreichen Sommerfrische-Bücher geworden.

Das Schicksal der Charaktere wird quasi nebenbei erzählt. Leo, der fliehen konnte, aber sich doch so oft an seine alte Heimat zurücksehnt. Seine Familie, von der er getrennt lebt und insbesondere die Tochter, die zurück nach Europa will, ausgerechnet zurück zu den Nazis. Und auch die neuen Bekannten haben alle ihre tragische Geschichte.
Dazu die bescheidene Sommerfrische, einen Einblick, wie das damals war, in einem einfachen Hotel. Die Väter, die am Wochenende zu Besuch kamen und für die Allermeisten ein Leben, das fast ausschließlich aus Arbeit bestand. Im krassen Gegensatz zum zwar nicht ausschweifenden, aber dennoch subventionierten und komfortableren Künstlerleben
Aber es gab sie, die kleinen Glücksmomente. Für alle im Buch Vorkommenden.
Ein besonderer Sommer, der Griesgrämige und Arbeitsbienen wieder nach Vorne schauen lässt.

Ein Buch für die Sommerfrische, ideal mit den Füßen in einem See zu lesen. Ein Stück Mohnkuchen dazu kann auch nichts schaden. Richtig, richtig schön!

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Unverhofftes Glück