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Rezensionen von Christina P.:

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Wenn das Leben nach dem Tod erst so richtig spannend wird

Banshee Livie (Band 1): Dämonenjagd für Anfänger von Miriam Rademacher

Das Leben meinte es nicht gut mit ihr – der Tod auch nicht: Bei einem Ausflug mit ihrer vom Übernatürlichen faszinierten Patentante wird Olivia „Livie“ vom Blitz getroffen – natürlich unter einer Druideneiche. Aus der vom Leben gelangweilten Bürokraft wird fortan eine Banshee, die für das Anwesen der Harrowmores zuständig ist.

An ihrer Seite Todesbote und Kapuzenmann Walt. Leider stellt sich ihr neuer Job als stressiger heraus, als erwartet, denn die Harrowmores sind die reinste Katastrophenfamilie. Und was, bitteschön, ist ein Mummel? Als dann auch noch ein Dämon auftaucht, der eine uralte Rechnung mit der Familie begleichen will, hat Livie alle Hände voll zu tun…
Banshee Livie ist eine lustige Fantasygeschichte über eine Banshee, die sich mal nicht an uralte Traditionen hält. Natürlich gibt es Banshee-Regeln, mit welchen Livie erstmal zurecht kommen muss. Immerhin wird sie völlig unvorbereitet – und ungefragt - in ihren neuen Job geworfen. Todesbote Walt steht ihr zwar zur Seite, aber dem muss sie anfangs auch erstmal die Informationen aus der nicht sichtbaren Nase ziehen. Denn leider kann sie von Walt überhaupt nichts sehen unter der Kutte, dabei hat er so eine sexy Stimme. Aber wenn Livie sich etwas in den Kopf gesetzt hat… Allerdings hat sie mit der Familie Harrowmore erstmal ordentlich was um die Ohren. Und als ein uralter Dämon auftaucht, kann Livie beweisen, was in ihr steckt.
Der Roman ist recht lustig und unterhaltsam geschrieben. Anfangs ist Livie noch unzufrieden mit sich und ihrem Leben, entsprechend sarkastisch fallen ihre Kommentare zunächst aus. Das ändert sich zum Glück jedoch schnell und Livie wächst einem einfach ans Herz. Und auch der wortkarge Walt taut so langsam auf. Ihn fand ich von der Person her ganz interessant, da er eine bewegende Vergangenheit hinter sich hat. Für weitere unterhaltsame Momente sorgen ein Druide, Mummel, ein Magier sowie ein echt böser Dämon. Es wird also nicht langweilig.
Ich fand Banshee Livie erfrischend unterhaltsam. Großartige Action enthält der Roman zwar nicht, dafür hat er mir recht viele Schmunzler entlockt und macht einfach Spaß. Ein gelungener Start in einer humorvoll-fantastische Banshee-Serie.

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Wenn das Leben nach dem Tod erst so richtig spannend wird
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Ein neuer, gefährlicher Gegner naht auf leisen Sohlen...

Das Erbe der Macht - Band 13: Onyxquader von Andreas Suchanek

Nachdem die Serie den Skoutz-Award 2018 in der Kategorie "Fantasy" gewonnen hat, geht es rasant weiter mit der ersten Folge der zweiten Staffel. Die mächtige Schattenfrau der ersten Staffel ist zwar besiegt, doch wartet bereits der nächste Gegner auf die Lichtmagier, welche noch an den Folgen des vergangenen Kampfes zu knabbern haben.

Ein Gegner, welcher noch mächtiger scheint und bereits vor langer Zeit erste Vorbereitungen für seinen Sieg startete. Derweil kämpfen Alex' Freunde um den in ihren Augen unverzeihlichen Verrat in den eigenen Reihen: Johanna belegte Alex mit einem starken Vergessenszauber - warum, darüber schweigt sie sich aus. Doch nicht nur seine Freunde interessieren für Johannas Tat...
Der 13. Band schließt nahtlos an den zwölften Band sowie das Spin off "Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus" an und geht auch gleich in die Vollen. Sowohl bei den Lichtmagiern wie auch bei den Schattenkämpfern herrscht ein Drunter und Drüber, was sich der neue, mächtige Gegner geschickt zunutze macht. Doch ist er nicht der einzige Magier, welcher mit starken Kräften aufwartet. Schnell wird es spannend und gefährlich, neue Protagonisten treten auf den Plan und bringen weitere Geheimnisse mit sich. Zudem werden endlich erste Hintergründe offenbart, was an Alex so Besonderes ist - von seinen flotten Sprüchen mal abgesehen.
Mir hat der Einstig in die zweite Staffel sehr gefallen, ich war regelrecht überrascht, wie schnell die Story wieder an Fahrt aufnahm. Ein gelungener Mix aus Spannung, Action, Rätseln, Gefahr und natürlich der gewohnten Portion Humor. Einfach hervorragend!

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Wo liegt die Wahrheit in den Märchen?

Die Grimm-Chroniken - Der goldene Apfel von Maya Shepherd

In "Der goldene Apfel" geht es in die fünfte Runde der Grimm Chroniken, in welchen die Wahrheit über Schneewittchen ans Licht gebracht werden soll. Wem die Story bisher nicht komplex genug erschien wird nun seine helle Freude haben: Während die Vergangenheit von Mary und Dorian ebenso beleuchtet wird wie die der Grimm-Brüder, geht in der Gegenwart der Kampf zwischen Königin Mary und Schneewittchen weiter.

Vampirmagie kommt ebenso zum Einsatz wie Hexenkräfte, die Zahl "7" spielt immer mehr eine wichtige Rolle und neue Märchenelemente werden in den Verlauf eingebracht.
Wie auch bei den vorherigen Bänden wird zu Beginn kurz in einem "Was bisher geschah" das Wichtigste zusammen gefasst, was mir den Einstig in den fünften Band sehr erleichterte. Die Vorgängerbände sollte man jedoch bereits gelesen haben, um das Geschehen zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt diesmal sehr auf Mary, sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart. Das fand ich sehr schade, doch denke ich, dass sich das mit dem nächsten Band wieder relativieren wird. Leider wurde mir Mary mit dieser Folge auch nach und nach unsympathischer, was dazu führte, dass ich ihre Version im Nachhinein auch etwas in Zweifel zog. Das hat mir etwas den Spaß genommen, da mir ein Ausgleich mit den anderen Protagonisten fehlte. Alles in allem passt es jedoch sehr gut in das Konzept der Serie und liest sich auch weiterhin sehr unterhaltsam.

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Spannend-rasante Urban Fantasy

Soulcatcher von Lena Knodt

Was machst du, wenn dein Freund plötzlich ein seelenloses Wesen ist, der keine Gefühle mehr hat? Vor diesem Problem steht Maisie, als ihr Freund Luke seine Seele an den Dämonenkönig verkauft, um das Leben seiner kleinen Schwester zu retten. Für Maisie ist sofort klar: Diese Seele holt sie sich zurück! Leider stellt sich dies alles andere als einfach heraus, der Dämonenkönig hat nämlich keine Lust, Lukes Seele wieder herauszurücken.

Im Gegenteil, ehe sich Maisie versieht, hat sie den Dämonenkönig gegen sich aufgebracht - und plötzlich einen unerwarteten Helfer an der Seite. Denn der neue Mitschüler Nicolo hat so einiges auf dem Kasten. Und Lukes Schwester Vivienne ist seit seinem Deal mit dem Dämonengott auch fitter als je zuvor...
Soulcatcher ist ein spannender und rasanter Urban Fantasy Roman mit einigen guten Ideen, welche mir sehr gefielen. Die drei müssen sich recht schnell als Team zusammen raufen und gegen mächtige Gegner kämpfen, während ihnen der Dämonenkönig schlechtgelaunt auf den Fersen ist. Spannung und Action geben sich die Hand mit magischen Geheimnissen, ich mochte das Buch beim Lesen gar nicht mehr aus der Hand legen. Ebenso kommt der Humor nicht zu kurz und verleiht dem Buch eine angenehme Lebendigkeit. Die drei Protagonisten waren mir sympathisch und vor allem bei Nicolo war es spannend zu erfahren, was sich hinter seiner Figur verbirgt. Was mich etwas störte war, dass einige Situationen wie erzwungen wirkten, Maisie übernatürliche Phänomäne nicht so hinterfragte, wie man es doch normalerweise machen würde. Dies hatte andererseits wiederum den Vorteil, dass die Story dadurch rasanter weiterging, statt durch Grübeleien und Skepsis in die Länge gezogen zu werden.
Ein spannend-rasant-humorvoller Urban Fantasy Actionroman, der einfach Spaß macht!

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Spannendes Fantasyabenteuer mit wunderschönen Details

Soulcatcher von Lena Knodt

Es gibt eine Welt hinter dem Spiegel: Eldrid. Erreichbar über fünf besondere Spiegel, welche unter dem Schutz der magischen Spiegelwächter stehen. Getrieben von ihrer Neugier findet Ludmilla im verbotenen Zimmer ihrer Großmutter Mina den uralten Familienspiegel, Tor in eine fremde Welt – und reist nach Eldrid.

Dort wird sie bereits erwartet, denn die Welt Eldrids wird vom mächtigen Zamir bedroht, der mit Hilfe des von ihm geschaffenen Schattenwesens Godal die Macht an sich reißen und Eldrid in ewigen Schatten stürzen will. Und Ludmilla könnte im Kampf gegen Zamir eine wichtige Rolle übernehmen…
Geschickt beginnt der Roman mit einem Einblick in die Welt Eldrids und dessen zauberhafte Wesen, welcher mich sofort faszinierte. Dorthin reist die 15-jährige Ludmilla, welche bei ihrer Großmutter Mila aufwächst. Im Grunde ihres Herzens ein lieber Mensch, ist der Teenager ein recht aufmüpfiger und frecher Einzelgänger, was die Geschichte aber an den richtigen Stellen rasch voran treibt. Natürlich weiß Mila von diesem Spiegel, doch verbirgt sie ein Geheimnis, welches sie ihrer Enkelin nur langsam offenbart und weshalb sie den Spiegel nicht ohne Grund unter Verschluss hält. Bis der Spiegel Ludmilla regelrecht zu rufen scheint und das Mädchen eine Welt der Feen, Elfen und Riesen betritt, welche sie natürlich sofort fasziniert, jedoch auch große Gefahren für sie birgt.
Neben mehr oder weniger mächtigen Schatten, aufmüpfigen Spiegelbildern, geheimnisvollen Gestaltwandlern und bedrohlichen Riesen spielt vor allem die Zahl 5 in dieser Geschichte eine magische Rolle. Nicht zuletzt, weil die Saga von Eldrid auf fünf Bände ausgelegt ist.
Mir hat die Idee um Eldrid, der Welt hinter dem Spiegel, sehr gefallen. Der Roman gestaltet sich erstaunlich komplex, birgt unvorhersehbare Gefahren, stellt die Protagonisten vor unlösbare Aufgaben und bringt sie in ausweglos scheinende Situationen. Auch die magischen Wesen Eldrids, von denen man im ersten Band bereits einige kennen lernt, sind faszinierend und manche auf eine gewisse Art einzigartig gestaltet.
Ein faszinierendes Fantasyabenteuer mit wunderschönen Details und einer unlösbar scheinenden, spannenden Aufgabe, welche nicht nur junge Leser ab 12, sondern auch Erwachsene noch vollauf begeistern kann.

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Fantastisches Abenteuer mit mystischem Anklang

Soulcatcher von Lena Knodt

Linas altes Auto streikt. Natürlich spät abends und mitten im Wald. Handy? Geht auch nicht. Also macht sie sich zu Fuß auf den Weg, als sie plötzlich mitten im strömenden Regen beleuchtete Fenster entdeckt: Der Mitternachtsladen. Öffnungszeiten: Nach Sonnenuntergang. Wie es der Zufall will, wird kurz darauf eine Aushilfe für den Laden gesucht, was Lina gern annimmt.

Der Besitzer ist sehr freundlich, wenn auch seltsam altmodisch in einigen Dingen. Dafür ist sein junger Sohn Brendan umso interessanter für Lina. Doch warum muss sie immer pünktlich kurz vor Mitternacht den Laden verlassen? Und was sind das für rätselhafte Dinge, die es in dem Laden zu kaufen gibt? Als Lina zufällig hinter das Geheimnis kommt, gerät sie mit Brendan in ein nicht ungefährliches Abenteuer…
„Der Mitternachtsladen“ ist eine abenteuerliche Jugendfantasy, welche bereits optisch wunderschön aufgemacht ist: Das Cover leuchtet im Dunkeln. Entgegen meiner Erwartung spielt der Laden selbst jedoch nur zu Beginn eine Rolle, bevor Lina und Brendan ihre Abenteuerreise sowohl in der Menschenwelt wie auch in der Anderwelt starten. Für mich nahm der Roman dadurch eine überraschende Wendung, welche mir sehr gefiel und auch von der Autorin angenehm bildhaft beschrieben wurde. Eine wundervolle Reise durch alte Mythen und vergangene Welten, mit einem gefährlichen Antagonisten, der mir für meinen Geschmack jedoch etwas zu blass blieb. Dafür waren andere magische Momente wiederum sehr atmosphärisch beschrieben.
Erzählt wird der Roman von einem allwissenden Erzähler, welcher mich ein wenig an frühere Geschichten erinnerte. Geschickt nimmt er einige Anspielungen vorweg, um die Neugier des Lesers zu wecken, verrät auf der anderen Seite aber nur soviel, dass der Leser kaum mehr weiß als Lina. Kombiniert mit Mystik und alter Geschichte zauberte Tanja Karmann daraus einen spannenden Roman, welcher nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene begeistert. Eine aussergewöhnliche Geschichte, auf deren Fortsetzung ich gespannt bin.

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Überzeugt durch realistische Ermittlerarbeit und fachliche Details

Soulcatcher von Lena Knodt

Ein kniffliger Fall hält das ReMIT-Team um Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill in Atem: Der „Wedding Killer“ sucht sich seine weiblichen Opfer auf Hochzeiten – und hinterlässt nichts, als eine verkohlte Leiche im ausgebrannten Auto. Sämtliche Spuren sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, selbst das Identifizieren der Leichen gestaltet sich als schwierig.

Ein schwer zu fassender Täter scheint hier am Werk zu sein. Doch lastet ein hoher Erfolgsdruck auf dem Spezialermittlungs-Team. Und auch privat geht es bei einigen Mitgliedern alles andere als ruhig zu…
Ich muss gestehen, für mich war „Rachegier“ der erste Roman von Val McDermid, entsprechend benötigte ich eine Weile, um mit den Ermittlern des ReMIT-Teams vertraut zu werden. Doch hat die Autorin es geschafft, auch für mich als Neuling die einzelnen Hauptprotagonisten ausreichend verständlich darzustellen. Der Fall gestaltete sich als gut durchdacht, zumal auch der Täter selbst seine eigenen Kapitel hat und man dadurch als Leser den Ermittlern einen Schritt voraus zu sein scheint. Naja, genau genommen nur einen halben Schritt, denn der Täter versteht es geschickt, keine verwertbaren Spuren bei seinen Taten zu hinterlassen. Sehr gefallen haben mir die Ideen des Profilers Tony Hill, sowohl den Fall wie auch sein Privatleben mit Carol Jordan betreffend. Carol hingegen hat in diesem Band stark mit den Geistern ihrer Vergangenheit zu kämpfen, ihr Verhalten war bisweilen recht anstrengend.
Die Nebenhandlungen waren ebenfalls unterhaltsam gestaltet und gaben dem Roman etwas Abwechslung. Weniger gefallen hat mir der Schluss, auch wenn dieser für mich recht überraschend kam. Da konnte ich die Handlung einiger Protagonisten nicht so ganz nachvollziehen. Aber das mag jeder Leser etwas anders sehen – genauer kann ich nicht darauf eingehen, ohne zu spoilern.
Val McDermid hat einen Schreibstil, der weniger auf Effekthascherei setzt sondern damit punktet, dass ihre Fälle fachlich sehr gut recherchiert sind, erkennbar an dem vielen Fachwissen, welches sie geschickt in ihrem Roman einbaut. Ebenso zeigt sie sehr realistisch, wie frustrierend die Ermittlerarbeit zuweilen sein kann, wenn entscheidende Beweise fehlen.
Das Hörbuch wird in der ungekürzten Fassung gelesen von Wolfgang Berger. Zu Beginn empfand ich sein Lesen des Romans als recht monoton, was sich jedoch zum Glück nach einigen Kapiteln besserte, fast, als hätte der Sprecher sich erst warmlesen müssen.
Ich denke, „Rachegier“ ist vor allem für Fans von Val McDermid hervorragend geeignet. Wer die Vorgängerbände nicht kennt, so wie in meinem Fall, könnte zunächst Schwierigkeiten haben, wenn es um das Private der einzelnen Ermittler geht. Auf jeden Fall überzeugt der Krimi durch realistisch gestaltete Ermittlerarbeit und geschickt platzierte fachliche Details.

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Eine Liebe durch Zeit und Raum

Jasmin - Orangenblütenzauber von Mareike Allnoch

Ich liebe das Märchen aus 1001 Nacht um den frechen Straßenjungen Aladin. Wer kennt es nicht? Doch vielleicht verlief seine Geschichte ja ganz anders? Als plötzlich der verdammt gut aussehende Dalan in Jasmins Zimmer steht und die Schülerin mit seinen dunklen Augen anblickt, beginnt ein zauberhaftes Abenteuer für die beiden…

Blau traf auf das warme Braun seiner Augen, aus denen er mich aufmerksam ansah.

(Zitat S. 58)

Jasmin hat es nicht leicht in ihrem Leben. In der Schule wird sie als Streberin und Brillenschlange gemobbt. Als ihre Tante ihr von einer ihrer Reisen eine orientalische Öllampe mitbringt, befreit Jasmin zufällig den darin seit rund 170 Jahren gefangen gehaltenen Djinn Dalan. Und der sieht nicht nur umwerfend aus, sondern ist auch zudem ein äußerst charmanter Flaschengeist. Kurzerhand wird er ihrer Mutter als Austauschschüler vorgestellt – und wirbelt Jasmins Leben fortan gewaltig durcheinander. Doch trägt Dalan eine düstere Vergangenheit mit sich, an welche er sich bisher nur in seinen Träumen erinnert.

Ich war eine Bedrohung für Jasmin. Ich brachte ihre Mutter und sie in Gefahr, wenn ich bei ihnen blieb. Das konnte ich nicht verantworten. (…) Doch die Wahrheit war: Ich genoss ihre Nähe, selbst wenn das bedeutete, nicht zu Hause sein zu können. (Zitat S. 106)

Der erste Band der Reihe um Dalan und Jasmin liest sich wie ein zauberhafter Young Romance Roman mit einer kleinen Portion Magie. In erster Linie geht es um Jasmin, die sich vom Mauerblümchen zu einer selbstbewussteren Person entwickelt. Dalan ist daran nicht ganz unschuldig. Doch ist es nicht nur Dalan, in dessen Augen Jasmin ein ums andere Mal versinken möchte, was Dalan wiederholt auf die Palme bringt. Spannung bringen zudem erste Andeutungen, welch düsteres Geheimnis Dalan verbirgt und wer er in Wirklichkeit sein könnte.
Das Buch liest sich wunderschön. Mareike Allnoch hat einen sehr unterhaltsamen, humorvollen Stil und legt ihren Protagonisten gern auch mal den ein oder anderen frechen Spruch auf die Lippen. Ein Großteil des Buches ist aus Jasmins Sicht geschrieben, doch auch Dalan hat einige Kapitel, die eine andere Sicht bieten. Aus Dalans Welt wird bisher nur wenig beschrieben, aber erste Andeutungen machen neugierig auf die Fortsetzung und die weiteren Pläne des Bösewichts. Loben möchte ich übrigens auch die wundervolle Aufmachung des Buches: Jede Seite ist dekoriert und jede Menge Öllampen zieren die Seiten.
Ein traumhafter, unterhaltsamer Einstieg in eine wundervolle Adaption des Märchens aus 1001 Nacht um Aladin und Jasmin.

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Eine Liebe durch Zeit und Raum
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Spannende futuristische Dytopie, zweiter Teil einer Dilogie

Jasmin - Orangenblütenzauber von Mareike Allnoch

Nach dem Kampf gegen die Rebellen „Spines“ liegt Grey, der Industriezirkel von Hope, in Schutt und Asche. Unmengen an Flüchtlingen verteilen sich nun auf die anderen Zirkel und werden nicht immer freundlich aufgenommen. Auch Rain hat es schwer: Seit dem Tod ihrer Mutter scheint sie wie in ein tiefes Loch gefallen, ihr Kampfgeist vorerst versiegt.

Und auch Lark trauert um seine verstorbene beste Freundin. Er und seine Familie hatten das Glück, unter Tiberius‘ Schutzhand, der Protector und zugleich Rains Vater ist, in Aventin, dem Zirkel der Gesegneten, aufgenommen zu werden. Doch setzt der einflussreicheTiberius ihn schon bald unter Druck, einen Auftrag für ihn zu erledigen, wenn er seine kleine Schwester Rose retten möchte. Wird er Rain erneut verraten müssen? Und auch von ausserhalb der Schutzmauern Hopes zeigen sich plötzlich merkwürdige Mutantenwesen – eine weitere Bedrohung für Hope neben den Rebellen? Denn die Spines sind überall…
„Die Vereinten“ ist der Nachfolgeband der Dystopie „Die Perfekten“ und schließt diese Dilogie somit ab. Im Gegensatz zum ersten Band, welcher hauptsächlich durch seine dystopischen Atmosphäre lebt, ist dieser Band zusätzlich leicht von Science Fiction-Elementen durchzogen und verleiht der Story dadurch zusätzliche Spannung. Besonders faszinierte mich, welche Wesen ausserhalb von Hope leben und nun an der Schutzmauer des Landes kratzen. Ebenso wurde nach und nach das Geheimnis gelüftet, was es mit Hope und den Gesegneten wirklich auf sich hat, was damals geschah, bevor Hope gegründet wurde. Und auch die Rote Seuche, welche bereits im ersten Band als stete Gefahr genannt wurde und die Menschen zu überzogener Hygiene zwang, ist tatsächlich kein Hirngespinst.
Mit Rain hatte ich anfangs so meine Probleme, da sie ihren Kampfgeist komplett verloren zu haben schien. Ebenso wie Lark. Was ich aber nur allzu gut verstehen konnte. Hier war Rose die starke Person, welche letztendlich die Geschehnisse zusätzlich vorantrieb und ein paar wirklich gute Szenen hatte. Und natürlich kam auch Fuchsmanguste Cassiopeio „Pi“ nicht zu kurz. Sehr gut hat die Autorin zudem die Flüchtlingsproblematik verdeutlicht sowie die Reaktionen der Bewohner anderer Zirkel, welche den Flüchtlingen aus Grey nicht immer wohlgesonnen waren, da sie um ihre eigene Bequemlichkeit fürchteten.
Mir hat das Buch sehr gefallen, es war eine wunderbare Fortsetzung von „Die Perfekten“, welchen man zum besseren Verständnis vorher gelesen haben sollte. Im Gegensatz zum ersten Band war dieser Roman zwar völlig anders, da Rain nun keine Ghost mehr ist, dadurch aber weder besser noch schlechter. Sehr hat mir zudem die Auflösung gefallen, was hinter der Welt von Hope und den Gesegneten steckt. Und das Ende rundete die ganze Geschichte perfekt ab. Die Dilogie aus „Die Perfekten“ und „Die Vereinten“ ist meine absolute Leseemfehlung für Fans gutgemachter, futuristischer Dystopien.

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Papierverschwendung!

The Brightest Stars attracted von Anna Todd

Die 20-jährige Karina arbeitet in der Nähe eines Army-Stützpunktes als Masseurin und versucht, sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Seit dem letzten Freund lief ihr in Punkto Männer nichts Interessantes über den Weg. Bis sie durch einen Zufall einen neuen Kunden bekommt: Kael. Doch umgibt diesen Mann etwas, was Karina zunächst nicht zu durchdringen vermag.

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Wie gern würd ich über dieses Buch etwas Positives schreiben - irgendwas. Aber es tut mir leid: Ich finde nichts. Okay, das Cover ist wirklich ansprechend gestaltet. Aber wie heißt es doch so schön: Außen hui...
Die Story - nunja, wenn man es als solche bezeichnen möchte, denn viel passiert einfach nicht - ist ausgesprochen langweilig, Karinas Gedanken und Verhalten teilweise einfach kindisch bis nervig. Und auch Kaels maulfaules Verhalten ging mir irgendwann nur noch gegen den Strich. Die versprochene Leidenschaft suchte ich im Roman ebenso vergebens wie auch nur irgendeine Form von Spannung. Zudem hatte ich das Gefühl, die Autorin versuchte krampfhaft, soziale Themen wie Bodyshaming, Rassismus, Diskriminierung Homosexueller etc. in den Roman zu quetschen. Die Charaktere sind blutleer, handeln teilweise widersprüchlich oder sind schlichtweg unrealistisch (eine 21-jährige Armee-Ärztin, die bereits in zwei Einsätzen war?!). Zudem sind ganze 36 (!) Leerseiten durch Kapitelwechsel und eine große Schriftgröße bei rd. 350 Seiten in meinen Augen eine Frechheit. Schade ums Papier.

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