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Rezensionen von Christina P.:

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Spannendes Fantasyabenteuer mit wunderschönen Details

Es gibt eine Welt hinter dem Spiegel: Eldrid. Erreichbar über fünf besondere Spiegel, welche unter dem Schutz der magischen Spiegelwächter stehen. Getrieben von ihrer Neugier findet Ludmilla im verbotenen Zimmer ihrer Großmutter Mina den uralten Familienspiegel, Tor in eine fremde Welt – und reist nach Eldrid.

Dort wird sie bereits erwartet, denn die Welt Eldrids wird vom mächtigen Zamir bedroht, der mit Hilfe des von ihm geschaffenen Schattenwesens Godal die Macht an sich reißen und Eldrid in ewigen Schatten stürzen will. Und Ludmilla könnte im Kampf gegen Zamir eine wichtige Rolle übernehmen…
Geschickt beginnt der Roman mit einem Einblick in die Welt Eldrids und dessen zauberhafte Wesen, welcher mich sofort faszinierte. Dorthin reist die 15-jährige Ludmilla, welche bei ihrer Großmutter Mila aufwächst. Im Grunde ihres Herzens ein lieber Mensch, ist der Teenager ein recht aufmüpfiger und frecher Einzelgänger, was die Geschichte aber an den richtigen Stellen rasch voran treibt. Natürlich weiß Mila von diesem Spiegel, doch verbirgt sie ein Geheimnis, welches sie ihrer Enkelin nur langsam offenbart und weshalb sie den Spiegel nicht ohne Grund unter Verschluss hält. Bis der Spiegel Ludmilla regelrecht zu rufen scheint und das Mädchen eine Welt der Feen, Elfen und Riesen betritt, welche sie natürlich sofort fasziniert, jedoch auch große Gefahren für sie birgt.
Neben mehr oder weniger mächtigen Schatten, aufmüpfigen Spiegelbildern, geheimnisvollen Gestaltwandlern und bedrohlichen Riesen spielt vor allem die Zahl 5 in dieser Geschichte eine magische Rolle. Nicht zuletzt, weil die Saga von Eldrid auf fünf Bände ausgelegt ist.
Mir hat die Idee um Eldrid, der Welt hinter dem Spiegel, sehr gefallen. Der Roman gestaltet sich erstaunlich komplex, birgt unvorhersehbare Gefahren, stellt die Protagonisten vor unlösbare Aufgaben und bringt sie in ausweglos scheinende Situationen. Auch die magischen Wesen Eldrids, von denen man im ersten Band bereits einige kennen lernt, sind faszinierend und manche auf eine gewisse Art einzigartig gestaltet.
Ein faszinierendes Fantasyabenteuer mit wunderschönen Details und einer unlösbar scheinenden, spannenden Aufgabe, welche nicht nur junge Leser ab 12, sondern auch Erwachsene noch vollauf begeistern kann.

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Fantastisches Abenteuer mit mystischem Anklang

Linas altes Auto streikt. Natürlich spät abends und mitten im Wald. Handy? Geht auch nicht. Also macht sie sich zu Fuß auf den Weg, als sie plötzlich mitten im strömenden Regen beleuchtete Fenster entdeckt: Der Mitternachtsladen. Öffnungszeiten: Nach Sonnenuntergang. Wie es der Zufall will, wird kurz darauf eine Aushilfe für den Laden gesucht, was Lina gern annimmt.

Der Besitzer ist sehr freundlich, wenn auch seltsam altmodisch in einigen Dingen. Dafür ist sein junger Sohn Brendan umso interessanter für Lina. Doch warum muss sie immer pünktlich kurz vor Mitternacht den Laden verlassen? Und was sind das für rätselhafte Dinge, die es in dem Laden zu kaufen gibt? Als Lina zufällig hinter das Geheimnis kommt, gerät sie mit Brendan in ein nicht ungefährliches Abenteuer…
„Der Mitternachtsladen“ ist eine abenteuerliche Jugendfantasy, welche bereits optisch wunderschön aufgemacht ist: Das Cover leuchtet im Dunkeln. Entgegen meiner Erwartung spielt der Laden selbst jedoch nur zu Beginn eine Rolle, bevor Lina und Brendan ihre Abenteuerreise sowohl in der Menschenwelt wie auch in der Anderwelt starten. Für mich nahm der Roman dadurch eine überraschende Wendung, welche mir sehr gefiel und auch von der Autorin angenehm bildhaft beschrieben wurde. Eine wundervolle Reise durch alte Mythen und vergangene Welten, mit einem gefährlichen Antagonisten, der mir für meinen Geschmack jedoch etwas zu blass blieb. Dafür waren andere magische Momente wiederum sehr atmosphärisch beschrieben.
Erzählt wird der Roman von einem allwissenden Erzähler, welcher mich ein wenig an frühere Geschichten erinnerte. Geschickt nimmt er einige Anspielungen vorweg, um die Neugier des Lesers zu wecken, verrät auf der anderen Seite aber nur soviel, dass der Leser kaum mehr weiß als Lina. Kombiniert mit Mystik und alter Geschichte zauberte Tanja Karmann daraus einen spannenden Roman, welcher nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene begeistert. Eine aussergewöhnliche Geschichte, auf deren Fortsetzung ich gespannt bin.

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Überzeugt durch realistische Ermittlerarbeit und fachliche Details

Ein kniffliger Fall hält das ReMIT-Team um Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill in Atem: Der „Wedding Killer“ sucht sich seine weiblichen Opfer auf Hochzeiten – und hinterlässt nichts, als eine verkohlte Leiche im ausgebrannten Auto. Sämtliche Spuren sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, selbst das Identifizieren der Leichen gestaltet sich als schwierig.

Ein schwer zu fassender Täter scheint hier am Werk zu sein. Doch lastet ein hoher Erfolgsdruck auf dem Spezialermittlungs-Team. Und auch privat geht es bei einigen Mitgliedern alles andere als ruhig zu…
Ich muss gestehen, für mich war „Rachegier“ der erste Roman von Val McDermid, entsprechend benötigte ich eine Weile, um mit den Ermittlern des ReMIT-Teams vertraut zu werden. Doch hat die Autorin es geschafft, auch für mich als Neuling die einzelnen Hauptprotagonisten ausreichend verständlich darzustellen. Der Fall gestaltete sich als gut durchdacht, zumal auch der Täter selbst seine eigenen Kapitel hat und man dadurch als Leser den Ermittlern einen Schritt voraus zu sein scheint. Naja, genau genommen nur einen halben Schritt, denn der Täter versteht es geschickt, keine verwertbaren Spuren bei seinen Taten zu hinterlassen. Sehr gefallen haben mir die Ideen des Profilers Tony Hill, sowohl den Fall wie auch sein Privatleben mit Carol Jordan betreffend. Carol hingegen hat in diesem Band stark mit den Geistern ihrer Vergangenheit zu kämpfen, ihr Verhalten war bisweilen recht anstrengend.
Die Nebenhandlungen waren ebenfalls unterhaltsam gestaltet und gaben dem Roman etwas Abwechslung. Weniger gefallen hat mir der Schluss, auch wenn dieser für mich recht überraschend kam. Da konnte ich die Handlung einiger Protagonisten nicht so ganz nachvollziehen. Aber das mag jeder Leser etwas anders sehen – genauer kann ich nicht darauf eingehen, ohne zu spoilern.
Val McDermid hat einen Schreibstil, der weniger auf Effekthascherei setzt sondern damit punktet, dass ihre Fälle fachlich sehr gut recherchiert sind, erkennbar an dem vielen Fachwissen, welches sie geschickt in ihrem Roman einbaut. Ebenso zeigt sie sehr realistisch, wie frustrierend die Ermittlerarbeit zuweilen sein kann, wenn entscheidende Beweise fehlen.
Das Hörbuch wird in der ungekürzten Fassung gelesen von Wolfgang Berger. Zu Beginn empfand ich sein Lesen des Romans als recht monoton, was sich jedoch zum Glück nach einigen Kapiteln besserte, fast, als hätte der Sprecher sich erst warmlesen müssen.
Ich denke, „Rachegier“ ist vor allem für Fans von Val McDermid hervorragend geeignet. Wer die Vorgängerbände nicht kennt, so wie in meinem Fall, könnte zunächst Schwierigkeiten haben, wenn es um das Private der einzelnen Ermittler geht. Auf jeden Fall überzeugt der Krimi durch realistisch gestaltete Ermittlerarbeit und geschickt platzierte fachliche Details.

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Eine Liebe durch Zeit und Raum

Jasmin - Orangenblütenzauber von Mareike Allnoch

Ich liebe das Märchen aus 1001 Nacht um den frechen Straßenjungen Aladin. Wer kennt es nicht? Doch vielleicht verlief seine Geschichte ja ganz anders? Als plötzlich der verdammt gut aussehende Dalan in Jasmins Zimmer steht und die Schülerin mit seinen dunklen Augen anblickt, beginnt ein zauberhaftes Abenteuer für die beiden…

Blau traf auf das warme Braun seiner Augen, aus denen er mich aufmerksam ansah.

(Zitat S. 58)

Jasmin hat es nicht leicht in ihrem Leben. In der Schule wird sie als Streberin und Brillenschlange gemobbt. Als ihre Tante ihr von einer ihrer Reisen eine orientalische Öllampe mitbringt, befreit Jasmin zufällig den darin seit rund 170 Jahren gefangen gehaltenen Djinn Dalan. Und der sieht nicht nur umwerfend aus, sondern ist auch zudem ein äußerst charmanter Flaschengeist. Kurzerhand wird er ihrer Mutter als Austauschschüler vorgestellt – und wirbelt Jasmins Leben fortan gewaltig durcheinander. Doch trägt Dalan eine düstere Vergangenheit mit sich, an welche er sich bisher nur in seinen Träumen erinnert.

Ich war eine Bedrohung für Jasmin. Ich brachte ihre Mutter und sie in Gefahr, wenn ich bei ihnen blieb. Das konnte ich nicht verantworten. (…) Doch die Wahrheit war: Ich genoss ihre Nähe, selbst wenn das bedeutete, nicht zu Hause sein zu können. (Zitat S. 106)

Der erste Band der Reihe um Dalan und Jasmin liest sich wie ein zauberhafter Young Romance Roman mit einer kleinen Portion Magie. In erster Linie geht es um Jasmin, die sich vom Mauerblümchen zu einer selbstbewussteren Person entwickelt. Dalan ist daran nicht ganz unschuldig. Doch ist es nicht nur Dalan, in dessen Augen Jasmin ein ums andere Mal versinken möchte, was Dalan wiederholt auf die Palme bringt. Spannung bringen zudem erste Andeutungen, welch düsteres Geheimnis Dalan verbirgt und wer er in Wirklichkeit sein könnte.
Das Buch liest sich wunderschön. Mareike Allnoch hat einen sehr unterhaltsamen, humorvollen Stil und legt ihren Protagonisten gern auch mal den ein oder anderen frechen Spruch auf die Lippen. Ein Großteil des Buches ist aus Jasmins Sicht geschrieben, doch auch Dalan hat einige Kapitel, die eine andere Sicht bieten. Aus Dalans Welt wird bisher nur wenig beschrieben, aber erste Andeutungen machen neugierig auf die Fortsetzung und die weiteren Pläne des Bösewichts. Loben möchte ich übrigens auch die wundervolle Aufmachung des Buches: Jede Seite ist dekoriert und jede Menge Öllampen zieren die Seiten.
Ein traumhafter, unterhaltsamer Einstieg in eine wundervolle Adaption des Märchens aus 1001 Nacht um Aladin und Jasmin.

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Eine Liebe durch Zeit und Raum
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Spannende futuristische Dytopie, zweiter Teil einer Dilogie

Jasmin - Orangenblütenzauber von Mareike Allnoch

Nach dem Kampf gegen die Rebellen „Spines“ liegt Grey, der Industriezirkel von Hope, in Schutt und Asche. Unmengen an Flüchtlingen verteilen sich nun auf die anderen Zirkel und werden nicht immer freundlich aufgenommen. Auch Rain hat es schwer: Seit dem Tod ihrer Mutter scheint sie wie in ein tiefes Loch gefallen, ihr Kampfgeist vorerst versiegt.

Und auch Lark trauert um seine verstorbene beste Freundin. Er und seine Familie hatten das Glück, unter Tiberius‘ Schutzhand, der Protector und zugleich Rains Vater ist, in Aventin, dem Zirkel der Gesegneten, aufgenommen zu werden. Doch setzt der einflussreicheTiberius ihn schon bald unter Druck, einen Auftrag für ihn zu erledigen, wenn er seine kleine Schwester Rose retten möchte. Wird er Rain erneut verraten müssen? Und auch von ausserhalb der Schutzmauern Hopes zeigen sich plötzlich merkwürdige Mutantenwesen – eine weitere Bedrohung für Hope neben den Rebellen? Denn die Spines sind überall…
„Die Vereinten“ ist der Nachfolgeband der Dystopie „Die Perfekten“ und schließt diese Dilogie somit ab. Im Gegensatz zum ersten Band, welcher hauptsächlich durch seine dystopischen Atmosphäre lebt, ist dieser Band zusätzlich leicht von Science Fiction-Elementen durchzogen und verleiht der Story dadurch zusätzliche Spannung. Besonders faszinierte mich, welche Wesen ausserhalb von Hope leben und nun an der Schutzmauer des Landes kratzen. Ebenso wurde nach und nach das Geheimnis gelüftet, was es mit Hope und den Gesegneten wirklich auf sich hat, was damals geschah, bevor Hope gegründet wurde. Und auch die Rote Seuche, welche bereits im ersten Band als stete Gefahr genannt wurde und die Menschen zu überzogener Hygiene zwang, ist tatsächlich kein Hirngespinst.
Mit Rain hatte ich anfangs so meine Probleme, da sie ihren Kampfgeist komplett verloren zu haben schien. Ebenso wie Lark. Was ich aber nur allzu gut verstehen konnte. Hier war Rose die starke Person, welche letztendlich die Geschehnisse zusätzlich vorantrieb und ein paar wirklich gute Szenen hatte. Und natürlich kam auch Fuchsmanguste Cassiopeio „Pi“ nicht zu kurz. Sehr gut hat die Autorin zudem die Flüchtlingsproblematik verdeutlicht sowie die Reaktionen der Bewohner anderer Zirkel, welche den Flüchtlingen aus Grey nicht immer wohlgesonnen waren, da sie um ihre eigene Bequemlichkeit fürchteten.
Mir hat das Buch sehr gefallen, es war eine wunderbare Fortsetzung von „Die Perfekten“, welchen man zum besseren Verständnis vorher gelesen haben sollte. Im Gegensatz zum ersten Band war dieser Roman zwar völlig anders, da Rain nun keine Ghost mehr ist, dadurch aber weder besser noch schlechter. Sehr hat mir zudem die Auflösung gefallen, was hinter der Welt von Hope und den Gesegneten steckt. Und das Ende rundete die ganze Geschichte perfekt ab. Die Dilogie aus „Die Perfekten“ und „Die Vereinten“ ist meine absolute Leseemfehlung für Fans gutgemachter, futuristischer Dystopien.

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Papierverschwendung!

The Brightest Stars attracted von Anna Todd

Die 20-jährige Karina arbeitet in der Nähe eines Army-Stützpunktes als Masseurin und versucht, sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Seit dem letzten Freund lief ihr in Punkto Männer nichts Interessantes über den Weg. Bis sie durch einen Zufall einen neuen Kunden bekommt: Kael. Doch umgibt diesen Mann etwas, was Karina zunächst nicht zu durchdringen vermag.

..
Wie gern würd ich über dieses Buch etwas Positives schreiben - irgendwas. Aber es tut mir leid: Ich finde nichts. Okay, das Cover ist wirklich ansprechend gestaltet. Aber wie heißt es doch so schön: Außen hui...
Die Story - nunja, wenn man es als solche bezeichnen möchte, denn viel passiert einfach nicht - ist ausgesprochen langweilig, Karinas Gedanken und Verhalten teilweise einfach kindisch bis nervig. Und auch Kaels maulfaules Verhalten ging mir irgendwann nur noch gegen den Strich. Die versprochene Leidenschaft suchte ich im Roman ebenso vergebens wie auch nur irgendeine Form von Spannung. Zudem hatte ich das Gefühl, die Autorin versuchte krampfhaft, soziale Themen wie Bodyshaming, Rassismus, Diskriminierung Homosexueller etc. in den Roman zu quetschen. Die Charaktere sind blutleer, handeln teilweise widersprüchlich oder sind schlichtweg unrealistisch (eine 21-jährige Armee-Ärztin, die bereits in zwei Einsätzen war?!). Zudem sind ganze 36 (!) Leerseiten durch Kapitelwechsel und eine große Schriftgröße bei rd. 350 Seiten in meinen Augen eine Frechheit. Schade ums Papier.

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Realistisches Zukunftsszenario

The Brightest Stars attracted von Anna Todd

Im Jahr 2210 sind die Klimazonen stark verschoben: Nur im hohen Norden, welcher früher vom ewigen Eis geprägt wurde, liegt der fruchtbare Regenring. Darunter schließt sich der Rauring an, in welchem die Menschen aus Schutz vor Trockenheit und Hitze unter der Erde leben. Wasser ist hier ein seltenes Gut und muss teuer vom WERT-Konzern gekauft werden, welcher im Rauring ebenso Bohrtürme für Erdgas zur Energiegewinnung betreibt.

Die einzige Chance, der Armut des Raurings zu entkommen, ist einen der begehrten Ausbildungsplätze im WERT-Konzern zu erhalten. Emony gehört zu den Glücklichen und beginnt gemeinsam mit ihrem besten Freund Felix das harte Ausbildungsprogramm des Energiekonzerns. Doch hat Emony eine besondere Gabe: Sie reagiert allergisch auf Lügen. Und so kommt sie schon bald einer gewaltigen Lüge des Konzerns auf die Spur…
Erin Lenaris hat mit diesem Roman eine beeindruckende Dystopie erschaffen, in der Klimawandel und Wasserknappheit eine starke Rollen spielen. Das Szenario, in welchem ein großer Konzern das Monopol über Energie und Wasser hat und dieses gnadenlos ausnutzt, hat mich sowohl betroffen wie auch wütend gemacht. Vor allem auch deswegen, weil es so furchtbar realistisch gestaltet ist. Fasziniert haben mich zudem die technischen Zukunfts-Ideen der Autorin, welche von medizinischen Möglichkeiten bis zur uneingeschränkten Überwachung reichen.
Emony ist ein Charakter, der mir nicht immer sympathisch war. Sie hat Probleme, sich anzupassen und macht gerne mal ihr eigenes Ding, statt sich mit ihren Freunden abzusprechen oder sich ihnen anzuvertrauen. Dadurch bringt sie sich auch mal unnötig in Schwierigkeiten. Interessant ist ihr Ausbilder Kohen, auf den Emony ein Auge geworfen hat – ihn scheint ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit zu umgeben, welches ihn schwer belastet. Felix ist zwar ein netter Kerl, doch ging mir sein unreifes Verhalten manchmal auf den Keks. Gefallen hat mir in erster Linie Mila, Emonys Freundin, welche die Gruppe immer wieder etwas erden konnte.
Inhaltlich hätte ich mir ein paar mehr Informationen zur ersten Ausbildungsphase gewünscht, was die Jugendlichen lernen und womit sie ihre Punkte verdienen, die notwendig sind, um von WERT übernommen zu werden. Da beschränkte sich der Roman leider hauptsächlich auf Emony und ihre Erlebnisse mit Kohen sowie Tarmo, einem Ausbilder, welcher gerne seine Untergebenen unnötig quält. Vor allem durch den harten Wettstreit beim Punktesammeln der Auszubildenden wäre hier Potential zu spannenden Ideen gewesen. Das war mir etwas zu wenig.
Mein Fazit: Ein gelungener und spannend gehaltener Dystopie-Auftakt mit einem realistischen Zukunftsszenario, tollen Ideen und leider noch etwas unreifen Charakteren.

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Wird die Prophezeiung sich erfüllen?

The Brightest Stars attracted von Anna Todd

Die Journalistin Norah Richter flieht vor ihrem alten Berliner Leben nach Wien. Dort will sie einen Neuanfang wagen, einen guten Job hat sie bereits in der Tasche. Doch wird ihr Enthusiasmus jäh gebremst, als eine Bettlerin in der Fußgängerzone sie mit folgenden Worten anspricht:

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten.

Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ (Zitat)

Natürlich kennt Norah keinen Arthur Grimm, und töten könnte sie auch keinen Menschen. Auffällig ist für sie jedoch das Datum: Der 11. Februar ist ein Tag, an welchem in der Vergangenheit Schreckliches in ihrem Leben geschah. Als weitere, merkwürdige Dinge vorfallen und Norah Informationen über Grimm sammelt, meldet sich irgendwann ihr starker Gerechtigkeitssinn und in ihr reift der Gedanke, Arthur Grimm vielleicht doch zu töten…

„Der Schatten“ ist das dritte Buch von Melanie Raabe. Im Vergleich zu ihren bisherigen Büchern ist die Protagonistin eine recht aktive Frau, die viel mit anderen Menschen interagiert und sich mit ihnen austauscht, statt alles nur mit sich auszumachen. Das gefiel mir diesmal deutlich besser, wobei auch hier Einblicke in Norahs Gefühlswelt nicht ausbleiben. Natürlich klingt die Prophezeiung der Bettlerin erstmal völlig absurd, aber auch ich war neugierig, was wohl dahinter stecken könnte, zumal das Datum recht auffällig ist. Nach und nach gewinnt man Einblicke in Norahs bisheriges Leben, welches von einigen Tiefen durchzogen wurde, während sie Nachforschungen über Arthur Grimm anstellt. Das Bild, welches sie sich von ihm bildet, wird dabei stark von ihrem Gerechtigkeitssinn geprägt, der sie bereits früher schon in Schwierigkeiten brachte. Interessant wird es, als eine fremde Person sich anonym bei ihr meldet, welche im Roman selbst einige Passagen hat, ohne sich zu erkennen zu geben.
Mir war schnell klar, dass Norah am besagten Tag zum Prater gehen wird. Gehen muss. Als es dann soweit war, hat die Autorin es tatsächlich geschafft, mich doch noch zu überraschen. So soll es bei einem guten Thriller auch sein.
Ich habe mich von Beginn an gut unterhalten gefühlt mit diesem Roman. Die Spannung baut sich langsam auf, ist gespickt mit Details, von denen manche einem erst im Nachhinein als wichtig auffallen. Zudem lebt der Thriller nicht nur von dem Rätsel um die Prophezeiung, sondern auch von Norahs Emotionen und Verwirrung, die Geschehnisse betreffend.
Gehört habe ich den Thriller als Hörbuch in der gekürzten Fassung. Katja Bürkle liest das Buch hervorragend und in der richtigen Betonung, die Dialoge klingen dabei wie gesprochen statt nur vorgelesen. Den Part des anonymen Schattens spricht eine unbekannte Person, die Stimme wurde, nach Aussage der Autorin, leicht verstellt, um das Geschlecht nicht sofort zu verraten. Und selbst Melanie Raabe hat diesmal einen Part im Hörbuch, welchen sie spricht. Sowohl den Thriller selbst wie auch das Hörbuch kann ich empfehlen.

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Zauberhafte Abenteuer im 20. Jahrhundert

The Brightest Stars attracted von Anna Todd

Pahroc hat in seinem langen Leben viel erlebt – mehr, als so manch einer glauben möchte. Denn Pahroc gehört zu den besonderen Menschen, die mit der Fähigkeit des Zauberns geboren wurden. Eine Fähigkeit, die natürlich geheim gehalten werden muss, um nicht unnötig in Schwierigkeiten zu geraten.

Als er im Alter von 106 Jahren die ersten Anzeichen dieser Gabe bei seiner neugeborenen Enkelin Mathilda entdeckt, beginnt er, Briefe an sie zu schreiben, welche sie als Erwachsene erhalten soll und in denen er von seinem bisherigen, aufregenden Leben und den verschiedenen Fähigkeiten der Zauberkunst berichtet.
„Das Glück des Zauberers“ ist eine wunderschöne Reise durch das 20. Jahrhundert. Pahroc erzählt von seinen Erlebnissen, welche teilweise von großen Ereignissen der Geschichte überschattet oder gar mit diesen kombiniert wurden. Wie er nach und nach neue Zaubertricks erlernte (durch Wände gehen, sich verwandeln, die „Lange Hand“ machen), welche manchmal erst ab einem bestimmten Alter möglich wurden. Wie seine geheime Gabe ihm manchmal durchs Leben half, insbesondere zu Kriegszeiten. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Und natürlich hat Sten Nadolny, inspiriert von Kurt Kusenbergs Roman „Zwist unter Zauberern“, Pahroc einen Zauberer als Gegner kreiert, welcher ihm immer wieder das Leben unnötig schwer machte.
Die Erzählungen sind eine bunte Mischung aus spannenden, schönen, aufregenden, amüsanten, aber auch gefährlichen Momenten. Jeder seiner Briefe hat zudem einen Zaubertrick als Thema, welchen er im beschrieben Zeitraum erlernte, und warnt hier und da vor Fehlern, welche Mathilda beim Zaubern vermeiden sollte. Dass er ein sympathischer Mensch mit Humor ist, wird einem beim Lesen der Briefe schnell klar.Und so war es für mich ein regelrechter Genuss, mit Pahroc durch das 20. Jahrhundert zu reisen, die vergangene Zeit mit einem philosophischen ebenso wie mit einem humorvollen Auge zu betrachten und Abenteuer eines Zauberers zu erleben, die natürlich stets im Geheimen abliefen.
Nachdem ich das Buch bei einer Lesung des Autos kennenlernte, in welcher Sten Nadolny Auszüge von Pahrocs Briefen vorlas, war mir schnell klar, dass ich mir die Briefe von Zauberer Pahroc vorlesen lassen möchte, um sie besser auf mich wirken zu lassen. So griff ich zum Hörbuch, welches in der ungekürzten Fassung wirklich hervorragend gesprochen wird und somit zum regelrechten Hörgenuss wurde, welchen ich jedem uneingeschränkt ans Herz legen möchte.

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Was im Paradies wirklich geschah...

Aeternitas - Die komplette Trilogie von Sabina S. Schneider

Eva ist anders: Seit ihrer Jugend erscheinen ihr die Menschen immer wieder als riesige, unheimliche Echsen. Entkommen aus der Psychiatrie lebt sie auf der Straße, schlägt sich mit Gelegenheitssjobs durch. Auf der Flucht vor Gewalt flieht sie in einen See, wird in die Tiefe gerissen – und erwacht im Paradies.

Ein Paradies, welches sich jedoch als Hölle entpuppt, da sie als Eva anderen Adams als potentielle Partnerin zur Auswahl präsentiert wird…
Wer ausgefallene Fantasy fernab des Mainstream sucht wird hier definitiv fündig! Eva wird unfreiwillig in das „Projekt Eden“ integriert, in welchem mehrere Evas den Adams zur Auswahl und Fleischbeschau zur Verfügung werden. Das Ziel: Die Rettung der Menschheit. Was hat es damit auf sich? Liegt Eva im Koma? Wurde sie von den Ärzten gefunden und unter Drogen gesetzt? Oder gibt es dieses „Projekt Eden“ etwa wirklich? Genauso wie Eva wird man als Leser lange Zeit im Unklaren gelassen, eingestreute Details und Hinweise lassen einen lediglich Vermutungen anstellen. Diese Ungewissheit ist es, die mich neugierig, fast schon unruhig machte. Erst mit der Zeit werden die Hintergründe des Projekts nach und nach gelüftet, was es mit „Adam und Eva“ wirklich auf sich hat.
Liegt der Fokus im ersten Teil der Trilogie hauptsächlich auf Eva, gewinnen nach und nach auch einige weitere Teilnehmer des Projekts an Bedeutung, berichten von ihren Erlebnissen und Erinnerungen und tragen zum Gesamtbild bei. Geschickt hat die Autorin dies alles so verknüpft, dass die Wahrheit langsam freigelegt wird, ohne zuviel auf einmal zu verraten. Zusammenhänge werden Schritt für Schritt deutlich, ebenso lässt sich Evas Bedeutung für das Projekt allmählich erklären. Viel mehr möchte ich über die Handlung gar nicht verraten, um das Aha-Erlebnis nach dem ersten Teil nicht zu spoilern. Fasziniert hat mich vor allem, was hinter dem „Projekt Eden“ steckte sowie die daraus resultierenden Folgen. Dies wird nach und nach im zweiten Teil deutlich, als mehrere Beteiligte zu Wort kommen und man als Leser ein gar erschreckendes Gesamtbild aus den einzelnen Puzzleteilen erhält. Der dritte Teil lebt dann wieder mehr von den Folgehandlungen und den unterschiedlichen Absichten der Beteiligten. Gespickt ist das Ganze mit Liebe, Hass sowie (sexueller) Gewalt, mit Verrat und Vertrauen, Verzweiflung und Hoffnung.
Eine Fantasy-Trilogie mit einer ungewöhnlichen Protagonistin, die auf einer aussergewöhnlichen Basis konstruiert wurde und für den ein oder anderen Aha-Moment beim Lesen führte.

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