Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Erschütternd & schockierend
Gleis der Vergeltung von Astrid Korten
„Gleis der Vergeltung“ ist ein zu tiefst erschütternder Roman der Autorin Astrid Korten, der auf einer wahren Begebenheit beruht.
Als Lynn-Elisabeth van Raaben am Tag ihrer Hochzeit vergeblich auf ihren Bräutigam Benedikt wartet, da dieser verunglückt ist, bricht für sie eine Welt zusammen.
Als sie sieben Jahre später von Tilda erfährt, dass der Unfall kein Zufall war, sondern von drei Personen herbeigeführt wurde, kann sie das so nicht stehen lassen und will Vergeltung. Schon bald befindet sie sich in den tiefsten Abgründen ihrer eignen Vergangenheit und hat mit Tilda eine Verbündete gefunden.
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Der Schreibstil von Astrid Korten lässt sich leicht und flüssig lesen, ist aber gleichzeitig auch unglaublich fesselnd und spannend.
In drei Abschnitten lernt man neben Lynn noch Maarten, Hendrik und Annabelle kennen. Während sich die Abschnitte jeweils mit einem der drei Protagonisten beschäftigen, gibt es zwischendurch immer wieder Rückblicke von Lynn. Lynn ist ein sympathischer Charakter, sie wirkt authentisch und man kann mit ihr mitfühlen.
Zu Beginn haben sich die Fragen in meinem Kopf gehäuft und ich habe mich mehrfach gefragt, wie das alles zusammenpassen könnte. Letztendlich ist es der Autorin ausgesprochen gut gelungen alle Handlungsstränge zusammenzuführen. Dabei thematisiert sie zahlreiche Themen wie Verlust, Wut, Trauer, Rache, Verdrängung und den Missbrauch an Kindern.
Ich glaube ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass so spannend war, mich emotional so mitgerissen hat und mir gleichzeitig so viele Fragezeichen in den Kopf gezaubert hat, die letztendlich gut aufgelöst wurden, mich aber dennoch sprachlos und entsetzt über das, wozu Menschen fähig sind, zurückgelassen haben. Die Ereignisse werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben und nachklingen.
Von mir gibt es für diesen Psychothriller 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Tiefgründig, ergreifend, gelungen
Der rote Swimmingpool von Natalie Buchholz
„Der rote Swimmingpool“ ist der gelungene Debütroman von der Autorin Natalie Buchholz. Sie erzählt die Geschichte von dem 17-jährigen Adam. Er lebt mit seinen Eltern in München in einem Haus mit Pool. Alles scheint perfekt zu sein, bis sich seine Eltern - ohne jede Erklärung für Adam -voneinander trennen.
Aber sie trennen sich nicht nur voneinander, sondern wenden sich auch von Adam ab. Seine Mutter Eva – eine Französin – geht zurück nach Frankreich und sein Vater Wictor ist bereits bei seiner neuen Familie eingezogen. Adam ist mit der Situation total überfordert und die Situation eskaliert.
Der Schreibstil von Natalie Buchholz ist klar und detailliert. Sowohl die Gegebenheiten als auch die Charaktere konnte ich mir gut vorstellen. Sie waren mir nicht alle auf Anhieb sympathisch, aber sie wirken authentisch. Beeindruckend beschreibt sie die Gefühlswelt von Adam, so dass ich mich gut in ihn und seine Situation hineinversetzen konnte.
Das Buch wird in zwei Zeitebnen erzählt und hat mich dadurch, dass die Autorin vor jedem Wechsel einen Cliffhänger gesetzt hat, sehr gefesselt. In den Rückblenden erfährt man, was sich ereignet hat, bevor die Situation eskalierte und in der Gegenwart steht Adam, der versucht, mit seiner neuen Situation klarzukommen. Mit der Unterstützung seiner Freunde Tom und Tina beginnt er sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden, möchte aber unbedingt die Wahrheit über das erfahren, was passiert ist. Während die Vergangenheit sehr bedrückend wirkt, ist das Geschehen in der Gegenwart locker und lebendig. Mir gefiel dieser Kontrast gut.
Mich hat das Buch gut unterhalten, ich fand die Entwicklung, die Adam durchmacht – wie er erwachsen wird und sich durch die äußeren Umstände weiterentwickelt - spannend und interessant zugleich. Es wird deutlich, was aus dem Fehlverhalten von Eltern bzw. der Überforderung dieser resultieren kann und wie wichtig zuverlässige Vertraute für einen heranwachsenden Teenager sind. Von außen betrachtet hatte er die perfekte Familie und bei näherem Hinsehen, sieht alles ganz anders aus.
„Der rote Swimmingpool“ ist ein großartiges Debüt und ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher von Natalie Buchholz.
Innere Zerrissenheit
Die Schönheit der Nacht von Natalie Buchholz
„Die Schönheit der Nacht“ ist ein poetischer und gefühlvoller Roman der Autorin Nina George.
Claire steht mitten im Leben, ist Mutter und erfolgreiche Verhaltensbiologin, aber dennoch fehlt ihr etwas in ihrem Leben. Julie – die neunzehnjährige Freundin von Claires Sohn - ist noch jung, unsicher und neugierig auf das Leben ist.
Sie verbringen den Sommer gemeinsam in der Bretagne, sind fasziniert voneinander und entdecken dabei völlig neue Gefühle.
Der Schreibstil von Nina George ist einfach wundervoll. Poetisch und detailliert beschreibt sie ihre Charaktere und die Begebenheiten vor Ort. Ihre bildhafte Sprache hat mir direkt Bilder vor die Augen gezaubert und ich musste während des Lesens immer wieder inne halten um sie auf mich wirken zu lassen. Das Buch besteht aus so viel mehr als nur den Worten, die in ihm stehen.
Das Flair der Bretagne wird so authentisch beschrieben, dass man die Atmosphäre regelrecht spüren kann.
Die Mischung aus Poesie, Melancholie und der leicht sarkastischen Art von Claire fand ich sehr gelungen.
Die hochwertige Aufmachung des Buches mit der rauen Rückseite, der glatten Front und den geprägten Buchstaben, dem blauen Leseband haben das Leseerlebnis für mich perfekt abgerundet. Die unterschiedliche Haptik hat die Zerrissenheit der Charaktere eindrucksvoll widergespiegelt.
Mich hat das Buch durch seine intensive und wortgewaltige Sprache gefesselt. Schonungslos und ehrlich berichtet die Autorin von zwei vollkommen unterschiedlichen Freuen auf der Suche nach sich selbst. Ihre Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Empfindungen werden schonungslos und ehrlich dargestellt.
Für mich war das Buch ein echtes Lesehighlight, das nicht einfach zu lesen war, aber absolut empfehlenswert ist.
Gelungener dritter Fall mit indischem Flair
Die Schönheit der Nacht von Natalie Buchholz
„Das Zedernhaus“ ist der dritte Band der Victoria Brendon-Reihe der Autorin Pauline Peters, der sich problemlos ohne Vorkenntnisse aus den beiden vorherigen Büchern lesen lässt.
Der Roman beginnt im Jahre 1908 und Victoria Bredon und ihr Verlobter Jeremy Ryder planen ihre Hochzeit. Als ein Attentat auf den indischen Vizekönig verübt wird, reist Jeremy - der offiziell als Journalist und inoffiziell bei einer Abteilung des Geheimdienstes arbeitet - zur Aufklärung nach Indien.
Nachdem in London bei einem ermordeten indischen Matrosen ein Medaillon mit einem Bild von Victorias verstorbenen Vater gefunden und Jeremy in Indien als vermisst gemeldet wird, beschließt Victoria - gemeinsam mit ihrem Butler Hopkins - selbst nach Indien zu reisen, um ihn zu suchen.
Der Schreibstil von Pauline Peters ist flüssig und der gesamte Roman lässt sich leicht lesen. Durch die detaillierten Beschreibungen der Personen und Handlungsorte kann man sich alles gut vorstellen und bekommt schnell ein klares Bild der damaligen Zeit und des gesamten Geschehens. Der Ortswechsel zwischen London und Indien macht die Unterschiede zwischen den beiden Kulturen deutlich und es ist erschreckend, wie die Inder von den Briten unterdrückt wurden. Die Armut der indischen Bevölkerung, die Schönheit des Landes und die Blasiertheit der Briten werden gekonnt vermittelt.
Historische Details und das Leben in der damaligen Gesellschaft wurden gut recherchiert und in die Geschichte eingebunden. Durch unerwartete Wendungen bleibt es bis zur letzten Seite spannend.
Die Charaktere werden facettenreich dargestellt. Victoria ist eine selbstbewusste junge Frau, die sich bei den Suffragetten einsetzt, als Fotografin arbeitet und – seit dem Tod ihres Vaters - mit ihrem Butler Hopkins zusammenlebt. Hopkins ist ein wundervoller Mensch, der sich um Viktoria kümmert und das Herz am rechten Fleck hat. Seine gemeinsame Ermittlungsarbeit mit Viktoria ist clever und zielgerichtet und es macht einfach Spaß zu lesen, wie die beiden Vorgehen. Auch mit den übrigen Personen trifft man auf interessante und sehr unterschiedliche Persönlichkeiten.
Mir hat die Mischung aus historischen Begebenheiten, Krimi, Liebe und unterschiedlichen Kulturen gut gefallen. Durch unerwartete Wendungen blieb das Buch bis zum Ende spannend. Ich habe es gerne gelesen und kann es Liebhabern von historischen Krimis mit leichter Liebesgeschichte nur empfehlen.
Zufall oder Manipulation ?
Die Schönheit der Nacht von Natalie Buchholz
„Das Böse in Deinen Augen“ ist ein weiterer spannender Psychothriller der Autorin Jenny Blackhurst.
Die Kinderpsychologin Imogen Reid zieht mit ihrem Mann in das Haus, in dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Diese war nicht schön und die Erlebnisse verfolgen sie bis heute.
Als sie ihren neuen Job annimmt, übernimmt sie den Fall des elfjährigen Waisenkindes Ellie Aktinson.
Ellie benötigt – nachdem sie ihre Familie bei einem Brand verloren hat – dringend Hilfe. Sie lebt seitdem in Pflegefamilien und im Dorf wird erzählt, dass sie übernatürliche Kräfte hat. Die Leute haben Angst vor ihr und überall wird sie ausgeschlossen und gemobbt. Imogen will die Gerüchte nicht glauben und versucht Ellie zu helfen. Aber als dann merkwürdige Dinge passieren, kommen auch Imogen Zweifel…
Der Schreibstil von Jenny Blackhurst lässt sich angenehm leicht und flüssig lesen. Durch die kurzen Kapitel und die wechselnde Perspektive wird man zum Lesen angehalten, da man immer wissen möchte, wie es aus der anderen Sicht weitergeht.
Die Charaktere waren gut und detailliert beschrieben.
Imogen fand ich anfangs ganz sympathisch, auch wenn ich ihr Verhalten – insbesondere gegenüber ihrem Mann – nicht immer ganz nachvollziehen konnte und war gespannt auf die Geheimnisse ihrer Vergangenheit, die immer wieder angedeutet wurden.
Ellie war mir eher ein wenig unheimlich und ich konnte ihr Verhalten gar nicht so richtig einordnen. Ständig wurde sie irgendwie in die Ecke gedrängt, sowohl in der Pflegefamilie als auch in der Schule. Sowohl ihre Mitschüler als auch die Lehrerin verhalten sich ihr gegenüber einfach nur grausam.
Mehrfach hatte ich den Eindruck, dass es sich um einen Mysterythriller handelt, aber letztendlich gab es für fast alles eine rationale Erklärung.
Zwischendurch hatte ich mehrfach Zweifel, ob es der Autorin gelingen wird, dem Buch ein Ende zu geben, das alle offenen Fragen erklärt. Letztendlich ist es ihr gelungen, für mich war das Ende rund, aber der Epilog hat dann noch einmal alles herumgerissen und ich blieb ein wenig ratlos zurück. Das Ende bietet Raum für Interpretationen.
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Es war spannend, mitreißend und ließ sich flüssig lesen von daher kann ich es Thrillerliebhabern empfehlen.
Ein Buch für Buchliebhaber
Das Mädchen, das in der Metro las von Natalie Buchholz
„Das Mädchen, das in der Metro las“ von Christine Fèret-Fleury ist ein Buch für Buchliebhaber.
Juliette fährt jeden Tag mit der Metro zur Arbeit und auf dem Weg dorthin taucht sie ab in die Welt der Bücher. Ihre Arbeit ist eintönig und bringt ihr wenig Freude, aber mit ihren Büchern hat sie etwas gefunden, das sie erfüllt.
Als sie eines Tages einige Stationen früher aussteigt, trifft sie auf Solimann, der der Auffassung ist, dass Bücher die Macht haben, das Leben eines Menschen zu verändern. Deswegen lässt er den Menschen die passenden Büchern per Boten zukommen. Juliette beginnt ihm zu helfen und erfährt dabei eine Menge über den Einfluss, den Bücher haben können.
Der Schreibstil von Christine Fèret-Fleury ist einfach zauberhaft, bildhaft und poetisch. Es macht Spaß ihre Zeilen zu lesen, in denen man die Magie der Worte spürt und wundervolle Zitate findet, die man auch nach dem Lesen nicht so schnell wieder vergisst.
Juliette ist eine sympathische Protagonistin, die durch die Liebe zu den Büchern zu sich findet und die ihr Leben verändert. Das Buch ist eine wundervolle Geschichte für Buchliebhaber, die den Leser ohne viel Action auf zauberhafte Weise für sich einnimmt.
Das Cover ist eher farblos, könnte aber nicht passender sein. Die unzähligen Buchstapel sprechen für sich.
Mir hat die Geschichte um Juliette und die Bücher unglaublich gut gefallen und ich kann sie jedem Buchliebhaber nur empfehlen.
Was ist die wahr ?
Wahrheit gegen Wahrheit von Karen Cleveland
Das Buch „Wahrheit gegen Wahrheit“ ist ein gelungener Debütthriller von Karen Cleveland.
Vivian und Matt führen eine ganz normale Ehe mit vier gemeinsamen Kindern. Vivian arbeitet als IT Spezialistin bei der CIA und gehört zum russischen Spionageteam des SWR und Matt ist Software Entwickler.
Während Vivien in ihrem Job sehr eingebunden ist, bleibt Matt wesentlich mehr Zeit sich um die Kindern und den Haushalt zu kümmern, so dass die Kinder mehr auf ihn als auf Vivien fixiert sind. Als Vivien bei ihren Recherchen herausfindet, dass Matt ein russischer Spion ist und er dies auch noch zugibt, weiß sie nicht, was sie tun soll. Matt wurde schon in seiner Kindheit in die USA geschleust und hat sie über Jahre belogen. Soll sie Matt ausliefern ? Aber dadurch würde sie ihren Kindern den Vater nehmen und die Familie zerstören. Vivien ist ratlos.
Der Schreibstil von Karen Cleveland ist flüssig, angenehm zu lesen und baut Spannung auf. In ausführlichen Rückblicken in die vergangenen zehn Ehejahre der Millers stellt man mehrfach fest, dass die Dinge nicht immer so waren, wie es schien. Vieles konnte im Nachhinein ganz anders gesehen werden. Viviens Emotionen für ihre Kinder, die Angst sie zu verlieren und ihr innerer Kampf über das Unwissen was wahr ist und was nicht, werden authentisch und nachvollziehbar geschildert. Ihre Zerrissenheit über die neuen Erkenntnisse und der Wunsch Matt weiterhin zu vertrauen, tut beim Lesen regelrecht weh. Allerdings wirkt sie dafür, dass sie als IT Spezialistin bei der CIA zwischenzeitlich ein wenig zu naiv.
Dieser Thriller ist weder brutal noch blutig, aber die unterschwellige Gefahr ist permanent vorhanden.
Durch viele unerwartete Wendungen hat mich das Buch gefesselt, mehrfach überrascht und das bis zur letzten Seite.
Mich hat das Buch gepackt und gefesselt aber es ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne, sondern eher ein spannendes Familiendrama.
Fantasievoller und magischer Lesespaß
Der zauberhafte Eisladen - Vanille, Erdbeer und Magie von Heike Eva Schmidt
Das Buch „Der zauberhafte Eisladen: Vanille, Erdbeer und Magie“ ist das Kinderbuchdebüt der Autorin Heike Eva Schmidt.
Elli ist mit ihren Eltern und Brüdern samt Familienhühnern in eine neue Stadt gezogen. Nun ist erst einmal alles neu und bei dem Gedanken an den ersten Schultag meldet sich ein kleiner Angstteufel in Ellis Bauch.
Glücklicherweise kommt sie auf dem Weg in die Schule an dem Eiscafé ihres Großvaters Leonardo vorbei. Mit einem Eis gestärkt fühlt sie sich direkt viel besser und der erste Schultag verläuft wunderbar. In den kommenden Tagen stellt Elli fest, dass es immer wieder zu ungewöhnlichen Ereignissen in Zusammenhang mit dem Eis ihres Großvaters kommt. Außerdem entdeckt sie noch ein Geheimfach unter der Eistheke und Elli möchte natürlich unbedingt wissen, was es damit auf sich hat.
Der Schreibstil von Heike Eva Schmidt lässt sich leicht und flüssig lesen. Elli ist eine sehr sympathische Protagonistin. Ihre Gefühle werden authentisch dargestellt und man kann sich gut in sie hineinversetzen.
Beim gemeinsamen Lesen mit meinen Kindern hatte ich eine Menge Spaß und wir konnten wunderbar gemeinsam lachen. Aber das Buch beinhaltet auch eine gewisse Spannung, so dass man gerne weiterliest. Die drei verrückten Familienhühner waren dabei ein tolles Highlight, das uns viel Spaß gemacht habt und das uns durch Illustrationen durch das ganze Buch begleitet hat.
Das gesamte Buch ist wundervoll gestaltet. Auf jeder Seite findet man passende Illustrationen, die das Geschriebene verdeutlichen. Das rote Lesebändchen passt farblich wunderbar zum Innencover und macht die gesamte Erscheinung des Buches rund und stimmig.
Während des Lesens bekommt man zwangsläufig Lust auf Eis, da die Variationen aus Leonardos Eiscafé einfach zu verlockend klingen. Um dem Verlangen Abhilfe zu schaffen, befindet sich am Ende des Buches noch ein leckeres Rezept für „Knusp-Erdnuss-Eis“, das wir nur empfehlen können.
Insgesamt hat uns das Buch um Freundschaft und Magie ausgesprochen gut gefallen. Die Geschichte und die Gestaltung sind stimmig und wir freuen uns schon jetzt auf weitere magische Erlebnisse mit Elli.
Beginn einer zauberhaften Tagebuchreihe
Ellas Welt - Das verflixte neue Schuljahr von Meredith Costain
„Ellas Welt – Das verflixte neue Schuljahr“ ist der erste Band einer Tagebuchreihe um die Viertklässlerin Ella von der australischen Kinderbuchautorin Meredith Costain.
Ella freut sich auf das neue Schuljahr und ist gespannt auf ihre neue Klassenlehrerin. Endlich sieht sie ihre Freunde wieder.
Sie begibt sich extra früh in die Klasse, damit sie einen guten Platz für sich und ihre beste Freundin Zoe sichern kann. Aber schon die erste Schulstunde läuft nicht wie gewünscht. Zoe kommt nicht und neben Ella setzt sich auch noch ein Mädchen, das permanent für Ärger sorgt – Penny Parker. Eigentlich sollte Penny in die Parallelklasse wechseln und nun sitzt sie neben Ella und macht ihr das Leben schwer. Aber Ella lässt sich nicht unterkriegen….
Der Text ist in Tagebuchform geschrieben und Ella hat ihr Tagebuch total süß und detailverliebt gestaltet. Neben zahlreichen Illustrationen von der Illustratorin Danielle Mc Donald, die das geschriebene bildlich verdeutlichen, springen einem die schnörkelige Schrift und die herzchenförmigen Pünktchen direkt ins Auge. So macht das Lesen einfach Spaß. Die Art wie Ella ihr Leben beschreibt hat meine Töchter und mich mehrfach zum Lachen gebracht. Außerdem wird in dem Buch deutlich, dass man nicht jeden Unsinn mitmachen muss.
Die Handlung ist allerdings insgesamt recht überschaubar. Handlungsort war fast ausschließlich die Schule und es wird der Schulalltag mit den typischen „Kleinkriegen“ wie sie wohl in jeder Klasse stattfinden beschrieben. Dabei wird – da es sich um Ellas Tagebuch handelt – nur Ellas Sicht beschrieben, so dass Penny immer die Böse und Ella die Gute ist. Das fand ich ein wenig einseitig, hat aber die Lesefreude meiner Töchter nicht getrübt. Sie hatten großen Spaß an dem Buch und wollen unbedingt weitere Bände lesen.
Ich denke „Ellas Welt“ ist ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, das – aufgrund seiner zauberhaften Gestaltung - auch weniger leseaffine Grundschülerinnen mögen werden, von daher kann ich es nur empfehlen.
Spannender Thriller in Kopenhagen
Krokodilwächter,8 Audio-CDs von Katrine Engberg
„Der Krokodilwächter“ ist das Debüt der dänischen Autorin Katrine Engberg und ein gelungener Auftakt für eine neue Serie mit einem interessanten Protagonistenduo.
Die junge Literaturstudentin Julie wird erstochen und mit Schnittwunden in einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt von Kopenhagen aufgefunden.
Die Kommissare Jeppe Korner und Anette Werner beginnen mit ihrer Arbeit. Verdächtige gibt es viele und dann entdecken die beiden Ermittler bei der Vermieterin des Hauses - Esther de Laurenti - auch noch ein Manuskript, in dem der Mord geschildert wird.
Der Schreibstil von Katrine Engberg ist angenehm, ruhig und für einen Thriller ungewöhnlich unaufgeregt. Die Grundstimmung ist dabei düster und leicht melancholisch, aber zwischendurch kommt auch ein wenig Sarkasmus durch. Die Ermittlungsarbeiten werden ebenso detailliert beschrieben wie die Tatorte. Durch die Auszüge aus dem Manuskript von Esthers Roman ist der Autorin eine interessante Mischung aus Fiktion und Realität gelungen. Die unterschiedlichen Perspektiveen aus denen die einzelnen Kapitel geschrieben sind, sorgen dafür, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag, da man immer wissen möchte, wies es an der anderen Stelle weitergeht.
Die Charaktere werden facettenreich und authentisch beschrieben. Jeppe und Anette sind zwei sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten, die sich gut ergänzen. Während man über Jeppes Privatleben in diesem Buch recht viel erfährt, bleibt Anette ein wenig blass.
Verschiedene Fährten und überraschende Wendungen sorgen für Spannung und fesseln. Das Ende hat mich überrascht, war aber schlüssig und stimmig.
Insgesamt hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen, das sprachliche Niveau war hoch und die Spannung wurde ohne unnötige Grausamkeiten erreicht. Ich bin gespannt auf weitere Fälle mit Jeppe und Anette.









