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Rezensionen von Harakiri:

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Blutiger als gewohnt

Die Djurkovic und ihr Metzger von Raab Thomas

Der Metzger ist zurück
Willibald A. Metzger hat seiner Danjela einen Heiratsantrag gemacht. Bereits die Auswahl des Hochzeitsanzuges ist nicht einfach. Zumal wenn man durch einen Freund aus der Vergangenheit gestört wird. Und dann wird der Metzger auch noch vor dem Traualtar stehen gelassen! Aber was ist mit Danjela los? Plötzlich verschwindet sie spurlos.

Dass die Djurkovic dieses Mal als erstes auf dem Cover erwähnt wird, hat einen guten Grund: sie hat in diesem Buch die Hauptrolle und das fand ich auch sehr gut gelungen.
Allerdings ist die Story dieses Mal für den Raab recht blutrünstig. Bereits ganz am Anfang wird eine Wohnungsrenovierung notwendig und auch die Blicke in die Vergangenheit sind nicht ohne. Etwas albern fand ich die Starts in neue Kapitel mit den Vögeln. Die verwirrten nur. Aber vielleicht war das ja auch Raabs Intention.
Ganz gewiss war seine Intention aber wieder der Wortwitz und seine treffende Wortwahl. Wenn ich auch nicht alle österreichischen Ausdrücke verstanden habe.

Fazit: Der Metzger ist echt ein Original und der Raab natürlich auch.

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Blutiger als gewohnt
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Tom Babylon 3

Die Djurkovic und ihr Metzger von Raab Thomas

Tom Babylon gerät unter Mordverdacht. Doch er weiß, dass ihm jemand diesen Mord unterschieben will und beginnt die Ermittlungen im Geheimen. Dabei kommt er dem Täter zu nahe und erfährt, dass das Motiv in der Vergangenheit liegt. In seiner eigenen und der seiner Mutter.
Das Buch spielt auf zwei Ebenen: die Gegenwart und die Zeit kurz vor der Wende in der DDR.

Ich weiß nicht, welchen Strang ich spannender fand. Der in der Gegenwart, mit Tom, war sehr rasant und durch den kleinen Phil auch sehr spannend. Der in der Vergangenheit sehr aufschlussreich, was Toms Vergangenheit betrifft.
Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgesuchtet und war teilweise sehr atemlos. Vor allem die Angriffe auf Phil haben die Spannung bis in Höchstlagen gesteigert. Durch die Perspektivenwechsel bleibt der Spannungsbogen auch sehr hoch.
Da das Buch auf Ereignisse in der Vergangenheit aufbaut, sollte man die Vorgängerbände „Schlüssel 17“ und „Zimmer 19“ gelesen haben.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der wahnsinnig gespannt auf einen Folgeband macht.
Fazit: Ein spannendes Abenteuer, das man nicht mehr zur Seite legen mag.

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Blutiger als gewohnt
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Super Auftakt in eine neue Reihe

Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak

Amissa ist eine Organisation, die sich mit der Suche nach verschwundenen Kindern befasst.
Als die Privatermittler Rica und Jan Kantzius bei einem Unfall unfreiwillig auf die Fährte eines verschwundenen Mädchens stoßen, wissen sie noch nicht, in welches Wespennest sie gestochen haben.
Ich mag schon die Bücher von Winkelmann immer gerne, Kodiak steht dem in nichts nach.

Die Schreibweise ist wie immer sehr flott und spannend. Durch die Einschübe mit den Mädchen, die eher harmlos beginnen und sich im Laufe des Buches dann steigern, steigt die Spannung noch weiter an.
Obwohl man Jan Kantzius und den Polizeibeamten Olav Thorn schon aus dem Buch „Das Fundstück“ kennt, ist Amissa keine Fortsetzung, sondern der Beginn einer neuen Trilogie. Zugegeben: Sympathiepunkte sammelt Jan mit seiner Art nicht gerade, dafür wirkt aber Rica durch ihre ruhige Art und ihr Talent für die IT als Gegenpol.
Das Thema des Buches hat mich sehr berührt und ich habe mit den Mädchen mit gebangt und gehofft. Kodiak schreibt keine Kuschelkrimis, ganz im Gegenteil. Die Beschreibung der Grube ist nichts für schwache Mägen und auch sonst gibt es einige Szenen im Buch, die schocken könnten.
Fazit: ich freue mich auf den nächsten Band.

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Super Auftakt in eine neue Reihe
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nicht so stark wie Band 1

Als die Sehnsucht uns Flügel verlieh Roman. 05.10.2020. Hardback. von Münzer Hanni

Endlich ein neues Buch von Hanni Münzer. Sehnsüchtig hatte ich erwartet, wie es mit Kathi und Franzi weitergeht. Die beiden wurden in Russland interniert und müssen gleich die volle Härte des Regimes spüren. Gleichzeitig sucht ihre Mutter nach dem in Russland verschollenen Vater – und man erfährt endlich ihr Geheimnis, auf das man in Band 1 so hin gefiebert hat.

Band 2 schließt fast nahtlos an das erste Buch an. Man sollte „Heimat ist ein Sehnsuchtsort“ gelesen haben, bevor man mit diesem Band beginnt.
Kathi und Franzi waren mir gleich wieder sympathisch, die Handlung allerdings hat mich dieses Mal nicht ganz so begeistert. Es kam viel Technik vor und Spionage in Russland. In Band 1 erleben wir Kathi und Franzi noch im Vordergrund, man bangt mit ihnen und hofft. Hier treten die beiden leider teilweise etwas in den Hintergrund und die Entwicklungen in Russland stehen vorn. Bei Familiengeschichten mag ich es immer lieber, wenn die Protagonisten mehr Raum einnehmen.
Aber natürlich gibt es sie auch im Buch: die tollen Szenen mit den beiden Schwestern. Ich mag ja Franzi sehr gerne, das Kind wird einfach toll dargestellt mit ihrem sonnigen Gemüt. Als diese dann Kathi zu „Rübezahl“ und zum „Zwerg“ bringt –einfach herrlich geschrieben. Oder Anatolis List, die Suche der Mutter nach dem Vater… Darin konnte man sich dann glatt wieder verlieren. Andere Ereignisse kamen dafür wieder zu kurz – über Nadeshda hätte ich gerne mehr gelesen, z. B.
Fazit: Leider hat das Buch für mich ein wenig unter der Entwicklung der Atombombe und der Weltraumfahrt, sowie der ausführlichen Erläuterungen zu manchen Ereignissen in der Sowjetunion gelitten. Andererseits hatte es auch total schöne Seiten und dass es vermutlich einen 3. Band geben wird, freut mich dann doch.

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gut geschrieben, spannend aufgemacht

Zerrissen von Tsokos Michael

True Crime Thriller haben so ein bisschen was Besonderes: man weiß nie, was wahr ist und was erfunden.
Auch im neuen Thriller von Michael Tsokos hat Rechtsmediziner Fred Abel wieder jede Menge Fälle auf seinem Tisch. Aus einem relativ harmlosen „Unfall“ mit schweren Folgen, entwickelt sich ein Szenario, das Abel so nie und nimmer erwartet hätte.

Und auch der Leser nicht. Mit Spannung verfolgt man Seite um Seite und da hat Tsokos so einige Überraschungen für den Leser bereit. Die Geschichte entwickelt irgendwann eine ganz eigene Dynamik und ohne dass viel Blut fließt, bleibt das Buch von der ersten Seite an spannend. Besonders gut fand ich auch, dass die Täter sich nicht so einfach haben überrumpeln lassen. Ein Mann gegen 10 und der eine gewinnt, ist immer so unglaubwürdig. Tsokos hat da so seine eigenen Ideen und die fand ich sehr gelungen. Allerdings war die Handlung teilweise schon sehr weit hergeholt, aber wer weiß, was nicht unter der Oberfläche in der Hauptstadt Deutschlands so brodelt.
Was aussieht wie ein schmales Bändchen „das man ja schnell durch hat“, hat es in sich. Auf 400 Seiten rast die Handlung nur so durch die Seiten und durch unterschiedliche Perspektiven bleibt es spannend.
Am Ende bekommt man als Leser noch einen kleinen Einblick in die Welt der Fälle des Autors, die ihn auch teilweise zu dieser Geschichte inspiriert haben. Man mag es teilweise kaum glauben. Sehr begeistert hat mich auch die Aussage, dass Abel und Herzfeld wiederkommen werden. Darauf freue ich mich schon sehr.

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gut geschrieben, spannend aufgemacht
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Megagute Unterhaltung

Und die Welt war jung von Carmen Korn

10 Jahre im Leben der Familie Aldenhofen/Borgfeldt/Canna
3 Städte – Hamburg/Köln/San Remo

In ihrem neuen Familienepos lässt Carmen Korn ihre 3 Lieblingsstädte aufleben. Kurz nach dem 2. Weltkrieg beginnt ihr Epos, die Welt ist gerade wieder im Aufbau, als die Handlung beginnt. Die 3 Familien sind miteinander verwandt, bzw.

verschwägert und gerade am Anfang muss man ein wenig aufpassen, wer und wo hier gerade im Vordergrund steht. Hierbei hilft auch der Stammbaum zu Beginn des Buches und das Dramatis Personae sehr viel weiter. Doch bald hat man sich eingelesen und „kennt“ die Familie.
Man lebt 10 Jahre ihre Höhen und Tiefen mit, bangt und hofft mit ihnen, erlebt Freude und Trauer und ist einfach gefesselt. Eine wunderschöne Familiensaga, deren über 600 Seiten viel zu schnell vorbei sind.
Die Handlung spielt auf 3 Ebenen – eben jene der 3 Städte und alle 3 sind für sich sehr lesenswert, vielschichtig, interessant und teilweise auch spannend. Viele der Charaktere haben ihre Kriegserlebnisse noch nicht verarbeitet, leiden noch unter Traumata, aber keiner lässt sich unterkriegen. So konnte ich gleich mit allen Personen eine Bindung aufbauen.
Fazit: schon die Jahrhundert-Trilogie von Carmen Korn mochte ich sehr gerne. „Und die Welt war jung“ hat mir genauso super gefallen und ich hoffe, dass wir bald noch mehr davon zu lesen bekommen.

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Anspruchsvoll zu lesen

Final Control von Veit Etzold

Ein neuer Politthriller von Veit Etzold. Ich mag seine Clara Vidalis-Reihe sehr gerne, bin aber bei den politischen Thrillern etwas zwiegespalten, weil ich oft vieles nicht verstehe.

Die Handlung von Final Control ist sehr komplex und durch viele Personen nicht ganz übersichtlich. Zumindest bis die Fäden zusammenlaufen.

Sehr schön fand ich die persönlichen Komponenten. Sei es die Geschichte mit Toms Vater oder die von Mauro. Die machen die ganze Story erst menschlich. Denn der Rest ist schon sehr viel Theorie und das hemmt den Lesefluss etwas.

Etzold hat perfekt recherchiert und sein Szenario ist glaubwürdig und man macht sich so seine Gedanken dazu. Wie weit ist das heute schon real? Und wie weit kommt es noch so? Und wer wird dann die Welt retten? Zu Beginn habe ich mich etwas in der Handlung verloren, man sollte sich schon politisch etwas auskennen und auch wirtschaftlich. Sonst braucht man, wie ich, etwas länger, bis man die Zusammenhänge begreift. Wobei sich mir letztendlich auch nicht alles erschlossen hat weil doch alles recht komplex aufgebaut ist. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Geschichte und weniger Erklärungen gewünscht.

Was mich ein klein wenig genervt hat, waren die vielen Zitate und manchmal klangen die Erklärungen auch etwas altklug. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Ich zolle jedem Autor Respekt, der ein komplettes Buch hinlegt.

Fazit: ein sehr komplexes Buch, das ein wenig Vorkenntnisse erfordert und in meinen Augen die Persönlichkeiten etwas mehr in den Vordergrund stellen sollte.

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Guter Fall, guter Humor

Funkenmord Kluftingers neuer Fall. Gebunden. von Klüpfel Volker; Kobr Michael

Klufti ist wieder da
Noch etwas angeschlagen vom vorherigen Fall, der ja weiterhin unaufgeklärt ist. Als neuer kommissarischer Leiter der Polizei in Altusried. Und ganz nebenbei möchte er auch noch einen Cold Case lösen, bei dem ihm vor vielen Jahren ein Fehler unterlaufen ist und dabei der falsche Täter in Haft kam.

Ganz schön beschäftigt also unser Klufti und gar nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Aber die Autoren Kobr und Klüpfel schreiben mit viel Humor einen Krimi, den man einfach gerne liest. Allerdings steht dieses Mal das Privatleben des Kommissars sehr im Vordergrund.
Bei vielen Szenen muss man einfach wieder schmunzeln: Klufti im Tierheim, die Kässpatzen-Orgie, die Wäscheszene … . Dennoch gelingt es dem oft etwas grantigen Polizisten mit Hilfe seiner Kollegen dem alten Fall etwas Licht einzuhauchen. Die Autoren verknüpfen hier aktuelle Ereignisse und schreiben eine Story, bei der man gerne dabei ist. Besonders schön liest sich die Angelegenheit mit den Flüchtlingskindern, endlich mal eine positive Reaktion und passend in die Handlung eingewoben.
Da dieses Buch fast nahtlos an den 10. Band anknüpft, sollte man diesen vorher gelesen haben, um alle Zusammenhänge zu verstehen.
Fazit: Kluftinger begeistert immer wieder!

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spannender Thriller

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst. von Strobel Arno

Als Hendrik vom Nachtdienst nach Hause kommt ist seine Verlobte Linda verschwunden. Die beiden standen kurz vor der Hochzeit und so ist Hendrik klar: Linda wurde entführt. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. So geht Hendrik eigene Wege und die sind ganz schön gefährlich!
Das Buch startet schon sehr spannend und zieht den Leser in seinen Bann.

Durch das Verschwinden von Linda bekommt die Handlung gleich viel Brisanz und durch den Einschub eines anderen Opfers auch das nötige Gänsehautfeeling. Zugegeben: zwischendurch fand ich das Buch etwas übertrieben und abgefahren und auf die Kombination, die Strobel dann eingeht, wäre ich auch nie gekommen.
Eine App, die alles was du tust, beobachtet. Beunruhigend. Leider wird am Anfang kaum auf das System eingegangen, hier hätte ich mir noch ein wenig mehr Hintergrund erhofft, aber nichtsdestotrotz: es bleibt spannend. Besonders gelungen fand ich immer die kleinen Zwischenhandlungen, in denen die Angst der Opfer dargestellt wird und der für so manchen Schocker sorgt.
Fazit: Strobels Schreibweise hat mich wieder begeistert und Fitzeks Aussage „Bei Strobels Büchern braucht man kein Lesezeichen, man kann sie eh nicht aus der Hand legen“ unterschreibe ich gerne.

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Bruderliebe!?

Ihr Königreich von Nesbø Jo

Jeder hat so seine Probleme in der norwegischen Kleinstadt Os. Doch als Roys Bruder Carl nach Jahren wieder zurück an den elterlichen Hof kommt, bringt er neue Probleme mit – und viele alten geraten wieder an die Oberfläche.
Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer. Es wurde so viel angedeutet und nicht weiterverfolgt.

Erst später. Aber gerade das machte mit den Reiz des Buches aus. Denn als Leser kann man gut mit raten und mitfiebern. Dabei ist das Buch nicht einmal besonders spannend. Jedenfalls nicht durchgängig. Es gab Seiten und Abschnitte, die fand ich durchwegs spannend und da konnte ich das Buch auch nicht weglegen und immer war da die Frage: wie weit gehst du für deinen Bruder? Das Buch kratzt nicht nur an der Oberfläche, das Buch geht in die Tiefe. Dahin wo es richtig weh tut und es schont keinen. Teilweise war es auch zum Schmunzeln, wie findig Roy war.
Roy als Protagonist war mir sehr sympathisch, wenn auch er seine Fehler hatte, aber die kamen erst irgendwie später, als man alle Sympathien schon an ihn vergeben hatte. Seinen Bruder Carl hingegen mochte ich nicht sonderlich, er war mir zu großspurig. Es war interessant zu lesen, wie unterschiedlich die Brüder waren und wie sich die Story so nach und nach aufbaut und dann endlich die Lösung auftaucht. Doch die schafft dann ja auch wieder nur neue Probleme.
Fazit: keine reine Charakterstudie, kein reiner Krimi, eher viel mehr. Ein Buch, auf das man sich einlassen muss, das einem dann aber viele schöne Lesestunden beschert.

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