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Rezensionen von Gavroche:

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Meisterhaft

Astrids Vermächtnis - Roman (Schwesterglocken-Trilogie 3) von Lars Mytting

Nach "Die Glocke im See" und "Ein Rätsel auf blau-schwarzem Grund" dürfen wir mit "Astrids Vermächtnis" noch ein letztes Mal zu der Geschichte um die Hekne Schwestern und die Zwillingsglocken in das abseits gelegene norwegische Tal zurück kehren. Dieser Teil spielt von 1936 bis 1945 und Lars Mytting hat mich schon wieder ab den ersten Zeilen mit seinem wunderbaren Schreibstil für sich begeistern können.

Ich empfehle unbedingt, die beiden anderen Teile vorab zu lesen, denn nur so versteht man das große Ganze, worum es hier geht.
Bildgewaltig auch dieser Teil und es geht auch wieder um die Weberinnen des Teppichs. Pfarrer Schweigaard lebt immer noch und bereut zutiefst eine früh getroffene Entscheidung, nämlich den Verkauf der Stabkirche, die in Dresden wieder aufgebaut wurde und wohin auch eine der Glocken kam.
Es geht um die deutsche Besetzung, aber auch wieder viel um das Alltagsleben und um technische Neuerungen, die langsam auch nach Butangen kommen.
Im Mittelpunkt steht Astrid, die Tochter von Jehans und Kristine, aber auch ihr Zwillingsbruder Tarald.
Ein Buch, das tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat und dem ich in meiner Rezension gar nicht gerecht werden kann.

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Meisterhaft
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Neue Reihe

Scarlet von Genevieve Cogman

Ich habe die Bibliotheks-Reihe von Genevieve Cogman mit immer größerer Begeisterung gelesen und war sehr gespannt auf ihre neue Reihe.
Scarlet Pimpernel, den Film habe ich vor langer Zeit mal gesehen, konnte mich aber kaum noch daran erinnern, aber das ist nicht schlimm, denn Cogman hat eine ganz eigene Geschichte anhand dieser Vorlage erschaffen und nur das Grundgerüst übernommen.

Hier in diesem Buch geht es um eine Welt, in der Vampire leben, die neben den Adligen leben. Sie suchen sich junge Bedienstete, deren Blut sie trinken, sie jedoch nicht töten. Eine solche Bedienstete ist auch Eleanor, die Protagonistin des Buches. Eines Tages wird sie zu ihrer Herrin gerufen, die sie an Freunde "verleiht" und von da an ändert sich ihr Leben von Grund auf, denn Sir Percy und seine Frau Marguerite sowie weitere Freunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, die gestürzte französische Königin Marie Antoinette und ihre Kinder zu retten. Und dafür brauchen sie Eleanor.
Ganz anders als die Bibliotheks-Reihe, aber wieder ein toller Schreibstil und eine Geschichte, die sich erst nach und nach aufbaut und ihr Potential entfaltet. Das erste Abenteuer ist abgeschlossen, aber weitere werden am Ende angedeutet und es sind noch längst nicht alle Geheimnisse gelüftet.

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Neue Reihe
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Guter erster Teil

School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager

Devin feiert ihren Geburtstag mit ihren Freunden am See. Wo ist nur ihre Kette geblieben? Egal, nicht so wichtig. Und auch nicht so wichtig, dass ihre Großmutter sie immer vor den Ungeheuern im See gewarnt hat.
Aber dann läuft alles schief, als Devin ihren Schwarm Tyler küsst und dieser ohnmächtig wird und ins Krankenhaus kommt.

Devin wird von dem Wächter Seth zur School of Myth and Magic gebracht. Die einzige Alternative wäre es, ihre magischen Kräfte zu blockieren und ihre Erinnerungen zu löschen.
Devin ist eine Nixe, aber eine ganz besondere und sie passt deswegen auch so gar nicht zu dem Nixenschwarm. Sie kann weder gut singen, noch schmückt sie sich gerne mit Muscheln und Co.
Aber zum Glück gibt es andere Wesen an der Schule, mit denen sie sich anfreundet, ohne auf irgendwelche Traditionen zu achten, die sie eh nicht kennt. Ein Halbfaun, ein Schrat und eine Sirene und weitere.
Eine Geschichte eher für etwas jüngere Leser mit Wesen, die nicht so standardmäßig beschrieben werden. Vieles ergibt sich erst relativ spät im Verlauf der Geschichte und das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung.

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Guter erster Teil
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Mega Fortsetzung

Stadt der bösen Tiere, Band 2 - Die Rettung von Gina Mayer

Ich liebe das Cover mit dem Loch, durch das man durchgucken kann und was zu einem tollen Markenzeichen dieser Reihe geworden ist. Das ist schon mal das erste Highlight.
Den ersten Teil habe ich als Hörbuch gehört und habe mich gefreut, dieses Mal die Geschichte zu lesen.
Die Neugier war auf einem hohen Level, weil der erste Teil megaspannend geendet hat.

In der hinteren Innenklappe gibt es eine stilisierte Karte, die super beim Zurechtfinden hilft und im Buch gibt es zu Beginn der Kapitel und vor dem Start eines neuen Teiles Illustrationen in schwarz-weiß.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die Geschichte wieder einmal sehr spannend, so dass es mir schwerfiel das Buch - einmal begonnen - wieder zur Seite zu legen.
Lizard war am Ende des ersten Teiles gerettet worden und ist nun also auf der Insel der bösen Tiere. Wenn nicht ihre Schwester Esmeralda wäre...
Ein tolles tierisches Abenteuer für Groß und Klein.

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Mega Fortsetzung
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Der Master

The Ruby Circle (2). All unsere Lügen von Jana Hoch

Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich wieder voll in der Geschichte war und hatte auch das Gefühl, dass es etwas zu viel Vorgeplänkel gab. Es hat gedauert, bis wieder richtig Bewegung in die Geschichte kam und Spannung aufgebaut wurde, aber nach diesem "Startschuss" ging es dafür bis zur letzten Seite spannend weiter.

Zu Beginn begleiten wir Louisa in ihrem Alltag, es ist wie eine Art Erholungsphase. Sie ist gut angekommen in der Akademie und auch mit Theo läuft es gut. Twister und sie sind mittlerweile ein eingespieltes Team.
Aber dann klinkt sich der Master wieder ein und legt definitiv noch einen drauf.
Wer sind seine Helfer und welche bzw. wessen Geheimnisse werden noch ans Licht gezerrt, wenn man nicht mitspielt?
Auch für die Pferdefreunde unter den Leser*innen gibt es wieder einige schöne Szenen und sogar ein Turnier, allerdings nimmt dieses Thema nicht überhand, so dass man auch ohne sich in der Pferdewelt auszukennen gut unterhalten wird auf dem Turnier und in der Reithalle.
Nach einem langsamen Start wurde das Buch immer besser und nun bin ich bereit für den Abschluss - denn das Ende hält so einige Überraschungen bereit.

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Familiengeschichte

Die Frauen der Familie Carbonaro von Mario Giordano

Dieses Cover gefällt mir von der Farbgebung her noch besser als das vom ersten Band. Das Cover bietet bereits einen guten Vorgeschmack auf die Geschichte und wieder gibt es einen Teil, der weiter in der Vergangenheit und in Sizilien spielt, und zwar im 19. Jahrhundert, und einen anderen später in der Mitte des 20.

Jahrhunderts in Deutschland, nachdem die Familie Carbonaro nach München ausgewandert ist.
Mit Pina, Anna und Maria stehen auch hier wieder die drei Generationen Carbonaro-Frauen im Fokus.
Die Frauen stehen im Mittelpunkt, aber dennoch geht es um das Schicksal der gesamten Familie. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man das Gefühl, näher am Geschehen teilzunehmen. Und es wird wieder sehr emotional und eine große Bandbreite an Gefühlen kommt hier zum Tragen.
Mario Giordano konnte mich mit seiner Geschichte und seinem Schreibstil über 500 Seiten gut unterhalten.

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Was für ein Buch!

Demon Copperhead von Barbara Kingsolver

Was für ein Buch - und das gleich in mehrfacher Hinsicht.
Zum Einen ist es ein ganz besonders dicker Wälzer mit fast 900 Seiten, für dessen Lektüre man allein deswegen schon viel Zeit benötigt.
Dann ist es eine Art moderne Adaption des "David Copperfield" von Charles Dickens.
Aber andererseits ist es auch eine ganz eigene Geschichte.

Eine Geschichte, die sehr sozialkritisch ist und in Virginia in einem trailerpark der 1990er Jahre beginnt.
Wie David Copperfield ist es keine einfache Lektüre, eine Geschichte, in der viel Leid geschieht, viel zu viel Leid eigentlich für ein einzelnes Leben.
Geboren in diesem Trailerpark wächst Demon Copperhead auf. Seine drogensüchtige Mutter stirbt früh, sein Stiefvater ist gewalttätig und Demon durchlebt eine schlimme Kindheit.
Auch als Erwachsener ist es so, aber es gibt immer wieder Momente der Hoffnung, in denen es ihm besser geht.
Wer Copperfield gelesen hat, wird einige Personen wieder erkennen, so Uriah Heep, der hier U-Haul heißt, aber dessen Charaktere sich nicht unterscheiden.
Man muss David Copperfield zum Verständnis nicht gelesen haben, aber man liest das Buch ganz anders, wenn man jenes kennt.

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Was ist Glück?

Die Halbwertszeit von Glück von Louise Pelt

In diesem Roman werden die Geschichten von drei ganz unterschiedlichen Frauen erzählt, deren Leben sich im Verlauf des Romans jedoch immer mehr miteinander verbinden und es mehr und mehr Berührungspunkte gibt.

Zeitlich gesehen beginnt erst die Geschichte von Johanna, die in der DDR aufwächst und ein Leben abseits der Gesellschaft im Wald führt.

Sie nimmt eine junge Frau, einen Grenzflüchtling bei sich auf, die angeschossen wurde.

Holly lebt in Kalifornien und ihr Traum vom Leben als Drehbuchautorin scheint so nah an der Verwirklichung zu sein, aber…

Mylène lebt in Paris und erbt eine Wohnung in Amsterdam.

Was ist Glück? Diese Frage taucht immer wieder auf, jedoch leider nicht so tiefgründig, wie ich es mir erhofft hatte und es gab meiner Meinung nach zu viele Plattitüden.

Ein Buch, das nicht so anspruchsvoll ist wie ich dachte und für mich blieb es eher Mittelmaß.

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Ein Funke?

Sparks von J.R. Dawson

Nach der Vorankündigung und dem Klappentext habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und muss nun aber leider sagen, dass es bei Weitem nicht an den "Nachtzirkus" heranreicht.
Für mich war dies ein Buch, das von der Bewertung her eher im Mittelfeld angesiedelt ist, einen Tick besser, aber leider nicht so umwerfend, wie ich erwartet hatte.

Im Ersten Weltkrieg tritt das Phänomen der Sparks zum ersten Mal auf. So werden diejenigen genannt, die ganz unterschiedliche übernatürliche Begabungen aufweisen - die sie plötzlich besaßen. Und wie immer in der Geschichte der Menschen werden diejenigen, die anders sind, ausgeschlossen und oftmals sogar verjagt bzw. gejagt. So auch die Sparks. Bis es zu einer instabilen Waffenruhe kommt.
Die drei Frauen Rin, Odette und Mauve ziehen mit einem Zirkus der Sparks durch Amerika. Zusätzlich zu den Ressentiments kommt das Geheimnis aus Rins Vergangenheit...
Eigentlich alles für eine tolle Geschichte, aber dennoch passte es nicht so recht für mich. Die Autorin schaffte es nicht, bei mir durchweg Spannung aufzubauen und vielleicht lag es auch an den Zeitsprüngen. Außerdem blieb zu viel im Dunklen und wurde nicht geklärt und auf der anderen Seite wurde wieder zu viel erklärt und es passierte nicht so viel. Für mich einfach zu unausgewogen.

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Zurück nach Akranes

Verborgen von Eva Björg Ægisdóttir

Zurück nach Akranes

Auch der dritte Teil der isländischen Krimireihe konnte wieder mir wieder viele spannende Lesestunden bescheren, aber dieses Mal wurde auch viel Zeit für die privaten Hintergrundgeschichten aufgebracht, so dass es auf jeden Fall lohnenswert ist, die beiden Vorgänger zu kennen.

Dieses Mal geht es um einen Zimmerbrand, bei dem eine männliche Leiche gefunden wird und um das Geheimnis um das Verschwinden eines niederländisches Au-Pair-Mädchen, das bereits einige Monate zuvor verschwunden ist. Wir erfahren einiges über Lise aus ihren Tagebucheinträgen, die zwischendurch abgedruckt sind.

Insgesamt ist die Erzählweise etwas ruhiger und das Tempo nicht so hoch. Einiges war rasch vorherzusehen, aber dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Auch habe ich mich nun besser an die isländischen Namen gewöhnt.

Die Perspektive wechselt immer mal wieder, aber die Hauptperspektive ist die von Kommissarin Elma.

Ein schönes Wiedersehen und ein interessanter Kriminalfall, ein Buch, das ich gerne gelesen habe und mich gut unterhalten hat.

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