Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BarbaraM:
Bewährte und gelingsichere Rezepte für das Backen mit Kindern und vieles mehr!
Kinder backen mit Christina von Christina Bauer
„Kinder backen mit Christina“ von Christina Bauer ist 2020 im Löwenzahn-Verlag erschienen und umfasst in der gebunden Ausgabe 175 Seiten im Format DIN A4. Im gesamten Buch sind herrliche Fotos von Nadja Hudovernik und Katharina Mühlbacher zu finden, die das Gelesene unterstreichen, die Lust auf das Backen mit Kindern wecken und das Leben auf einem Bauernhof veranschaulichen.
Das Buch ist untergliedert in 4 Kapitel:
1. Was steckt in Pausenbrot und Ruckzuck-Kuchen: Alles über unsere Zutaten
2. Meine 8 Tipps fürs Backen mit Kindern
3. Backen mit Kindern: Meine Rezepte
4. Komm mit auf unseren Bauernhof!
In ersten Teil werden den Kindern die Zutaten, die in den folgenden Rezepten stecken, näher gebracht. Dies finde ich persönlich sehr wichtig, denn die Kinder sollen auch wissen, mit was sie backen und wo die Zutaten herkommen. Christina erzählt von unterschiedlichem Mehl, von der Hefe, von Backmalz, Milch und Butter, von Ölen, Eiern, Obst und Gemüse, Nüssen, Salz, Zucker und Brotgewürzen. Prima hat mir hier gefallen, dass Christina auch kleine Experimente mit angeführt hat. So gibt es beispielsweise das Experiment, wie man ein Ei zum Schweben kann und eine Anleitung, wie man aus Sahne Butter „zaubern“ kann.
Bei den Tipps zum Backen mit Kindern im zweiten Teil hat Christina jetzt nichts Neues erklärt, wichtig ist es eben, dass man sich darüber im Klaren sein soll, dass das Backen Spaß machen soll, kein Zeitdruck vorhanden sein soll, dass man den Kindern die Möglichkeit des Selbertuns geben soll, dass man das Gebackene wertschätzt und gemeinsam verzehrt usw. Diese Tipps befinden sich kurz und knapp auf einer Doppelseite.
Nun geht es im dritten Teil mit 30 verschiedenen Rezepten weiter. Wer hier innovative Rezepte erwartet, wird enttäuscht werden, Christina führt Bewährtes auf. Die Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus und werden in kurzen Schritten für Kinder erklärt. Natürlich sind tolle Fotos dabei, die Kindern alles noch einmal veranschaulichen. Von Karotten- und Laugenbrötchen mit Stacheln, einem Geburtstagszugkuchen, Turboschnecken-Biskuitroulade, Igelkeksen und Schokomuffins bis hin zu bunten Pizzaspießen, frechen Müsliriegeln und selbstgemachten Joghurt ist alles in einer wirklich kindgerechten Sprache vorhanden. Die Rezepte sind übersichtlich und sprechen Kinder sehr an. Wir selbst habe schon die Müsliriegel, die Laugenigel und die zauberhaften Schneckenbrötchen nachgebacken und wir müssen sagen, dass alles 100%ig geklappt und wirklich hervorragend geschmeckt hat.
Der letzte und vierte Teil im Buch weckt eindeutig die Sehnsucht nach dem Leben auf dem Bauernhof. Christina stellt allerdings auch klar, dass es auf dem Bauernhof wirklich sehr viel Arbeit gibt. Sie berichtet von einem typischen Tag auf dem Bauernhof und vom Jahresrhythmus, erklärt, wo Milch, Eier und Wolle herkommen, was alles in ihrem Bauerngarten wächst und was es mit dem Getreide auf sich hat. Dieses Kapitel ist sehr interessant und die vielen Fotos sind wieder wunderschön und so passend. Man merkt Christina an, dass sie eine Bäuerin mit ihrem ganzen Herzen ist.
Man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden. Das Cover wirkt sehr ansprechend und natürlich und man spürt förmlich die Freude der Kinder und Christina beim Backen.
Ich kann dieses Buch weiterempfehlen.
Ein berührender, schonungslos ehrlicher und auf Tatsachen beruhender Roman
Das Fenster zum Himmel von Elisabeth Escher
Mit ihrem Buch „Das Fenster zum Himmel“, das 2020 im Bernardus Verlag erschienen ist und in der Taschenbuchausgabe 314 Seiten umfasst, ist Elisabeth Escher ein feinfühliger und ehrlicher, auf Tatsachen beruhender Roman gelungen.
Hier wird die Geschichte vom Mädchen Marie Muth erzählt, das bis zu ihrem siebten Lebensjahr alles andere als eine liebevolle Behandlung durch ihre Mitmenschen erfuhr.
Sie durchlebte tiefe Ängste und Gräueltaten im Heim und bei Pflegefamilien. Doch eines Tages wurde sie bei Jakob Selinger, einem katholischen Priester, und seiner Haushälterin Anna aufgenommen. Von nun ab änderte sich ihr Leben, aber wie schnell kommt es in ihrem neuen Heimatdorf doch auch zu Tratsch und Verleumdung und vielen Leuten stellt sich die Frage, wie denn die Verhältnisse im Pfarrhaus sind. Geht da alles mit rechten und ehrbaren Dingen zu?
Elisabeth Escher gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen und schonungslos offenen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Bei mir sind die Seiten einfach nur dahingeflogen und ich habe dieses Buch in einem „Rutsch“ gelesen. Ich fühlte ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen anbelangt mit und konnte mich gut in Marie Muth hineinversetzen und deren Gefühle und Gedanken nachvollziehen und teilen. Ebenso erging es mir mit den Nebencharakteren von Jakob Selinger und Anna.
Gut gefallen hat mir auch, wie Elisabeth Escher Marie sich bis zur jungen Frau hat entwickeln lässt. Maries Gedanken werden reifer, ihr Handeln reflektierter und sie verarbeitet die schrecklichen Gräueltaten ihrer Kindheit bewusst und gut.
Innerhalb der Geschichte setzt sich Elisabeth Escher auch mit der Thematik des Zölibates auseinander, was ihr sehr gut gelungen ist und ebenso auch mit den Gefahren der Verleumdung und Sensationslüsternheit mancher Menschen und deren Folgen.
Fazit: Ein schöner, authentischer, feinfühliger und sehr lesenswerter Roman, der nicht nur an der Oberfläche bleibt . Man merkt dem Buch an, dass es mit ganz viel Herzblut verfasst worden ist.
Es war für mich ein schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Marie einzutauchen.
Ein atmosphärischer und sehr gut recherchierter Liebesroman
Das Fenster zum Himmel von Elisabeth Escher
Das Buch „Mit dir für alle Zeit“ von Lisa Grunwald ist im Jahr 2020 im Verlag Harper Collins erschienen. Der Roman umfasst in der broschierten Ausgabe 512 Seiten.
Joe arbeitet zur Zeit der Weltwirtschaftskrise als Stellwerkarbeiter für die Grand Central Station. Sein ganzes Leben dreht sich um seinen Beruf, doch eines Tages begegnet ihm auf dem Bahnsteig Nora.
Sofort ist es um ihn geschehen und es entspinnt sich eine ganz spezielle Liebesgeschichte, denn Nora ist eine ganz besondere Frau…
Lisa Grunwald gelingt es in ihrem Roman den Leser durch einen sehr anschaulichen, atmosphärischen und dabei klaren Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich bin sehr davon beeindruckt, dass mich die Autorin so völlig in die Zeit und die Stadt New York der Weltwirtschaftskrise hineinziehen konnte. Oft habe ich mich einfach mitten in der Grand Central Station gesehen und ich habe den Flair dort sehr genossen. So viele Details der damaligen Zeit, wie beispielsweise dem Kleidungsstil, haben dazu beigetragen. Das ist einfach wunderbar gelungen.
Mit der Liebesgeschichte von Joe und Nora habe ich mich nicht so ganz anfreunden können, aber dies ist einfach meinem persönlichen Geschmack zuzuschreiben. Ich bin dafür wohl einfach zu sehr Realistin und auch das Ende war für mich etwas unerwartet und plötzlich. Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich und ich habe dennoch das Buch gerne gelesen. Die beiden Protagonisten hat Lisa Grunwald sehr fein aufgebaut und auch ausgearbeitet. Ganz warm geworden bin ich mit beiden jedoch nicht.
Das Setting des Bahnhofs, an dem sich so viele Menschen treffen, Abschied nehmen, sich loslassen, sich wieder in die Arme schließen usw., ist wirklich sehr gut getroffen.
Fazit: Eine etwas spezielle Liebesgeschichte vor einer sehr gut recherchierten Kulisse.
Ein mutiges Mädchen in einer märchenhaften und magischen Welt
Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1).Bd.1 von Elizabeth Lim
„Ein Kleid aus Seide und Sternen 1“ ist der vielversprechende Auftakt der Dilogie „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ von Elizabeth Lim. Der erste Band umfasst 448 Seiten und ist im Carlsen Verlag im Jahr 2020 erschienen.
Maia Tamarin hat die Begabung ihres Vaters geerbt, denn sie ist mit ihren 18 Jahren eine sehr talentierte Schneiderin und träumt davon, einmal die beste Schneiderin des Kaisers zu werden.
Allerdings ist diese Berufsausübung Frauen im Reich untersagt. Maia gibt ihren Traum allerdings nicht auf und als ihr gebrechlicher Vater eines Tages aufgefordert wird, vor dem Kaiser in seiner Berufsausübung als Schneider zu erscheinen, verkleidet sie sich als junger Mann und nimmt die Rolle eines Schneiders ein.
Bei Hofe angekommen, befindet sie sich inmitten eines Konkurrenzkampfes um die Ausübung des Berufes als oberster Schneider. Es gilt, die zukünftige Kaiserin zufriedenzustellen und drei sagenumwobene Kleider zu nähen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, begibt sich Maia gemeinsam mit dem Magier Edan auf eine gefährliche und abenteuerlustige Reise zu Sonne, Mond und Sternen.
Das Buch „Ein Kleid aus Seide und Sternen 1“ liest sich flüssig und rasant. Elizabeth Lim schreibt sehr emotional, fast märchenhaft, anschaulich und versetzt den Leser ab der ersten Seite in eine sehr atmosphärische und magische Welt.
Ich konnte mir die Welt von Maia sehr gut vorstellen: ich war in Maias Elternhaus dabei, ebenso wie während des Wettkampfes mit den anderen Schneidern, ich habe mich mitgefreut, wenn sie eine Runde nach der anderen weiterkam, war auf der abenteuerlichen Reise mit Edan dabei und gemeinsam mit ihr fasziniert von der vorherrschenden Magie.
Dies ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Maia erzählt wird. Mit persönlich hat dies sehr gut gefallen. Auch die Entwicklung von Maia, die zwar durchgängig mutig ist, aber anfangs doch ein bisschen unbeholfen wirkt, ist von Elizabeth Lim sehr gut dargestellt. Maia ist eine mir sehr sympathische Hauptfigur.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich hätte, ist der, dass vieles etwas zu sehr vorhersehbar war und der Spannungsbogen dadurch bei mir immer wieder etwas abflachte. Das Ende jedoch war dann wiederum eine große Überraschung.
Fazit: Dieses Buch hat bei mir die Lust geweckt, weiter in die Welt von Maia einzutauchen und mich von der magischen und märchenhaften Atmosphäre dort weiterhin verzaubern zu lassen.
Eine unglaubliche Fülle fantastischer Ideen und ein mitreißender Schreibstil
Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers von Laini Taylor
„Muse of Nightmares – Das Geheimnis des Träumers“ ist der dritte Teil um die magische und fantasievolle Reihe „Strange the Dreamer“ von Laini Taylor. Das Buch ist im Verlage ONE im Jahr 2020 erschienen und umfasst 348 Seiten.
Die Geschichte um Lazlo, Sarai, die Stadt Weep und all die anderen fantastischen Gestalten geht rasant und atemberaubend weiter.
Im dritten Teil der Reihe geht es sehr viel um Sarai, die Muse der Albträume. Es geschieht Unglaubliches mit ihr und sie steckt selbst fest mitten in einem Albtraum. Wie geht sie damit um und natürlich Lazlo? Auch das Schicksal der Bewohner von Weep steht und fällt mit ihr. Das Abenteuer wartet.
Laini Taylor schreibt wie immer brillant. Ich weiß nicht, wie schnell ich dieses Buch gelesen habe. Ich bin einfach durchgerauscht. Dies ist sicherlich der spannenden Geschichte geschuldet, dem fantastischem Ideenreichtum, dem unfassbar guten Schreibstil und auch der Tatsache, dass ich schon die Vorgängerbände einfach wunderbar fand und jedem neuen Buch entgegenfiebere.
Ich warte jetzt schon ungeduldig auf den letzten Teil, der im August 2020 erscheinen wird.
Sehr schade finde ich es, dass die Geschichte für den Leser einfach so abrupt aufhört – ohne richtigen Schluss – okay, auch ohne fiesen Cliffhanger! Dies ist wohl aus wirtschaftlichen Gründen dem Verlages geschuldet. Ich zweifle sehr daran, dass dies im Einverständnis mit der Autorin geschehen ist. Für mich ist dies jedoch der Grund, dass ich diesem für mich supertollen Buch einen Stern abziehe :-(
Fazit: Ein unglaublich schönes Buch, sowohl, was den Schreibstil anbelangt, als auch die gesamte sehr mitreißende Geschichte. Für mich war es wieder ein Genuss, in die Welt von Sarai, Lazlo und Weep einzutauchen.
Hier werden Kinder wirklich zu „Baumexperten“
Wieso? Weshalb? Warum? Band 52 - Alles über Bäume von Susanne Gernhäuser
Das Buch „Alles über Bäume“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ von der Autorin Susanne Gernhäuser und dem Illustrator Guido Wandrey ist 2020 im Ravensburger Verlag erschienen. Das Pappbuch in der Größe 24,5 x 1,7 x 27,8 cm umfasst 16 Seiten.
Hier können Kinder wirklich mit Begeisterung entdecken und lernen.
Die Zeichnungen sind klar und kindgerecht und laden zum genauen Betrachten ein, der Text ist für Grundschulkinder gut verständlich (in jüngerem Alter muss sicherlich noch vieles vereinfacht und nochmals genau erklärt werden) und die Klappen machen neugierig und hinter ihnen verstecken sich zusätzliche Informationen.
Die Reihe "Wieso?Weshalb?Warum?" ist informativ, kindgerecht, lässt Kinder lernen und weckt die Freude am Entdecken - einfach toll! Viele Kinderfragen werden hier beantwortet.
Das Thema "Bäume" ist so faszinierend und spannend für Kinder und toll gewählt und die Inhalte gehen vom Thema „Was ist ein Baum?“, über die Unterschiedlichkeiten und den Lebensraum von Bäumen zum Lebenskreislauf von Bäumen. Außerdem wird auf die Suche gegangen nach Holz in unserem Alltag und auch der Umweltschutzaspekt wird miteinbezogen. Besonders begeistert hat uns auch das Kapitel über Bäume und ihre Rekorde. Wir wissen jetzt wie die dicksten Bäume heißen und auch wie die Baumriesen genannt werden und die Faszination zum Thema „Bäume“ wurde bei meinen Kindern und mir richtig geweckt.
Natürlich mussten wir das Buch nochmals und nochmals lesen und entdecken.
Das Buch ist in meinen Augen geeignet für Kinder ab 5-6 Jahren.
Wir haben es sehr genossen und werden es sicherlich noch zig-mal lesen und betrachten.
Sicherlich macht dieses Buch auch ganz viel Sinn in einer Klassen- oder Schulbücherei und kann vielfältig eingesetzt werden.
Eine ganz klare Leseempfehlung!
Eine tolle, sehr atmosphärische, spannungsgeladene und mitreißende Romantasy
Wieso? Weshalb? Warum? Band 52 - Alles über Bäume von Susanne Gernhäuser
„Lioness – Wohin dein Herz dich führt“ von der Autorin Kathy Tailor ist 2020 im Oetinger-Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 399 Seiten.
Bei diesem Buch handelt es sich um eine wunderbare Geschichte, die mit ganz viel Herzblut der Autorin geschrieben wurde, die die Figur der Protagonistin Borka schon viele Jahre mit sich herumgetragen hat und sie nun – zum großen Glück für ihre Leser – endlich zum Leben erweckt hat.
Borka, eine 18-jährige Menschenfrau, lebt mit ihrer Löwenfamilie im Wald. Sie wurde von Corbin und Aylela, ihren Löweneltern, als kleines Kind aufgenommen und diese haben sich seitdem um sie gekümmert. Doch eines Tages geschieht ein großes Unglück und Borka ist gezwungen, die Menschenwelt aufzusuchen. Dort trifft sie auf den König und Prinz Fjodor und steht plötzlich vor der aufgezwungenen Aufgabe, den Prinzen auf einer Reise zu begleiten. Viele Herausforderungen und Abenteuer warten auf sie und auch die Frage nach ihrer Herkunft wird in Borka immer lauter.
Kathy Tailor gelingt es in ihrer Romantasy den Leser durch ihren flüssigen, detaillierten und bildhaften Schreibstil in den Bann zu ziehen. Sie beschreibt die Protagonistin Borka in all ihren Stärken und Schwächen und so konnte ich mich von Anfang an prima in sie hineinversetzen und ihr Handeln und Fühlen jeweils sehr gut nachvollziehen. Sie ist eine wunderbare Protagonistin – stark, kämpferisch, selbstbewusst, aber auch gefühlvoll und auf das Wohl ihrer Nächsten bedacht. Und sie hat sich sofort einen Weg in mein Herz erschlichen. Aber auch die anderen Figuren wie Prinz Fjodor, Darius, Kalle und viele mehr haben ihren jeweilig eigenen Charakter und lassen die Geschichte zu einem tollen Abenteuer werden.
Super gefallen hat mir auch die Beschreibung der Beziehung der Löwen untereinander und zu Borka.
Der Spannungsbogen wird während des ganzen Buches gehalten, durch viele unerwartete Begebenheiten verstärkt und bis zum großen Finale im positiven Sinne hinausgezogen.
Fazit: Es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen und in die spannende und Welt von Borka und Fjodor, den Löwen und Menschen einzutauchen.
Dieses Buch wird jeder Romantasy-Fan richtig gerne lesen. Es bietet auf jeder der rund 400 Seiten Lesegenuß pur und man möchte es einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Über eine Fortsetzung würde ich mich riesig freuen.
Ein Brotbackbuch mit Herz und ganz viel Seele
Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht von Elisabeth Ruckser
„Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht“ von Elisabeth Ruckser ist 2020 im Löwenzahn-Verlag erschienen und umfasst in der gebunden Ausgabe 216 Seiten.
Allein schon beim Betrachten des Coverbildes läuft einem das Wasser im Munde zusammen und man meint das Brot förmlich riechen zu können und die Kruste knacken zu hören.
Dieses tolle Brotbackbuch macht Lust darauf, einfach loszubacken. Es legt Grundlagen bezüglich des Brotbackens, der benötigen Zutaten und Utensilien, erzählt persönliche Geschichten der Bäckerinnen/Bäuerinnen, die ihre Lieblingsrezepte vorstellen und unterstreicht alles durch wunderschöne Fotos von Sonja Priller.
Das Buch ist untergliedert in zwei große Kapitel:
1. Mehl, Wasser, Salz und Liebe und
2. Die Bäuerinnen und ihre Brotrezepte
Im ersten Teil werden wichtige Grundlagen gelegt. Dies führt vom Getreide, der Hefe und Milchsäurebakterien, dem Brotgewürz, dem Sauerteig und anderen Vorstufen bis hin zum „richtigen“ Kneten, Formen und Wirken des Teiges und letztendlich zum Ofen, der Temperatur, dem Dampf und Kleinigkeiten, die sonst noch hilfreich sind beim Brotbacken.
Der zweite Teil ist dann den Bäuerinnen und ihren Brotrezepten gewidmet. Jede Bäuerin wird zunächst dargestellt und einiges aus ihrem Leben oder von ihrem Hof wird berichtet. Als Leser bekommt man also einen kleinen, schönen Einblick in das Leben und ist gleich mit der jeweiligen Person verbunden. Danach stellt die Bäuerin ihre Lieblingsrezepte vor. Hierbei handelt es sich nicht „nur“ um Brote, nein es gibt auch Rezepte für Brötchen, süßes Brot, Stangen, Tortillafladen und vieles mehr. Die Rezepte umfassen beispielsweise Zutaten wie Zucchini, Feta, Müsli, wilde Kräuter, Balsamico, Brote mit Sauerteig und ohne und auch die Art des verwendeten Getreides ist sehr vielfältig. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass die Rezepte so unterschiedlich und vielfältig sind wie eben auch die Bäuerinnen. Sicherlich lohnt sich jedes einzelne dafür, nachgebacken zu werden.
Die einzelnen Rezepte sind in einer klar verständlichen Sprache verfasst und leicht nachzuvollziehen. Viele Fotos, zum Teil auch Schritt-für-Schritt-Fotografien erleichtern zudem das Gelesene und unterstützen den Leser und zukünftigen Brotbäcker.
Es gibt Rezepte für Anfängern mit einfacheren Rezepten und diese machen Mut, sich an das Brotbacken zu wagen und dann findet man auch Rezepte auf einem höheren Niveau.
In diesem Buch findet sicherlich jeder ein Brotrezept, das zu ihm passt.
Besonders gut hat mir gefallen, dass es zu jedem Rezept einen sogenannten „Backfahrplan“ gibt. Hier kann man als Leser auf einen Blick sehen, wie viel Zeit man für das Vorbereiten und Backen des Brotes benötigt.
Man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht.
Fazit: Das Buch „Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht“ lädt zum Backen und Ausprobieren ein.
Ich persönlich habe jetzt schon einige Rezepte ausprobiert und es war für mich jedes Mal ein tolles und genussreiches Erlebnis. Es war überhaupt nicht schwer und hat mir viel Spaß gemacht! Ich werde sicherlich noch zahlreiche Rezepte aus diesem Buch nachbacken – die Auswahl ist einfach so groß und meine Brotbacklust wurde richtig geweckt.
Der mutige und atemberaubende Lebensweg der Tamika Campbell
Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht von Elisabeth Ruckser
„Wie die Freiheit schmeckt – Wie ich einer Sekte entkam und das Leben entdeckte“ von Tamika Campbell und Denise Linke ist 2020 im Berlin Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 224 Seiten.
Tamika Campbell ist heute eine bekannte Komikerin und ich konnte mir – bevor ich ihre Biographie gelesen habe – nicht annäherungsweise vorstellen, welche erschreckende Vergangenheit hinter dieser starken Frau steckt.
Tamika Campbell wurde in die Ansaaru Allah Community in New York hineingeboren. Sie wurde dort eingesperrt, von der Außenwelt abgeschottet und bereits in Kindesjahren psychisch und physisch schwer misshandelt. Sie erlebte Gewalt, sexuelle Übergriffe, Nahrungsentzug und dies unter anderem auch von ihrer leiblichen Mutter.
Mit dreizehn Jahren gelingt es ihr, die Community zu verlassen, sich ihren Lebensweg zu erkämpfen und heute stellt sie eine erfolgreiche Frau dar. Die Geschichte von Tamika Campbell zeigt ihren Mut, ihre Stärke, ihren Lebenswillen, ihren Drang nach Freiheit und ihre Fähigkeit, den Humor dabei nicht zu verlieren auf.
Heute lebt sie mit ihrer Tochter und ihrem Mann in Deutschland.
Campbells Buch hat sich für mich meist flüssig lesen lassen. Manchmal ist ihre Erzählung etwas zu sehr von einem Erlebnis zum nächsten gehüpft, aber dies ließ sich wohl angesichts der vielen Geschehnisse an dabei geringen Seitenanzahl nicht vermeiden. Campbells Geschichte macht betroffen und rührt an und man muss vor dem Mut des dreizehnjährigen Mädchens, das die Sekte verließ, einfach nur den Hut ziehen und auch vor der Veröffentlichung ihrer Geschichte.
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.
Ein berührender und tiefgründiger Roman
Bäuerinnen, Brot und Sehnsucht von Elisabeth Ruckser
„JuniNebel“ von Ute Ziskah ist 2020 im Eigenverlag herausgebracht worden und umfasst in der Taschenbuchausgabe 217 Seiten.
Bernard kehrt in seine Heimat zurück, nachdem er den Anruf bekommen hat, dass sein ihm verhasster Vater verschwunden ist. Er begibt sich auf die Suche nach seinem Vater und bemerkt, dass er dabei auch auf dem Weg zu sich selbst ist.
Unterstützt wird er vor allem durch Robert, einen Gefährten seines Vaters aus dem Krieg. Er lässt in Einblick nehmen in die vergangene, schicksalshaft tragische Welt seines Vaters. Diese Vergangenheit beeinflusste das Denken und Handeln seines Vaters so maßgeblich und erklärt für Bernard einiges. Er kommt seinem Vater Stück für Stück etwas näher.
Ute Ziskah gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren ruhigen, sehr sensiblen und äußerst atmosphärischen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Der Spannungsbogen, ob Bernard denn nun seinen Vater finden würde oder nicht, war für mich durchgängig spürbar und ich fühlte ab der ersten Seite mit und konnte die Gedanken von Bernard und allen anderen gut nachvollziehen. Ute Ziskah beschäftigt sich in ihrem Roman sehr tiefgründig, aber auch behutsam und aufrichtig mit den psychischen Belastungen der Kriegsgeneration und den Folgen auf die weiteren Generationen: die falsche Interpretation der furchtbaren Einsamkeit, das Gefühl der Schuld, der Hilflosigkeit, des Nichtverstandenwerdens und auch des Nichtverstandenwerdenwollens, die Unnahbarkeit, des Verloren-Seins…
Fazit: Ein feinfühliger und sehr lesenswerter Roman, der nicht nur an der Oberfläche bleibt. Man merkt dem Buch an, dass es mit ganz viel Feingefühl und Herz verfasst wurde.
Es war für mich ein eindrückliches Erlebnis, dieses Buch zu lesen und es ruft in meinen Augen dazu auf, hinter Dinge, Beziehungen, Menschen zu sehen.







