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Rezensionen von BarbaraM:
Die Geschichte einer starke Frau vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges
Die Kannenbäckerin von Annette Spratte
„Die Kannenbäckerin“ von Annette Spratte ist 2021 im Francke Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe knappe 400 Seiten.
Johanna hat infolge der Pest auf einmal ihre ganze Familie verloren und ist nun vollkommen auf sich alleine gestellt. Sie weiß lediglich, dass sie noch einen Verwandten hat, der das Töpferhandwerk beherrscht.
Ihre Nachbarin rät ihr angesichts der schwierigen Zeiten sich als Junge verkleidet auf den Weg zu ihrem Onkel zu machen. Johanna erkennt dies zusammen mit ihrem Wunsch das Töpferhandwerk zu erlernen als ihre einzige Hoffnung und begibt sich als Johann auf die Reise. Von ihrem Onkel wird Johann sehr freundlich aufgenommen und wie das eigene Kind behandelt, doch nach einiger Zeit wird ihr Geheimnis entdeckt. Johanna erklärt sich und geht als selbstbewusste, junge Frau ihren weiteren Weg. Sie scheut keine Herausforderung und findet ihr Glück.
Die Autorin Annette Spratte hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Der Spannungsbogen wurde bis zum Ende aufrecht erhalten. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Johanna. Sie wird dargestellt als eine starke Frau, die Durchsetzungs- und gleichzeitig Einfühlungsvermögen zeigt. Sie weiß einerseits genau, was sie will, kann sich aber auch fallen lassen.
Annette Spratte hat ihr Buch historisch wunderbar recherchiert und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges und das Töpferhandwerk erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.
Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen und auch nachdenklich gestimmt. Ein wirklich lesenswerter Roman!
Ein wunderbarer Generationenroman: packend, fundiert, bewegend
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid Roman. Gebunden. von Schröder Alena
Bei dem Buch „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ handelt es sich um einen Familienroman von Alena Schröder, der im Jahr 2021 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 366 Seiten umfasst.
Als Hannah Borowski eines Tages bei ihrer Großmutter ein Brief in die Hände fällt, ahnt sie noch nicht, dass sie einem großen Familiengeheimnis auf der Spur ist und welche Auswirkung dieses auf ihr eigenes, heutiges Leben hat.
Mir hat es sehr gut gefallen, gemeinsam mit Hannah auf Familienforschungsreise zu gehen und vieles hat mich dabei begeistert: Der Hintergrund der Geschichte, sprich die Bedingungen und Umstände der Nachkriegszeit sind einfach toll recherchiert und wunderbar in die gesamte Geschichte eingefügt. Außerdem mag ich es, wie schön verwobenen die Geschichten von Hannah, Evelyn, Silvia und Senta sind. Jeder der drei Frauen hat ihren ganz eigenen Charakter und sicherlich spricht den Leser mal die eine, dann wieder die andere mehr an. Ich finde, dass alle ganz fein ausgearbeitet worden sind. Gerade die Entwicklung von Hannah hat mich aber am allermeisten beeindruckt. Anfangs war sie noch hin- und hergerissen und lies sich auch leicht „manipulieren“. Sie hatte ihren Weg noch nicht gefunden. Aber je mehr es auf das Ende der Geschichte zuging, desto reflektierter handelte sie und desto mehr hat sie zu ihrer eigenen Person gefunden – auch wenn sie sicherlich noch nicht am Ende angekommen ist.
Ich als Leserin konnte mich jedenfalls gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und die Geschichte hat mich sehr gepackt und mitfühlen lassen. Gespannt habe ich auch die Thematik der „Mutter-Tochter-Beziehung“ verfolgt und mich hat es fasziniert, welche Auswirkungen diese immer wieder von einer auf die andere Generation hatte.
Der Schreibstil von Alena Schröder lässt sich flüssig und leicht nachvollziehbar lesen. Der Spannungsbogen bleibt über die ganze Geschichte gehalten.
Eine klare Leseempfehlung!
Ein wirklich informativer, inspirierender und natürlicher Ratgeber für die werdende Familie!
Das Weleda Babybuch von
„Das Weleda Baby Buch – Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Liebe. Warum Eltern nur wenig brauchen“ ist 2020 im Eugen Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 252 Seiten im Großformat. Verfasst wurde diese Buch von verschiedenen Autorinnen, die meistens auch selbst bereits Mutter sind.
Hierbei handelt es sich um die acht Expertinnen Christina Hinderlich (Hebamme, Diplom-Pflegewissenschaftlerin), Nicola Schmidt (Wissenschaftlerin und Autorin), Frauke Ludwig (Mitgründerin der Trageschule Hamburg), Susanne Mierau (Diplom-Pädagogin, Autorin, Familienbegleiterin), Katharina Hartmann (Ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Mother Hood e.V.), Danielle Graf (Autorin, Bloggerin), Kristin Lenherr (Hebamme) und Regine Gresens (Hebamme, Berufspädagogin, Still- und Laktationsberaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie).
Dieses Buch hinterlässt beim Lesen ein sehr wohltuendes, sicheres Gefühl und ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch unzählige Male in Händen halten werde.
Es behandelt wichtigen Themen kurz vor, während und kurz nach der Geburt
Die einzelnen Kapitelüberschriften lauten wie folgt:
1. Am Anfang ist Hülle
2. Geburt ist Loslassen und Ankommen
3. Wochenbett – eine ganz besondere Zeit
4. Wie das Stillen gelingt
5. Das Baby mit der Flasche füttern
6. Wie Säuglinge gut schlafen
7. Das Baby und seine Haut umsorgen und pflegen
8. Hören, was dein Bauch sagt
9. Zeit für dich
Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen und ein so positives Gefühl ausstrahlenden Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.
Außerdem möchte ich noch positiv anmerken, dass das vorliegende Buch auf höchstem ökologischen Standard gedruckt wurde, ausschließlich mit Substanzen, die wieder in den biologischen Kreislauf rückgeführt werden können.
Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber für werdende Familien. Das Buch ist gespickt mit unglaublich viel wertvollem Wissen. Oftmals werden auch schon Fragen beantwortet bevor sie noch gestellt werden. Das hat mir so gut gefallen und bei mir ein sehr gutes und sicheres Gefühl hinterlassen.
Der Ratgeber hat mich rundum überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.
Ein emotionales Leseerlebnis
Das Weleda Babybuch von
Das Buch „Hannahs Gefühl für Glück“ von Fran Kimmel ist im Jahr 2020 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 352 Seiten.
Kurz vor Weihnachten bringt der ehemalige Polizist Eric Nyland die 12jährige Hannah mit nach Hause. Hannahs Mutter ist vor einiger Zeit gestorben und bislang wohnte sie beim Freund ihrer Mutter.
Dieser kümmerte sich jedoch herzlich wenig um Hannah. Sie wirkt sehr vernachlässigt. Familie Nyland ist zunächst nicht davon begeistert, dass Hannah über Weihnachten bei ihnen bleiben soll, denn alle haben hier ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen. Von Weihnachten ist nichts zu spüren. Dann jedoch kann Hannah mit ihrer ganz besonderen Art nacheinander jedes Familienmitglied für sich gewinnen und auf einmal ist er da, der Zauber von Weihnachten.
Fran Kimmel gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren sehr flüssigen, atmosphärischen, emotionalen und dabei klaren Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich bin sehr davon abgetan, wie sehr ich mich in die Welt der Familie Nyland und Hannah dank der Autorin hineinfallen lassen konnte. Jeder der vorkommende Charaktere wurde von ihr fein ausgearbeitet, hat seine ganz speziellen Ecken und Kanten und die gesamte Familie hat sich gemeinsam mit Hannah in mein Herz geschlichen. Als Leser fiebert man während der ganzen Geschichte mit.
Ich spreche eine klare Leseempfehlung für dieses sehr zu Herzen gehende Buch aus.
Ein berührender, wunderschöner und mitreißender Roman
Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1) von Antonia Blum
„Kinderklinik Weißensee – Zeit der Wunder“ von Antonia Blum ist 2020 im Ullstein Taschenbuch Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 432 Seiten. Es handelt sich hier um den ersten Teil einer Kinderärztin-Saga. Der zweite Teil ist für den September 2021 angekündigt.
Für Marlene und Emma Lindow geht ein Traum in Erfüllung.
Sie dürfen ihre Ausbildung als Kinderkrankenschwestern in der Kinderklinik Weißensee beginnen und das obwohl sie aus einem Waisenhaus stammen, was für die Verhältnisse im Berlin der Zeit um 1910 alles andere als normal bzw. standesgemäß ist. Marlene und Emma zeichnen sich aber durch ihren starken Willen, ihr hohes Engagement als angehende Kinderkrankenschwestern und letztendlich durch ihr starkes Zusammengehörigkeitsgefühl aus. Während ihrer Ausbildung durchlaufen beide Höhen und Tiefen und um sie herum verändert sich die Welt und macht der Aufbruchsstimmung Platz.
Antonia Blum gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen und packenden Schreibstil in den Bann zu ziehen. Man fühlt ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen der fein ausgearbeiteten Protagonistinnen anbelangt mit und kann sich völlig in sie, aber auch die historischen Lebensumstände hineinversetzen.
Besonders bemerkenswert finde ich es, wie gut recherchiert die Geschichte, sowohl was medizinische als auch historische Fakten anbelangt, ist.
Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger und lesenswerter Roman.
Es war ein emotionales Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt der beiden Lindow-Schwestern einzutauchen.
Sehr gut könnte ich mir auch eine Verfilmung der Saga vorstellen.
Eine unerwartete Mischung aus Sach- und Erzählbuch
Das Faultier und die Motte von Dziubak Emilia
„Das Faultier und die Motte: Die ungewöhnlichsten Tierfreundschaften“ von Emilia Dziubak ist im September 2020 im Verlag arsEdition erschienen und umfasst 32 Seiten. Das Lesealter wird mit 3-5 Jahren angegeben.
Kater Homer sucht einen echten Freund und fragt sich, was denn eine gute Freundschaft ausmacht.
Er überlegt genau und schließlich begibt er sich auf eine Reise in die weite Welt, um endlich einen für ihn geeigneten Freund zu finden. Dabei lernt er einige Tiere kennen, die miteinander ganz unterschiedliche und auch ungewöhnliche Beziehungen eingehen.
Auf jeweils einer Doppelseite erklärt Emilia Dziubak eine besondere Art der Freundschaft aus dem Tierreich. Dies geschieht mit einem sehr einfachen, kurzgehaltenen Sachtext und wirklich wunderschönen, detailverliebten Zeichnungen.
Emilia Dziubak hat hier eine sehr besondere Mischung aus Sach- und Erzählgeschichte entworfen, die wir so aufgrund des Titels und des Covers erst einmal nicht erwartet hatten und uns deshalb wohl zunächst auch etwas schwer damit getan haben. Letztendlich sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass es sich hier um einen ganz besonderen Schatz handelt, der nur leider mit dem Verhältnis von Bild und Text im Sachteil und auch dem Anspruch an die Rahmenhandlung nicht übereinstimmt.
Das angegebene Lesealter können wir auch nicht auf sich beruhen lassen, wir würden es auf „ab 6 Jahre“ setzen.
Ein wunderbares Brotbackbuch von einer echten Müllerin, das besonderes Augenmerk auf das verwendete Getreide legt
Brot von daheim von Monika Rosenfellner
„Brot von daheim“ von Monika Rosenfellner ist 2020 im Löwenzahn-Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 176 Seiten. Die Autorin ist selbst eine echte Müllerin und gibt ihre Mühlengeheimnisse in Bezug auf das Brotbacken preis. Ihr besonderes Fachwissen ist auf jeder Seite ihres Buches zu spüren und macht dieses Brotbackbuch zu einem ganz besonderen Schatz.
Das Buch ist untergliedert in zwei große Kapitel:
1. Von Körnern, Mehlen und Mühlengeheimnissen…
2. Ran ans Brot – Lieblingsrezepte für Backanfängerinnen und Brotprofis
Der Autorin gelingt es mit ihrer klar verständlichen Sprache, ihre Rezepte sofort umsetzbar in die Küche zu bringen. Monika Rosenfellner macht Anfängern mit einfacheren Rezepten Mut, sich an das Brotbacken zu wagen und gibt dann auch weiterführende Anregungen auf einem höheren Niveau.
In diesem Buch findet sicherlich jeder ein Brotrezept, das zu ihm passt.
Besonders gut hat mir gefallen, Monika Rosenfellner in ihrer Expertise als Müllerin zahlreiche Tipps und Anregungen bei den jeweiligen Rezepten gibt, dass sie aber auch toll auf die einzelnen Getreidesorten eingeht, auf das Thema „Sauerteig ansetzen“ und natürlich auch auf den Mahlvorgang in einer Mühle.
Neben den Rezepten und dem Expertenwissen einer Müllerin ist das Buch „Brot von daheim“ mit vielen tollen Fotos von Monika Prast u.a. gespickt. Dies ist für jeden Leser eine große Hilfe und es ist auch eine Freude, die Fotos und Illustrationen einfach nur anzusehen.
Man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden. Das Cover wirkt sehr ansprechend und natürlich und man meint förmlich, das Brot schmecken zu können.
Fazit: Das Buch „Brot von daheim“ informiert praxisnah und anschaulich und hat mich als Hobbyköchin und -bäckerin sehr inspiriert. Es lädt förmlich zum Backen und Ausprobieren ein. Das geteilte Wissen von Monika Rosenfellner als echte Müllerin gibt dem Buch das gewisse Extra.
Ich persönlich habe einige Rezepte ausprobiert – habe sogar einen Sauerteig geführt und Brote damit gebacken und ich muss sagen: es war ein tolles und genussreiches Erlebnis und es war überhaupt nicht schwer!
Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen!
Ein unglaublich berührender, wunderschöner und faszinierender Roman
Tiger Roman. 02.11.2020. Hardback. von Clark Polly
„Tiger“ von Polly Clark ist 2020 im Eisele Buchverlag erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 432 Seiten.
Dieses Buch ist ein tolles und intensiver Zusammenspiel von zunächst drei gänzlich unterschiedlichen Geschichten. Da wäre zunächst Frieda Bloom zu nennen. Sie ist Primatologin und lebt mit einem heftigen Trauma aufgrund eines schlimmen Überfall.
Dieses Trauma entwickelte sich zu einer Morphiumabhängigkeit und sie musste ihre geliebten Arbeitsstelle bei den Bonobo-Affen hinter sich lassen. Ihr neuer Job in einem Zoo lässt sie eine besondere Beziehung zu einem sibirischen Tigerweibchen knüpfen.
Nun schwenkt die Geschichte zu Tomas, der in Russland gemeinsam mit seinem Vater ein Tigerreservat leitet. Die Beziehung von Vater und Sohn ist alles andere als einfach und Tomas steckt mehr in der Rolle eines Untergebenen. Ein weiterer Sprung lässt den Leser zu Edith und ihrer Tochter Sina in die Einsamkeit eines Waldes in Sibirien gelangen. Auch deren Geschichte wird nun sehr eindrücklich erzählt.
Schlussendlich wird die Geschichte der sibirischen Tigers selbst erzählt und damit verknüpft sich dann auch die Geschichte der menschlichen Protagonisten.
Polly Clark gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren einerseits feinfühligen und ruhigen Schreibstil in den Bann zu ziehen und andererseits schreibt sie sehr hart und krass und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich als Leserin fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen von Frieda und Tomas, Edith und Sina anbelangt mit und konnte mich völlig in die menschlichen Protagonisten hineinversetzen und deren Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Genauso ist es Polly Clark auch gelungen, die Taiga vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen und sie beschreibt den Naturraum und das Leben des sibirischen Tigers sehr detailliert und genau. Polly Clark schafft es in ihrem Roman dann letztendlich auf sehr spannende und faszinierende Art und Weise die Schicksale von Frieda, Tomas, Sina und dem sibirischen Tiger zusammenzuführen. Ich habe dies sehr genossen.
Als Kritikpunkt muss ich jedoch auch die harten Szenenwechsel zwischen den Geschichten nennen. Oftmals absolut eingetaucht, wurde ich als Leser sehr schroff aus der jeweiligen Geschichte herausgerissen und musste mich erst einmal mit der „neuen“ Umgebung anfreunden – wurde aber dann nach wenigen Seiten wieder sofort in den Bann gezogen.
Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger und faszinierender Roman.
Es war für mich ein Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Frieda, Tomas, Sina und dem sibirischen Tiger einzutauchen.
Es hat mich sehr berührt und bereichert und klingt ganz wunderbar in mir nach.
Ein wunderbares, spannendes Abenteuer gewürzt mit ganz viel frischer Bergluft!
Die kleine Dame in den Blauen Bergen von Stefanie Taschinski
Familie Bär erwartet Besuch von der Oma, aber leider ist die Lieblingskuh der Oma krank geworden und sie kann nicht kommen. Kurzerhand beschließt Familie Bär stattdessen nun der Oma einen Besuch in den blauen Bergen abzustatten. Die kleine Dame kommt auch mit, aber davon wissen nur die Kinder Lilly und Karlchen.
Doch allzu lange bleibt dies kein Geheimnis, denn nicht nur die Lieblingskuh der Oma benötigt die Hilfe der kleinen Dame, sondern auch die kleine Dame selbst wird in den blauen Bergen ernsthaft krank. Ob wohl alle wieder gesund werden und wie wird die Oma auf die kleine Dame reagieren? Selberlesen und dabei ein tolles Abenteuer erleben ist angesagt.
Mit ihrem Buch „Die kleine Dame in den blauen Bergen“ ist Stefanie Taschinski ein weiteres wunderbares, lebendiges und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Arena Verlag 2020 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 200 Seiten umfasst. Wenn ich richtig mitgezählt habe, dann ist es wohl das fünfte Abenteuer mit der kleinen Dame (die Extrabücher nicht mitgerechnet). Es ist geeignet für Kinder ab 8 Jahren zum Selberlesen, kann aber sicherlich auch schon ab 6 Jahren vorgelesen werden. Auf den ersten Blick spricht es sicherlich Mädchen an, es ist in meinen Augen aber auch für Jungs lesenswert.
Stefanie Taschinski gelingt es in einer absolut kindgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Sie schafft es ab der ersten Seite eine Nähe zu ihren Lesern zu erzeugen. So macht das Lesen Spaß und Freude und die Geschichte ist ein richtiges Abenteuer!
Prima gefallen hat uns natürlich wieder die kleine Dame. Wir konnten prima mit ihr mitfühlen, uns mitfreuen und uns mit ihr ängstigen als sie so krank wurde. Aber auch die anderen Charaktere, wie Lilly, Karlchen und die Oma, haben uns begeistert. Chaka, das Chamäleon durfte natürlich auch wieder nicht fehlen. Mit der Oma hatten wir anfangs so unsere Probleme, weil sie so unnahbar und schroff zu ihren Enkeln und auch der kleinen Dame war. Aber sie macht ja eine tolle Entwicklung mit der ganzen Familie Bär und der kleinen Dame durch und am Ende haben auch wir sie ins Herz geschlossen.
Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte gestaltet und es gibt einiges darauf zu entdecken. Der Stil der Illustratorin Nina Dulleck ist einfach richtig toll. Er ist modern, witzig, detailliert und einfach frisch. Auch im Inneren des Buches sind so viele bunte Zeichnungen von Nina Dulleck zu finden, die das Gelesene sehr unterstreichen. Meine Tochter und mich hat es total angesprochen.
Und da uns nun so alles gefällt: die Geschichte insgesamt, die Charaktere, das passende Cover und die Illustrationen im Inneren des Buches und natürlich der frische und kindgerechte Schreibstil von Stefanie Taschinski, vergeben wir glatte 5 von 5 Punkten und wir hoffen darauf, das es noch weitere Bände um die kleine Dame, Chaka und Familie Bär geben wird.
Eine herzerwärmende Geschichte um den kleinen Tannenbaum namens Theo von Tanningen und seine liebenswerten Freunde
Die kleine Dame in den Blauen Bergen von Stefanie Taschinski
Theo von Tanningen ist ganz aufgeregt, denn es ist wieder so weit: es ist Weihnachtszeit. Er fiebert richtiggehend darauf hin, endlich ein echter Weihnachtsbaum für eine Familie zu werden. Und tatsächlich, Förster Tobias befestigt an seiner Spitze das heißersehnte rote Bändchen. Seine besten Freunde Igel Luis, Wildschwein Gundula und Eichhörnchen Millie staunen nicht schlecht und sind selbst ganz aufgeregt.
Zum Glück haben sie einander und halten immer fest zusammen, denn bis zum 24. Dezember sind es noch einige Tage und da kann noch so allerhand passieren. Schließlich gilt es noch eine Geburtstagsfeier vorzubereiten, den miesepetrigen Horst vom Forst in Weihnachtsstimmung zu versetzen, den ersten Schnee zu genießen, dem Igel Luis unter die Arme zu greifen und vieles mehr.
Mit ihrem Buch „Theo von Tanningen: Ein Weihnachtsbaum mit Lampenfieber“ ist Katharina Mauder ein so lesenswertes Abenteuer gelungen, das ganz viel weihnachtliche Stimmung verbreitet. Es ist im Esslinger Verlag erschienen und umfasst 112 Seiten, die sich auf neun kleine Kapitel verteilen.
Das Buch ist in einer kindgerechten, witzigen und alltäglichen Sprache geschrieben. Ein Element, das eine direkte Nähe zu den jungen Lesern erzeugt. Die vorkommenden Figuren sind alle sehr sympathisch, sogar den alten und oftmals schlechtgelaunten Horst vom Forst schließt man dann doch schnell ins Herz, als man seine Geschichte genauer kennen lernt.
Kinder können sich sehr gut mit den Figuren identifizieren. Wir haben richtig mitgefiebert, haben oftmals laut gelacht, uns mitgefreut und sind selbst in eine schöne weihnachtliche Stimmung versetzt worden.
Passend zur Geschichte sind viele schöne Zeichnungen von Illustrator Horst Hellmeier zu finden, welche das Waldabenteuer zur Weihnachtszeit wunderbar ergänzen und unterstreichen.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 5 Jahren.
Meine beiden Kinder haben dieses Buch „verschlungen“ und mir als Mama hat es ebenfalls richtig gut gefallen.









